Wenn etwas, das man eigentlich liebt, das einen schon seit Jahren begleitet und in das man sein ganzes Herzblut hineinsteckt, plötzlich zur Last wird, man jeglicher Lust und Inspiration beraubt wird und nur noch Druck von allen Seiten spürt, dann ist es höchste Zeit, mal kurz zurückzutreten, tief durchzuatmen und ein „Ihr könnt mich alle mal!“ in die Welt hinauszubrüllen (oder wenigstens sehr laut zu denken). Ähnlich geht es Lena von Coconut & Vanilla gerade, die deswegen eine Pause vom Bloggen eingelegt hat (warum genau, das könnt ihr hier nachlesen) und auf deren Blog wir momentan zu Gast sein dürfen.
Und da sich so ein „Ihr könnt mich alle mal“ besonders gut mit einem Drink in der Hand ausrufen lässt, bringen wir dir, liebe Lena, einen unserer aktuellen Lieblings-zurücklehnen-und-den-Abend-genießen-Drinks mit: einen Apple Honey Mule mit Minze. Dabei handelt es sich um eine Variation des 50er-Jahre-Cocktail-Hits Moscow Mule. Haben wir euch neugierig gemacht? Dann haben wir hier das Rezept für euch. Cheers!
Apple Honey Mule (Rezept für 1 Drink):
Zutaten
5-6 Minzblätter
3 cl Wodka
2 cl Apfel-Honig-Zimt-Sirup*
1 Spritzer Chocolate Bitters
Ginger Beer
3 dünn geschnittene Apfelspalten
Minzstängel
Eiswürfel
Zubereitung
Die Minzblätter in ein Highbowlglas oder einen Moscow-Mule-Becher geben und am Boden leicht mit einem Stößel andrücken. Wodka und Apfel-Honig-Zimt-Sirup hinzufügen; wenn zur Hand, noch einen Spritzer Chocolate Bitters dazugeben. Mit Eis auffüllen und mit einem Barlöffel kaltrühren, dann mit Ginger Beer aufgießen. Mit Apfelspalten, Minzstängel und Strohhalm servieren.
*Dafür 100 ml guten naturtrüben Apfelsaft mit 60-80 g Honig (hier müsst ihr etwas experimentieren, was Intensität und Würze angeht) und einer Zimtstange aufkochen und kalt werden lassen. Die Zimstange entfernen und den Sirup in ein Glas oder eine Flasche füllen. Im Kühlschrank hält sich der Sirup mehrere Wochen.
Hoppla, eineinhalb Jahre soll die zweite Runde unseres Blog-Events Blogg den Suchbegriff schon her sein? Gefühlt war das doch gerade erst vor ein paar Monaten. Höchste Zeit also, dass wir uns mal wieder euren und unseren skurrilsten, witzigsten und nettesten Suchbegriffen widmen, über die tagtäglich Menschen auf unsere Blogs finden. Bei uns haben sich in der Zwischenzeit so einige Skurrilitäten angesammelt. Bei euch auch? Dann freuen wir uns, wenn ihr sie in der dritten Runde Blogg den Suchbegriff mit uns teilt!
Blogg den Suchbegriff – das Blog-Event
Blogg den was bitte?? Für alle, die das Thema unseres Blog-Events jetzt zum ersten Mal hören, hier noch mal eine kurze Erklärung, was genau dahintersteckt:
Es geht um die lustigen, skurrilen und manchmal auch etwas verstörenden Suchbegriffe, die Leute in Suchmaschinen eingeben und damit auf euren Blogs landen. Fast mit jedem Blick in unsere Blogstatistik lachen wir uns kringelig über so manchen Suchbegriff, der wohl offensichtlich auf unsere Seite führte, aber in dieser Form dort ganz bestimmt noch nicht zu finden war. Und wir sind uns sicher, dass es euch genauso geht! Ein paar Beispiele? “Schöne männliche Eier”, “Cola, Cola, ich mag Cola” oder “Wer Chocolate Chip Cookies baken kann, kann auch Crystal Meth kochen”sind nur ein paar der Beiträge, die in den letzten beiden Runden eingereicht wurden, zeigen aber ganz schön, in welche Richtung es gehen könnte.
Und wie soll man das jetzt in einen Blogpost umsetzen? Sucht euch euren liebsten, skurrilsten, lustigsten oder einfach nur leckersten Suchbegriff in eurer Statistik heraus und widmet ihm einen Blogpost. Das kann in Form eines Rezepts sein, eines DIY-Projekts oder zu was auch immer euch der Suchbegriff inspiriert. Kocht, backt und bastelt, was das Zeug hält! Wir sind wahnsinnig gespannt, welchen Suchbegriff ihr verbloggen werdet! Falls ihr noch etwas Inspiration braucht, schaut euch mal die großartigen Beiträge in unserer Zusammenfassung von Runde 1 und Runde 2an.
Die Preise
Da es hier schon so lange nichts mehr zu gewinnen gab, wir ohnehin unseren letzten Geburtstag unterschlagen haben und eigentlich noch eine Einweihungsparty für die neue Website aussteht, gibt es in dieser Runde wieder ein paar schöne Preise zu gewinnen, die wir unter allen Teilnehmer_innen verlosen. Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle den Sponsoren, die uns die tollen Preise zur Verfügung gestellt haben. Und das gibts zu gewinnen:
Ein Matcha-Paket von Aiya, bestehend aus einer Dose Matcha Ceremonial Akashi, dem Matcha Fuku Premium for cooking und einem Chasen, damit ihr den Matcha auch richtig gut anrühren könnt. Falls ihr die Matchasorten von Aiya noch nicht kennt, schaut euch doch mal unseren Blogpost zum Matcha-Mohn-Hefezopfan, darin haben wir vor Kurzem den grünen Tee vorgestellt und damit gebacken.
Je ein 4er-Set der hübschen Cocktail- bzw. Longdrinkgläser der Perfect Serve Collection von Spiegelau – einer Glasserie, die vom Barmanager Stephan Hinz entwickelt wurde und mit ihrer Ästhetik, Funktionalität und sensorischen Wirkung sicherlich jede Hausbar bereichert. Was die Cocktailglasserie so besonders macht, erfahrt ihr hier.
Zwei druckfrische Exemplare von Malin Elmlids The Bread Exchange, das Ende Februar im Prestel Verlag erscheinen wird. Alles fing damit an, dass Malin Elmlid gutes Sauerteigbrot essen wollte. Sie begann zu backen und ging mit dem Sauerteig im Gepäck auf Reisen, tauschte ihr Brot gegen Familienrezepte, alltägliche Hilfe und Erfahrungen. Im Buch erzählt die Bloggerin von ihren Reisen und Rezepten. Das Buch stellen wir euch bald noch etwas ausführlicher vor.
Die Teilnahmebedingungen
♦ Mitmachen kann jede/r mit einem Blog (egal, ob Koch-, Back-, DIY-Blog etc.). Veröffentlicht bis zum 10.04.2016, 23.59 Uhr, einen Blogpost zum Thema Blogg den Suchbegriff, in dem ihr auf dieses Event verlinkt und einen der unten stehenden Banner einbindet.
♦ Bitte ausschließlich neue Artikel, keine aus dem Archiv. Ihr könnt natürlich gerne auch mehrere Beiträge einreichen.
♦ Hinterlasst bitte den Link zu eurem Beitrag in einem Kommentar unter diesem Post. Wenn ihr zudem an der Verlosung teilnehmen wollt, verratet uns bitte auch, mit welchem der Preise man euch eine Freude bereiten könnte.
♦ Um an der Verlosung teilnehmen zu können, braucht ihr eine Postadresse in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Die Gewinner_innen werden per random.org ermittelt und im Rahmen der Zusammenfassung bekannt gegeben und per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen.
♦ Mit der Teilnahme an diesem Event erklärt ihr euch damit einverstanden, dass wir eure Bilder in einer Zusammenfassung des Blog-Events hier und auf unserer Pinterest-Seite verwenden dürfen.
♦ Eine Zusammenfassung aller eingereichten Beiträge werden wir hier voraussichtlich am 17.04.2016 veröffentlichen. Darüber hinaus haben wir auf Pinterest ein eigenes Board zu diesem Eventangelegt, auf dem wir alle Beiträge sammeln und verlinken. Falls ihr weitere Fragen habt, meldet euch einfach per E-Mail (feedmeupbeforeyougogo[at]gmx.de) bei uns.
♦ Wir freuen uns natürlich, wenn ihr auch außerhalb eures Beitrags auf unser Blog-Event aufmerksam macht, den Banner auf eurer Seite einbindet, diesen Post auf Facebook, Twitter oder wo auch immer teilt!
Banner und Codes zum Mitnehmen
Querformat 500 x 112:
<a title="Blog-Event - Blogg den Suchbegriff III (Abgabe bis zum 10. April 2016)" href="http://wp.me/p74iDT-2Yk"><img alt="Blog-Event - Blogg den Suchbegriff III (Abgabe bis zum 10. April 2016)" src="https://feedmeupbeforeyougogo.de/wp-content/uploads/2016/02/BannerBlancoQuerBdS3_final.jpg" width="500" height="112" /></a>
Hochformat 130 x 250:
<a title="Blog-Event - Blogg den Suchbegriff III (Abgabe bis zum 10. April 2016)" href="http://wp.me/p74iDT-2Yk"><img alt="Blog-Event - Blogg den Suchbegriff III (Abgabe bis zum 10. April 2016)" src="https://feedmeupbeforeyougogo.de/wp-content/uploads/2016/02/BannerBlancoHochBdS3_final.jpg" width="130" height="250" /></a>
Bildnachweis: Das erste Bild im Beitrag stammt von Pexels.com; die drei Fotos vom Matcha-Paket von Aiya. Vielen Dank, dass wir die Fotos verwenden dürfen.
Werbung: Vielen Dank an die Sponsoren, die uns für unsere dritte Runde Blogg den Suchbegriff so schöne Preise zur Verfügung gestellt haben!
Wenn ich ein Gericht heiraten dürfte, wäre es dieses! Eventuell habe ich das schon zu anderen gesagt (zu ihm ganz bestimmt und auch bei ihm war es Liebe auf den ersten Bissen). Doch diesmal meine ich es ernst! Merkwürdigerweise sind es fast immer Salate, in die ich mich phasenweise festbeiße – am liebsten gleich mehrmals die Woche. Kennengelernt haben wir uns vor etwa neun Monaten in Boston. Im völlig zu Recht gehypten asiatischen Indie-Diner Myers + Chang stand er vor mir, ein kleiner unschuldiger Traum in Hellgrün, der eine wahre Geschmacksexplosion auslöste: Edamame, Fenchel, Sellerie, Petersilie, kandierte Zitrone, schwarzer Sesam. Wumms! Auch wenn die einzelnen Zutaten auf den ersten Blick vielleicht nicht wahnsinnig außergewöhnlich erscheinen, schmeckt deren Kombination so anders und überraschend, dass uns das kleine Wunderwerk der amerikanischen Köchin und Pâtissière Joanne Chang seitdem nicht mehr aus dem Kopf ging. Wie es der Zufall wollte, reisten wir drei Wochen durch die USA, ohne zu wissen, dass wir das Rezept des Edamame-Salats längst in der Tasche hatten. Bereits am Morgen vor dem Besuch im Myers + Chang hatte uns eine Mandel-Brioche im ebenfalls von Joanne Chang geführten Café Flour derart begeistert, dass wir gleich das passende Buch mitnahmen, um schließlich erst zu Hause festzustellen, dass das Rezept des besagten Salats sich auch darin befindet. Ein Glückstreffer! Umso mehr hoffen wir, dass die Euphorie für diesen asiatisch angehauchten Salat auch auf euch überspringen wird. Verheiratet ist er jetzt allerdings schon.
Edamame-Fenchel-Salat mit Sellerie und kandierten Zitronen (für 4 Personen als Vorspeise oder 2 Personen als Hauptspeise):
Für das Dressing*
(*Natürlich könnt ihr auch gleich die doppelte Menge vom Dressing zubereiten, es hält sich verschlossen im Kühlschrank mindestens zwei Wochen)
1 Bio-Zitrone
100 g Zucker
200 ml Wasser
30 ml Reisessig
25 ml Sojasoße
1 EL Zucker
1/2 EL Sesamöl
Einige Spritzer Tabasco (oder eine andere Hot Sauce)
Salz, Pfeffer
1. Die Zitrone waschen, dann mit Schale in möglichst dünne Scheiben schneiden. Die Zitronenscheiben, Zucker und Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und bei niedriger Hitze ca. 1 Stunde ohne Deckel simmern lassen. Dabei ab und an umrühren. Die Zitronenscheiben sollten am Ende leicht glasig sein. Anschließend im Sirup erkalten lassen und alles bis zur Zubereitung des Dressings im Kühlschrank aufbewahren.
2. Die restlichen Zutaten miteinander verrühren, dann die kandierten Zitronen klein schneiden, inkl. des Großteils des gelierten Sirups hinzugeben und gut verrühren. Nach Geschmack mit Tabasco, Salz und Pfeffer würzen. Wer es süßer mag, gibt noch den Rest des Sirups hinzu.
Für den Salat
300 g TK-Edamame
1 große Fenchelknolle
6 Stangen Sellerie
2 Schalotten
1 Handvoll Petersilie
2 TL Sesamsamen
1. Die Edamame in Salzwasser ca. 5 Minuten kochen, dann mit kaltem Wasser abschrecken und aus der Schote lösen. Den Fenchel waschen, vierteln, vom Strunk befreien und in dünne Streifen schneiden. Den Sellerie ebenfalls waschen, dünn schneiden, dann die Schalotten schälen, halbieren und ebenso verfahren. Die Petersilie waschen, trocken schütteln und grob hacken. Den Sesam in einer Pfanne ohne Öl kurz anrösten.
2. Bis auf den Sesam alles in einer Schüssel vermengen, das Dressing darübergießen, gut durchmischen und sofort mit Sesamsamen betreut servieren.
Der Craft-Beer-Trend reißt einfach nicht ab. Nachdem inzwischen nicht nur die großen Getränkekonzerne eigene Pale Ales auf den Markt werfen, sondern Doppelbock und Zwickerl sogar beim Discounter zu finden sind, ist es kein Wunder, dass die Craft-Beer-Welle auch auf den Kochbuchmarkt überschwappt. Eines der schönsten neuen Bücher, das Bier und Kochen miteinander verbindet, ist vor einiger Zeit bei uns eingezogen und hat uns bereits u.a. eine extrem leckere Sauerkrautpizza mit dunklem Hefeweizen im Teig beschert.
„Craft Beer Kochbuch“ nennt sich das im Brandstätter Verlag erschienene Werk ganz schnörkellos. Geschrieben wurde es von Torsten Goffin und Stevan Paul, fotografiert von Daniela Haug. Zumindest Zweitgenannter sollte den geneigten Kochbuchkäufer_innen ein Begriff sein. Wer Stevan Pauls bisherige Bücher oder seinen Blog Nutriculinary kennt, ahnt, dass sich auch hinter diesem Titel ein ansprechendes und hochwertiges Buch verbirgt.
Worum gehts?
Der Titel verspricht ein Craft-Beer-Kochbuch, also Rezepte nicht nur zum, sondern auch mit Bier; nicht nur Foodpairing, sondern eben auch Bier in der Soße, Bier im Teig und Bier im Nachtisch. Denn bisher, so die Autoren im Vorwort, sei der Verbindung von Essen und Bier noch viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt worden. Dementsprechend will das Buch auch Grundlagenforschung betreiben und präsentiert auf den 240 Seiten nicht nur 44 Rezepte, sondern auch massig Infos zum weiteren Themenfeld. So wird z.B. erklärt, welche Regeln beim Foodpairing mit Bier hilfreich sind, ohne dabei dogmatisch zu werden. Das Buch möchte Anstöße geben und die Leser_innen auffordern, die spannende Welt des internationalen Craft-Beer-Booms zu entdecken.
Beim ersten Durchblättern fallen die vielen Fotos und das dicke, matte, griffige Papier auf, das für eine robuste, zum Thema passende Haptik sorgt. Auch das recht dunkel gehaltene Layout stimmt gut in die Thematik des Buchs ein. Ein nettes Gimmick ist übrigens im Einband in Form eines Bierdeckels versteckt. Nun aber zum Inhalt: Die ersten 20 Seiten beschäftigen sich mit den Grundlagen des Brauens, der Geschichte des Kulturguts Bier von Ägypten bis Brooklyn und des Hopfens, aber auch mit der Wahl des richtigen Glases (hier liegt der Fokus auf dem Angebot von Spiegelau, über deren Gläser wir ja auch schon berichtet haben) und mit dem Thema Foodpairing. Damit ist klar, dass sich das Buch nicht nur an Expert_innen richtet, sondern auch Leser_innen abholt, die Bier bisher nur im Sonderangebot gekauft haben. Für interessierte Laien oder gar Hobbybrauer_innen dürften die Kapitel, in denen Bier auf Essen trifft, wohl den größten Neuigkeitswert bieten. Da allerdings alle Texte von Torsten Goffin interessant und kenntnisreich verfasst wurden, sind alle Exkurse auch für diejenigen spannend, die schon etwas Vorwissen mitbringen und können vielleicht sogar der Auffrischung des eigenen Wissens dienen. Im Hauptteil des Buchs wechseln sich Rezepte, Infoseiten zu den wichtigsten Bierstilen und Reportagen zu 15 verschiedenen Brauereien ab. Letztere porträtieren zum einen Größen der Szene, die man auch aus anderen Büchern kennt, wie Schneider, Ale-Mania, Sierra Nevada oder de Molen, aber auch unbekanntere Bier-Aficionados, wie Feral aus Australien, BRLO aus Berlin oder Vormann aus Hagen-Dahl, werden auf jeweils sechs Seiten in Text und Bild vorgestellt. Ähnlich wie im „Craft-Bier-Buch“ von Sylvia Kopp erfährt man viel über die jeweiligen Eigenheiten der Brauereien, und zumindest bei mir ist die Liste der zu probierenden Biere wieder einmal um dutzende Flaschen und Dosen gewachsen.
Die Rezepte sind in fünf Kategorien unterteilt: Vorspeisen, Fisch, Fleisch, Klassische Bierküche und Desserts. Wer genau aufgepasst hat, dem sollte aufgefallen sein, dass ein Kapitel mit vegetarischen Rezepten ausbleibt. Damit wären wir auch schon beim für uns größten Kritikpunkt, denn für nicht-fleischessende Haushalte ist das Buch nicht uneingeschränkt geeignet. Auch bei den kleineren Gerichten liegt der Fokus auf Fleisch und Fisch, was 2016 in der Tat etwas schade ist und wo ich mir von Stevan Paul etwas mehr Mut gewünscht hätte. Wer allerdings nicht auf Fleisch und Fisch verzichtet, der findet hier tolle Gerichte, die zwar oft das Klischee deftiger Wirtshausküche bedienen, aber gerade im Fisch-Kapitel auch sanftere Töne anschlagen. Man merkt außerdem, dass dies nicht Stevan Pauls erstes Kochbuch ist, denn die Rezepte sind logisch aufgebaut, unbekanntere Zutaten oder Zubereitungsmethoden werden erklärt und alte Klassiker mit ungewöhnlicheren Zutaten aufgefrischt (das Schnitzel kommt z.B. vom Hirsch und wird mit einer Kartoffel-Zitronen-Gremolata verfeinert). Neben der wirklich sehr leckeren Sauerkrautpizzahaben wir auch den Cheeseburger mit Bierzwiebeln probiert, der uns ebenfalls ziemlich gut geschmeckt hat.
Jedes Rezept wird durch eine (sehr gelungene) zweigeteilte Bierempfehlung ergänzt. Zum einen werden ganz allgemeine Stile oder Geschmackstypen empfohlen, zum anderen gibt es immer auch „die besondere Empfehlung“ mit ein oder zwei Bieren, die perfekt zum Gericht passen. Glücklicherweise sind die Autoren dabei auf dem Teppich geblieben und haben nicht nur Raritäten ausgewählt, sondern empfehlen größtenteils gut erhältliche Biere.
Fazit
Ein rundum gelungenes und durchdachtes Buch in schöner Optik, das nicht einfach auf der Craft-Beer-Welle mitsurft, sondern diese vielmehr voranbringt. Einzig ein wenig mehr Rücksicht auf vegetarische Craft-Beer-Fans hätten wir uns gewünscht. 4 von 5 Bierdeckeln.
Wenn man uns fragen würde, was wir in den letzten Monaten am häufigsten gebacken haben, wäre das wohl dieser Matcha-Mohn-Zopf. Nach einem (noch etwas skeptischen) Probebacken, eroberte das hübsche Geflecht in Zartgrün unsere Herzen und Mägen im Sturm. Die unserer Kolleginnen und Kollegen dann ein paar Wochen später. Die Kombination aus luftigem Hefeteig und einer beschwipsten Mohn-Vanille-Füllung macht es einem aber auch leicht. Dazu der feinherbe Geschmack von grünem Tee und – ich bilde mir ein, dass er beim Backen nicht gänzlich verfliegt – der kleine Wachmachkick des Matchas.
Für diejenigen (wie mich!), die zwar gerne mal mit Matcha kochen oder backen wollen, aber dafür nicht unbedingt ihren wertvollsten Grüntee opfern möchten (kostet ja schließlich ein kleines Vermögen), gibt es von Aiya einen Matcha, der extra für den kulinarischen Einsatz gedacht ist: den Bio-Premium Matcha for Cooking Fuku. Ist der Teig beim Kneten noch intensiv grün, verliert er während des Backens ein wenig an Farbigkeit und der Hefezopf erhält ein zartes Pistaziengrün. Doch eine leichte Matcha-Note schmeckt man auch nach dem Backen noch gut heraus. Wer den japanischen grünen Tee doch lieber in flüssiger Form zu sich nehmen möchte, aber bei der Fülle an unterschiedlichen Matcha-Sorten nicht mehr durchblickt, ist als Einsteiger_in sicherlich mit dem Aiya Bio-Ceremonial Matcha Hikari glücklich zu stimmen. Der intensiv grüne Hikari hat eine recht milde, fruchtige Note mit leichter Süße, die dennoch den typischen herb-grasigen Matcha-Geschmack durchblicken lässt. Am liebsten mag ich ihn als Matcha Latte.
Habt ihr auch schon mal mit Matcha gebacken? Dann her mit euren Lieblingsrezepten!
Matcha-Mohn-Hefezopf (für eine Kastenform):
Für den Teig
1/2 Hefewürfel
120 ml lauwarme Milch
400 g Mehl + etwas Mehl zum Ausrollen
75 g Zucker
1-2 TL Matcha
1 Prise Salz
1 Ei
70 g weiche Butter
Für die Füllung
80 g Mohn
140 g Milch
30 g Zucker
20 g Honig
20 g Butter
20 g Hartweizengrieß
1 kleines Ei
Mark einer Vanilleschote
1 guter Schuss Amaretto
1. Die Hefe in lauwarmer Milch auflösen. In einer großen Schüssel Mehl, Zucker, Matcha und Salz vermischen. Ei und Butter dazugeben und die Milch mit der Hefe eingießen. Alles gründlich verkneten, bis ein glatter Teig entstanden ist. Dann 1 Stunde abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.
2. Mohn mit Milch, Zucker, Honig, Butter und Hartweizengrieß in einem Topf vermischen und bei mittlerer Hitze und unter ständigem Rühren erwärmen, aber nicht richtig kochen lassen.
3. Wenn die Masse andickt, vom Herd nehmen und kurz etwas abkühlen lassen. Dann das Ei einrühren und noch einmal kurz erhitzen. Vom Herd nehmen und das Vanillemark und den Amaretto unterrühren. Die Masse vor der Weiterverwendung etwas abkühlen lassen.
4. Den Backofen auf 180°C vorheizen. Jetzt geht’s ans Rollen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den aufgegangenen Hefeteig mit einem Nudelholz möglichst rechteckig ausrollen (ca. 30 x 40 cm). Den Teig mit der Mohnmasse bestreichen, dabei rundherum einen schmalen Rand frei lassen. Den Teig von der kurzen Seite her vorsichtig aufrollen. Von beiden Enden ca. 1 cm abschneiden, damit die Rolle gleichmäßig endet. Dann die Teigrolle in der Mitte der Länge nach halbieren, sodass zwei lange Teigstränge entstehen, die jeweils zur Mitte eine offene Seite haben. Die offenen Seiten nach oben drehen und beide Stränge kompakt miteinander verflechten. Den Hefezopf vorsichtig in eine mit Backpapier ausgekleidete Kastenform heben und auf mittlerer Schiene im Ofen ca. 50 Minuten backen. Nach der Hälfte der Zeit den Matcha-Mohn-Zopf mit Backpapier abdecken, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird. Den Zopf aus dem Ofen holen und mitsamt des Backpapiers aus der Form heben. Erst wenn er vollständig abgekühlt ist, lässt sich der Zopf problemlos in Scheiben schneiden.
Kooperation: Vielen Dank an Aiya, die uns verschiedene Matcha-Sorten freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben. Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.
Hoch die Gläser, denn es gibt was zu feiern! Wenn wir uns schon keine Eigentumswohnung in München leisten können, bekommt wenigstens der Blog eine eigene Bleibe spendiert. Höchste Zeit, denn eigentlich war der Blogumzug samt Grundsanierung des Designs schon seit locker drei Jahren geplant. Doch bis dann endlich die ersten Kisten gepackt waren, alle Bilder von den Wänden abgehängt und das neue Zuhause frisch gestrichen war, ist nun doch ein Weilchen vergangen. Deshalb freuen wir uns umso mehr, euch endlich in unserem neuen Heim willkommen zu heißen! Kommt rein, schnappt euch einen Drink, ein Stück Pizza oder etwas Süßesund schaut euch ein bisschen um. Wir hoffen, es gefällt euch hier!
Was ist hier eigentlich neu?
So ein Umzug ist ja auch immer eine gute Gelegenheit, mal auszumisten. Wie ihr seht, haben wir ein bisschen entrümpelt, alles etwas übersichtlicher und aufgeräumter gestaltet. Neu ist neben des schnieken Sliders unterhalb des Headers auf der Startseite auch die Einbindung unseres Instagram-Feeds ganz unten auf der Seite. Der Rezeptindex erstrahlt in neuem (und vor allem aktualisiertem) Glanz und wird künftig auch etwas häufiger auf den aktuellen Stand gebracht. Ganz neu ist dagegen die Seite On the Go-Go, auf der ihr eine Übersicht unserer kulinarischen Reisen, Food-Guides und Restauranttipps nach Ländern und Städten geordnet findet. Die Blogroll mit unseren liebsten Bloggerkolleginnen und -kollegen wurde ausgelagert und hat unter Inspiration einen eigenen Bereich bekommen.
Was tun, um uns weiterhin zu folgen?
Ganz alleine möchten wir natürlich nicht umziehen. Wenn ihr uns auch weiterhin folgen möchtet (das fänden wir sehr schön) und regelmäßig über neue Beiträge informiert werden wollt, aktualisiert bitte den RSS-Feed in eurem Feed-Reader oder tragt eure Mailadresse im entsprechenden Kästchen in der Sidebar ein, um automatisch eine Mail zu erhalten, sobald ein neuer Blogpost online ist. Vielleicht hakt es an der ein oder anderen Stelle am Anfang noch ein wenig, aber wir versuchen, alles schnellstmöglich auf den neuesten Stand zu bringen. Eine Bitte hätten wir noch: Falls ihr uns mal in einem Beitrag oder in eurer Blogroll verlinkt habt (vielen Dank dafür!!), wäre es ganz toll, wenn ihr auch dort den Link aktualisieren könntet.
Und wie geht es hier jetzt weiter?
Hoffentlich ein bisschen regelmäßiger, als in den letzten Monaten! Wir werden zumindest versuchen, wieder etwas öfter zu bloggen. Sonst bleibt eigentlich alles wie gehabt – oder gibt es etwas, das ihr euch von uns wünscht und worüber ihr hier gerne öfter lesen wollt? Da wir im November unseren vierten Bloggeburtstag dezent unterschlagen haben, werden wir im Februar ein kleines bisschen nachfeiern und die dritte Runde unseres Blog-Events „Blogg den Suchbegriff“ einläuten. Bis dahin habt ein bisschen Nachsicht mit uns, wenn hier in der ein oder anderen Ecke noch gewerkelt und umdekoriert wird. Wir freuen uns jedenfalls, dass ihr hier seid und danken euch sehr fürs Mitlesen, Nachkochen und Kommentieren!
Gründe, Bier zu trinken, gibt es ja eine ganze Menge. Zuletzt würden mir da beispielsweise die immer noch anhaltende Freude über den neuen Star-Wars-Film (schon gesehen? Ich bin ja trotz der offensichtlichen Parallelen zu Episode IV-VI ziemlich zufrieden) oder der Frust nach einem nicht ganz so produktiven Tag am Schreibtisch (ich versuche gerade, innerhalb von sechs Wochen auf eine dreistellige Seitenzahl der Doktorarbeit zu kommen) einfallen. Beides verlangt jedenfalls nach nicht ganz alltäglichen Bieren, und ich glaube, dass Bier da immer noch ziemlich unterschätzt wird. Bier gilt mehr als Alltagsgetränk, von dem man eine Menge trinkt, ohne groß darüber nachzudenken, was man gerade in sich hineinschüttet. Eher selten wird sich bewusst für eine besondere Flasche entschieden. Dabei bietet es sich doch bei der Vielzahl an außergewöhnlichen Craft-Bieren an, zum Abendessen mit Freunden mal keine Flasche Wein auf den Tisch zu stellen, sondern einige Flaschen besonderes (und zum Menü passendes) Bier. Weiterlesen
Nein, wir starten das neue Jahr hier nicht mit den besten Detox-Tipps, haben keine No-carb-low-carb-paleo-pegan-Superfood-Entgiftungskuren für euch parat, die die feiertagsgeschädigten Hüftpolster zum Schmelzen bringen sollen, und auch sonst fing das Jahr für uns eher mit gutem Käse und einem ausladenden Frühstück, als mit grünen Smoothies und schlechtem Gewissen an. Das neue Jahr soll schließlich lecker beginnen! Und am besten mit Dessert! Mit süßsauren Früchten, cremigem Joghurt, knackigen Baisers und einem Schuss Portwein. Okay, ein bisschen Sahne ist auch dabei. Weiterlesen