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    Gekocht, Gereist, Geteilt

    Was bisher geschah: Dezember 2016 – Bergadvent, Adventsbrunch & Foodblogbilanz

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    Der Dezember kann uns mal! Eigentlich hat der Monat keinen eigenen Rückblick verdient – zu viel Aufgewühltheit, zu viele Tränen, zu viele unterschwellige Aggressionen. Dabei fing er so schön an mit einer stimmungsvollen Adventsreise und gutem Essen. Deshalb widmen wir uns hier einfach nur kurz den ersten Tagen, überspringen den Rest, blicken dann lieber noch etwas weiter zurück aufs ganze Jahr und hoffen, dass sich 2017 etwas mehr ins Zeug legt. Wir wünschen euch ein gutes neues Jahr – hoffentlich wird es ein schönes!

    Bergadvent im Salzburger Land*

    Das erste Dezemberwochenende führte uns nach Salzburg und Großarl. Nach einem kulinarischen Adventsspaziergang durch das festlich geschmückte Salzburg ging es am nächsten Morgen sehr früh in die Berge. Dort erwarteten uns Schnee, tolle Aussicht, blauer Himmel und der wohl schönste und stimmungsvollste Christkindlmarkt, den wir je gesehen haben. Mehr dazu gibt es dann mal in einem eignen Beitrag zu lesen – die Bilderflut muss schließlich irgendwie untergebracht werden.

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    Adventsbrunch im Münchner Marriott*

    Bereits im November konnten wir uns vom tollen amerikanischen Frühstück im Marriott überzeugen (dazu gibt es mittlerweile auch ein kleines Interview mit uns und den anderen Teilnehmerinnen) und haben uns dementsprechend gefreut, als im Dezember eine Einladung zum Adventsbrunch im Hotel im Münchner Norden reinflatterte. An den Adventssonntagen bot das Marriott von 12-15 Uhr einen ausgedehnten Weihnachtsbrunch mit überaus üppigem Angebot, weihnachtlich dekorierten Tischen und netter Atmosphäre. Das Büffet bot zwar auch Frühstückstypisches wie Rührei & Co., der Fokus lag aber eindeutig auf opulenten Hauptgerichten wie Gänserilette mit Glühweinbirnen, Spanferkel im Speckmantel oder geräucherter Forelle mit Fenchel-Apfel-Chutney. Dazu gab es jede Menge Beilagen wie Haselnussspätzle oder Basilikum-Tofu-Pralinen, ein umfangreiches Salatbüfett, Maronensuppe und nicht zuletzt einen langen Desserttisch, von dem wir von Anfang an nicht die Augen lassen konnten: Marzipan-Crème-brûlée, Likör-43-Pannacotta, Lebkuchentiramisu. Müssen wir mehr sagen? Insgesamt war das Angebot recht fleisch- und fischlastig, die Qualität der Speisen wie immer top. Allein der Preis ist selbst für Münchner Brunchverhältnisse mit 52€ pro Person doch recht hoch angesetzt – als besonderes Highlight in der Vorweihnachtszeit allerdings auch mal zu verkraften. Fresh Fields im Marriott // Berliner Str. 93, München.

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    Foodblogbilanz 2016

    Vor zwei Jahren hat Sabine von Schmeckt nach mehr die #Foodblogbilanz ins Leben gerufen – einen Jahresrückblick für Foodblogger_innen, dem wir uns in diesem Jahr gerne wieder anschließen.

    1. Was war 2016 dein erfolgreichster Blogartikel?

    Wie schon in den letzten Jahren war auch 2016 der mit Abstand meistgeklickte Artikel der Avocado-Mango-Salat mit Mozzarella, Rucola und Pinienkernen. Es ist gleichzeitig das Gericht, nach dem mittlerweile unsere ganze Familie süchtig ist. Von den in 2016 veröffentlichten Blogartikeln wurde unser (nicht nur) kulinarischer Streifzug durch das schöne Ulm am häufigsten aufgerufen, das erfolgreichste Rezept war die Shakshuka.

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    2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

    Besonders viel Zeit und Herzblut fließen immer in unsere kulinarischen Reiseberichte, und davon gab es in diesem Jahr recht viele. Zum einen sind sie eine schöne Gelegenheit, die eigene Reise noch mal Revue passieren zu lassen und versetzen uns auch Wochen später noch einmal in Urlaubsstimmung. Zum anderen freuen wir uns sehr, wenn unsere Tipps von anderen aufgegriffen werden und ebenfalls gut ankommen – dazu erreichte uns in diesem Jahr sehr viel schönes Feedback.

    Wir freuen uns daher unglaublich, dass unser Food & City Guide zu Nancy, den wir nach unserer Reise durch Elsass und Lothringen veröffentlicht haben, von der Jury des #FrenchCityAward unter die Top 3 der besten Blogposts gewählt wurde. Bis zum 28. Februar könnt ihr übrigens voten, welcher der drei Artikel gewinnen soll und dabei selbst einen Aufenthalt in Frankreich gewinnen. Wir würden uns wahnsinnig freuen, wenn ihr hier unserem Nancy-Artikel eure Stimme gebt!

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    Ein zweiter kulinarischer Reisebericht, der uns – und vor allem Steffen – in diesem Jahr viel bedeutet hat, ist aus einem 10-tägigen Aufenthalt in Israel entstanden: Tel Aviv kulinarisch. Kaum zu glauben, was man in so kurzer Zeit alles erleben (und probieren) kann und wie schnell man sich in ein Land verliebt. Das war mit Sicherheit nicht der letzte Besuch in Israel!

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    Das Rezept, auf das wir in diesem Jahr wohl am meisten angesprochen wurden, ist der vegetarische Herbstburger mit Kürbis, Ziegenkäse und Birnen-Rosmarin-Chutney, den Steffen für einen ZDF-Beitrag zubereitet hat. Viele fanden das Rezept toll, aber fast noch öfter wurden wir nach den Kindern gefragt, die Steffen im TV-Beitrag untergejubelt wurden.

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    3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?

    Ein wunder Punkt! Wahrscheinlich haben wir in diesem Jahr so wenig andere Blogs gelesen wie noch nie. Zu viel los bei uns selbst, ohnehin schon kaum Zeit für die eigenen Blogposts und manchmal auch einfach keine Lust, sich durch das immer unüberschaubarer werdende Bloggewusel zu klicken. Deshalb an dieser Stelle nur eine Empfehlung: Julias Blogpost über ihren Besuch bei Heston Blumenthal in London habe ich kurz vor Weihnachten verschlungen. Ein wirklich schöner und spannender Bericht, bei dem die Begeisterung für das außergewöhnliche und liebevoll gestaltete Menü nur so auf einen überschwappt. Ich hoffe, dass wir es 2017 schaffen, wieder etwas regelmäßiger bei anderen Blogs vorbeizuschauen und zu kommentieren!

    4. Welches der Rezepte, die du 2016 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?

    Schwierig, denn Shakshuka und Edamame-Fenchel-Salat mit Sellerie und kandierten Zitronen liegen in etwa gleich auf. Die Shakshuka war oft unsere Retterin in der Not, sie ist schnell und unkompliziert in der Pfanne zubereitet und ein prima Resteessen. Dem Edamame-Fenchel-Salat sind wir einfach komplett verfallen, seitdem wir ihm in einem Restaurant in Boston begegnet sind.

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    Edamame-Fenchel-Salat mit Sellerie und kandierten Zitronen Rezept Feed me up before you go-go-3

    5. Welches Koch- oder Blog-Problem hat dich 2016 beschäftigt? Und hast du es gelöst?

    Eindeutig der Blogumzug und das neue Design! Halleluja, nach über vier Jahren war das auch dringend nötig. Nachdem wir so viele Horrorgeschichten von missglückten Blogumzügen gehört hatten, waren wir echt erstaunt, wie gut alles letztendlich geklappt hat. Hier und da finden sich noch immer ein paar ältere Artikel, bei denen die Bildgrößen angepasst werden müssten, doch der Großteil ist geschafft und stimmt uns nach wie vor sehr glücklich. Hooray!

    6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?

    Eine neue Geschmackswelt hat sich mir nicht eröffnet, aber ich habe die Angst vor dem Sauerteig verloren. Zwar war das erste selbst gebackene Sauerteigbrot wirklich eine schwere Geburt, was allerdings eher an der verunglückten Anleitung, als am Prozess an sich lag. Ich bin zumindest motiviert genug, um 2017 zum Jahr des selbst gebackenen Brots zu machen.

    7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf deinen Blog gekommen sind?

    Mit Blick auf unser Blog-Event Blogg den Suchbegriff, das Anfang des Jahres in die dritte Runde ging, schauen wir uns recht regelmäßig die Abgründe der Suchanfragen an, die Menschen auf unseren Blog führen. In den letzten Monaten fragten sich unsere Leser_innen, ob „Christian Hümbs verheiratet“ sei und suchten nach Antworten auf essenzielle Fragen wie „schmeckt rauchig, auch fruchtig, was ist das?“ (der Mann vermutet, dass es sich dabei um einen Whisky handelt) und „in welchem Countrylied kommen muhende Kühe vor?“ (der wir natürlich spätestens im Frühjahr auf unserer Reise nach Nashville auf den Grund gehen werden). Anderen genügt unser Elvis-Burger wohl nicht, denn es wird gleich mehrmals nach einem „Elvis Burger Donut“ verlangt, der den Mann auf ziemlich dumme Ideen gebracht hat. Was der oder die Suchende allerdings unter „trauriges Sushi“ versteht, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Wehe, damit ist vegetarisches Sushi gemeint, das mag ich nämlich sehr – vielleicht ist es aber auch nur traurig, weil es am Schreibtisch gegessen wird … Gefreut habe ich mich über den Suchbegriff „la cassette de Luc Tonnerre“, den wohl meine verkrüppelten Französischkenntnisse und eine sehr leckere Brioche verursacht haben.

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    8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2017?

    Dass wir die Lust am Bloggen nicht verlieren. Viele straucheln in letzter Zeit, bemängeln, dass das Bloggen nicht mehr so sei wie früher, man bei der Vielzahl an Bling-bling-Blogs nicht mithalten könne, ziehen sich zurück oder geben das Bloggen ganz auf. Wie schade, denn eigentlich ist dieses Blogdings doch etwas sehr Schönes und Persönliches, das man genau so gestalten kann, wie es für einen selbst passt und wie es einem gefällt. Und das ganz ohne Rechtfertigung. Ich kann einige Punkte, die immer wieder genannt werden, natürlich nachvollziehen und ärgere mich auch hin und wieder über bestimmte Dinge, aber im Großen und Ganzen ist mir das alles ziemlich wumpe. Wir machen hier nach wie vor unser eigenes Ding, bloggen über das, worauf wir gerade Lust haben, so oft oder so wenig, wie wir es gerade hinbekommen, lassen uns – zumindest bilde ich es mir ein – keine Trends diktieren (deren Existenz wir ohnehin erst ein halbes Jahr später mitkriegen) und in keine Nische drängen. Vielleicht büßen wir so einen Teil des möglichen Erfolgs ein, vielleicht macht uns das Bloggen aber auch gerade deshalb nach über fünf Jahren noch immer Spaß.

    Wir freuen uns über jegliche Art der Interaktion mit euch und über die vielen persönlichen Treffen, die es auch 2016 wieder gab und hoffentlich auch weiterhin geben wird. Besonders ans Herz gewachsen ist uns die Münchner Truppe, die mittlerweile sehr regelmäßig zusammenfindet, ob bei den Foodbloggerstammtischen, Events oder privaten Treffen: Karin & Torsten, Ines, Sabine, Carla, Björn, Thomas (und die vielen, die wir hier nicht aufzählen können) – es macht Spaß, sich mit euch auszutauschen und wir hoffen, dass wir dies auch 2017 beibehalten. Cheerio!

    Hinweis: Zu den mit Sternchen (*) markierten Veranstaltungen/Reisen wurden wir freundlicherweise eingeladen – wie immer bleibt unsere Meinung davon jedoch unberührt.

    Fotocredit: Das erste Bild via unsplash.com

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    Berlin, Gegessen, Geteilt, München

    Was bisher geschah: November 2016 – Bloggeburtstag mit Jamie Oliver und amerikanischem Frühstück

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    November, der Geburtstagsmonat. Nicht unser eigener, aber trotzdem der eines Quasi-Familienmitglieds: Der Blog ist vor gut zwei Wochen heimlich, still und leise fünf Jahre alt geworden und somit im besten Alter, um aufmüpfig zu sein. Wir sind gespannt, was er sich einfallen lässt und harren der Dinge, die da kommen. An dieser Stelle aber vor allem ein riesiges DANKESCHÖN an euch, dass ihr es schon fünf Jahre mit uns aushaltet, hier immer wieder reinklickt, mitlest, kommentiert und nachkocht. Darüber freuen wir uns noch so sehr wie am ersten Tag (okay, blödes Beispiel – damals hat hier vermutlich überhaupt niemand reingeschaut und kommentiert, aber ihr wisst schon wie das gemeint ist)! Genauso freuen wir uns immer noch über das, was sich durch den Blog in den letzten Jahren ergeben hat – Freundschaften, Bekanntschaften, Begegnungen und vieles mehr. Dass so ein kleines Internetding mal so viel Auswirkung auf unser Privatleben haben würde, hätten wir vor fünf Jahren nie gedacht. Wir lassen uns überraschen, was das nächste Jahr für den Blog bereithält und freuen uns, wenn ihr uns weiterhin begleitet.

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    Belgrad, Gegessen, Gelesen, Gereist, Geteilt, Serbien

    Was bisher geschah: Oktober 2016 – Weinwanderungen, Fleischkoma & baskische Pintxos

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    Öfter mal was Neues. Nach fast fünf Jahren Feed me up before you go-go (ja, nicht nur wir werden langsam alt, sondern auch der Blog), ist das vielleicht auch höchste Zeit. Rückblickend auf die letzten Wochen, Monate und vielleicht sogar Jahre müssen wir uns eingestehen, dass wir nicht so oft zum Bloggen kommen, wie wir es gerne würden. Berufliche Verpflichtungen, Freizeitstress, Offlineleben und so – ihr kennt das. Das ist ein bisschen schade, denn eigentlich hätten wir genügend Ideen, stolpern über viele schöne Dinge und erleben interessante Begegnungen, über die wir gerne berichten würden, die es dann aber aus Zeitgründen doch nicht auf den Blog schaffen. Deshalb haben wir uns überlegt, in einem monatlichen Rückblick ein paar dieser Sachen zu sammeln und mit euch zu teilen. Das kann ein Restaurant sein, das wir entdeckt haben, neue Kochbuchzugänge, die den Stapel im Wohnzimmer zum Wackeln bringen (im Regal findet sich schon längst kein Platz mehr) und andere lesenswerte Beiträge, spannende Events, Städte oder Länder, die wir besucht haben, oder auch mal ein Rezept-Quickie (wenn es abends mal wieder zu dunkel für ein richtiges Fotoshooting war, uns das Gericht aber dennoch begeistert hat). Mal kurz, mal in etwas ausführlicher Form. Ihr merkt – so ganz wissen wir selbst noch nicht, wohin das alles führen soll. Ob wir das jeden Monat durchhalten? Keine Ahnung! Ob euch das überhaupt interessiert? Das müsst ihr uns sagen! Wir nennen es vorerst mal ein „Experiment“ und freuen uns über euer Feedback und eure Anregungen.

    Unterwegs

    Südtirol

    Anfang des Monats haben wir ein weinlastiges Wochenende in Südtirol verbracht. Die Nähe zu Italien nutzen wir viel zu selten, daher waren das Törggelen und das Kalterer Weinkulinarium ein schöner Anlass, uns mal wieder in Richtung Brenner aufzumachen. Wie immer geht ein Kurztrip nach Südtirol mit gutem Essen und kulinarischen Mitbringseln einher. Bald berichten wir hier noch etwas ausführlicher darüber.

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    Belgrad

    Das Schöne am meinem Job ist mitunter, dass er es mir ermöglicht, in Länder zu reisen, die sonst nicht ganz oben auf der Liste unserer Urlaubsziele stehen – Serbien zum Beispiel. Leider bleibt neben dem Besuch von Gedenkstätten, Museen und NGOs oft zu wenig Zeit für die kulinarischen Highlights der jeweiligen Länder. Wobei sich die Highlights in Serbien relativ einfach mit einem Wort zusammenfassen lassen: FLEISCH! Wer glaubt, die bayrische Provinz sei in dieser Hinsicht gewöhnungsbedürftig, war noch nicht in Belgrad essen. Gerade die etwas traditionelleren Restaurants scheinen der Meinung zu sein, dass Gemüse nur frittiert eine Berechtigung hat. Positiv ist dagegen, dass der Craft-Beer-Boom auch in Serbien voll eingeschlagen hat. Egal ob in Belgrad oder Novi Sad, es gibt an vielen Orten nicht nur die jungen serbischen Brauereien als Alternative zum Einheitslager, sondern oft auch internationale Biere von Brew Dog oder der Brooklyn Brewery. Mein Favorit war das Kaš Ryezen IPA, das eine schöne Balance aus fruchtigen und bitteren Noten bietet.
    Grundsätzlich sollte man sich in Belgrad nicht von Äußerlichkeiten abschrecken lassen. Die Fassade des Cafés Smokvica ist wie so vieles in der Stadt ziemlich heruntergekommen, doch drinnen erwartet einen moderner Shabby Chic und ein internationales Angebot an Mezze, Curry, Burger & Co. – eine gute Abwechslung zur sonst sehr deftigen serbischen Küche. Überhaupt ist der Burgertrend auch an Serbien nicht vorbeigezogen, entsprechende Läden sprießen an allen Ecken aus dem Boden. Zu empfehlen ist das Submarine BBQ, das am Rande der Fußgängerzone ein ganz hervorragendes Pulled Pork serviert. Etwas abseits liegt dagegen das maritim eingerichtete Mala Fabrika Ukusa. Auf der Karte stehen modernisierte serbische Gerichte, aber an Frittiertem und Fleischigem kommt man auch hier nicht vorbei. Noch versteckter in einem Hinterhof liegt das Mezestoran Dvorište. Hier wird griechisch gekocht, aber mit deutlichen Einflüssen anderer Mittelmeerstaaten. Die Grenzen zur Mezze-Küche sind fließend und durchaus gelungen. Wem es danach noch nach etwas Süßem gelüstet, kann sich entweder bei Dukat Halal die volle Dröhnung Baklava geben oder bei Moritz Eis ein superleckeres Ananas-Rucola-Eis holen. Tolle Cocktails in gediegener Atmosphäre bietet die Bar Central, während im Gunners Pub Craft Beer in eher studentischer Umgebung ausgeschenkt wird.
    Ansonsten solltet ihr euch neben den üblichen Sehenswürdigkeiten Zeit für das Museum der Geschichte Jugoslawiens und den Markt nehmen. Wer noch mehr Tipps für spannende und schöne Ecken in Belgrad sucht, sollte mal auf Igors Happy Interior Blog vorbeischauen – er war im Sommer in der Stadt und hat seinen Highlights gleich mehrere Posts gewidmet. Grundsätzlich ist Belgrad definitiv eine spannende Stadt, auch wenn sie sich Besucher_innen nicht unbedingt (besonders bei grauem Himmel) auf den ersten Blick erschließt – aber sie ist es wert, entdeckt zu werden.
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    München: Siemens-Event

    Kommuniziert ihr schon mit eurem Kühlschrank? Flüstert ihr dem Ofen leise Anweisungen ins Ohr? Das mag vielleicht etwas absurd klingen, doch so weit hergeholt ist das gar nicht. Mitte Oktober waren wir eingeladen, um uns bei einem Event die neuen vernetzten Haushaltsgeräte von Siemens Home etwas näher anzusehen. Unter dem Namen Home Connect hat Siemens alle Großgeräte miteinander verbunden, womit sich nun im Idealfall Ofen, Kühlschrank, Spülmaschine & Co. über eine App steuern lassen. Wir waren vor allem von den vielen kleinen Möglichkeiten angetan, die sich dadurch ergeben – z.B. lässt sich per App und Kühlschrankkamera mal eben checken, was noch fürs Abendessen fehlt. Gekocht wurde natürlich auch und dank der unzähligen in den Backöfen eingespeicherten Vorgaben, musste man sich kaum Gedanken um die Einstellungen machen. Spannend wäre nun, diese Spielereien mal im Alltag zu testen. Habt ihr schon Erfahrungen damit gemacht?
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    München: KitchenLab

    Im Küchenstudio Ludwig 6 von Dross & Schaffer findet nun regelmäßig das KitchenLab statt, bei dem bei Fingerfood, Drinks und netter Atmosphäre Expert_innen unterschiedliche Aspekte rund ums Essen, Kochen und Genießen vorstellen und diskutieren. Im Oktober drehte sich einen Abend lang alles um den/die „perfekte/n Gastgeber_in“. In der Diskussionsrunde: Bartender und Besitzer des Barroom – Münchens kleinster Cocktailbar – Emanuele Ingusci, Knigge-Expertin Janine Katharina Pötsch, Floristin und Dekorateurin Barbara Held und Betreiber des Supper Clubs Gourmandpunk Sebastian Hoffmann, die berichteten, was für sie den perfekten Abend ausmacht. Auch wenn die Meinungen im Detail durchaus auseinandergingen, waren sich doch alle einige, dass man als Gastgeber/in die Regie des Abends übernehmen sollte und sich in jedem Falle genügend Zeit nehmen muss. Das gilt genauso für die Gäste, die auch mal bereit sein sollten, sich z.B. auf einen ruhigen Abend in der Bar einzulassen und die Atmosphäre aufzunehmen.
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    Entdeckt

    Pintxos und Wein im Glockenbach

    Wiederentdeckt müsste es eigentlich heißen, denn unsere Restaurantempfehlung ist die Tapas- und Pintxos-Bar Itxaso im Glockenbachviertel. Die baskische Bar zählt zu unseren absoluten Lieblingsspaniern in München, doch da man dort zwischenzeitlich nicht mehr reservieren konnte, hatten wir öfters etwas Pech und konnten in dem fast immer rappelvollen Lokal nur noch selten einen Platz finden. Umso schöner, dass uns letzte Woche ein Event zum Thema Wein aus Spanien mal wieder ins Itxaso führte. Gemeinsam mit anderen Blogger_innen verkosteten wir zehn verschiedene Weine, die von Sommelier Peer F. Holm passend zu vorab eingereichten Fotos zum Thema „Spanish Moments“ ausgewählt wurden. Eine wirklich tolle Idee, um unterschiedliche spanische Weine kennenzulernen! Dabei merkten wir mal wieder, wie sehr wir uns mittlerweile vom Rotwein weg und hin zum Weißwein bewegt haben. Unsere Favoriten des Abends: Tapas Wine Collection Moscato 2015 und den liebevoll als „Saufwein“ betitelten Segura Viudas Xarel-lo 2015 – und natürlich die leckeren Tapas! Itxaso // Pestalozzistr. 7, München.

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    New Supper Club in Town

    Ein nettes Konzept, um Kochbücher noch etwas erlebbarer zu machen, hat sich Connecting Companies zusammen mit dem GU-Verlag und den Siemens lifeKochschulen ausgedacht. Ab sofort wird monatlich ein Kochbuch des Verlags samt Autor/in in den Fokus gerückt und zum gemeinsamen Dinner geladen. Natürlich werden bei der neuen Supper-Club-Reihe Gerichte aus den entsprechenden Büchern verköstigt. Zum Auftakt im November gibt es deutsch-türkische Fusion-Küche mit Filiz Penzkofer und ihrem Buch „Cook mal türkisch“. Wir waren zum Kick-off-Event in der AllianzArena eingeladen und wurden u.a. mit Orangen-Carpaccio mit roter Bete, Spinat(börek)strudel, „Frauenschenkel“, einem hervorragenden Dessert aus Couscous, weißer Schokolade und gemischten Beeren und unterhaltsamen Anekdoten über die türkische Oma der Autorin versorgt. Der Supper Club findet nicht nur in München, sondern auch in anderen Städten statt – Tickets und Termine gibts auf der Website.

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    Der Weizen: schnurrt, kratzt & beißt

    Tilman Ludwig, der mit „Das Helle“ ein echtes Lieblingsbier produziert und auch sonst ein sympathischer Kerl ist, hat endlich Bier Nummer 4 auf den Markt gebracht. Knackig benannt ohne komplizierte Fantasienamen hört es einfach auf „Der Weizen“. Der Wiedererkennungswert speist sich eher aus dem hübschen Etikett, das diesmal ein asiatisch anmutender Tiger ziert. Auch im Glas macht sich das Bier ganz gut. Der Geruch ist sehr angenehm, die typisch bananigen Noten sind deutlich, aber nicht penetrant. Die Hopfensorten Comet aus der Hallertau und Strisselspalt aus dem Elsass ergänzen das Ganze stattdessen um weitere fruchtige Komponenten. Im Mund dürfte die Banane für unseren Geschmack noch etwas ausgeprägter sein, andererseits bleibt „der Weizen“ so recht erfrischend und ist nicht so schwer, wie viele bayrische Weißbiere. Irgendwie erinnert das Bier auch an belgisches Wit, nur ohne die würzige Komponente. Schön, aber fast schon etwas zu gewöhnlich. Vielleicht ist es aber auch einfach die falsche Jahreszeit für die Flasche mit dem Tiger. Also im Zweifel einfach auf den Sommer warten und dann noch einmal ausführlich an der Isar, im Westpark oder auf dem Balkon testen.

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    Lesenswert

    Der ultimative Wein-Guide

    Nachdem wir uns im Oktober deutlich mehr mit Wein beschäftigt haben als sonst, war dieses Buch der perfekte Begleiter. Der ultimative Wein-Guide ist ein Grundlagenwerk, das sich an alle richtet, denen das vinophile Gehabe der Szene manchmal zu elitär ist und trotzdem gerne mehr über Wein erfahren wollen. Das Buch basiert auf dem amerikanischen Blog Wine Folly und kommt ähnlich unprätentiös, locker und mit netten Grafiken daher.

    USA vegetarisch

    Das Kochbuch, aus dem wir im Oktober am meisten gekocht haben, war definitiv „USA vegetarisch“. Der fünfte Band der vegetarischen Länderküche aus dem Brandstätter Verlag widmet sich einem unserer Lieblingsurlaubszielen und beweist, dass die USA kulinarisch mehr zu bieten haben als Burger, Hot Dogs & Co. Die Kürbis-Tarte daraus findet sich bereits auf dem Blog, in Kürze folgt eine ausführlichere Rezension.

    Food Gentrification

    Einen spannenden Artikel über die Auswirkungen von Hipster-Food und Food Gentrification haben wir über Vivi gefunden, auch wenn wir zugeben müssen, dem Avocado-Boom selbst ein wenig verfallen zu sein – doch auch das sollten wir wohl noch einmal überdenken.

    Hinweis: Wie oben erwähnt, wurden wir zu einigen der Veranstaltungen eingeladen – unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.
    Fotocredit: Kürbis-Foto via unsplash.com

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    Wenn das Fernsehen zweimal klingelt: Vegetarischer Herbstburger mit Kürbis und Ziegenkäse + Süßkartoffelpommes

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    Mit Beginn des Herbstes werden wir immer etwas melancholisch. Die Tage werden kürzer, der Regen zwingt uns dazu, die festen Schuhe aus dem Keller zu holen und ehe man sich versieht, wird der erste dicke Pulli aus dem Schrank gekramt. Auch wenn wir definitiv Sommermenschen sind und manchmal von einem Umzug in den Süden träumen, hat der Herbst auch seine guten Seiten. Es ist schön zu sehen, wie sich das Gemüseangebot ändert und plötzlich Rezeptideen geboren werden, die den Sommer über von der Hitze unterdrückt wurden. Ganz vorne mit dabei ist natürlich alles mit Kürbis – unser Herbstgemüse schlechthin. Kaum ist der September da, liegt der erste kleine Hokkaido im Einkaufskorb und landet bald darauf im Ofen, z.B. als Beilage für ein cremiges Zitronenrisotto.

    Als kürzlich das ZDF anklopfte und fragte, ob ich für die Drehscheibe ein herbstliches Rezept zubereiten würde, war sofort klar, dass es etwas mit Kürbis sein sollte. Und da wir auf dem Blog zwar einen Winterburger und einen sehr sommerlichen Burger haben, aber noch keinen, der explizit nach Herbst schreit, war die Idee schnell geboren: ein vegetarischer Herbstburger mit Kürbis-Patty, Ziegenkäse und Birnen-Rosmarin-Chutney. Das Fernsehteam schien ebenfalls begeistert und so ging es nach zwei Probedurchgängen in der heimischen Küche auf zur Fernsehkochpremiere.

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    Gedreht wurde übrigens nicht in unserer eigenen Küche, denn die ist eigentlich schon voll, wenn man zu zweit darin herumwerkelt – von einem Kamerateam und den ganzen Lampen ganz zu schweigen. Zum Glück war eine Freundin der Redakteurin so nett, uns ihre schöne große Küche zur Verfügung zu stellen, in der ich mich an einer Kochinsel ausbreiten konnte, ohne ständig über das Fernsehteam zu stolpern. Der Dreh verlief recht entspannt und es wurde auch erstaunlich wenig getrickst (fast verwunderlich, immerhin mussten am Ende ja drei Stunden Zubereitungszeit in einem fünfminütigen Beitrag untergebracht werden). Ich habe also einfach vor mich hin gekocht, zwischendurch ein paar Fragen beantwortet und ab und zu mal etwas wiederholt, damit der Kameramann eine zweite Perspektive einfangen konnte. Wirklich anstrengend waren dabei vor allem die Temperaturen, denn dank der auf mich gerichteten Scheinwerfer und der Dauerbenutzung von Herd und Backofen lief der Schweiß bald in Strömen (was man am Ende des Beitrags auch sehen kann – ich „freue“ mich schon darauf, meine Schweißperlen in HD zu sehen, hust).

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    Nach sechs Stunden Dreh war alles im Kasten und es standen vier Burger so auf dem Tisch, wie ich sie auch zu Hause zubereitet hätte. Dem Team und meinen „Leihkindern“ (äh ja, seht ihr dann im Beitrag) haben sie geschmeckt, und wer sich selbst davon überzeugen möchte, kann das am 7. Oktober um 12.10 Uhr im ZDF tun, wenn der Drehscheibe-Beitrag im Fernsehen läuft. Wer um diese Uhrzeit (verständlicherweise) nicht auf dem Wohnzimmersofa sitzen kann, hat allerdings jetzt schon die Möglichkeit, den Beitrag (zusammen mit vier weiteren Herbstrezepten, die ebenfalls ganz köstlich klingen) in der ZDF-Mediathek anzusehen: Steffens Kürbis-Burger mit Süßkartoffelpommes. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, was ihr von meinem Ausflug vor die Kamera haltet!

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    Vegetarische Herbstburger mit Kürbis, Ziegenkäse und Birnen-Rosmarin-Chutney (für 4 Burger):

    Für die Kürbis-Patties

    100 g Champignons
    1 kleine Zwiebel
    1 Knoblauchzehe
    1 + 4 EL Olivenöl
    50 ml Weißwein
    50 ml Gemüsebrühe
    200 g Hokkaido-Kürbis
    70 g eingeweichte Kichererbsen
    1 EL gehackter Rosmarin
    1 EL gehackter Thymian
    40 g Kürbiskerne
    50 g grobe Haferflocken
    30 g + ca. 100 g Semmelbrösel
    Salz, Pfeffer

    1. Die Champignons putzen und klein würfeln. Die Zwiebel schälen und grob würfeln. Den Knoblauch schälen und fein hacken. 1 EL Olivenöl in einen kleinen Topf geben, erhitzen und Pilze, Zwiebeln und Knoblauch bei mittlerer Hitze darin anbraten, bis sie Farbe angenommen haben (etwa 8-10 Minuten). Mit 1/2 TL Salz bestreuen, mit Weißwein ablöschen, kurz einkochen lassen und dann die Gemüsebrühe dazugeben. Etwa 5 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis die Flüssigkeit leicht sämig eingekocht ist. In der Zwischenzeit den Kürbis in Spalten schneiden, entkernen und grob raspeln. Ebenfalls in den Topf geben und unter Rühren 2-3 Minuten anbraten. Vom Herd nehmen und zur Seite stellen.

    2. Die Kichererbsen mit einer Gabel grob zerdrücken. Zusammen mit gehackten Kräutern, Kürbiskernen, Haferflocken und 30 g Semmelbröseln in eine Schüssel geben. Die Kürbismischung hinzufügen und alles gut verrühren. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren – kalt lassen sich die Patties besser formen.

    3. Aus der Masse 4 Patties in Größe der Burgerbrötchen formen (nicht zu dünn, damit sie nicht auseinanderfallen). In einer beschichteten Pfanne 4 EL Olivenöl erhitzen. Die restlichen Semmelbrösel auf einen Teller geben. Die Patties vorsichtig darin wenden und von allen Seiten panieren. Die panierten Patties anschließend von beiden Seiten knusprig anbraten.

    Für das Birnen-Rosmarin-Chutney

    1 kleine Zwiebel
    400 g weiche Birnen
    2 Zweige Rosmarin
    Olivenöl
    50 g brauner Zucker
    40 ml Apfelessig
    1 Spritzer Zitronensaft
    1 Zimtstange
    2 Sternanis
    Salz, Pfeffer

    Die Zwiebel schälen und fein würfeln, die Birnen entkernen und ebenfalls würfeln. Den Rosmarin von den Zweigen zupfen und fein hacken. Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig anbraten. Den braunen Zucker dazugeben und karamellisieren lassen, mit dem Essig ablöschen und kurz aufkochen lassen. Birne, Rosmarin, Zitronensaft, Gewürze und 1 Prise Salz hinzufügen. Bei niedriger Hitze einkochen lassen, sodass eine kompottartige Konsistenz entsteht. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

    Für die Senf-Mayonnaise

    3 EL (selbst gemachte) Mayonnaise
    2–3 TL Dijon-Senf
    Salz, Pfeffer

    Mayonnaise und Senf verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

    Für die Kürbisspalten

    12 Spalten Hokkaido-Kürbis
    2-3 EL Olivenöl
    Salz, Pfeffer

    Den Ofen auf 220 °C vorheizen. Die Scheiben auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Mit Olivenöl bestreichen und mit Salz und Pfeffer würzen. Etwa 20 Minuten im oberen Drittel des Ofens backen, bis die Spitzen der Kürbisspalten kross geworden sind, dann warm halten.

    Außerdem

    2 TL Butter
    4 (selbst gemachte) Burgerbrötchen
    1 kleine rote Zwiebel
    80 g Feldsalat
    ½ Rolle Ziegenkäse

    1. Um den Burger fertigzustellen, 1 TL Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Die Burgerbrötchen aufschneiden und jeweils 2 Brötchen auf den Innenflächen in der Butter goldgelb anrösten. Mit der restlichen Butter und den Brötchen ebenso verfahren.

    2. Die Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Den Feldsalat waschen und trocken schleudern und den Ziegenkäse in dünne Scheiben schneiden.

    3. Die Burger wie folgt zusammensetzen: Die Ober- und Unterseiten der Burgerbrötchen jeweils mit etwas Senf-Mayonnaise bestreichen. Eine kleine Handvoll Feldsalat auf die Unterseite geben, dann das Kürbis-Patties daraufsetzen. Das Patty mit Ziegenkäsescheiben belegen, darüber etwas Birnen-Rosmarin-Chutney verteilen, mit Zwiebelringen und Kürbisspalten belegen und jeweils mit den Brötchendeckeln abschließen.

     

    Beilage: Süßkartoffelpommes aus dem Ofen mit Minz-Koriander-Dip:

    2 mittelgroße Süßkartoffeln
    2 EL Speisestärke
    1 TL Salz
    Chilipulver, nach Belieben
    4 EL Olivenöl

    Die Süßkartoffeln schälen, in Stifte schneiden und etwa 20 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Anschließend abgießen und gründlich abtrocknen. Die Stifte in eine Schüssel geben. Speisestärke, Salz und Chilipulver darüberstreuen und alles gründlich vermischen. 3 EL Öl hinzufügen und alles nochmals gut verrühren. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit dem restlichen Öl bestreichen. Die Süßkartoffeln darauf nebeneinander verteilen und bei 230 °C für etwa 40 Minuten im Ofen kross backen.

    Für den Minz-Koriander-Dip

    1 große Handvoll Minze
    1 große Handvoll Koriander
    10 Ringe eingelegte Jalapeños
    Saft von etwa 1 Limette
    200 g griechischer Joghurt
    Salz

    Minze, Koriander und Jalapeños fein hacken und zusammen mit dem Limettensaft unter den Joghurt rühren. Mit Salz und ggf. noch etwas Limettensaft abschmecken.

    vegetarischer-herbstburger-mit-kuerbis-und-ziegenkaese-rezept-feed-me-up-before-you-go-go-3

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    Fuck the Backmischung: Schoko-Kokos-Kuchen aka Jamaica-Torte {Zu Gast bei Münchner Küche}

    Schoko-Kokos-Kuchen Jamaica-Torte Rezept Feed me up before you go-go-2

    Wenn wir zu einem Geburtstag eingeladen sind, bringen wir Kuchen mit. Das gehört sich so, zumindest in unserer Welt. Auch wenn das Geburtstagskind gerade mal zwei wird und Partyhut, Luftschlangen & Co. vermutlich deutlich interessanter findet als ein Stückchen Schokokuchen. Hinter dem Geburtstagskind verbirgt sich die Münchner Küche, der Blog unserer lieben Bloggerkollegin Ines, der gerade zwei Jahre alt geworden ist. Wir freuen uns, dass wir zum Mitfeiern eingeladen wurden und die bereits gut gefüllte Kuchentafel um eine ganz besondere „Torte“ ergänzen dürfen.

    Schoko-Kokos-Kuchen Jamaica-Torte Rezept Feed me up before you go-go-1

    Schoko-Kokos-Kuchen Jamaica-Torte Rezept Feed me up before you go-go-3

    „Kindergeburtstag“ lautet das Motto, das sich Ines für ihr Geburtstagsevent ausgedacht hat. Als Kinder der 80er haben wir den Großteil der Geburtstage topfschlagend, eierlaufend oder sackhüpfend verbracht, doch schon damals fand das eigentliche Highlight jeder Party auf der KaffeeKakaotafel statt. Während Steffens Kindergeburtstagserinnerungen von bunten „Törtchen“ (eigentlich Muffins, aber die hatte damals ja noch keiner auf dem Schirm), Fantakuchen und Philadelphiatorte dominiert werden, stapelten sich auf meiner Geburtstagstafel Miniwindbeutel, Rührkuchen mit Schokostückchen und Mandarinen und ein Schokokuchen mit Kokosfüllung, der seine Existenz einer Backmischung zu verdanken hatte. „Jamaica-Torte“ nannte sich die Fertigmischung, die in den 80ern mein Herz eroberte und regelmäßig zum Kindergeburtstag vorbeischaute (was daran Torte sein soll, habe ich bis heute nicht verstanden). Um genau zu sein, war es die Kokosfüllung, die es mir besonders angetan hatte; auf den Schokoladenkuchen drumherum legte ich dagegen keinen besonders großen Wert (auf die Idee, mir einfach einen Kokoskuchen ohne Schokolade zu wünschen, kam ich merkwürdiges Kind wohl nicht). Aber natürlich kommen wir jetzt nicht mit einem schnöden Fertigkuchen zum Bloggeburtstag, sondern halten es wie das Münchner Café Kubitscheck und sagen „fuck the Backmischung!“. Das Rezept für den Schoko-Kokos-Kuchen findet ihr hier bei Münchner Küche.

    Schoko-Kokos-Kuchen Jamaica-Torte Rezept Feed me up before you go-go-4

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    Blogg den Suchbegriff III {Zusammenfassung des Blog-Events}

    Ich fürchte, wir haben ein Zeitmanagementproblem. Da setzen wir die Zeitspanne von Blogg den Suchbegriff schon so großzügig an und schaffen es trotzdem nicht, mehr als einen Beitrag zu veröffentlichen. Dabei standen noch so viele nette Suchbegriffe auf unserer Liste, die wir gerne umgesetzt hätten. „Trauriges Sushi“ zum Beispiel (vermutlich wäre dabei eine vegetarische Variante herausgekommen). Oder „Mit dem Gogo um die Welt“ (da können wir im Augenblick nur auf unsere Reise-Kategorie verweisen, die übrigens bald um Frankreich erweitert wird). Zu gerne hätte der Mann „Whiskyzimmer einrichten“ in die Tat umgesetzt, was sich jedoch in unserer Zweizimmerwohnung als etwas schwierig erweist. Ein besonderes Highlight heben wir uns für den Winter auf – bis dahin haben wir vielleicht eine Idee, wie sich „perverser Weihnachtsbaum“ foodblogtauglich realisieren lässt.

    Blog-Event - Blogg den Suchbegriff III (Abgabe bis zum 10. April 2016)

    Wir haben uns jedenfalls riesig über eure großartigen Beitrage zum Blog-Event gefreut. Vielen Dank an alle Teilnehmerinnen! Wahnsinn, was ihr alles umgesetzt habt – wir sind entzückt! Ein paar Geschenke gibt es wie versprochen auch – etwas weiter unten erfahrt ihr, wer sich über einen Gewinn freuen darf.

    Zusammenfassung Blogg den Suchbegriff III

    “Was ist Tapas?”: Offensichtlich hat die Person, die bei Ela von Transglobal Pan Party danach gesucht hat, nicht nur Nachholbedarf in der spanischen Küche, sondern auch in Sachen Grammatik. Gut, dass Ela aufklärt: Salzkartoffeln mit Mojo Verde.
    "Bildgestaltung mit Brot“: "Gruppenbild mit Dame" war gestern, es wird nach Brot verlangt! Julia von Chestnut & Sage greift deswegen in die Mehltüte und zaubert nicht nur Toastbrot, sondern auch ein wunderbares Gif.
    “Pichu häkeln Anleitung”: Schon mal von Amigurumi gehört? Nein? Wir auch nicht! Doch seit Vanessas Pichu Häkelanleitung auf Sternenwind wissen wir, dass es sich dabei um eine japanische Strick- und Häkelkunst handelt und Pichu ein ziemlich niedliches Kerlchen ist.
    “Gugelhupf Geschichte”: Daniela von Danielas Foodblog nimmt ihren Suchbegriff zum Anlass, der Geschichte des Gugelhupfes und seiner Wortherkunft auf den Grund zu gehen. Nebenbei fällt für uns noch ein leckerer Haselnuss-Gugelhupf ab. Mhhh.

    "Mensch, der in einen Riesenburger beißt“, "Peanuts und Kühe“ & "The Presley Big Burger”: Da wir es in dieser Runde nicht geschafft haben, mehr als einen Beitrag zu verbloggen, haben wir kurzerhand gleich drei Suchbegriffe kombiniert und daraus den ultimativen Elvis-Burger gebastelt, den ihr nun bei uns auf Feed me up before you go-go finden könnt.
    “Wofür braucht man Eierbecher?”: Auf diese Frage gibt Vanessa von Sternenwind in gehäkelter Form Antwort, denn bei ihr gibt es gehäkelte Eierbecher aus Papiergarn.
    “Wie heißt das grüne Getränk Vitamine?”: Jaaa, wie heißt das wohl? Zum Glück weiß Alexa von Keks & Koriander ganz genau, was ihre LeserInnen meinen: eine Green Smoothie Bowl. Ganz klar, oder?
    “Kontrollverlust Fun”: Wir sind uns sicher, dass die Suchenden dabei ganz bestimmt den Brownie-Nutella-Milkshake von Unser Meating vor Augen hatten. Was Miriam und ihr Papa da zusammengemixt haben, ist ja auch zum Ausflippen gut!
    “Mực to”: Huch, hängt da ein Fussel auf dem Computerbildschirm? Nach erfolglosen Wegwischversuchen fand Milena von MUC to go heraus, dass sich ihre LeserInnen wohl etwas Vietnamesisches von ihr wünschen. Deshalb nimmt sie uns mit ins Münchner An Nam und zeigt uns, wie man Sommerrollen selber baut.
    “Antonia Späne”: Woher kriegt Antonia Späne? Aus der Kokosnuss vermutlich, dachte sich Anna von Anna Antonia und setzt mit ihrem Schoko-Kokos-Kuchen ihrer Oma ein kleines Denkmal.
    “War Tim Mälzer früher ein Mädchen?”: Der Preis für die witzigste Suchanfrage geht in dieser Runde wohl an Karin von Wallygusto. Ihre Spaghetti mit vegetarischen Fleischbällchen aus Grünkern entschädigen dann auch dafür, dass dieses Geheimnis um Herrn Mälzer wohl niemals gelüftet wird.
    “Giftgrün backen”: Im Frühjahr überhaupt kein Problem! Das beweist Tina von Lunch for One mit ihren Bärlauchwaffeln mit Spinat. Denn doppeltes Grün hält ja bekanntlich besser!
    “Zauberkästen öffnen”: Julia von Kochliebe fiel dazu spontan ein Dessert ein, das sich vor dem Gast wie von Zauberhand öffnet, wenn es auf dem Teller steht: Milchreis-Törtchen mit Rhababerguss.
    “Raumschiff Voyager häkeln”: Wahnsinn, gleich dreimal schwingt Vanessa von Sternenwind für uns die Häkelnadeln. Wir bestaunen demütig das gehäkelte Raumschiff Voyager und hoffen insgeheim, dass in der nächsten Runde mal jemand auf die Idee kommt, bei ihr nach einem "Sternzerstörer" zu suchen.
    “Finger an heißem Karamell verbrannt”: Wenn wir uns die leckeren Kouign Amann mit Sauerteig so anschauen, die Susanna von Mehlstaub & Ofenduft gebacken hat, würden wir dafür locker auch verbrannte Finger in Kauf nehmen!
    “Kuskus-Tier”: Sabines LeserInnen scheinen auf Tiere zu stehen. Nachdem sie uns in der ersten Runde "Blogg den Suchbegriff" schon zeigte, welchen Kuchen Tapire bevorzugen, verfüttert sie diesmal auf Wos zum Essn orientalische Couscous-Bällchen.

    Gewinne, Gewinne!

    Sooo, jetzt gibts Geschenke, denn wir haben mithilfe von random.org folgende Gewinnerinnen ausgelost:

    Aiya Matcha Blogg den Suchbegriff Gewinnspiel Feed me up before you go-go-1

    Das Matcha-Set von aiya geht an Milena von MUC to go

    Spiegelau Perfect Serve Collection Blogg den Suchbegriff Gewinnspiel Feed me up before you go-go-1

    Ein 4er-Set Cocktailgläser der Perfect Serve Collection von Spiegelau geht an Julia von Chestnut & Sage

    Ein 4er-Set Longdrinkgläser der Perfect Serve Collection von Spiegelau geht an Julia von Kochliebe

    Blogg den Suchbegriff Blog-Event Gewinnspiel Feed me up before you go-go-2

    Je ein Exemplar von Malin Elmlids Buch The Bread Exchange, erschienen im Prestel Verlag, geht an Daniela von Danielas Foodblog und Vanessa von Sternenwind.

    Herzlichen Glückwunsch, ihr Lieben! Wir wünschen euch ganz viel Spaß mit euren Preisen! Bitte schickt uns doch eure Adressen, damit ihr eure Gewinnpakete so schnell wie möglich in den Händen halten könnt.

    Noch einmal ganz herzlichen Dank an alle Sponsoren und ganz besonders allen Teilnehmerinnen für die großartigen Beiträge! Jetzt wünschen wir euch aber erst mal viel Spaß beim Durchklicken und Lesen der Blogposts. Habt einen schönen Sonntag!

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    Eins, zwei, drei, Bier: Eine Anleitung zum Craft-Beer-Tasting

    Craft Beer Tasting Anleitung Feed me up before you go-go-3

    Wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, ist Craft Beer seit einiger Zeit ein großes Thema bei uns. Die Umwälzung des Biermarktes ist in vollem Gange und auch wenn wir in Deutschland noch nicht ganz so weit sind wie in den USA (wo es vor dem Craft-Beer-Boom allerdings auch kaum trinkbares Bier gab), nimmt die Zahl der hier erhältlichen Biere rasend schnell zu. Dabei den Überblick zu behalten, ist sicher nicht ganz einfach. Noch diffuser gestaltet sich die Lage für jemanden, der/die gerade erst einsteigen möchte. Womit soll man denn nur anfangen? – Halten gute Fachgeschäfte inzwischen auch schon mal über 500 verschiedene Biere bereit. Dabei ist der Weg zur Bierexpertin bzw. zum Bierexperten gar nicht so schwer; ihr solltet nur möglichst viele Biere probieren. Klingt machbar, oder? Und weil das alleine zwar auch geht, aber gemeinsam mit anderen viel mehr Spaß macht (und die Leber entlastet), kommt hier eine kleine Anleitung für ein Craft-Beer-Tasting für Einsteiger_innen.

    Ich habe solche Bier-Tastings inzwischen auf einigen Barcamps durchgeführt (zuletzt auf dem wunderbaren FoodbloggerCamp in Reutlingen), wo der Großteil der Teilnehmenden meist aus interessierten Laien bestand, die sich in der Session auf eine erste Entdeckungsreise in die Welt der Biervielfalt gewagt haben. Am Ende konnten die meisten ein oder mehrere neue Lieblingsbiere für sich entdecken und hielten IPA nicht mehr für die Abkürzung einer internationalen Organisation.

    Craft Beer Tasting Anleitung Feed me up before you go-go-1

    Ihr wollt auch mal ein Craft-Beer-Tasting in einer kleinen Gruppe veranstalten? Dann helfen euch folgende Hinweise vielleicht bei der Planung.

    Wie man ein Craft-Beer-Tasting plant:

    1. Die Bierauswahl

    Wenn ihr in die Welt des Craft Beers einsteigen möchtet, ist der Getränkehändler um die Ecke meist keine gute Wahl. Dort mag es zwar gutes Bier von lokalen Brauereien geben, aber echte Spezialitäten findet man dort eher selten. Also auf ins Bierfachgeschäft oder zu einem Getränkehändler, der die Zeichen der Zeit erkannt hat und mehr als nur Pils und Weizen im Angebot hat. In München wären das beispielsweise das Biervana, die Getränkeoase oder Liebick Getränke in Germering. Eine gute Auflistung von Händlern, Brauereien und Bars findet ihr auch bei ratebeer.com. Ansonsten bieten inzwischen auch einige Onlineshops eine große Auswahl an Bieren an. Der Vorteil am Ladengeschäft ist natürlich die Beratung, denn normalerweise kennen die Verkäufer_innen ihre Bestände gut und können euch helfen, wenn ihr mit einem Wunsch wie „drei möglichst unterschiedliche Helle, bitte“ ankommt.

    Was die Bierauswahl für ein Einsteiger_innen-Tasting betrifft, rate ich euch, nicht gleich in die Vollen zu gehen. Der erste ernsthafte Kontakt mit Craft Beer sollte also nicht nur aus Imperial Stouts mit 12%, besonders trockenen Lambics und den bittersten IPAs, die ihr finden konntet, bestehen. Mein Tipp: Überlegt euch drei bis vier Bierstile, innerhalb derer ihr dann jeweils drei Biere anbietet. So bekommt man einen guten Überblick über die Vielfalt der Biersorten und kann gleichzeitig innerhalb eines Bierstils vergleichen. Für mich hat es sich bewährt, mit dem lokalen Standard zu beginnen, also z.B. mit Hellem, Pils oder Kölsch. Anhand von drei Bieren lässt sich dann gut zeigen, wie der Geschmack innerhalb eines Bierstils variieren kann. Ich habe zuletzt drei Sorten Helles verkosten lassen, bei denen jeweils der Fokus auf Malz, Hefe und Hopfen lag. So konnten wir erschmecken, wie allein durch die verschiedenen Schwerpunkte bei den Zutaten drei ganz unterschiedliche Biere entstanden sind. Das gleiche ist natürlich auch mit anderen Bierstilen möglich.

    Bei den anderen Bier-Trios seid ihr natürlich frei, aber ihr solltet unbedingt IPAs aufnehmen. An diesen Bieren versteht man auf Anhieb, was Craft Beer von vielen Alltagsbieren unterscheidet, die sonst getrunken werden. Weitere Möglichkeiten wären z.B.: Weizenbiere, Trappistenbiere, dunkle Biere (hier entweder Stile wie Stout oder Porter mischen oder gleich beides einzeln anbieten, denn Auswahl gibt es genug), spontan vergorene Biere (für die Mutigen) oder saisonale Biere. Zum Abschluss würde ich euch jedoch raten, tief in die Trickkiste zu greifen und auch ein oder zwei verrücktere Biere mitzubringen und zu zeigen, wie weit man (gerade außerhalb des Reinheitsgebots) die Braukunst treiben kann: z.B. auf Vanilleschoten gelagerte Stouts (Riegele Magnus 15 oder Mean Old Tom von der Maine Beer Company), Berliner Weiße mit Rauchmalz (Freigeist Abraxxxas), Kürbis-Chai-Ale (Pumpkin Chai von Saugatuck Brewing Company), Gurken-Bier (Steamworks Killer Cucumber Ale) oder mit Honig veredeltes Starkbier (Riegele Dulcis 12). Hier könnt ihr euch richtig austoben und zum Schluss die Geschmacksnerven noch einmal aufwecken. Grundsätzlich solltet ihr bei der Reihenfolge aber darauf achten, dass ihr mit leichteren Biersorten anfangt und euch langsam zu den starken, intensiven Sorten vortrinkt.

    2. Die Menge

    Es soll ein Tasting und kein Besäufnis sein, nicht jeder braucht also eine eigene Flasche. Ganz im Gegenteil bin ich zuletzt auch bei zehn Teilnehmer_innen gut mit nur einer Flasche pro Sorte ausgekommen, egal ob 0,33 oder 0,5. Selbst eine kleine Menge reicht normalerweise aus, um das Bier kennenzulernen. Allerdings würde ich empfehlen, wenn möglich zwei Flaschen pro Sorte zu kaufen (außer vielleicht von einem unverschämt teuren fassgelagerten Import aus den USA, das ihr unbedingt dabei haben wollt), denn so habt ihr zum einen noch etwas in Reserve und zum anderen besteht so für alle die Möglichkeit, nach dem Tasting den persönlichen Favoriten noch einmal in Ruhe und in größerer Menge zu probieren.

    Craft Beer Tasting Anleitung Feed me up before you go-go-1-2

    Craft Beer Tasting Glas Spiegelau Feed me up before you go-go-1

    3. Die Gläser

    Idealerweise habt ihr einige Kartons spezieller Craft-Beer-Gläser zu Hause, die ihr zum Tasting mitbringt. Falls nicht, könnt ihr euch aber auch anders behelfen. Praktisch sind sogenannte Biertulpen, die für alle Bierstile ein annehmbares Geschmacksergebnis liefern und nicht allzu teuer sind. Alternativ könnt ihr auch einfach Weißweingläser verwenden. Empfehlen würde ich in jedem Fall Gläser mit möglichst dünnem Rand und einer verengenden Öffnung, die das olfaktorische Erlebnis noch einmal optimieren.

    4. Das Wasser

    Wasser ist nicht nur wichtig, damit ihr nach jedem Bier das Glas ausschwenken könnt (schließlich werdet ihr nicht über ein dutzend Gläser pro Teilnehmer_in zu Hause haben), sondern damit ihr das Tasting auch am nächsten Morgen noch gut in Erinnerung behaltet. Also nach jedem Bier schön die Gläser durchschwenken und ein paar Schlucke trinken, dann gibts am Ende auch weniger Kopfschmerzen.

    5. Die Grundlage

    Am besten habt ihr vorher gegessen, denn erfahrungsgemäß schlagen sonst gerade die hochprozentigen Biere ganz schön zu. Ein Korb mit Brot zum Tasting mitzubringen, ist in jedem Fall nicht verkehrt, auch um die Geschmacksnerven zwischendurch zu neutralisieren. Auch Knabbereien oder etwas Käse sind eine gute Idee, auf zu viel Salz oder zu intensiven Geschmack solltet ihr dabei jedoch verzichten, schließlich soll das Bier ja im Mittelpunkt stehen.

    6. Let’s talk Bier

    Jede/r kann über Bier reden! Vergesst eure nervigen Bekannten, die bei jeder Weinflasche den Klugscheißer raushängen lassen und euch das Gefühl vermitteln, ihr müsstet eine Ausbildung absolviert haben, um mitreden zu können! Es ist hilfreich, wenn beim Tasting jemand dabei ist, der/die erklären kann, woher die Aromen kommen, die ihr im Mund schmeckt, aber es reichen Begrifflichkeiten aus, die ihr auch vom Essen kennt: süß, sauer, bitter? Oder etwa fruchtig? Wenn ja, an welche Früchte erinnert euch das Bier genau? Vergleicht die einzelnen Geschmäcker mit Aromen, die ihr bereits kennt – z.B. Grapefruit, Ananas, Kaffee, Karamell, Vanille – und ihr werdet merken, dass es ganz einfach ist, über Bier zu reden.

    Beginnen solltet ihr jedoch mit der Nase. Steckt eure Nasen tief ins Glas und beschreibt, was ihr riechen könnt. Dann nehmt ihr einen kleinen Schluck, den ihn im Mund ein wenig hin und her wälzt, bevor ihr ihn runterschluckt. Achtet darauf, wie sich der Geschmack verändert, wie unterschiedliche Bereiche eures Mundraums verschiedene Komponenten des Bieres erkennen. Dann nehmt ihr einen zweiten Schluck. Verändert sich der Geschmack? Könnt ihr weitere Bestandteile erschmecken? Und wie unterschiedet sich der Geschmack vom Geruch? Und das wichtigste: Tauscht euch aus über eure Eindrücke! Da es hier um eure ganz persönlichen Empfindungen geht, gibt es kein richtig oder falsch. Ihr werdet merken, dass zehn Zungen mehr schmecken als eine und irgendjemand wird schon daraufkommen, was sich hinter diesem einen unscheinbaren Geschmack verbirgt, der euch ganz hinten im Abgang den Gaumen kitzelt. Wer sich am Ende noch daran erinnern möchte, welche Gedanken man sich zum ersten Bier des Abends gemacht hat, sollte natürlich auch etwas zum Schreiben bereithalten oder ihr druckt gleich für alle Teilnehmer_innen ein Tasting-Sheet aus.

    Schlussendlich solltet ihr die Biere in drei Kategorien einteilen können: 1. Brauche ich nicht noch mal, 2. würde ich wieder trinken, wenn es im Glas landet und 3. davon muss ich sofort einen Kasten besorgen!

    Craft Beer Tasting Anleitung Feed me up before you go-go-2-2

    7. Das Hintergrundwissen

    Natürlich könnt ihr auch einfach so verschiedenen Biere probieren und drüber reden (s.o.), aber ein wenig Hintergrundwissen schadet eigentlich nie. Gerade als Gastgeber_in könnt ihr euch auf das Tasting ein bisschen vorbereiten und einige Infos zu den verkosteten Bierstilen bereithalten. Hier bietet es sich an, Informationen zum Brauvorgang, den Zutaten und Besonderheiten der jeweiligen Brauerei mit Anekdoten zur Herkunft und Geschichte der Biere zu verknüpfen. Diese Infos findet ihr natürlich bei Wikipedia oder, noch besser, in einem der großartigen Bücher, die es mittlerweile zum Thema Craft Beer gibt. Empfehlen können wir euch vor allem das Craft-Bier Buch von Sylvia Kopp (das wir hier schon mal vorgestellt haben), das Craft Beer Kochbuch von Torsten Goffin und Stevan Paul (auch hier schon einmal vorgestellt), trotz des mehr als dämlichen Titels: BEEF! CRAFT BIER: Meistestücke für Männer – Bier & Craft Beer von Ralf Frenzel oder Bier leben: Die neue Braukultur von Oliver Wesseloh.

    8. Nach dem Tasting

    Das ist der Zeitpunkt, an dem es noch mal etwas Kleines zu essen geben sollte und jede/r in Ruhe ein Glas seines Favoriten genießen kann, ohne ständig über den Geschmack nachdenken zu müssen.

    Zum Schluss natürlich das wichtigste: ein Tasting sollte Spaß machen! Habt das immer im Hinterkopf, bevor ihr jede Minute eures Abends verplant und keinen Raum für spontane Ideen, Austausch und Experimente lasst.

    Habt ihr noch Fragen zum Ablauf eines Tastings? Dann hinterlasst doch einen Kommentar und ich ergänze die Infos nachträglich im Artikel.

    Craft Beer Tasting Anleitung Feed me up before you go-go-2

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    Osterbäckerei: Eierlikör-Madeleines mit brauner Butter und Vanille

    Eierlikör-Madeleines mit Vanille und Zitrone Rezept Feed me up before you go-go-2

    Eigentlich hatten wir nicht vor, in diesem Jahr ein Osterrezept zu veröffentlichen. Eigentlich hatten wir das auch in den letzten Jahren nie vor. Doch dann kam uns Eierlikör dazwischen. Mehrmals. Vielleicht erinnert ihr euch noch, dass wir den Likörklassiker vor nicht allzu langer Zeit für uns entdeckt und ihn mit ein bisschen weißer Schokolade aus Omas Schrankwandbar gerettet haben? Seitdem trinken wir ganz gerne mal ein Schlückchen (oder ertränken Vanilleeis und Waffeln darin). Damit gebacken haben wir allerdings noch nie. Ein Fehler, wie sich letztes Wochenende herausstellte!

    Gemeinsam mit ein paar anderen Foodblogger_innen reisten wir nach Hamburg, um uns mit Patissier Christian Hümbs und Bols Advocaat durch 15 verschiedene Eierlikördesserts zu probieren, denn jede/r hatte die Aufgabe, vor Ort eine Eigenkreation mit Eierlikör zuzubereiten.

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    No-bake-Banoffee-Eierlikör-Cheesecake mit Sesam-Crunch im Glas – was zu Hause noch nach einer ziemlich guten Idee klang und auch beim Probelauf den Geschmackstest bestand, entpuppte sich beim Bols-Event in Hamburg als kleines Dessertmassaker, denn Frischkäse und Sahne mochten sich plötzlich so gar nicht mehr und beschlossen, sich lieber gegenseitig anzuzicken, als sich zu einer festen Crème zu verbinden. Während wir also mit Sahne, Frischkäse, Karamell und Agar-Agar kämpften, holten andere mal eben locker flockig Macarons aus dem Ofen, flambierten Cupcakes oder bereiteten einfach gleich zwei unterschiedliche Nachtische zu.

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    Aber man ist ja schließlich auch bei einem Dessert-Workshop um Neues zu lernen und sich ein paar Tipps und Tricks von den Profis abzuschauen, hust. Glücklicherweise stand uns Christian Hümbs rettend zur Seite (an dieser Stelle nochmals vielen Dank!), sodass wir unser Eierlikördessert durch kleinere Wiederbelebungsmaßnahmen doch noch ganz passabel anrichten konnten und es, wie die anderen Nachtische, noch professionell fotografiert wurde. Geschmeckt hat es dann sogar ganz vorzüglich, auch wenn wir Schwierigkeiten hatten, nach der Vielzahl an anderen tollen Dessertkreationen mehr als zwei Löffelchen zu probieren.

    Advocaat_Rezepte_Banoffee-Eierlikör-Cheesecake

    Copyright: Bols Advocaat / Olaf Deharde

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    Ganz besonders gut haben uns jedoch die gebackenen Desserts geschmeckt, allen voran die fabelhaften Himbeer-Financiers mit Eierlikörpudding von Christian Hümbs und der leckere Eierlikör-Gugelhupf von Tobi. Da wir in diesem Jahr zu Ostern unsere Familien nicht sehen, haben wir für ein paar kleine Überraschungspäckchen kurzerhand einige Eierlikör-Madeleines mit brauner Butter, Vanille und Zitrone gebacken (und davon fast ein Drittel selbst gemampft). Eierlikör im Kuchen und Gebäck – wir sind ab sofort die allergrößten Fans! Da sich in unserem Kühlschrank gerade diverse Flaschen Bols Advocaat befinden, war das natürlich der Eierlikör unserer Wahl. In der Tat eignet er sich wirklich prima zum Backen, denn er ist etwas flüssiger als andere Marken, vanilliger im Geschmack und vor allem deutlich milder und nicht so alkoholisch. Schade ist allerdings, dass er nicht ohne einige Zusatzstoffe auskommt und auch seine kräftige Farbe nicht nur dem Eigelb zu verdanken hat. Bleibt zu hoffen, dass Bols beim nächsten Relaunch daran noch etwas feilt.

    Eierlikör-Madeleines mit Vanille und Zitrone Rezept Feed me up before you go-go-1

    Eierlikör-Madeleines mit brauner Butter und Vanille (für ca. 28 Stück, je nach Größe eurer Madeleine-Form):

    150 g Butter
    2 Eier
    140 g Zucker
    1 Prise Salz
    80 ml Eierlikör
    150 g Mehl
    Abrieb einer halben Bio-Zitrone
    Das Mark einer Vanilleschote
    Etwas Puderzucker zum Bestäuben
    Neutrales Öl zum Einfetten der Form

    1. Den Ofen auf 180°C vorheizen. Die Madeleine-Form mit etwas Öl einfetten. Die Butter in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze zum Schmelzen bringen und leicht köcheln lassen, bis sie sich braun verfärbt. Die Butter dann durch ein Sieb abgießen und kurz etwas abkühlen lassen.

    2. Eier, Zucker und Salz in einer Schüssel schaumig schlagen. Dann nach und nach Eierlikör, Butter, Mehl, Zitronenabrieb und Vanillemark einrühren. Zum Befüllen der Madeleine-Form den Teig am besten in einen Spritzbeutel füllen oder vorsichtig mit einem kleinen Löffel die Förmchen zu drei Vierteln füllen. Im Ofen ca. 10-12 Minuten goldbraun backen. Die Madeleines noch ein paar Minuten in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig herausnehmen und auf einem Rost abkühlen lassen. Mit Puderzucker bestäubt servieren.

    Eierlikör-Madeleines mit Vanille und Zitrone Rezept Feed me up before you go-go-3

    Ach, und wenn ihr noch auf der Suche nach einem schnellen Drink für die Osterfeiertage seid, empfehlen wir euch die Kombination Eierlikör und Maracujasaft auf Eis. Klingt ungewöhnlich, schlürft sich aber weg wie nix!

    Mit dabei in Hamburg waren übrigens noch folgende Foodblogger_innen:

    Miss Blueberrymuffins Kitchen
    Karens Backwahn
    Sarahs Krisenherd
    Die Jungs kochen und backen
    Backbube
    Der Kuchenbäcker
    Dinchen’s World
    Friede, Freude & Eierkuchen
    Leonor’s Sweet Creations
    Kunterbuntweissblau
    Antonellas Backblog
    Herzstück

    Werbung: Vielen Dank an Bols Advocaat und fischerAppelt für die Einladung nach Hamburg und den tollen Workshop. Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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