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    Sommer im Glas: Strawberry Pickles – eingelegte Erdbeeren

    Ich bin ein Augustkind. Das meine ich nicht nur wortwörtlich, weil der August mein Geburtstagsmonat ist, sondern auch, weil ich ihn besonders mag. Ich mag die Fülle an Beeren, die er auf den Teller bringt, das Feriengefühl, das er noch immer in mir auslöst (selbst wenn ich ihn in diesem Jahr die meiste Zeit am Schreibtisch verbringen werde) und die leichte Wehmut, die gegen Ende des Monats unweigerlich aufkommt, wenn klar ist, dass auch dieser Sommer allmählich zu Ende gehen wird.

    Erdbeeren haltbar machen

    August ist auch genau der richtige Zeitpunkt, um darüber nachzudenken, ob und in welcher Form man den Sommer konservieren möchte. Bevor sich die letzten Erdbeeren der Saison endgültig verabschieden, schnappen wir uns noch ein paar Früchte und verarbeiten sie zu würzigen Erdbeer-Pickles. Tatsächlich teilen sich die süßen Erdbeeren ganz gerne das Glas mit Apfelessig, Senfkörnern und Koriandersamen. Merkwürdige Mischung? Ganz und gar nicht! Die sauer eingelegten Erdbeeren machen sich besonders gut mit etwas Ricotta auf einer Scheibe Brot oder im Salat. Read more

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    Ab auf den Grill: Vegane Seitanspieße mit Erdnuss-Kokos-Soße

    Vegane Seitanspieße mit Erdnuss-Kokos-Soße Rezept

    Letzte Woche haben wir mit reichlich Verspätung die diesjährige Grillsaison eingeleitet und einen Abend mit Bloggerfreund_innen, gutem Essen und erfrischenden Gin Tonics verbracht. Unser allerliebstes Grillgut hatten wir auch dabei: vegane Seitanspieße mit Erdnuss-Kokos-Soße. Eigentlich kaum zu glauben, dass es das Rezept nicht schon früher auf den Blog geschafft hat, sind die Spieße doch das Beste, was einem vegetarischen Grillfest passieren kann und seit Jahren unsere erste Wahl, wenn das Wort BBQ fällt. Doch einen Haken haben die veganen Grillspieße: Sie sind einfach furchtbar unfotogen. Als wären die knubbeligen orange-braunen Brocken aus Weizeneiweis nicht unförmig genug, servieren wir dazu eine Erdnuss-Kokos-Soße, die mit ihrem wunderschönen Braunton nun wirklich kein Highlight auf dem Teller ist. Read more

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    Gruß aus der philippinischen Küche: Veganes Blumenkohl-Adobo

    Veganes Blumenkohl-Adobo Rezept

    Schon seit mehreren Jahren landet mehrmals pro Woche der Rezepte-Newsletter der New York Times in meinem Postfach. Mal geht es um potenzielle Gerichte für die kommende Woche, mal gibt es eine Sammlung von Rezepten rund um eine saisonale Zutat. Nicht immer ist etwas Interessantes dabei, manchmal landet die Mail auch wegen Zeitmangel ungelesen im Papierkorb. Immer wieder stoße ich hier jedoch auf Ideen, die uns bereits den ein oder anderen ratlosen Abend gerettet haben. Vor einiger Zeit hat ein als Adobo betiteltes Rezept mit Blumenkohl meine Aufmerksamkeit erregt, das seitdem zum festen Bestandteil unserer Feierabendküche geworden ist. Die zunächst unscheinbare Kombination aus Gemüse, würziger Soße und Reis hat uns derart begeistert und zu riesigen Adobo-Fans gemacht, dass das Blumenkohl-Adobo nun mindestens alle zwei Wochen in der Pfanne brutzelt. Dabei handelt es sich übrigens um die vegane Variante des inoffiziellen Nationalgerichts der Philippinen, das sonst mit Hühner- und Schweinefleisch zubereitet wird. Read more

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    Sommerliches Comfort Food: Erdbeer-Spinat-Quesadilla mit Mozzarella und Erdbeer-Pistazien-Salsa

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    Erdbeer-Spinat-Quesadilla mit Mozzarella und Erdbeer-Pistazien-Salsa Rezept

    Im Februar hatte ich mich schon gefreut, dass 2019 weniger stressig daherkommt als das letzte Jahr. Doch die Freude war wohl etwas verfrüht, denn gefühlt jagt seitdem ein Termin den anderen. Da ist der eigentlich noch recht frische Job, der sich inzwischen bereits ganz schön routiniert anfühlt und viele spannende und herausfordernde Projekte mitbringt, doch gleichzeitig ziemlich viel Energie zieht. Dazu kommen zahlreiche private Termine, die es unterzubringen gilt – hier mal ein sonniges Hochzeitswochenende bei der Familie in Hessen, da mal der ein oder andere lange Abend in schwitzigen Clubs, um die Emo-Helden meiner Jugend endlich (noch einmal) live zu erleben. Und irgendwo dazwischen ruft der Blog nicht ganz leise nach Aufmerksamkeit und möchte weiterhin gefüllt werden mit zig gedanklich bereits umgesetzten Rezeptideen, die sich mit unfertigen Reiseberichten um die nächste Veröffentlichung streiten. Read more

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    Zum Grüne-Soße-Tag: Grüne-Soße-Pasta mit Räuchertofu

    Grüne-Soße-Pasta mit Räuchertofu Rezept mit sieben Frankfurter Grüne-Soße-Kräutern

    Wenn mich jemand fragt, was für mich Heimat bedeutet, muss ich lange überlegen. Ist es der kleine mittelhessische Ort, in dem ich aufgewachsen bin? Dort, wo ich laufen gelernt, im Garten meiner Großmutter gespielt und 19 Jahre meines Lebens verbracht habe? Oder doch eher Marburg, wo unsere erste eigene und gleichzeitig gemeinsame Wohnung lag? Die acht Jahre dort beginnen allerdings schon zu verblassen gegenüber der Zeit in München, wo inzwischen neun Jahre an uns vorbeigeflogen sind und das zehnte begonnen hat. Aber München und somit Bayern Heimat nennen? Das fühlt sich irgendwie komisch an. Also ist Heimat vielleicht gar kein richtiger Ort. Vermutlich denke ich zu klein. Ist Hessen meine Heimat? Oder Deutschland? Oder Europa? Vielleicht ist es auch einfach ein Gefühl, das sich manchmal einstellt – und was kann schon besser Gefühle hervorrufen als Essen?!

    Tatsächlich erinnert mich kaum etwas mehr an die Zeit in Hessen als ein großer Teller Grüne Soße (okay, außer Apfelwein vielleicht, aber damit sind auch eher unschöne Jugenderinnerungen verbunden …). Ich denke sofort an den großen Esstisch im Haus meiner Mutter, an dampfende Schüsseln mit Pellkartoffeln. Ich denke an die beiden kläglich gescheiterten Versuche, das geliebte Gericht als Band-Catering bei Konzerten zu etablieren, und an die verwirrten Gesichter der dänischen Indie-Band, die sich wohl fragten, warum die komischen Deutschen nichts Warmes zum Abendessen servieren können. Ich denke an den Umzug nach München, bei dem wir die Helfer_innen mit Grüner Soße aus einer riesigen Schüssel verpflegt haben, oder an einen Ausflug vor die Kamera, bei dem eine Hommage an die Grüne Soße entstanden ist. Ja, für mich liegt die Heimat wohl auf dem Teller – nicht ganz unpraktisch, denn so bin ich nicht an einen Ort gebunden. Überall dort, wo die sieben Grüne-Soße-Kräuter aufzutreiben sind, begegne ich einem Stück Heimat, das sofort für ein wohliges Gefühl sorgt. Read more

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    Burger Time: Vegetarischer Frühlingsburger mit Bärlauchhummus, Spargel und Halloumi

    Vegetarischer Frühlingsburger mit Bärlauchhummus, Spargel und Halloumi Rezept

    Vor Kurzem bin ich für den not so urban-Podcast von Andreas Allgeyer interviewt worden und durfte dort unter anderem über den Foodblog sprechen. Dabei habe ich erzählt, dass unser Blog – gerade wenn man ihn chronologisch liest – gut unsere kulinarischen Vorlieben und deren Entwicklung widerspiegelt. Als wir den Blog vor über sieben Jahren starteten, posteten wir beispielsweise recht viele Cupcake-Rezepte. Klar, das war damals ein Modeding, davon übrig geblieben ist jedoch nicht viel mehr als eine große Kiste mit Papierförmchen, Zuckerperlen und anderem Dekogedöns. Auch im Urlaub reizen sie uns nicht mehr besonders, wir greifen lieber zu Donuts, Eis-Mochis und Co.

    Deutlich länger hat sich dagegen unsere Liebe zu guten Burgern gehalten. Die selbst gemachten Burger schmeckten zwar von Anfang an, doch die Fotos … nun ja, sprechen wir besser nicht darüber! Der gute Geschmack blieb und mit der Zeit wurden sie zum Glück auch etwas vorzeigbarer. Doch nach dem großen Burgerjahr 2016, in dem wir euch gleich vier verschiedene Burger präsentierten (den „Elvis“ mit Erdnuss, Bacon und Bourbon-Banane, den Pistazien-Falafel-Burger mit Zitronen-Basilikum-Aioli, den Big-Hahuna-Burger mit Kokos-Chili-Mayo und schließlich den vegetarischen Herbstburger mit Kürbis, Ziegenkäse und Birnen-Rosmarin-Chutney), war erst mal Pause. Hatten wir uns satt gegessen? War der Burgerhunger durch die vielen USA-Urlaube erst einmal befriedigt? Waren wir genervt vom großen Burgerhype, der mittelmäßige Läden und Food Trucks an jeder Straßenecke hervorbrachte? Oder war uns der Aufwand zu groß, der für einen erstklassigen Burger betrieben werden sollte (das Vereinen von Job, Blog und Freizeit ist in den letzten Jahren ja auch etwas kniffeliger geworden …)? Wir wissen es nicht! Read more

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    Pickled Eggs: Zweierlei eingelegte Eier

    Pickled eggs - zweierlei eingelegte Eier mit Dill und Roter Bete Rezept

    Je älter ich werde, desto weniger Geduld kann ich aufbringen. Das gilt sowohl für meine Mitmenschen als auch für kleine Fitzelarbeiten, denen ich mich früher stundenlang widmen konnte, ohne dabei gleich Gewaltfantasien zu entwickeln. Eierfärben zum Beispiel. Das hat zur Folge, dass wir Ostern schon seit vielen Jahren ohne selbst gefärbte Eier auskommen müssen. Und das finde ich ziemlich blöd! Denn ich habe es geliebt, die Kühlschranktür nach den Ostertagen zu öffnen und darin viele bunte hart gekochte Eier vorzufinden, die wir mal eben zum Frühstück, zur Brotzeit oder als Snack zwischendurch vernaschen konnten.

    Da sich meine Lust aufs Eierbemalen auch in diesem Jahr in Grenzen hält, habe ich mir etwas anderes einfallen lassen. Pickled Eggs sind die Lösung – die eingelegten Eier bescheren uns nicht nur einen Kühlschrank voller verzehrfertiger und teilweise sogar bunter Eier, sie sind auch noch viel würziger als ihre österlichen Pendants und im Nu vorbereitet. Deshalb fermentieren hier gleich zwei große Gläser mit Eiern vor sich hin und entwickeln dabei ganz unterschiedliche Aromen. Chili, Fenchelsamen und Senfkörner sorgen in einem Glas für ordentlich Würze, das andere lässt sich ganz von Roter Bete und Anis einlullen und bringt schicke pinke Eier hervor – eine Portion Dill habe ich beiden spendiert. Auf Ostereier kann ich in diesem Jahr also gut verzichten! Read more

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    Ein Löffel Frühling: Bärlauch-Weißwein-Suppe mit Dill und Zitrone

    Bärlauch-Weißwein-Suppe mit Dill und Zitrone Rezept

    Mir fehlen die Worte. Seit ein paar Wochen wollen sie weder aus dem Mund herauskommen noch aufs Papier oder besser gesagt auf den Bildschirm rieseln. Die Schreibblockade kenne ich schon, sie besucht mich alle paar Jahre und verfliegt dann irgendwann wieder. Doch diesmal macht sie es sich besonders lange auf der Tastatur gemütlich. Etwas ungünstig, zumal das Schreiben auch Teil meines Jobs ist, aber dank der Gewissheit, dass sie früher oder später wieder abhaut, verkraftbar. Neu und ungewohnt ist allerdings die verbale Blockade, die erst nur ein laues Lüftchen aus mir herauskitzelte und nun ein raues Krächzen, das jede Krähe wie den lieblichsten Singvogel klingen lässt. Die angekratzten Stimmbänder verlangen nach Wärme, und die bekommen sie in Form einer frühlingshaften Bärlauch-Weißwein-Suppe mit Dill und Zitrone. Read more

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