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Gegessen

    Augsburg, Gegessen, Gereist, Geteilt, München

    Was bisher geschah: Januar 2017 – Cocktailtrends, Frühstücken in München & Grappakartoffeln

    Tannen im Nebel Großarl Österreich Feed me up before you go-go

    Nach einem Dezember, den wir am liebsten übersprungen hätten, startete das neue Jahr recht unspektakulär mit Erkältungspingpong und Kochunlust. Rückblickend ist es erstaunlich, dass wir in der zweiten Monatshälfte offenbar deutlich mehr unterwegs waren als gedacht. Wir haben einige neue (und alte) Restaurants entdeckt, uns in Bars herumgetrieben und noch einmal einen Beitrag fürs ZDF gedreht – genügend Stoff also für den Monatsrückblick! Read more

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    Gegessen, Gereist, Österreich, Salzburg

    The Sound of Christmas – ein Adventsspaziergang durch Salzburg

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    Wir werden in letzter Zeit häufig gefragt, wie es denn so um unsere Beziehung stehe – also, die zwischen München und uns. Wer uns kennt, weiß, dass wir nicht ganz vorurteilsfrei in den Süden gezogen sind und dort, wo andere mit Heimatgefühlen und Liebesbekundungen für ihre Stadt um sich werfen, doch eher verhalten und augenrollend reagieren. Nach über sechs Jahren in München können wir aber sagen, dass wir mittlerweile ganz gerne hier leben. Zwar gibt es nach wie vor einige Charakteristika, die uns nerven (hallo, fehlende Subkultur; hallo, aufgesetztes Bussibussitum!), aber die vielen Vorzüge, die München bietet, sehen wir inzwischen und nutzen sie auch. Nicht von der Hand zu weisen ist dabei die geografische Lage, die uns nicht nur verhältnismäßig oft mit gutem Wetter verwöhnt, sondern sich auch für Tages- oder Wochenendausflüge als ziemlich ideal erwiesen hat. Schnell ist man mal eben an einem der umliegenden Seen oder in den Bergen. Ländergrenzen werden fast unbemerkt überquert – Frühstück in Italien, kein Problem; Sachertorte in Österreich erst recht nicht! Eigentlich wissen wir das, uneigentlich vergessen wir das gerne mal. Ganz bewusst wird es uns, als wir Anfang Dezember im Zug nach Salzburg sitzen, sich das Handy schon nach kürzester Zeit auf Roaming schaltet und wir nach gerade mal eineinhalb Stunden am Salzburger Bahnhof stehen. Ein Adventswochenende im Salzburg und Großarl steht uns bevor, zu dem das Salzburger Land uns und einige andere Blogger_innen eingeladen hat.

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    Berlin, Gegessen, Geteilt, München

    Was bisher geschah: November 2016 – Bloggeburtstag mit Jamie Oliver und amerikanischem Frühstück

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    November, der Geburtstagsmonat. Nicht unser eigener, aber trotzdem der eines Quasi-Familienmitglieds: Der Blog ist vor gut zwei Wochen heimlich, still und leise fünf Jahre alt geworden und somit im besten Alter, um aufmüpfig zu sein. Wir sind gespannt, was er sich einfallen lässt und harren der Dinge, die da kommen. An dieser Stelle aber vor allem ein riesiges DANKESCHÖN an euch, dass ihr es schon fünf Jahre mit uns aushaltet, hier immer wieder reinklickt, mitlest, kommentiert und nachkocht. Darüber freuen wir uns noch so sehr wie am ersten Tag (okay, blödes Beispiel – damals hat hier vermutlich überhaupt niemand reingeschaut und kommentiert, aber ihr wisst schon wie das gemeint ist)! Genauso freuen wir uns immer noch über das, was sich durch den Blog in den letzten Jahren ergeben hat – Freundschaften, Bekanntschaften, Begegnungen und vieles mehr. Dass so ein kleines Internetding mal so viel Auswirkung auf unser Privatleben haben würde, hätten wir vor fünf Jahren nie gedacht. Wir lassen uns überraschen, was das nächste Jahr für den Blog bereithält und freuen uns, wenn ihr uns weiterhin begleitet.

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    Frankreich, Gegessen, Gereist, Getrunken, Nancy

    Kulinarisch durch Elsass & Lothringen #3: Nancy – Bergamotte, Mirabellen & Art nouveau

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    Wir verlassen Straßburg und das Elsass und machen uns auf in Richtung Westen. Je näher wir Nancy kommen, desto besser wird das Wetter – es scheint, als hätten wir die Regentage endlich hinter uns gelassen. Sonne und Nancy – das passt ohnehin viel besser zusammen. Denn wenn ich Nancy in nur zwei Farben beschreiben müsste, wären es Gold und Weiß. Strahlend blauer Himmel bietet da die beste Leinwand, lässt die pompösen weißen Bauten strahlen und die Sonne in den vielen Goldverzierungen rund um die Place Stanislas glitzern. Read more

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    Frankreich, Gegessen, Gekauft, Gereist, Getrunken, Straßburg

    Kulinarisch durch Elsass & Lothringen #2: Straßburg – Bredele, Käsekoma & Lichtspektakel

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    Ich sehe rot. Genauer gesagt einen roten Koffer und einen roten Mantel. Sie wohnen bereits in unserem Hotelzimmer, als wir es beziehen. Wer sie da vergessen hat, ist schnell herausgefunden: Die Dame, die aussieht, als sei sie einem Tarantino-Film entsprungen und gleich zwei Wände unseres Hotelzimmers ziert. Zu verdanken haben wir sie der Fotografin Estelle Hoffert, die eines der 38 Zimmer des Graffalgar Hotels designt hat. Das kleine Hotel im Bahnhofsviertel überrascht uns zudem mit einem großen Zimmer, einfacher, aber moderner Einrichtung und Liebe zu nerdigen Details. Wir fühlen uns sofort wohl und sind fast ein bisschen traurig, dass wir nur eine Nacht hier verbringen werden. Read more

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    Belgrad, Gegessen, Gelesen, Gereist, Geteilt, Serbien

    Was bisher geschah: Oktober 2016 – Weinwanderungen, Fleischkoma & baskische Pintxos

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    Öfter mal was Neues. Nach fast fünf Jahren Feed me up before you go-go (ja, nicht nur wir werden langsam alt, sondern auch der Blog), ist das vielleicht auch höchste Zeit. Rückblickend auf die letzten Wochen, Monate und vielleicht sogar Jahre müssen wir uns eingestehen, dass wir nicht so oft zum Bloggen kommen, wie wir es gerne würden. Berufliche Verpflichtungen, Freizeitstress, Offlineleben und so – ihr kennt das. Das ist ein bisschen schade, denn eigentlich hätten wir genügend Ideen, stolpern über viele schöne Dinge und erleben interessante Begegnungen, über die wir gerne berichten würden, die es dann aber aus Zeitgründen doch nicht auf den Blog schaffen. Deshalb haben wir uns überlegt, in einem monatlichen Rückblick ein paar dieser Sachen zu sammeln und mit euch zu teilen. Das kann ein Restaurant sein, das wir entdeckt haben, neue Kochbuchzugänge, die den Stapel im Wohnzimmer zum Wackeln bringen (im Regal findet sich schon längst kein Platz mehr) und andere lesenswerte Beiträge, spannende Events, Städte oder Länder, die wir besucht haben, oder auch mal ein Rezept-Quickie (wenn es abends mal wieder zu dunkel für ein richtiges Fotoshooting war, uns das Gericht aber dennoch begeistert hat). Mal kurz, mal in etwas ausführlicher Form. Ihr merkt – so ganz wissen wir selbst noch nicht, wohin das alles führen soll. Ob wir das jeden Monat durchhalten? Keine Ahnung! Ob euch das überhaupt interessiert? Das müsst ihr uns sagen! Wir nennen es vorerst mal ein „Experiment“ und freuen uns über euer Feedback und eure Anregungen.

    Unterwegs

    Südtirol

    Anfang des Monats haben wir ein weinlastiges Wochenende in Südtirol verbracht. Die Nähe zu Italien nutzen wir viel zu selten, daher waren das Törggelen und das Kalterer Weinkulinarium ein schöner Anlass, uns mal wieder in Richtung Brenner aufzumachen. Wie immer geht ein Kurztrip nach Südtirol mit gutem Essen und kulinarischen Mitbringseln einher. Bald berichten wir hier noch etwas ausführlicher darüber.

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    Belgrad

    Das Schöne am meinem Job ist mitunter, dass er es mir ermöglicht, in Länder zu reisen, die sonst nicht ganz oben auf der Liste unserer Urlaubsziele stehen – Serbien zum Beispiel. Leider bleibt neben dem Besuch von Gedenkstätten, Museen und NGOs oft zu wenig Zeit für die kulinarischen Highlights der jeweiligen Länder. Wobei sich die Highlights in Serbien relativ einfach mit einem Wort zusammenfassen lassen: FLEISCH! Wer glaubt, die bayrische Provinz sei in dieser Hinsicht gewöhnungsbedürftig, war noch nicht in Belgrad essen. Gerade die etwas traditionelleren Restaurants scheinen der Meinung zu sein, dass Gemüse nur frittiert eine Berechtigung hat. Positiv ist dagegen, dass der Craft-Beer-Boom auch in Serbien voll eingeschlagen hat. Egal ob in Belgrad oder Novi Sad, es gibt an vielen Orten nicht nur die jungen serbischen Brauereien als Alternative zum Einheitslager, sondern oft auch internationale Biere von Brew Dog oder der Brooklyn Brewery. Mein Favorit war das Kaš Ryezen IPA, das eine schöne Balance aus fruchtigen und bitteren Noten bietet.
    Grundsätzlich sollte man sich in Belgrad nicht von Äußerlichkeiten abschrecken lassen. Die Fassade des Cafés Smokvica ist wie so vieles in der Stadt ziemlich heruntergekommen, doch drinnen erwartet einen moderner Shabby Chic und ein internationales Angebot an Mezze, Curry, Burger & Co. – eine gute Abwechslung zur sonst sehr deftigen serbischen Küche. Überhaupt ist der Burgertrend auch an Serbien nicht vorbeigezogen, entsprechende Läden sprießen an allen Ecken aus dem Boden. Zu empfehlen ist das Submarine BBQ, das am Rande der Fußgängerzone ein ganz hervorragendes Pulled Pork serviert. Etwas abseits liegt dagegen das maritim eingerichtete Mala Fabrika Ukusa. Auf der Karte stehen modernisierte serbische Gerichte, aber an Frittiertem und Fleischigem kommt man auch hier nicht vorbei. Noch versteckter in einem Hinterhof liegt das Mezestoran Dvorište. Hier wird griechisch gekocht, aber mit deutlichen Einflüssen anderer Mittelmeerstaaten. Die Grenzen zur Mezze-Küche sind fließend und durchaus gelungen. Wem es danach noch nach etwas Süßem gelüstet, kann sich entweder bei Dukat Halal die volle Dröhnung Baklava geben oder bei Moritz Eis ein superleckeres Ananas-Rucola-Eis holen. Tolle Cocktails in gediegener Atmosphäre bietet die Bar Central, während im Gunners Pub Craft Beer in eher studentischer Umgebung ausgeschenkt wird.
    Ansonsten solltet ihr euch neben den üblichen Sehenswürdigkeiten Zeit für das Museum der Geschichte Jugoslawiens und den Markt nehmen. Wer noch mehr Tipps für spannende und schöne Ecken in Belgrad sucht, sollte mal auf Igors Happy Interior Blog vorbeischauen – er war im Sommer in der Stadt und hat seinen Highlights gleich mehrere Posts gewidmet. Grundsätzlich ist Belgrad definitiv eine spannende Stadt, auch wenn sie sich Besucher_innen nicht unbedingt (besonders bei grauem Himmel) auf den ersten Blick erschließt – aber sie ist es wert, entdeckt zu werden.
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    München: Siemens-Event

    Kommuniziert ihr schon mit eurem Kühlschrank? Flüstert ihr dem Ofen leise Anweisungen ins Ohr? Das mag vielleicht etwas absurd klingen, doch so weit hergeholt ist das gar nicht. Mitte Oktober waren wir eingeladen, um uns bei einem Event die neuen vernetzten Haushaltsgeräte von Siemens Home etwas näher anzusehen. Unter dem Namen Home Connect hat Siemens alle Großgeräte miteinander verbunden, womit sich nun im Idealfall Ofen, Kühlschrank, Spülmaschine & Co. über eine App steuern lassen. Wir waren vor allem von den vielen kleinen Möglichkeiten angetan, die sich dadurch ergeben – z.B. lässt sich per App und Kühlschrankkamera mal eben checken, was noch fürs Abendessen fehlt. Gekocht wurde natürlich auch und dank der unzähligen in den Backöfen eingespeicherten Vorgaben, musste man sich kaum Gedanken um die Einstellungen machen. Spannend wäre nun, diese Spielereien mal im Alltag zu testen. Habt ihr schon Erfahrungen damit gemacht?
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    München: KitchenLab

    Im Küchenstudio Ludwig 6 von Dross & Schaffer findet nun regelmäßig das KitchenLab statt, bei dem bei Fingerfood, Drinks und netter Atmosphäre Expert_innen unterschiedliche Aspekte rund ums Essen, Kochen und Genießen vorstellen und diskutieren. Im Oktober drehte sich einen Abend lang alles um den/die „perfekte/n Gastgeber_in“. In der Diskussionsrunde: Bartender und Besitzer des Barroom – Münchens kleinster Cocktailbar – Emanuele Ingusci, Knigge-Expertin Janine Katharina Pötsch, Floristin und Dekorateurin Barbara Held und Betreiber des Supper Clubs Gourmandpunk Sebastian Hoffmann, die berichteten, was für sie den perfekten Abend ausmacht. Auch wenn die Meinungen im Detail durchaus auseinandergingen, waren sich doch alle einige, dass man als Gastgeber/in die Regie des Abends übernehmen sollte und sich in jedem Falle genügend Zeit nehmen muss. Das gilt genauso für die Gäste, die auch mal bereit sein sollten, sich z.B. auf einen ruhigen Abend in der Bar einzulassen und die Atmosphäre aufzunehmen.
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    Entdeckt

    Pintxos und Wein im Glockenbach

    Wiederentdeckt müsste es eigentlich heißen, denn unsere Restaurantempfehlung ist die Tapas- und Pintxos-Bar Itxaso im Glockenbachviertel. Die baskische Bar zählt zu unseren absoluten Lieblingsspaniern in München, doch da man dort zwischenzeitlich nicht mehr reservieren konnte, hatten wir öfters etwas Pech und konnten in dem fast immer rappelvollen Lokal nur noch selten einen Platz finden. Umso schöner, dass uns letzte Woche ein Event zum Thema Wein aus Spanien mal wieder ins Itxaso führte. Gemeinsam mit anderen Blogger_innen verkosteten wir zehn verschiedene Weine, die von Sommelier Peer F. Holm passend zu vorab eingereichten Fotos zum Thema „Spanish Moments“ ausgewählt wurden. Eine wirklich tolle Idee, um unterschiedliche spanische Weine kennenzulernen! Dabei merkten wir mal wieder, wie sehr wir uns mittlerweile vom Rotwein weg und hin zum Weißwein bewegt haben. Unsere Favoriten des Abends: Tapas Wine Collection Moscato 2015 und den liebevoll als „Saufwein“ betitelten Segura Viudas Xarel-lo 2015 – und natürlich die leckeren Tapas! Itxaso // Pestalozzistr. 7, München.

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    New Supper Club in Town

    Ein nettes Konzept, um Kochbücher noch etwas erlebbarer zu machen, hat sich Connecting Companies zusammen mit dem GU-Verlag und den Siemens lifeKochschulen ausgedacht. Ab sofort wird monatlich ein Kochbuch des Verlags samt Autor/in in den Fokus gerückt und zum gemeinsamen Dinner geladen. Natürlich werden bei der neuen Supper-Club-Reihe Gerichte aus den entsprechenden Büchern verköstigt. Zum Auftakt im November gibt es deutsch-türkische Fusion-Küche mit Filiz Penzkofer und ihrem Buch „Cook mal türkisch“. Wir waren zum Kick-off-Event in der AllianzArena eingeladen und wurden u.a. mit Orangen-Carpaccio mit roter Bete, Spinat(börek)strudel, „Frauenschenkel“, einem hervorragenden Dessert aus Couscous, weißer Schokolade und gemischten Beeren und unterhaltsamen Anekdoten über die türkische Oma der Autorin versorgt. Der Supper Club findet nicht nur in München, sondern auch in anderen Städten statt – Tickets und Termine gibts auf der Website.

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    Der Weizen: schnurrt, kratzt & beißt

    Tilman Ludwig, der mit „Das Helle“ ein echtes Lieblingsbier produziert und auch sonst ein sympathischer Kerl ist, hat endlich Bier Nummer 4 auf den Markt gebracht. Knackig benannt ohne komplizierte Fantasienamen hört es einfach auf „Der Weizen“. Der Wiedererkennungswert speist sich eher aus dem hübschen Etikett, das diesmal ein asiatisch anmutender Tiger ziert. Auch im Glas macht sich das Bier ganz gut. Der Geruch ist sehr angenehm, die typisch bananigen Noten sind deutlich, aber nicht penetrant. Die Hopfensorten Comet aus der Hallertau und Strisselspalt aus dem Elsass ergänzen das Ganze stattdessen um weitere fruchtige Komponenten. Im Mund dürfte die Banane für unseren Geschmack noch etwas ausgeprägter sein, andererseits bleibt „der Weizen“ so recht erfrischend und ist nicht so schwer, wie viele bayrische Weißbiere. Irgendwie erinnert das Bier auch an belgisches Wit, nur ohne die würzige Komponente. Schön, aber fast schon etwas zu gewöhnlich. Vielleicht ist es aber auch einfach die falsche Jahreszeit für die Flasche mit dem Tiger. Also im Zweifel einfach auf den Sommer warten und dann noch einmal ausführlich an der Isar, im Westpark oder auf dem Balkon testen.

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    Lesenswert

    Der ultimative Wein-Guide

    Nachdem wir uns im Oktober deutlich mehr mit Wein beschäftigt haben als sonst, war dieses Buch der perfekte Begleiter. Der ultimative Wein-Guide ist ein Grundlagenwerk, das sich an alle richtet, denen das vinophile Gehabe der Szene manchmal zu elitär ist und trotzdem gerne mehr über Wein erfahren wollen. Das Buch basiert auf dem amerikanischen Blog Wine Folly und kommt ähnlich unprätentiös, locker und mit netten Grafiken daher.

    USA vegetarisch

    Das Kochbuch, aus dem wir im Oktober am meisten gekocht haben, war definitiv „USA vegetarisch“. Der fünfte Band der vegetarischen Länderküche aus dem Brandstätter Verlag widmet sich einem unserer Lieblingsurlaubszielen und beweist, dass die USA kulinarisch mehr zu bieten haben als Burger, Hot Dogs & Co. Die Kürbis-Tarte daraus findet sich bereits auf dem Blog, in Kürze folgt eine ausführlichere Rezension.

    Food Gentrification

    Einen spannenden Artikel über die Auswirkungen von Hipster-Food und Food Gentrification haben wir über Vivi gefunden, auch wenn wir zugeben müssen, dem Avocado-Boom selbst ein wenig verfallen zu sein – doch auch das sollten wir wohl noch einmal überdenken.

    Hinweis: Wie oben erwähnt, wurden wir zu einigen der Veranstaltungen eingeladen – unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.
    Fotocredit: Kürbis-Foto via unsplash.com

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    Frankreich, Gegessen, Gereist, Getrunken, Mulhouse

    Kulinarisch durch Elsass & Lothringen #1: Mulhouse – Street Art, Fleischschnacka und der kleine Prinz

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    Wir lieben es, wenn uns eine Stadt überrascht. Wenn wir ohne große Erwartungen an einen unbekannten Ort kommen und dann eine schöne Ecke nach der anderen entdecken. Mulhouse, die erste Station unserer spätsommerlichen Rundreise durch das Elsass und Lothringen, ist genau so ein Fall. Fast fünf Stunden Autofahrt liegen hinter uns, als es die Stadt schafft, uns schon bei der Einfahrt in ihren Bann zu ziehen. Wir warten an einer Ampel, blicken nach rechts und stehen genau vor einem riesigen bunten Mural, das die Hauswand neben uns schmückt. Nicht die einzige Spur, die die globale Street-Art-Bewegung in Mulhouse hinterlassen hat, wie wir bald lernen werden. Zum Glück haben wir die perfekte Person gefunden, die uns einen Nachmittag lang in die Geheimnisse ihrer Stadt einführt. Martine ist nicht einfach eine Stadtführerin, sondern eine Greeterin. Dahinter verbirgt sich eine Gruppe von Einwohner_innen, die in ihrer Freizeit Tourist_innen durch ihr ganz persönliches Mulhouse führen. Jede/r setzt eigene Schwerpunkte – dabei geht es nicht darum, einen Komplettüberblick über die Stadt zu vermitteln, sondern vielmehr um die verborgenen Ecken, die geheimen Orte in der Stadt, die vielleicht nicht jede/r Besucher_in gleich auf dem Schirm hat. Eine tolle Idee und der ideale Einstieg für jeden Besuch!

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    Wir beginnen unsere Entdeckungsreise auf der Place de la Reunión. Zwischen sorgfältig renovierten farbenfrohen Renaissancegebäuden, der Kirche Saint-Étienne aus dem 19. Jahrhundert und dem roten Rathaus stehend, glaubt man kaum, dass Mulhouse auch den wenig schmeichelhaften Namen „Manchester Frankreichs“ trägt (leider ohne die musikalische Tradition des britischen Vorbilds). Im 19. Jahrhundert erlebte hier vor allem die Textilindustrie (und später der Autobau) einen massiven Aufschwung, der zwar Geld für repräsentative Gebäude in der Innenstadt oder im Villenviertel mit sich brachte, aber gleichzeitig für graue Industriekultur sorgte. Auch heute steht die Stadt für viele noch mehr für Industrie als für Kultur, was sich auf den zweiten Blick jedoch schnell revidieren lässt. Die kleine, aber feine Altstadt verbirgt neben ein paar Einkaufsstraßen auch viele Überreste der bis ins Jahr 803 zurückreichenden Stadtgeschichte. Besonders das hübsche Rathaus aus dem Jahr 1552 sticht heraus mit den Wappen der Schweizer Kantone, die auf die lange Zugehörigkeit zum Nachbarland hinweisen. Heute befindet sich im Rathaus ein Museum, in dem auch der originale „Klapperstein“ aufbewahrt wird, von dem eine Nachbildung an der Außenseite des Hauses zu sehen ist. Diesen (natürlich ziemlich schweren) Stein hatten zu früheren Zeiten Lästermäuler als Strafe fürs Schwätzen um den Hals durch die Stadt zu tragen. Heute geht es in Mulhouse allerdings etwas gesitteter zu.

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    Inzwischen ist es vor allem die Street Art, die der Industriestadt weitere Facetten verleiht. Ein jährlich stattfindendes Street-Art-Festival sorgt für stetigen Nachschub an Installationen und Graffiti in der Stadt. Auf unserer Tour entbrennt deswegen ein regelrechter Wettbewerb: wer kann mehr Kunstwerke auf den Häuserwänden (oder auch Briefkästen) der Stadt entdecken? Eine andere Greeterin, die wir während unseres Rundgangs treffen, ist von diesem Aspekt ihrer Heimatstadt sogar so begeistert, dass sie gleich einen Bildband mit den schönsten Murals herausgebracht hat. Können wir verstehen. Unser Favorit bleibt allerdings trotz der großen und schönen Auswahl bis zum Schluss El Sembrador von INTI. Es war eben Liebe auf den ersten Blick.

    Mulhouse kulinarisch

    Aber auch kulinarisch hat unser erster Stopp im Elsass viel zu bieten. Sehr viel sogar. Denn wie man uns – nicht ohne Stolz – berichtet, sei das Elsass die einzige Region Frankreichs, die für ihre großen und deftigen Portionen bekannt ist. Und wirklich: Wer mit Frankreich nur winzige Happen auf großen weißen Tellern verbindet, wird hier eines Besseren belehrt. Vielleicht sind es die harten Winter im Elsass, die die Menschen zwingen, sich ordentlich Winterspeck anzufuttern – oder eben nur ein gesunder Appetit auf Flammkuchen & Co.

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    {Le Marché de Mulhouse}

    Es gibt wohl kaum einen besseren Ort, um die kulinarischen Eigenheiten einer Stadt kennenzulernen, als die lokale Markthalle. Mit bis zu 350 Händlern ist der Marché de Mulhouse einer der größten Märkte in ganz Frankreich. Schon vor seinen Toren werden wir von der angebotenen Vielfalt fast erschlagen, denn der Markt ist unterteilt in einen überdachten Bereich im Inneren der Markthalle und einen Außenbereich mit zahlreichen Ständen im Freien. Man liest öfter mal, dass Obst und Gemüse bei vielen unserer europäischen Nachbarn eine höhere Qualität hätten, und hier glaubt man das sofort. Auswahl und Größe der Lebensmittel ist nicht mit den Produkten eines deutschen Wochenmarkts zu vergleichen. Hier darf noch etwas Erde an den Rüben hängen und auch krummes Gemüse türmt sich vor den Käufern. Und der Geruch! Ein riesiges Kräutermeer erstreckt sich über die Tische und verströmt einen fast unwiderstehlichen Duft. Schade, dass unser Hotelzimmer keine Küche hat, denn wir würden am liebsten den ganzen Rucksack vollpacken und uns an den Herd stellen. Gute Angebote findet man hier außerdem, besonders gegen Marktende, wenn überall kleine Körbe an den Ständen auftauchen, in denen leicht angehauenes Gemüse für 1-2€ pro Körbchen angeboten wird. Besonders lachen uns die für das Elsass so typischen saftigen Zwetschgen an und auch die Kaktusfeigen (die hier Figue de barbarie heißen) lassen uns das Wasser im Mund zusammenlaufen. Ähnlichen Verlockungen sind wir in der Halle ausgesetzt. Hier wechseln sich lokale Anbieter von Wurst, Käse, Bredele, Honig und anderen (teilweise auch internationalen) Spezialitäten ab und spiegeln z.B. in den zahlreichen Gewürzständen auch die Einwanderungsgesellschaft der Stadt wider. Die Marktbetreiber achten bei der Auswahl der Anbieter stark auf Qualität und Abwechslung und prüfen die Bewerbungen für die heiß begehrten freien Plätze gründlich. Le Marché de Mulhouse //

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    {FoodLink}

    Der Food-Truck ist einer von sechs Street-Food-Ständen, die hungrige Marktbesucher_innen mit Essen versorgen, und eine wahre Besonderheit im fleischfixierten Frankreich. Die beiden Betreiber bieten ausschließlich vegane Produkte an und leisten damit laut eigener Aussage echte Pionierarbeit im Elsass. „We do what we love“, antworten sie, als ich sie nach der Resonanz frage und auch die Rückmeldung der Kunden sei mehr als positiv. Es ändere sich langsam, aber sicher etwas im Bewusstsein der Franzosen. Ein Lichtblick, denn im Laufe unserer Reise haben wir den Eindruck, dass die Änderungen sehr, sehr langsam verlaufen und selbst vegetarisches Essen für viele Restaurants eine schier unmögliche Aufgabe darstellt. FoodLink zeigt sich hier fortschrittlich und die Veggie-Salat-Box und der Wrap de la mer mit Gemüse und Algen (jeweils 6€) sind ein leckerer, leichter Snack nach dem Marktbesuch. FoodLink // Vor dem Marché de Mulhouse und an anderen wechselnden Standorten.

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    {Au Bouton d’Or}

    Das hübsche gelbe Häuschen auf der Place de la Reunión, das den Namen Butterblume ziert, beheimatet im Untergeschoss ein wahres Käseparadies. Im Au Bouton d’Or findet man von Bibeleskäs bis Münster alle typischen Sorten der Region und mindestens alle anderen 363 Käsesorten, die Frankreich so zu bieten hat. Au Bouton d’Or // 5, Place de la Réunion, Mulhouse.

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    {Atelier des Glaces}

    Während unserer Stadtführung kommen wir in der Altstadt am Atelier des Glaces vorbei. Ein kurzer Blick genügt und Sabrina erspäht ein in Deutschland kaum erhältliches Lakritzeis, das unbedingt probiert werden muss. Um auch mich glücklich zu stimmen, bringt sie mir eine Kugel Brombeereis mit. Während wir zufrieden an unserem Eis schlecken, entfacht zwischen unseren beiden französischen Begleiterinnen eine Diskussion um die beste Eisdiele der Stadt. Das Atelier des Glaces vs. Engel’s Coffee in der Maison Engelmann. Leider sind unsere Eiskugeln zu groß, um im zweiten Eisladen einen Direktvergleich anzutreten. Atelier des Glaces // 14, rue Henriette, Mulhouse.

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    {Maison Engelmann}

    Noch relativ jung ist die Maison Engelmann, die eine Galerie mit kleinen, feinen Geschäften und Feinkostläden beheimatet wie die Pâtisserie Dany Husser mit ihren süßen Wunderwerken, eine Weinhandlung, eine große Buchhandlung und andere nette Läden. Wir schaffen zwar keine zweite Kugel Eis, doch die Erinnerung an das hausgemachte Schokoladen-Rotwein-Eis von Engel’s Coffee löst bei unserer Stadtführerin große Begeisterung aus. Maison Engelmann // Rue du Moulin, Mulhouse.

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    {La Quille}

    Es könnte wohl keinen besseren Ort geben, um am frühen Abend nach einer ausgiebigen Stadttour etwas runterzukommen, als diese Weinbar am Rande der Altstadt. Bei gutem Wetter sitzt man am besten draußen und bewundert die regelmäßig wechselnde Street-Art-Installation an der gegenüberliegenden Hauswand. Wir sind froh, uns bei der Weinauswahl auf die fachkundige Beratung des Besitzers verlassen zu können. Rund 500 verschiedene Sorten lagern im Weinkeller – genügend Auswahl für die ebenfalls regelmäßig angebotenen Weinproben. Wir bekommen einen leichten, lieblichen Riesling aus dem Elsass, der perfekt als Aperitif zu unserem ersten Abend in Frankreich passt. Begleitet wird der Wein von einigen Holzplatten mit hervorragenden regionalen Käsesorten, Wurst aus dem Elsass und ein paar Lachsbroten. Käse, Wein und ein lauer Spätsommerabend – so ungefähr hatten wir uns unseren Frankreichaufenthalt vorgestellt. Santé! Eine zweite Filiale gibt es übrigens im Metz. La Quille //10 rue de la Moselle, Mulhouse.

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    {Le Cellier}

    Ein paar Schritte von der Innenstadt entfernt, finden sich am Ende der Rue des Trois Rois gleich mehrere Restaurants, darunter auch Le Cellier – der Keller. Zum Glück dürfen wir draußen sitzen und dort beste Elsässer Spezialitäten ohne unnötigen Touristenkitsch genießen. Zwar ist die vegetarische Auswahl nicht besonders groß, aber es gibt sehr guten Flammkuchen mit Münsterkäse. Damit man den dünnen Fladen möglichst frisch und warm genießen kann, wird er nacheinander in zwei Hälften serviert – eine wirklich gute Idee! Ich muss natürlich die lokale Spezialität probieren, die wir bei unserer Greeterin schon investigativ in Erfahrung bringen konnten: Fleischschnacka. Dahinter verbirgt sich genau das, wonach es klingt: eine Teigschnecke, die mit Fleisch gefüllt ist. Serviert wird die sehr würzige Kalorienbombe traditionell in einem Teller Brühe, und glaubt mir, deftiger geht es kaum. Schade eigentlich, denn die Desserts, die an uns vorbeigetragen werden (Pfirsich Melba ist im Elsass noch immer in Mode), sehen mehr als gut aus, aber unsere Bäuche haben sich noch nicht an die lokalen Portionsgrößen gewöhnt. Le Cellier // 4, rue des Trois Rois, Mulhouse.

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    {La Taverne de l’Écomusée}

    Das zum Écomusée d’Alsace gehörende Restaurant überzeugt uns schon beim Eintreten, denn wir werden von einer großen Kuchentheke empfangen. Die Hauptspeise darf also nicht zu groß ausfallen, schließlich soll noch etwas Platz für den Nachtisch sein. Ehrlicherweise waren unsere Erwartungen an die Taverne nicht besonders hoch, richtet sich das Angebot doch hauptsächlich an die Parkgäste. Uns kommen sofort Erinnerungen an lieblose Mahlzeiten in den Freizeitparks unserer Kindheit in den Sinn, allerdings werden wir schon beim Blick in die Karte des bis auf den letzten Platz gefüllten Restaurants positiv überrascht. Zwar gibt es (passend zum Park) typische deftig-elsässische Küche, aber eben oft mit einem kleinen Dreh. Der Flammkuchen mit Lachs, Kapern und Zitronenzeste ist nicht gerade alltäglich und schmeckt hervorragend. Die Variante mit frischen Pilzen und Zwiebeln kann glücklicherweise ohne Speck bestellt werden und überzeugt ebenfalls. Zudem gibt es eine erstaunlich gute Bierauswahl, sodass man sich bereits beim Mittagessen durch verschiedene Craft-Biere der Region probieren kann. Wie geplant lassen wir Platz für den Nachtisch – das ist auch nötig, denn die Kuchenstücke (Apfel-Zimt und Preiselbeere) sind riesig und erfüllen unsere Erwartungen voll und ganz. Die Preise sind für ein Lokal, das durch die Anbindung an den Park ein gewisses Monopol hat, erstaunlich fair und nicht höher, als in ähnlichen Restaurants in Mulhouse. La Taverne de l’Ecomusée // Chemin du Grosswald, Ungersheim.

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    {Peonia at Home}

    Ein richtiger Geheimtipp versteckt sich hinter Peonia at Home mitten in Rebberg, dem Villenviertel der Stadt, in dem die durch die Industrie reich gewordenen Bürger_innen im 19. Jahrhundert ihre Häuser errichten ließen. Auch diese Villa, die heute ein Bed & Breakfast beherbergt, gehörte einst Textilfabrikanten, der Familie Dreyfus. Heute empfängt das italienisch-französische Architektenehepaar Andréa und Antonio D’Onghia im opulent eingerichteten Salon nicht nur Übernachtungsgäste, sondern bekocht auf Anfrage auch andere Besucher_innen. Die Hausherrin ist Autodidaktin, ihre italienisch-mediterrane Küche köstlich und zudem eine perfekte Abwechslung von den doch eher deftigen elsässischen Gerichten. Aber nicht nur das Essen ist hervorragend, auch die Tischgesellschaft. Antonios Bruder (zufällig Besitzer des einzigen 2-Sterne-Restaurants der Stadt Il Cortile), seine elsässische Frau und die Tochter der Köchin, die in Südamerika aufwuchs und sich mit uns den ganzen Abend auf Spanisch unterhält, sorgen für ein babylonisches Sprachgewirr am Tisch. Auch wenn uns nach dem ständigen Wechsel zwischen Französisch, Spanisch, Italienisch, Deutsch und Englisch am Ende der Kopf ein wenig dröhnt, ist es ein perfekter Abend. Dazu trägt nicht zuletzt das viergängige Menü bei. Die Gazpacho mit Basilikum wird mit Strohhalm serviert, die hausgemachte Pasta mit Pesto ist auf den Punkt abgeschmeckt, der Fisch ist perfekt gegart, die Auberginenlasagne unglaublich intensiv und die knackigen Bohnen mit Knoblauch viel zu gut, um sie nur als Beilage zu bezeichnen. Die abschließende Rhabarbertarte mit Beerensorbet, Rosenblüten und Bergamotte ist zwar fast zu viel, aber auch viel zu lecker, um den Teller nicht restlos leer zu kratzen. Mehr als glücklich und beseelt ob der herzlichen Gastfreundschaft verlassen wir das Haus und machen uns auf den Rückweg in Richtung Altstadt. Peonia at Home // 48, Boulevard Léon Gambetta, Mulhouse.

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    {Und sonst so?}

    Mulhouse hat erstaunlich viele Museen zu bieten, die vor allem die Industriegeschichte der Region aufarbeiten. Ein besonderer Publikumsmagnet ist das größte Automobilmuseum der Welt – die Cité de l’Automobile. Da unsere Herzen jedoch mehr für Künstlerisches als für Autos schlagen, geben wir dem Stoffdruckmuseum den Vorzug. Aber auch das größte Freilichtmuseum Frankreichs und der noch recht neue Parc du Petit Prince liegen nicht weit entfernt und sind definitiv einen Abstecher wert.

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    {Musée de l’Impression sur Étoffes}

    Auch das Stoffdruckmuseum greift die Geschichte der Stadt als Industriemetropole auf. Die Dauerausstellung ist nicht riesig, aber mit vielen alten Maschinen, hübschen Stoffen, erklärenden Filmen und Bildern aus allen Epochen der Textilherstellung auch für Laien mehr als interessant. Dazu kommen verschiedene Wechselausstellungen, die besondere Aspekte vertiefen. Während unseres Besuchs ist die Ausstellung Chantal Thomass gewidmet und es ist äußerst schade, dass wir nicht noch mehr Zeit haben, uns die spannend gestaltete Retrospektive intensiver anzuschauen. Das Museum bietet auch Workshops an, in denen man die Geheimnisse des Textildrucks ganz praktisch erleben und unter Anleitung selbst Stoffe bedrucken kann. Das klingt so spannend, dass wir gleich den ganzen Vormittag damit verbringen. Dabei arbeitet man mit den originalen Holzstempeln, die alle weit über 100 Jahre alt sind und bekommt so einen Eindruck von der Arbeit, die Mulhouse zu Beginn der industriellen Revolution berühmt gemacht hat. Unter Anleitung einer lokalen Künstlerin bekommen wir alles genau erklärt und können am Ende unsere eigenen (mehr oder weniger gelungenen) bedruckten Küchenhandtücher mit nach Hause nehmen. Stoffdruckmuseum // 14, rue Jean-Jacques Henner, Mulhouse.

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    {Écomusée d’Alsace}

    Das seit den 80er-Jahren bestehende Freilichtmuseum verdankt seine Existenz einer Gruppe von Studierenden. Diese hatten traditionelle elsässische Häuser, die vom Abriss bedroht waren, auf ein brachliegendes Industriegelände umsiedeln lassen und legten somit den Grundstein für das Museum. Heute findet man 20 Autominuten vor Mulhouse ein riesiges Gelände, auf dem ein echtes elsässisches Dorf aus dem frühen 20. Jahrhundert aufgebaut wurde und über 70 historische Gebäude besichtigt werden können. Hier stehen nicht nur einfache Hütten, sondern ganze Bauernhöfe, verschiedene Werkstätten, ein Wehrturm und kunstvoll verzierte Fachwerkhäuser. 200 Freiwillige sorgen zudem dafür, dass man die Alltagsgeschichte des Elsass hautnah erleben kann. Auch wir bekommen historische Kopfbedeckungen aufgesetzt, die uns allerdings deutlich schlechter stehen, als den Schmieden, Köchinnen und Bäuerinnen, die im Park ihr Handwerk zeigen. Leider spielt das Wetter bei unserem Besuch nicht so recht mit, sodass wir die vielen Aktivitäten gar nicht gebührend wahrnehmen können: Spaziergänge mit dem Imker, Stocherboottouren oder Ausflüge mit dem Traktor aufs Feld – im Écomusée kann man ohne Probleme einen ganzen Tag verbringen. Darüber hinaus gibt es viele Stationen und wechselnde Ausstellungen, bei denen man Spannendes über die Region erfährt. Die schnarchenden Schweine und um frische Kuhmilch bettelnden Enten haben es uns ganz besonders angetan. Écomusée d’Alsace // Chemin du Grosswald, Ungersheim.

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    {Parc du Petit Prince}

    Gleich nebenan hat 2014 ein Freizeitpark eröffnet, der sich ganz Antoine de Saint-Exupérys berühmten (Kinder-)Buch Der kleine Prinz widmet. Zwischen den beiden Parks führt ein 15-minütiger Fußweg durch idyllische Landschaft, doch bequemer ist es, die kostenlose Pferdekutsche zu besteigen, die zwischen beiden Einrichtungen hin- und herpendelt. Auch wenn die Lektüre des Buchs bei uns ziemlich lange her ist, kommen nach den Eintritt in den Park doch einige Erinnerungen hoch. Die vielen Begegnungen des kleinen Prinzen werden hier in Form von einzelnen Attraktionen nachgestellt. Sofort ins Auge sticht der große Heißluftballon, mit dem man sogar in die Luft steigen kann (der Park wurde vom Besitzer einer Heißluftballonfabrik erbaut). Leider ist der Wind zu stark und so müssen wir mit der „Aerobar des Trinkers“ vorliebnehmen, einer Bar, mit der man 35 Meter in die Höhe steigt und bei einem Drink den tollen Blick auf das Elsass und die Vogesen genießen kann. Insgesamt richtet sich der Park jedoch vor allem an (französische) Familien, die das Buch lieben. Alle anderen sollten sich überlegen, ob ihnen die (recht gemütliche) Reise ins Reich des kleinen Prinzen wirklich 20€ wert ist. Parc du Petit Prince // Ungersheim.

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    {Übernachtung}

    Übernachtet haben wir in Mulhouse im Hotel Kyriad, das vor allem aufgrund seiner zentralen Lage in der Fußgängerzone besticht. Ansonsten ist das Haus etwas in die Jahre gekommen und bietet den üblichen Standard eines 3-Sterne-Hotels. Wer sich dagegen etwas Besonderes gönnen möchte, sollte im bereits erwähnten Bed & Breakfast Peonia at Home ein Zimmer reservieren. Man merkt dem Haus und seinem japanischen Garten die Handschrift des Architekten an, der in den wenigen Zimmern und Appartements auf jedes Detail geachtet hat. Fast jede Ecke schmückt ein Kunstwerk, darunter viele Designklassiker und Originale von Le Corbusier. Besser und stilvoller lässt es sich in Mulhouse vermutlich nicht übernachten. Hotel Kyriad Mulhouse Centre // 15, Rue Lambert, Mulhouse & Peonia at Home // 48, Boulevard Léon Gambetta, Mulhouse.

    Hinweis: Mit diesem Beitrag nehmen wir am French City Award 2016 teil, der vom französischen Tourismusamt ausgerufen wurde. Herzlichen Dank an Atout France und Visit Mulhouse für die Einladung und Unterstützung. Unsere Meinung bleibt dabei, wie immer, unsere eigene.

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    Gegessen, Gereist, Österreich, Zillertal

    Ein Wochenende im Zillertal: Wohlfühlen im Posthotel, Wandern in Klein Tibet

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    Lang geplante Wander- und Wellnesswochenenden starten bei uns für gewöhnlich mit Regen. Das kennen wir schon und trotzdem nervt es, dass Regen und Wolken die Sicht auf die Tiroler Berge vernebeln, als wir in Richtung Süden aufbrechen. Glücklicherweise haben wir es nicht weit – gerade einmal gute 1,5 Stunden brauchen wir von München mit dem Auto zu unserem Ziel in Österreich: DasPosthotel in Zell am Ziller, im schönen Zillertal. (Das waren ganz schön viele Z in einem Satz.) Doch der Regen kann unserer Stimmung nichts anhaben, denn es lockt die Gewissheit, dass wir spätestens am Nachmittag in Bademänteln und -schlappen durch den Spa-Bereich des Hotels schlurfen werden.

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    DasPosthotel: nachhaltig & modern

    Doch zuerst werden wir im Posthotel mit einem wärmenden Cappuccino begrüßt und warten in der hübschen Lobby, die mit ihrer Dschungeltapete, den bunten Polstermöbeln und der kleinen Bibliothek gleich ein gemütliches Wohnzimmer-Feeling verbreitet, während unser Check-in vorbereitet wird. Hier – wie auch in allen anderen Bereichen des Designhotels – trifft Tiroler Tradition auf modernen Lifestyle. Antiquität steht neben Designermöbel, rustikale Holzelemente vereinen sich mit urbanem Flair. Jupp, gefällt uns sehr, was wir hier sehen! Freundlich in Empfang genommen werden wir auch von Karin, der gemütlichen Hundedame des Hauses. In den kommenden drei Tagen wird das Bauchkraulen des Schlappohrs zum festen Bestandteil unseres Tages gehören. Auch sie ist Mitglied der Familie Binder-Egger, die das Hotel bereits seit drei Generationen führt. Davon zeugen auch zahlreiche Familienfotos, die den Wandel des einst rustikalen Gasthofs zum modernen Biohotel dokumentieren.

    Heute setzt das Hotel einen besonderen Fokus auf Nachhaltigkeit und Regionalität. Das im ganzen Hotel präsente Holz stammt aus nachhaltiger Forstwirtschaft, Energie wird aus erneuerbaren Quellen gezogen, verwendete Produkte und Materialien kommen vorwiegend aus der Region. Auch wenn den Fotos nach zu urteilen heute kaum noch etwas an den alten Gasthof erinnert, zeigt sich DasPosthotel traditionsverbunden und ist mit der Verwendung der vielen Holzmaterialien dem alpinen Stil des Vorgängers in gewisser Weise treu geblieben. Dieser setzt sich auch in den Zimmern und Suiten fort.

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    Wohnen im Tal

    „Zemmgrund 2“ heißt unsere Unterkunft – deren klangvollen Namen wir in den nächsten Tagen noch einige Male vergessen werden. Benannt ist sie – wie alle Suiten – nach einem Tal in der Umgebung. Hinter unserer Tür verbirgt sich eine der individuell eingerichteten,farbenfrohen Suiten mit eigener Küchenzeile (inklusive Kaffee- und Spülmaschine – hurra!), offenem Wohn-Ess-Bereich, gemütlichem Schlafzimmer, einem Badezimmer mit hübschen Mosaikfliesen und einem zusätzlichen WC. Auf den geräumigen 43m² fühlen wir uns sofort mehr als wohl! Besonders gut gefallen mir kleine aufmerksame Extras – wie zum Beispiel ein eigenes Tablet, das neben vielen Infos zum Hotel und zu den angebotenen Spa-Treatments auch eine App zur Region anbietet, mit der man seine Ausflüge in die Umgebung bestens planen kann. Außerdem hat jeder Gast die Möglichkeit, aus fünf verschiedenen Füllmaterialien ein individuelles Kissen für die Nacht auszuwählen. Erholsamer Schlaf ist somit quasi garantiert.

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    Entspannen im Boutique-Spa

    Doch spätestens als wir auf unserem großen Balkon stehen, die Regenwolken über uns und den Pool unter uns erblicken, ist klar, was zu tun ist: Ab in die Bademäntel, denn den restlichen Freitag werden wir im Boutique-Spa verbringen. Keine schlechte Entscheidung, denn zwischen Sauna, Dampfbad, Pool und Ruheraum lässt sich der Stress der Arbeitswoche perfekt vergessen. Wir starten mit einer Rücken- bzw. Kopf- und Nackenmassage, auf die wir uns schon seit Tagen gefreut haben. Wir bekommen sogar eine Massage mit Ausblick, denn die große Fensterfront eröffnet einen herrlichen Blick auf den Ort und die Berge. Es folgen 25 Minuten absolute Entspannung, was Besseres hätte uns in diesem Moment wohl nicht passieren können. Weil’s so schön ist (und ich endlich mal Zeit habe), wird gleich das volle Programm gebucht und ich wähle aus den vielen unterschiedlichen Anwendungen auch noch eine 50-minütige Gesichtsbehandlung mit Bio-Kosmetik inklusive Peeling, Tiefenreinigung, Massage und Maske.

    Eigentlich könnte das den ganzen Tag so weitergehen. Ich schaffe es aber, mich loszureißen und mache mich tiefenentspannt auf in Richtung Pool, wo der Mann sich schon seit einer kleinen Ewigkeit im blubbernden Whirlbereich einweichen lässt. Obwohl es draußen ungemütlich ist, lässt es sich im warmen Außenpool ganz wunderbar aushalten, vor allem, wenn man ein so spektakuläres Bergpanorama vor sich hat. Fast noch beeindruckender als der Pool ist die wunderschöne Saunalandschaft im Untergeschoss, die mit erstaunlich vielen Angeboten lockt. Auch hier ist alles ganz modern und richtig schön mit vielen Holzelementen und Mosaikfliesen gestaltet. Bio-Saunen, finnische Saunen, Dampfbäder, Infrarotkabine – gut, dass wir hier drei Tage verbringen und so fast alles ausprobieren können. Wer mutig ist, kann sich nach dem Saunieren am Eiswürfelbrunnen abkühlen. Ich bin es nicht und schnappe mir nach einer weniger herzinfarktherausfordernden Abkühlung einen der dort angebotenen Tees und döse noch ein bisschen auf dem Wasserbett im Ruhebereich.

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    Regionale Köstlichkeiten

    Von jetzt auf gleich werden wir von einem unbändigen Hungergefühl überrollt – das viele Schwimmen, Schwitzen und Entspannen ist schließlich anstrengend. Gut, dass DasPosthotel auch ein hervorragendes Restaurant sein Eigen nennt. Wer Halbpension gebucht hat, kommt jeden Abend in den Genuss eines viergängigen Menüs im Wintergarten des Restaurants „HeLeni“. Auch auf Vegetarier_innen und Menschen mit Unverträglichkeiten ist man hier bestens eingestellt. Wie in vielen anderen Bereichen des Hotels, wird auch hier größter Wert auf Regionalität und Bio-Qualität gelegt. Hier startet jeder Abend mit frisch gebackenem Brot aus dem hauseigenen Ofen, der in der Lobby stets für einen wohligen Brotduft sorgt. Dazu kommt ein nettes Arrangement mit Bärlauchbutter, Gemüsesticks, Ölen und Kresse zum selbst ernten. An unseren beiden Abenden folgen vier wunderschön angerichtete Gänge – von Pfifferlingssülzchen mit frischem Majoran über Parmesanschaumsuppe, Lachsforelle mit Gemüsegnocchi und vegetarische Pastavariationen mit köstlichen Gemüsefüllungen bis hin zu hervorragender Waldbeermousse mit Minzsorbet. Ein bisschen Platz im Magen sollte man aber noch lassen, denn zu guter Letzt präsentiert Chefkoch Lukas Mölk hausgemachte Pralinen, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

    Wir beschließen, uns nach dem opulenten Dinner noch etwas die Füße zu vertreten und uns das Örtchen Zell ein wenig näher anzusehen. Da das Hotel so zentral liegt, befinden wir uns nach ein paar Schritten bereits mitten im Geschehen – denn offenbar sind wir ausgerechnet am Abend der Abende im Zillertal gelandet. Von allen Seiten dringt Musik zu uns, der halbe Ort scheint unterwegs zu sein und alle zieht es in eine Richtung: zum großen Open-Air-Konzert mit den Zillertaler Haderlumpen. Wie? Ihr kennt solche Hits wie „Lumpenparty“ etwa nicht? Okay, wir bis dahin auch nicht, schlafen aber am Abend amüsiert (und leicht verstört) mit einem Ohrwurm ein.

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    Der nächste Tag bringt endlich die erhoffte Sonne und den blauen Himmel zum Vorschein – beste Voraussetzungen, um den Tag mit einer morgendlichen Schwimmrunde zu beginnen! Da wir die Berge heute nicht nur aus der Ferne anhimmeln wollen, ist eine gute Stärkung nötig. Die finden wir am opulenten Frühstücksbuffet, das von Obst, selbst gebackenem Brot, verschiedenen Müslivarianten bis hin zu Käsesorten aus der Region so ziemlich alles bietet, was man sich nur wünschen kann. Kaffee, Kräuteromelett und andere Eierspeisen können direkt am Tisch bestellt werden. Der Service, darunter viele junge Aushilfen, ist – wie auch am Abend zuvor – sehr freundlich, wirkt aber oft auch etwas unerfahren und unsicher. Das Wetter ist bestens und wir beschließen, draußen an einem der Tische am Pool zu frühstücken und dabei unseren Ausflug in die Berge zu planen. Da wir keine Wintersportler sind und Schnee und dem Winter allgemein eher skeptisch gegenüberstehen, freut es uns umso mehr, dass das Zillertal auch von Frühling bis Herbst so viel Tolles zu bieten hat.

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    Klein Tibet mitten im Zillertal

    Die Auswahl an Wandergebieten ist wirklich riesig und wir haben Schwierigkeiten, uns für ein Ziel zu entscheiden. Glücklicherweise gewinnt der Zillergrund, denn am Ende des Tals lockt auf 1850 m nicht nur ein türkisblauer Stausee, sondern auch ein Stückchen Himalaya. Klein Tibet nennt sich das von Bergspitzen umgebene Fleckchen, das sofort unsere Neugier weckt. Mit dem Auto fährt man eine nicht allzu kurvige Straße bis zur Bärenbadalm in Mayrhofen (am besten nicht zu spät, es wird täglich nur eine begrenzte Anzahl an Autos hinaufgelassen). Gleichzeitig sollte man für den Weg aber ein bisschen Zeit einplanen, denn die Landschaft bietet wunderschöne Ausblicke und fotogene Kuhherden am Straßenrand. Ab der Bärenbadalm geht es für Autos nicht mehr weiter, stattdessen wechselt man in den Bus, der dort etwa alle 20 Minuten abfährt, oder nimmt den ca. 1,5-stündigen steilen Fußweg auf sich. Die Wartezeit an der Bushaltestelle lassen wir uns von ein paar fröhlich meckernden Ziegen versüßen. 15 Minuten und einige enge Kurven später befinden wir uns oberhalb der Baumgrenze und blicken zunächst auf die Staumauer, die sich grau und eindrucksvoll vor uns erhebt. Bisher lässt sich der Tibetbezug trotz imposanter Bergkulisse nur mühsam erahnen. Doch neben der Staumauer führt ein langer, dunkler, tropfender Tunnel in den Berg, und wir sind uns sicher, dahinter muss es sein! Und wirklich, als wir die feuchte Kühle des Berges hinter uns lassen, entfaltet sich vor uns die volle Pracht der sommerlichen Bergwelt. Das türkise Wasser des Stausees, der strahlend blaue Himmel und das satte Grün der Berghänge ziehen uns sofort in ihren Bann.

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    Ab hier können Wanderungen mit unterschiedlichen Längen und Schwierigkeitsgraden begonnen werden. Zwar klingt die recht steile Wanderung mit Abstecher zur Plauener Hütte verlockend, doch wir entscheiden uns für den etwas harmloseren Weg am See entlang. Auf einem breiten Schotterweg wandern wir ins Tal hinein und schon bald wird klar, dass die Region sich alle Mühe gibt, ihrem Namen gerecht zu werden. Erste Gebetsfahnen überspannen den Weg und Zitate des Dalai Lama sowie mehr oder weniger tiefsinnige Sprüche schmücken die Felsen. Am Wegesrand laden Sitzmöglichkeiten mit Namen wie „Das schaff ich noch Bankl“ zum Ausruhen und die herrliche Aussicht genießen ein. Als uns die Sonne zu sehr zusetzt, können wir uns glücklicherweise einfach unter einem der zahlreichen Wasserfälle abkühlen, die den See versorgen und neben dem Wanderweg donnernd in die Tiefe stürzen.

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    Nach 60 Minuten sind wir am Ende des Stausees angelangt und nun wirklich mitten in einem Gebiet, das an Tibet erinnert. Nur die Glocken irritieren etwas, die eine Gruppe junger und sehr verschmuster Kühe ankündigen. Wie aus dem Nichts taucht plötzlich die Hohenau Alm vor uns auf, die perfekt in die schroffe Berglandschaft eingebunden ist und deren Besitzer Gebetsmühlen, -Fähnchen & Co. aus Tibet mitgebracht hat, um Hütte und Weg entsprechend zu dekorieren. In den Sommermonaten werden hier Wanderer_innen und Mountainbiker_innen mit Nahrung versorgt. Selten hat ein Radler (4,20€) so gut geschmeckt wie hier – an die groben Steine der urigen Hüttenwand gelehnt und mit Blick auf die schneebedeckten Gipfel der Alpen. Ebenso gut ist die frische Buttermilch mit Beeren (3€) und die liebevoll angerichtete Käseplatte mit Käsesorten aus der Region, Brot, knackigem Gemüse, Trauben und Nüssen (7,90€). Da wir den letzten Bus des Tages auf keinen Fall verpassen möchten (vorher unbedingt die Abfahrtszeiten checken!), müssen wir früher als uns lieb ist wieder los – besuchen aber vorher noch das Toilettenhäuschen mit dem wohl schönsten Ausblick überhaupt. Wir kraulen ein letztes Mal die Kühe, die sich mitten auf unseren Weg gelegt haben, werden noch ein Stückchen von den auf der Hohenau Alm lebenden Schweinen begleitet und machen uns auf in Richtung Staumauer. Die Abkühlung im Hotelpool und das Abendessen haben wir uns nun auf jeden Fall verdient.

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    Abkühlung unter den Krimmler Wasserfällen

    Auch der nächste Morgen startet schon wieder im Pool (wir können nicht anders!) und mit einem hervorragenden Frühstück. Wir verabschieden uns im Posthotel und machen uns auf zum nächsten Ausflugsziel und einer der größten Attraktionen der Umgebung: die Krimmler Wasserfälle. Vom Hotel in Zell aus sind sie mit dem Auto in gut 50 Minuten durch eine wunderschöne, aber auch extrem kurvenreiche Berglandschaft zu erreichen. Die vielen Serpentinen setzen mir ein wenig zu und ich bin froh, als wir die letzte Kuppe überqueren und das Wasser bereits aus der Ferne in die Tiefe stürzen sehen. Es ist Sonntag, das Wetter könnte nicht besser sein – uns war klar, dass wir wohl nicht die Einzigen sein würden, die ausgerechnet an diesem Tag die höchsten Wasserfälle Europas besuchen wollen. Doch die Anzahl der vielen Besucher erschreckt uns dann doch ein wenig. Wer also lieber ohne Menschenmassen die imposanten Wasserfälle betrachten möchte, sollte lieber eine Wanderung auf einen der zahlreichen Berggipfel unternehmen. Alle anderen müssen sich das Naturschauspiel zwar teilen, aber die riesigen Wassermengen, die mit ungeheurer Wucht herabstürzen und sich in feinstem Wasserdampf verlieren, sind trotzdem wahnsinnig beeindruckend. Wir klettern auf den glitschigen Steinen herum, freuen uns über die Abkühlung und versuchen, das Spektakel irgendwie mit der Kamera einzufangen (die nach wenigen Minuten allerdings genauso durchnässt ist wie wir). Wer mag, kann noch zum oberen Ende der Fälle wandern (etwa 1 Stunde pro Weg) und von dort den Ausblick über das Tal genießen. Dort nimmt auch die Zahl der Besucher_innen merklich ab.

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    Im Käserausch

    Natürlich verlassen wir Tirol nicht ohne ein kulinarisches Mitbringsel! Zwischen Zell am Ziller und Mayrhofen entdecken wir die ErlebnisSennerei Zillertal und beschließen nach einem Blick auf die tolle Käseauswahl, dort auch mittagzuessen. Die Gerichte auf der Karte klingen ausnahmslos großartig. Besonders die Schliachternudeln mit Graukäsesauce (9,50€) machen uns neugierig und schmecken hervorragend. Um besser entscheiden zu können, welche Käsesorten mit nach München sollen, bestelle ich einen kleinen Käseteller (9,20€) und eine frische Buttermilch. Im Anschluss eskalieren wir ein wenig im dazugehörigen Shop, der ein riesiges Sortiment an Käsesorten, Milchprodukten und anderen Spezialitäten aus der Region anbietet. Mit Edelschaf und Edelziege im Gepäck machen wir uns zurück auf den Weg nach München und sind ganz sicher, dass wir schon bald ins wunderschöne Zillertal zurückkommen werden!

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    DasPosthotel
    Rohrerstraße 4
    6280 Zell im Zillertal
    Österreich
    www.zillerseasons.at/das-posthotel

    Zimmer ab 86€, Suiten ab 115€ pro Person/Nacht inkl. Frühstück

    Dieser Beitrag beinhaltet Werbung: Vielen Dank an DasPosthotel für die Einladung ins Hotel und das schöne Wochenende im Zillertal! Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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