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Sabrina

    Gekocht

    Winterinspiration: Pastinakensuppe mit Gruyère, Nuss-Zitronen-Gremolata & Pastinakenchips

    Pastinakensuppe mit Gruyère, Nuss-Zitronen-Gremolata und Pastinakenchips Rezept Feed me up before you go-go

    Da ist es nun, das neue Jahr, und ist eigentlich schon voll im Gange. Doch entgegen der Annahme, dass sich so ein jungfräuliches Jahr wie ein leeres Blatt Papier blitzschnell mit frischen Ideen und kreativen Gedanken befüllen lässt, herrscht hier nur verschlafenes Gähnen im Kopf. Vielleicht ist es die dicke Schneedecke, die die guten Einfälle seit Wochen begräbt oder die ersten Präsymptome der Frühjahrsmüdigkeit – von Inspiration jedenfalls keine Spur. Das gilt auch und ganz besonders fürs Kochen, mit dem wir in den ersten Januarwochen sicherlich keinen Innovationspreis gewinnen. Es wird auf Altbewährtes zurückgegriffen, auf Gerichte, die hier im Haus ein Schattendasein fristen und eigentlich nur bei akutem Zeitmangel oder Inspirationsnotfällen in die Küche gelassen werden. Oder wir klammern uns pedantisch an Rezepte aus viel zu lange ungeblätterten Kochbüchern – doch simpel muss es sein, darf bloß nicht überfordern. Eine Suppe klingt machbar, mit Wintergemüse wie Pastinaken, etwas Kurkuma und darin schmelzendem Gruyère, so wie sie bei Nigel Slater zu finden ist. Und dann kommt sie, die Unfähigkeit, sich eins zu eins an Rezepte zu halten, denn ein kleines Topping könnte die Pastinakensuppe ja schon vertragen. Uns kommen vor Ewigkeiten gepostete Rezepte in den Sinn, wir klauen uns die Gremolata von damals und ergänzen sie um knusprige Pastinakenchips. Vielleicht ist das ja schon ein erster Schritt heraus aus dem Inspirationsloch, vielleicht taut eine wärmende Suppe auch endlich die Gedanken auf. Und falls die Ideen immer noch nicht sprudeln wollen, fragen wir Julia einfach mal, ob sie uns ihre Karten leiht.

    Pastinakensuppe mit Gruyère, Nuss-Zitronen-Gremolata und Pastinakenchips Rezept Feed me up before you go-go

    Pastinakensuppe mit Gruyère, Nuss-Zitronen-Gremolata und Pastinakenchips (für ca. 3 Personen):

    4 mittelgroße Pastinaken (ca. 540 g)
    2 Schalotten
    1 EL Olivenöl
    50 g Butter
    1 Knoblauchzehe
    2 TL Mehl
    1/4 TL getrocknete Chiliflocken
    1/2 TL Kurkuma
    1 l Gemüsebrühe
    120 ml Sahne
    2-3 TL Senf
    100 g Gruyère, gewürfelt
    Salz, Pfeffer

    Für die Gremolata

    15 g Haselnüsse
    1/2 Knoblauchzehe
    1 Handvoll Petersilie
    1 TL abgeriebene Zitronenschale
    Salz

    1. Den Backofen auf 220 °C vorheizen. Die Pastinaken schälen. Von zwei Pastinaken jeweils das hintere Viertel abschneiden und diese in feine Scheiben schneiden. Die Scheiben auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen, Olivenöl darüberträufeln, etwas salzen und im Ofen etwa 10-15 Minuten kross backen (zwischendurch ruhig mal wenden), dann zur Seite stellen. In der Zwischenzeit die restlichen Pastinaken in grobe Stücke scheiden. Die Schalotten schälen und ebenfalls grob hacken.

    2. Die Butter in einem großen Topf schmelzen lassen und die Schalotten darin 2 Minuten andünsten. Die Pastinakenstücke dazugeben. Den Knoblauch schälen, mit dem Messerrücken flach drücken, in den Topf geben und alles bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel etwa 6-8 Minuten anschwitzen, bis das Gemüse leicht gebräunt ist. Mehl, Chiliflocken und Kurkuma in den Topf geben, unterrühren und kurz mitdünsten. Nun alles mit Gemüsebrühe ablöschen und zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und die Suppe etwa 20 Minuten leicht vor sich hin köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.

    3. In der Zwischenzeit für die Gremolata die Nüsse mittelfein hacken. Den Knoblauch schälen und sehr klein würfeln. Die Petersilie abbrausen, abtropfen lassen und fein hacken. Alles mit der abgeriebenen Zitronenschale mischen und mit Salz würzen. Zur Seite stellen.

    4. Mit einem Pürierstab durch die fertig geköchelte Suppe gehen und bearbeiten, bis ein cremiges Püree entsteht. Die Sahne und den Senf dazugeben, gut unterrühren und die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken. Falls euch die Konsistenz zu dickflüssig ist, könnt ihr die Suppe mit etwas Gemüsebrühe oder Sahne verlängern. Die Gruyèrewürfel auf Suppenteller verteilen und darüber die warme Suppe gießen. Je eine Portion Gremolata auf die Suppe setzen und mit Pastinakenchips bestreuen.

    Pastinakensuppe mit Gruyère, Nuss-Zitronen-Gremolata und Pastinakenchips Rezept Feed me up before you go-go

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    Was bisher geschah: Dezember 2016 – Bergadvent, Adventsbrunch & Foodblogbilanz

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    Der Dezember kann uns mal! Eigentlich hat der Monat keinen eigenen Rückblick verdient – zu viel Aufgewühltheit, zu viele Tränen, zu viele unterschwellige Aggressionen. Dabei fing er so schön an mit einer stimmungsvollen Adventsreise und gutem Essen. Deshalb widmen wir uns hier einfach nur kurz den ersten Tagen, überspringen den Rest, blicken dann lieber noch etwas weiter zurück aufs ganze Jahr und hoffen, dass sich 2017 etwas mehr ins Zeug legt. Wir wünschen euch ein gutes neues Jahr – hoffentlich wird es ein schönes!

    Bergadvent im Salzburger Land*

    Das erste Dezemberwochenende führte uns nach Salzburg und Großarl. Nach einem kulinarischen Adventsspaziergang durch das festlich geschmückte Salzburg ging es am nächsten Morgen sehr früh in die Berge. Dort erwarteten uns Schnee, tolle Aussicht, blauer Himmel und der wohl schönste und stimmungsvollste Christkindlmarkt, den wir je gesehen haben. Mehr dazu gibt es dann mal in einem eignen Beitrag zu lesen – die Bilderflut muss schließlich irgendwie untergebracht werden.

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    Adventsbrunch im Münchner Marriott*

    Bereits im November konnten wir uns vom tollen amerikanischen Frühstück im Marriott überzeugen (dazu gibt es mittlerweile auch ein kleines Interview mit uns und den anderen Teilnehmerinnen) und haben uns dementsprechend gefreut, als im Dezember eine Einladung zum Adventsbrunch im Hotel im Münchner Norden reinflatterte. An den Adventssonntagen bot das Marriott von 12-15 Uhr einen ausgedehnten Weihnachtsbrunch mit überaus üppigem Angebot, weihnachtlich dekorierten Tischen und netter Atmosphäre. Das Büffet bot zwar auch Frühstückstypisches wie Rührei & Co., der Fokus lag aber eindeutig auf opulenten Hauptgerichten wie Gänserilette mit Glühweinbirnen, Spanferkel im Speckmantel oder geräucherter Forelle mit Fenchel-Apfel-Chutney. Dazu gab es jede Menge Beilagen wie Haselnussspätzle oder Basilikum-Tofu-Pralinen, ein umfangreiches Salatbüfett, Maronensuppe und nicht zuletzt einen langen Desserttisch, von dem wir von Anfang an nicht die Augen lassen konnten: Marzipan-Crème-brûlée, Likör-43-Pannacotta, Lebkuchentiramisu. Müssen wir mehr sagen? Insgesamt war das Angebot recht fleisch- und fischlastig, die Qualität der Speisen wie immer top. Allein der Preis ist selbst für Münchner Brunchverhältnisse mit 52€ pro Person doch recht hoch angesetzt – als besonderes Highlight in der Vorweihnachtszeit allerdings auch mal zu verkraften. Fresh Fields im Marriott // Berliner Str. 93, München.

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    Foodblogbilanz 2016

    Vor zwei Jahren hat Sabine von Schmeckt nach mehr die #Foodblogbilanz ins Leben gerufen – einen Jahresrückblick für Foodblogger_innen, dem wir uns in diesem Jahr gerne wieder anschließen.

    1. Was war 2016 dein erfolgreichster Blogartikel?

    Wie schon in den letzten Jahren war auch 2016 der mit Abstand meistgeklickte Artikel der Avocado-Mango-Salat mit Mozzarella, Rucola und Pinienkernen. Es ist gleichzeitig das Gericht, nach dem mittlerweile unsere ganze Familie süchtig ist. Von den in 2016 veröffentlichten Blogartikeln wurde unser (nicht nur) kulinarischer Streifzug durch das schöne Ulm am häufigsten aufgerufen, das erfolgreichste Rezept war die Shakshuka.

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    2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

    Besonders viel Zeit und Herzblut fließen immer in unsere kulinarischen Reiseberichte, und davon gab es in diesem Jahr recht viele. Zum einen sind sie eine schöne Gelegenheit, die eigene Reise noch mal Revue passieren zu lassen und versetzen uns auch Wochen später noch einmal in Urlaubsstimmung. Zum anderen freuen wir uns sehr, wenn unsere Tipps von anderen aufgegriffen werden und ebenfalls gut ankommen – dazu erreichte uns in diesem Jahr sehr viel schönes Feedback.

    Wir freuen uns daher unglaublich, dass unser Food & City Guide zu Nancy, den wir nach unserer Reise durch Elsass und Lothringen veröffentlicht haben, von der Jury des #FrenchCityAward unter die Top 3 der besten Blogposts gewählt wurde. Bis zum 28. Februar könnt ihr übrigens voten, welcher der drei Artikel gewinnen soll und dabei selbst einen Aufenthalt in Frankreich gewinnen. Wir würden uns wahnsinnig freuen, wenn ihr hier unserem Nancy-Artikel eure Stimme gebt!

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    Ein zweiter kulinarischer Reisebericht, der uns – und vor allem Steffen – in diesem Jahr viel bedeutet hat, ist aus einem 10-tägigen Aufenthalt in Israel entstanden: Tel Aviv kulinarisch. Kaum zu glauben, was man in so kurzer Zeit alles erleben (und probieren) kann und wie schnell man sich in ein Land verliebt. Das war mit Sicherheit nicht der letzte Besuch in Israel!

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    Das Rezept, auf das wir in diesem Jahr wohl am meisten angesprochen wurden, ist der vegetarische Herbstburger mit Kürbis, Ziegenkäse und Birnen-Rosmarin-Chutney, den Steffen für einen ZDF-Beitrag zubereitet hat. Viele fanden das Rezept toll, aber fast noch öfter wurden wir nach den Kindern gefragt, die Steffen im TV-Beitrag untergejubelt wurden.

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    3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?

    Ein wunder Punkt! Wahrscheinlich haben wir in diesem Jahr so wenig andere Blogs gelesen wie noch nie. Zu viel los bei uns selbst, ohnehin schon kaum Zeit für die eigenen Blogposts und manchmal auch einfach keine Lust, sich durch das immer unüberschaubarer werdende Bloggewusel zu klicken. Deshalb an dieser Stelle nur eine Empfehlung: Julias Blogpost über ihren Besuch bei Heston Blumenthal in London habe ich kurz vor Weihnachten verschlungen. Ein wirklich schöner und spannender Bericht, bei dem die Begeisterung für das außergewöhnliche und liebevoll gestaltete Menü nur so auf einen überschwappt. Ich hoffe, dass wir es 2017 schaffen, wieder etwas regelmäßiger bei anderen Blogs vorbeizuschauen und zu kommentieren!

    4. Welches der Rezepte, die du 2016 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?

    Schwierig, denn Shakshuka und Edamame-Fenchel-Salat mit Sellerie und kandierten Zitronen liegen in etwa gleich auf. Die Shakshuka war oft unsere Retterin in der Not, sie ist schnell und unkompliziert in der Pfanne zubereitet und ein prima Resteessen. Dem Edamame-Fenchel-Salat sind wir einfach komplett verfallen, seitdem wir ihm in einem Restaurant in Boston begegnet sind.

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    Edamame-Fenchel-Salat mit Sellerie und kandierten Zitronen Rezept Feed me up before you go-go-3

    5. Welches Koch- oder Blog-Problem hat dich 2016 beschäftigt? Und hast du es gelöst?

    Eindeutig der Blogumzug und das neue Design! Halleluja, nach über vier Jahren war das auch dringend nötig. Nachdem wir so viele Horrorgeschichten von missglückten Blogumzügen gehört hatten, waren wir echt erstaunt, wie gut alles letztendlich geklappt hat. Hier und da finden sich noch immer ein paar ältere Artikel, bei denen die Bildgrößen angepasst werden müssten, doch der Großteil ist geschafft und stimmt uns nach wie vor sehr glücklich. Hooray!

    6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?

    Eine neue Geschmackswelt hat sich mir nicht eröffnet, aber ich habe die Angst vor dem Sauerteig verloren. Zwar war das erste selbst gebackene Sauerteigbrot wirklich eine schwere Geburt, was allerdings eher an der verunglückten Anleitung, als am Prozess an sich lag. Ich bin zumindest motiviert genug, um 2017 zum Jahr des selbst gebackenen Brots zu machen.

    7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf deinen Blog gekommen sind?

    Mit Blick auf unser Blog-Event Blogg den Suchbegriff, das Anfang des Jahres in die dritte Runde ging, schauen wir uns recht regelmäßig die Abgründe der Suchanfragen an, die Menschen auf unseren Blog führen. In den letzten Monaten fragten sich unsere Leser_innen, ob „Christian Hümbs verheiratet“ sei und suchten nach Antworten auf essenzielle Fragen wie „schmeckt rauchig, auch fruchtig, was ist das?“ (der Mann vermutet, dass es sich dabei um einen Whisky handelt) und „in welchem Countrylied kommen muhende Kühe vor?“ (der wir natürlich spätestens im Frühjahr auf unserer Reise nach Nashville auf den Grund gehen werden). Anderen genügt unser Elvis-Burger wohl nicht, denn es wird gleich mehrmals nach einem „Elvis Burger Donut“ verlangt, der den Mann auf ziemlich dumme Ideen gebracht hat. Was der oder die Suchende allerdings unter „trauriges Sushi“ versteht, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Wehe, damit ist vegetarisches Sushi gemeint, das mag ich nämlich sehr – vielleicht ist es aber auch nur traurig, weil es am Schreibtisch gegessen wird … Gefreut habe ich mich über den Suchbegriff „la cassette de Luc Tonnerre“, den wohl meine verkrüppelten Französischkenntnisse und eine sehr leckere Brioche verursacht haben.

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    8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2017?

    Dass wir die Lust am Bloggen nicht verlieren. Viele straucheln in letzter Zeit, bemängeln, dass das Bloggen nicht mehr so sei wie früher, man bei der Vielzahl an Bling-bling-Blogs nicht mithalten könne, ziehen sich zurück oder geben das Bloggen ganz auf. Wie schade, denn eigentlich ist dieses Blogdings doch etwas sehr Schönes und Persönliches, das man genau so gestalten kann, wie es für einen selbst passt und wie es einem gefällt. Und das ganz ohne Rechtfertigung. Ich kann einige Punkte, die immer wieder genannt werden, natürlich nachvollziehen und ärgere mich auch hin und wieder über bestimmte Dinge, aber im Großen und Ganzen ist mir das alles ziemlich wumpe. Wir machen hier nach wie vor unser eigenes Ding, bloggen über das, worauf wir gerade Lust haben, so oft oder so wenig, wie wir es gerade hinbekommen, lassen uns – zumindest bilde ich es mir ein – keine Trends diktieren (deren Existenz wir ohnehin erst ein halbes Jahr später mitkriegen) und in keine Nische drängen. Vielleicht büßen wir so einen Teil des möglichen Erfolgs ein, vielleicht macht uns das Bloggen aber auch gerade deshalb nach über fünf Jahren noch immer Spaß.

    Wir freuen uns über jegliche Art der Interaktion mit euch und über die vielen persönlichen Treffen, die es auch 2016 wieder gab und hoffentlich auch weiterhin geben wird. Besonders ans Herz gewachsen ist uns die Münchner Truppe, die mittlerweile sehr regelmäßig zusammenfindet, ob bei den Foodbloggerstammtischen, Events oder privaten Treffen: Karin & Torsten, Ines, Sabine, Carla, Björn, Thomas (und die vielen, die wir hier nicht aufzählen können) – es macht Spaß, sich mit euch auszutauschen und wir hoffen, dass wir dies auch 2017 beibehalten. Cheerio!

    Hinweis: Zu den mit Sternchen (*) markierten Veranstaltungen/Reisen wurden wir freundlicherweise eingeladen – wie immer bleibt unsere Meinung davon jedoch unberührt.

    Fotocredit: Das erste Bild via unsplash.com

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    Gegessen, Gereist, Österreich, Salzburg

    The Sound of Christmas – ein Adventsspaziergang durch Salzburg

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    Wir werden in letzter Zeit häufig gefragt, wie es denn so um unsere Beziehung stehe – also, die zwischen München und uns. Wer uns kennt, weiß, dass wir nicht ganz vorurteilsfrei in den Süden gezogen sind und dort, wo andere mit Heimatgefühlen und Liebesbekundungen für ihre Stadt um sich werfen, doch eher verhalten und augenrollend reagieren. Nach über sechs Jahren in München können wir aber sagen, dass wir mittlerweile ganz gerne hier leben. Zwar gibt es nach wie vor einige Charakteristika, die uns nerven (hallo, fehlende Subkultur; hallo, aufgesetztes Bussibussitum!), aber die vielen Vorzüge, die München bietet, sehen wir inzwischen und nutzen sie auch. Nicht von der Hand zu weisen ist dabei die geografische Lage, die uns nicht nur verhältnismäßig oft mit gutem Wetter verwöhnt, sondern sich auch für Tages- oder Wochenendausflüge als ziemlich ideal erwiesen hat. Schnell ist man mal eben an einem der umliegenden Seen oder in den Bergen. Ländergrenzen werden fast unbemerkt überquert – Frühstück in Italien, kein Problem; Sachertorte in Österreich erst recht nicht! Eigentlich wissen wir das, uneigentlich vergessen wir das gerne mal. Ganz bewusst wird es uns, als wir Anfang Dezember im Zug nach Salzburg sitzen, sich das Handy schon nach kürzester Zeit auf Roaming schaltet und wir nach gerade mal eineinhalb Stunden am Salzburger Bahnhof stehen. Ein Adventswochenende im Salzburg und Großarl steht uns bevor, zu dem das Salzburger Land uns und einige andere Blogger_innen eingeladen hat.

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    Gebacken

    Guilty Pleasure Food: Kürbis-Pancakes mit Zimtbutter

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    Seit Wochen, ach was, Monaten spielen die Menschen in den sozialen Netzwerken verrückt. Sie drücken ihre Zugehörigkeit zu irgendwelchen Teams aus, teilen zum 72. Mal den gleichen Trailer und zählen aufgeregt die Tage bis zum 25. November. Es geht um die Gilmore Girls, natürlich, und die heiß ersehnte Fortsetzung auf Netflix (für alle, die noch nie von der Serie gehört haben, hier die Kurzfassung: Mutter-Tochter-Gespann, eine verschrobene Kleinstadt und jede Menge Kaffee). Ich bin zwar kein Die-hard-Fan (und von einigen Charakteren ziemlich genervt), doch irgendwie habe ich mich vom Fieber anstecken lassen und die letzten Monate damit verbracht, alle Folgen noch einmal anzuschauen. Vielleicht weil mich die Serie sieben Jahre jünger macht, denn ich verbinde sie ganz stark mit meinem letzten Jahr an der Uni. Sie hat mich durch die sechs Monate meiner Magisterarbeit begleitet, bot mir Erholung an, wenn ich sie brauchte (oder einfach keine Lust hatte), und belohnte mich am Abend, wenn ich genügend Text zu Papier gebracht hatte. Okay, eigentlich war die Serie für mich Prokrastination deluxe – ich entdeckte sie in einem schwachen Moment, zu dem ich eigentlich partout keine Zeit für sie hatte (und ja, die Magisterarbeit war erstaunlicherweise dennoch ganz passabel).

    Nun suchte ich mich also seit Wochen durch die alten Folgen und nehme Details wahr, für die ich in meiner Magisterphase wohl keinen Kopf hatte. Kürbis-Pfannkuchen zum Beispiel. Irgendwo in Staffel vier bekommt Lorelai von Diner-Besitzer Luke einen Stapel Pumpkin pancakes mit homemade cinnamon butter vorgesetzt. Das möchte ich auch und schlage sie dem Mann vor, der gleich Feuer und Flamme ist (von der Serie übrigens nicht – er zwingt mich, dies hier zu betonen). Und da die Pfannkuchen so gut und herbstlich schmecken, werden wir sie am Wochenende gleich noch einmal machen. Dabei schaue ich mir dann die neuen Gilmore-Girls-Folgen an und freue mich über mein kleines guilty pleasure auf dem Bildschirm und auf dem Teller.

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    Kürbis-Pancakes mit Zimtbutter (für 2-3 Personen):

    Für die Pancakes

    150 g Mehl
    1 1/2 TL Backpulver
    3 TL Zucker
    1/4 TL Salz
    1 1/2 TL Zimt
    1/2 TL Ingwer
    je eine ordentliche Prise Muskat, Nelken und Piment (alles gemahlen)
    1 großes Ei
    250 ml Buttermilch
    2 EL Butter, geschmolzen
    6 EL Kürbispüree
    etwas neutrales Pflanzenöl oder Butter zum Braten

    Für die Zimtbutter

    50 g Butter
    2 EL Ahornsirup
    1 1/2 TL Zimt

    Außerdem

    30 g Pecannüsse

    1. Mehl, Backpulver, Zucker, Salz und Gewürze in einer Schüssel vermischen. Ei, Buttermilch, geschmolzene Butter und Kürbispüree hinzufügen und alles verrühren – der Teig muss nicht ganz glatt sein, ein paar Klümpchen dürfen bei amerikanischen Pfannkuchen drinbleiben.

    2. Etwas Öl oder Butter in einer beschichtete Pfanne erhitzen und darin die Pancakes nacheinander in gewünschter Größe von beiden Seiten ausbacken. Auf einem Teller geben und zum Warmhalten abdecken, bis der gesamte Teig verbraucht ist.

    3. Für die Zimtbutter währenddessen die restliche Butter in einem kleinen Topf zum Schmelzen bringen. Ahornsirup und Zimt dazugeben und mit einem Schneebesen verrühren, sodass sich eine homogener Sirup bildet. Bis zum Essen warm halten und ggf. nochmals verrühren, damit sich alles wieder verbindet.

    4. Die Pecannüsse in einer Pfanne anrösten, dann grob hacken. Die Pancakes als Stapel servieren, mit so viel Zimtbutter wie man mag begießen und die Nüsse darüber verteilen.

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    Frankreich, Gegessen, Gereist, Getrunken, Nancy

    Kulinarisch durch Elsass & Lothringen #3: Nancy – Bergamotte, Mirabellen & Art nouveau

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    Wir verlassen Straßburg und das Elsass und machen uns auf in Richtung Westen. Je näher wir Nancy kommen, desto besser wird das Wetter – es scheint, als hätten wir die Regentage endlich hinter uns gelassen. Sonne und Nancy – das passt ohnehin viel besser zusammen. Denn wenn ich Nancy in nur zwei Farben beschreiben müsste, wären es Gold und Weiß. Strahlend blauer Himmel bietet da die beste Leinwand, lässt die pompösen weißen Bauten strahlen und die Sonne in den vielen Goldverzierungen rund um die Place Stanislas glitzern.

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    Nancy ist so anders. Nach Fachwerkhäusern und engen Kopfsteinpflastergässchen in Mulhouse und Straßburg, präsentiert sich die Hauptstadt der Herzöge Lothringens mondän und prunkvoll und versprüht ein fast schon südländisches Flair. Innerhalb kürzester Zeit schafft es die Stadt, uns zu begeistern, was nicht zuletzt am spannenden Architekturmix liegt. Begrüßt werden wir vom Prunk des 18. Jahrhunderts auf der Place Stanislas, auf der ein klassizistisches Ensemble thront, das einst zu Ehren Ludwigs XV. errichtet wurde. Heute erinnert der Platz an dessen Schwiegervater, den ehemaligen König von Polen und Herzog von Lothringen Stanislas. Palastartig erstreckt sich im Süden das riesige Rathaus, umrandet wird der Platz vom Musée des Beaux-Arts, der Oper, einem Hotel und zwei imposanten Brunnen. Hier blitzt und blendet es gülden an jedem Tor und jeder noch so kleinen Verzierung.

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    Der Triumphbogen am nördlichen Ende führt uns schließlich über die Place de la Carrière in die aus dem Mittelalter und der Renaissance stammenden Altstadt. Die Häuser werden schroffer, die Türen dafür umso schöner. Offenbar teilen die Einwohner_innen Nancys meine Vorliebe für türkise Eingänge und ich könnte nach zwei Tagen locker einen kleinen Fotoband veröffentlichen. Ebenso oft klickt die Kamera aufgrund der vielen Jugendstilfassaden, die uns immer wieder begegnen. Aber dazu später mehr, denn zunächst ruft ein Termin in einem der wohl schönsten Feinkostläden der Stadt.

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    Nancy kulinarisch

    {L’Épicerie du Goût}

    Um in die kulinarische Vielfalt von Nancy, Lorraine und der gesamten Region einzutauchen, sei jedem ein Besuch in der Épicerie du Goût empfohlen. Gleich hinter der Place Stanislas versteckt sich der kleine Feinkostladen. Hier ist es eng, die Regale sind bis unter die Decke gefüllt mit Köstlichkeiten und der Duft, der uns begrüßt, kündigt an, dass es gleich lecker wird. Mit etwas Glück trifft man im Laden auf Marie de Metz Noblat, eine der beiden Besitzerinnen, die mit so viel Leidenschaft, Enthusiasmus und Kenntnis von den Spezialitäten der Region erzählt, dass man am liebsten von allem im Geschäft etwas mit nach Hause nehmen möchte. Zu jedem ihrer Produkte kann sie eine Geschichte erzählen. So erfahren wir von der Erfindung der berühmten Bergamote de Nancy im Jahr 1852, als der Herzog von Lorraine die Bergamotte aus Italien eingeführt hatte und somit die Grundlage für eine der beliebtesten Spezialitäten Nancys legte. Hier finden wir auch all things mirabelle – immerhin stammt 70% der weltweiten Mirabellenproduktion aus der Gegend. Eine Flasche des lieblichen Mirabellenweins landet sofort in unserer Tasche, beim Mirabellenbrandy mit Vanille können wir uns gerade noch beherrschen. Marie (die außerdem Vorsitzende des lokalen Vereins der Bierfrauen ist) überzeugt uns, dass auch ein Mirabellenbier unbedingt mit nach München sollte. Dann gehen wir zum Käse über, denn Käsesommelier ist die Frau, deren Liebe für gutes Essen auf jeden sofort überschwappt, auch noch. Wir probieren den Munster-Géromé, einen relativ milden Kuhmilchkäse, aber auch Besonderheiten wie den mit Mirabellenbrandy gewaschenen Motte Lorraine Mirabelle. Völlig überwältigt, mit schweren Taschen und einem soliden Grundlagenwissen für die kommenden Tage ausgestattet, verlassen wir den Laden und würden alleine schon für den Besuch der Épicerie noch einmal nach Nancy kommen. L’Épicerie du Goût // 4 Place de Vaudemont, Nancy.

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    {Marché Central de Nancy}

    Wie fast alle etwas größeren französischen Städte kann auch Nancy mit einer sehr ansehnlichen Markthalle aufwarten (etwas, woran in Deutschland definitiv gearbeitet werden sollte). Gleich nach dem Eintritt überwältigt uns der Duft der frischen Mirabellen – immerhin reisen wir mitten in der Erntezeit durch Lothringen. Bergeweise stapeln sich die gelben Früchte an den über 60 Marktständen in der u-förmigen Halle und wechseln sich ab mit riesigen Kräuterbüscheln und Gemüsetürmen. Besonders angetan sind wir von den langen Käsetheken und erfahren endlich, was es mit den vielen unterschiedlichen Formen beim für die Gegend typischen Ziegenkäse auf sich hat: Jeder Produzent hat seine eigene Form, sodass die Kunden problemlos ihre Lieblingssorte in der Theke finden können. Schade nur, dass wir nicht genügend Zeit haben, uns durch die verschiedenen Sorten zu probieren und unseren persönlichen Favoriten zu küren. Aber das heben wir uns einfach fürs nächste Mal auf. Marché Central // Place Charles Trois, Nancy.

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    {L’Impromptu}

    Zur Markthalle gehören auch drei Restaurants, von denen uns das farbenfrohe L’Impromptu besonders ins Auge sticht. Auf einer großen Tafel können wir (zumindest soweit unsere Französischkenntnisse ausreichen) lesen, was die Küche heute aus dem Angebot der angrenzenden Stände zubereiten wird. Das Menü wechselt täglich; es gibt frische französische Bistroküche mit einem modernen Dreh zu fairen Preisen. Mein Salat wird problemlos vegetarisiert und ich bekomme einen bunten Teller mit Melone, Avocado, Erdbeeren und Pasta – alles herrlich aromatisch! Steffen ist ebenfalls glücklich mit seiner Zitronenhühnchen-Tajine mit Couscous und Gemüse und bestellt gleich noch ein Dessert hinterher, das sich einfach zu gut anhört: Das Ananas-Bananen-Gazpacho mit Kiwi ist nicht nur hübsch angerichtet, sondern auch ein leichter und erfrischender Nachtisch. L’Impromptu // Marché Central, Place Henri Mengin, Nancy.

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    {Aux Merveilleux de Fred}

    Eine Spezialität, die eigentlich aus dem Norden Frankreichs stammt, uns aber so verführerisch anlächelt, dass wir nicht umhinkommen, sie zu probieren, sind die Merveilleux. Dabei handelt es sich um kleine, hauchzarte Bällchen, die es kalorientechnisch aber faustdick hinter den Ohren haben. Wir beschließen deshalb, uns ein kleines Kügelchen zu teilen. Dass die Mischung aus Baiser, Pralinensahne, Mandelsplitter und karamellisierten Haselnüssen schmeckt, ist eigentlich nicht anders zu erwarten. Fast ebenso hübsch wie die Spezialität selbst, ist die niedliche Einzelverpackung, die samt Inhalt vorsichtig ins Hotel getragen wird. Aux Merveilleux de Fred // 25 Rue Saint-Dizier, Nancy.

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    {Les Frères Marchand}

    Ein Restaurant, das uns sofort neugierig macht, ist das der Frères Marchand. Ursprünglich hatte die Familie nur einen Käsehandel betrieben, der aber wohl so gut lief, dass man nun auch in der Gastronomie sein Glück versucht. Wir können dank der sommerlichen Temperaturen draußen sitzen und haben so einen perfekten Blick auf die Außenfassade des Renaissance-Palasts der Ducs de Lorraine, von dessen Dach uns etwas gruselige Wasserspeier bei der Lektüre der Speisekarte beobachten. Erfreulicherweise ist die Auswahl für Vegetarier_innen für französische Verhältnisse richtig groß und sogar ein vegetarisches Mittagsmenü findet sich auf der ziemlich umfangreichen Karte. Ich entscheide mich für einen Salat mit getrockneten Tomaten und Ziegenkäse-Pesto-Croutons, Steffen bekommt das Tagesgericht – ein Rindersteak mit Bratkartoffeln und Rotweinzwiebeln. Beides schmeckt hervorragend und ist so portioniert, dass noch Platz für einen Nachtisch bleibt. Jetzt fällt die Entscheidung richtig schwer, denn die käseverrückten Brüder sind offensichtlich ebensolche Dessertliebhaber wie wir. Süße Flammkuchen? Profiteroles? Einen Eisbecher mit Bergamotte-Bonbons? Am Ende teilen wir uns gleich zwei Desserts. Die regionale Spezialität Fontainebleau, ein mit Sahne aufgeschlagener Frischkäse, der mit Salzkaramell übergossen wurde, ist vielleicht etwas mächtig für die Mittagszeit, aber auch wirklich gut. Auch die Crème brûlée mit Bergamotte hält, was sie verspricht, und so rollen wir glücklich weiter in Richtung Altstadt, die nur wenige Schritte hinter dem Restaurant beginnt. Les Frères Marchand // 99 Grande Rue, Nancy.

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    {Les Pissenlits}

    Oberhalb der Markthalle schließt sich ein großer Platz an, auf dem sowie in der angrenzenden Straße man viele kleine Restaurants findet, die eine große Bandbreite an kulinarischen Themen abdecken. Wir entscheiden uns für einen Abend im Les Pissenlits – dem Löwenzahn –, um noch tiefer in die kulinarische Tradition Lothringens einzutauchen. Im Inneren zeigt sich das Restaurant ganz im Stil des Art nouveau mit Holzkunstwerken und Buntglasdecke und wirkt aufgrund der sparsamen Einrichtung und Granittische zunächst etwas kühl. Der überaus freundliche Service und ein Crémant mit Crème de Mirabelle wärmen uns jedoch schnell auf. Die Zutaten auf der Karte verfolgen einen regionalen Ansatz, ohne dabei allzu dogmatisch sein zu wollen. Vegetarische Gerichte sind zwar rar, aber der Fromage Blanc klingt durchaus ansprechend und entpuppt sich ein wenig später als riesige Schüssel Frischkäsequark mit ebenso großzügig bemessenen Portionen Kartoffeln, Zwiebeln, Kräutern und Bohnen. Alles sehr frisch und lecker, doch wie ich die ebenfalls gebrachte Schüssel Crème fraîche noch hätte einsetzen sollen, weiß ich bis heute nicht so recht. Steffen bekommt Ente in Orangensoße, die zwar etwas zarter sein könnte, aber toll abgeschmeckt ist. Zum Abschluss des Abends nutzen wir die Saison aus und teilen uns ein Mirabellensorbet auf flambierten Mirabellen. Jedes Dessert an diesem Abend wird mit einem Tellerchen Baiser serviert, das sich über unseren Mirabellen zerbröselt ganz wunderbar macht. Die tollen Nachtische, denen wir auf unserer Frankreichreise begegnen, wirken sich so langsam auf unsere Hosen aus. Les Pissenlits // 27 Rue des Ponts, Nancy.

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    {Brasserie l’Excelsior}

    Auch am kommenden Abend tauchen wir ein in vergangene Zeiten und sind sofort hin und weg vom Geist der Belle Époque, der durch die Brasserie l’Excelsior weht. Das Jugendstilambiente ist wunderschön, die Räumlichkeiten beeindruckend, doch Vegetarier_innen stellt das Restaurant vor eine Herausforderung. Kein einziges fleisch- und fischfreies Gericht findet sich auf der eigentlich recht umfangreichen Karte, ein vegetarischer Hauptgang sei aber kein Problem, versichert der Service. Letztendlich erhalte ich eine wenig inspirierte Ansammlung sämtlicher Beilagen, leider ohne jegliche Sauce, teils verkocht und wenig bis gar nicht abgeschmeckt. Steffen hat mit seinem Lachs auf Gemüserisotto deutlich mehr Glück und ich kann ihm ein paar Löffel der wirklich guten Honig-Senf-Sauce für mein Gemüse abschwatzen. Herkommen sollte man aber vor allem für das Dessert, das die Enttäuschung über den Hauptgang fast wieder wettmacht. Das Millefeuille mit Chiboust-Crème und Salzkaramell ist nicht nur optisch ein Highlight und die Dessertkomposition „Le tout Nancy“ vereint tatsächlich sämtliche Spezialitäten der Stadt auf einem Teller: Die typischen Macarons de Nancy werden auf einer Bergamotte-Eistorte zusammen mit Mirabellen-Coulis serviert. Fantastique! Brasserie l’Excelsior // 50 Rue Henri Poincaré, Nancy.

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    Und sonst so?

    Nancy ist gut überschaubar, sodass sich die meisten Sehenswürdigkeiten (abgesehen von einigen Jugendstilgebäuden) ohne Probleme zu Fuß erreichen lassen. Es fällt leicht, sich durch die verwinkelten Straßen treiben zu lassen – wer dabei noch ein paar Infos zur Stadt ins Ohr geflüstert bekommen möchte, leiht sich am besten einen der beiden Audioguides (zum historischen Zentrum oder zum Art nouveau) in der Touristeninformation und nimmt sich dazu noch einen kostenlosen Stadtplan mit, auf dem alle Jugendstilgebäude eingezeichnet sind. So verpasst man garantiert keine Fassade (was ja auch wirklich schade wäre).

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    {École de Nancy}

    Ich gebe es zu, ich bin ein kleiner Jugendstiljunkie. Als ich davon las, dass Nancy zu Beginn des 20. Jahrhunderts Zentrum des französischen Art nouveau war und überall in der Stadt noch heute zahlreiche vom Jugendstil beeinflusste Bauwerke zu finden sind, habe ich mich umso mehr auf unseren Besuch gefreut. Und es stimmt, viele Häuserfassaden, Schriftzüge, Buntglasfenster, Glaskuppeln, Möbel und Mosaikböden belegen bis heute den hohen Stellenwert, den die Kunst des Art nouveau und der École de Nancy – ein Zusammenschluss bedeutender Jugendstilkünstler um Émile Gallé – in Nancy einnahm. Neben einem Audioguide zum Thema, kann man sich im Office de Tourisme auch für eine der regelmäßig stattfindenden Führungen anmelden, bei denen man nicht nur die relevanten Orte im Innenstadtbereich abläuft, sondern auch viele Infos zur Geschichte der Stadt und zum Kunststil selbst erhält. Wem das zu viel Verpflichtung ist, sollte zumindest den bereits erwähnten Stadtplan mitnehmen und einen der vier Spaziergänge unternehmen. Besonders beeindruckt sind wir vom Bankhaus des Crédit Lyonnais in der Rue St-Georges und seinem bunt verzierten Glasdach von Jacques Gruber.

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    Wer – wie wir – noch etwas tiefer in die kunstgeschichtliche Vergangenheit Nancys eintauchen möchte, sollte das Stadtzentrum hinter sich lassen und sich das malerische Viertel Parc Sainte-Marie etwas näher anschauen. Hier befinden sich nicht nur wunderschöne Jugendstilvillen mit opulentem Blumendekor und filigranen Fensterverzierungen, sondern auch das Musée de l’Ecole de Nancy, das im ehemaligen Wohnhaus des Mäzens Eugène Corbin untergebracht ist und eine beeindruckende Sammlung von Kunstwerken des Art nouveau beheimatet. Hier führt Corbin selbst durch seine Sammlung – zumindest in Form eines wirklich gut gemachten Audioguides. Musée de l’École de Nancy // 38 Rue Sergent Blandan, Nancy.

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    {Musée des Beaux-Arts de Nancy}

    Obwohl wir durch die vielen Stationen zum Jugendstil bereits die volle Dröhnung Kunstgeschichte abbekommen haben, sind wir froh, auch dem Museum der schönen Künste einen Besuch abstatten zu können. Ganz früh am Morgen sind wir mit die Ersten, die das am Place Stanislas gelegene Gebäude betreten dürfen und haben so für die Zeit unseres Besuchs fast ein EmptyMuseum für uns. Die Sammlung deckt Gemälde, Skulpturen und Grafiken vom 14. bis zum 21. Jahrhundert ab, doch besonders viel Zeit verbringen wir in der untersten Etage des Museums, die sich vor allem der zeitgenössischen Kunst widmet. Insbesondere die Installation „Fireflies on the Water“ von Yayoi Kusama mit ihren Spiegelflächen und dem schier unendlich wirkenden Lichtermeer strahlt eine schwer zu beschreibende Faszination aus. Schön auch, dass das Museum viele Sitzmöglichkeiten bietet und das Fotografieren erlaubt ist. Leider ist der deutsche und englische Audioguide etwas mager und funktioniert nur bei einer kleinen Auswahl der Objekte. Musée des Beaux-Arts de Nancy // 3 Place Stanislas, Nancy.

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    {Rendez-vous Place Stanislas}

    Multimedia-Spektakel scheinen in Frankreich gerade en vogue zu sein, denn nach Straßburg kommen wir auch in Nancy in den Genuss angestrahlter Gebäude. Projektionsfläche sind die Gebäudefassaden auf der Place Stanislas, die uns nach Einbruch der Dunkelheit fast vollständig mit der Geschichte des namensgebenden polnischen Regenten umgeben. Da sich dessen Todestag 2016 zum 250. Mal jährt, widmet sich die farbenfrohe Lichtshow seiner Lebensgeschichte und seiner Rolle für Nancy. Während sich Straßburgs angestrahltes Münster etwas düsterer und geheimnisvoller gab, prasselt hier auf dem ohnehin schon schimmernden Platz das volle Spektrum des Regenbogens auf uns ein. Wir wissen gar nicht, wohin wir zuerst schauen sollen, so erstaunt sind wir über das, was den Besucher_innen dort bis Mitte September jeden Abend geboten wird.

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    {Übernachtung}

    Untergebracht sind wir diesmal in einem ganz besonderen Gebäude. Das Hôtel des Prélats befindet sich gleich neben der Kathedrale im ehemaligen Bischofspalast aus dem 17. Jahrhundert und versprüht einen entsprechend mondänen Charme. Die Zimmer sind mit Himmelbetten und Antiquitäten eingerichtet, doch gleichzeitig hell und modern. Wer nicht die Zeit mitbringt, um jeden Morgen zu baden, sollte gleich nach einem Zimmer mit Dusche fragen, denn wir sind kurz irritiert, als wir nur eine Badewanne (ohne Duschvorhang) in unserem Bad vorfinden. Doch wir haben Glück und dürfen noch einmal umziehen – in eines der schönsten und größten Zimmer mit offenem Bad (und Dusche!), das direkt an die Wand der Kathedrale anschließt. Das Hotel erweist sich als idealer Ausgangspunkt, denn in nur wenigen Minuten ist man an der Place Stanislas und somit mitten im Geschehen. Hôtel des Prélats // 56, Platz Mgr Ruch, Nancy.

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    Hinweis: Mit diesem Beitrag nehmen wir am French City Award 2016 teil, der vom französischen Tourismusamt ausgerufen wurde. Herzlichen Dank an Atout France und Nancy Tourisme für die Einladung und Unterstützung. Unsere Meinung bleibt dabei, wie immer, unsere eigene.

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    Gebacken

    Ein Scheibchen vom Herbst: Süßkartoffel-Kokos-Gratin aus der Pfanne

    Suesskartoffel-Kokos-Gratin aus der Pfanne. Rezept von feedmeupbeforeyougogo Manchmal bin ich ein Pinterest-Opfer und lasse mich zu sehr von Äußerlichkeiten einlullen. Von einer Peppermint White Chocolate Tart mit Hazelnut Crust und Candied Mint Leaves zum Beispiel. Sie wird gleich neben die violetten veganen, gedämpften Kartoffel-Chia-Buns und die puffige Weihnachts-Pavlova mit roten Beeren gepinnt, die ich niemals machen werde, weil mir allein schon vom Anschauen der filigranen Schönheiten schwindelig wird (und ich ahne, dass die Pavlova nur ein paar Sekunden fürs Foto hübsch aussehen und zwei Minuten später durchgesuppt sein wird). Doch hin und wieder lasse ich mich in die Irre führen und glaube für eine Millisekunde, dass ich auch so hübsches Essen hervorbringen könnte. Die Ernüchterung folgt meist in Form eines klassischen Pinterest-Fails.

    So auch beim Sweet Potato Roast, der auf meiner Pinnwand ganz wunderbar aussieht, in meiner Pfanne dann aber kläglich versagt – unterschiedlich große Kartoffelscheiben, ungleichmäßig geschnitten und vor allem: viel zu wenig! Mit Mühe und Tricksen kommt gerade einmal ein äußerer Ring mit Süßkartoffelscheiben zusammen. Schön geht anders, das Fotografieren wird verworfen, die Pfanne natürlich trotzdem in den Ofen geschoben. Ich halte mich weiterhin grob ans Rezept, variiere ein bisschen, gebe Kokosmilch, etwas Schärfe und frische Kräuter hinzu. Was mich kurz darauf auf dem Teller erwartet, schmeckt dermaßen gut, cremig-weich, leicht süßlich, scharf und nussig, dass ich beschließe, das nun öfter essen zu wollen. Zwei Tage später stehe ich also wieder vor der Pfanne, hoble Süßkartoffeln (diesmal habe ich genug gekauft) und sortiere die Scheiben fein säuberlich nach Größen. Klingt etwas nervig? Ist es! Aber Geschmack UND Optik entschädigen diesmal gleichermaßen.

    Suesskartoffel-Kokos-Gratin aus der Pfanne. Rezept von feedmeupbeforeyougogo

    Süßkartoffel-Kokos-Gratin aus der Pfanne (als Beilage für 4 Personen):

    2 EL Butter
    2 EL Kokosöl
    1 kg Süßkartoffeln (möglichst gleich große Kartoffeln)
    125 ml Kokosmilch
    2-3 EL Schmand
    1 Handvoll Koriandergrün
    Piment d’Espelette, Salz, Pfeffer

    1. Den Ofen auf 190°C vorheizen. Die Butter mit dem Kokosöl und etwas Salz in einem kleinen Topf erwärmen und zum Schmelzen bringen. Etwa ein Viertel des geschmolzenen Öls in eine kleine ofenfeste Pfanne oder eine runde Auflaufform (etwa 20 cm ∅) geben und sie damit einölen.

    2. Die Süßkartoffeln schälen und in dünne, gleichmäßige Scheiben hobeln. Die Kartoffelscheiben einigermaßen nach Größen sortieren – aus den größeren Scheiben einen äußeren Ring in die Pfanne setzen, aus den kleineren Scheiben einen inneren Ring. Die Kartoffeln mit dem restlichen Öl übergießen, salzen und pfeffern. Die Pfanne auf die mittlere Schiene des Ofens stellen und alles etwa 40-50 Minuten im Ofen backen.

    3. Kurz vor Ende der Backzeit die Kokosmilch mit dem Schmand in einen Topf geben, gut verrühren und leicht erwärmen. Dann alles mit etwas Piment d’Espelette, Salz und Pfeffer abschmecken. Das Koriandergrün waschen, trocken schütteln und grob hacken. Die Pfanne mit den fertig gebackenen Kartoffeln aus dem Ofen holen, kurz etwas abkühlen lassen, dann mit Kokos-Schmand übergießen und mit Koriander bestreut servieren. Dazu passt zum Beispiel ein herbstlicher Salat.

    Suesskartoffel-Kokos-Gratin aus der Pfanne. Rezept von feedmeupbeforeyougogo

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    Frankreich, Gegessen, Gekauft, Gereist, Getrunken, Straßburg

    Kulinarisch durch Elsass & Lothringen #2: Straßburg – Bredele, Käsekoma & Lichtspektakel

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    Ich sehe rot. Genauer gesagt einen roten Koffer und einen roten Mantel. Sie wohnen bereits in unserem Hotelzimmer, als wir es beziehen. Wer sie da vergessen hat, ist schnell herausgefunden: Die Dame, die aussieht, als sei sie einem Tarantino-Film entsprungen und gleich zwei Wände unseres Hotelzimmers ziert. Zu verdanken haben wir sie der Fotografin Estelle Hoffert, die eines der 38 Zimmer des Graffalgar Hotels designt hat. Das kleine Hotel im Bahnhofsviertel überrascht uns zudem mit einem großen Zimmer, einfacher, aber moderner Einrichtung und Liebe zu nerdigen Details. Wir fühlen uns sofort wohl und sind fast ein bisschen traurig, dass wir nur eine Nacht hier verbringen werden.

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    Die zweite Station unserer kleinen Tour de France führt uns nach Straßburg. Raus aus dem Hotel, rein in die Stadt, wir haben nicht viel Zeit und wollen so viel wie möglich von der hübschen elsässischen Stadt mitbekommen. Wir finden uns schnell zurecht, denn unser letzter Besuch liegt nur ein paar Monate zurück. Insbesondere freuen wir uns darauf, einige Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Bars zu besuchen, die wir beim letzten Mal nicht geschafft haben. Gerade die vielen gastronomischen Highlights sind uns noch in guter Erinnerung und wir ahnen schon jetzt, dass wir Straßburg mit Taschen voller Gebäck, Macarons, Käse und anderer Spezialitäten verlassen werden. Wir starten also mit einer kulinarischen (Shopping-)Tour durch die Stadt.

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    Straßburg kulinarisch

    {Au Pain de Mon Grand-Père}

    Unser erster Stopp ist ein absolutes Muss, denn der Geschmack des Feigen- und Dattel-Mandel-Brots ist uns noch in bester Erinnerung. Schon beim letzten Mal sind wir in der kleinen Bäckerei am Rande der Altstadt in Shoppingrausch verfallen und haben uns mit dem hervorragenden Bio-Gebäck von Au pain de mon Grand-Père eingedeckt. Das Oliven-Fougasse ist noch immer bombastisch gut, so wie eigentlich alles, was wir hier bisher probiert haben. Nach wie vor eine absolute Empfehlung! Au pain de mon Grand-Père // 58 Rue de la Krutenau, Straßburg.

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    {Maison Lorho}

    Wir tasten uns vor ins Herz der Altstadt, genauer gesagt in die Rue des Orfèvres, die für Genussmenschen ein kleines Feinkostparadies offenbart. Hier reihen sich Patisserien, Bäckereien, Weinhandlungen und andere Spezialitätenläden aneinander und verführen mit all jenen Delikatessen, für die Frankreich so berühmt ist. Dazu zählt auch ein kleiner Laden, der sich schon ein paar Meter zuvor durch seinen strengen Geruch ankündigt. Hinter den Türen der Maison Lorho versteckt sich ein kleines Käseparadies. Hübsch aufgereiht und nach Regionen und Milcharten geordnet, stapeln sich in der ganzen Fromagerie Käsesorten, von denen wir noch nie gehört haben. Aufgrund der langen Schlange von Käsehungrigen, die bis auf die Straße warten, fällt die Beratung leider knapp aus und wir müssen uns auf unsere Nasen verlassen. Ein kräftiger Comté und ein grandioser Ziegenkäse mit Piment d’Espelette dürfen mit und bescheren uns zusammen mit dem zuvor gekauften Brot einen leckeren Snack für die Weiterfahrt. Maison Lorho // 3, Rue des Orfèvres, Straßburg.

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    {Maison Alsacienne de Biscuiterie}

    Auch wenn der Beginn der Weihnachtszeit noch einige Wochen entfernt liegt, spüren wir in Straßburg an vielen Ecken den hohen Stellenwert, den die Adventszeit hier einnimmt. Neben Geschäften, die das ganze Jahr nichts anderes als Christbaumschmuck verkaufen, bieten viele Bäckereien und Patisserien auch außerhalb der Saison die berühmten elsässischen Bredele an – Weihnachtsplätzchen in allen Formen und Farben. Besonders leckere probieren wir in der Maison Alsacienne de Biscuiterie, die im Elsass gleich mehrere Filialen hat – Geranien-Mandel-Plätzchen, Pistazien-Makronen und Anisbredele schmecken definitiv auch bei Sonnenschein! Auch das wohl bekannteste Elsässer Gebäck wird hier frisch gebacken und in verschiedenen Varianten angeboten: der Kougelhopf. Wir entscheiden uns aber für den nur hier erhältlichen Langhopf, einer Art Gourmet-Brioche mit Walnüssen, Haselnüssen, Mandeln, Rumrosinen und Gewürzen, der auch noch frisch und saftig ist, als wir einige Tage später in München ankommen. Maison Alsacienne de Biscuiterie // u.a. 16 rue du Dôme, Straßburg.

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    {Pain d’Epices Mireille Oster}

    Wenn man ohnehin schon dabei ist, elsässische Spezialitäten für zu Hause oder zum Verschenken einzukaufen, sollte man Mireille Oster und ihrer kleinen Boutique einen Besuch abstatten. Der ganze Laden duftet herrlich nach Gewürzen, denn hier hat man sich ganz und gar auf Pain d’Epices spezialisiert. In den Regalen stapeln sich unterschiedlichste Sorten des Gewürzbrots, einer Art Deluxe-Lebkuchen, die hier nicht nur zu Weihnachten gegessen wird. Ganz besonders hat es uns die Variante mit Ingwer und Zitrone angetan, sodass ein sehr kleines Tütchen für ein nicht ganz so kleines Vermögen in unserer Tasche landet. Pain d’Epices Mireille Oster // 14 Rue des Dentelles, Straßburg.

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    {Thierry Mulhaupt}

    Straßburg ohne Macarons zu verlassen, wäre in Anbetracht der Dichte an hervorragenden Patisserien undenkbar. Für die Salzkaramell-Macarons von Maison Naegel, in die wir uns beim letzten Mal verliebt haben, sind wir morgens zu früh dran und müssen auf die Patisserie Thierry Mulhaupt ausweichen, deren kleine bunte Kunstwerke in fast jedem Reiseführer empfohlen werden. Die leckeren Zitrone-Basilikum-, Johannisbeer-, Himbeer- und Piña Colada-Macarons werden uns die Autofahrt nach Nancy versüßen, doch ein bisschen wundern wir uns schon über die gigantische Macaronpyramide im Schaufenster und fragen uns, wer um Himmels willen 100 Macarons für 197€ kaufen würde. Thierry Mulhaupt // u.a. 18, Rue du Vieux Marché aux Poissons, Straßburg.

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    {Strasbourg Bière Import & Village de la Bière}

    Um ein weiteres Stück Elsass mit nach Hause zu nehmen, steuern wir die beiden Bierboutiquen Strasbourg Bière Import und Village de la Bière an und hoffen, dort auf ausgefallene regionale Bierspezialitäten zu treffen. Unsere Hoffnung wird erfüllt, denn die kleinen Läden widmen elsässischen und französischen Craft-Beer-Erzeugnissen gleich mehrere Regale. Mit nach München dürfen u.a. ein Matten Highway to Ale und ein Sainte Crucienne Apocalypse now (besonders Letzteres trifft genau unseren Geschmack). Strasbourg Bière Import // 3 Rue de la Division Leclerc & Village de la Bière // 22, rue des Frères, Straßburg.

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    {Au Brasseur}

    Biershopping macht durstig, deshalb gehen wir zum praktischen Teil über und finden hinter der Kathedrale eine nette Brasserie mit eigener Brauerei. Um einen guten Überblick über die hausgebrauten Biere zu bekommen, bestellen wir das Degustationsbrett mit vier verschiedenen Sorten: Blanche de l’Ill, Blonde des Bateliers, Ambrée St Guillaume und ein dunkles Brune du Quai. Die vielen Biercocktails auf der Karte klingen auch verlockend und die Speisen, mit denen die Nachbartische versorgt werden, sehen super aus. Besonders die Flammkuchen-Happy-Hour lacht uns an. Da uns jedoch gleich ein besonderes Abendessen erwartet, auf das wir uns schon seit Tagen freuen, müssen wir passen und merken uns Au Brasseur einfach für unseren nächsten Besuch in Straßburg. Au Brasseur // 22, rue des Veaux, Straßburg.

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    {La Cloche à Fromage}

    Die größte Käseglocke der Welt. 200 verschiedene Käsesorten. Ein Affineur, der sich auf die Veredelung von Rohmilchkäse spezialisiert hat. Braucht es noch mehr Gründe, in die Cloche à Fromage zu gehen? Für uns nicht! Bereits bei unserem ersten Besuch in Straßburg liebäugelten wir mit René Tourettes Restaurant und Käseladen und freuen uns, dass sich an diesem Abend alles um das Thema Käse drehen wird. Dennoch stellt uns die Karte vor eine Herausforderung, denn sie ist erstaunlich umfangreich und fast alles klingt nach unserem Geschmack. Um möglichst viele verschiedene Käsesorten kennenzulernen, entscheide ich mich für einen Degustationsteller mit elf Sorten Schafs- und Ziegenkäse. Mild, cremig, bröckelig hart, fast brennend kräftig im Geschmack – auf meinem Teller beginnt eine Entdeckungsreise durch die Welt des französischen Käses. Ich bin im Käsehimmel! Ausgewählt wurden die Sorten vom fachkundigen Personal, das jeden Teller nach persönlichen Vorlieben zusammenstellt – keiner gleicht dem anderen. Der äußerst aufmerksame und freundliche Service erklärt ausführlich die Spezialitäten, die sich mir präsentieren und sagt mir, ich solle ihn rufen, wenn ich beim letzten Stück Käse angelangt sei, denn er hätte noch etwas Besonderes für mich. Steffens Wahl fällt dagegen schnell – Raclette mit Morbier soll es sein. Kurz darauf wird ein riesiger halber Laib Morbier an unseren Tisch gebracht und in eine Raclettevorrichtung gespannt. Und tatsächlich bringt der cremige Aschekäse das beste Raclette hervor, das wir je probiert haben. Ich bin in der Zwischenzeit bei meinem letzten Stück Käse angekommen und rufe nach dem Käsemeister, der mir als „Dessert“ einen weißen süßen Sherry bringt, der nicht besser mit dem supercremigen, kräftigen Blauschimmelkäse harmonieren könnte. Was ein köstlicher Abschluss! La Cloche à Fromage // 27 Rue des Tonneliers, Straßburg.

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    {What the Fox}

    What does the fox drink? Irgendwie schaffen wir es trotz Käsekoma, uns aufzuraffen und uns in die Bar mit dem weißen Fuchs zu begeben, die sich auf Bier und Cocktails spezialisiert hat. Vermutlich sind wir die Ältesten hier – das Publikum in der jungen, hippen Bar ist ebenso jung, doch die Atmosphäre ist nett und entspannt, und außerdem leuchtet mein Cucumber Collins, der im Übrigen auch sehr gut schmeckt. Der Mann schlürft an einem cremigen White Fox mit Whisky, Crème de Cacao White, Cookie-Sirup und Sahne – lecker, aber nach dem ausladenen Käsedinner vielleicht doch etwas zu üppig. What the Fox // 13 rue de la Douane, Straßburg.

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    Und sonst so?

    {Barrage Vauban}

    Diesmal haben wir etwas Zeit, um die Aussicht von den Terrassen der Barrage Vauban zu genießen. Der Damm war einst Teil der Befestigungen Straßburgs und sollte im Notfall helfen, das Umland zu überfluten. 1870 wurde das Bauwerk übrigens wirklich dafür eingesetzt, sehr zum Pech der Bewohner_innen des Vorortes Neudorf, der danach ebenfalls unter Wasser stand. Aber da die Preußen vor den Toren standen, hielt man das wohl für das kleinere Übel. Heute hat man vom Damm aus einen tollen Ausblick auf die Stadt, besonders auf das Viertel Petite France und die drei Brückentürme der Ponts Couverts. Von dort aus kann man auch den Ausflugsschiffen auf der Ill zuschauen, die im Schatten der 120 Meter langen Mauer wenden.

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    {La Petite France}

    Von der Barrage Vauban aus lässt es sich anschließend durch das benachbarte Viertel La Petite France schlendern, in dem früher Fischer, Müller und Gerber zu Hause waren, was auch heute noch an vielen Verzierungen der Fachwerkhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert zu erkennen ist. Das einst raue und gefährliche Viertel versprüht heute mit seinen Kanälen, Staumauern und kleinen Gassen einen romantischen Charme, der viele Tourist_innen anlockt. Dennoch kann man hier immer wieder ruhige Ecken und eine Vielzahl an Restaurants und Cafés finden. Der Kaffee im Suspenders Coffeeshop schmeckt immer noch hervorragend und gibt uns den nötigen Antrieb, um nach dem Altstadtbummel noch ein Museum zu besuchen.

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    {Musée des Beaux-Arts}

    Auf Städtereisen versuchen wir immer, in der jeweiligen Stadt mindestens einen Museumsbesuch unterzubringen. Straßburg bietet dafür gleich eine Fülle an spannenden Museen. Diesmal lacht uns das Musée des Beaux-Arts an, das sich gleich neben dem Musée des Arts Décoratifs im prächtigen Palais Rohan, dem ehemaligen Stadtpalais der Fürstbischöfe, befindet. Wer nicht nur auf moderne Kunst steht und auch mit europäischer Malerei bis ca. 1870 etwas anfangen kann, wird hier locker ein bis zwei interessante Stunden verbringen können. In dem an sich schon sehr sehenswerten Gebäude werden die Kunstwerke wirklich toll in Szene gesetzt. Mit dem in der Touristeninformation erhältlichen Strasbourg-Pass bekommt man übrigens für 18,90 € den Eintritt in ein Museum seiner Wahl (sowie 50% Rabatt in einem weiteren), den Aufstieg auf die Kathedrale Notre-Dame, eine Bootsfahrt und einige weitere Vergünstigungen. Das Ticket ist drei Tage gültig und lohnt sich, wenn man mehrere Tage in der Stadt ist.

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    {Straßburger Münster}

    Eine der Hauptattraktionen der Stadt ist nicht zu übersehen: Das imposante Straßburger Münster (oder auch Kathedrale Notre-Dame) reicht 142 Meter in die Höhe, dessen Aussichtsplattform über 332 Stufen erklommen werden kann. Da wir den tollen Ausblick, der sich einem von dort bietet, bereits bei unserem letzten Besuch bewundern konnten, haben wir uns die Kirche diesmal aus einem etwas ungewöhnlicheren Blickwinkel angeschaut. Denn zwischen Juli und Mitte September dient die Seitenwand des Münsters als Leinwand für die imposante Lichtshow „La lumière intemporelle“. Erwartet hatten wir um ehrlich zu sein nur ein paar bunte Scheinwerfer, umso begeisterter sind wir von dem, was vor unseren Augen an die Kirchenwand projiziert wird. Über mehrere Beamer und viele Lautsprecher entfaltet sich über die gesamte Länge der Kirche eine richtige Geschichte, die vom Bau des Gebäudes und der Entstehung der Welt erzählt. Wer im Sommer in der Stadt ist, sollte sich das täglich stattfindende, kostenfreie Spektakel also nicht entgehen lassen.

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    Wer zum ersten Mal nach Straßburg kommt, sollte hier auf jeden Fall mehr als eine Nacht einplanen. Am besten erschließt sich einem die Stadt bei einem etwa drei- bis viertägigen Besuch. Selbst nach unserem zweiten Aufenthalt bleiben immer noch ein paar spannende Museen unbesucht und bis nach Krutenau haben wir es auch diesmal nicht geschafft. Also muss es wohl ein dritter Anlauf richten. Dann aber in der Vorweihnachtszeit, denn im Dezember soll sich die Stadt noch einmal von einer ganz anderen Seite präsentieren. Und wir möchten natürlich wissen, welche Lebkuchensorten die Bäckereien noch für uns bereithalten. 

    Hinweis: Mit diesem Beitrag nehmen wir am French City Award 2016 teil, der vom französischen Tourismusamt ausgerufen wurde. Herzlichen Dank an Atout France und Strasbourg Tourisme für die Einladung und Unterstützung. Unsere Meinung bleibt dabei, wie immer, unsere eigene.

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    Gebacken

    You say party, we say pie! Pumpkin Pie aka Kürbis-Tarte

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    Da ist sie wieder, die Pumpkin-Spice-Latte-Zeit, in der sich Blätter chamäleonartig verfärben, Menschen sich gebückt und nach Kastanien suchend durch Parks bewegen und das Verlangen nach Zimtduft in die Höhe schnellt. Der Herbst ist auch gleichzeitig die Jahreszeit, in der wir besonders vom Fernweh gepackt werden, genau genommen vom Fernweh nach Neuengland. Obwohl wir auch auch schon im Sommer durch Massachusetts, Vermont und Maine gereist sind, wird die Region für uns wohl immer mit riesigen Kürbissen, buntem Laub und Cinnamon-on-everything verbunden sein. Nachdem nun auch hier die ersten Kürbisse zu Burger, Pasta und Salat verarbeitet wurden und wir zudem stündlich Fotos von unserer durch Neuengland reisenden Familie zugeschickt bekommen, ist die Wehmut in diesem Herbst besonders groß.

    Gut, dass uns mit „USA vegetarisch“ genau zum richtigen Zeitpunkt ein Buch in die Hände gefallen ist, das uns zumindest kulinarisch einem unserer liebsten Reiseziele etwas näher bringt (eine ausführliche Buchvorstellung folgt in Kürze). Seit ein paar Wochen kochen und backen wir uns also durch Kürbissuppe, Waldorfsalat, Deep dish pizza & Co., doch ich ertappe mich dabei, wie ich immer wieder bei einem Rezept hängen bleibe: der Kürbis-Tarte aka Pumpkin Pie. Besonders zwischen Halloween und Weihnachten ist die würzige Tarte in den USA nicht wegzudenken und darf vor allem an Thanksgiving auf keinem amerikanischen Esstisch fehlen. Probiert habe ich die Pumpkin Pie allerdings noch nie, aber allein Zutaten wie Kürbis, Zimt, Vanille und Ingwer versprechen mir, dass ich sie mögen werde. Einzig der Schuss Bourbon, der in der Füllung landen soll, verunsichert mich als Whiskeyverabscheuerin zunächst. Doch der Mann insistiert, und er hat recht! Beim Probieren der ungebackenen Füllung muss ich zugeben, dass er da ganz wunderbar reinpasst. Ein bisschen verändert bzw. „amerikanisiert“ habe ich das Rezept dennoch und u.a. das fertige Lebkuchengewürz durch eine selbst zusammengerührte Pumpkin-Spice-Mischung ersetzt und die Backzeit deutlich erhöht.

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    Pumpkin Pie (für eine Pie-Form mit 20-24 cm Ø):

    Für den Teig

    175 g Mehl
    1 EL Zucker
    1 Prise Salz
    120 g kalte Butter + etwas mehr zum Einfetten
    3 EL sehr kaltes Wasser

    Für die Füllung

    1 TL gemahlener Ingwer
    1,5 TL Zimt
    ½ TL gemahlene Nelken
    ¼ TL Piment
    1 Prise Muskat
    425 g Kürbispüree (gibt es z.B. von Alnatura als „Babybrei“ zu kaufen, lässt sich aber auch leicht selbst machen)
    225 ml Sahne
    150 ml Milch
    3 Eier
    150 g brauner Zucker
    ½ TL gemahlene Vanille
    1 EL Bourbon-Whiskey

    Außerdem

    Backerbsen, Linsen o.ä. zum Blindbacken
    175 ml Sahne
    ggf. Spritzbeutel und Tülle

    1. Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel vermischen. Die kalte Butter in Stückchen schneiden, dazugeben und mit den Händen oder einem Mixer einarbeiten, bis sich feine Streusel bilden. Das Wasser hinzufügen und die Masse zu einem glatten Teig verkneten.

    2. Um den etwas klebrigen Teig leicht ausrollen zu können, den Teig am besten zwischen zwei Lagen Klarsichtfolie setzen, dann zu einem etwa 30 cm großen Kreis ausrollen. Die Pie-Form mit etwas Butter einfetten, den ausgerollten Teigkreis vorsichtig hineinlegen und fest andrücken. Damit der Rand genügend Stabilität bekommt und beim Backen nicht nach unten sackt, die Form am besten etwa 1 Stunde in das Tiefkühlfach stellen (diesen Tipp habe ich leider erst nach dem Backen entdeckt, weshalb mein Rand doch etwas in Mitleidenschaft gezogen wurde).

    3. In der Zwischenzeit den Backofen auf 190°C vorheizen. Vor dem Backen den Boden der Tarte mehrmals mit einer Gabel einstechen. Zunächst wird der Teig blindgebacken: Dafür die Form mit Backpapier abdecken und mit Backerbsen oder Linsen beschweren, damit der Teig beim Backen keine Blasen wirft. Den Boden nun 10 Minuten im heißen Ofen vorbacken. Herausnehmen, Backpapier und Hülsenfrüchte entfernen und abkühlen lassen.

    4. Währenddessen die Füllung vorbereiten: Ingwer, Zimt, Nelken, Piment und Muskat in einer kleinen Schüssel verrühren. Alle restlichen Zutaten in eine große Schüssel geben, 1 gehäuften EL der Gewürzmischung dazugeben und alles mit einem Pürierstab gründlich mischen. Die Füllung auf den vorbereiteten Boden geben und im heißen Ofen etwa 60-70 Minuten backen. Die Füllung sollte in der Mitte zwar fest sein, aber noch etwas wackeln. Die Pie vollständig abkühlen lassen

    5. Die Sahne mit einem Mixer steif schlagen und zum Kuchen servieren. Wer mag, füllt sie in einen Spritzbeutel inkl. Tülle und dekoriert den Kuchen mit kleinen Tupfen. Die restliche Gewürzmischung über die Sahne sieben. Wenn der Kuchen einen Tag durchgezogen ist, schmeckt er übrigens fast noch besser!

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