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    Gegessen, Gekocht, Gelesen, Gereist, Geteilt, Griechenland, Thessaloniki

    Was bisher geschah: März 2017 – kulinarisch durch Thessaloniki, vietnamesisch in München & Craft Beer in Pasing

    Kirschblüten

    Puh, schon wieder ist ein Monat vorbei und damit auch ein Viertel des Jahres. Wann hat es eigentlich angefangen, dass die Zeit einfach so vorbeifliegt? Vermutlich als wir anfingen zu arbeiten, denn im Studium kam mir das noch nicht so vor. Vielleicht vermisse ich auch nur die Zeit, die man zwischendurch fürs Nichtstun hatte. Besonders genervt hat uns letzten Monat, dass das letzte Märzdrittel von Hustenanfällen und viel zu hohem Taschentuchverbrauch bestimmt war. Es wird wirklich Zeit, dass wir die noch viel zu kühlen deutschen Nächte hinter uns lassen, aber mehr dazu weiter unten.

    Unterwegs

    Thessaloniki im kulinarischen Schnelldurchlauf

    Für jemanden, der seit frühester Kindheit Archäologe werden wollte und Bücher mit griechischen Sagen regelrecht verschlungen hat, ist 36 reichlich spät für die erste Reise nach Griechenland. Leider ist der Grund für den Trip nach Thessaloniki eine Dienstreise und freie Zeit dementsprechend knapp bemessen. Aber als richtiger Foodblogger schafft man es natürlich, sich auch in wenigen Stunden durch die Highlights einer Stadt zu futtern.

    Thessaloniki Umbrellas Schirme Installation Feed me up before you go-go

    Thessaloniki Schiff auf dem Meer Hafen Feed me up before you go-go

    Thessaloniki Promenade Hafen Feed me up before you go-go

    Los geht es mit dem angeblich besten Halva der Stadt in der Konditorei Blé, praktisch gelegen im Zentrum in der Agias Sofias 19. Mehr als ein Dutzend Halva-Sorten stehen zur Auswahl, darüber hinaus Kuchen, Schokolade und Sandwiches. Ich entscheide mich für eine Variante mit Pistazie und eine Pitatasche mit Tintenfisch. Beides schmeckt besonders gut mit Blick aufs Meer, z.B. am Hafen auf den Holzplanken unterhalb der „Umbrellas“ – einer sehr fotogenen Regenschirm-Installation des griechischen Künstlers Giorgos Zogolopoulos.

    Thessaloniki kulinarisch Feta Bar Mia Feta Tiki-Becher Feed me up before you go-go

    Zum Glück bleibt mir am letzten Tag der Reise etwas Zeit für den Einkauf kulinarischer Mitbringsel: Im Barsho gibt es allerschönstes Barzubehör, ausgefallene Cocktailbitters (Lakritz!) und fachkundige Beratung. Gleich nebenan kann man sich bei Olicatessen durch die Welt der griechischen Spezialitäten probieren, natürlich muss eine Flasche Olivenöl mit nach München. Was sonst noch typisch ist für Griechenland? Feta natürlich! Gut, dass es Mia Feta gibt, eine Feta-Bar, in der ich mir gleich ein riesiges Stück fassgereiften Schafskäse einpacken lasse. Um nach dem Shoppen seinen Hunger zu stillen, empfehle ich den angeblich besten Imbiss der Stadt. Bei Ντερλικατεσεν wird noch auf Kohle gegrillt und nach einem kurzen Schock, als ich sehe, dass nicht nur Halloumi und Hähnchen, sondern auch Pommes in meiner Pitatasche landen, kann mich diese griechische Eigenheit voll überzeugen.

    Thessaloniki kulinarisch Konstantinidis Konditorei Feed me up before you go-go

    Ihr habt noch Platz für Nachtisch? Dann empfiehlt sich ein Besuch bei Konstandinidis, die gleich mehrere Filialen in Thessaloniki betreiben. Die Spezialität des Hauses ist eine Art Mille-feuille, also Blätterteig mit Sahnefüllung und Mandelumhüllung, die vor meinen Augen frisch zubereitet wird. Von Festung und Altstadt habe ich leider wenig gesehen, aber vielleicht dauert es bis zum nächsten Griechenlandbesuch ja nicht wieder 36 Jahre!
    (Steffen)

    Kulinarisches Neuland mit kalifornischen Trockenpflaumen*

    Ein Nahrungsmittel, das bisher nicht gerade ganz oben auf unserer Einkaufsliste stand, durften wir letzten Monat in der Kounge von Holger Stromberg etwas intensiver kennenlernen. Kalifornische Trockenpflaumen hatte zum kreativen Kochkurs mit Frau Bunt eingeladen, um zu zeigen, dass die etwas schrumpeligen Früchte weitaus mehr können, als die Verdauung zu unterstützen. Wie wir erfahren haben ist es eine besondere Entkernungstechnik, die für die Saftigkeit der Trockenpflaumen sorgt. Der Kern wird regelrecht rausgeschossen, sodass eine Art Donutform zurückbleibt, die die Löcher gleich wieder schließt. Auf diese Weise bleibt beim Trocknungsprozess mehr Saft erhalten. Wir waren tatsächlich überrascht, wie vielfältig sich das Obst einsetzen lässt. Beim gemeinsamen Kochen entstanden u.a. ein Quinoa-Hirse-Salat mit Pflaumen-Balsamico-Crema und Urmöhren, gerösteter Blumenkohl mit Pflaumen-Chili-Kruste und Mutabbaq mit Mozzarella und Schafskäse, dazu Erbsen-Pflaumen-Eis – erfreulicherweise alles vegetarisch, auf Events fast schon eine Seltenheit! Wir selbst waren für eine Paste aus Bohnen und Trockenpflaumen zuständig, die zusammen mit Currybananen auf französisches Kichererbsenbrot (Socca) gestrichen wurde. Großartig! Das Fruchtige der Pflaume harmoniert in der Tat gut mit dem erdigen Geschmack der Bohnen – eine Kombination, die uns selbst vermutlich nicht eingefallen wäre und sogar die Bohnenskeptikerin im Team überzeugen konnte. Aktuell experimentieren wir mit den Pflaumen in der heimischen Küche und sind selbst gespannt auf die Kombinationen, die sich daraus noch ergeben werden.
    (Steffen)

    Workshop kalifornische Trockenpflaumen München Feed me up before you go-go

    Entdeckt

    Ja Mai, das schmeckt Fei Scho!

    Wer in München vietnamesisch essen gehen möchte, wird fast erschlagen von der Vielzahl an Restaurants, die sich der asiatischen Küche verschrieben haben. Gut für uns, denn wenn man mich vor die Wahl stellt, lande ich üblicherweise beim Vietnamesen und bin fest entschlossen, alle vietnamesischen Restaurants der Stadt auszuprobieren. Allerdings gibt es eine Handvoll Asiaten, zu denen es mich immer wieder hinzieht. Das Fei Scho im Gärtnerplatzviertel ist einer davon. Das Lokal besticht nicht nur durch eine kleine, feine Karte mit erfreulich vielen vegetarischen Gerichten, sondern auch durch seine etwas eigenwillige Einrichtung. Asiatische Lampions treffen auf bayrische Holzbänke – klingt komisch, ist aber durchaus gemütlich. Im Grunde kann ich hier die ganze Karte empfehlen, denn alles, was ich bisher probiert habe, schmeckte großartig und kam hübsch angerichtet auf den Tisch. Die Produkte sind frisch und stammen aus der Region, die Kombinationen sind sicher nicht immer authentisch vietnamesisch, aber spannend, handwerklich top und immer genau richtig portioniert. Die Glücksrollen (2,70 €) vorab (u.a. mit Süßkartoffel oder Tofu) sind ein Muss, der bunte Reisnudelsalat mit Süßkartoffel und Kichererbsen (10,90 €) sowie der Tofu mit Reis in Minz-Kokos-Zitronendressing (11,50 €) haben es mir gleichermaßen angetan. Dazu nette Gesellschaft und eine erfrischende Fei-Scho-Schorle mit Weißwein und Lavendel (6 €) und der Abend ist perfekt. Allein etwas Geduld sollte man mitbringen, denn der Service könnte manchmal etwas aufmerksamer sein. Und wer mal keinen Tisch im Fei Scho ergattert, findet mit dem Ja Mai im Glockenbachviertel das zweite Restaurant der Besitzerin Luu, das ein ganz ähnliches Konzept verfolgt und ebenso tolle vietnamesische Gerichte anbietet. Fei Scho // Kolosseumstraße 6, München; Ja Mai // Pestalozzistraße 9, München.
    (Sabrina)

    Fei Scho vietnamesisch essen in München Feed me up before you go-go

    Craft Beer und Regionales im Meisterstück*

    Pasing ist nicht gerade als kulinarischer Hotspot Münchens bekannt. Umso schöner, dass nun in das Gebäude des Pasinger Pumpenwerks (direkt am Bahnhof und somit sehr gut angebunden) ein neues Konzept Einzug hält. Einigen dürfte das Meisterstück wohl schon aus Berlin bekannt sein, ab Mitte April eröffnet nun auch in München eine Filiale. Wir durften uns beim Pre-Opening schon einmal mit der Angebotspalette vertraut machen. Das zentrale Thema ist Craft Beer, man setzt dabei vor allem auf regionale Brauereien: Tilmans, Munich Brew Mafia, Yankee & Kraut, Frau Gruber und einige mehr werden prominent an den Zapfhähnen vertreten sein. Dazu kommen internationale Biere, u.a. die ganze Braufaktum-Palette mit der Brooklyn Brewery und Mikkeller. Gut zu wissen, dass nun auch Münchens Westen mit ordentlichem Bier versorgt ist. Auch kulinarisch sind einige lokale „Meister“ vertreten , u.a. mit Fleisch, Brot, eingelegtem Gemüse und Senf (von unseren Favoriten Münchner Kindl). Gerade Ersteres war an diesem Abend himmlisch, besonders die 24 Stunden im Smoker gegarten Ribs fielen direkt vom Knochen. Vegetarisch könnte es dagegen übersichtlich werden, aber vielleicht überrascht uns die endgültige Speisekarte ja noch. Den Weg nach Pasing werden wir jedenfalls spätestens im Mai wieder auf uns nehmen. Meisterstück // Kaflerstr. 16, München.
    (Steffen)

    Meisterstück Pasing Munich Brew Mafia Craft Beer

    A bisserl was geht immer: Ruby Lilly Hotel*

    Vor gut zwei Jahren haben wir nach einem Besuch im Stenz beschlossen, eine Münchner Bildungslücke zu schließen und holten innerhalb kürzester Zeit alle Folgen von „Monaco Franze“ nach. Nach anfänglicher Skepsis verliebten wir uns ein wenig in den traurigen Kommissar und verstehen, warum er die Popkultur der Stadt bis heute prägt. Seinen Spuren ist man auch im Ruby Lilly – einem der neuesten Hotels der Ruby-Gruppe – gefolgt, das vor Kurzem in der Dachauer Straße zwischen Hauptbahnhof und Stiglmaierplatz eröffnet wurde. Das ehemalige Bürogebäude wurde vollständig umgebaut und bietet nun das, was bei der Führung durchs Hotel als „Lean Luxury“ bezeichnet wird: Keinen unnötigen Schnickschnack, dafür bezahlbare, hochwertige und äußerst stylische Übernachtungsgelegenheiten in Innenstadtnähe. Zimmer gibt es von kuscheliger Nest- bis Wow-Größe (ab 94 €/DZ), alle gleichermaßen hübsch und gemütlich eingerichtet. Die Lobby wird von einer Bar im Industrie-Chic dominiert, die gleichzeitig als Rezeption fungiert. Wenn man dort auf dem Barhocker sitzt, die Spiegelungen der Schickeria-Leuchtschrift betrachtet und an einem Drink der kleinen, aber feinen Getränkekarte (u.a. mit Tilmans- und Crew-Republik-Bieren) nippt, versteht man den Reiz, den Hotelbars auf viele Menschen ausüben.

    Ruby Lilly Hotel München Eröffnung Schickeria

    Ruby Lilly Hotel München Eröffnung Zimmer und Bar

    Und was hat das alles jetzt mit Monaco Franze zu tun? Wie alle Ruby Hotels ist auch das Münchner Ruby Lilly einem Thema untergeordnet. Hier sind es nerdig-nette Details aus den 80ern, die sich durchs gesamte Hotel ziehen. So gleicht der Eingang einem Schrein aus Mixtapes, Testbilder zieren die Teppiche auf den Fluren und die Bibliothek lädt nicht nur zum Lesen, sondern auch zum Twisterspielen ein. Eigentlich fast schade, dass wir selbst nie ein Hotelzimmer in München benötigen, aber für den nächsten Trip nach Wien behalten wir Ruby auf jeden Fall im Hinterkopf. Ruby Lilly Hotel & Bar // Dachauer Str. 37, München.
    (Sabrina)

    Bier des Monats: Nectar of Gods

    Unser hochprozentiges Highlight kommt diesmal aus einer ganz jungen Brauerei aus Gundelfingen. Frau Grubers Braumeister bringt jedoch einiges an Erfahrung mit, war er doch zuletzt bei einer unserer Lieblingsbrauereien – Riegele in Augsburg – aktiv und sorgt jetzt bei Camba Bavaria für die richtige Gärung. Ganz nebenbei entstehen unter dem Namen Frau Gruber eigene Biere – ziemlich tolle sogar. Wir haben uns ein wenig in das Imperial IPA „Nectar Of Gods“ verliebt. Kräftige 8,5%, aber dank der unglaublichen Maracujaaromen in Nase und Mund ist davon erst einmal wenig zu spüren. Nicht zu bitter, eher unterstützt durch eine süße Malzigkeit und mit einem angenehm vollen Mundgefühl versehen, ist das Nectar of Gods ein sehr trinkbares Double IPA, das hoffentlich eine Weile auf dem Markt bleiben wird. Wir sind schon gespannt, was Frau Gruber sonst noch aus dem Braukessel zaubern wird!
    (Steffen)

    Frau Gruber Nectar of Gods Bier Craft Beer Feed me up before you go-go

    Rezept-Quickie

    Spargelgemüse aus dem Ofen mit Bärlauchpesto

    Scheinbar haben wir unseren Urlaub in diesem Jahr etwas ungünstig gelegt. Wir verlassen Deutschland mitten in der Spargel- und Bärlauchsaison. Wie fahrlässig! Bis zum Abflug bleibt nicht mehr viel Zeit und so versuchen wir seit Ende März, so viel wie möglich von beidem auf unseren Speiseplan zu packen. Am besten in Kombination wie bei diesem einfachen, aber wirkungsvollen Rezept, das unglaublich nach Frühling schmeckt und auch nach Feierabend kaum Arbeit macht. Wenn ihr auch so auf Bärlauch steht wie wir, dann klickt euch doch mal durch unsere anderen Bärlauchrezepte.

    Spargel mit Kartoffeln Möhren und Bärlauchpesto Rezept Feed me up before you go-go

    Für 2 Hungrige:

    600 g kleine Kartoffeln
    200 g Möhren
    500 g grüner Spargel
    Olivenöl
    Meersalz, Pfeffer
    4 EL Schmand
    4 EL Bärlauchpesto

    Den Ofen auf 220 °C vorheizen. Die Kartoffeln waschen und in Spalten schneiden. Die Möhren schälen, halbieren und längs in 1 cm dicke Stifte schneiden. Die holzigen Enden des Spargels abschneiden, den Spargel ggf. bis zur Mitte des Stängels schälen. Kartoffeln und Möhren mit etwas Olivenöl auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Im Ofen etwa 15 Minuten backen, zwischendurch wenden. Dann den Spargel dazwischen verteilen, mit etwas Öl beträufeln, alles salzen und pfeffern und nochmals 10-15 Minuten (je nach Spargeldicke) im Ofen backen. Wenn alles gar ist, Kartoffeln und Gemüse auf zwei Teller verteilen, ggf. noch einmal nachwürzen. Schmand und Bärlauchpesto darauf verteilen und sofort servieren.
    (Steffen)

    Lesenswert

    Frühstücksfremdeln

    Wir lieben die erste Mahlzeit des Tages. Sei es am heimischen Esstisch, in Münchens Stadtvierteln oder gleich den Hotspots der amerikanischen Ostküste. Gerade im Urlaub freuen wir uns auf ausgedehnte Frühstücksgelage und probieren dabei gerne Typisches und für uns vielleicht Ungewöhnliches des jeweiligen Landes – Frühstücksburritos in Boston, Shakshuka in Tel Aviv, Tostada mit Olivenöl, Knoblauch und Tomate in Bilbao. Süß, salzig, egal, immer her mit dem guten Zeug! Doch offenbar gehören wir damit eher zur Ausnahme, denn eigentlich sei unser Körper, genauer gesagt unser Mikrobiom, gar nicht darauf aus, sich morgens auf große Experimente einzulassen, so Susanne Schneider in einem spannenden Artikel im SZ-Magazin.
    (Sabrina)

    Fernwehauslöser

    Wenn das Fernweh ohnehin schon groß ist, lässt man sich besonders gerne verführen, taucht noch viel lieber als sonst in fremde (Bilder-)Welten ein und ist schnell nur einen Mausklick davon entfernt, den nächsten Urlaub zu buchen. So ging es mir fast täglich in den letzten zwei Wochen, denn über ihren Instagram-Account konnte man Ylva von Der Klang von Zuckerwatte auf ihrer Reise durch Japan begleiten. Dort berichtete sie ausführlich von Schönem, Kulinarischem und Kuriosem aus Tokio und Kyōto. Japan – vielleicht wird das im nächsten Jahr endlich was mit uns!
    (Sabrina)

    Was steht an?

    Palme Florida Orlando Feed me up before you go-go

    Aufbruch in die Südstaaten

    In ein paar Tagen verabschieden wir uns für ein Weilchen in die drückende Schwüle der amerikanischen Südstaaten. Auf dem Plan stehen acht Bundesstaaten und genügend Restaurants, Bars und Plantagen, um dort locker ein halbes Jahr zu verbringen. Gleichzeitig beschäftigt uns die Frage, ob die USA aktuell noch ein angemessenes Reiseziel sind. Unsere Reise steht seit Ende letzten Jahres fest und auch wenn wir das Glück haben, aufgrund von Namen und Aussehen an der Grenze wohl nichts befürchten zu müssen, bleibt ein mulmiges Gefühl. Aber wie kann denn Solidarität mit den Menschen aussehen, die unter der neuen Regierung Probleme bekommen? Sollte man grundsätzlich nicht mehr in Länder reisen, in denen rechte Populisten an der Macht sind, Journalist_innen reihenweise inhaftiert werden, Frauen noch immer zu wenig Rechte haben oder Menschenrechte missachtet werden? (Tschüss Polen, Ungarn, Türkei, Marokko, Vereinigte Arabische Emirate, Katar, Indonesien … die Liste könnte ewig weitergehen.) Die USA sind davon zwar noch (weit) entfernt, aber bewegen sich in eine politische Richtung, die uns Bauchschmerzen bereitet. Gleichzeitig sind wir gespannt darauf, die aktuelle Stimmung vor Ort zu erleben und mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Wie seht ihr das? Spielt Politik eine Rolle bei der Auswahl eures Urlaubslandes?
    (Steffen)

    Fotocredits: Foto der Kirschblüten: Anthony Delanoix via Unsplash; Schwarz-Weiß-Foto aus dem Meisterstück: Thomas Vonier von omoxx.

    Hinweis: Zu den mit Sternchen (*) markierten Veranstaltungen wurden wir freundlicherweise eingeladen – wie immer bleibt unsere Meinung davon unberührt.

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    Weihnachten mit Jamie Oliver {Buchvorstellung: Weihnachtskochbuch}

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    In unserem letzten Monatsrückblick haben wir bereits verraten, dass ich kürzlich einen kleinen Fanboy-Moment mit Jamie Oliver erleben durfte, der im November nach München kam, um sein im DK Verlag erschienenes Weihnachtskochbuch vorzustellen. Die Weihnachtsfeiertage stehen nun zwar unmittelbar bevor, doch vielleicht fehlt euch ja noch die entscheidende Idee fürs Menü. In diesem Fall könnte das 400 Seiten dicke Werk eure Rettung sein. Unsere ist es nämlich, und wir freuen uns, endlich die jahrzehntealte Fondue-Tradition unserer Familie mit Jamie Olivers Nussbraten aufzubrechen. Der britische Koch – selbst großer Fan des Fests wie er uns bei der Buchvorstellung verriet – hat jetzt die besten Weihnachtsrezepte der letzten 17 Jahre noch einmal zusammengefasst.

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    Belgrad, Gegessen, Gelesen, Gereist, Geteilt, Serbien

    Was bisher geschah: Oktober 2016 – Weinwanderungen, Fleischkoma & baskische Pintxos

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    Öfter mal was Neues. Nach fast fünf Jahren Feed me up before you go-go (ja, nicht nur wir werden langsam alt, sondern auch der Blog), ist das vielleicht auch höchste Zeit. Rückblickend auf die letzten Wochen, Monate und vielleicht sogar Jahre müssen wir uns eingestehen, dass wir nicht so oft zum Bloggen kommen, wie wir es gerne würden. Berufliche Verpflichtungen, Freizeitstress, Offlineleben und so – ihr kennt das. Das ist ein bisschen schade, denn eigentlich hätten wir genügend Ideen, stolpern über viele schöne Dinge und erleben interessante Begegnungen, über die wir gerne berichten würden, die es dann aber aus Zeitgründen doch nicht auf den Blog schaffen. Deshalb haben wir uns überlegt, in einem monatlichen Rückblick ein paar dieser Sachen zu sammeln und mit euch zu teilen. Das kann ein Restaurant sein, das wir entdeckt haben, neue Kochbuchzugänge, die den Stapel im Wohnzimmer zum Wackeln bringen (im Regal findet sich schon längst kein Platz mehr) und andere lesenswerte Beiträge, spannende Events, Städte oder Länder, die wir besucht haben, oder auch mal ein Rezept-Quickie (wenn es abends mal wieder zu dunkel für ein richtiges Fotoshooting war, uns das Gericht aber dennoch begeistert hat). Mal kurz, mal in etwas ausführlicher Form. Ihr merkt – so ganz wissen wir selbst noch nicht, wohin das alles führen soll. Ob wir das jeden Monat durchhalten? Keine Ahnung! Ob euch das überhaupt interessiert? Das müsst ihr uns sagen! Wir nennen es vorerst mal ein „Experiment“ und freuen uns über euer Feedback und eure Anregungen. Read more

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    All you can Burger {Buchvorstellung: Burger unser}

    Big Hahuna Burger mit gebratener Ananas und Kokos-Chili-Mayo Rezept Feed me up before you go-go-1

    Als der Burger-Boom vor ein paar Jahren auch in Deutschland Fahrt aufnahm und (zunächst vor allem in Berlin) immer mehr Burgerrestaurants eröffnet wurden, haben auch wir uns anstecken lassen und begannen, in der heimischen Küche zu experimentieren. Wir achteten auf die Qualität des Fleisches, verzweifelten an der Suche nach guten Burgerbrötchen und verbrachten viel Zeit damit, den perfekten vegetarischen Bratling zu entwickeln. Verschämt erinnern wir uns an die finsteren Tage unserer Studienzeit, als Tiefkühlpatties, wässrige Tomaten und billiger Ketchup alles waren, was wir uns unter dem Begriff „Burger“ vorstellen konnten. Was hätten wir um ein Buch gegeben, das uns aus der Dunkelheit geführt und auf den wahren Weg des Burgergenusses gelenkt hätte. Zwar sind in den letzten Jahren viele Bücher erschienen, die Grundlegendes in Sachen Patty und Bun klarstellen, aber zu wahrer Erleuchtung haben die wenigsten geführt. Erst jetzt scheint der Burgergott ein Einsehen gehabt zu haben, hat gesehen, dass die Menschen lange genug unter trockenem Fleisch, bröckeligen Brötchen und langweiligen Saucen gelitten haben. Um diesem unwürdigen Zustand ein Ende zu setzen, hat er die Gebote des Bratens und Backens diktiert und uns das „Burger Unser“ beschert. Read more

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    Kochen mit Bier: das Craft Beer Kochbuch {Buchvorstellung}

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    © Daniela Haug/Brandstätter Verlag

    Der Craft-Beer-Trend reißt einfach nicht ab. Nachdem inzwischen nicht nur die großen Getränkekonzerne eigene Pale Ales auf den Markt werfen, sondern Doppelbock und Zwickerl sogar beim Discounter zu finden sind, ist es kein Wunder, dass die Craft-Beer-Welle auch auf den Kochbuchmarkt überschwappt. Eines der schönsten neuen Bücher, das Bier und Kochen miteinander verbindet, ist vor einiger Zeit bei uns eingezogen und hat uns bereits u.a. eine extrem leckere Sauerkrautpizza mit dunklem Hefeweizen im Teig beschert.

    „Craft Beer Kochbuch“ nennt sich das im Brandstätter Verlag erschienene Werk ganz schnörkellos. Geschrieben wurde es von Torsten Goffin und Stevan Paul, fotografiert von Daniela Haug. Zumindest Zweitgenannter sollte den geneigten Kochbuchkäufer_innen ein Begriff sein. Wer Stevan Pauls bisherige Bücher oder seinen Blog Nutriculinary kennt, ahnt, dass sich auch hinter diesem Titel ein ansprechendes und hochwertiges Buch verbirgt.

    Worum gehts?

    Der Titel verspricht ein Craft-Beer-Kochbuch, also Rezepte nicht nur zum, sondern auch mit Bier; nicht nur Foodpairing, sondern eben auch Bier in der Soße, Bier im Teig und Bier im Nachtisch. Denn bisher, so die Autoren im Vorwort, sei der Verbindung von Essen und Bier noch viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt worden. Dementsprechend will das Buch auch Grundlagenforschung betreiben und präsentiert auf den 240 Seiten nicht nur 44 Rezepte, sondern auch massig Infos zum weiteren Themenfeld. So wird z.B. erklärt, welche Regeln beim Foodpairing mit Bier hilfreich sind, ohne dabei dogmatisch zu werden. Das Buch möchte Anstöße geben und die Leser_innen auffordern, die spannende Welt des internationalen Craft-Beer-Booms zu entdecken.

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    © Daniela Haug/Brandstätter Verlag

    Aufbau & Optik

    Beim ersten Durchblättern fallen die vielen Fotos und das dicke, matte, griffige Papier auf, das für eine robuste, zum Thema passende Haptik sorgt. Auch das recht dunkel gehaltene Layout stimmt gut in die Thematik des Buchs ein. Ein nettes Gimmick ist übrigens im Einband in Form eines Bierdeckels versteckt. Nun aber zum Inhalt: Die ersten 20 Seiten beschäftigen sich mit den Grundlagen des Brauens, der Geschichte des Kulturguts Bier von Ägypten bis Brooklyn und des Hopfens, aber auch mit der Wahl des richtigen Glases (hier liegt der Fokus auf dem Angebot von Spiegelau, über deren Gläser wir ja auch schon berichtet haben) und mit dem Thema Foodpairing. Damit ist klar, dass sich das Buch nicht nur an Expert_innen richtet, sondern auch Leser_innen abholt, die Bier bisher nur im Sonderangebot gekauft haben. Für interessierte Laien oder gar Hobbybrauer_innen dürften die Kapitel, in denen Bier auf Essen trifft, wohl den größten Neuigkeitswert bieten. Da allerdings alle Texte von Torsten Goffin interessant und kenntnisreich verfasst wurden, sind alle Exkurse auch für diejenigen spannend, die schon etwas Vorwissen mitbringen und können vielleicht sogar der Auffrischung des eigenen Wissens dienen. Im Hauptteil des Buchs wechseln sich Rezepte, Infoseiten zu den wichtigsten Bierstilen und Reportagen zu 15 verschiedenen Brauereien ab. Letztere porträtieren zum einen Größen der Szene, die man auch aus anderen Büchern kennt, wie Schneider, Ale-Mania, Sierra Nevada oder de Molen, aber auch unbekanntere Bier-Aficionados, wie Feral aus Australien, BRLO aus Berlin oder Vormann aus Hagen-Dahl, werden auf jeweils sechs Seiten in Text und Bild vorgestellt. Ähnlich wie im Craft-Bier-Buch“ von Sylvia Kopp erfährt man viel über die jeweiligen Eigenheiten der Brauereien, und zumindest bei mir ist die Liste der zu probierenden Biere wieder einmal um dutzende Flaschen und Dosen gewachsen.

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    © Daniela Haug/Brandstätter Verlag

    Die Rezepte

    Die Rezepte sind in fünf Kategorien unterteilt: Vorspeisen, Fisch, Fleisch, Klassische Bierküche und Desserts. Wer genau aufgepasst hat, dem sollte aufgefallen sein, dass ein Kapitel mit vegetarischen Rezepten ausbleibt. Damit wären wir auch schon beim für uns größten Kritikpunkt, denn für nicht-fleischessende Haushalte ist das Buch nicht uneingeschränkt geeignet. Auch bei den kleineren Gerichten liegt der Fokus auf Fleisch und Fisch, was 2016 in der Tat etwas schade ist und wo ich mir von Stevan Paul etwas mehr Mut gewünscht hätte. Wer allerdings nicht auf Fleisch und Fisch verzichtet, der findet hier tolle Gerichte, die zwar oft das Klischee deftiger Wirtshausküche bedienen, aber gerade im Fisch-Kapitel auch sanftere Töne anschlagen. Man merkt außerdem, dass dies nicht Stevan Pauls erstes Kochbuch ist, denn die Rezepte sind logisch aufgebaut, unbekanntere Zutaten oder Zubereitungsmethoden werden erklärt und alte Klassiker mit ungewöhnlicheren Zutaten aufgefrischt (das Schnitzel kommt z.B. vom Hirsch und wird mit einer Kartoffel-Zitronen-Gremolata verfeinert). Neben der wirklich sehr leckeren Sauerkrautpizza haben wir auch den Cheeseburger mit Bierzwiebeln probiert, der uns ebenfalls ziemlich gut geschmeckt hat.

    Jedes Rezept wird durch eine (sehr gelungene) zweigeteilte Bierempfehlung ergänzt. Zum einen werden ganz allgemeine Stile oder Geschmackstypen empfohlen, zum anderen gibt es immer auch „die besondere Empfehlung“ mit ein oder zwei Bieren, die perfekt zum Gericht passen. Glücklicherweise sind die Autoren dabei auf dem Teppich geblieben und haben nicht nur Raritäten ausgewählt, sondern empfehlen größtenteils gut erhältliche Biere.

    Sauerkraut-Pizza mit Bierteig Rezept Feed me up before you go-go-3

    Fazit

    Ein rundum gelungenes und durchdachtes Buch in schöner Optik, das nicht einfach auf der Craft-Beer-Welle mitsurft, sondern diese vielmehr voranbringt. Einzig ein wenig mehr Rücksicht auf vegetarische Craft-Beer-Fans hätten wir uns gewünscht. 4 von 5 Bierdeckeln.

    Beer-download Stevan Paul, Torsten Goffin, Daniela Haug

    „Craft Beer Kochbuch“

    Brandstätter Verlag, Wien 2015

    € 34,90

    Vielen Dank an den Brandstätter Verlag, der uns ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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    Gebacken, Gelesen

    Schwarzes aus dem Ofen: Lakritz-Cantuccini {Buchvorstellung: Lakritz}

    Lakritz-Cantuccini Rezept Feed me up before you go-go-1

    Hallo, ich heiße Sabrina und ich bin lakritzsüchtig. Die Anzahl derer, die mir auf dieses Bekenntnis ein verständnisvolles „hallo, Sabrina“ entgegnen, ist für gewöhnlich überschaubar. Gleichgesinnte sind rar. In meinem Freundes- und Familienkreis stehe ich mit meiner Sucht fast alleine da. Doch scheinbar gibt es noch mehr von uns Lakritzverrückten, denn das Buch „Lakritz. Süße & herzhafte Rezepte mit dem schwarzen Gold“ wurde sicher nicht nur meinetwegen veröffentlicht (zumindest wäre das dem Verlag zu wünschen).

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    Worum gehts?

    Lakritz. Natürlich! In sämtlichen Formen und Konsistenzen. Die schwedische Köchin und Konditorin Elisabeth Johansson hat über 60 süße und herzhafte Rezepte zusammengetragen, in denen das „schwarze Gold“ eine tragende Rolle spielt. Das trifft sich wunderbar, denn wie auf unserer Über-uns-Seite erwähnt, möchte ich schon seit einer Ewigkeit mal mit Lakritz backen und kochen. Darüber hinaus liefert das kleine Buch einige Infos über Gewinnung und Verwertungsformen der Süßholzwurzel, zu ihren Eigenschaften als Heilpflanze und zur Geschichte ihrer Verwendung in Speisen und Getränken.

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    Aufbau & Optik

    Kompakt und handlich kommt das 144-seitige Buch aus dem Landwirtschaftsverlag daher. Eine übersichtliche Gliederung in die drei Hauptteile „Lakritzfakten“, „Rezepte“ und „Ausprobieren“ hilft dabei, sich schnell einen Überblick zu verschaffen und im Buch zurechtzufinden. Auf den kurzen Einführungsseiten erfahre ich z.B., dass ich wohl mal Urlaub in Kalabrien machen sollte – dort wächst die Lakritze nämlich wild – und wie die bis zu acht Meter langen Lakritzwurzeln verarbeitet werden. Wer Lakritze selbst ziehen möchte, kann das sogar auf dem heimischen Balkon. Allerdings sollte man Geduld mitbringen, denn bis man die Lakritzwurzel ernten kann, vergehen schon mal drei bis vier Jahre. So geduldig bin ich nicht, also blättere ich weiter zu den Rezepten und komme aus den „aaahs“ und „ooohs“ gar nicht mehr raus, weil ich am liebsten jedes Rezept gleich ausprobieren möchte. Zum Schluss liefert das Buch neben einem kurzen historischen Rückblick auf den Einsatz von Lakritze auch Tipps für Tastings sowie eine Reihe von Bezugsquellen (die auch gleich ausprobiert wurden). Ganz der Lakritzthematik folgend gibt sich auch das Layout des Buchs. Die Farben Schwarz und Weiß dominieren nicht nur die reduzierte Gestaltung, sondern auch die wirklich ansprechenden Food-Fotos. Die dunklen Fotografien von Helén Pe kommen angenehm unüberladen und stimmungsvoll daher. Gefällt! Sehr sogar.

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    Die Rezepte

    Süßigkeiten, Eis, Gebäck, Desserts, Kochen, Getränke – so lautet die Unterteilung der sechs Rezeptkapitel, die schon erahnen lassen, wie vielseitig die schwarze Wurzel einsetzbar ist. In ihren Rezepten zeigt Elisabeth Johansson nicht nur die unterschiedlichen Formen und Konsistenzen, in denen Lakritz beim Kochen und Backen Verwendung finden kann, sondern auch viele verschiedene Geschmackskombinationen, die auf den ersten Blick vielleicht ungewöhnlich erscheinen, aber sich als ganz großartig erweisen; z.B. Lakritz und Käse, Kirschen und Lakritz oder – für die Fleischfraktion – Geflügel mit Lakritzglasur. Doch am naheliegendsten ist der Einsatz von Lakritzpulver wohl in süßen Speisen, weshalb der Großteil der Rezepte sich auch auf diesen Bereich konzentriert. Lakritztrüffel, Lakritz-Kirsch-Eis, Lakritzschnecken, Lakritz-Karamell-Törtchen, aber auch Lakritzpasta und Lakritz-Melonen-Schnaps – klingt das nicht toll? Doch gerade bei den herzhaften Speisen hätte ich mir als Vegetarierin auch ein bis zwei Rezepte gewünscht, die ohne Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchte auskommen. Dennoch ist meine Nachmach-Liste nach dem Durchblättern monströs lang – ich muss mir nur noch eine/n Willige/n suchen, der meine Lakritzleidenschaft teilt (der Mann rümpft schon die Nase, wenn er das Buch nur auf dem Tisch liegen sieht). Nicht ganz einfach zu finden, sind jedoch die unterschiedlichen Lakritzformen, die in den Rezepten verwendet werden. So benötigt man für manche Gerichte z.B. Lakritzgranulat, Lakritzpulver, Lakritzaroma, Salzlakritzpulver oder Lakritzwurzel, die selbst die Shops, die im Anhang als Bezugsquellen gelistet sind, nicht immer vorrätig haben. Man sollte also beim Ausprobieren etwas erfinderisch sein.

    Ein Rezept, das selbst Lakritzskeptiker überzeugen könnte, sind in jedem Fall die Cantuccini, die ich kürzlich ausprobiert habe. Der Lakritzgeschmack ist fein nuanciert, obwohl ich die Menge des Pulvers und der Lakritzbonbons im Rezept bereits etwas erhöht habe. So ließ sich sogar der Mann bequatschen, diese Variante des italienischen Mandelgebäcks zu probieren (und schien sie gar nicht mal so schlecht zu finden, auch wenn er das als Lakritzverächter niemals zugeben würde).

    Lakritz-Cantuccini Rezept Feed me up before you go-go-3

    Lakritz-Cantuccini (für ca. 50 Stück):

    100 g weiche Butter
    170 g Zucker
    3 Eier
    380 g Mehl
    1 TL Vanillezucker
    1 TL Backpulver
    1 Prise Salz
    2 EL Lakritzpulver
    125 g dunkle Schokolade
    130 g Mandeln
    12 weiche Lakritzbonbons
    3 EL Rohrzucker

    1. Den Ofen auf 175°C vorheizen. Butter, Zucker, Eier, Mehl, Vanillezucker, Backpulver, Salz und Lakritzpulver in einer Schüssel miteinander vermischen. Die Schokolade und die Mandeln grob hacken, die Lakritzbonbons in kleine Stücke schneiden und alles unter den Teig heben.

    2. Den Teig dritteln und jeweils zu einer backblechlangen Rolle formen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit dem Rohrzucker bestreuen. Auf der mittleren Schiene des Ofens etwa 20-25 Min. backen. Aus dem Ofen holen und 10 Min. abkühlen lassen. Den Ofen auf 150°C runterschalten.

    3. Die Stangen schräg in 1-1½ cm dicke Stücke schneiden. Mit einer Schnittfläche nach oben noch einmal aufs Backblech legen und im Ofen weitere 10 Min. trocknen lassen. Den Ofen dann ausschalten, die Cantuccini aber noch 10 Min. drin lassen. Anschließend herausholen, vollständig abkühlen lassen und in einer gut verschließbaren Dose aufbewahren.

    Lakritz-Cantuccini Rezept Feed me up before you go-go-2

    Fazit

    Das perfekte Buch für Lakritzsüchtige und solche, die es werden wollen. Hier sollte für (fast) jeden Geschmack etwas dabei sein: Rezepte mit nur einem Hauch Lakritzgeschmack für Einsteiger_innen, die sich noch nicht ganz sicher sind, ob sie sich mit Lakritz anfreunden können, und Gerichte mit ordentlichem Lakritzwumms für Die-hard-Fans. Für mich eindeutig das schönste Buch über Lakritz, das mir bislang begegnet ist! 4,5 von 5 Lakritzschnäpse.

    Cover LakritzElisabeth Johansson; Helén Pe

    „Lakritz. Süße & herzhafte Rezepte“

    LV-Buch, Münster 2014

    € 19,95

    Vielen Dank an LV-Buch, die uns ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

     

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    Gelesen

    Don’t call it Imbissbude! Food Trucks: Kreative Küchen auf Rädern {Buchvorstellung + Verlosung}

    Swagman Food Truck Circus of Food-1

    Hall of Taste, Food Truck Circle, Circus of Food – fast wöchentlich schießen derzeit in München neue Street Food Markets aus dem Boden, die dazu beitragen, dass Food Trucks wie Grillin‘ Me Softly, die intolerante Isi oder Isardogs mittlerweile zum festen Bestandteil des Münchner Straßenbildes gehören. Den Besuchermassen nach zu urteilen, die jedes Mal wieder die Street-Food-Märkte überrennen, scheint der Heißhunger auf Burger, Pulled Pork, Burritos & Co. ungestillt.

    Neu ist das Konzept von fahrenden Imbissen natürlich nicht, waren doch schon unsere Eltern große Anhänger von „Anna’s Worschtbude“ und Konsorten. Natürlich mit Deppenapostroph, dafür ohne Anglizismen und mit deutlich weniger Tattoos. Die aufgepimpte Version der Frittenbude haben wir den USA zu verdanken, wo Food Trucks schon seit Jahren die kulinarische Grundversorgung der Großstädter sicherstellen. Während das Angebot der amerikanischen Trucks oft den Melting Pot mit seinen verschiedenen Einwanderergruppen widerspiegelt, besinnt man sich in der deutschen Szene nicht allein auf Street-Food-Klassiker wie Pulled Pork Sandwiches und Burger, sondern auch auf regionale Spezialitäten. Käsespätzle, Rösti, Backfisch, you name it. Natürlich in Bio-Qualität, möglichst nachhaltig und lokal produziert.

    Food Trucks Kreative Küchen auf Rädern-1

    © Toby Binder/Prestel Verlag

    Einen schönen Überblick über die explosionsartig expandierende Food-Truck-Landschaft in Deutschland liefert ein Bildband, der vor Kurzem im Prestel Verlag erschienen ist: Food Trucks. Kreative Küchen auf Rädern stellt über 30 der hippen Trucks, ihre BetreiberInnen und die Geschichten dahinter vor. Die Texte im Buch sind dabei so abwechslungsreich wie die Konzepte der Food Trucks selbst. Interviews, Tagesabläufe, kurze Beobachtungen und Selbstbeschreibungen geben Einblicke in die Beweggründe der Truckies, die harte Arbeit hinter den Kulissen und die Food-Truck-Szene allgemein. Ein paar Beispiele?

    Food Trucks Kreative Küchen auf Rädern-4

    © Toby Binder/Prestel Verlag

    Die mörderische Hitze Australiens hat das Paletas-Team aus Berlin auf die Idee gebracht, schwitzende Deutsche mit selbst gemachtem Eis am Stiel zu versorgen. Ihre Obst- und Gemüsebomben sind vegan, aus ganzen Früchten und ohne Zusatzstoffe.

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    © Toby Binder/Prestel Verlag

    Ein schräger Typ, der aus dem Kofferraum seines Oldtimers Süßigkeiten an Kinder verkauft? Klingt ein bisschen creepy! Aber für Andreas Oertel ist das Candy Car ein wahr gewordener Traum, mit dem er seine Liebe zu den USA und amerikanischen Süßigkeiten auslebt.

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    © Toby Binder/Prestel Verlag

    Das Team vom Heißen Hobel hat sich dagegen dem Allgäuer Nationalgericht Käsespätzle verschrieben. Ganz traditionell, ohne Chichi, dafür frisch, fluffig und mit drei Sorten Käse.

    Food Trucks Kreative Küchen auf Rädern-6

    © Prestel Verlag

    Auch zunächst unterschätzten Herausforderungen müssen sich die TruckerInnen stellen. So berichtet das Swagman-Team, das mit seinem Deluxe-Kartoffelstampf (an dieser Stelle große Empfehlung – schmeckt wirklich super!) in Bayreuth und Nürnberg unterwegs ist, von behördlichen Schwierigkeiten und Einschränkungen bei der Standortsuche.

    Illustriert wird das Ganze durch schöne, atmosphärische Fotos von bunt lackierten Trucks, Vollbärten, schwarzen Gummihandschuhen und kulinarischen Mash-ups. Was jetzt noch fehlt, um jeden Food-Truck-Fan zu beglücken? Ein paar Rezepte! Die vermissen wir leider schmerzlich, dabei hätten sie das Konzept des Buches um eine interessante Komponente bereichert und auch denen, die außerhalb der Metropolen (na ja, oder Nürnberg …) wohnen, die Möglichkeit gegeben, die köstlich aussehenden Kreationen zu Hause umzusetzen (allerdings kündigt sich für den Herbst bereits ein Buch eines anderen Verlags an, das genau diese Lücke füllen wird). An manchen Stellen wünscht man sich zudem, noch etwas tiefer in die Szene eintauchen zu können, sind die meisten Texte doch recht übersichtlich gehalten. Auch eine allgemeine Einführung in das Thema wäre sicherlich eine gute Ergänzung gewesen und hätte diese sonst wirklich gelungene Momentaufnahme abgerundet.

    © Prestel Verlag

    Fazit: Ein richtig schönes Buch, das einen guten Überblick über die deutsche Food-Truck-Szene liefert und Lust macht, sofort den nächsten Food Truck ausfindig zu machen! Allzu ausgehungert sollte man beim Blättern jedoch nicht sein. 4 von 5 Pulled Pork Sandwiches!

     

    Food_Trucks_Cover.inddToby Binder, Gabriela Herpell, Birthe Steinbeck, Nicola von Velsen

    „Food Trucks. Kreative Küchen auf Rädern“

    Prestel, München 2015

    29,95 €

    ISBN: 978-3-7913-8124-4

     

     

     

     

    Seid ihr denn schon dem Street-Food-Hype verfallen? Für alle, die schon Fans sind oder sich mit dem Thema noch etwas intensiver beschäftigen wollen, haben wir ein kleines Food-Truck-Paket zusammengestellt, das ihr bis zum 23.05. hier gewinnen könnt. Klingt gut? Ist gut! Denn neben einem Exemplar von „Food Trucks. Kreative Küchen auf Rädern“ enthält das Paket zwei deutschlandweit einlösbare Kinotickets für den Film Kiss the Cook (Originaltitel: Chef), der den allgemeinen Food-Truck-Boom ab dem  28. Mai auf die Leinwand bringt.

    Kiss the cook

    Links: © Koch Films

    Aber worum gehts bei Kiss the Cook?: Jahrelang war er den Feinschmeckern von Los Angeles zu Diensten – doch jetzt reicht es Gourmetkoch Carl Casper (Jon Favreau): Restaurantbesitzer Riva (Dustin Hoffman) lässt ihm keine kreative Freiheit, seine Ehe mit Inez (Sofia Vergara) ist gescheitert und  zur Krönung werden seine Kochkünste von einem snobistischen Kritiker verrissen. Am Nullpunkt angekommen, besinnt sich der Sternekoch auf seine kulinarischen Wurzeln und kauft in Miami einen heruntergekommenen Food Truck. Zusammen mit seinem Sohn und seinem Sous-Chef Martin begibt er sich auf einen kulinarischen Road Trip durch den amerikanischen Süden und begeistert die Massen mit seiner exotisch-kreativen Küche.

    Ihr wollt noch mehr Infos? Hier gehts zum Trailer! Wir durften uns die nette Komödie bereits im letzten Jahr auf dem Flug nach New York ansehen und hätten am liebsten auf der Stelle unser Flugzeugfraß gegen leckeres Street Food eingetauscht!

    Und so könnt ihr ein Food-Truck-Paket gewinnen:

    Edit 24.05.15: Vielen Dank für eure Kommentare – random.org hat eine Gewinnerin ausgespuckt. Über ein Street-Food-Paket mit Buch und Kinotickets darf sich tessaswelt freuen – herzlichen Glückwunsch, wir wünschen viel Spaß beim Blättern und im Kino!

    Hinterlasst einfach bis Samstag, 23.05.2015, 23.59 Uhr einen Kommentar unter diesem Beitrag, in dem ihr uns verratet, welches Street-Food-Gericht euer Favorit ist oder was ihr unbedingt mal probieren möchtet.

    Mitmachen kann jede/r (mit oder ohne Blog) mit einer Adresse in Deutschland. Bitte hinterlasst im entsprechenden Feld eure E-Mail-Adresse (die ist natürlich nur für uns sichtbar) und einen Namen, damit wir euch kontaktieren können, falls ihr gewonnen habt. Den oder die Gewinner/in werden wir über random.org auslosen und hier am 24.05.2015 verkünden. Der Rechtsweg ist selbstverständlich ausgeschlossen. Mit der Teilnahme erklärt ihr euch damit einverstanden, dass eure Adresse im Falle des Gewinns an den Prestel Verlag weitergegeben wird, damit euer Gewinn auch verschickt werden kann.

    Die Kinotickets können vom 28.05. bis 03.08.2015 in allen deutschen Kinos eingelöst werden, in denen der Film läuft.

    Wir verabschieden uns jetzt für die nächsten Wochen in den Urlaub und werden natürlich auch dort die Augen nach tollem Street Food offen halten!

    Vielen Dank an den Prestel Verlag und Koch Media/Public Insight, die uns Buch und Kinotickets zur Verlosung zur Verfügung gestellt haben. Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberüht.

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    Gekocht, Gelesen

    Indien meets Deutschland: Kartoffel-Bärlauch-Paratha und Gurkensalat mit Kräuter-Nuss-Gremolata

    Kartoffel-Bärlauch-Paratha und Gurkensalat mit Kräuter-Nuss-Gremolata Rezept-3

    Bei uns im Haus beschränkt sich der Einfluss der indischen Küche zum Großteil auf die Zubereitung von Curry und Dal. Rote Currypaste steht deswegen immer im Kühlschrank, Ingwer ist sowieso immer im Haus und im Schrank versteckt sich eine Vielzahl an Gewürzen. Schade eigentlich, dass diese Zutaten dann nicht noch für weitere indische Gerichte verwendet werden, denn schließlich hat die Küche Indiens noch so viel mehr zu bieten – von der Brotauswahl und den Fleischgerichten des Nordens bis zu den scharfen Kokosrezepten des Südens. Dieser Abwechslungsreichtum macht die indische Küche außerdem zu einer wahren Fundgrube für VegetarierInnen, gerade die Küche Westindiens hat da besonders viel zu bieten.

    Für unsere beiden Rezepte haben wir uns von einem etwas älteren Kochbuch inspirieren lassen, das all diese unterschiedlichen Kochstiele vereint: Indien: die neue vegetarische Küche von Vidhu Mittal (das kürzlich mit verändertem Einband und Titelneu aufgelegt wurde). Das Buch ist eine wahre Fundgrube für LiebhaberInnen indischer Aromen. Es bietet außerdem viele Hinweise zu Grundlagen der indischen Küche, wie die Zubereitung von geklärter Butter, Joghurt etc. Da lässt sich auch darüber hinwegsehen, dass Fotos und Layout mehr an die 80er als an die 2000er Jahre erinnern.

    Kombiniert werden die typisch indischen Teigfladen oder Pfannkuchen – Parathas – bei uns allerdings mit Bärlauch. Der passt mit seinem Knoblaucharoma gut zur Kartoffelfüllung und harmoniert auch prima mit dem frischen Gurkensalat. Hier haben wir das leicht süßliche Joghurtdressing mit einer würzigen Gremolata getoppt. Ein bisschen Ingwer sorgt für die Schärfe und die Kräuter für etwas Frische. Zusammen mit den warm aus der Pfanne kommenden Parathas erhält man dann eine tolle Mahlzeit für sommerliche Temperaturen.

    Kartoffel-Bärlauch-Paratha und Gurkensalat mit Kräuter-Nuss-Gremolata Rezept-2

    Gurkensalat mit Joghurtdressing und Kräuter-Nuss-Gremolata (für 2 Personen als Vorspeise oder Beilage):

    200 g Naturjoghurt
    250 g Salatgurke
    1-2 EL weißer Balsamico-Essig oder Balsamico-Condiment
    1 kleine Handvoll Korianderblätter
    1 kleine Handvoll Minzblätter
    1 EL geröstete Erdnüsse
    1 EL geröstete Cashewkerne
    ½-1 TL fein geriebener Ingwer
    Salz, Pfeffer

    1. Den Joghurt in einem sehr feinen Sieb oder in einem mit zwei Lagen Küchenpapier bzw. Passiertuch ausgelegten Sieb 20 Min. abtropfen lassen. Die Salatgurke waschen und in Scheiben schneiden. Den abgetropften Joghurt in einer Schüssel mit Balsamico und ca. ¼ TL Salz verrühren, dann die Gurkenscheiben dazugeben. Gut vermischen und im Kühlschrank aufbewahren.

    2. Für die Gremolata Kräuter und Nüsse fein hacken und mit dem Ingwer vermischen. Mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.

    3. Zum Servieren die gekühlten Gurkenscheiben auf einem Teller anrichten und mit der Gremolata bestreuen.

    Kartoffel-Bärlauch-Paratha und Gurkensalat mit Kräuter-Nuss-Gremolata Rezept-1

    Kartoffel-Bärlauch-Paratha (für 2 Personen als Hauptspeise):

    250 g Mehl
    ½ Salz
    ½ TL zerlassenes Ghee (oder normale Butter)
    150 ml Wasser
    300 g gekochte Pellkartoffeln
    10 mittelgroße Blätter Bärlauch (andere Kräuter gehen hier natürlich auch)
    ½ TL gehackte Chili
    ½ TL gemahlener Koriander
    Pfeffer
    Pflanzenöl

    1. Mehl und Salz vermischen und dann mit Ghee und Wasser zu einem geschmeidigen Teig verkneten. 10 Min. ruhen lassen.

    2. Die Kartoffeln schälen und in einer Schüssel zerdrücken. Den Bärlauch waschen und fein hacken. Zusammen mit Chili, Koriander und etwas Pfeffer unter den Kartoffelbrei rühren.

    3. Aus dem Teig acht gleich große Kugeln formen. Jeweils eine Kugel mit ordentlich Mehl zu einem runden Fladen (∅20 cm) ausrollen. Einen EL von der Kartoffelmasse in die Mitte setzen und dann nach oben hin so zusammenfalten, dass ein Beutel entsteht. In der Mitte zusammendrücken, dann mit den Händen vorsichtig zu Fladen von etwa ∅ 15 cm pressen. Wenn dabei etwas Kartoffelmasse herausquillt, ist das nicht weiter schlimm, die Reste einfach oben auf dem Teig festdrücken.

    4. 1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen und die Paratha darin von beiden Seiten knusprig braun braten. Dabei die Fladen ruhig mit dem Pfannenwender noch etwas flachdrücken.

    5. So schnell wie möglich servieren oder warm halten, bis alle acht Parathas fertig sind. Zusammen mit dem Gurkensalat servieren.

    Tipp: Gut passt dazu auch Chutney oder Relish.

    Kartoffel-Bärlauch-Paratha und Gurkensalat mit Kräuter-Nuss-Gremolata Rezept-4

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