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    Was bisher geschah: Februar 2017 – Käsekoma, Spirituosentrends & Münchens bestes Sushi

    Tulpen vor Fenster

    Der Februar war etwas launisch, schwankte von Schnee zu Tulpen und wieder zurück. So langsam haben wir das triste Wetter satt und freuen uns auf wärmere Tage und erste Biergartenbesuche – besonders, weil wir im letzten Monat eine so schöne Location am Tegernsee entdeckt haben. Welche das ist und wo wir sonst noch unterwegs waren, verrät der kulinarische Monatsrückblick: Read more

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    Getrunken, München

    Make beer great again! Braukunst Live! 2017: Biertrends und unsere Favoriten

    Braukunst Live 2017 Biertrends Make beer great again Feed me up before you go-go

    Der erste Stand am Eingang der diesjährigen Braukunst Live! ist dem 500-jährigen Jubiläum des Reinheitsgebots gewidmet. Ganz schön mutig, sich hier zu präsentieren, ist das Lebensmittelgesetz doch für viele der anwesenden jungen Brauereien ein rotes Tuch und die Kombination von Wasser, Malz, Hefe und Hopfen für die meisten mehr Ausgangspunkt als Richtlinie. Gerade kleine Brauereien reizen die Grenzen dessen, was vor zehn Jahren in Deutschland üblicherweise unter Bier verstanden wurde, immer weiter aus. Die Münchner Biermesse Braukunst Live! trägt diesem Innovationsgedanken verstärkt Rechnung – erstmals gibt es mit The Lab eine gesponserte Ausstellungsfläche für fünf junge, innovative Unternehmen, die sich sonst noch keinen eigenen Stand leisten könnten. Überhaupt merkt man den Betreibern die Bemühungen an, den Spagat zwischen Publikumsmesse und Angeboten für den harten Kern der Craft-Beer-Szene wieder deutlich stärker zu schaffen. Dementsprechend breit ist das Angebot – von international agierenden Schwergewichten über mittelständische Brauereien bis hin zu winzigen Anbietern, die gerade erst den Sprung vom Homebrewing gewagt haben. Read more

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    Augsburg, Deutschland, Gegessen, Gereist, Geteilt, München

    Was bisher geschah: Januar 2017 – Cocktailtrends, Frühstücken in München & Grappakartoffeln

    Tannen im Nebel Großarl Österreich Feed me up before you go-go

    Nach einem Dezember, den wir am liebsten übersprungen hätten, startete das neue Jahr recht unspektakulär mit Erkältungspingpong und Kochunlust. Rückblickend ist es erstaunlich, dass wir in der zweiten Monatshälfte offenbar deutlich mehr unterwegs waren als gedacht. Wir haben einige neue (und alte) Restaurants entdeckt, uns in Bars herumgetrieben und noch einmal einen Beitrag fürs ZDF gedreht – genügend Stoff also für den Monatsrückblick! Read more

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    Berlin, Deutschland, Gegessen, Geteilt, München

    Was bisher geschah: November 2016 – Bloggeburtstag mit Jamie Oliver und amerikanischem Frühstück

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    November, der Geburtstagsmonat. Nicht unser eigener, aber trotzdem der eines Quasi-Familienmitglieds: Der Blog ist vor gut zwei Wochen heimlich, still und leise fünf Jahre alt geworden und somit im besten Alter, um aufmüpfig zu sein. Wir sind gespannt, was er sich einfallen lässt und harren der Dinge, die da kommen. An dieser Stelle aber vor allem ein riesiges DANKESCHÖN an euch, dass ihr es schon fünf Jahre mit uns aushaltet, hier immer wieder reinklickt, mitlest, kommentiert und nachkocht. Darüber freuen wir uns noch so sehr wie am ersten Tag (okay, blödes Beispiel – damals hat hier vermutlich überhaupt niemand reingeschaut und kommentiert, aber ihr wisst schon wie das gemeint ist)! Genauso freuen wir uns immer noch über das, was sich durch den Blog in den letzten Jahren ergeben hat – Freundschaften, Bekanntschaften, Begegnungen und vieles mehr. Dass so ein kleines Internetding mal so viel Auswirkung auf unser Privatleben haben würde, hätten wir vor fünf Jahren nie gedacht. Wir lassen uns überraschen, was das nächste Jahr für den Blog bereithält und freuen uns, wenn ihr uns weiterhin begleitet.

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    Gegessen, Gereist, Getrunken, München

    RiminiRimini – eine Adria-Brise weht durch München

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    Dass München die nördlichste Stadt Italiens ist, wissen wir längst. Doch dass nun mitten in Münchens Innenstadt auch ein adriatisches Herz schlägt, mag einigen vielleicht noch nicht bekannt sein. Seit letzten Freitag bereichert RiminiRimini die Stadt – ein neues Pop-up-Restaurant, das sich den Spezialitäten aus der Emilia-Romagna verschrieben hat und einen Hauch Dolce Vita rund um den Viktualienmarkt versprüht. Und wo wäre so ein Restaurant besser aufgehoben als im Eataly – dem italienischen Feinkostmarkt in der Schrannenhalle? Read more

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    Gereist, Getrunken, München

    Craft, lokal und hochprozentig – die neuesten Trends der Finest Spirits 2016

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    Das Jahr der Münchner Alkoholliebhaber_innen beginnt nicht am 1. Januar (da ist man vermutlich eher damit beschäftigt, dem Hochprozentigen abzuschwören), sondern an einem Wochenende im Februar. Dann öffnet im MVG-Museum die Spirituosenmesse Finest Spirits ihre Pforten und über 100 Aussteller präsentieren die neusten Trends zum Thema Whisky, Gin & Co. In diesem Jahr waren wir das erste Mal zu zweit auf der Messe unterwegs, und da Sabrina keine Whiskytrinkerin ist, haben wir den Fokus diesmal stärker auf andere Spirituosen gelegt. Denn obwohl auf der Messe immer viele Single Malts und Bourbons angeboten werden, sind die drei Tage längst nicht mehr nur ein Treffen für Whiskyfans. Dementsprechend ließ uns der immer noch anhaltende Gin-Boom auch 2016 noch neue Entdeckungen machen und wir stellten fest, dass Rum als Ersatz für die immer teurer werdenden Single Malts dabei ist, sich einen dauerhaften Platz in den Sprituosensammlungen zu sichern. Nicht ganz warm geworden sind wir dagegen mit der Schwerpunktspirituose Wodka. Da fehlt uns für den puren Genuss die Abwechslung (wobei uns die neue Kartoffelvariante von Windspiel gut geschmeckt hat) – aber zum Glück gibt es ja noch Cocktails, und in dieser Form konnte uns der klare Schnaps dann doch für sich gewinnen.

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    Wie in jedem Jahr betreute Richi Link (vormals Wasserwerk, jetzt Juleps) zusammen mit seinen Kollegen die Finest-Spirits-Bar, wo er perfekte Varianten verschiedener Cocktailklassiker zubereitete und uns vor allem mit seinen ganz besonderen White Russians überzeugen konnte. Das Geheimnis war neben dem hochwertigen Beluga-Wodka zum einen die Sahne. Leicht angeschlagen sorgte sie für ein tolles Mundgefühl und machte den Drink gleich noch viel runder. Zum anderen wurden die Drinks mit Macadamia- bzw. Toncabohnensirup gesüßt, was ihnen den letzten Schliff verlieh. Ordentlich süß, aromatisch und supercremig – da sehnt man sich sofort den Bademantel herbei. Die White Russians waren für uns natürlich nicht das einzige Highlight der Finest Spirits.

    Wir haben für euch unsere hochprozentigen Entdeckungen der Messe zusammengefasst:

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    Whisky

    Beim Whisky setzen sich jene Trends fort, die auch schon im letzten Jahr zu beobachten waren: Single Malts ohne Altersangabe und aus anderen Ländern als Schottland bevölkerten die Stände zwischen den alten Straßenbahnen. Wer aktuell im Bereich alter Whiskys noch Schnäppchen schlagen will, muss echte Trüffelschweinqualitäten besitzen oder eben bereit sein, auch mal etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen. Andererseits sorgt die Knappheit in den Lagerhäusern auch dafür, dass sehr gute Tropfen auf den Markt kommen, die sich eben nicht nur über die zweistellige Zahl auf der Flasche definieren. Am Stand des langjährigen Premiumpartners Andrea Caminneci konnten wir beispielsweise den Spey Tenné von der Speyside Distillery probieren, einen sehr gelungenen Einsteigerwhisky mit Portwein-Finish und ohne Altersangabe (wobei uns versichert wurde, dass jedes verwendete Fass mindestens acht Jahre auf dem Buckel hat). In der Nase kitzelt der Spey Tenné ziemlich fruchtig – dunkle Beeren und Trockenfrüchte –, im Geschmack dann relativ scharf alkoholisch, aber immer noch mit genügend Portwein- und Eichennoten, um den Alkohol einzubinden. Mir hat er auf jeden Fall Lust auf die anderen Flaschen der kleinen Brennerei aus der Speyside gemacht.

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    Eine gute Möglichkeit weiterhin an besondere Flaschen zu kommen, sind natürlich die jeweiligen Clubs der großen Whiskymarken. Wer sich dort anmeldet, bekommt regelmäßig Angebote für (natürlich trotzdem nicht ganz günstige) Sondereditionen, die es meistens nicht auf den freien Markt schaffen. Gut, dass es die Finest Spirits gibt, auf der dann solche ausverkauften Flaschen am Stand stehen und probiert werden können. Bei Glenmorangie hat mich beispielsweise die letzte Private Edition Milsean in ihrer schönen rot-weißen Flasche sehr begeistert, in der sich ein süß-herber, im Rotweinfass gefinishter Single Malt befindet.

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    Rum

    Zuckerrohrspirituosen waren schon bei der letzten Finest Spirits ein großes Thema. In diesem Jahr hatten wir die Gelegenheit, uns beim Bremer Spirituosen Contor durch die Vielfalt verschiedener Rumsorten zu probieren. Aufgrund der hohen Temperaturen in der Karibik ist der Angels‘ Share bei der Lagerung von Rum ziemlich hoch, dementsprechend sind die verfügbaren Sorten längst nicht so alt, wie vergleichbare Single Malts. Aber wer Glück hat und mal die Gelegenheit, einen 18- oder 21-jährigen Rum probieren zu können, sollte sich das nicht entgehen lassen. Die Aromen werden komplexer, der Alkohol weicher und zum Mixen sind diese Flaschen definitiv viel zu schade. Spannend war auch zu sehen, wie sehr sich der Charakter verschiedener Inseln herausriechen und -schmecken lässt. Hier war beispielsweise der Six Saints von der kleinen Insel Grenada ein tolle Überraschung. Wer Bananen und Papaya mag, muss diesen Rum probieren!

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    Gin & Tonic

    Beim Gin hatten wir den Eindruck, dass vor allem ein Wettbewerb besteht, in dem sich alles darum dreht, immer unbekanntere Botanicals in den Gin zu bekommen. Jeder neue Gin-Produzent versucht in der eigenen Umgebung eine Pflanze zu finden, die bisher noch nicht verwendet wurde und baut darum dann sein Marketing auf. Ob Sellerie oder Alpenkräuter – zum jetzigen Zeitpunkt scheint die Natur noch einiges herzugeben. Mal schauen, wie lange der Markt das noch mitmacht und welche Start-ups in drei bis vier Jahren immer noch Gin produzieren. Allerdings konnte man uns auch in diesem Jahr wieder überraschen – mit ungewöhnlichen Zutaten im Glas. Wir waren überrascht, als uns am Stand von Weinwelt Gin & Tonics mit Salzpopcorn und Paprika angeboten wurden. Gerade die Kombination mit salzigem Popcorn zum Roner Z44-Gin aus Südtirol passte perfekt. Die leicht buttrige Salznote sorgt für ganz neue Geschmacksexplosionen im Mund. Ebenso interessant war die Erfahrung, eine scharfe Paprika einmal kurz durchs Glas gezogen zu bekommen. Schon wenige Momente hinterlassen im Drink eine leichte Schärfe und Würze. In Zukunft müssen wir also noch stärker experimentieren, wenn es ans Mixen geht!

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    Craft & lokal

    Immer mehr kleine Start-ups drängen auf den Sprituosenmarkt und versuchen Lücken zu finden, die noch nicht besetzt sind. Aktuell scheint genau das in Deutschland mit Moonshine versucht zu werden. Moonshine war eigentlich ein illegal gebrannter Schnaps in den USA, ist heute aber auch eine Bezeichnung für oft ziemlich süße Liköre mit verschiedenen Geschmacksrichtungen. Klassischerweise wird Moonshine in Mason Jars verkauft (so war es früher einfacher, den Selbstgebrannten zu schmuggeln), was marketingtechnisch aber auch ganz schlau ist, sieht das Getränk so doch gleich ganz fesch aus und versprüht einen gewissen Retro-Charme. Probiert haben wir u.a. den Moonshine von O’Donnell, deren Bratapfelvariante uns ziemlich begeistert hat und dessen schnieke Ausgießer übrigens stilecht in der JVA Vechta hergestellt werden.

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    Ebenfalls aus Berlin kommt der Wood N Wodka, bei dem der etwas farblosen Spirituose durch die Zugabe von Rauch (die Flaschen werden wirklich erst mit Rauch gefüllt, dann kommt der Wodka dazu und alles wird verschlossen) eine interessante neue Note verliehen wird. Gerade experimentiert man mit verschiedenen Holzsorten, da wäre also noch Platz für viele neue Geschmackserlebnisse. Eine große Zukunft wäre der Mischung Wood N Wodka und Club-Mate zu wünschen, denn die Kombination passt wie die Faust aufs Auge.

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    Ebenfalls ganz frisch auf dem Markt sind die Jungs von Weissbrand Distilling, die mit Birds einen Weinbrand aus Weißwein und zwölf Botanicals hergestellt haben. Weissbrand nennen sie das Zeug, für das je 0,5-l-Flasche zehn Liter Riesling notwendig sind. Pur ist der Geschmack der Spirituose etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach Auskunft der jungen Erfinder, zielt man sowieso stärker auf die Barszene und damit auf eine Verwendung in Cocktails ab. Testen konnten wir das gleich mit dem neuen Green Monaco, dem Herbal Tonic von Aqua Monaco (das auch pur ein Knaller ist). Wirklich tolle Kombi, könnte unser Sommerdrink werden! Und der Preis für die schönste Flasche der Messe geht ohnehin an Birds.

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    In München beheimatet, aber bisher schändlicherweise völlig an uns vorbeigegangen, ist Grimm Spirit, die verschiedene Liköre auf den Markt gebracht haben. Neben Holly Van, einem leckeren Holunderblütenlikör mit Madagaskar-Vanille hat die Bar-Manufaktur den wohl besten Haselnusslikör am Start, den wir je probiert haben: Natali – flüssiges Nutella, nur viel besser! Auch ihr Rumlikör Affengeil kann überzeugen. Die Basis des Likörs bilden Jamaika-Rum und Pedro Ximénez-Sherry aus Spanien, die dann mit Gewürzen wie Zimt, Vanille, Pfeffer und Kardamom verfeinert wird. Recht süß, aber komplex, würzig und lecker. Verliebt haben wir uns auch direkt in das hübsche kupferfarbene Barzubehör, das die Manufaktur vertreibt – besonders der French Copper Shaker ist ein Traum!

    Das waren unsere Eindrücke von der Finest Spirits – einen besseren Start ins #Alkoblogger-Jahr hätten wir uns kaum wünschen können. Was sind denn eure aktuellen Favoriten und Geheimtipps auf dem Feld der Schnäpse und Liköre?

    Vielen Dank an storykitchen für die Einladung zur Messe. Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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    Kulinarischen Trends auf der Spur: die AEG Taste Academy

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    Die Art und Weise, wie wir essen und kochen, wie wir mit verschiedenen Zutaten umgehen oder Aromen kombinieren, ändert sich ständig. Die Küche des 19. Jahrhunderts hat nicht mehr viel mit dem zu tun, was heute auf unseren Tellern landet (… worüber wir wohl auch ganz froh sein dürfen). Auch wenn es immer wieder Trends gibt, bei denen den Vorvätern und -müttern verklärt in die Töpfe geschaut wird, so gibt es doch kein Zurück mehr (auch wenn das z.B. in der eigentlich lobenswerten Slow-Food-Bewegung gerne mal vergessen wird). Die schnell fortschreitenden Trends im Blick zu behalten, ist auch für die Profis im Geschäft keine einfache Aufgabe. AEG hat deswegen mit der AEG Taste Academy eine neue Reihe von Kochevents aufgelegt, die diesen Entwicklungen Rechnung tragen und einen Einblick in das geben, was kulinarisch gesehen gerade der heiße Scheiß ist. Lucki Maurer zeigt unter dem Motto „Nose to tail“, wie verantwortungsbewusster Fleischkonsum aussehen kann, damit Tiere nicht nur fürs Filet gemästet und geschlachtet werden. Bei Heiko Antoniewicz erhält man einen Einblick ins „Flavour Pairing“ und kann miterleben, wie mit modernen Küchentechniken z.B. Grapefruit, Ente und Schokolade zu neuen Geschmacksexplosionen verschmelzen. Der dritte im Bunde, Christian Mittermeier, geht die Sache dagegen etwas allgemeiner an und präsentiert in seinem Kurs verschiedene kulinarische Trends, die eindrucksvoll zeigen, wie moderne Küche aussehen (und schmecken!) kann.

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    An einem der in diesem Sommer nicht gerade raren Tage mit über 30°C geht es also zu den „Culinary Trends“ in ein Küchenstudio in Laim, wo uns der Sternekoch und Winzer Christian Mittermeier bereits mit zwei Kollegen (und glücklicherweise einem schier unerschöpflichen Vorrat an kühlen Getränken) erwartet und alles für ein fünfgängiges Menü vorbereitet hat. Wer will, darf helfen; nur zuschauen, zuhören und ab und an was aus der Pfanne klauen, geht aber auch in Ordnung. Wem es am Herd zu heiß wird, darf aber auch beim Anrichten helfen und bekommt gleich noch einige gute Tipps, wie das Essen ansprechend auf dem Teller landet.

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    Die fünf Gänge repräsentierten unterschiedliche Trends und deren Interpretation durch Mittermeier. Er erklärt uns das jeweilige Konzept hinter den Gängen, beginnend mit dem Schwerpunkt „Glokalisierung“. Dahinter verbirgt sich die (nicht nur beim Essen zu beobachtende) Entwicklung, dass die immer weiter fortschreitende Globalisierung mit einer gleichzeitigen Stärkung des Lokalen einhergeht. Für Mittermeier ergibt sich daraus vor allem die Verbindung vieler neuer Möglichkeiten. So geht es ihm nicht darum, das Rad zurückzudrehen und so zu tun, als würden sich alle Probleme in Luft auflösen, wenn wir nur noch rund um unser Haus einkaufen. Denn regional sei nicht automatisch besser und nur noch kleine Händler für die Versorgung zu haben, wäre zwar ein schöner Gedanke, würde den Welthunger aber auch nicht lösen. Deswegen sollte man kein schlechtes Gewissen haben, wenn ab und an doch mal etwas Exotisches wie eine Mango auf dem Speiseplan steht. Vielmehr sollte ein Bewusstsein für die Komplexität von Ernährung im 21. Jahrhundert entstehen und man könne es doch als positive Entwicklung verstehen, dass man heute einen Fisch innerhalb von 24 bis 36 Stunden in jede Küche bekommen kann und sowohl Informationen als auch Auswahl der zur Verfügung stehenden Waren förmlich explodiert sind. Die Herausforderung für KöchInnen – egal ob Profis oder Privatpersonen – ist allerdings, wie mit diesem Überangebot umgegangen werden kann. Mittermeiers Vorschlag, den er im ersten Gang toll umsetzt, ist, das Globale mit dem Lokalen zu verbinden. Zu schauen, was ich in meiner Umgebung bekomme, hier die Augen nach dem Unbekannten, dem Vergessenen offen zu halten und es dann mit Zutaten aus anderen Ländern zu kombinieren. Dass man dabei trotzdem auf faire Produktionsbedingungen, Nachhaltigkeit und ökologische Fragen achtet, ist für ihn selbstverständlich. Wie sich am Abend der AEG Taste Academy zeigt, geht diese Philosophie voll auf, denn die Kombination aus 18 Jahre altem Ochsenschinken aus Spanien, Musmehl von der Schwäbischen Alb (eine in Vergessenheit geratene Zutat aus gedarrten Dinkel- und Weizenkörnern, aus der die Landbevölkerung früher den sogenannten „Schwarzen Brei“ herstellte) und dem kräftigen Weislacker-Käse aus dem Allgäu passt perfekt. „Ein schwäbisches Risotto“, scherzt Mittermeier, bevor er sich schon dem nächsten Gang widmet.

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    Das bestimmende Thema des zweiten Gangs ist „DIY“: Do it yourself. Wer die aktuelle globale Foodie-Szene ein wenig verfolgt, sollte den Trend längst mitbekommen haben. Da wird Ketchup selbst zusammengerührt, in der Garage Craft Beer gebraut und stolz erzählt, wie sehr das eigene Brot dem vom Großbäcker überlegen ist. Auch wenn man hier wohl erneut realistisch bleiben sollte und ich nicht glaube, dass früher, als noch das meiste selbst hergestellt wurde, alles besser war, so ist das doch eine begrüßenswerte Entwicklung. Selbst Senfgurken einzulegen, wie Christian Mittermeier es für sein zweites Gericht getan hat, schärft den Blick für die Einfachheit der Zubereitung und lässt uns beim nächsten Gang in den Supermarkt vielleicht etwas kritischer auf die Zutatenlisten schauen. Wenn es dann auch noch derartig gut schmeckt, wie das von ihm zubereitete Senfgurkentartar mit Salzzitronen, das von einem Stück Lachs gekrönt und von Senfsoße begleitet wird, bekommt man sofort Lust, sich selbst in die Küche zu stellen.

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    Ein weiterer Trend, der in der aktuellen Sterneküche und insbesondere in Skandinavien am Durchstarten ist, lautet „Fermentation“. Also, chemische Prozesse, die durch Mikroorganismen hervorgerufen werden und bei denen es an allen Ecken kräftig brodelt, blubbert und zischt. Gärungsprozesse seien laut Mittermeier eine gute Option, um Textur und Geschmack von bekannten Lebensmitteln zu verändern. Obwohl die Fermentation aus Haltbarkeitsgründen ganz alltäglich sei – man denke nur an Sauerkraut -, muss darüber hinaus noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden (ganz vorne mit dabei ist übrigens Heimo, der zu unseren dirtyXbreaks auch gerne mal mit einem riesigen Tontopf mit fermentiertem Gemüse anrückt). An diesem Abend gibt es eine Variante von fermentiertem Kohl, die inzwischen auch in Deutschland ziemlich bekannt sein sollte: koreanisches Kimchi, das mit Salz, Knoblauch, Ingwer, Chili und Zwiebel oft wochen- oder monatelang fermentiert wird. Dazu werden wieder regionale (Bamberger Hörnla) und globale (Garnelen) Spezialitäten gereicht, die das Kimchi zu einem köstlichen dritten Gang ergänzen.

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    „Hybrid Food“ lautet das Stichwort für Gang vier, bei dem ich einen alten Bekannten wiedertreffe: den Ramen Burger. Die Burgervariation, bei der das Brötchen durch asiatische Nudeln ersetzt wird, hatte ich im letzten Jahr bereits mutig in Brooklyn probiert, doch Christian Mittermeier bringt uns eine noch wildere Mischung auf den Teller. Statt Rindfleisch verwendet er Pulled Pork, das nach mehreren Stunden im Sous-vide-Bad und im Ofen zur Perfektion gegart wurde und mit einem Mango Relish garniert ist (wer Mango auf dem Burger für eine tolle Idee hält, wird übrigens auch bei uns fündig).

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    Kaum zu glauben, dass nach diesen vier Gängen noch Platz für Nachtisch ist. Doch gerade für das Finale hat sich Mittermeier einen richtigen Knaller überlegt. Unter dem Motto „Misfits“ – Gemüse oder allgemein Produkte, die nicht dem vom Konsumenten gewünschten perfekten Zustand entsprechen -, nehmen er und seine Kollegen sich der Möhre an. Möhre zum Nachtisch? Geht das? Jupp, geht sogar supergut! Die Möhre finden wir in verschiedenen Texturen auf dem Teller: als Panna Cotta, mit Vanille Sous-vide gegart und als Emulsion mit Maracuja. Ganz schön ungewöhnlich und ein toller Abschluss, der zeigt, wie aufregend Kochen sein kann, wenn man mal ein wenig über den sprichwörtlichen Tellerrand hinausschaut. Wenn die aktuell schon sehr fleisch- und fischlastig ausgerichteten Kurse jetzt noch etwas mehr Alternativen für VegetarierInnen und VeganerInnen anbieten würden, wären wir sicher bald wieder dabei!

    Wer nun auch Lust auf einen solchen Kurs bekommen hat, schaut einfach bei AEG nach, ob die Taste Academy irgendwo in der Nähe haltmacht und darf sich dann auf einen tollen Abend freuen. Und wer noch mehr über die Reihe und das Thema „Culinary Trends“ im Speziellen erfahren möchte, klickt am besten mal rüber zu Stefan oder Tina.

    Werbung: Vielen Dank an AEG für die Einladung zur Taste Academy – wir hatten einen wirklich spannenden und leckeren (wenn auch sehr schweißtreibenden) Abend! Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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    Wenn der Burgerlieferdienst 3 x klingelt …

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    Ihr kennt das bestimmt: Da sitzt man abends zu Hause, der Magen knurrt und ganz plötzlich überkommen einen unstillbare Gelüste. Doch der Kühlschrank ist leer (oder nur gelüsteunlustig befüllt). Außerdem wohnt man in Bayern und hat die Rechnung ohne die Ladenöffnungszeiten gemacht. Vielleicht regnet es draußen aber auch in Strömen oder man ist nach einem anstrengenden Tag einfach nicht mehr in der Lage, sich vom Sofa zu erheben.

    Der beste Zeitpunkt also, die Essenszubereitung auszulagern und einen Lieferdienst zu bemühen. In der Regel fällt unsere Wahl dann auf Pizza – doch was ist, wenn der Heißhunger nach Burgern verlangt? Aber Burger vom Lieferdienst – ob das so eine gute Idee ist?? Bis vor Kurzem hatten wir diesen Schritt noch nicht gewagt, doch für Lieferheld haben wir drei Burgerlieferdienste in München getestet und nach strengen Kriterien bewertet.

    Unsere Voraussetzungen für die Auswahl der Lieferdienste waren: Das Burgerangebot sollte ein zentraler Bestandteil der Speisekarte sein und neben klassischen Burgern auch vegetarische Burger beinhalten. Wir erhofften uns, dadurch die etwas hochwertigeren Angebote zu finden und so Anbieter zu umgehen, bei denen neben Pizza, Döner, Schnitzel, Sushi und Curry auch noch ein Chicken Burger für 3,99€ auf der Karte steht.

    Bewertet haben wir Pünktlichkeit der Lieferung, Temperatur des Essens, Optik, Geschmack sowie Qualität und Frische der verwendeten Zutaten.

    1. Restaurant Bürger’s

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    Bei Bürger’s handelt es sich um ein Restaurant in Sendling, das auch einen Lieferservice betreibt. Schon mal keine so schlechte Voraussetzung. Wir entscheiden uns für den Veggie Chili Cheese Burger mit Wedges (10,20 €) und den Bacon Cheese Burger mit Pommes (10,80 €) und geben unsere Bestellung über die Lieferhelden-App auf. Praktisch ist, dass man bei Bestellungen immer einen Lieferzeitpunkt angeben kann. So kann man die Bestellung schon nachmittags absenden und pünktlich zum Abendessen steht die Lieferung vor der Tür. So auch hier, es klingelt sogar ein paar Minuten früher als vereinbart. Das Essen kommt warm, aber auf den ersten Blick wird klar, dass zumindest die Buns übliche Massenware sind und auch die Patties sehen nicht gerade selbst gemacht aus. Beim Fleisch bestätigt sich der Verdacht, denn das Patty hat die übliche feine, sehr dichte Konsistenz von TK-Ware. Die Soße ist ok, aber kein Highlight, und leider kann auch die Tatsache, dass das Gemüse immerhin frisch und der Bacon krosser als erwartet ist, es dennoch nicht mehr rausreißen. Auch beim vegetarischen Burger sind wir nicht völlig begeistert. An sich ist der Burger gut mit Salat, Gurken und Chilis belegt. Doch das Brötchenproblem bleibt und beim Patty dominiert vor allem der Chilipart. Der Burger ist scharf – richtig, richtig scharf. So scharf sogar, dass alles andere überdeckt wird und wir den Burger nicht aufessen können. Alles in allem erinnern die Burger ein wenig an das, was wir in unserer Studentenzeit verbrochen haben – irgendwie schon ok, aber eben nicht mehr den heutigen Ansprüchen genügend. Die Wedges sind allerdings gut gelungen – außen knusprig, innen weich und passend gewürzt – und der mitgelieferte Cole Slaw ist auch genießbar.

    2. My Stolz – The Burger Boss

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    Ok, definitiv der Lieferdienst mit dem merkwürdigsten Namen. Wir sind gespannt, ob der Burger Boss wirklich stolz auf seine Burger sein kann. Nachdem wir uns durch die reichhaltige Auswahl geklickt haben (es gibt erfreulicherweise sogar mehr als eine vegetarische Option), klingelt es auch hier zur vereinbarten Zeit an der Tür. Die Lieferung ist warm und schon beim Auspacken wird klar, dass wir heute Abend wohl nicht hungrig ins Bett gehen müssen. Die beiden Burger sind riesig und on top gibt es Cole Slaw und Pommes – das entschädigt für die 2 € Liefergebühr. Im Gegensatz zur ersten Bestellung scheinen Brötchen und Patties tatsächlich selbst gemacht zu sein und auch der Krautsalat schmeckt besser als die übliche Massenware. Beide Burger kommen mit ordentlich Soße und auch bei den übrigen, recht frisch wirkenden Zutaten wurde nicht gespart. Beim Presley Beef Big Burger (11,90 €) ist es sogar etwas zu viel des Guten, denn das eigentlich ganz gute Fleisch geht in der Masse der Zutaten leider etwas unter. Der vegetarische Big Bean BBQ Big Cheeseburger (10,90 €) kommt ganz schön rauchig daher, auch hier ertränkt die Vielzahl der Soßen die übrigen Zutaten ein wenig. Doch Geschmacklich ist der Burger gar nicht mal so schlecht. Das vegetarische Patty recht kross, der Burger mit frischen Zutaten belegt und auch die Pommes sind in Ordnung, wenn auch nicht überragend. Beide Burger würden wir gerne noch mal ganz frisch aus der Küche probieren.

    3. Munich Burger Service

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    Die letzte Station unserer Reise durch Münchens Burgerlieferdienste ist der Munich Burger Service. Hier bekommen wir am meisten für unser Geld. Für rund 25 € erhalten wir neben zwei Burgern mit Pommes und Cole Slaw auch noch eine kleine Packung Eis und ein Getränk. Wieder kommt alles pünktlich und warm bzw. gekühlt bei uns an. Leider bekommen wir nicht das Eis, das wir bestellt hatten, da die Sorte wohl aus war. Stattdessen wird uns eine Ersatzsorte angeboten, die wir aber nicht annehmen müssen. Wollen wir aber, denn immerhin kommt das Eis trotz Hitzewelle noch gefroren bei uns an und zum Glück mögen wir ja fast alle Ben & Jerry’s-Sorten. Damit endet der positive Eindruck des Munich Burger Service allerdings schon, denn gleich beim Auspacken wir klar, dass die Burger eher spärlich und lieblos belegt sind – ganz flach und eingefallen liegen sie da. Ein Blick unter die (Standardsupermarkt-)Buns bestätigt diesen Eindruck: der Vegetable Burger (9,20 €) besteht lediglich aus zwei labbrigen Salatblättern, einem schlechten Fertigpatty und „Spezialsoße“, die zudem nur sehr bescheiden und lieblos auf dem Burger verteilt wurde. Das macht die Sache zu einer mehr als trockenen Angelegenheit. Pappig, muffig und langweilig lautet hier das Fazit – von frischen Zutaten keine Spur. Der Hot Pepper Burger (9,20 €) legt die Latte ähnlich tief: auch hier ein Fertigpatty, dazu immerhin Tomate, Gurke und Jalapeños (aus dem Glas). Auch dieser Burger ist keine Offenbarung. Wir behaupten mal, dass die Burger der gängigen Fast Food-Ketten sogar die bessere Wahl gewesen wären. Ganz schlimm sind allerdings die Pommes – superpappig und von labbriger Konsistenz; geschmacklich dominiert altes Frittierfett. Da kann auch der wohlwollendste Lieferdienstbonus nichts mehr retten. Der Fertig-Cole-Slaw ist dagegen wirklich ok, aber auch keine Wucht. Neee, das war nix! Hier sollte man wirklich nicht bestellen!

    Fazit

    In München Burger nach Hause zu bestellen, stellt einen vor eine ganz schöne Herausforderung. Man sollte genau auswählen, wo man seine Bestellung aufgibt, denn die Nietenquote scheint recht hoch zu sein. Beim Burger Boss würden wir an einem hungrigen Abend, der nach fettigem Essen, Bier und Actionfilmen schreit, eventuell noch einmal bestellen, die beiden anderen Läden können wir leider nicht empfehlen. Wunderbar funktioniert hat aber die Bestellung über die Lieferhelden-App. Die Bedienung war einfach und übersichtlich und auch bei Zahlung und Lieferung lief alles hervorragend!

    Werbung: Vielen Dank an Lieferheld für die ungewöhnliche Aufgabe und die Unterstützung bei diesem Artikel. Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

    PS: Wer eher Lust hat, seine Burger weiterhin selbst zu machen, kann ja mal in einige unserer Rezepte reinschauen: Sherry-Pilz-Burger, Knödel-Burger, Vegetarischer Burger mit Portobellopilzen, Vegetarischer Burger mit Mango-Tomaten-Koriander-Salsa oder North African-style Burger.

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