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Steffen

    Deutschland, Gegessen, Gereist, Geteilt, Getrunken, München, Münchner Umland

    Was bisher geschah: Februar 2017 – Käsekoma, Spirituosentrends & Münchens bestes Sushi

    Tulpen vor Fenster

    Der Februar war etwas launisch, schwankte von Schnee zu Tulpen und wieder zurück. So langsam haben wir das triste Wetter satt und freuen uns auf wärmere Tage und erste Biergartenbesuche – besonders, weil wir im letzten Monat eine so schöne Location am Tegernsee entdeckt haben. Welche das ist und wo wir sonst noch unterwegs waren, verrät der kulinarische Monatsrückblick:

    Unterwegs

    Say cheese: ein Abend umgeben von Schweizer Käse*

    Wer in den letzten drei Wochen unsere Kühlschranktür öffnen musste, bekam vermutlich einen kleinen Schock. Was dort so streng duftete, waren nicht etwa vergessene Essensreste, sondern Gruyère, Appenzeller und andere (teils etwas geruchsintensive) Käsesorten aus der Schweiz. Anfang Februar waren wir zu einem Schweizer Käse-Workshop eingeladen worden, um ein wenig mehr über die Käsevielfalt des Nachbarlandes zu erfahren – und natürlich (reichlich) Käse zu probieren. Für uns gehört Käse zu den Lebensmitteln, auf die wir nicht verzichten können. Dafür sollten wir aber zunächst nicht der Schweiz, sondern persischen Hirten danken. Denn die haben ihn erfunden. Als sie Milch in Kuhmägen transportierten, stellten sie irgendwann fest, dass sich daraus etwas noch viel Besseres entwickelte. Im Jahr 1115 hatte es die Nachricht bis in die Grafschaft Greyerz geschafft, wo der Gruyère erstmals schriftlich erwähnt wurde. Lange wurde Käse aus Haltbarkeitsgründen ausschließlich in den Bergen produziert, erst die Dorfkäserei im Emmental brachte den Durchbruch in niederen Lagen. Mittlerweile werden jährlich über 180.000 Tonnen Käse in der Schweiz produziert, wovon 10% in Deutschland landen – und wir sind daran vermutlich nicht ganz unschuldig. Bis heute wird viel davon in kleinen Dorf- und Almkäsereien hergestellt, die 95 offizielle Käsesorten hervorbringen.

    Ganz so viele Sorten waren es nicht, die wir beim Workshop probieren konnten, doch ich glaube, wir waren nah dran. Um den charakteristischen Geschmack von Gruyère, Tête de Moine, Belper Knolle & Co. zu erschmecken, wurden wir in die Kunst der Käsetellergestaltung eingewiesen und konnten gleich darauf das Erlernte umsetzen. Worauf es dabei ankommt? Auf eine möglichst ausgewogenen Zusammenstellung – von Hart- bis Weichkäse, von mild bis kräftig –, fruchtig-knackige Begleitung in Form von frischen Früchten, Früchtebrot oder Nüssen und natürlich den eigenen Geschmack. Seit der Veranstaltung (und der gut gefüllten Käse-Goodie-Bag) ist unser ohnehin schon ausgeprägte Käsekonsum noch einmal in die Höhe geschnellt und wird sich sicher bald auch in unseren Rezepten bemerkbar machen. (Steffen)

    Käsesorten Schweizer Käse Workshop München

    Happy Birthday: 15 Jahre Hard Rock Cafe München*

    Wir erschrecken immer ein wenig, wenn wir feststellen, wie lange wir schon in München wohnen (fast sieben Jahre!) und wie schnell seitdem die Zeit verflogen ist. Wie muss es da erst dem Hard Rock Cafe München gehen, das in diesem Jahr schon sein fünfzehnjähriges Bestehen feiert und sich seitdem erfolgreich Am Platzl gegen das Kleinimperium eines Ingwerliebhabers behauptet. Zum Finale des 15-tägigen Geburtstagsmarathons lud das Hard Rock Cafe im Februar zu einer pompösen Geburtstagsfeier ein. Mehr als 850.000 Burger wurden seit der Eröffnung 2002 gebraten – auch wir sind für den ein oder anderen verantwortlich –, da lag es nahe, auch bei der Geburtstagsparty Miniburger und andere Häppchen aufzufahren. Besonders gefreut haben wir uns über die kleine Gin-Bar von The Duke, die den Abend mit hervorragenden Zitrone-Mandel-Gin-&-Tonics unterstützten. Musikalisch begleitet wurde die Feier von einem Live-Konzert der Band LaBrassBanda, die eigentlich etwas abseits unseres Musikgeschmacks liegt, aber live ein wirklich tolles Set hingelegt hat. Weitere Eindrücke des Abends findet ihr hier (und wer genau schaut, entdeckt im Hintergrund vielleicht auch ein paar hungrige Münchner Blogger_innen). (Sabrina)

    Hard Rock Cafe München 15 Jahre Feier

    Entdeckt

    Neue Biersorten: Recap #7Tage7Biere

    In diesem Monat küren wir kein Bier des Monats – das wäre den ganzen anderen Sorten gegenüber, die wir im Rahmen unserer Instagram-Aktion #7Tage7Biere probiert haben, ja auch unfair. Als hätten wir bei der Braukunst Live! nicht schon genügend neue Biere kennengelernt, wuchs unsere „müssen-wir-unbedingt-mal-testen“-Liste nach der Aktion und den vielen Biersorten, die andere Teilnehmer_innen jeden Tag vorgestellt haben, ins Unermessliche. Britta hat sogar eine schöne Zusammenfassung ihrer Biere verbloggt, von denen wir alleine schon mehr als die Hälfte probieren möchten. Alle Biere, die während der Aktion vorgestellt wurden, findet ihr unter dem Hashtag #7Tage7Biere auf Instagram.

    Craft Beer Flaschen

    Finest Spirits: Auf der Suche nach den Spirituosentrends 2017*

    Auch in diesem Jahr waren wir auf der Finest Spirits im MVG Museum unterwegs, um uns durch die neuesten Trends der Spirituosenwelt zu probieren. Diesmal fiel es uns etwas schwerer, eine konkrete Richtung auszumachen, als in den Jahren zuvor. Viele Entwicklungen der letzten Jahre haben sich etabliert (No-Age-Statements und nichtschottische Herkunft beim Whisky oder Gin als glokaler Player), ein richtig großer neuer Trend will sich noch nicht so recht zeigen. Selbst der diesjährige Schwerpunkt der Messe – Liköre – war nicht so sichtbar wie erwartet. Dementsprechend haben wir diesmal eher einige Highlights aus verschiedenen Bereichen entdecken können.

    Finest Spirits Spirituosentrends München

    Beim Whisky hat mich vor allem die Bacalta Private Edition von Glenmorangie begeistert. Die Brennerei ist mir in den letzten Jahren immer mehr ans Herz gewachsen und diese sehr weiche, im Madeirafass gereifte Abfüllung trifft mit ihrer Balance zwischen Süße und Tannine genau meinen Geschmack. Da gute Fässer immer schwieriger zu bekommen sind, ließ Glenmorangie extra welche bauen, die dann zwei Jahre lang mit Madeira befüllt unter einem Wellblechdach in der Sonne lagerten, bevor sie nach Schottland verschifft wurden. Hat sich gelohnt, würde ich sagen!

    Glenmorangie Bacalta Whisky Finest Spirits

    Die schönsten Flaschen der Messe hat dafür Koval mitgebracht, eine Brennerei aus Chicago, die seit einigen Jahren mit verschiedenen Whiskeys experimentiert, aber auch zwei hervorragende Gins im Angebot hat. Mir gefällt allerdings ein Single Barrel Whiskey aus 100% Hirse besonders gut, der drei Jahre in den für die Brennerei typischen kleinen Fässern – damit lässt sich mehr Geschmack in den Alkohol bringen – gelagert wurde und schön mild und getreidig schmeckt.

    Koval Gin Flasche Finest Spirits

    Auch wenn es so scheint, als würde der Gin-Boom jeden Moment zerplatzen, hält der Trend weiterhin an und auch bei der Vielzahl an monatlich neu hinzukommenden Gins gibt es noch etwas zu entdecken. Momentum, zum Beispiel, denn die Münchner stellen einen Gin her, der u.a mit „Holy Basil“ – einem indischen Basilikum –, Oregano, Rosmarin und Thymian aromatisiert wurde. Diese Kombination schreit geradezu nach dem Fever Tree Mediterranean Tonic Water und zusammen mit einem Blatt Basilikum ergibt das ein recht ungewöhnliches Geschmacksprofil für einen Gin & Tonic. Was sind denn eure aktuellen Neuentdeckungen in Sachen Whisk(e)y, Gin & Co.? (Steffen)

    Momentum Gin Basilikum Finest Spirits

    Münchens bestes Sushi: Sushiya Sansaro

    Wiederentdeckt müsste es hier eigentlich heißen, denn das Sushiya Sansaro ist ein Restaurant, das uns seit unseren Anfängen in München begleitet und das wir trotzdem viel zu selten besuchen. Hier haben wir Sushi abseits des Laufbandes kennengelernt und sind auf den Geschmack weiterer Spezialitäten der japanischen Küche gekommen. Etwas versteckt im Innenhof der Amalienpassage findet man hier eine kleine gemütliche Oase. Die recht umfangreiche Karte zeigt Mut zur Experimentierfreude, gearbeitet wird mit sehr frischen und hochwertigen Produkten, was man den Speisen auch wirklich anmerkt. Bei der Vorspeise sind wir jedoch Gewohnheitstiere – der Spinatsalat Goma-ae (4,20 €) ist bei jedem Besuch Pflicht und mit einer Wakame-Suppe (4,80 €) kann man uns auch immer wieder glücklich stimmen. Besonders das vegetarische Sushi begeistert mich jedes Mal, denn hier denkt man weiter, als bis Gurke und Avocado. Hin und weg war ich diesmal von den Futomaki-Chumaki mit Gurke, Kanpyō, Shiitake, Takuan, Möhren und Eierstich (5,50 €) und ganz besonders von den würzigen Urumaki mit Miso-Aubergine (5,80 €), die ich nun dringend auch zu Hause ausprobieren möchte. Für uns ist und bleibt das Sansaro Münchens beste Anlaufstelle, wenn sich der Sushihunger meldet! Sushiya Sansaro // Amalienpassage 89, München. (Sabrina)

    Sushi München Sushiya Sansaro

    Pastrami an der Ecke: The Corner Deli Bar

    Wenn man sein erstes Pastrami-Sandwich im New Yorker Katz’s Deli gegessen hat, haben es andere Läden in puncto Geschmack und Atmosphäre schwer. Doch Sabine von Pastamaniac und ich wollten der neu eröffneten The Corner Deli Bar am Sendlinger Tor dennoch eine Chance geben. An der Ecke Müllerstraße neben dem Pimpernell verbirgt sich ein von außen eher unauffälliger Laden, der sich internationalem „Feel good food“ verschrieben hat. Innen wartet eine Handvoll Tische sowie eine kleine Bar – wahrscheinlich möchte man von den Nachtschwärmern des Glockenbachs profitieren. Der Blick auf die Getränkekarte ist allerdings eher abschreckend – zu unoriginell und teuer, um nur wegen der Drinks herzukommen. Dann doch lieber etwas Handfestes. Auf der Karte finden sich in erster Linie Sandwiches (ab 6 €), dazu ein paar Suppen und Salate. Wir wollen (natürlich!) die Pastrami-Variante (9,50 €) probieren, obwohl sich auch der Rest sehr gut liest. Recht fix landen zwei Teller mit Pastrami, Sauerkraut und hausgemachten Pickles auf dem Tisch. Das Fleisch ist zart, saftig und ordentlich würzig, und auch das Brot ist recht luftig. Die Portionsgröße geht in Ordnung, bewegt sich aber eher am unteren Ende dessen, was ich sonst als Abendessen brauche und für den Preis erwarten würde. Platz für Nachtisch wäre auf jeden Fall noch, z.B. für ein Stück Kuchen (gebacken von den Kuchentratsch-Omis und -Opis). Eine schöne Bereicherung für die Gegend, gerade wenn es etwas Schnelles sein soll und der Sinn gerade nicht nach Döner oder Pizza steht. The Corner Deli Bar // Müllerstr. 54, München. (Steffen)

    Pastrami-Sandwich The Corner Deli Bar München

    Zu Gast am Tegernsee: Gut Kaltenbrunn*

    Eigentlich ist es im Februar noch etwas früh, um einen Ausflug an den Tegernsee zu unternehmen. Schließlich verbinden wir mit dem See Sommeraktivitäten wie Tretbootfahren, Wandern oder im Biergarten der Käserei sitzen und Käsespätzle essen. Doch da das Gut Kaltenbrunn den Münchner Foodbloggerstammtisch nach Gmund eingeladen hat, machen wir uns an einem frostigen Montagabend auf in Richtung Süden. Vom Bahnhof Gmund aus erreicht man das Gut zu Fuß in 10-15 Minuten – es sei denn, man ist mit einer Truppe Blogger_innen unterwegs und muss mehrmals anhalten, um den pittoresken Blick auf den Tegernsee zu fotografieren. Denselben Anblick können wir auch kurze Zeit später noch einmal bewundern, als wir auf der Terrasse von Gut Kaltenbrunn stehen und uns schon jetzt fragen, warum wir es bisher nie an die Nordseite des Sees geschafft haben. Das Wasser, die Lichter der Orte am weit entfernten Ufer und die Berge mit ihren schneebedeckten Gipfeln schinden ordentlich Eindruck, noch bevor wir den Rest des Hauses zu Gesicht bekommen.

    Gmund Gut Kaltenbrunn Käfer Essen

    Die Geschichte des Gutes reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück, heute gehört der Gebäudekomplex zu Feinkost Käfer, die dort ein Restaurant mit Biergarten betreiben und eine Vielzahl an imposanten Räumen für Veranstaltungen bereithalten. Besonders gespannt sind wir natürlich auf die Küche, die sich für diesen Abend ein spezielles Menü hat einfallen lassen. Schön ist auch die Flexibilität hinsichtlich vegetarischer und veganer Wünsche, die die Küche bei der Zusammenstellung des Menüs beweist. Dass trotzdem Gelatine in der – geschmacklich sehr feinen – Brokkolimousse landete, war womöglich ein Versehen. Die reguläre Karte bietet eine Auswahl an bayrischen Klassikern und zudem eine saisonale Ergänzung, auf der etwas ausgefallenere Gerichte dominieren. Die Steckrübensuppe mit Entenbrust (8 €) ist perfekt abgeschmeckt und beide Komponenten harmonieren schön miteinander. Beim Seesaiblingsfilet (24,50 €) kann insbesondere die krosse Haut überzeugen, für den Dillschaum hätte ich mir dagegen etwas mehr Kräuteraroma gewünscht. Zum Abschluss bekommen wir noch eine Pfanne mit einer riesigen Portion des legendären Kaiserschmarrns (13,50 €), der genauso ist, wie er sein sollte: fluffig, leicht karamellisiert und begleitet von zimtigem Zwetschgenröster und Apfelkompott. Satt und müde geht es spät am Abend wieder zurück nach München, und wir sind uns sicher, dass uns einer unserer Sommerausflüge noch einmal zum Gut Kaltenbrunn führen wird. Gut Kaltenbrunn // Kaltenbrunn 1, Gmund. (Steffen)

    Gmund Gut Kaltenbrunn Käfer Essen

    Lesenswert

    Politics of Food

    Zwei interessante Texte, über die wir gestolpert sind, beschäftigen sich mit eher politischen Aspekten des Essens und des Redens und Schreibens darüber. In einem ausführlichen Interview erzählt die Kochbuchautorin und Gewinnerin der 2013er-Staffel von „Great British Bake Off“ Ruby Tandoh davon, was es heißt, über Essen zu schreiben, aber auch warum politische und soziale Themen für sie gerade bei diesem Thema wichtig sind. Tobias Blanken bewegt dagegen die Frage, wer es sich eigentlich leisten kann, „gut“ zu essen, was das Engelsche Gesetz ist und warum Sarah Wiener keine Ahnung hat, wenn sie über Ernährungsgewohnheiten redet. (Steffen)

    Fotocredits: Foto mit Tulpen: Colin Maynard via Unsplash; Foto des Pastrami-Sandwiches: Sabine Sikorski von Pastamaniac.

    Hinweis: Zu den mit Sternchen (*) markierten Veranstaltungen wurden wir freundlicherweise eingeladen – wie immer bleibt unsere Meinung davon unberührt.

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    Gekocht

    High-Carb-Freuden: Pasta in Orangensauce mit Fenchel und Möhren aus dem Ofen

    Pasta in Orangensauce mit Fenchel und Möhren aus dem Ofen Rezept

    Als wir kürzlich mal wieder den Rezeptindex aktualisiert haben, stellten wir mit Erschrecken fest, dass hier seit über einem halben Jahr kein Pastarezept gepostet wurde. Überhaupt findet man bei uns deutlich weniger Nudelgerichte als erwartet. Dabei ist Pasta ein zentraler Bestandteil unseres Speiseplans – der Blog bildet unsere Essgewohnheiten somit nicht ganz realistisch ab. Oft kommen Nudeln bei uns sogar mehrmals in der Woche in irgendeiner Form auf den Teller. Sollte sich mal ein Low-Carb-Kochbuch in unsere Wohnung verirren, würde es vermutlich sofort schreiend auf die Straße flattern. Ich kann mir auch kaum etwas Befriedigenderes vorstellen, als mich nach einem langen, anstrengenden Tag vor eine große Portion heiße Pasta zu setzen. Mit einem Mal verschwinden Hunger, Kälte und Stress und alles sieht gleich schon viel besser aus. Mit Rohkost klappt das leider nicht. Read more

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    Getrunken, München

    Make beer great again! Braukunst Live! 2017: Biertrends und unsere Favoriten

    Braukunst Live 2017 Biertrends Make beer great again Feed me up before you go-go

    Der erste Stand am Eingang der diesjährigen Braukunst Live! ist dem 500-jährigen Jubiläum des Reinheitsgebots gewidmet. Ganz schön mutig, sich hier zu präsentieren, ist das Lebensmittelgesetz doch für viele der anwesenden jungen Brauereien ein rotes Tuch und die Kombination von Wasser, Malz, Hefe und Hopfen für die meisten mehr Ausgangspunkt als Richtlinie. Gerade kleine Brauereien reizen die Grenzen dessen, was vor zehn Jahren in Deutschland üblicherweise unter Bier verstanden wurde, immer weiter aus. Die Münchner Biermesse Braukunst Live! trägt diesem Innovationsgedanken verstärkt Rechnung – erstmals gibt es mit The Lab eine gesponserte Ausstellungsfläche für fünf junge, innovative Unternehmen, die sich sonst noch keinen eigenen Stand leisten könnten. Überhaupt merkt man den Betreibern die Bemühungen an, den Spagat zwischen Publikumsmesse und Angeboten für den harten Kern der Craft-Beer-Szene wieder deutlich stärker zu schaffen. Dementsprechend breit ist das Angebot – von international agierenden Schwergewichten über mittelständische Brauereien bis hin zu winzigen Anbietern, die gerade erst den Sprung vom Homebrewing gewagt haben. Read more

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    Gereist, Getrunken, Italien, Südtirol

    Auf Weinentdeckung durch Südtirol: Kalterer Weinkulinarium

    Weintrauben Weinrebe Kaltern Südtirol Italien Feed me up before you go-go

    Als Winzer_in aus Kaltern hat man es nicht leicht. Zu schwer trägt die Region noch immer am Ruf des vor allem aus der Vernatsch-Traube gekelterten Weins als billiges Literflaschengesöff. Dagegen anzukämpfen und zu zeigen, dass sich in den letzten Jahren einiges getan hat, ist deswegen erklärtes Ziel der Betriebe rund um den Kalterer See. Denn noch immer ist der „Kalterersee“ – so der Name des Weins – tief in Kaltern verwurzelt und steht wie kein anderer für die Seele des Ortes in Südtirol. Wer mehr über den leichten Rotwein erfahren möchte, der früher wie heute durch hohe Trinkbarkeit und ein fruchtiges Aroma besticht, kann natürlich in einem der unzähligen Weingüter der Provinz Bozen zu einer Verkostung vorbeischauen – Auswahl gibt es in der Gegend mehr als genug. Einen umfassenderen Überblick vermittelt allerdings der Besuch eines der vier Kalterer Weinfeste wie beispielsweise das Kalterer Weinkulinarium Anfang Oktober, wenn während der letzten Tage der Ernte der lokale Wein ausgiebig gefeiert wird. Wir haben das Weinkulinarium im vergangenen Oktober besucht, uns dabei durch die verschiedenen Kalterer Weine probieren können und auf diese Weise – denn Übung macht den Meister – viel über Wein gelernt. Aber der Reihe nach … Read more

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    Gebacken

    Verzückung im Büro dank Jamie Oliver: Frangipane-Tarte mit Cranberrysauce

    Frangipane-Tarte mit Cranberrys nach Jamie Oliver Rezept Feed me up before you go-go

    Eine der Fragen, die man als Foodblogger_in häufiger zu hören bekommt, ist, ob man wirklich alles, was da auf dem Blog, Instagram, Twitter & Co. zu sehen ist, selbst essen würde. Gerne würde ich behaupten, dass nur ein Bruchteil davon in meinem Magen landet, aber derart ausgeprägt ist mein Hang zur Selbstoptimierung nun wirklich nicht. Aber wenn ich nicht gerne (und auch mal zu viel) essen würde, würde der Foodblog doch nur halb so viel Spaß machen. Nichtsdestotrotz kommt es natürlich immer wieder vor, dass man sich bei der Menge des Abendessens vertut. Dann freuen sich vor allem meine Kolleginnen, dass ich etwas zum Mittagessen beisteuern kann. Read more

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    Gekocht

    Jahresendgelüste: Maronen-Weißwein-Suppe mit Balsamicozwiebeln

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    Das Jahresende und wir – irgendwie kriegen wir es nicht hin, dafür zu sorgen, dass diese Zeit unstressig verläuft. Im Dezember ballen sich berufliche und private Verpflichtungen, so vieles will noch schnell erledigt werden, bevor sich das Jahr endgültig verabschiedet und im neuen alles auf null gesetzt wird. Doch dann ist da noch diese merkwürdige Zeit zwischen den Jahren – ein Zeitloch, in dem plötzlich alles entschleunigt, in dem Punkte von der To-do-Liste abgehakt werden, die man schon wochen- oder monatelang vor sich herschiebt und man endlich die Muße findet, sich mit neuen Dingen zu beschäftigen und auszuprobieren. Das gilt auch für Kulinarisches. Maronensuppe zum Beispiel – in den letzten Tagen stand sie gleich dreimal vor uns. Entweder haben wir einen neuen Trend verpasst oder Ende Dezember gelüstet es alle nach einem warmen Teller Suppe mit winterlicher Einlage.

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    Gelesen

    Weihnachten mit Jamie Oliver {Buchvorstellung: Weihnachtskochbuch}

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    In unserem letzten Monatsrückblick haben wir bereits verraten, dass ich kürzlich einen kleinen Fanboy-Moment mit Jamie Oliver erleben durfte, der im November nach München kam, um sein im DK Verlag erschienenes Weihnachtskochbuch vorzustellen. Die Weihnachtsfeiertage stehen nun zwar unmittelbar bevor, doch vielleicht fehlt euch ja noch die entscheidende Idee fürs Menü. In diesem Fall könnte das 400 Seiten dicke Werk eure Rettung sein. Unsere ist es nämlich, und wir freuen uns, endlich die jahrzehntealte Fondue-Tradition unserer Familie mit Jamie Olivers Nussbraten aufzubrechen. Der britische Koch – selbst großer Fan des Fests wie er uns bei der Buchvorstellung verriet – hat jetzt die besten Weihnachtsrezepte der letzten 17 Jahre noch einmal zusammengefasst.

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    Gebacken

    Weihnachtliches Baklava mit gebrannten Mandeln & Zimt {Türchen #10 im kulinarischen Adventskalender}

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    kulinarischer-adventskalender-tuerchen-10Advent, Advent – Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit. Tja, die Realität sieht jedoch meist anders aus. Gerade der Dezember hat sich in den letzten Jahren zum stressigsten Monat überhaupt entwickelt und furchtbar besinnliche Menschen sind wir nun wirklich nicht. Zwar findet sich hier und da etwas minimalistische Weihnachtsdeko, aber einen Weihnachtsbaum hatten wir noch nie (okay, das mag vielleicht auch an der viel zu kleinen Wohnung liegen und dass wir die Weihnachtstage meist bei unserer Familie verbringen). Was allerdings IMMER dazugehört, ist ein Adventskalender. Ich garantiere, man kann auch mit Mitte 30 kindliche Begeisterung empfinden und sich noch genauso wie sein Grundschul-Ich auf ein Päckchen freuen. Dementsprechend begeistert sind wir auch, dass wir wie bereits im letzten Jahr ein Türchen von zorras kulinarischem Adventskalender befüllen dürfen. Seit dem 1. Dezember öffnet dort täglich eine/r unserer Foodbloggerkolleg_innen ein Türchen und wie in jedem Jahr beglückt uns zorra auch diesmal wieder mit drei tollen Verlosungen.

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