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Steffen

    Gegessen, Gereist, Getrunken, Savannah, USA

    Kulinarisch durch Savannah, Georgia: Südstaatenklassiker, australisch-amerikanisches Frühstück und das beste Eis der Stadt

    Savannah Georgia kulinarische Tipps Südstaaten

    Savannah, die Südstaatenschönheit nahe der Küste Georgias, ist nicht nur wegen ihrer vielen grünen Plätze, historischen Häuser und Geistergeschichten einen Besuch wert, sondern gilt auch als absoluter Foodie-Hotspot. Nach drei Tagen, die wir in Savannah verbracht haben, können wir das nur bestätigen. Die Dichte an jungen Restaurants, Cafés und anderen innovativen kulinarischen Konzepten ist hoch, die Lowcountry Cuisine der Küstenregion mit Seafood & Co. allgegenwärtig. Kopfüber stürzen wir uns hier zum ersten Mal in die Südstaatenküche und halten gleichzeitig Ausschau, wo auch Vegetarier_innen auf ihre Kosten kommen – denn das erfordert in den Südstaaten hin und wieder etwas Planung.

    Wir haben uns auf Restaurants und Cafés im historischen Zentrum beschränkt und für euch eine schöne Auswahl an traditionellen, außergewöhnlichen und modernen Orten zusammengestellt. Dabei haben wir uns einige Male vom „36 Hours in Savannah“-Video der NY Times leiten lassen, was sich als gute Idee herausgestellt hat – die Tipps sind wirklich prima! Wer ein paar Tage länger in der Stadt bleibt, sollte sich unbedingt auch etwas außerhalb des Stadtzentrums kulinarisch umschauen. Aber auch in Sachen Shopping hat Savannah einiges zu bieten. Die schönsten (nicht nur kulinarischen) Geschäfte, die uns beim Bummel durch die Stadt begegnet sind, findet ihr in unserem kleinen Savannah Food (und ein bisschen Shopping) Guide.

    Forsyth Park Savannah Georgia Spanish Moss Südstaaten

    Forsyth Park Savannah Georgia Villa Südstaaten

    B. Matthew’s Eatery

    Bevor wir uns an unserem ersten Abend in Savannah auf Geisterjagd begeben, fahren wir schnell noch in die Innenstadt, um uns zu stärken. Wir haben nicht reserviert, an einem Samstagabend macht es das nicht gerade leicht, einen Tisch zu bekommen. Am Rande der Bay Street finden wir in der B. Matthews Eatery, die wir eigentlich wegen des Frühstücks auf unserer Liste hatten, noch ein Plätzchen. Das moderne, in dunklem Holz gehaltene Restaurant erscheint uns auch fürs Abendessen passend. Das Ambiente ist gehoben, aber nicht übertrieben schick, das Publikum eine bunte Mischung aus Einheimischen und Tourist_innen. Wir bekommen einen Tisch nahe der hübschen Bar aus dunklem Holz und beobachten, wie dort reihenweise toll aussehende Drinks ausgeschenkt werden. Sabrina ist sofort angefixt und bestellt sich einen „Gin Blush“ mit Koriander und Grapefruit (10 $). Ich nehme ein lokales IPA, das mit seinen kräftigen Bitter- und typischen Zitrusnoten perfekt zu meiner Hauptspeise passen wird. An dieser Stelle muss ich – wieder einmal – erwähnen, wie vielfältig die Getränkeauswahl in den meisten Restaurants auf unserer Südstaatenreise ist. Einfach nur Wasser oder Softdrinks zu bestellen, wäre ein regelrechter Affront gegenüber den Craft-Cocktails und -Bieren, die überall angeboten werden.

    Aber bevor es zur Hauptspeise geht, teilen wir uns noch eines der typischen Südstaatengerichte, die man hier einfach gegessen haben muss: „Fried Green Tomatoes“, die mit einer Cajun-Remoulade und Chiliöl (8 $) serviert werden. Anschließend freut sich Sabrina einmal mehr über die oft abwechslungsreiche Salatauswahl in amerikanischen Restaurants und bekommt einen Grünkohlsalat mit getrockneten Cranberries, Ziegenkäse, Edamame, Mandeln und Zitrusvinaigrette (9 $). Bei mir darf es heute mal Schwein sein (natürlich von einer Farm aus der Gegend), das mit Kürbis, geröstetem Apfel und Rote-Bete-Coleslaw serviert wird (22 $). Das Fleisch könnte zwar etwas saftiger sein, aber geschmacklich passt alles perfekt zueinander. B. Matthew’s Eatery // 325 E Bay St, Savannah.

    B. Matthews Eatery Savannah kulinarisch Fried Green Tomatoes

    The Collins Quarter

    Es ist Ostersonntag, unser erster Morgen in Savannah. Wir möchten das tun, worauf wir uns schon Wochen vor unserem USA-Urlaub gefreut haben: ausgiebig frühstücken. Um an diesem Tag überhaupt einen Tisch zu bekommen, sind wir schon früh auf den Beinen (der Jetlags macht’s möglich) und steuern noch vor 8 Uhr das australische Eckcafé Collins Quarter an. Während wir zum Tisch geführt werden, bewundern wir die hübsche Einrichtung mit dem Retro-Charme, den hohen Decken und den frischen Blumen, die im ganzen Café opulent verteilt sind. Hier werden wir glücklich rausgehen, das spüren wir.

    The Collins Quarter Savannah kulinarisch Food Guide

    Wie in den USA üblich, ist der Service überaus aufmerksam und gefühlt kommen so früh am Morgen zwei Kellner_innen und Baristas auf einen Gast. Schnell liegt die Karte vor uns und wir können uns wie immer nur schwer entscheiden. Ein unauffälliger Blick auf den Nachbartisch lässt große Portionen vermuten, das wäre bei den nicht ganz niedrigen Preisen aber auch zu erwarten. Kurz darauf stehen schon die Getränke auf dem Tisch: ein Lavendel-Mokka (5,50 $) und für mich ein Aussie Iced Coffee, ein Milkshake mit Espresso (5,50 $) – die Familie zu Hause, die per Messenger gleich neidisch gemacht wird, ist ob dieser Dekadenz am frühen Morgen etwas geschockt; aber hey, wir sind im Urlaub und in den Südstaaten, öhm, Australien trinkt man das nun mal (ganz sicher) so!

    Frühstück The Collins Quarter Savannah kulinarisch Food Guide

    Bald darauf folgt Sabrinas „Brioche French Toast“ mit beschwipsten Beeren, kandierten Pekannüssen und Bourbon Maple Sirup (12 $), das so gut (und mächtig) ist wie erwartet. Ich wähle etwas Herzhaftes vom Brunch-Menü und bekomme „Tag this Hash“ (14 $), einen Turm aus Schmorbraten mit Avocado, Zucchini, Broccolini, Kartoffelrösti, Chimichurri und Spiegelei. Das Fleisch ist so zart, dass es mir die Tränen in die Augen treibt, die verschiedenen Komponenten vereinen sich im Mund perfekt. Nur die riesigen Mengen Knoblauch werden dafür sorgen, dass ich den Rest des Tages wie ein Vampirjäger rieche (womit ich im verwunschenen Savannah vielleicht gar nicht auffallen sollte). Als wir zum Ausgang rollen, haben sich die meisten Tische bereits gefüllt und vor der Tür lange Schlangen gebildet. Ohne Reservierung also lieber sehr früh auftauchen! The Collins Quarter // 151 Bull Street, Savannah.

    French Toast Frühstück The Collins Quarter Savannah kulinarisch Food Guide

    Lavender Moccha Kaffee The Collins Quarter Savannah kulinarisch Food Guide

    Treylor Park

    Modernes Southern-style Streetfood, außergewöhnliche Cocktails und eine große Craft-Beer-Auswahl – das Angebot des Treylor Parks klingt zu gut, um dort keinen Halt einzulegen. Doch der erste Versuch, einen Platz zu bekommen, scheitert. Da keine Reservierungen angenommen werden, stehen wir am nächsten Abend etwas früher vor der Tür und haben Glück. Jetzt müssen erst einmal Drinks her: Die lokale „Coco Piña Gose“ von Coastal Empire Brewing (5 $) wickelt Sabrina um den Finger und schmeckt wie ein Zusammentreffen von Mittelhessen und Karibik (oder wie ein jugendlicher Versuch, Apfelwein mit Malibu zu mischen). Zuerst ungewohnt, aber dann doch recht ausbalanciert und lecker. Ich bestelle den „Wicked Kiwi“ (10 $), einen Cocktail mit Jalapeño-Marmelade, zerdrückter Kiwi und Tequila – eine fruchtig-scharfe Kombi, die mich sehr zufrieden stimmt. Dazu passen die „Avocado Fries“, die in Pankomehl paniert sind und mit Siracha-Aioli (8 $) kommen, perfekt. Supergut und ein neues To-do für zu Hause! Bei der Hauptspeise halten wir uns an die hochgelobten Tacos: Ohne zu zögern bin ich mutig und bestelle die „Chicken & Pancake Tacos“ (14 $), gefüllt mit Erdbeersalsa und scharfer Chili-Aioli. Da ich Pfannkuchen in allen Formen liebe, kann eigentlich nicht viel schiefgehen und auch an dieser Kombination werde ich mich bestimmt mal zu Hause versuchen. Sabrinas „Veggie Tacos“ mit schwarzen Bohnen, Chili und Guacamole (14 $) fallen demgegenüber etwas ab und könnten stärker gewürzt sein. Vom Restaurant sind es übrigens nur wenige Schritte zum Fluss, wer also den Bauch voll mit „Bar food with a twist“ hat, kann gleich noch eines der Craft-Biere mit zum abendlichen Spaziergang durch die River Street nehmen – denn Savannah ist eine der wenigen Städte der USA, in der man öffentlich Alkohol trinken darf. Treylor Park // 115 E Bay St, Savannah.

    Treylor Park Savannah kulinarisch Food Guide

    Avocado Fries Tacos Treylor Park Savannah kulinarisch Food Guide

    Mrs. Wilkes’ Dining Room

    Es ist Montagmorgen, 10:20 Uhr, und wir stehen in einer Schlange fürs Mittagessen. Offensichtlich hat uns die Sonne schon nach einer halben Woche derart zugesetzt, dass wir nicht mehr klar denken können. Andererseits stehen mit uns schon 20 weitere Menschen vor einem Haus in Nordamerikas schönster Straße und die können ja nicht auch alle einen Hitzestich haben. Während ich dort stehe und den Platz freihalte (Sabrina ist losgezogen und fotografiert Bäume, Alleen und Häuser), zieht der Duft von frisch gekochtem Essen auf die Straße. Das hier ist kein gewöhnliches Restaurant, sondern Mrs. Wilkes’ Dining Room. Hier gibt es nur einen Mittagstisch, Reservierungen werden keine angenommen, aber trotzdem boomt der Laden seit über 60 Jahren („Du weißt, dass das Essen gut sein muss, wenn sie es sich leisten können, nur Montag bis Freitag von 11 bis 14:00 Uhr zu öffnen“, stellt die Frau vor mir in der Schlange treffenderweise fest). Pünktlich um 11 Uhr öffnet sich die Tür und grüppchenweise werden wir zusammen mit den anderen hungrigen Gästen nach „nur“ 40 Minuten Wartezeit (sonst kann es wohl bis zu zwei Stunden dauern) hineingebeten.

    Jones Street Eichen Spanish Moss Savannah Georgia Südstaaten

    Leicht dämmrig ist es, große ovale Tische stehen bereit, an den Wänden zahlreiche Fotos – es fühlt sich an, als wären wir im Esszimmer einer älteren Dame gelandet. Mit sechs anderen Leuten werden wir an einen der Tische gesetzt und staunen über die unzähligen dampfenden Schüsseln, die nun auf dem Tisch landen. Serviert wird so ziemlich alles, was die Südstaatenküche hergibt: Fried Chicken, ein großartiges Sweet Potato Mash mit Honig und Rosinen, Cheesy Potatoes, ein superguter, weil leichter und nicht mayonnaisiger Coleslaw, viel Gemüse (und sogar recht viele vegetarische Beilagen), Baked Beans, gedünsteter Kohl, grüne Bohnen, Gurkensalat, Mac and Cheese, süß-rauchiges Schwein und mindestens 15 weitere Schüsseln. Wir geben unser Bestes, um die volle Südstaatendröhnung mitzunehmen und alles zu probieren, aber irgendwann geht einfach nichts mehr – und genau dann kommt das Dessert: Blueberry Cobbler mit Vanilleeis und ein hervorragender Banana Bread Pudding gehen dann doch noch irgendwie. Wir würden gerne noch länger bleiben, um die familiäre Atmosphäre zu genießen und die vielen Zeitungsartikel aus aller Welt, die Fotos von Obama und anderen berühmten Gästen zu bewundern, aber unsere Tischrunde bricht schon wieder auf und auch wir machen uns auf den Weg, schließlich warten draußen in der Schlage noch mehr Hungrige. Für das Essen inklusive Iced Tea und Wasser zahlt man pro Person 22 $ – ein absolut fairer Preis für diese großartige Mahlzeit und die wahrscheinlich beste Einführung in die Südstaatenküche, die man sich wünschen kann! Mrs. Wilkes’ Dining Room // 107 W Jones St, Savannah.

    Mrs Wilkes Dining Room Südstaatenküche Savannah kulinarisch Food Guide

    Jones Street Savannah Haus mit Eiche Südstaaten

    The Olde Pink House

    Dass Savannah so aussieht, wie es aussieht, ist dem schlechten Brandschutz vergangener Jahrhunderte geschuldet. Die Stadt wurde in den ersten hundert Jahren ihres Bestehens mehrfach von Feuersbrünsten heimgesucht, die einen Großteil der damaligen (Holz-)Häuser aus der kolonialen Gründungsphase zerstörten. Im historischen Zentrum findet man deshalb nur wenige Gebäude, die vor 1820 erbaut wurden. Eines dieser seltenen Häuser steht am Reynolds Square und ist wegen seines rosa Putzes nur unter dem Namen „Olde Pink House“ bekannt. Heute befindet sich in dem 1771 erbauten Gebäude eines der edleren Restaurants der Stadt. Ohne Reservierung geht hier eigentlich nichts, aber ein Paar, mit dem wir beim Fotografieren des Hauses ins Gespräch kommen, verrät uns, dass man in der dazugehörigen Bar einfacher einen Platz bekomme und dort auch die Atmosphäre etwas relaxter sei. Und wirklich, auf Nachfrage setzt man unseren Namen auf die Liste und als wir eine halbe Stunde später zurückkehren, können wir draußen an einem der Tische Platz nehmen.

    Die Karte ist die gleiche wie im Restaurant, es gibt gehobene Südstaatenküche mit etwas gehobeneren Preisen. Wir wollen nur eine Kleinigkeit essen, da wir mittags schon zugeschlagen haben, doch die Größe der Salate überrascht uns dann doch für amerikanische Verhältnisse. Wenn ein Vorspeisensalat in den meisten Restaurants eine vollwertige Hauptmahlzeit darstellt, so ist hier die reguläre Salatportion doch eher minimalistisch angesetzt. Doch beide Salate – Spinatsalat mit gegrilltem Ziegenkäse, karamellisierten Äpfeln und Pekannüssen sowie BLT-Salat mit kandiertem Bacon und frittierten grünen Tomaten (beide um die 12 $) – sind schmackhaft, auch wenn wir uns etwas mehr Raffinesse gewünscht hätten. Über das lokale Amber Ale mit Karamellnoten können wir dagegen nicht meckern. Besser weg kommt dagegen der Kobe-Burger, den eine Freundin Sabrinas (deren Südstaatentour sich zufällig in Savannah mit unserer überschneidet) bestellt. Mit 16 $ stimmt hier das Preis-Leistungs-Verhältnis absolut. Grundsätzlich werden Fleischesser_innen im Olde Pink House sicher glücklicher, aber die historische Location ist dennoch ein guter Ort, um in das Südstaatenflair vergangener Tage abzutauchen. The Olde Pink House // 23 Abercorn St, Savannah.

    The Olde Pink House Savannah kulinarisch Food Guide

    Leopold’s Ice Cream

    Wenn man den ganzen Tag bei hochsommerlichen Temperaturen durch die Stadt schlendert, freut sich der glühende Kopf besonders über den Anblick der ältesten Eisdiele der Stadt. Leopold’s, Savannahs berühmte und hochgelobte Eisinstitution, ist dank der meist bis auf die Straße reichenden Schlange leicht zu finden. Seit fast 100 Jahren serviert der traditionelle Ice Cream Parlor (quasi die alteingesessene Variante  der Brooklyn Farmacy, die uns in New York so begeistert hat) neben Eiskugeln in der Waffel oder im Becher auch Sundaes, Milkshakes und Floats. Wir entscheiden uns für zwei Kugeln in der Waffel (5,50 $) und setzen unsere Stadtbesichtigung glücklich schleckend fort. Bei Sabrina gewinnt „Honey, Almond & Cream“ knapp vor „Caramel Swirl“, während bei mir „Porter“ (ja, da ist Bier im Eis!) knapp vor „Butter Pecan“ landet. Wie immer ist die Messlatte dank Münchens Balabeni sehr hoch, aber für Leopold’s lohnt sich der Weg in Savannahs Stadtzentrum allemal. Dennoch ist es nicht das beste Eis, das wir auf unserer Reise essen werden. Leopold’s Ice Cream // 212 E Broughton St, Savannah.

    Leopold's Ice Cream Savannah kulinarisch Food Guide

    Leopold's Ice Cream Savannah kulinarisch Food Guide

    The Coffee Fox

    Am Nachmittag benötigen wir vom vielen Sightseeing und Shoppen einen kleinen Koffeinschock. Gut, dass es auf der Haupteinkaufsstraße den Coffee Fox gibt, einen kleinen hippen Coffee Shop, der uns in etwas speziellerer Form mit Koffein versorgt. Der „Espresso Tonic“ (4,50 $), eine Mischung aus Cold Brew, Fever Tree Tonic und Orangenschale, klingt wie für uns gemacht, schmeckt überraschend gut und gibt uns den nötigen Kick für den restlichen Nachmittag. Wem der Sinn nach etwas Stärkerem steht, findet hier übrigens auch eine kleine, aber feine Craft-Beer-Auswahl, die man in der Happy Hour am späten Nachmittag sogar sehr günstig als Aperitif genießen kann. The Coffee Fox // 102 W Broughton St, Savannah.

    Coffee Fox Espresso Tonic Savannah kulinarisch Food Guide

    The Paris Market & Brocante

    Direkt gegenüber des Coffee Fox stolpern wir in ein gigantisches Dekoparadies. Über zwei Stockwerke erstreckt sich hier allerlei Schönes: Möbel, Accessoires, Schmuck, Designobjekte und mehr – teils vintage, teils modern, so nett arrangiert, dass man am liebsten irgendwo zwischen den Air Plants, plüschigen Sofas und meterlangen Holztischen einziehen möchte. The Paris Market & Brocante // 36 W Broughton St. Savannah.

    The Paris Market Shopping Savannah Georgia Südstaaten

    Savannah Bee Company

    „Gifts from the hive“ prangt auf dem Holzschild, das uns auf die Savannah Bee Company aufmerksam macht. Geschenke aus dem Bienenstock – wir stehen quasi schon mit einem Bein in dem wahnsinnig hübschen Laden. Wie teure Weinflaschen aufgereiht finden wir hier Honig und Bienenwachsprodukte in allen Formen und für alle Lebenslagen. Rosmarinhonig, Waben, Met, Kosmetik – alles kann probiert und getestet werden. Hier finden wir auch die tollen Bee’s Wraps* wieder – Bienenwachstücher, mit denen man Schüsseln und Lebensmittel abdecken kann –, die nun endlich im Einkaufskorb landen. Zudem gibt es allerlei Infos rund um Bienen, Honig & Co., regelmäßig werden auch Workshops zu verschiedenen Themen angeboten. Savannah Bee Company // 4 W. Broughton St., Savannah.

    Savannah Bee Company Savannah kulinarisch Südstaaten

    Honig in Flaschen Savannah Bee Company Savannah kulinarisch Südstaaten

    One Fish, Two Fish

    Eine gute Möglichkeit, sich die Wartezeit zu vertreiben, während der/die Partner_in bei Mrs. Wilkes’ in der Schlange steht, ist der gleich um die Ecke gelegene Gift Shop One Fish, Two Fish. Schon allein der betörende Duft, der aus dem Laden dringt, zieht einen hinein. Hier finden sich viele hübsche Kleinigkeiten (wenn auch manchmal etwas kitschig) – von Kleidung und Schmuck über Dekokrimskrams, Möbel bis zu Duftgedöns. Vor allem die vielen schönen Kochbücher und Coffee Table Books haben es mir angetan. One Fish, Two Fish // 1 Whitaker St, Savannah.

    Jones Street One Fish Two Fish Shopping Savannah Südstaaten

    Ihr seht – Savannah hat auch kulinarisch viel zu bieten und wir hätten locker zwei Wochen dort verbringen müssen, um all die tollen Restaurants und Cafés, die uns begegnet sind, zu besuchen. Aber ich bin sicher, Savannah sieht uns irgendwann mal wieder. Wart ihr schon mal dort und habt noch heiße Must-eats für uns?

    Weitere Artikel zu unserer Reise durch die Südstaaten findet ihr hier:

    Südstaatenschönheit mit Gruselfaktor: 3 Tage in Savannah, Georgia

    Ein Tag mit Harry Potter, King Kong & den Simpsons: Islands of Adventure & Universal Studios Orlando

    Wenn King Kong anruft und mit dir Monstermilkshakes trinken will: Hard Rock Hotel Orlando und Universal CityWalk

    Südstaatenvilla mit Eiche und Spanish Moss Savannah Georgia

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    Gebacken

    Blueberry Mornings: Die besten Blaubeer-Pancakes der Welt

    Blaubeer-Pancakes mit Ahornsirup Rezept

    Das Rezept für die besten Blaubeer-Pancakes der Welt – übertreibt ihr nicht ein bisschen? Nein, das ist kein Clickbait und größenwahnsinnig sind wir auch nicht, das meinen wir völlig ernst! Denn die Blaubeerpfannkuchen, die am letzten Wochenende auf dem Frühstückstisch landeten, waren wirklich die besten, die wir je gegessen haben. Und ich habe in meinem Leben schon viele Pancakes probiert.

    Wie ihr sicherlich aus eigener Erfahrung wisst, können Gerüche und Geschmäcke extreme Emotionen auslösen und Erinnerungen hervorbringen. So ging es mir mit diesen Blaubeer-Pancakes. Ein Bissen und ich fühlte mich sofort, als wäre ich in einem Diner mitten in den USA. Die perfekte Luftigkeit, die Balance aus süß und salzig sowie die leichte Säure der Früchte – mehr braucht es nicht, um mich ganz und gar in den Urlaubsmodus zu versetzen. Doch wenn ich ganz ehrlich bin, liegt die Chance, solch gute Pfannkuchen zu bekommen, auch im Heimatland der Pancakes nicht bei 100 Prozent. Denn was diesmal aus der Pfanne kam und mit echtem Ahornsirup aus Vermont übergossen wurde, toppte sogar die amerikanischen Pancakes, die wir im Urlaub gegessen haben. Echt jetzt, so gut!

    Blaubeerpfannkuchen mit Ahornsirup übergossen Rezept

    Zu verdanken haben wir dies dem amerikanischen Koch, Blogger und Autor J. Kenji López-Alt, der seit einigen Jahren vielen Rezeptklassikern auf den Grund geht. Mit seinem ersten Buch – The Food Lab: Better Home Cooking Through Science* – hat er gleich einen echten Klassiker geschaffen. Darin erklärt er u. a., wieso diese Pancakes so extrem luftig sind: Das Backpulver reagiert mit der Säure der Buttermilch und das geschlagene Eiweiß sorgt für den letzten Anteil an Luft, den die Pancakes benötigen, um nicht abzusacken. Probiert sie unbedingt mal aus, wir schwören seitdem auf dieses Rezept.

    Uns falls ihr zwar Lust auf Pfannkuchen, aber nicht unbedingt auf Blueberry-Pancakes habt, schaut doch mal bei Ines von Münchner Küche vorbei – bei ihr gibt es heute Pancakes mit Zwetschgenkompott, die ebenfalls großartig klingen. Genügend Pfannkuchenrezepte kann man ja ohnehin nie haben!

    Blaubeer-Pancakes mit Ahornsirup Rezept

    Blaubeer-Pancakes (Rezept für 15 Stück à ca. 10 cm ∅)

    280 g Mehl (Type 405)
    1 TL Backpulver
    1 TL Natron
    1 TL Salz
    30 g Zucker
    350 ml Buttermilch
    200 g saure Sahne
    2 große Eier
    4 EL Butter, geschmolzen
    200 g Blaubeeren (frisch oder TK)
    etwas Butter oder neutrales Pflanzenöl zum Anbraten
    Ahornsirup

    1. Mehl, Backpulver, Natron, Salz und Zucker in einer großen Schüssel vermischen (diese Mischung wird auch „Dry Pancake Mix“ genannt und kann auf Vorrat gemacht und dann bis zu 3 Monate luftdicht verschlossen gelagert werden).

    2. Die Buttermilch und die saure Sahne in eine Schüssel geben. Die Eier trennen und das Eigelb ebenfalls zur Buttermilchmischung geben. Das Eiweiß steif schlagen und zur Seite stellen. Die Buttermilchmischung mit einem Schneebesen gut verrühren, dann die geschmolzene Butter unterrühren.

    3. Die flüssigen Zutaten zur Mehlmischung geben und grob verrühren, sodass sich die Zutaten gerade so verbinden (es dürfen ruhig noch Klumpen zu sehen sein, wir wollen ja einen möglichst lockeren Teig). Dann vorsichtig den Eischnee unterheben, um den Teig wirklich so luftig wie möglich zu bekommen. Die Teigmischung anschließend nicht lange stehen lassen, damit die Luft nicht entweicht.

    4. Eine Pfanne bei mittlerer Hitze vorheizen und etwas Butter oder Pflanzenöl hineingeben. Ca. 2/3 Schöpfkelle Teig pro Pfannkuchen in die Pfanne geben und ein paar Blaubeeren darauf verteilen. Sobald die Oberseite Blasen wirft und die Unterseite goldbraun gebacken ist (1,5-2 Minuten), wenden und noch einmal so lange braten.

    5. Anschließend warm halten oder sofort mit Ahornsirup und Blaubeeren servieren.

    Blaubeer-Pancakes mit Ahornsirup Rezept

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    Bozen, Gegessen, Gereist, Getrunken, Italien, Südtirol

    Ein kulinarisches Wochenende in Südtirol: Törggelen in Kaltern, Bergäpfel auf dem Ritten & Südtiroler Spezialitäten in Bozen

    Kulinarisches Wochenende in Südtirol Kaltern Ritten Bozen

    Törggelewaaas? Auch wenn ich mittlerweile weiß, was sich hinter dem Begriff „Törggelen“ verbirgt, habe ich immer noch Probleme, das Wort korrekt auszusprechen. Richtig klingt es nur, wenn die Südtiroler_innen es mit einem krächzendem Rachenlaut verbinden, den meine Stimmbänder partout nicht hervorbringen möchten. Glücklicherweise sind die Menschen zwischen Alpen und Dolomiten sehr freundlich und verzeihen uns die holprige Aussprache. Doch nicht nur, um an der korrekten Aussprache zu feilen und zu erfahren, was es mit dem Törggelen so auf sich hat, lohnt sich im Herbst ein Besuch in Südtirol. Wir haben letzten Oktober ein kulinarisches Wochenende in Südtirol verbracht und nach dem Besuch des Kalterer Weinkulinariums (das in diesem Jahr übrigens am 7. Oktober stattfindet) noch etwas die Umgebung Kaltern, Bozen und den Ritten erkundet. Read more

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    Gemixt

    Sommer im Glas: Aprikose-Mandarine-Lavendel-Mocktail

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    Aprikose-Mandarine-Lavendel-Mocktail mit Konfitüre Rezept Feed me up before you go-go

    Cocktails sind für mich immer von einer besonderen Aura umgeben. Gerade früher, als das Geld noch knapp und die Drinks sehr süß waren, hatten Cocktails einen ganz besonderen Reiz und kamen vor allem zu speziellen Anlässen ins Glas. Genau dann, wenn ein einfaches Bier oder eine günstige Flasche Apfelwein nicht genug waren. Inzwischen sind meine Ansprüche zwar gestiegen, doch den Hauch des Außergewöhnlichen haben Cocktails für mich behalten. Ich mag es, in einer Bar an der Theke zu sitzen und den Barkeeper_innen zuzuschauen, wie sie aus vielen Flaschen ein kleines Kunstwerk schütteln und rühren, das dann in einem speziellen Glas ansprechend serviert wird. Auch zu Hause hat die Zubereitung eines Drinks einen rituellen Charakter. Man legt die Werkzeuge bereit, hat vielleicht vorher schon Sirups angesetzt und misst anschließend jede Zutat peinlich genau ab, damit das Ergebnis stimmt. Read more

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    Gebacken

    Donut worry, be happy: Brombeer-Donuts

    Brombeer-Donuts aus dem Ofen Rezept Feed me up before you go-go

    Hallo, mein Name ist Steffen und ich bin süchtig nach Donuts. Meine Donutliebe begann in der 8. Klasse. Ein Schulpraktikum war angesagt und nerdig wie ich damals schon war, verbrachte ich zwei Wochen im Archäologischen Institut der Universität Gießen. Dort war man schwer begeistert von den ersten (und vermutlich einzigen) Schülerpraktikanten auf den Fluren des Philosophikums I und kümmerte sich herzlichst um meinen Klassenkameraden und mich. Dazu gehörte auch die regelmäßige Versorgung mit Donuts aus der Uni-Cafeteria. Ab da war es um mich geschehen – die Teigkringel wurden sofort mein neues Lieblingsgebäck, an dem sich alle anderen Stückchen messen lassen mussten. Read more

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    Gekocht

    Schnelles für den Feierabend: Asiatischer Gurkensalat mit Ingwer, Sesam und Koriander

    Asiatischer Gurkensalat mit Ingwer, Sesam und Koriander Rezept Feed me up before you go-go

    Es gibt Zeiten, in denen stehen wir fast jeden Abend in der Küche und kochen neue aufregende Gerichte. Da fahren wir quer durch die Stadt, um die eine fehlende Zutat zu kaufen, die es nur in diesem einen weit entfernten Laden gibt. Da springen uns die Ideen aus Kochbüchern, Blogs und Erinnerungen geradezu entgegen, und ein schnelles Scrollen durch Pinterest genügt als Inspiration für ganze Menüs. In solchen Momenten stört es uns auch nicht, wenn es mal länger dauert und uns der Hawaii-Burger mehrere Stunden an den Herd fesselt. Leider ist heute kein solcher Tag. Ehrlich gesagt, ist es schon eine Weile nicht so. Ein neues Projekt im Job, das viel Aufmerksamkeit verlangt. Ein altes Projekt im Job, das noch mehr Aufmerksamkeit bräuchte. Und ein wenig Freizeit wäre ja auch noch ganz schön. Dementsprechend eintönig sieht es kulinarisch bei uns aktuell aus. Viele einfache Favoriten aus unserer Alltagsküche landen auf dem Tisch und leider keines der spannenden Rezepte aus The Food Lab*, das in den wenigen freien Minuten vor dem Einschlafen noch mal zur Hand genommen wird. Read more

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    Berlin, Danzig, Deutschland, Gegessen, Gereist, Geteilt, München, Münchner Umland, Polen

    Was bisher geschah: Mai & Juni 2017 – kulinarisch durch Danzig, Frühstück im Café Erika & Negronis für den guten Zweck

    Wanderung um die Osterseen Iffeldorf

    Nachdem wir zuletzt etwas nachlässig in Sachen Monatsrückblick waren (Urlaub, Arbeit und akute Unlust kamen uns dazwischen), folgt hier ein kleiner Rundumschlag zu den Monaten Mai und Juni. Wie immer verfliegt die Zeit im Anschluss an einen Urlaub wie im Flug, die Tage der Erholung sind längst dahin, auch wenn die Gedanken noch irgendwo zwischen Palmen und Bergspitzen festhängen. Eigentlich wollten wir schon längst einige Food & Travel Guides zu den spannendsten Orten und kulinarischen Highlights unserer Südstaatenreise veröffentlicht haben, doch gerade solche Reiseberichte gestalten sich immer als besonders zeitintensiv. Immerhin gabs schon einen ersten Rückblick auf unsere Begegnung mit Harry Potter & Co. und der nächste Beitrag steht bereits in den Startlöchern. Jetzt geht es aber erst mal nach Danzig, Berlin und München … Read more

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    Gebacken, Getestet

    Der Kuchen hat einen im Tee: Mamorkuchen mit weißer Schokolade, grünem Darjeeling und Pistazien

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    Mamorkuchen mit weißer Schokolade, grünem Darjeeling und Pistazien Rezept

    Jedes Jahr machen sich nach dem Ende des Winters die Pflücker_innen im indischen Darjeeling auf den Weg und erklimmen mit Körben auf dem Rücken die steilen Hänge am Rande des Himalayas. Dann haben sich an den Teepflanzen die ersten Blätter und Knospen gebildet und der First Flush ist reif für die Ernte. 12.000 Blätter müssen durch beschwerliche Handarbeit im Korb landen, damit es für eine Kilopackung des „Champagners unter den Tees“ reicht. Eigentlich selbstverständlich, dass die Arbeiter_innen auf den Teeplantagen dafür entsprechend bezahlt werden sollten. Wem also nicht nur Bioqualität, sondern auch die Lebensqualität der Menschen dahinter wichtig ist, sollte mal einen Blick auf die Tees der Teekampagne werfen. Dort hat man sich zum Ziel gesetzt, hochwertigsten Biotee zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten, ohne dass dabei Natur und Menschen zu kurz kommen. Aber natürlich muss der Tee auch schmecken – und das tut der Tee der Teekampagne in der Tat! In den letzten Wochen haben wir literweise Grünen Darjeeling getrunken und sogar damit gebacken: einen Mamorkuchen mit weißer Schokolade, grünem Darjeeling und Pistazien. Read more

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