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    Augsburg, Gegessen, Gereist, Geteilt, München

    Was bisher geschah: Januar 2017 – Cocktailtrends, Frühstücken in München & Grappakartoffeln

    Tannen im Nebel Großarl Österreich Feed me up before you go-go

    Nach einem Dezember, den wir am liebsten übersprungen hätten, startete das neue Jahr recht unspektakulär mit Erkältungspingpong und Kochunlust. Rückblickend ist es erstaunlich, dass wir in der zweiten Monatshälfte offenbar deutlich mehr unterwegs waren als gedacht. Wir haben einige neue (und alte) Restaurants entdeckt, uns in Bars herumgetrieben und noch einmal einen Beitrag fürs ZDF gedreht – genügend Stoff also für den Monatsrückblick!

    Unterwegs

    Augsburg: Golden Glimmer Bar

    Ziemlich regelmäßig überkommt uns die Vorstellung, wie schön es doch wäre, zusammen mit ein paar Freund_innen eine eigene Bar zu besitzen. In der man immer jemanden trifft, den man kennt, in der immer der richtige Drink auf einen wartet, immer begleitet von der Musik, die man in diesem Moment braucht. Die Golden Glimmer Bar in Augsburg kommt dieser Vorstellung schon ziemlich nahe. Auf zwei Ebenen präsentiert sich die Bar am Schmiedberg angenehm unaufgeregt und gleichzeitig stylish. Man konzentriert sich auf das Wesentliche: ein reduziertes, aber schönes Ambiente, nette Gesellschaft und vor allem gute, ausgefallene Drinks mit Charakter. Auf der saisonalen Winterkarte findet man Cocktails wie „Wasabi Gimlet“ mit Gin, Mastic Tears, Limette, Wasabi und Olivenöl (schmeckt großartig!) oder „Funky Cold Medina“ mit Zuidam Rye Genever, Coldbrew, Vanille, Lakritze und Limette (der für meinen Geschmack etwas mehr Lakritzwumms vertragen hätte). Ergänzt wird das saisonal wechselnde Angebot durch eine recht ordentliche Auswahl an klassischen Drinks und innovativen Eigenkreationen. Die „Bombay Lemonade“ trinkt sich tatsächlich weg wie Limo, und ich bin mir fast sicher, dass ich das Ende meiner Erkältung dem „Ingwer Sour“ mit Gin, Ingwerlikör, Zitronen- und Birnensaft, Ahornsirup, Ingwer und Cayennepfeffer zu verdanken habe. Gleich zweimal hat es uns in den letzten Wochen in die Golden Glimmer Bar verschlagen (vielen Dank an Frau H. und Herrn S. fürs Zeigen!) – und ich gehe stark davon aus, dass weitere Besuche folgen werden. Golden Glimmer Bar // Schmiedberg 3, 86152 Augsburg.
    (Sabrina)

    Golden Glimmer Bar Augsburg

    The Future of Cocktails – Bartrends in Schumann’s Les Fleurs du Mal*

    Wenn ich beruflich alleine unterwegs bin und abends Zeit habe, gehe ich gerne in eine Bar. Ich setze mich an die Theke, quatsche ein wenig mit den Barkeeper_innen und lasse mich beraten, was für ein Drink in diesem Moment am besten zu mir passen würde. Genau dann merkt man, ob eine Bar wirklich ganz oben mitspielen kann. Hier geht es nicht allein darum, dass die Person hinter der Theke einen guten Cocktail mixen kann, sondern das Gesamterlebnis muss stimmen. Barkeeper_innen sollten einfach gute Gastgeber_innen sein. Deswegen ist die jährlich vom Spirituosenkonzern Diageo ausgerichtete World Class Competition auch nicht einfach ein Wettbewerb um den besten Cocktail, sondern auch um die besten Gastgeberqualitäten. Oder wie es Tim Philips (World Class Bartender des Jahres 2012) ausdrückt: „As a bartender, at the core of what we have to do in a short time is become a micro-friend.“

    Wichtig ist aber auch, dass sich erfolgreiche Barkeeper_innen über die Zukunft der Cocktailkunst Gedanken machen. Wir wurden deswegen zu einem Workshop in Schumann’s Les Fleurs du Mal eingeladen, bei dem Nouri Elmoussaoui (Les Fleurs du Mal/München), Falco Torini (Miranda Bar/Wien) und Branimir Hrkac (Bristol Bar/Frankfurt a.M.) die Future Trends der Barszene vorgestellt haben. Ähnlich wie in anderen Bereichen der Kulinarik werden auch die Konsument_innen im Barbereich anspruchsvoller. Sie fordern mehr Informationen über die Produkte, wollen mehr hören als flachen „Marketingschmäh“ und stellen längst überholte Geschlechtervorstellungen infrage. Aktuell dreht sich vieles in der Barszene um Emotionen und die Frage, wie man die Gefühle der Gäste bei der Auswahl des passenden Drinks berücksichtigen kann. Einige Orte gehen dabei ganz neue Wege, indem sie beispielsweise die Gäste mithilfe von Farbtafeln, die bestimmte Emotionen und Erwartungen evozieren, den Drink auswählen lassen (The Parlour/Frankfurt a.M.) oder im Gegenteil gleich ganz auf Farben verzichten und alle Drinks entweder schwarz einfärben oder in schwarzen Gläsern servieren (Roomers/Frankfurt a.M.). Auch Nachhaltigkeit ist ein großes Thema. Nouri Elmoussaoui schafft es z.B., für seine Kreationen eine komplette Ananas zu verwerten, um nichts zu verschwenden. Für ihn ist gleichzeitig auch wichtig, dass Cocktails nicht automatisch stark sein müssen. Eine gewisse Leichtigkeit würde allen Gästen guttun. Das bewies er uns gleich mit einem Cocktail, der Verjus, Portwein, Tequila und Bitters zu einem leichten Aperitif verbindet und passenderweise im Rotweinglas serviert werden sollte. Wer mehr über die Future Trends der Barszene erfahren möchte, kann im Trendbericht von Diageo schmökern.
    (Steffen)

    Cocktail-Workshop Les Fleurs du Mal Schumanns München Feed me up before you go-go

    Entdeckt

    Frühstücken in der Waldmeisterei

    Seitdem Steffen vor einer halben Ewigkeit einen Whiskyabend in der Waldmeisterei verbracht hat und vom Café in der Maxvorstadt nur so schwärmte, wollen wir dort essen gehen. Das gestaltet sich allerdings etwas schwierig, wenn das Lokal abends regulär nicht geöffnet ist und man seine Mittagspausen nur selten rund um die Barerstraße verbringt. Frühstück also – dafür spricht auch das Loblied der SZ. Ohne Reservierung geht hier nichts. Am Samstagmorgen ist das hübsche Café mit den hohen Stuckdecken, dem schönen Holzboden und den ansprechenden Wandfarben bis auf den letzten Platz gefüllt. „Ich will Frühstück“ prangt auf der Karte, auf der man sich nach dem Baukastenprinzip zusammenstellen kann, was gleich vor einem stehen soll. Stimmt! Allerdings funktioniere ich so früh am Morgen noch nicht gut und wünsche mir für einen kurzen Moment, dass mir die Karte mit einem fixen Frühstücksset die Entscheidung leichter macht. Bald stehen ein Glas hausgemachtes Bircher Müsli (3,50€), eine Tüte gemischtes Brot (2€), etwas Scamorza (2,30€) und ein Gläschen Guacamole (2,80€) vor mir – eine wilde Mischung (wie gesagt, ich funktioniere morgens noch nicht gut), aber lecker! Der Mann bekommt noch ein Rührei mit Ziegenkäse (4,20€) dazu, auch das macht sich recht gut. Und so sitzen wir schmatzend in netter Gesellschaft und merken gar nicht, wie die Zeit vergeht. Zeit – die sollte man schon mitbringen, denn der Service in der Waldmeisterei ist zwar sehr freundlich, aber auch nicht der schnellste. Auch wenn das Frühstücksangebot überschaubar und nicht wahnsinnig spektakulär ist, kommen wir sicher wieder – das Ambiente ist toll und auf die Mittagskarte wollen wir schließlich auch noch einen Blick werfen. Die Waldmeisterei // Barerstr. 74, München.
    (Sabrina)

    Frühstücken in München Waldmeisterei Café Feed me up before you go-go

    Frühstücken in München Waldmeisterei Café Feed me up before you go-go

    Auf der anderen Isarseite: fiedler & fuchs

    Es soll Münchner_innen geben, die die Isar als Grenze verstehen. Wenn man auf einer Seite wohnt, geht man nicht auf die andere. Hat bestimmt irgendwas mit Fußball zu tun. Dabei wäre es wirklich schade, sich ausschließlich auf unsere Hälfte zu beschränken, schließlich verbergen sich in Haidhausen und Giesing einige unserer liebsten Orte der Stadt. Gerade das ehemalige Arbeiterviertel Giesing bemüht sich schon seitdem wir in München wohnen, der nächste Hotspot der Stadt zu werden. Das führt zu spannenden Restaurantgründungen wie dem fiedler & fuchs, das seit 2014 unterhalb der Giesinger Kirche die Gäste mit deftiger, aber dennoch moderner Küche versorgt. Zweimal haben wir inzwischen das modern-rustikal eingerichtete Lokal besucht und waren trotz kleinerer Verbesserungsmöglichkeiten recht zufrieden. Neben der Standardkarte gibt es eine Wochenkarte, die sich nicht nur auf Speisen beschränkt, sondern auch wechselnde Getränke bereithält. Leider waren bei beiden Besuchen die angepriesenen Spezialbiere von Crew Republic nicht verfügbar. Zum Glück gibt es mit den regulären Crew-Sorten und Tilmans-Bieren aber genügend Craft-Bier-Auswahl, mit der sich das fiedler & fuchs vom Einheitsbrei in München abhebt. Fleischesser_innen werden keine Probleme haben auf der Karte etwas Passendes zu finden. Der Wildschweinburger mit Rosmarin-Kartoffeln (14,50€) kommt in ordentlicher Größe, innen rosa und mit schmackhafter Preiselbeer-Mayonnaise. Der für ein Wirtshaus obligatorische Schweinebraten gehört angeblich zu den besten in München. Auch für Vegetarier_innen ist das Angebot mehr als ausreichend: Die Kärtner Nudeln mit Steinpilzfüllung (14,50€) beim ersten Besuch waren hervorragend, während der Rucolasalat mit gegrilltem Ziegenkäse in Mandel-Haselnuss-Panade (11,50€) doch etwas sehr karg und unaufregend daherkam. Nicht entgehen lassen sollte man sich jedoch den Nachtisch! Sowohl der frisch zubereitete Kaiserschmarrn (8,50€) wie auch die Marillenknödel mit Pistazien-Amarettini-Brösel (7,80€) waren geschmacklich perfekt und sind unbedingt zum Teilen gedacht. Der Weg nach Giesing lohnt also in jedem Fall. Demnächst werden wir noch einmal zum Sonntagsbrunch vorbeischauen, der von allen Seiten in den höchsten Tönen gelobt wird. fiedler & fuchs // Voßstr. 15, München.
    (Steffen)

    Burger Schlutzkrapfen fiedler & fuchs München Feed me up before you go-go

    Ein Stückchen Südtirol in München: Laurin

    Wenn der letzte Aufenthalt in Südtirol schon ein paar Monate zurückliegt, sucht man sich eben ein Stückchen Südtirol in München. Das Laurin hat sich bisher erfolgreich vor uns versteckt und das, obwohl es mitten in der Innenstadt liegt – allerdings ist das auch nicht die Ecke, in der wir oft essen gehen. Zu sehr verbinden wir die Gegend um den Marienplatz mit lauten Tourifallen und weniger mit hochwertigem Essen. Aber wir lassen uns gerne vom Gegenteil überzeugen und nehmen an einem kalten Mittwochabend in der gut gefüllten und gemütlichen Stube am Viktualienmarkt Platz. Sofort sticht uns die Cocktailkarte ins Auge, die mit spannenden Eigenkreationen aufwarten kann. Kurz darauf stehen ein „Very Dark & Stormy“ mit Lakritz und ein „Blueberry Old Fashioned“ auf dem Tisch. Leider werden unsere Erwartungen nicht erfüllt, zu unharmonisch und gleichzeitig nicht pointiert genug sind beide Drinks. Zum Glück kann das Essen diese Enttäuschung wieder ausgleichen. Meine Rinderlende mit Kartoffelstampf (18,90€) ist herrlich rosa, zart und saftig, der Stampf cremig und stückig gleichzeitig – genau wie ich ihn mag. Das vegetarische Angebot ist überschaubarer, aber die Südtiroler Küche hält u.a. hausgemachte Schlutzkrapfen mit Spinat und Alm-Topfen (13,90€) bereit, die wirklich hervorragend schmecken und von einen kleinen Beilagensalat begleitet werden, der sich auch sehen lassen kann. Der Apfelstrudel zum Dessert ist gut, wenn auch nicht überragend. Wer also plötzlich Lust auf gute Südtiroler Küche verspürt, doch nicht gleich den Weg über die Alpen antreten möchte, findet im Laurin eine zentral gelegene Alternative. Laurin // Heiliggeiststraße 6, München.
    (Steffen)

    Laurin München Südtiroler Küche Feed me up before you go-go

    Let’s talk food im blauen Wunder

    In der Nähe des Ostbahnhofs verstecken sich in einem Hinterhof mysteriöse blauen Türen. Hinter einer von ihnen erwartet Foodinteressierte seit Kurzem ein blaues Wunder – so nennt Vivi D’Angelo ihr Studio, in dem nicht nur wunderschöne Food-Fotografie entsteht, sondern auch die neue Veranstaltungsreihe „Food Talks“ stattfindet. Hier kommen Food-Historiker_innen und -aktivist_innen, Guerillaköch_innen und Autor_innen zu Wort und erzählen von den Geschichten hinter unseren Lebensmitteln. Da ich mich in den letzten Monaten beruflich intensiv mit dem Thema Fermentation auseinandergesetzt habe und mich nun auch endlich praktisch den Fermenten nähern wollte, war ich Ende Januar beim Workshop für Fermentierchen zu Gast. Dabei erklärte Ina zunächst ein paar Grundlagen des Fermentierens, wie die beim Blubbern und Zischen entstehenden guten Bakterien Lebensmittel bekömmlicher, haltbarer oder schmackhafter machen und wie jede/r auch zu Hause ganz leicht fermentieren kann. Im Praxisteil durften wir selbst Gemüse fermentieren und bereits fermentierte Lebensmittel verkosten. Seitdem wohnt ein Gläschen Leekchi (eine Art Kimchi auf Lauchbasis) in unserem Kühlschrank, das sicher bald Gesellschaft von einem Glas Sauerkraut mit Zitrone und Dill bekommen wird. Der Fermentations-Workshop findet regelmäßig statt und kostet 30 € pro Person. Eine Übersicht aller Veranstaltungen und Termine findet ihr auf der Website. Das Blaue Wunder // Belfortstr. 3, München.
    (Sabrina)

    Workshop Gemüse fermentieren im blauen Wunder München Vivi D'Angelo

    Rezept-Quickie

    Gefüllte Grappakartoffeln mit Spinat*

    Schon im letzten Herbst haben wir die Kartoffeln mit Grappafüllung auf einem würzigen Spinatbett kennengelernt. Damals waren wir von Grana Padano eingeladen und durften gemeinsam mit dem Fernsehkoch Frank Oehler ausprobieren, was der italienische Hartkäse in der Küche so kann. Grana Padano ist eine geschützte Ursprungsbezeichnung und darf nur in bestimmten Provinzen der Po-Ebene hergestellt werden. Man findet ihn in drei verschiedenen Reifeklassen, die zwischen 12 und 20 Monaten liegen. Für den normalen Küchenalltag eignet sich der 12 Monate gereifte Käse besonders gut, denn mit ihm lassen sich auch ohne Probleme Aufläufe (oder unsere Kartoffeln) überbacken. Wie wir erfahren haben, wird der Käse in Italien auch gerne anstelle von Salz verwendet. Eines der Rezepte, die Frank Oehler mit uns während des Workshops zubereitet und uns besonders gut geschmeckt hat, sind gefüllte Grappakartoffeln mit Spinat, die wir kürzlich auch zu Hause in etwas abgewandelter Form ausprobiert haben:

    Für 3-4 Portionen:

    5 große mehlig kochende Kartoffeln
    2 rote Paprika
    2 rote Zwiebeln
    25 g Kapern
    150 g Grana Padano, gerieben
    50 g Schmand
    80 ml Grappa
    100 g Champignons
    1 Knoblauchzehe
    50 g Haselnüsse
    25 g Butter
    700 g frischer Spinat
    Salz, Peffer, Tabasco

    Die Kartoffeln kochen, halbieren und aushöhlen. Paprika und Zwiebeln fein würfeln, Kapern grob hacken. Aus dem Kartoffelinneren, 100 g Grana Padano, der Hälfte der Zwiebeln, Paprika, Kapern, Schmand und Grappa eine Füllmasse herstellen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Masse in die hohlen Kartoffeln füllen und mit dem restlichen geriebenem Käse bestreut im Backofen bei 180 °C  ca. 15 Minuten gratinieren. Währenddessen die Champignons in Scheiben schneiden, den Knoblauch fein hacken und die Haselnüsse grob hacken. In einer Pfanne die restlichen Zwiebeln, Knoblauch, Pilze und Haselnüsse in Butter kurz andünsten. Den gewaschenen Spinat dazugeben und zusammenfallen lassen. Mit Salz, Pfeffer und ggf. etwas Tabasco abschmecken. Die überbackenen Kartoffeln auf dem Spinatbett anrichten.
    (Steffen)

    Grappakartoffeln mit Spinat Grana Padano Feed me up before you go-go

    Bloggerevent Grana Padano mit Frank Oehler Feed me up before you go-go

    Bloggerevent Grana Padano mit Frank Oehler Feed me up before you go-go

    Lesenswert

    Pioniere der Food-Fotografie

    Foodblogs und Instagram haben die Entwicklung der Foodfotografie in den letzten Jahren sicher nicht unwesentlich beeinflusst – aber was war eigentlich davor? Wer waren die ersten Fotograf_innen, die Essen abgelichtet haben und wie sehen sie ihr Werk heute? Solchen und ähnlichen Fragen will die Interviewreihe von Annekathrin Kohout und Wolfgang Ullrich nachgehen. Schon der erste Teil mit Christian Teubner macht Lust auf mehr: Pioniere der Food-Fotografie.
    (Steffen)

    Was steht an?

    #7Tage7Biere

    Zwei Jahre ist unsere kleine Instagram- & Twitter-Challenge #7Tage7Biere schon her – höchste Zeit also für eine neue Runde! Da wir in letzter Zeit häufig nach einer Fortsetzung gefragt wurden und sich die Bierflaschen bei uns im Keller stapeln, rufen wir im Februar erneut zum virtuellen Bier-Tasting auf. Die Regeln sind denkbar einfach: 7 Tage, 7 Biere – öffnet mit uns eine Woche lang jeden Tag ein Bier, postet ein Foto davon auf Instagram oder Twitter, erzählt kurz was dazu, verwendet den Hashtag #7Tage7Biere und taggt uns im Beitrag. Los gehts am 12. Februar – wir freuen uns auf neue Entdeckungen, Lieblingsbiere oder Fehlgriffe!
    (Sabrina)

    7 Tage 7 Biere #7Tage7Biere Craft-Bier-Tasting Feed me up before you go-go

    Fotocredit: Foto der Golden Glimmer Bar: © Golden Glimmer Bar; Foto vom Fermentations-Workshop: © Vivi d’Angelo. Vielen Dank, dass wir die Bilder verwenden dürfen!

    Hinweis: Zu den mit Sternchen (*) markierten Veranstaltungen wurden wir freundlicherweise eingeladen – wie immer bleibt unsere Meinung davon unberührt.

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    Gekocht, Gereist, Geteilt

    Was bisher geschah: Dezember 2016 – Bergadvent, Adventsbrunch & Foodblogbilanz

    winter-frost-unsplash-1

    Der Dezember kann uns mal! Eigentlich hat der Monat keinen eigenen Rückblick verdient – zu viel Aufgewühltheit, zu viele Tränen, zu viele unterschwellige Aggressionen. Dabei fing er so schön an mit einer stimmungsvollen Adventsreise und gutem Essen. Deshalb widmen wir uns hier einfach nur kurz den ersten Tagen, überspringen den Rest, blicken dann lieber noch etwas weiter zurück aufs ganze Jahr und hoffen, dass sich 2017 etwas mehr ins Zeug legt. Wir wünschen euch ein gutes neues Jahr – hoffentlich wird es ein schönes!

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    Berlin, Gegessen, Geteilt, München

    Was bisher geschah: November 2016 – Bloggeburtstag mit Jamie Oliver und amerikanischem Frühstück

    wunderkerze-1-2

    November, der Geburtstagsmonat. Nicht unser eigener, aber trotzdem der eines Quasi-Familienmitglieds: Der Blog ist vor gut zwei Wochen heimlich, still und leise fünf Jahre alt geworden und somit im besten Alter, um aufmüpfig zu sein. Wir sind gespannt, was er sich einfallen lässt und harren der Dinge, die da kommen. An dieser Stelle aber vor allem ein riesiges DANKESCHÖN an euch, dass ihr es schon fünf Jahre mit uns aushaltet, hier immer wieder reinklickt, mitlest, kommentiert und nachkocht. Darüber freuen wir uns noch so sehr wie am ersten Tag (okay, blödes Beispiel – damals hat hier vermutlich überhaupt niemand reingeschaut und kommentiert, aber ihr wisst schon wie das gemeint ist)! Genauso freuen wir uns immer noch über das, was sich durch den Blog in den letzten Jahren ergeben hat – Freundschaften, Bekanntschaften, Begegnungen und vieles mehr. Dass so ein kleines Internetding mal so viel Auswirkung auf unser Privatleben haben würde, hätten wir vor fünf Jahren nie gedacht. Wir lassen uns überraschen, was das nächste Jahr für den Blog bereithält und freuen uns, wenn ihr uns weiterhin begleitet.

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    Belgrad, Gegessen, Gelesen, Gereist, Geteilt, Serbien

    Was bisher geschah: Oktober 2016 – Weinwanderungen, Fleischkoma & baskische Pintxos

    kuerbisse-herbst-1-2

    Öfter mal was Neues. Nach fast fünf Jahren Feed me up before you go-go (ja, nicht nur wir werden langsam alt, sondern auch der Blog), ist das vielleicht auch höchste Zeit. Rückblickend auf die letzten Wochen, Monate und vielleicht sogar Jahre müssen wir uns eingestehen, dass wir nicht so oft zum Bloggen kommen, wie wir es gerne würden. Berufliche Verpflichtungen, Freizeitstress, Offlineleben und so – ihr kennt das. Das ist ein bisschen schade, denn eigentlich hätten wir genügend Ideen, stolpern über viele schöne Dinge und erleben interessante Begegnungen, über die wir gerne berichten würden, die es dann aber aus Zeitgründen doch nicht auf den Blog schaffen. Deshalb haben wir uns überlegt, in einem monatlichen Rückblick ein paar dieser Sachen zu sammeln und mit euch zu teilen. Das kann ein Restaurant sein, das wir entdeckt haben, neue Kochbuchzugänge, die den Stapel im Wohnzimmer zum Wackeln bringen (im Regal findet sich schon längst kein Platz mehr) und andere lesenswerte Beiträge, spannende Events, Städte oder Länder, die wir besucht haben, oder auch mal ein Rezept-Quickie (wenn es abends mal wieder zu dunkel für ein richtiges Fotoshooting war, uns das Gericht aber dennoch begeistert hat). Mal kurz, mal in etwas ausführlicher Form. Ihr merkt – so ganz wissen wir selbst noch nicht, wohin das alles führen soll. Ob wir das jeden Monat durchhalten? Keine Ahnung! Ob euch das überhaupt interessiert? Das müsst ihr uns sagen! Wir nennen es vorerst mal ein „Experiment“ und freuen uns über euer Feedback und eure Anregungen.

    Unterwegs

    Südtirol

    Anfang des Monats haben wir ein weinlastiges Wochenende in Südtirol verbracht. Die Nähe zu Italien nutzen wir viel zu selten, daher waren das Törggelen und das Kalterer Weinkulinarium ein schöner Anlass, uns mal wieder in Richtung Brenner aufzumachen. Wie immer geht ein Kurztrip nach Südtirol mit gutem Essen und kulinarischen Mitbringseln einher. Bald berichten wir hier noch etwas ausführlicher darüber.

    feed-me-up-before-you-go-go-monatsrueckblick-oktober-2016-1

    Belgrad

    Das Schöne am meinem Job ist mitunter, dass er es mir ermöglicht, in Länder zu reisen, die sonst nicht ganz oben auf der Liste unserer Urlaubsziele stehen – Serbien zum Beispiel. Leider bleibt neben dem Besuch von Gedenkstätten, Museen und NGOs oft zu wenig Zeit für die kulinarischen Highlights der jeweiligen Länder. Wobei sich die Highlights in Serbien relativ einfach mit einem Wort zusammenfassen lassen: FLEISCH! Wer glaubt, die bayrische Provinz sei in dieser Hinsicht gewöhnungsbedürftig, war noch nicht in Belgrad essen. Gerade die etwas traditionelleren Restaurants scheinen der Meinung zu sein, dass Gemüse nur frittiert eine Berechtigung hat. Positiv ist dagegen, dass der Craft-Beer-Boom auch in Serbien voll eingeschlagen hat. Egal ob in Belgrad oder Novi Sad, es gibt an vielen Orten nicht nur die jungen serbischen Brauereien als Alternative zum Einheitslager, sondern oft auch internationale Biere von Brew Dog oder der Brooklyn Brewery. Mein Favorit war das Kaš Ryezen IPA, das eine schöne Balance aus fruchtigen und bitteren Noten bietet.
    Grundsätzlich sollte man sich in Belgrad nicht von Äußerlichkeiten abschrecken lassen. Die Fassade des Cafés Smokvica ist wie so vieles in der Stadt ziemlich heruntergekommen, doch drinnen erwartet einen moderner Shabby Chic und ein internationales Angebot an Mezze, Curry, Burger & Co. – eine gute Abwechslung zur sonst sehr deftigen serbischen Küche. Überhaupt ist der Burgertrend auch an Serbien nicht vorbeigezogen, entsprechende Läden sprießen an allen Ecken aus dem Boden. Zu empfehlen ist das Submarine BBQ, das am Rande der Fußgängerzone ein ganz hervorragendes Pulled Pork serviert. Etwas abseits liegt dagegen das maritim eingerichtete Mala Fabrika Ukusa. Auf der Karte stehen modernisierte serbische Gerichte, aber an Frittiertem und Fleischigem kommt man auch hier nicht vorbei. Noch versteckter in einem Hinterhof liegt das Mezestoran Dvorište. Hier wird griechisch gekocht, aber mit deutlichen Einflüssen anderer Mittelmeerstaaten. Die Grenzen zur Mezze-Küche sind fließend und durchaus gelungen. Wem es danach noch nach etwas Süßem gelüstet, kann sich entweder bei Dukat Halal die volle Dröhnung Baklava geben oder bei Moritz Eis ein superleckeres Ananas-Rucola-Eis holen. Tolle Cocktails in gediegener Atmosphäre bietet die Bar Central, während im Gunners Pub Craft Beer in eher studentischer Umgebung ausgeschenkt wird.
    Ansonsten solltet ihr euch neben den üblichen Sehenswürdigkeiten Zeit für das Museum der Geschichte Jugoslawiens und den Markt nehmen. Wer noch mehr Tipps für spannende und schöne Ecken in Belgrad sucht, sollte mal auf Igors Happy Interior Blog vorbeischauen – er war im Sommer in der Stadt und hat seinen Highlights gleich mehrere Posts gewidmet. Grundsätzlich ist Belgrad definitiv eine spannende Stadt, auch wenn sie sich Besucher_innen nicht unbedingt (besonders bei grauem Himmel) auf den ersten Blick erschließt – aber sie ist es wert, entdeckt zu werden.
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    München: Siemens-Event

    Kommuniziert ihr schon mit eurem Kühlschrank? Flüstert ihr dem Ofen leise Anweisungen ins Ohr? Das mag vielleicht etwas absurd klingen, doch so weit hergeholt ist das gar nicht. Mitte Oktober waren wir eingeladen, um uns bei einem Event die neuen vernetzten Haushaltsgeräte von Siemens Home etwas näher anzusehen. Unter dem Namen Home Connect hat Siemens alle Großgeräte miteinander verbunden, womit sich nun im Idealfall Ofen, Kühlschrank, Spülmaschine & Co. über eine App steuern lassen. Wir waren vor allem von den vielen kleinen Möglichkeiten angetan, die sich dadurch ergeben – z.B. lässt sich per App und Kühlschrankkamera mal eben checken, was noch fürs Abendessen fehlt. Gekocht wurde natürlich auch und dank der unzähligen in den Backöfen eingespeicherten Vorgaben, musste man sich kaum Gedanken um die Einstellungen machen. Spannend wäre nun, diese Spielereien mal im Alltag zu testen. Habt ihr schon Erfahrungen damit gemacht?
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    München: KitchenLab

    Im Küchenstudio Ludwig 6 von Dross & Schaffer findet nun regelmäßig das KitchenLab statt, bei dem bei Fingerfood, Drinks und netter Atmosphäre Expert_innen unterschiedliche Aspekte rund ums Essen, Kochen und Genießen vorstellen und diskutieren. Im Oktober drehte sich einen Abend lang alles um den/die „perfekte/n Gastgeber_in“. In der Diskussionsrunde: Bartender und Besitzer des Barroom – Münchens kleinster Cocktailbar – Emanuele Ingusci, Knigge-Expertin Janine Katharina Pötsch, Floristin und Dekorateurin Barbara Held und Betreiber des Supper Clubs Gourmandpunk Sebastian Hoffmann, die berichteten, was für sie den perfekten Abend ausmacht. Auch wenn die Meinungen im Detail durchaus auseinandergingen, waren sich doch alle einige, dass man als Gastgeber/in die Regie des Abends übernehmen sollte und sich in jedem Falle genügend Zeit nehmen muss. Das gilt genauso für die Gäste, die auch mal bereit sein sollten, sich z.B. auf einen ruhigen Abend in der Bar einzulassen und die Atmosphäre aufzunehmen.
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    Entdeckt

    Pintxos und Wein im Glockenbach

    Wiederentdeckt müsste es eigentlich heißen, denn unsere Restaurantempfehlung ist die Tapas- und Pintxos-Bar Itxaso im Glockenbachviertel. Die baskische Bar zählt zu unseren absoluten Lieblingsspaniern in München, doch da man dort zwischenzeitlich nicht mehr reservieren konnte, hatten wir öfters etwas Pech und konnten in dem fast immer rappelvollen Lokal nur noch selten einen Platz finden. Umso schöner, dass uns letzte Woche ein Event zum Thema Wein aus Spanien mal wieder ins Itxaso führte. Gemeinsam mit anderen Blogger_innen verkosteten wir zehn verschiedene Weine, die von Sommelier Peer F. Holm passend zu vorab eingereichten Fotos zum Thema „Spanish Moments“ ausgewählt wurden. Eine wirklich tolle Idee, um unterschiedliche spanische Weine kennenzulernen! Dabei merkten wir mal wieder, wie sehr wir uns mittlerweile vom Rotwein weg und hin zum Weißwein bewegt haben. Unsere Favoriten des Abends: Tapas Wine Collection Moscato 2015 und den liebevoll als „Saufwein“ betitelten Segura Viudas Xarel-lo 2015 – und natürlich die leckeren Tapas! Itxaso // Pestalozzistr. 7, München.

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    New Supper Club in Town

    Ein nettes Konzept, um Kochbücher noch etwas erlebbarer zu machen, hat sich Connecting Companies zusammen mit dem GU-Verlag und den Siemens lifeKochschulen ausgedacht. Ab sofort wird monatlich ein Kochbuch des Verlags samt Autor/in in den Fokus gerückt und zum gemeinsamen Dinner geladen. Natürlich werden bei der neuen Supper-Club-Reihe Gerichte aus den entsprechenden Büchern verköstigt. Zum Auftakt im November gibt es deutsch-türkische Fusion-Küche mit Filiz Penzkofer und ihrem Buch „Cook mal türkisch“. Wir waren zum Kick-off-Event in der AllianzArena eingeladen und wurden u.a. mit Orangen-Carpaccio mit roter Bete, Spinat(börek)strudel, „Frauenschenkel“, einem hervorragenden Dessert aus Couscous, weißer Schokolade und gemischten Beeren und unterhaltsamen Anekdoten über die türkische Oma der Autorin versorgt. Der Supper Club findet nicht nur in München, sondern auch in anderen Städten statt – Tickets und Termine gibts auf der Website.

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    Der Weizen: schnurrt, kratzt & beißt

    Tilman Ludwig, der mit „Das Helle“ ein echtes Lieblingsbier produziert und auch sonst ein sympathischer Kerl ist, hat endlich Bier Nummer 4 auf den Markt gebracht. Knackig benannt ohne komplizierte Fantasienamen hört es einfach auf „Der Weizen“. Der Wiedererkennungswert speist sich eher aus dem hübschen Etikett, das diesmal ein asiatisch anmutender Tiger ziert. Auch im Glas macht sich das Bier ganz gut. Der Geruch ist sehr angenehm, die typisch bananigen Noten sind deutlich, aber nicht penetrant. Die Hopfensorten Comet aus der Hallertau und Strisselspalt aus dem Elsass ergänzen das Ganze stattdessen um weitere fruchtige Komponenten. Im Mund dürfte die Banane für unseren Geschmack noch etwas ausgeprägter sein, andererseits bleibt „der Weizen“ so recht erfrischend und ist nicht so schwer, wie viele bayrische Weißbiere. Irgendwie erinnert das Bier auch an belgisches Wit, nur ohne die würzige Komponente. Schön, aber fast schon etwas zu gewöhnlich. Vielleicht ist es aber auch einfach die falsche Jahreszeit für die Flasche mit dem Tiger. Also im Zweifel einfach auf den Sommer warten und dann noch einmal ausführlich an der Isar, im Westpark oder auf dem Balkon testen.

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    Lesenswert

    Der ultimative Wein-Guide

    Nachdem wir uns im Oktober deutlich mehr mit Wein beschäftigt haben als sonst, war dieses Buch der perfekte Begleiter. Der ultimative Wein-Guide ist ein Grundlagenwerk, das sich an alle richtet, denen das vinophile Gehabe der Szene manchmal zu elitär ist und trotzdem gerne mehr über Wein erfahren wollen. Das Buch basiert auf dem amerikanischen Blog Wine Folly und kommt ähnlich unprätentiös, locker und mit netten Grafiken daher.

    USA vegetarisch

    Das Kochbuch, aus dem wir im Oktober am meisten gekocht haben, war definitiv „USA vegetarisch“. Der fünfte Band der vegetarischen Länderküche aus dem Brandstätter Verlag widmet sich einem unserer Lieblingsurlaubszielen und beweist, dass die USA kulinarisch mehr zu bieten haben als Burger, Hot Dogs & Co. Die Kürbis-Tarte daraus findet sich bereits auf dem Blog, in Kürze folgt eine ausführlichere Rezension.

    Food Gentrification

    Einen spannenden Artikel über die Auswirkungen von Hipster-Food und Food Gentrification haben wir über Vivi gefunden, auch wenn wir zugeben müssen, dem Avocado-Boom selbst ein wenig verfallen zu sein – doch auch das sollten wir wohl noch einmal überdenken.

    Hinweis: Wie oben erwähnt, wurden wir zu einigen der Veranstaltungen eingeladen – unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.
    Fotocredit: Kürbis-Foto via unsplash.com

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    Wenn das Fernsehen zweimal klingelt: Vegetarischer Herbstburger mit Kürbis und Ziegenkäse + Süßkartoffelpommes

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    Mit Beginn des Herbstes werden wir immer etwas melancholisch. Die Tage werden kürzer, der Regen zwingt uns dazu, die festen Schuhe aus dem Keller zu holen und ehe man sich versieht, wird der erste dicke Pulli aus dem Schrank gekramt. Auch wenn wir definitiv Sommermenschen sind und manchmal von einem Umzug in den Süden träumen, hat der Herbst auch seine guten Seiten. Es ist schön zu sehen, wie sich das Gemüseangebot ändert und plötzlich Rezeptideen geboren werden, die den Sommer über von der Hitze unterdrückt wurden. Ganz vorne mit dabei ist natürlich alles mit Kürbis – unser Herbstgemüse schlechthin. Kaum ist der September da, liegt der erste kleine Hokkaido im Einkaufskorb und landet bald darauf im Ofen, z.B. als Beilage für ein cremiges Zitronenrisotto.

    Als kürzlich das ZDF anklopfte und fragte, ob ich für die Drehscheibe ein herbstliches Rezept zubereiten würde, war sofort klar, dass es etwas mit Kürbis sein sollte. Und da wir auf dem Blog zwar einen Winterburger und einen sehr sommerlichen Burger haben, aber noch keinen, der explizit nach Herbst schreit, war die Idee schnell geboren: ein vegetarischer Herbstburger mit Kürbis-Patty, Ziegenkäse und Birnen-Rosmarin-Chutney. Das Fernsehteam schien ebenfalls begeistert und so ging es nach zwei Probedurchgängen in der heimischen Küche auf zur Fernsehkochpremiere.

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    Gedreht wurde übrigens nicht in unserer eigenen Küche, denn die ist eigentlich schon voll, wenn man zu zweit darin herumwerkelt – von einem Kamerateam und den ganzen Lampen ganz zu schweigen. Zum Glück war eine Freundin der Redakteurin so nett, uns ihre schöne große Küche zur Verfügung zu stellen, in der ich mich an einer Kochinsel ausbreiten konnte, ohne ständig über das Fernsehteam zu stolpern. Der Dreh verlief recht entspannt und es wurde auch erstaunlich wenig getrickst (fast verwunderlich, immerhin mussten am Ende ja drei Stunden Zubereitungszeit in einem fünfminütigen Beitrag untergebracht werden). Ich habe also einfach vor mich hin gekocht, zwischendurch ein paar Fragen beantwortet und ab und zu mal etwas wiederholt, damit der Kameramann eine zweite Perspektive einfangen konnte. Wirklich anstrengend waren dabei vor allem die Temperaturen, denn dank der auf mich gerichteten Scheinwerfer und der Dauerbenutzung von Herd und Backofen lief der Schweiß bald in Strömen (was man am Ende des Beitrags auch sehen kann – ich „freue“ mich schon darauf, meine Schweißperlen in HD zu sehen, hust).

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    Nach sechs Stunden Dreh war alles im Kasten und es standen vier Burger so auf dem Tisch, wie ich sie auch zu Hause zubereitet hätte. Dem Team und meinen „Leihkindern“ (äh ja, seht ihr dann im Beitrag) haben sie geschmeckt, und wer sich selbst davon überzeugen möchte, kann das am 7. Oktober um 12.10 Uhr im ZDF tun, wenn der Drehscheibe-Beitrag im Fernsehen läuft. Wer um diese Uhrzeit (verständlicherweise) nicht auf dem Wohnzimmersofa sitzen kann, hat allerdings jetzt schon die Möglichkeit, den Beitrag (zusammen mit vier weiteren Herbstrezepten, die ebenfalls ganz köstlich klingen) in der ZDF-Mediathek anzusehen: Steffens Kürbis-Burger mit Süßkartoffelpommes. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, was ihr von meinem Ausflug vor die Kamera haltet!

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    Vegetarische Herbstburger mit Kürbis, Ziegenkäse und Birnen-Rosmarin-Chutney (für 4 Burger):

    Für die Kürbis-Patties

    100 g Champignons
    1 kleine Zwiebel
    1 Knoblauchzehe
    1 + 4 EL Olivenöl
    50 ml Weißwein
    50 ml Gemüsebrühe
    200 g Hokkaido-Kürbis
    70 g eingeweichte Kichererbsen
    1 EL gehackter Rosmarin
    1 EL gehackter Thymian
    40 g Kürbiskerne
    50 g grobe Haferflocken
    30 g + ca. 100 g Semmelbrösel
    Salz, Pfeffer

    1. Die Champignons putzen und klein würfeln. Die Zwiebel schälen und grob würfeln. Den Knoblauch schälen und fein hacken. 1 EL Olivenöl in einen kleinen Topf geben, erhitzen und Pilze, Zwiebeln und Knoblauch bei mittlerer Hitze darin anbraten, bis sie Farbe angenommen haben (etwa 8-10 Minuten). Mit 1/2 TL Salz bestreuen, mit Weißwein ablöschen, kurz einkochen lassen und dann die Gemüsebrühe dazugeben. Etwa 5 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis die Flüssigkeit leicht sämig eingekocht ist. In der Zwischenzeit den Kürbis in Spalten schneiden, entkernen und grob raspeln. Ebenfalls in den Topf geben und unter Rühren 2-3 Minuten anbraten. Vom Herd nehmen und zur Seite stellen.

    2. Die Kichererbsen mit einer Gabel grob zerdrücken. Zusammen mit gehackten Kräutern, Kürbiskernen, Haferflocken und 30 g Semmelbröseln in eine Schüssel geben. Die Kürbismischung hinzufügen und alles gut verrühren. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren – kalt lassen sich die Patties besser formen.

    3. Aus der Masse 4 Patties in Größe der Burgerbrötchen formen (nicht zu dünn, damit sie nicht auseinanderfallen). In einer beschichteten Pfanne 4 EL Olivenöl erhitzen. Die restlichen Semmelbrösel auf einen Teller geben. Die Patties vorsichtig darin wenden und von allen Seiten panieren. Die panierten Patties anschließend von beiden Seiten knusprig anbraten.

    Für das Birnen-Rosmarin-Chutney

    1 kleine Zwiebel
    400 g weiche Birnen
    2 Zweige Rosmarin
    Olivenöl
    50 g brauner Zucker
    40 ml Apfelessig
    1 Spritzer Zitronensaft
    1 Zimtstange
    2 Sternanis
    Salz, Pfeffer

    Die Zwiebel schälen und fein würfeln, die Birnen entkernen und ebenfalls würfeln. Den Rosmarin von den Zweigen zupfen und fein hacken. Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig anbraten. Den braunen Zucker dazugeben und karamellisieren lassen, mit dem Essig ablöschen und kurz aufkochen lassen. Birne, Rosmarin, Zitronensaft, Gewürze und 1 Prise Salz hinzufügen. Bei niedriger Hitze einkochen lassen, sodass eine kompottartige Konsistenz entsteht. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

    Für die Senf-Mayonnaise

    3 EL (selbst gemachte) Mayonnaise
    2–3 TL Dijon-Senf
    Salz, Pfeffer

    Mayonnaise und Senf verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

    Für die Kürbisspalten

    12 Spalten Hokkaido-Kürbis
    2-3 EL Olivenöl
    Salz, Pfeffer

    Den Ofen auf 220 °C vorheizen. Die Scheiben auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Mit Olivenöl bestreichen und mit Salz und Pfeffer würzen. Etwa 20 Minuten im oberen Drittel des Ofens backen, bis die Spitzen der Kürbisspalten kross geworden sind, dann warm halten.

    Außerdem

    2 TL Butter
    4 (selbst gemachte) Burgerbrötchen
    1 kleine rote Zwiebel
    80 g Feldsalat
    ½ Rolle Ziegenkäse

    1. Um den Burger fertigzustellen, 1 TL Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Die Burgerbrötchen aufschneiden und jeweils 2 Brötchen auf den Innenflächen in der Butter goldgelb anrösten. Mit der restlichen Butter und den Brötchen ebenso verfahren.

    2. Die Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Den Feldsalat waschen und trocken schleudern und den Ziegenkäse in dünne Scheiben schneiden.

    3. Die Burger wie folgt zusammensetzen: Die Ober- und Unterseiten der Burgerbrötchen jeweils mit etwas Senf-Mayonnaise bestreichen. Eine kleine Handvoll Feldsalat auf die Unterseite geben, dann das Kürbis-Patties daraufsetzen. Das Patty mit Ziegenkäsescheiben belegen, darüber etwas Birnen-Rosmarin-Chutney verteilen, mit Zwiebelringen und Kürbisspalten belegen und jeweils mit den Brötchendeckeln abschließen.

     

    Beilage: Süßkartoffelpommes aus dem Ofen mit Minz-Koriander-Dip:

    2 mittelgroße Süßkartoffeln
    2 EL Speisestärke
    1 TL Salz
    Chilipulver, nach Belieben
    4 EL Olivenöl

    Die Süßkartoffeln schälen, in Stifte schneiden und etwa 20 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Anschließend abgießen und gründlich abtrocknen. Die Stifte in eine Schüssel geben. Speisestärke, Salz und Chilipulver darüberstreuen und alles gründlich vermischen. 3 EL Öl hinzufügen und alles nochmals gut verrühren. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit dem restlichen Öl bestreichen. Die Süßkartoffeln darauf nebeneinander verteilen und bei 230 °C für etwa 40 Minuten im Ofen kross backen.

    Für den Minz-Koriander-Dip

    1 große Handvoll Minze
    1 große Handvoll Koriander
    10 Ringe eingelegte Jalapeños
    Saft von etwa 1 Limette
    200 g griechischer Joghurt
    Salz

    Minze, Koriander und Jalapeños fein hacken und zusammen mit dem Limettensaft unter den Joghurt rühren. Mit Salz und ggf. noch etwas Limettensaft abschmecken.

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    Fuck the Backmischung: Schoko-Kokos-Kuchen aka Jamaica-Torte {Zu Gast bei Münchner Küche}

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    Wenn wir zu einem Geburtstag eingeladen sind, bringen wir Kuchen mit. Das gehört sich so, zumindest in unserer Welt. Auch wenn das Geburtstagskind gerade mal zwei wird und Partyhut, Luftschlangen & Co. vermutlich deutlich interessanter findet als ein Stückchen Schokokuchen. Hinter dem Geburtstagskind verbirgt sich die Münchner Küche, der Blog unserer lieben Bloggerkollegin Ines, der gerade zwei Jahre alt geworden ist. Wir freuen uns, dass wir zum Mitfeiern eingeladen wurden und die bereits gut gefüllte Kuchentafel um eine ganz besondere „Torte“ ergänzen dürfen.

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    „Kindergeburtstag“ lautet das Motto, das sich Ines für ihr Geburtstagsevent ausgedacht hat. Als Kinder der 80er haben wir den Großteil der Geburtstage topfschlagend, eierlaufend oder sackhüpfend verbracht, doch schon damals fand das eigentliche Highlight jeder Party auf der KaffeeKakaotafel statt. Während Steffens Kindergeburtstagserinnerungen von bunten „Törtchen“ (eigentlich Muffins, aber die hatte damals ja noch keiner auf dem Schirm), Fantakuchen und Philadelphiatorte dominiert werden, stapelten sich auf meiner Geburtstagstafel Miniwindbeutel, Rührkuchen mit Schokostückchen und Mandarinen und ein Schokokuchen mit Kokosfüllung, der seine Existenz einer Backmischung zu verdanken hatte. „Jamaica-Torte“ nannte sich die Fertigmischung, die in den 80ern mein Herz eroberte und regelmäßig zum Kindergeburtstag vorbeischaute (was daran Torte sein soll, habe ich bis heute nicht verstanden). Um genau zu sein, war es die Kokosfüllung, die es mir besonders angetan hatte; auf den Schokoladenkuchen drumherum legte ich dagegen keinen besonders großen Wert (auf die Idee, mir einfach einen Kokoskuchen ohne Schokolade zu wünschen, kam ich merkwürdiges Kind wohl nicht). Aber natürlich kommen wir jetzt nicht mit einem schnöden Fertigkuchen zum Bloggeburtstag, sondern halten es wie das Münchner Café Kubitscheck und sagen „fuck the Backmischung!“. Das Rezept für den Schoko-Kokos-Kuchen findet ihr hier bei Münchner Küche.

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    Gebacken, Gebastelt, Gekocht, Gemixt, Geteilt

    Blogg den Suchbegriff III {Zusammenfassung des Blog-Events}

    Ich fürchte, wir haben ein Zeitmanagementproblem. Da setzen wir die Zeitspanne von Blogg den Suchbegriff schon so großzügig an und schaffen es trotzdem nicht, mehr als einen Beitrag zu veröffentlichen. Dabei standen noch so viele nette Suchbegriffe auf unserer Liste, die wir gerne umgesetzt hätten. „Trauriges Sushi“ zum Beispiel (vermutlich wäre dabei eine vegetarische Variante herausgekommen). Oder „Mit dem Gogo um die Welt“ (da können wir im Augenblick nur auf unsere Reise-Kategorie verweisen, die übrigens bald um Frankreich erweitert wird). Zu gerne hätte der Mann „Whiskyzimmer einrichten“ in die Tat umgesetzt, was sich jedoch in unserer Zweizimmerwohnung als etwas schwierig erweist. Ein besonderes Highlight heben wir uns für den Winter auf – bis dahin haben wir vielleicht eine Idee, wie sich „perverser Weihnachtsbaum“ foodblogtauglich realisieren lässt.

    Blog-Event - Blogg den Suchbegriff III (Abgabe bis zum 10. April 2016)

    Wir haben uns jedenfalls riesig über eure großartigen Beitrage zum Blog-Event gefreut. Vielen Dank an alle Teilnehmerinnen! Wahnsinn, was ihr alles umgesetzt habt – wir sind entzückt! Ein paar Geschenke gibt es wie versprochen auch – etwas weiter unten erfahrt ihr, wer sich über einen Gewinn freuen darf.

    Zusammenfassung Blogg den Suchbegriff III

    “Was ist Tapas?”: Offensichtlich hat die Person, die bei Ela von Transglobal Pan Party danach gesucht hat, nicht nur Nachholbedarf in der spanischen Küche, sondern auch in Sachen Grammatik. Gut, dass Ela aufklärt: Salzkartoffeln mit Mojo Verde.
    "Bildgestaltung mit Brot“: "Gruppenbild mit Dame" war gestern, es wird nach Brot verlangt! Julia von Chestnut & Sage greift deswegen in die Mehltüte und zaubert nicht nur Toastbrot, sondern auch ein wunderbares Gif.
    “Pichu häkeln Anleitung”: Schon mal von Amigurumi gehört? Nein? Wir auch nicht! Doch seit Vanessas Pichu Häkelanleitung auf Sternenwind wissen wir, dass es sich dabei um eine japanische Strick- und Häkelkunst handelt und Pichu ein ziemlich niedliches Kerlchen ist.
    “Gugelhupf Geschichte”: Daniela von Danielas Foodblog nimmt ihren Suchbegriff zum Anlass, der Geschichte des Gugelhupfes und seiner Wortherkunft auf den Grund zu gehen. Nebenbei fällt für uns noch ein leckerer Haselnuss-Gugelhupf ab. Mhhh.

    "Mensch, der in einen Riesenburger beißt“, "Peanuts und Kühe“ & "The Presley Big Burger”: Da wir es in dieser Runde nicht geschafft haben, mehr als einen Beitrag zu verbloggen, haben wir kurzerhand gleich drei Suchbegriffe kombiniert und daraus den ultimativen Elvis-Burger gebastelt, den ihr nun bei uns auf Feed me up before you go-go finden könnt.
    “Wofür braucht man Eierbecher?”: Auf diese Frage gibt Vanessa von Sternenwind in gehäkelter Form Antwort, denn bei ihr gibt es gehäkelte Eierbecher aus Papiergarn.
    “Wie heißt das grüne Getränk Vitamine?”: Jaaa, wie heißt das wohl? Zum Glück weiß Alexa von Keks & Koriander ganz genau, was ihre LeserInnen meinen: eine Green Smoothie Bowl. Ganz klar, oder?
    “Kontrollverlust Fun”: Wir sind uns sicher, dass die Suchenden dabei ganz bestimmt den Brownie-Nutella-Milkshake von Unser Meating vor Augen hatten. Was Miriam und ihr Papa da zusammengemixt haben, ist ja auch zum Ausflippen gut!
    “Mực to”: Huch, hängt da ein Fussel auf dem Computerbildschirm? Nach erfolglosen Wegwischversuchen fand Milena von MUC to go heraus, dass sich ihre LeserInnen wohl etwas Vietnamesisches von ihr wünschen. Deshalb nimmt sie uns mit ins Münchner An Nam und zeigt uns, wie man Sommerrollen selber baut.
    “Antonia Späne”: Woher kriegt Antonia Späne? Aus der Kokosnuss vermutlich, dachte sich Anna von Anna Antonia und setzt mit ihrem Schoko-Kokos-Kuchen ihrer Oma ein kleines Denkmal.
    “War Tim Mälzer früher ein Mädchen?”: Der Preis für die witzigste Suchanfrage geht in dieser Runde wohl an Karin von Wallygusto. Ihre Spaghetti mit vegetarischen Fleischbällchen aus Grünkern entschädigen dann auch dafür, dass dieses Geheimnis um Herrn Mälzer wohl niemals gelüftet wird.
    “Giftgrün backen”: Im Frühjahr überhaupt kein Problem! Das beweist Tina von Lunch for One mit ihren Bärlauchwaffeln mit Spinat. Denn doppeltes Grün hält ja bekanntlich besser!
    “Zauberkästen öffnen”: Julia von Kochliebe fiel dazu spontan ein Dessert ein, das sich vor dem Gast wie von Zauberhand öffnet, wenn es auf dem Teller steht: Milchreis-Törtchen mit Rhababerguss.
    “Raumschiff Voyager häkeln”: Wahnsinn, gleich dreimal schwingt Vanessa von Sternenwind für uns die Häkelnadeln. Wir bestaunen demütig das gehäkelte Raumschiff Voyager und hoffen insgeheim, dass in der nächsten Runde mal jemand auf die Idee kommt, bei ihr nach einem "Sternzerstörer" zu suchen.
    “Finger an heißem Karamell verbrannt”: Wenn wir uns die leckeren Kouign Amann mit Sauerteig so anschauen, die Susanna von Mehlstaub & Ofenduft gebacken hat, würden wir dafür locker auch verbrannte Finger in Kauf nehmen!
    “Kuskus-Tier”: Sabines LeserInnen scheinen auf Tiere zu stehen. Nachdem sie uns in der ersten Runde "Blogg den Suchbegriff" schon zeigte, welchen Kuchen Tapire bevorzugen, verfüttert sie diesmal auf Wos zum Essn orientalische Couscous-Bällchen.

    Gewinne, Gewinne!

    Sooo, jetzt gibts Geschenke, denn wir haben mithilfe von random.org folgende Gewinnerinnen ausgelost:

    Aiya Matcha Blogg den Suchbegriff Gewinnspiel Feed me up before you go-go-1

    Das Matcha-Set von aiya geht an Milena von MUC to go

    Spiegelau Perfect Serve Collection Blogg den Suchbegriff Gewinnspiel Feed me up before you go-go-1

    Ein 4er-Set Cocktailgläser der Perfect Serve Collection von Spiegelau geht an Julia von Chestnut & Sage

    Ein 4er-Set Longdrinkgläser der Perfect Serve Collection von Spiegelau geht an Julia von Kochliebe

    Blogg den Suchbegriff Blog-Event Gewinnspiel Feed me up before you go-go-2

    Je ein Exemplar von Malin Elmlids Buch The Bread Exchange, erschienen im Prestel Verlag, geht an Daniela von Danielas Foodblog und Vanessa von Sternenwind.

    Herzlichen Glückwunsch, ihr Lieben! Wir wünschen euch ganz viel Spaß mit euren Preisen! Bitte schickt uns doch eure Adressen, damit ihr eure Gewinnpakete so schnell wie möglich in den Händen halten könnt.

    Noch einmal ganz herzlichen Dank an alle Sponsoren und ganz besonders allen Teilnehmerinnen für die großartigen Beiträge! Jetzt wünschen wir euch aber erst mal viel Spaß beim Durchklicken und Lesen der Blogposts. Habt einen schönen Sonntag!

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    Geteilt, Getrunken

    Eins, zwei, drei, Bier: Eine Anleitung zum Craft-Beer-Tasting

    Craft Beer Tasting Anleitung Feed me up before you go-go-3

    Wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, ist Craft Beer seit einiger Zeit ein großes Thema bei uns. Die Umwälzung des Biermarktes ist in vollem Gange und auch wenn wir in Deutschland noch nicht ganz so weit sind wie in den USA (wo es vor dem Craft-Beer-Boom allerdings auch kaum trinkbares Bier gab), nimmt die Zahl der hier erhältlichen Biere rasend schnell zu. Dabei den Überblick zu behalten, ist sicher nicht ganz einfach. Noch diffuser gestaltet sich die Lage für jemanden, der/die gerade erst einsteigen möchte. Womit soll man denn nur anfangen? – Halten gute Fachgeschäfte inzwischen auch schon mal über 500 verschiedene Biere bereit. Dabei ist der Weg zur Bierexpertin bzw. zum Bierexperten gar nicht so schwer; ihr solltet nur möglichst viele Biere probieren. Klingt machbar, oder? Und weil das alleine zwar auch geht, aber gemeinsam mit anderen viel mehr Spaß macht (und die Leber entlastet), kommt hier eine kleine Anleitung für ein Craft-Beer-Tasting für Einsteiger_innen.

    Ich habe solche Bier-Tastings inzwischen auf einigen Barcamps durchgeführt (zuletzt auf dem wunderbaren FoodbloggerCamp in Reutlingen), wo der Großteil der Teilnehmenden meist aus interessierten Laien bestand, die sich in der Session auf eine erste Entdeckungsreise in die Welt der Biervielfalt gewagt haben. Am Ende konnten die meisten ein oder mehrere neue Lieblingsbiere für sich entdecken und hielten IPA nicht mehr für die Abkürzung einer internationalen Organisation.

    Craft Beer Tasting Anleitung Feed me up before you go-go-1

    Ihr wollt auch mal ein Craft-Beer-Tasting in einer kleinen Gruppe veranstalten? Dann helfen euch folgende Hinweise vielleicht bei der Planung.

    Wie man ein Craft-Beer-Tasting plant:

    1. Die Bierauswahl

    Wenn ihr in die Welt des Craft Beers einsteigen möchtet, ist der Getränkehändler um die Ecke meist keine gute Wahl. Dort mag es zwar gutes Bier von lokalen Brauereien geben, aber echte Spezialitäten findet man dort eher selten. Also auf ins Bierfachgeschäft oder zu einem Getränkehändler, der die Zeichen der Zeit erkannt hat und mehr als nur Pils und Weizen im Angebot hat. In München wären das beispielsweise das Biervana, die Getränkeoase oder Liebick Getränke in Germering. Eine gute Auflistung von Händlern, Brauereien und Bars findet ihr auch bei ratebeer.com. Ansonsten bieten inzwischen auch einige Onlineshops eine große Auswahl an Bieren an. Der Vorteil am Ladengeschäft ist natürlich die Beratung, denn normalerweise kennen die Verkäufer_innen ihre Bestände gut und können euch helfen, wenn ihr mit einem Wunsch wie „drei möglichst unterschiedliche Helle, bitte“ ankommt.

    Was die Bierauswahl für ein Einsteiger_innen-Tasting betrifft, rate ich euch, nicht gleich in die Vollen zu gehen. Der erste ernsthafte Kontakt mit Craft Beer sollte also nicht nur aus Imperial Stouts mit 12%, besonders trockenen Lambics und den bittersten IPAs, die ihr finden konntet, bestehen. Mein Tipp: Überlegt euch drei bis vier Bierstile, innerhalb derer ihr dann jeweils drei Biere anbietet. So bekommt man einen guten Überblick über die Vielfalt der Biersorten und kann gleichzeitig innerhalb eines Bierstils vergleichen. Für mich hat es sich bewährt, mit dem lokalen Standard zu beginnen, also z.B. mit Hellem, Pils oder Kölsch. Anhand von drei Bieren lässt sich dann gut zeigen, wie der Geschmack innerhalb eines Bierstils variieren kann. Ich habe zuletzt drei Sorten Helles verkosten lassen, bei denen jeweils der Fokus auf Malz, Hefe und Hopfen lag. So konnten wir erschmecken, wie allein durch die verschiedenen Schwerpunkte bei den Zutaten drei ganz unterschiedliche Biere entstanden sind. Das gleiche ist natürlich auch mit anderen Bierstilen möglich.

    Bei den anderen Bier-Trios seid ihr natürlich frei, aber ihr solltet unbedingt IPAs aufnehmen. An diesen Bieren versteht man auf Anhieb, was Craft Beer von vielen Alltagsbieren unterscheidet, die sonst getrunken werden. Weitere Möglichkeiten wären z.B.: Weizenbiere, Trappistenbiere, dunkle Biere (hier entweder Stile wie Stout oder Porter mischen oder gleich beides einzeln anbieten, denn Auswahl gibt es genug), spontan vergorene Biere (für die Mutigen) oder saisonale Biere. Zum Abschluss würde ich euch jedoch raten, tief in die Trickkiste zu greifen und auch ein oder zwei verrücktere Biere mitzubringen und zu zeigen, wie weit man (gerade außerhalb des Reinheitsgebots) die Braukunst treiben kann: z.B. auf Vanilleschoten gelagerte Stouts (Riegele Magnus 15 oder Mean Old Tom von der Maine Beer Company), Berliner Weiße mit Rauchmalz (Freigeist Abraxxxas), Kürbis-Chai-Ale (Pumpkin Chai von Saugatuck Brewing Company), Gurken-Bier (Steamworks Killer Cucumber Ale) oder mit Honig veredeltes Starkbier (Riegele Dulcis 12). Hier könnt ihr euch richtig austoben und zum Schluss die Geschmacksnerven noch einmal aufwecken. Grundsätzlich solltet ihr bei der Reihenfolge aber darauf achten, dass ihr mit leichteren Biersorten anfangt und euch langsam zu den starken, intensiven Sorten vortrinkt.

    2. Die Menge

    Es soll ein Tasting und kein Besäufnis sein, nicht jeder braucht also eine eigene Flasche. Ganz im Gegenteil bin ich zuletzt auch bei zehn Teilnehmer_innen gut mit nur einer Flasche pro Sorte ausgekommen, egal ob 0,33 oder 0,5. Selbst eine kleine Menge reicht normalerweise aus, um das Bier kennenzulernen. Allerdings würde ich empfehlen, wenn möglich zwei Flaschen pro Sorte zu kaufen (außer vielleicht von einem unverschämt teuren fassgelagerten Import aus den USA, das ihr unbedingt dabei haben wollt), denn so habt ihr zum einen noch etwas in Reserve und zum anderen besteht so für alle die Möglichkeit, nach dem Tasting den persönlichen Favoriten noch einmal in Ruhe und in größerer Menge zu probieren.

    Craft Beer Tasting Anleitung Feed me up before you go-go-1-2

    Craft Beer Tasting Glas Spiegelau Feed me up before you go-go-1

    3. Die Gläser

    Idealerweise habt ihr einige Kartons spezieller Craft-Beer-Gläser zu Hause, die ihr zum Tasting mitbringt. Falls nicht, könnt ihr euch aber auch anders behelfen. Praktisch sind sogenannte Biertulpen, die für alle Bierstile ein annehmbares Geschmacksergebnis liefern und nicht allzu teuer sind. Alternativ könnt ihr auch einfach Weißweingläser verwenden. Empfehlen würde ich in jedem Fall Gläser mit möglichst dünnem Rand und einer verengenden Öffnung, die das olfaktorische Erlebnis noch einmal optimieren.

    4. Das Wasser

    Wasser ist nicht nur wichtig, damit ihr nach jedem Bier das Glas ausschwenken könnt (schließlich werdet ihr nicht über ein dutzend Gläser pro Teilnehmer_in zu Hause haben), sondern damit ihr das Tasting auch am nächsten Morgen noch gut in Erinnerung behaltet. Also nach jedem Bier schön die Gläser durchschwenken und ein paar Schlucke trinken, dann gibts am Ende auch weniger Kopfschmerzen.

    5. Die Grundlage

    Am besten habt ihr vorher gegessen, denn erfahrungsgemäß schlagen sonst gerade die hochprozentigen Biere ganz schön zu. Ein Korb mit Brot zum Tasting mitzubringen, ist in jedem Fall nicht verkehrt, auch um die Geschmacksnerven zwischendurch zu neutralisieren. Auch Knabbereien oder etwas Käse sind eine gute Idee, auf zu viel Salz oder zu intensiven Geschmack solltet ihr dabei jedoch verzichten, schließlich soll das Bier ja im Mittelpunkt stehen.

    6. Let’s talk Bier

    Jede/r kann über Bier reden! Vergesst eure nervigen Bekannten, die bei jeder Weinflasche den Klugscheißer raushängen lassen und euch das Gefühl vermitteln, ihr müsstet eine Ausbildung absolviert haben, um mitreden zu können! Es ist hilfreich, wenn beim Tasting jemand dabei ist, der/die erklären kann, woher die Aromen kommen, die ihr im Mund schmeckt, aber es reichen Begrifflichkeiten aus, die ihr auch vom Essen kennt: süß, sauer, bitter? Oder etwa fruchtig? Wenn ja, an welche Früchte erinnert euch das Bier genau? Vergleicht die einzelnen Geschmäcker mit Aromen, die ihr bereits kennt – z.B. Grapefruit, Ananas, Kaffee, Karamell, Vanille – und ihr werdet merken, dass es ganz einfach ist, über Bier zu reden.

    Beginnen solltet ihr jedoch mit der Nase. Steckt eure Nasen tief ins Glas und beschreibt, was ihr riechen könnt. Dann nehmt ihr einen kleinen Schluck, den ihn im Mund ein wenig hin und her wälzt, bevor ihr ihn runterschluckt. Achtet darauf, wie sich der Geschmack verändert, wie unterschiedliche Bereiche eures Mundraums verschiedene Komponenten des Bieres erkennen. Dann nehmt ihr einen zweiten Schluck. Verändert sich der Geschmack? Könnt ihr weitere Bestandteile erschmecken? Und wie unterschiedet sich der Geschmack vom Geruch? Und das wichtigste: Tauscht euch aus über eure Eindrücke! Da es hier um eure ganz persönlichen Empfindungen geht, gibt es kein richtig oder falsch. Ihr werdet merken, dass zehn Zungen mehr schmecken als eine und irgendjemand wird schon daraufkommen, was sich hinter diesem einen unscheinbaren Geschmack verbirgt, der euch ganz hinten im Abgang den Gaumen kitzelt. Wer sich am Ende noch daran erinnern möchte, welche Gedanken man sich zum ersten Bier des Abends gemacht hat, sollte natürlich auch etwas zum Schreiben bereithalten oder ihr druckt gleich für alle Teilnehmer_innen ein Tasting-Sheet aus.

    Schlussendlich solltet ihr die Biere in drei Kategorien einteilen können: 1. Brauche ich nicht noch mal, 2. würde ich wieder trinken, wenn es im Glas landet und 3. davon muss ich sofort einen Kasten besorgen!

    Craft Beer Tasting Anleitung Feed me up before you go-go-2-2

    7. Das Hintergrundwissen

    Natürlich könnt ihr auch einfach so verschiedenen Biere probieren und drüber reden (s.o.), aber ein wenig Hintergrundwissen schadet eigentlich nie. Gerade als Gastgeber_in könnt ihr euch auf das Tasting ein bisschen vorbereiten und einige Infos zu den verkosteten Bierstilen bereithalten. Hier bietet es sich an, Informationen zum Brauvorgang, den Zutaten und Besonderheiten der jeweiligen Brauerei mit Anekdoten zur Herkunft und Geschichte der Biere zu verknüpfen. Diese Infos findet ihr natürlich bei Wikipedia oder, noch besser, in einem der großartigen Bücher, die es mittlerweile zum Thema Craft Beer gibt. Empfehlen können wir euch vor allem das Craft-Bier Buch von Sylvia Kopp (das wir hier schon mal vorgestellt haben), das Craft Beer Kochbuch von Torsten Goffin und Stevan Paul (auch hier schon einmal vorgestellt), trotz des mehr als dämlichen Titels: BEEF! CRAFT BIER: Meistestücke für Männer – Bier & Craft Beer von Ralf Frenzel oder Bier leben: Die neue Braukultur von Oliver Wesseloh.

    8. Nach dem Tasting

    Das ist der Zeitpunkt, an dem es noch mal etwas Kleines zu essen geben sollte und jede/r in Ruhe ein Glas seines Favoriten genießen kann, ohne ständig über den Geschmack nachdenken zu müssen.

    Zum Schluss natürlich das wichtigste: ein Tasting sollte Spaß machen! Habt das immer im Hinterkopf, bevor ihr jede Minute eures Abends verplant und keinen Raum für spontane Ideen, Austausch und Experimente lasst.

    Habt ihr noch Fragen zum Ablauf eines Tastings? Dann hinterlasst doch einen Kommentar und ich ergänze die Infos nachträglich im Artikel.

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