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    Allgäu, Deutschland, Gegessen, Gereist

    Auszeit im Allgäu: die Hubertus Alpin Lodge & Spa

    Dieser Beitrag enthält Werbung.

    Hubertus Alpin Lodge & Spa Balderschwang Allgäu Pool

    Als es uns vor über sieben Jahren aus beruflichen Gründen nach München zog, wurden wir von Freund_innen und Familie (und am meisten von uns selbst) bemitleidet. Bayern? Wer möchte da schon wohnen? Erst recht im versnobbten München? Doch lange dauerte es nicht, bis das Mitleid einem Hauch von Neid wich. Meist reichte schon ein Besuch, ein Wochenende in München, ein Abstecher zu einem der umliegenden Seen oder in die Berge. Ab dann hieß es: „Ihr habt es gut, ihr seid so schnell in der allerschönsten Natur. Ihr könnt mal eben einen Tagesausflug unternehmen oder einen schnellen Wochenendtrip und es fühlt sich sofort nach Urlaub an.“ Stimmt, können wir! Nach einer stressigen Woche mal eben kurz zwei Tage in die österreichischen Berge oder für ein Wellness- und Wanderwochenende ins Allgäu – solche Ausflüge wollen wir nicht mehr missen!

    Hubertus Alpin Lodge & Spa Balderschwang Allgäu

    Frühstück mit Ayurveda-Einflüssen

    Anfang August verschlägt es uns nach Balderschwang. Die Hubertus Alpin Lodge & Spa hat uns mitten in die Allgäuer Berge und den Naturpark Nagelfluhkette eingeladen. Früh am Morgen machen wir uns in München auf ins Allgäu und sitzen gute zwei Stunden später am Frühstückstisch des Hotels, denn zu den vielen kleinen Annehmlichkeiten, die wir im Laufe unseres Aufenthalts zu schätzen lernen, gehört auch, dass man schon am Tag der Anreise am Langschläferfrühstück teilnehmen kann. Bis 11:30 Uhr kann man sich am opulenten Büfett bedienen, an der Kochstation Omeletts oder Spiegeleier braten lassen oder selbst einen frischen Saft pressen. Wie wir später erfahren, steckt auch hinter diesem Angebot ein Konzept. Koch Gabriel Simòn Pinero ist großer Ayurveda-Fan und davon überzeugt, dass man den Tag mit einer warmen Mahlzeit beginnen sollte. Dementsprechend gibt es nicht nur Eierspeisen, sondern auch süße und herzhafte Haferwaffeln sowie verschiedene Sorten Getreidebrei mit täglich wechselnden Obsttoppings (z. B. gedünstete Melone in Kokosmilch oder Kurkuma-Ananas). „Lass deine Nahrung Heilung sein“ prangt auf einer Tafel über der Müslibar und verdeutlicht das ganzheitliche Ernährungskonzept, das das Hotel verfolgt. Vor allem Gewürze und deren Wirkungsweise nehmen einen großen Platz ein. So steht allen Gästen eine Vielzahl an unterschiedlichen Gewürzen zur Verfügung, die selbst gemahlen werden können, um jegliche Speisen zu verfeinern.

    Frühstück Hubertus Alpin Lodge & Spa Balderschwang

    Frühstück Hubertus Alpin Lodge & Spa Balderschwang

    Waffel zum Frühstück Hubertus Alpin Lodge & Spa Balderschwang

    Natürlich wird auch an Gäste gedacht, die lieber klassisch frühstücken – eine große Brot- und Gebäckauswahl, regionaler Käse, Wurst, Obst, Bircher Müsli und jede Menge hausgemachte Aufstriche und Chutneys ergänzen das Frühstücksangebot. Wir sind jedenfalls ganz glücklich, dass wir gleich dreimal hier frühstücken dürfen und so zumindest einen Großteil des Angebots probieren können.

    Frühstücksbüfett Hubertus Alpin Lodge & Spa Balderschwang

    Nachhaltiges Gesamtkonzept mit Wohlfühlcharakter

    Gut gestärkt machen wir uns auf zur Rezeption, um unser Zimmer zu beziehen. Wir müssen ein wenig warten, viele kommen gerade an oder checken aus, doch was uns sofort auffällt, ist die herzliche und persönliche Begrüßung, die allen Gästen entgegengebracht wird. Kurz darauf erfahren wir sie selbst, werden überaus freundlich in Empfang genommen und bekommen eine ausführliche Führung durch das Hotel. Der engagierte und herzliche Service wird uns auch in den kommenden Tagen immer wieder auffallen, man ist wirklich sehr bemüht, eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Im Gegenteil – man geht angenehm unprätentios und locker-freundlich auf die Gäste zu. Diese Gradlinigkeit und Authentizität findet sich auch in der Philosophie der Hubertus Alpin Lodge wieder. Das von der Familie Traubel geführte Hotel mit 66 Zimmern und Suiten setzt auf Reduktion, Simplizität und Tradition und vereint diese mit einem nachhaltigen Gesamtkonzept. Das Leben mit der Natur und ihren Produkten steht in vielen Bereichen des Hotels im Vordergrund – so wurde z. B. nicht nur bei der Gestaltung des Hauses Wert auf einen schlichten, aber modernen Alpin-Look gelegt, bei dem an vielen Stellen heimische Hölzer verbaut wurden, sondern auch ein energieeffizientes Heiz- und Belüftungssystem eingesetzt und im Kulinarischen auf eine saisonale und regionale Bioküche geachtet. Übrigens: Wer beim Check-in das Handy abgibt, bekommt bei der Abreise ein Stück Bergkäse aus der Region – ganz im Sinne des Slow-Travel-Gedankens.

    Das und viele weitere Aspekte machen die Hubertus Alpin Lodge & Spa zum idealen Partner von Green Pearls – einer Reiseplattform für nachhaltige, handverlesene Orte auf der ganzen Welt, die eine grüne Philosophie verfolgen. Die dort vertretenen „grünen Perlen“ beweisen, dass sich nachhaltiger Tourismus und luxuriöser Komfort keinesfalls ausschließen.

    Lobby Hubertus Alpin Lodge & Spa Balderschwang Allgäu

    Terrasse Liebe Hubertus Alpin Lodge & Spa Balderschwang Allgäu

    Lust auf Leben Holzbank Hubertus Alpin Lodge & Spa Balderschwang Allgäu

    Moderner Alpen-Look trifft Gemütlichkeit

    Dass viele Gäste nach Balderschwang kommen, um Energie zu tanken, wird uns spätestens bewusst, als wir unsere Loggia beziehen. Aus unserem Zimmer ertönen merkwürdige Klänge, die sich beim Näherkommen als Yoga- und Entspannungsmusik herausstellen, die wohl ein guter Hausgeist in unseren CD-Player eingelegt haben muss. Auch die Yogamatte, die neben einem Wanderrucksack, den man sich im Hotelrestaurant mit einer Jause befüllen lassen kann, in jedem Zimmer an der Wand hängt, weist darauf hin, dass das Hotel oft als Yoga-Retreat genutzt wird.

    Loggia Suite Hubertus Alpin Lodge & Spa Balderschwang Allgäu

    Viele Holzmaterialien und unterschiedliche Lichtquellen bestimmen unsere geräumige Suite im modernen Alpen-Look und verleihen ihr ein urgemütliches Ambiente. Der Geruch von Zirbenholz (ich liebe ihn!) liegt in der Luft und tut sein Übriges. Alles ist offen gestaltet, auch der Blick ins Badezimmer mit Walk-in-Dusche – man sollte sich also schon etwas besser kennen (oder zumindest kennenlernen wollen). Vom Bett aus (ja, es ist so bequem wie es aussieht!) blickt man über den Balkon auf die umliegenden Weiden und kann mit etwas Glück schon beim Aufwachen einer der vielen Kühe zuwinken. Wer nur ein paar Tage im Hotel Hubertus verbringt und auf eine tägliche Zimmerreinigung verzichten kann, erhält pro Tag, an dem das Zimmer nicht gesäubert werden muss, einen 5-Euro-Gutschein für den hoteleigenen Shop – eine schöne Idee, die den Nachhaltigkeitsansatz des Hotels noch einmal unterstreicht.

    Loggia Suite Hubertus Alpin Lodge & Spa Balderschwang Allgäu

    Loggia Suite Hubertus Alpin Lodge & Spa Balderschwang Allgäu

    Entspannung pur im Alpin-Spa

    Da es an unserem Anreisetag fast durchgängig regnet und so an eine Wanderung nicht zu denken ist, beginnen wir unseren Aufenthalt mit einer ausgiebigen Spa-Session. Zum Glück ist der Außenpool beheizt und so schwimmen wir einige Bahnen, bei denen wir immer wieder von der Umgebung abgelenkt werden: Vom Wasser aus haben wir einen wunderbaren Ausblick auf den Berghang und hören durch den Nebel die Kühe der nahen Weide. Bei gutem Wetter könnten wir anschließend auch draußen liegen (die Zahl der Plätze ist allerdings überschaubar), wegen der drohenden Regenwolken beziehen wir jedoch lieber eine der mit Vorhängen abgetrennten Kabinen mit Liegestühlen im Haus.

    Pool Hubertus Alpin Lodge & Spa Balderschwang Allgäu

    Berghang mit Sonne Balderschwang Allgäu

    Pool nass Hubertus Alpin Lodge & Spa Balderschwang Allgäu

    Auch im Saunabereich gibt es einen eigenen Ruheraum, der u. a. mit von der Decke hängenden Körben ausgestattet ist, in denen wir nach dem ersten Saunagang leicht schaukelnd vor uns hin dösen. Drei Saunen und ein Dampfbad finden wir hier, eine weitere, mit Holz beheizte Sauna am Pool. Auch als viele Hotelgäste gleichzeitig schwitzen möchten, kommt es uns deswegen nie überlaufen vor. Später am Nachmittag nehmen wir noch ein paar Aufgüsse mit und lassen uns den Fußreflexzonenmassageparcours erklären. Beste Voraussetzungen für einen tiefen Schlaf!

    Neben Pool und Saunabereich umfasst der Alpin-Spa einen eigenen Anbau, in dem verschiedene Anwendungen wie Schönheitsbehandlungen und Massagen angeboten werden. Unsere schreibtischgeplagten Rücken und Schultern lechzen nach etwas Entspannung und so werden uns die Verspannungen der letzten Wochen bei einer 50-minütigen Holistic-Soft-Behandlung weggeknetet. Der Masseur nimmt sich viel Zeit, fragt nach aktuellen Beschwerden und stimmt seine Behandlung individuell auf uns ab. Kuhglocken, entspannende Musik und der Blick auf die Berge sorgen dafür, dass ich trotz der ziemlich festen Griffe fast einschlafe und die Zeit auf der Massageliege viel zu schnell verfliegt.

    Alpin-Spa Hubertus Alpin Lodge & Spa Balderschwang Allgäu

    Ruheraum Spa Hubertus Alpin Lodge & Spa Balderschwang Allgäu

    Alpin-Spa Hubertus Alpin Lodge & Spa Balderschwang Allgäu

    Genussvoll und bewusst durch die Alpenküche

    Wie schon beim ersten Frühstück klar wird, spielt gutes Essen eine große Rolle im Hubertus. Den ganzen Tag über wird man hier äußerst gut versorgt – vom extralangen Frühstück über ein leichtes Lunch-Büfett, hausgemachten Kuchen am Nachmittag bis zu einem Teller Käse, der nach dem Abendessen zum Naschen einlädt. Highlight ist dabei natürlich das Menü am Abend, bei dem insbesondere am Sonntag richtig aufgefahren wird. Als wir nach unserer Pool- und Sauna-Session wieder aufgehübscht in die Lobby kommen, wird dort gerade der Aperitif serviert. Wir bekommen jeweils ein Glas Sekt gereicht, dazu eine Platte mit lokalen Spezialitäten. Der Seniorchef des Hauses nimmt sich für alle Gäste Zeit und erklärt, woher genau z. B. der im Mund schmelzende Schinken und die kräftigen Käsesorten stammen. Dazu spielt ein Zither-Flöten-Gitarren-Quartett – mehr Alpenromantik geht nun wirklich nicht (die Idee, auch eine Zither-Band zu gründen und sie „Die Zitheraale“ zu nennen, behalten wir aber lieber für uns). Anschließend wird ins Restaurant gebeten, wo ein Sechsgangmenü auf uns wartet.

    Aperitif Hubertus Alpin Lodge & Spa Balderschwang Allgäu

    Sehr gut gefällt uns, dass immer auch ein vegetarisches Menü zur Auswahl steht, was überhaupt gut zum Konzept der Küche passt. Man legt Wert auf Slow Food und regionale Zutaten und kreiert daraus eine leichte und moderne Küche, die ihre Verwurzelung im Alpenraum nicht leugnet, aber immer auch Akzente durch andere Zutaten setzt. Los geht es mit einem Thunfisch- bzw. Tomaten-Pfifferling-Tatar – in beiden Varianten ein überaus guter und toll abgeschmeckter Start. Im Laufe des Abends landen u. a. eine Steinpilzsuppe, ein Erdbeer-Pfeffer-Smoothie mit Aperol-Espuma, ein Roastbeef unter Kräuterkruste sowie zum Finale eine Dessertvariation auf dem Tisch. Die Portionen sind zum Glück überschaubar, sodass wir zwar satt, aber nicht übersättigt vom Tisch aufstehen und ins Bett sinken. Begleitend zu den einzelnen Gerichten des Menüs ist auch eine darauf abgestimmte Weinreise buchbar. Wir wählen daraus allerdings nur einzelne Stationen wie den leichten, fruchtigen Weißwein („Sommerfrische 2016“, Weingut Krems 13) zur Vorspeise und die Beerenauslese vom Carbernet (Weingut Stadlmann) zum Dessert. Insbesondere Letztere begeistert uns sehr und ist ein schöner Abschluss des Abends.

    Restaurant Hubertus Alpin Lodge & Spa Balderschwang Allgäu

    Thunfischtatar mit Blüte Hubertus Alpin Lodge & Spa Balderschwang Allgäu

    Menü Restaurant Hubertus Alpin Lodge & Spa Balderschwang Allgäu

    Kuhglocken Hubertus Alpin Lodge & Spa Balderschwang Allgäu

    Aktivprogramm: Gewürzkurs und Besuch einer Käserei

    Neben der umfassenden Versorgung mit kulinarischen Genüssen bietet die Hubertus Alpin Lodge den Gästen auch ein kostenfreies „Aktivprogramm“ an, das so umfangreich ist, dass ein Wochenende auf keinen Fall ausreicht, um alles wahrzunehmen. Während unseres Aufenthalts sind es bis zu sieben Angeboten pro Tag, über die man sich in der eigenen App, auf der Website oder an verschiedenen Stellen im Hotel informieren kann. Dort tragen wir uns dann auch in die Listen ein, denn die Plätze sind in der Regel begrenzt. Der einzige Wermutstropfen ist für uns, dass wir mit Yoga nur wenig anfangen können und ein Schwerpunkt des Programms genau darauf liegt. Davon abgesehen können wir uns kaum entscheiden: eine geführte E-Bike-Tour? Die Sonnenaufgangsbergtour mit dem Seniorchef (da wir dafür um 4 Uhr aufstehen müssten, fällt sie dann doch raus) oder ein Kochkurs? Am Ende tragen wir uns für einen Ayurveda-Gewürzkurs und einen Ausflug zur nahe gelegenen Käserei ein, die auch das Frühstücksbüfett mit leckerem Käse versorgt.

    Dass sich so viele Mitglieder der Familie Traubel in das Aktivprogramm einbringen, gefällt uns besonders gut. Beim Gewürzkurs bekommen wir einen Einblick in die Küchenphilosophie von Koch Gabriel Simòn Pinero und erhalten Tipps für die Zusammenstellung eigener Gewürzmischungen. Für die Besichtigung der Käserei treffen wir uns an unserem letzten Morgen nach dem Frühstück vor dem Hotel und laufen mit Karl Traubel ins Dorf. In der Sennerei bekommen wir nicht nur eine Führung, der Termin ist auch so abgepasst, dass wir dabei zuschauen können, wie Romadur hergestellt wird. Vor unseren Augen wird die früh am Morgen gemolkene Milch erhitzt und die geronnenen, festen Bestandteile in riesige Formen gepresst. Im Keller sind die Ergebnisse von monatelanger Reifung zu bewundern – und probieren dürfen wir den fertig gereiften Käse natürlich auch.

    Kuh in den Bergen Balderschwang Allgäu

    Sennerei Käseherstellung Balderschwang Allgäu

    Wanderung zum Gelbhansekopf und Scheuenwasserfall

    Die tolle Atmosphäre und das umfassende Angebot des Hotels hat auch seine Nachteile. Eigentlich möchten wir das Hotel gar nicht verlassen. Doch die grünen Berghänge und die von der Frühstücksterrasse gar nicht so weit entfernt erscheinenden Gipfel rufen unsere Namen, und so erliegen wir der Versuchung. Wir halten uns an die hoteleigene App, in der einige Routen für die Umgebung zu finden sind, und entscheiden uns zunächst für eine Wanderung auf den Hausberg. Der Gelbhansekopf ist nur 1438 Meter hoch, gute 400 Meter Höhenunterschied sind vom Hotel aus also zu überwinden. Mit jausebefülltem Wanderrucksack geht es zunächst entspannt am Fluss entlang, vorbei an Skiliften im Sommerschlaf und durch kühle Wälder. Irgendwann begehen wir den Fehler, uns an den Wegweisern zu orientieren, statt auf die App zu hören, und ab dort geht es in direkter Route auf den Gipfel. Steil schlängelt sich der Weg den Berg hinauf und wir keuchen unter der brennenden Augustsonne deutlich stärker als erwartet. Doch dann ist es geschafft und wir erblicken das Gipfelkreuz. Dort, in der Vormittagssonne sitzend und die mitgebrachte Brotzeit schmatzend, genießen wir den Ausblick über Balderschwang und das unter uns liegende Tal. Hinunter geht es deutlich schneller und nach gut dreieinhalb Stunden erreichen wir wieder das Hotel und erfrischen uns erst mal im Pool – Wandern und Wellness ist einfach die beste Kombination!

    Kirche Balderschwang Allgäu

    Alm Wanderung Balderschwang Allgäu

    Kühe in den Bergen Wanderung Balderschwang Allgäu

    Gelbhansekopf Ausblick Wanderung Balderschwang Allgäu

    Gipfelkreuz Gelbhansekopf Ausblick Wanderung Balderschwang Allgäu

    Am Abreisetag spüren wir den ersten Berg zwar noch in allen Knochen und Muskeln, aber den Scheuenwasserfall möchten wir unbedingt noch sehen. Da sich in der Ferne schon einige dunkle Wolken ankündigen, kürzen wir die Strecke etwas ab, fahren mit dem Auto bis zum Parkplatz am Fuß der Riedbergpassstraße und laufen von dort aus in Richtung Wald. Der Weg ist gut ausgeschildert, aber auch hier wieder etwas steiler, als die Beschreibung vermuten lässt (vielleicht sind wir aber auch einfach zu unsportlich …). Vorbei an einer Wiese, auf der einige Kühen weiden, geht es immer weiter den Hang hinauf, und noch immer ist kein Wasserfall in Sicht. Bis wir dorthin kommen, heißt es zunächst noch Schwindelfreiheit beweisen, denn der letzte Teil des Weges zum Scheuenwasserfall ist nur noch ein Pfad, der uns mehr kraxelnd als laufend die letzten 20 Minuten bewältigen lässt. Dann endlich erblicken wir der Wasserfall, mitten im Wald und irgendwie deutlich kleiner als erwartet. Viel Zeit zum Bestaunen bleibt uns ohnehin nicht, denn die ersten Regentropfen prasseln auf uns herab und so geht es zügig weiter auf dem Rundweg, bis wir nach gut eineinhalb Stunden wieder das Auto erreichen.

    Fluss und Wälder Ausblick Wanderung Balderschwang Allgäu

    Scheuenwasserfall Wanderung Balderschwang Allgäu

    Kuh in den Bergen Wanderung Balderschwang Allgäu

    Auch wenn uns die kommenden Tage der Muskelkater plagt, sind wir froh, das Allgäuer Tal auch mal zu Fuß erkundet zu haben. Neben den beiden Wanderungen, die sich als Halbtagesausflüge gut vom Hotel aus unternehmen lassen, gibt es in der Umgebung natürlich noch viel mehr zu erkunden. Vielleicht schaffen wir es beim nächsten Mal ja sogar auf das Riedberger Horn. Ansonsten hält das Team im Hotel Hubertus noch viele weitere Ideen für maßgeschneiderte Wanderungen parat.

    Hubertus Alpin Lodge & Spa
    Dorf 5
    87538 Balderschwang

    Doppelzimmer ab 320 €/Nacht, inklusive vollem Kulinarikprogramm

    Hinweis: Vielen Dank an die Hubertus Alpin Lodge & Spa und Green Pearls, die uns zum Aufenthalt eingeladen haben. Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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    Gegessen, Gereist, Geteilt, Getrunken, München

    Was bisher geschah: September 2017 – Biertrinken mit Weltmeistern, Einblicke in die Wiesn-Küche und Cocktails aus der Bar Bibel (mit Verlosung)

    Bier auf Theke Foto: Oliver Wendel

    Es ist nicht zu leugnen, im September ging es recht feucht-fröhlich zu – es wurde genippt, verkostet, angestoßen und gefeiert. Warum auch nicht? Der Sommer musste schließlich verabschiedet, der Herbst begrüßt werden. Da darf man schon mal ein Gläschen heben! Damit auch ihr Grund zu feiern habt, verlosen wir in diesem Monatsrückblick eine ebenso hochprozentige Neuerscheinung: die „Bar Bibel“ von Cihan Anadologlu.

    Unterwegs

    Lasst uns über Bier reden! World Cup der Beer Sommeliers*

    Noch immer gibt es auf der ganzen Welt Menschen, die glauben, dass es außer Pils und Weizen keine anderen Biersorten gibt (immerhin wissen nur 44 % der Deutschen, was Craft Beer ist). Menschen, die noch niemals die Mango- oder Grapefruitaromen eines IPAs in der Nase hatten oder die süßlichen Röstaromen eines Vanilla-Stouts auf der Zunge schmecken durften. Diese Menschen aufzuklären, ist die ehrenvolle Aufgabe der Biersommeliers. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Menschheit von der Vielfalt der Getränke aus Hopfen, Malz, Hefe und Wasser (und manchmal noch viel mehr) zu überzeugen. Alle zwei Jahre treffen sie sich, um den oder die Beste ihrer Zunft zu küren. In diesem Jahr fand der World Cup der Beer Sommeliers in München statt und ich hatte die Ehre, in der Jury sitzen zu dürfen. Dort sollte ich die interessierten Biertrinker_innen vertreten, also mehr oder weniger die Zielgruppe der im Wettbewerb Antretenden.

    Dieser Aufgabe habe ich mich natürlich gerne gestellt und somit zwei spannende Tage im Zeichen des Biers verbracht. Gleich am ersten Abend lernte ich die Delegation aus Südkorea kennen und stellte fest, dass es auch dort eine boomende Craft-Beer-Szene gibt. Leider schaffte es niemand aus der Gruppe am nächsten Vormittag über die Vorrunde hinaus, in der die Teilnehmer_innen u. a. Bierstile und Bierfehler in einer Blindverkostung erkennen mussten. Im Halbfinale galt es dann, ein Guinness aus der Dose zu präsentieren. Danach standen acht Teilnehmer (leider nur Männer) fest, die im Finale vor mir und meinen Kolleg_innen ihr Können beweisen mussten.

    World Cup Beer Sommeliers 2017 München

    Im Finale konnte jeder Teilnehmer aus drei unterschiedlichen Bieren wählen, sodass am Ende jeder eine andere Flasche vorstellen musste. Bei der Bewertung ging es nicht nur darum zu schauen, ob die Biere richtig beschrieben wurden (der Jury wurde natürlich auch ein Glas eingeschenkt), sondern auch wie die Gesamtperformance war und wie das Thema Foodpairing behandelt wurde. Mich hat besonders gefreut, dass viele Kandidaten ihre Begeisterung für das Bier, das sie auf der Bühne erstmals verkosteten, rüberbringen konnten. Denn das ist in meinen Augen eine der wichtigsten Aufgaben: Menschen für gutes Bier zu begeistern, egal ob im Holzfass gereifter Barley Wine oder ein perfektes Helles. Der Gewinner, Stephan Hilbrandt aus Deutschland, hat genau das geschafft und damit mich und meine Mitstreiter_innen auf Anhieb überzeugt. Auf Platz zwei und drei landeten Kandidaten aus Österreich und Brasilien, und ich hoffe, dass das Feld in zwei Jahren noch internationaler wird. Denn gutes Bier sollte wirklich überall getrunken werden. (Steffen)

    Hochprozentige Buchparty mit der „Bar Bibel“ (+ Verlosung)*

    Wenn Cihan Anadologlu zur Buchparty einlädt, ist klar, dass es ein feucht-fröhlicher Abend wird! Der Star der Münchner Barszene, der in seiner japanisch inspirierten Circle-Bar mit Drinks experimentiert wie man es sonst nur aus der Sterneküche kennt, hat im Callwey Verlag sein erstes Buch herausgebracht. 200 Cocktailrezepte, teils Eigenkreationen, teils absolute Klassiker und persönliche Favoriten, umfasst das Buch mit dem selbstbewussten Titel „Bar Bibel“. Bei der Buchpräsentation im Social Room des Münchner Hearthouse schafft es der Barmann mit hervorragenden Drinks und einer Portion Charme, uns mehr als neugierig auf sein Erstlingswerk zu machen. Gelingt der „Gin Gin Punch“ mit Tanqueray, St. Germain, Apfel, gegrillter Zitrone und Vanille – einer der besten Gin-Drinks, die ich je probiert habe! – auch zu Hause so gut, ist der Name „Bar Bibel“ wohl gerechtfertigt.

    Social Room Hearthouse München Neon Sign

    Wir probieren es auf jeden Fall aus und stellen euch das Buch hier bald noch etwas ausführlicher vor. Bis dahin habt ihr die Chance, selbst einen Blick in die „Bar Bibel“ zu werfen und ein Exemplar zu gewinnen. Wenn ihr Spaß am Cocktailmixen habt, euch für die Trends der Szene interessiert und wissen möchtet, wie ein Zigarrenblatt so manchen Cocktail verfeinern kann, ist die „Bar Bibel“ sicher was für euch.

    Und so könnt ihr ein Exemplar von Cihan Anadologlus „Bar Bibel“ gewinnen:

    Hinterlasst unter diesem Beitrag bis zum 12.10.2017, 23:59 Uhr, einen Kommentar, in dem ihr uns verratet, mit welcher ungewöhnlichen Zutat ihr mal einen Cocktail mixen möchtet. Um an der Verlosung teilnehmen zu können, braucht ihr eine Postadresse in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Der/die Gewinner_in wird per random.org ermittelt und in diesem Post am 13.10.2017 bekannt gegeben sowie per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen. Cheers und viel Glück! (Sabrina)

    Und die Bar Bibel geht an …. Random.org hat die Nr. 2 ausgespuckt, somit geht der Gewinn an Conny, die sich einen Cocktail mit Balsamico wünscht (den würde ich übrigens auch sofort probieren). Allen anderen Teilnehmer_innen vielen Dank – da kamen wirklich ein paar spannende Cocktailideen zusammen!

    Bar Bibel Cihan Anadologlu Callwey Verlag

    Einblicke in die Wiesn-Küche mit Burgis*

    September in München = Ausnahmezustand. Zwei Wochen lang findet nur einen Kilometer Luftlinie von unserer Wohnung entfernt das größte Volksfest der Welt statt. Für gewöhnlich versuchen wir, die Festwiese in dieser Zeit großräumig zu umfahren oder ganz aus München zu fliehen. In den letzten Jahren waren wir nur für ruhige Vormittage mit gebrannten Mandeln und vielleicht eine Fahrt mit der Achterbahn zu haben. Doch die Einladung von Burgis zum knödeligen Blogger_innen-Stammtisch mit Küchenführung hat dann doch unsere Neugier geweckt. Als wir montagnachmittags auf das Wiesn-Gelände kommen, ist es noch verhältnismäßig leer und so können wir uns schnell zum Paulaner-Festzelt Winzerer Fähndl durchboxen. Ohne Dirndl und Lederhose fallen wir zwar aus der Reihe, aber man lässt uns trotzdem auf die Tribüne, von der aus wir einen guten Blick auf die stetig wachsende Menschenmenge unter uns haben. An einer Gruppe Engländer_innen lässt sich gut der Fortschritt des Abends festmachen, bis am Ende die ganze Gruppe auf den Bänken tanzt und versucht, die Choreografie von „YMCA“ zu koordinieren.

    Oktoberfest Wiesn 2017 München Lebkuchenherzen

    Oktoberfest Wiesn 2017 München Vorspeisenplatte Paulaner-Festzelt Winzerer Fähndl

    Oktoberfest Wiesn 2017 München Paulaner-Festzelt Winzerer Fähndl

    Wir haben allerdings noch eine Verabredung mit Andreas Geitl, der die Küche im Winzerer Fähndl verantwortet, und uns einen Blick hinter die Kulissen versprochen hat. Vorher haben wir schon eine umfangreiche Vorspeisenplatte und eine Auswahl der Hauptgerichte probieren dürfen und sind gespannt, wie man jeden Tag eine solch riesige und qualitativ hochwertige Speisenauswahl für Tausende trinkende Besucher_innen produziert. Am Eingang der Küche geht es hektisch zu – Kellner_innen kommen an, bestellen neue Speisen, andere holen Tabletts voller Hendl und Haxen ab, ein auf einer Empore platzierter Koch kontrolliert, dass nicht zu viel rausgeht, und über allem tönt aus einem Lautsprecher eine schallende Stimme, die die aktuellen Bestellungen ansagt. Über 100 Leute arbeiten hier und sorgen mit aufeinander abgestimmten und eingespielten Handgriffen dafür, dass ein Teller auf seinem Weg vom hinteren Teil der Küche bis zum Pass nach und nach vollständig bestückt wird. Natürlich werden auch Knödel von Burgis serviert, um genau zu sein etwa 3000 am Tag. Dazu kommen 5000 bis 6000 Hendl; insgesamt sind es sogar um die 60.000 Gerichte, die hier täglich (!) zubereitet werden. Zum Schluss stehen wir im hintersten Teil der Küche, wo Kartoffeln und Zwiebel geschält (ja, das passiert per Hand) und schon die Listen mit den Lebensmittelbestellungen für den nächsten Tag fertiggemacht werden, und dürfen alle Desserts der Karte probieren – natürlich auch den Kaiserschmarrn, der gerade frisch aus der Pfanne kommt. Wahnsinn, was für eine Koordination und Konzentration hier nötig ist, um die Küche und somit das ganze Festzelt am Laufen zu halten. Gut, dass jetzt erst einmal wieder zwölf Monate Ruhe ist … (Steffen)

    Oktoberfest Wiesn 2017 München Küche Paulaner-Festzelt Winzerer Fähndl

    Oktoberfest Wiesn 2017 München Desserts Küche Paulaner-Festzelt Winzerer Fähndl

    Entdeckt

    Wirtshaus zwischen Shisha-Bar und Dönerbude: Schiller Bräu

    Eine der wenigen Gegenden in München, in der man nicht mit einem zünftigen bayrischen Wirtshaus mit eigener Brauerei rechnet, ist das Bahnhofsviertel. Doch genau dort, zwischen türkischen Supermärkten, Call Shops und Shisha-Bars, haben zwei junge Wirtinnen im Frühjahr das Schiller Bräu eröffnet. Über zwei Etagen erstreckt sich die rustikal-moderne Braustube, in der neben bayrischen Klassikern das hausgebraute unfiltrierte Bier angeboten wird. Pünktlich zum Festbieranstich der Vor-Wiesn treffen wir uns dort mit den Wallygustos, um uns vor dem Kinobesuch Mut anzutrinken. Ich folge der Empfehlung der beiden und bestelle das Weißbier (3,90 €), das wirklich hervorragend, äußerst cremig und mit kräftigen Bananenaromen daherkommt. Dazu – ich bin in einem bayrischen Wirtshaus, ich kann nicht anders! – Käsespätzle mit Bergkäse und Röstzwiebeln (10,85 €). Cremige Konsistenz, würzig, eine üppige Portion, die dann aber doch gerade so zu schaffen ist – ich kann nicht meckern. Auch der Rest des Tisches ist schon im Käsespätzlekoma, nur Steffen fällt mit seinem Schnitzel mit Brezenpanade (14,95 €) aus der Reihe, scheint aber ebenso beglückt. Einzig der etwas unaufmerksame (dafür sehr freundliche) Service fällt etwas ab und wir müssen mehrmals darauf aufmerksam machen, dass wir zahlen möchten. Ins Kino schaffen wir es trotzdem gerade so – aber vor Horrorclowns fürchtet man sich ja ohnehin aus der zweiten Reihe am besten … Schiller Bräu // Schillerstraße 23, München. (Sabrina)

    Schiller Bräu München Käsespätzle Schnitzel

    Lesenswert

    Gutes aus der Region?

    Für den Blog Geschichte der Gegenwart hat sich Nils Wyssmann angeschaut, was sich eigentlich hinter so schön klingenden Labels wie „Aus der Region. Für die Region“ verbirgt. Zwar geht es in den Beispielen um Schweizer Supermärkte, aber auch in Deutschland werben die Ketten mit ähnlichen Slogans. Aber welche Bilder werden dort eigentlich transportiert und wer gehört denn zur Region und wer nicht? Ein interessanter Aufruf, mal etwas genauer hinter die romantischen Bilder von Bauern in dreckigen Gummistiefeln zu schauen. (Steffen)

    Kochbuch in der Krise?

    Der Kochbuchmarkt galt in den letzten Jahren als einer der stabilsten der Buchbranche. Während andere Segmente ums Überleben kämpften und auf die Krise der Buchbranche schimpften, kochten und blubberten sich Ottolenghi & Co. erfolgreich an die Spitze der Verkaufscharts. Doch seit 2017 ist dieser Trend rückläufig. Zu viele Kochbücher zu den immer gleichen Themen überschwemmen den Markt, die Allzweckwaffe Foodblog-Kochbuch ist auch längst verpufft, hat doch mittlerweile so ziemlich jede/r Foodblogger/in den Traum vom eigenen Kochbuch mal mehr, meist weniger erfolgreich verwirklicht. Nicole Scheyerer gibt in ihrem Artikel Zu viele Köche verderben den Markt“ einen guten Überblick zur aktuellen Situation und den kommenden Hoffnungsträgern. (Sabrina)

    Was steht an?

    Winterliches Craft Beer Tasting

    Ende des Monat habe ich zum zweiten Mail ein Craft Beer Tasting für Einsteiger_innen veranstaltet und mit den Teilnehmenden und der Gastgeberin Vivi einen tollen Abend im Blauen Wunder verbracht. Für alle bereits fortgeschrittenen Trinker_innen arbeite ich gerade an einem Winter-Special, bei dem ich euch in die Welt der dunklen Biere einführen möchte: Was ist der Unterschied zwischen Porter und Stout? In welchen Fässern reift Bier am besten und seit wann schmecken unsere Biere eigentlich nicht mehr nach Rauch? Sobald es einen Termin gibt, werden wir euch hier natürlich informieren. (Steffen)

    Craft Beer Tasting für Einsteiger München Blaues Wunder

    Kürbis, Kürbis und noch mal Kürbis!

    Es dauert immer ein wenig, bis ich mir eingestehe, dass der Sommer endgültig vorbei ist, und unsere Küche für herbstliche Themen freigebe. Doch wenn der erste Wollpulli aus dem Schrank gezogen wird, darf auch der erste Kürbis einziehen. Letzte Woche eröffneten wir also die Kürbissaison mit der obligatorischen Pasta mit Kürbis-Salbei-Sauce. Wie oft Hokkaido & Co. seitdem auf den Tisch kamen, wage ich kaum zu sagen. Nur so viel – die Kürbiszeit hat uns wieder fest im Griff, was sich vermutlich auch bald auf den Blog auswirken wird. Bis dahin legen wir euch unsere liebsten Kürbisrezepte ans Herz: Kürbisburger, Kürbis-Pancakes, Kürbis-Cannelloni, Zitronenrisotto mit Ofenkürbis. Hach, Kürbis! <3
    (Sabrina)

    Zitronenrisotto mit Ofenkürbis Rezept

    Fotocredit: Bierglas auf der Theke: Oliver Wendel via Unsplash.

    Hinweis: Der Callwey Verlag hat uns zwei Rezensionsexemplare der „Bar Bibel“ zur Verfügung gestellt. Zu den mit Sternchen (*) markierten Veranstaltungen wurden wir freundlicherweise eingeladen – wie immer bleibt unsere Meinung davon unberührt.

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    Mehr als zwei Scheiben Brot: Antipasti-Sandwich mit Zitronen-Basilikum-Aioli

    Vegetarisches Antipasti-Sandwich mit Zitronen-Basilikum-Aioli Rezept

    Sandwiches gehören meiner Meinung nach zu den unterschätzteren Gerichten. Wo Burger den Sprung zum Hipster-Food mit Läden bis in die hinterletzte Kleinstadt geschafft haben, ist den kleinen Geschwistern der ganz große Durchbruch bislang verwehrt geblieben. Höchstens die vietnamesische Variante Bánh mì hat es zu gewissem Ansehen gebracht. Ich muss zugeben, auch in unserer Küche sind Sandwiches mehr Notfalllösung als bewusste Kochentscheidung, bei der die Überbleibsel aus Kühlschrank und Speisekammer zusammengeschmissen werden – glücklicherweise sind die Ergebnisse dennoch meist recht ansehnlich. Dabei kann ein einfaches Sandwich doch so gut sein! Wir denken heute noch mit Freude an einen Abend in Fort Myers Beach, Florida, zurück, an dem uns der nicht aufhörende Regen an die Theke eines kleinen Restaurants gespült hat. Dort verbrachten wir mit einer Handvoll anderer Gäste, einem redseligen Koch mit Stand-up-Qualitäten und dem wohl besten Grilled Cheese Sandwich der Welt wunderbare Stunden – dem Sandwichgott sei Dank! Read more

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    Gegessen, Gereist, Getrunken, Savannah, USA

    Kulinarisch durch Savannah, Georgia: Südstaatenklassiker, australisch-amerikanisches Frühstück und das beste Eis der Stadt

    Savannah Georgia kulinarische Tipps Südstaaten

    Savannah, die Südstaatenschönheit nahe der Küste Georgias, ist nicht nur wegen ihrer vielen grünen Plätze, historischen Häuser und Geistergeschichten einen Besuch wert, sondern gilt auch als absoluter Foodie-Hotspot. Nach drei Tagen, die wir in Savannah verbracht haben, können wir das nur bestätigen. Die Dichte an jungen Restaurants, Cafés und anderen innovativen kulinarischen Konzepten ist hoch, die Lowcountry Cuisine der Küstenregion mit Seafood & Co. allgegenwärtig. Kopfüber stürzen wir uns hier zum ersten Mal in die Südstaatenküche und halten gleichzeitig Ausschau, wo auch Vegetarier_innen auf ihre Kosten kommen – denn das erfordert in den Südstaaten hin und wieder etwas Planung.

    Wir haben uns auf Restaurants und Cafés im historischen Zentrum beschränkt und für euch eine schöne Auswahl an traditionellen, außergewöhnlichen und modernen Orten zusammengestellt. Dabei haben wir uns einige Male vom „36 Hours in Savannah“-Video der NY Times leiten lassen, was sich als gute Idee herausgestellt hat – die Tipps sind wirklich prima! Wer ein paar Tage länger in der Stadt bleibt, sollte sich unbedingt auch etwas außerhalb des Stadtzentrums kulinarisch umschauen. Aber auch in Sachen Shopping hat Savannah einiges zu bieten. Die schönsten (nicht nur kulinarischen) Geschäfte, die uns beim Bummel durch die Stadt begegnet sind, findet ihr in unserem kleinen Savannah Food (und ein bisschen Shopping) Guide. Read more

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    Gebacken

    Blueberry Mornings: Die besten Blaubeer-Pancakes der Welt

    Blaubeer-Pancakes mit Ahornsirup Rezept

    Das Rezept für die besten Blaubeer-Pancakes der Welt – übertreibt ihr nicht ein bisschen? Nein, das ist kein Clickbait und größenwahnsinnig sind wir auch nicht, das meinen wir völlig ernst! Denn die Blaubeerpfannkuchen, die am letzten Wochenende auf dem Frühstückstisch landeten, waren wirklich die besten, die wir je gegessen haben. Und ich habe in meinem Leben schon viele Pancakes probiert.

    Wie ihr sicherlich aus eigener Erfahrung wisst, können Gerüche und Geschmäcke extreme Emotionen auslösen und Erinnerungen hervorbringen. So ging es mir mit diesen Blaubeer-Pancakes. Ein Bissen und ich fühlte mich sofort, als wäre ich in einem Diner mitten in den USA. Die perfekte Luftigkeit, die Balance aus süß und salzig sowie die leichte Säure der Früchte – mehr braucht es nicht, um mich ganz und gar in den Urlaubsmodus zu versetzen. Doch wenn ich ganz ehrlich bin, liegt die Chance, solch gute Pfannkuchen zu bekommen, auch im Heimatland der Pancakes nicht bei 100 Prozent. Denn was diesmal aus der Pfanne kam und mit echtem Ahornsirup aus Vermont übergossen wurde, toppte sogar die amerikanischen Pancakes, die wir im Urlaub gegessen haben. Echt jetzt, so gut! Read more

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    Gegessen, Geteilt, Getrunken

    Was bisher geschah: August 2017 – von Münchner Eisdielen, neuen Wirtshäusern & Rauchbieren im Sommer

    Sonnenbrille am Pool

    Der August ist vorbei und somit auch der Sommer. Zumindest behauptet das der ein oder andere in den sozialen Netzwerken, und meteorologisch gesehen stimmt das sogar. Doch ich bin noch nicht bereit für einen Abschied, habe noch keine Lust auf Kürbis & Co. und erst recht nicht auf Wollsocken! Viel zu selten waren wir bisher am (und vor allem im) See, an der Isar und im Biergarten. Der Sommer und ich – wir brauchen noch etwas Zeit. Also hoffe ich, dass sich der September von seiner besten Seite zeigen wird. Genauso wenig wie ich mich vom Sommer verabschieden möchte, will ich mir eingestehen, dass der Urlaub dieses Jahr schon weggeurlaubt wurde. Alle um uns herum starten in den (Spät-)Sommerurlaub und ich wurde noch nie so oft wie in den letzten Wochen gefragt, wann und wohin es für uns denn in die Ferne ginge. Dann stammele ich irgendwas von wir waren schon so lange weg, wir sind durch“ und werde ein bisschen wehmütig. Immerhin bleiben uns noch die Wochenenden, die sich bestimmt ab und an verlängern lassen und uns so zumindest einen Hauch von Urlaubsgefühl bescheren können. Und auch ein paar Dienstreisen bringen etwas Abwechslung mit sich und haben den Mann im letzten Monat in die hessische Provinz (aka Bad Arolsen) und mal wieder nach Danzig geführt. Aber zu Hause ist es zur Zeit dank der beiden neuen Mitbewohner ja auch ganz schön. Read more

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    Bozen, Gegessen, Gereist, Getrunken, Italien, Südtirol

    Ein kulinarisches Wochenende in Südtirol: Törggelen in Kaltern, Bergäpfel auf dem Ritten & Südtiroler Spezialitäten in Bozen

    Kulinarisches Wochenende in Südtirol Kaltern Ritten Bozen

    Törggelewaaas? Auch wenn ich mittlerweile weiß, was sich hinter dem Begriff „Törggelen“ verbirgt, habe ich immer noch Probleme, das Wort korrekt auszusprechen. Richtig klingt es nur, wenn die Südtiroler_innen es mit einem krächzendem Rachenlaut verbinden, den meine Stimmbänder partout nicht hervorbringen möchten. Glücklicherweise sind die Menschen zwischen Alpen und Dolomiten sehr freundlich und verzeihen uns die holprige Aussprache. Doch nicht nur, um an der korrekten Aussprache zu feilen und zu erfahren, was es mit dem Törggelen so auf sich hat, lohnt sich im Herbst ein Besuch in Südtirol. Wir haben letzten Oktober ein kulinarisches Wochenende in Südtirol verbracht und nach dem Besuch des Kalterer Weinkulinariums (das in diesem Jahr übrigens am 7. Oktober stattfindet) noch etwas die Umgebung Kaltern, Bozen und den Ritten erkundet. Read more

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    Gekocht

    Mit einem Klassiker aus New Orleans zu Gast bei USA kulinarisch: Bananas Foster

    New Orleans Balkon Hotel Monteleone USA Feed me up before you go-go

    Heute sind wir bei Gabi von USA kulinarisch zu Gast, die uns eingeladen hat, zu ihrem „Travel Tuesday“ ein Rezept und eine Reiseerinnerung aus den USA beizusteuern. Das machen wir gerne, denn zum einen war ihre Seite für uns bereits lange bevor wir selbst einen Foodblog hatten ein fester Anlaufpunkt für alle möglichen Fragen zur amerikanischen Küche. Zum anderen waren die Vereinigten Staaten eines unserer Haupturlaubsziele in den letzten Jahren, sodass auf dem Blog mittlerweile einige Rezepte, (nicht nur) kulinarische Erinnerungen und Reiseberichte zusammengekommen sind. Read more

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