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    Winterinspiration: Pastinakensuppe mit Gruyère, Nuss-Zitronen-Gremolata & Pastinakenchips

    Pastinakensuppe mit Gruyère, Nuss-Zitronen-Gremolata und Pastinakenchips Rezept Feed me up before you go-go

    Da ist es nun, das neue Jahr, und ist eigentlich schon voll im Gange. Doch entgegen der Annahme, dass sich so ein jungfräuliches Jahr wie ein leeres Blatt Papier blitzschnell mit frischen Ideen und kreativen Gedanken befüllen lässt, herrscht hier nur verschlafenes Gähnen im Kopf. Vielleicht ist es die dicke Schneedecke, die die guten Einfälle seit Wochen begräbt oder die ersten Präsymptome der Frühjahrsmüdigkeit – von Inspiration jedenfalls keine Spur. Das gilt auch und ganz besonders fürs Kochen, mit dem wir in den ersten Januarwochen sicherlich keinen Innovationspreis gewinnen. Es wird auf Altbewährtes zurückgegriffen, auf Gerichte, die hier im Haus ein Schattendasein fristen und eigentlich nur bei akutem Zeitmangel oder Inspirationsnotfällen in die Küche gelassen werden. Oder wir klammern uns pedantisch an Rezepte aus viel zu lange ungeblätterten Kochbüchern – doch simpel muss es sein, darf bloß nicht überfordern. Eine Suppe klingt machbar, mit Wintergemüse wie Pastinaken, etwas Kurkuma und darin schmelzendem Gruyère, so wie sie bei Nigel Slater zu finden ist. Und dann kommt sie, die Unfähigkeit, sich eins zu eins an Rezepte zu halten, denn ein kleines Topping könnte die Pastinakensuppe ja schon vertragen. Uns kommen vor Ewigkeiten gepostete Rezepte in den Sinn, wir klauen uns die Gremolata von damals und ergänzen sie um knusprige Pastinakenchips. Vielleicht ist das ja schon ein erster Schritt heraus aus dem Inspirationsloch, vielleicht taut eine wärmende Suppe auch endlich die Gedanken auf. Und falls die Ideen immer noch nicht sprudeln wollen, fragen wir Julia einfach mal, ob sie uns ihre Karten leiht.

    Pastinakensuppe mit Gruyère, Nuss-Zitronen-Gremolata und Pastinakenchips Rezept Feed me up before you go-go

    Pastinakensuppe mit Gruyère, Nuss-Zitronen-Gremolata und Pastinakenchips (für ca. 3 Personen):

    4 mittelgroße Pastinaken (ca. 540 g)
    2 Schalotten
    1 EL Olivenöl
    50 g Butter
    1 Knoblauchzehe
    2 TL Mehl
    1/4 TL getrocknete Chiliflocken
    1/2 TL Kurkuma
    1 l Gemüsebrühe
    120 ml Sahne
    2-3 TL Senf
    100 g Gruyère, gewürfelt
    Salz, Pfeffer

    Für die Gremolata

    15 g Haselnüsse
    1/2 Knoblauchzehe
    1 Handvoll Petersilie
    1 TL abgeriebene Zitronenschale
    Salz

    1. Den Backofen auf 220 °C vorheizen. Die Pastinaken schälen. Von zwei Pastinaken jeweils das hintere Viertel abschneiden und diese in feine Scheiben schneiden. Die Scheiben auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen, Olivenöl darüberträufeln, etwas salzen und im Ofen etwa 10-15 Minuten kross backen (zwischendurch ruhig mal wenden), dann zur Seite stellen. In der Zwischenzeit die restlichen Pastinaken in grobe Stücke scheiden. Die Schalotten schälen und ebenfalls grob hacken.

    2. Die Butter in einem großen Topf schmelzen lassen und die Schalotten darin 2 Minuten andünsten. Die Pastinakenstücke dazugeben. Den Knoblauch schälen, mit dem Messerrücken flach drücken, in den Topf geben und alles bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel etwa 6-8 Minuten anschwitzen, bis das Gemüse leicht gebräunt ist. Mehl, Chiliflocken und Kurkuma in den Topf geben, unterrühren und kurz mitdünsten. Nun alles mit Gemüsebrühe ablöschen und zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und die Suppe etwa 20 Minuten leicht vor sich hin köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.

    3. In der Zwischenzeit für die Gremolata die Nüsse mittelfein hacken. Den Knoblauch schälen und sehr klein würfeln. Die Petersilie abbrausen, abtropfen lassen und fein hacken. Alles mit der abgeriebenen Zitronenschale mischen und mit Salz würzen. Zur Seite stellen.

    4. Mit einem Pürierstab durch die fertig geköchelte Suppe gehen und bearbeiten, bis ein cremiges Püree entsteht. Die Sahne und den Senf dazugeben, gut unterrühren und die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken. Falls euch die Konsistenz zu dickflüssig ist, könnt ihr die Suppe mit etwas Gemüsebrühe oder Sahne verlängern. Die Gruyèrewürfel auf Suppenteller verteilen und darüber die warme Suppe gießen. Je eine Portion Gremolata auf die Suppe setzen und mit Pastinakenchips bestreuen.

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    Verzückung im Büro dank Jamie Oliver: Frangipane-Tarte mit Cranberrysauce

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    Eine der Fragen, die man als Foodblogger_in häufiger zu hören bekommt, ist, ob man wirklich alles, was da auf dem Blog, Instagram, Twitter & Co. zu sehen ist, selbst essen würde. Gerne würde ich behaupten, dass nur ein Bruchteil davon in meinem Magen landet, aber derart ausgeprägt ist mein Hang zur Selbstoptimierung nun wirklich nicht. Aber wenn ich nicht gerne (und auch mal zu viel) essen würde, würde der Foodblog doch nur halb so viel Spaß machen. Nichtsdestotrotz kommt es natürlich immer wieder vor, dass man sich bei der Menge des Abendessens vertut. Dann freuen sich vor allem meine Kolleginnen, dass ich etwas zum Mittagessen beisteuern kann.

    Deutlich häufiger kommt es allerdings vor, dass ein selbst gebackener Kuchen seinen Weg in die Teeküche meines Büros findet. Entweder sind es die Reste vom Fotoshooting, ein Geburtstagskuchen oder ich habe einfach dem hartnäckigen Betteln nachgegeben, doch endlich mal wieder diesen einen tollen Cheesecake mitzubringen. Interessanterweise hinterlassen meine blogbedingten Kuchenlieferungen Spuren – die Kolleginnen fühlen sich aus irgendeinem Grund ordentlich unter Druck gesetzt. Das führt nun dazu, dass ein stetiger Strom aus Kuchen und Torten seinen Weg nach Dachau findet und alle, die längere Zeit nichts beigesteuert haben, sofort von schlechtem Gewissen geplagt werden. Sogar die FSJler_innen merken normalerweise nach einigen Wochen, wie man sich bei uns besonders beliebt macht und beteiligen sich fleißig an unserem internen Backwettbewerb.

    Den letzten Kuchen, der es 2016 ins Büro geschafft hat, hatte Sabrina im bereits vorgestellten Weihnachtskochbuch von Jamie Oliver entdeckt: Frangipane-Tarte mit Cranberrysauce. Die Kombination aus Mandelcreme, Schokolade und säuerlich-süßen Früchten klang derart nach Winterkuchen, dass wir ihn unbedingt noch im Dezember probieren wollten. Das leicht angepasste Ergebnis erinnert ein wenig an eine italienische Nusseckenvariante und toppt geschmacklich so ziemlich alles, was man sich darunter vorstellen kann. Zugegeben, der Kuchen hat es in sich, doch nach der ersten Gabel verdrängt man die Buttermengen ganz schnell und möchte einfach nicht mehr aufhören zu essen. Mehr als die Hälfte des Kuchen schaffte es dennoch ins Büro und war dort schneller verschwunden, als ich mir ein zweites Stück nehmen konnte. Das bedeutet wohl, dass ich auch 2017 wieder ins Büro kommen darf. Danke, Jamie!

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    Frangipane-Tarte mit Cranberrysauce (für eine 25 x 25 cm-Form):

    Für den Teig

    130 g kalte Butter + etwas mehr zum Einfetten der Form
    220 g Mehl + etwas mehr zum Ausrollen
    80 g Zucker
    1 Ei (Größe M)
    25 g Kakaopulver
    1 Prise Salz
    getrocknete Erbsen, Linsen o.ä. zum Blindbacken

    Für die Soße

    200 g frische Cranberrys
    Saft von 2 Orangen

    Für die Mandelcreme

    80 g gemahlene Mandeln
    80 g gemahlene Haselnüsse
    220 g weiche Butter
    220 g Zucker
    3 Eier (Größe M)

    Für das Topping

    100 g Vollmilchschokolade
    40 g gehobelte Mandeln
    40 g gehobelte Haselnüsse

    1. Für den Teig die kalte Butter, Mehl, Zucker, Ei, Kakao und Salz mit der Küchenmaschine gründlich zu einem glatten Teig verrühren. Dann zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten kalt stellen. Währenddessen eine Tarteform mit etwas Butter einfetten. Anschließend den gekühlten Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche in Größe der Tarteform etwa 5 mm dünn ausrollen. Mit dem Nudelholz aufnehmen, vorsichtig über der Form abrollen und einpassen. Den Rand andrücken, überschüssigen Teig abschneiden. Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen und 15 Minuten ins Gefrierfach stellen, damit er gleich beim Backen die Form behält.

    2. Währenddessen den Ofen auf 180 °C vorheizen. Die gekühlte Tarteform mit Backpapier auslegen, mit Hülsenfrüchten füllen und im Ofen 15 Minuten blindbacken. Anschließend Hülsenfrüchte und Backpapier entfernen und nochmals 8 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

    3. Für die Cranberrysauce die Cranberrys zusammen mit dem Saft von zwei Orangen in einen kleinen Topf geben und mit geschlossenem Deckel bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Früchte geplatzt sind. Den Deckel abnehmen und alles etwa 15 Minuten dicklich einkochen lassen. Zum Schluss mit einem Kartoffelstampfer oder einer Gabel durchgehen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Wer weniger Stücke mag, kann auch mit dem Stabmixer arbeiten. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

    4. Für die Mandelcreme die gemahlenen Nüsse zusammen mit Butter, Zucker und Eiern im Mixer zu einer homogenen Masse verarbeiten.

    5. Den Ofen erneut auf 180 °C vorheizen. Die Schokolade in mittelkleine Stücke brechen oder hacken. Die Cranberrysauce auf dem Teigboden vertreichen und dann vorsichtig die Mandelcreme einfüllen und verstreichen. Die Schokoladenstücke gleichmäßig darauf verteilen und leicht in die Creme eindrücken. Die gehobelten Nüsse zum Schluss über die Tarte streuen und ebenfalls leicht andrücken. Die Tarte im Ofen 40-45 Minuten backen, bis die Nüsse goldbraun sind und die Mandelcreme gestockt ist. Dazu schmecken zum Beispiel frische Orangenscheiben.

    Tipp: Wer keine frischen Cranberrys findet, kann stattdessen auch getrocknete verwenden oder sie durch eine Konfitüre ersetzen.

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    Was bisher geschah: Dezember 2016 – Bergadvent, Adventsbrunch & Foodblogbilanz

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    Der Dezember kann uns mal! Eigentlich hat der Monat keinen eigenen Rückblick verdient – zu viel Aufgewühltheit, zu viele Tränen, zu viele unterschwellige Aggressionen. Dabei fing er so schön an mit einer stimmungsvollen Adventsreise und gutem Essen. Deshalb widmen wir uns hier einfach nur kurz den ersten Tagen, überspringen den Rest, blicken dann lieber noch etwas weiter zurück aufs ganze Jahr und hoffen, dass sich 2017 etwas mehr ins Zeug legt. Wir wünschen euch ein gutes neues Jahr – hoffentlich wird es ein schönes!

    Bergadvent im Salzburger Land*

    Das erste Dezemberwochenende führte uns nach Salzburg und Großarl. Nach einem kulinarischen Adventsspaziergang durch das festlich geschmückte Salzburg ging es am nächsten Morgen sehr früh in die Berge. Dort erwarteten uns Schnee, tolle Aussicht, blauer Himmel und der wohl schönste und stimmungsvollste Christkindlmarkt, den wir je gesehen haben. Mehr dazu gibt es dann mal in einem eignen Beitrag zu lesen – die Bilderflut muss schließlich irgendwie untergebracht werden.

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    Adventsbrunch im Münchner Marriott*

    Bereits im November konnten wir uns vom tollen amerikanischen Frühstück im Marriott überzeugen (dazu gibt es mittlerweile auch ein kleines Interview mit uns und den anderen Teilnehmerinnen) und haben uns dementsprechend gefreut, als im Dezember eine Einladung zum Adventsbrunch im Hotel im Münchner Norden reinflatterte. An den Adventssonntagen bot das Marriott von 12-15 Uhr einen ausgedehnten Weihnachtsbrunch mit überaus üppigem Angebot, weihnachtlich dekorierten Tischen und netter Atmosphäre. Das Büffet bot zwar auch Frühstückstypisches wie Rührei & Co., der Fokus lag aber eindeutig auf opulenten Hauptgerichten wie Gänserilette mit Glühweinbirnen, Spanferkel im Speckmantel oder geräucherter Forelle mit Fenchel-Apfel-Chutney. Dazu gab es jede Menge Beilagen wie Haselnussspätzle oder Basilikum-Tofu-Pralinen, ein umfangreiches Salatbüfett, Maronensuppe und nicht zuletzt einen langen Desserttisch, von dem wir von Anfang an nicht die Augen lassen konnten: Marzipan-Crème-brûlée, Likör-43-Pannacotta, Lebkuchentiramisu. Müssen wir mehr sagen? Insgesamt war das Angebot recht fleisch- und fischlastig, die Qualität der Speisen wie immer top. Allein der Preis ist selbst für Münchner Brunchverhältnisse mit 52€ pro Person doch recht hoch angesetzt – als besonderes Highlight in der Vorweihnachtszeit allerdings auch mal zu verkraften. Fresh Fields im Marriott // Berliner Str. 93, München.

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    Foodblogbilanz 2016

    Vor zwei Jahren hat Sabine von Schmeckt nach mehr die #Foodblogbilanz ins Leben gerufen – einen Jahresrückblick für Foodblogger_innen, dem wir uns in diesem Jahr gerne wieder anschließen.

    1. Was war 2016 dein erfolgreichster Blogartikel?

    Wie schon in den letzten Jahren war auch 2016 der mit Abstand meistgeklickte Artikel der Avocado-Mango-Salat mit Mozzarella, Rucola und Pinienkernen. Es ist gleichzeitig das Gericht, nach dem mittlerweile unsere ganze Familie süchtig ist. Von den in 2016 veröffentlichten Blogartikeln wurde unser (nicht nur) kulinarischer Streifzug durch das schöne Ulm am häufigsten aufgerufen, das erfolgreichste Rezept war die Shakshuka.

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    2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

    Besonders viel Zeit und Herzblut fließen immer in unsere kulinarischen Reiseberichte, und davon gab es in diesem Jahr recht viele. Zum einen sind sie eine schöne Gelegenheit, die eigene Reise noch mal Revue passieren zu lassen und versetzen uns auch Wochen später noch einmal in Urlaubsstimmung. Zum anderen freuen wir uns sehr, wenn unsere Tipps von anderen aufgegriffen werden und ebenfalls gut ankommen – dazu erreichte uns in diesem Jahr sehr viel schönes Feedback.

    Wir freuen uns daher unglaublich, dass unser Food & City Guide zu Nancy, den wir nach unserer Reise durch Elsass und Lothringen veröffentlicht haben, von der Jury des #FrenchCityAward unter die Top 3 der besten Blogposts gewählt wurde. Bis zum 28. Februar könnt ihr übrigens voten, welcher der drei Artikel gewinnen soll und dabei selbst einen Aufenthalt in Frankreich gewinnen. Wir würden uns wahnsinnig freuen, wenn ihr hier unserem Nancy-Artikel eure Stimme gebt!

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    Ein zweiter kulinarischer Reisebericht, der uns – und vor allem Steffen – in diesem Jahr viel bedeutet hat, ist aus einem 10-tägigen Aufenthalt in Israel entstanden: Tel Aviv kulinarisch. Kaum zu glauben, was man in so kurzer Zeit alles erleben (und probieren) kann und wie schnell man sich in ein Land verliebt. Das war mit Sicherheit nicht der letzte Besuch in Israel!

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    Das Rezept, auf das wir in diesem Jahr wohl am meisten angesprochen wurden, ist der vegetarische Herbstburger mit Kürbis, Ziegenkäse und Birnen-Rosmarin-Chutney, den Steffen für einen ZDF-Beitrag zubereitet hat. Viele fanden das Rezept toll, aber fast noch öfter wurden wir nach den Kindern gefragt, die Steffen im TV-Beitrag untergejubelt wurden.

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    3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?

    Ein wunder Punkt! Wahrscheinlich haben wir in diesem Jahr so wenig andere Blogs gelesen wie noch nie. Zu viel los bei uns selbst, ohnehin schon kaum Zeit für die eigenen Blogposts und manchmal auch einfach keine Lust, sich durch das immer unüberschaubarer werdende Bloggewusel zu klicken. Deshalb an dieser Stelle nur eine Empfehlung: Julias Blogpost über ihren Besuch bei Heston Blumenthal in London habe ich kurz vor Weihnachten verschlungen. Ein wirklich schöner und spannender Bericht, bei dem die Begeisterung für das außergewöhnliche und liebevoll gestaltete Menü nur so auf einen überschwappt. Ich hoffe, dass wir es 2017 schaffen, wieder etwas regelmäßiger bei anderen Blogs vorbeizuschauen und zu kommentieren!

    4. Welches der Rezepte, die du 2016 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?

    Schwierig, denn Shakshuka und Edamame-Fenchel-Salat mit Sellerie und kandierten Zitronen liegen in etwa gleich auf. Die Shakshuka war oft unsere Retterin in der Not, sie ist schnell und unkompliziert in der Pfanne zubereitet und ein prima Resteessen. Dem Edamame-Fenchel-Salat sind wir einfach komplett verfallen, seitdem wir ihm in einem Restaurant in Boston begegnet sind.

    Shakshuka mit Feta und Koriander israelisches Frühstück Rezept Feed me up before you go-go-1

    Edamame-Fenchel-Salat mit Sellerie und kandierten Zitronen Rezept Feed me up before you go-go-3

    5. Welches Koch- oder Blog-Problem hat dich 2016 beschäftigt? Und hast du es gelöst?

    Eindeutig der Blogumzug und das neue Design! Halleluja, nach über vier Jahren war das auch dringend nötig. Nachdem wir so viele Horrorgeschichten von missglückten Blogumzügen gehört hatten, waren wir echt erstaunt, wie gut alles letztendlich geklappt hat. Hier und da finden sich noch immer ein paar ältere Artikel, bei denen die Bildgrößen angepasst werden müssten, doch der Großteil ist geschafft und stimmt uns nach wie vor sehr glücklich. Hooray!

    6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?

    Eine neue Geschmackswelt hat sich mir nicht eröffnet, aber ich habe die Angst vor dem Sauerteig verloren. Zwar war das erste selbst gebackene Sauerteigbrot wirklich eine schwere Geburt, was allerdings eher an der verunglückten Anleitung, als am Prozess an sich lag. Ich bin zumindest motiviert genug, um 2017 zum Jahr des selbst gebackenen Brots zu machen.

    7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf deinen Blog gekommen sind?

    Mit Blick auf unser Blog-Event Blogg den Suchbegriff, das Anfang des Jahres in die dritte Runde ging, schauen wir uns recht regelmäßig die Abgründe der Suchanfragen an, die Menschen auf unseren Blog führen. In den letzten Monaten fragten sich unsere Leser_innen, ob „Christian Hümbs verheiratet“ sei und suchten nach Antworten auf essenzielle Fragen wie „schmeckt rauchig, auch fruchtig, was ist das?“ (der Mann vermutet, dass es sich dabei um einen Whisky handelt) und „in welchem Countrylied kommen muhende Kühe vor?“ (der wir natürlich spätestens im Frühjahr auf unserer Reise nach Nashville auf den Grund gehen werden). Anderen genügt unser Elvis-Burger wohl nicht, denn es wird gleich mehrmals nach einem „Elvis Burger Donut“ verlangt, der den Mann auf ziemlich dumme Ideen gebracht hat. Was der oder die Suchende allerdings unter „trauriges Sushi“ versteht, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Wehe, damit ist vegetarisches Sushi gemeint, das mag ich nämlich sehr – vielleicht ist es aber auch nur traurig, weil es am Schreibtisch gegessen wird … Gefreut habe ich mich über den Suchbegriff „la cassette de Luc Tonnerre“, den wohl meine verkrüppelten Französischkenntnisse und eine sehr leckere Brioche verursacht haben.

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    8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2017?

    Dass wir die Lust am Bloggen nicht verlieren. Viele straucheln in letzter Zeit, bemängeln, dass das Bloggen nicht mehr so sei wie früher, man bei der Vielzahl an Bling-bling-Blogs nicht mithalten könne, ziehen sich zurück oder geben das Bloggen ganz auf. Wie schade, denn eigentlich ist dieses Blogdings doch etwas sehr Schönes und Persönliches, das man genau so gestalten kann, wie es für einen selbst passt und wie es einem gefällt. Und das ganz ohne Rechtfertigung. Ich kann einige Punkte, die immer wieder genannt werden, natürlich nachvollziehen und ärgere mich auch hin und wieder über bestimmte Dinge, aber im Großen und Ganzen ist mir das alles ziemlich wumpe. Wir machen hier nach wie vor unser eigenes Ding, bloggen über das, worauf wir gerade Lust haben, so oft oder so wenig, wie wir es gerade hinbekommen, lassen uns – zumindest bilde ich es mir ein – keine Trends diktieren (deren Existenz wir ohnehin erst ein halbes Jahr später mitkriegen) und in keine Nische drängen. Vielleicht büßen wir so einen Teil des möglichen Erfolgs ein, vielleicht macht uns das Bloggen aber auch gerade deshalb nach über fünf Jahren noch immer Spaß.

    Wir freuen uns über jegliche Art der Interaktion mit euch und über die vielen persönlichen Treffen, die es auch 2016 wieder gab und hoffentlich auch weiterhin geben wird. Besonders ans Herz gewachsen ist uns die Münchner Truppe, die mittlerweile sehr regelmäßig zusammenfindet, ob bei den Foodbloggerstammtischen, Events oder privaten Treffen: Karin & Torsten, Ines, Sabine, Carla, Björn, Thomas (und die vielen, die wir hier nicht aufzählen können) – es macht Spaß, sich mit euch auszutauschen und wir hoffen, dass wir dies auch 2017 beibehalten. Cheerio!

    Hinweis: Zu den mit Sternchen (*) markierten Veranstaltungen/Reisen wurden wir freundlicherweise eingeladen – wie immer bleibt unsere Meinung davon jedoch unberührt.

    Fotocredit: Das erste Bild via unsplash.com

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    Jahresendgelüste: Maronen-Weißwein-Suppe mit Balsamicozwiebeln

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    Das Jahresende und wir – irgendwie kriegen wir es nicht hin, dafür zu sorgen, dass diese Zeit unstressig verläuft. Im Dezember ballen sich berufliche und private Verpflichtungen, so vieles will noch schnell erledigt werden, bevor sich das Jahr endgültig verabschiedet und im neuen alles auf null gesetzt wird. Doch dann ist da noch diese merkwürdige Zeit zwischen den Jahren – ein Zeitloch, in dem plötzlich alles entschleunigt, in dem Punkte von der To-do-Liste abgehakt werden, die man schon wochen- oder monatelang vor sich herschiebt und man endlich die Muße findet, sich mit neuen Dingen zu beschäftigen und auszuprobieren. Das gilt auch für Kulinarisches. Maronensuppe zum Beispiel – in den letzten Tagen stand sie gleich dreimal vor uns. Entweder haben wir einen neuen Trend verpasst oder Ende Dezember gelüstet es alle nach einem warmen Teller Suppe mit winterlicher Einlage.

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    Weihnachten mit Jamie Oliver {Buchvorstellung: Weihnachtskochbuch}

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    In unserem letzten Monatsrückblick haben wir bereits verraten, dass ich kürzlich einen kleinen Fanboy-Moment mit Jamie Oliver erleben durfte, der im November nach München kam, um sein im DK Verlag erschienenes Weihnachtskochbuch vorzustellen. Die Weihnachtsfeiertage stehen nun zwar unmittelbar bevor, doch vielleicht fehlt euch ja noch die entscheidende Idee fürs Menü. In diesem Fall könnte das 400 Seiten dicke Werk eure Rettung sein. Unsere ist es nämlich, und wir freuen uns, endlich die jahrzehntealte Fondue-Tradition unserer Familie mit Jamie Olivers Nussbraten aufzubrechen. Der britische Koch – selbst großer Fan des Fests wie er uns bei der Buchvorstellung verriet – hat jetzt die besten Weihnachtsrezepte der letzten 17 Jahre noch einmal zusammengefasst.

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    Gegessen, Gereist, Österreich, Salzburg

    The Sound of Christmas – ein Adventsspaziergang durch Salzburg

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    Wir werden in letzter Zeit häufig gefragt, wie es denn so um unsere Beziehung stehe – also, die zwischen München und uns. Wer uns kennt, weiß, dass wir nicht ganz vorurteilsfrei in den Süden gezogen sind und dort, wo andere mit Heimatgefühlen und Liebesbekundungen für ihre Stadt um sich werfen, doch eher verhalten und augenrollend reagieren. Nach über sechs Jahren in München können wir aber sagen, dass wir mittlerweile ganz gerne hier leben. Zwar gibt es nach wie vor einige Charakteristika, die uns nerven (hallo, fehlende Subkultur; hallo, aufgesetztes Bussibussitum!), aber die vielen Vorzüge, die München bietet, sehen wir inzwischen und nutzen sie auch. Nicht von der Hand zu weisen ist dabei die geografische Lage, die uns nicht nur verhältnismäßig oft mit gutem Wetter verwöhnt, sondern sich auch für Tages- oder Wochenendausflüge als ziemlich ideal erwiesen hat. Schnell ist man mal eben an einem der umliegenden Seen oder in den Bergen. Ländergrenzen werden fast unbemerkt überquert – Frühstück in Italien, kein Problem; Sachertorte in Österreich erst recht nicht! Eigentlich wissen wir das, uneigentlich vergessen wir das gerne mal. Ganz bewusst wird es uns, als wir Anfang Dezember im Zug nach Salzburg sitzen, sich das Handy schon nach kürzester Zeit auf Roaming schaltet und wir nach gerade mal eineinhalb Stunden am Salzburger Bahnhof stehen. Ein Adventswochenende im Salzburg und Großarl steht uns bevor, zu dem das Salzburger Land uns und einige andere Blogger_innen eingeladen hat.

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    Weihnachtliches Baklava mit gebrannten Mandeln & Zimt {Türchen #10 im kulinarischen Adventskalender}

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    kulinarischer-adventskalender-tuerchen-10Advent, Advent – Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit. Tja, die Realität sieht jedoch meist anders aus. Gerade der Dezember hat sich in den letzten Jahren zum stressigsten Monat überhaupt entwickelt und furchtbar besinnliche Menschen sind wir nun wirklich nicht. Zwar findet sich hier und da etwas minimalistische Weihnachtsdeko, aber einen Weihnachtsbaum hatten wir noch nie (okay, das mag vielleicht auch an der viel zu kleinen Wohnung liegen und dass wir die Weihnachtstage meist bei unserer Familie verbringen). Was allerdings IMMER dazugehört, ist ein Adventskalender. Ich garantiere, man kann auch mit Mitte 30 kindliche Begeisterung empfinden und sich noch genauso wie sein Grundschul-Ich auf ein Päckchen freuen. Dementsprechend begeistert sind wir auch, dass wir wie bereits im letzten Jahr ein Türchen von zorras kulinarischem Adventskalender befüllen dürfen. Seit dem 1. Dezember öffnet dort täglich eine/r unserer Foodbloggerkolleg_innen ein Türchen und wie in jedem Jahr beglückt uns zorra auch diesmal wieder mit drei tollen Verlosungen.

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    Berlin, Gegessen, Geteilt, München

    Was bisher geschah: November 2016 – Bloggeburtstag mit Jamie Oliver und amerikanischem Frühstück

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    November, der Geburtstagsmonat. Nicht unser eigener, aber trotzdem der eines Quasi-Familienmitglieds: Der Blog ist vor gut zwei Wochen heimlich, still und leise fünf Jahre alt geworden und somit im besten Alter, um aufmüpfig zu sein. Wir sind gespannt, was er sich einfallen lässt und harren der Dinge, die da kommen. An dieser Stelle aber vor allem ein riesiges DANKESCHÖN an euch, dass ihr es schon fünf Jahre mit uns aushaltet, hier immer wieder reinklickt, mitlest, kommentiert und nachkocht. Darüber freuen wir uns noch so sehr wie am ersten Tag (okay, blödes Beispiel – damals hat hier vermutlich überhaupt niemand reingeschaut und kommentiert, aber ihr wisst schon wie das gemeint ist)! Genauso freuen wir uns immer noch über das, was sich durch den Blog in den letzten Jahren ergeben hat – Freundschaften, Bekanntschaften, Begegnungen und vieles mehr. Dass so ein kleines Internetding mal so viel Auswirkung auf unser Privatleben haben würde, hätten wir vor fünf Jahren nie gedacht. Wir lassen uns überraschen, was das nächste Jahr für den Blog bereithält und freuen uns, wenn ihr uns weiterhin begleitet.

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