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    USA kulinarisch: Loco Moco nach Der Klang von Zuckerwatte {Gastbeitrag}

    Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, befinden wir uns gerade in den USA auf großer Ostküstentour. Gestern sind wir in Boston angekommen, haben ein tolles Konzert besucht und jetzt noch zwei Tage Zeit, die Stadt zu erkunden, bevor es weiter durch Neuengland geht. Während uns Carina letzte Woche ein wenig New York auf den Teller holte, hält diese Woche die liebe Ylva hier die Stellung, deren großartiger Blog Der Klang von Zuckerwatte hier ja schön öfter zur Sprache kam. Von ihr haben wir nicht nur die Sache mit den pochierten Eiern gelernt, sondern auch mehr als nur ein japanisches Rezept stibitzt. Während des Foodbloggercamps im vergangenen März durften wir bei ihr übernachten und freuen uns immer wieder, wenn wir sie auch außerhalb von Twitter, Instagram und Co. persönlich treffen dürfen. Im Sommer waren Ylva und ihr Mann auf der anderen Seite des Globus unterwegs, und dank des beneidenswerten Reiseziels Hawaii passt sie perfekt in unser amerikanisches Themen-Special. Denn auch wenn man es leicht vergisst, die Inseln sind ein Bundesstaat der USA. Allerdings mit einer ganz eigenen kulinarischen Tradition, die stark vom lokalen Nahrungsangebot beeinflusst wurde. Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, schaut euch unbedingt mal Ylvas tolle Artikel zur Reise an! Wir freuen uns auf jeden Fall, euch durch Ylvas Beitrag eine ganz andere Seite der amerikanischen Küche präsentieren zu können und Steffen ist schon ganz heiß darauf, das Loco Moco nach unserer Rückkehr auszuprobieren.

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    Aloha! Heute freue ich mich riesig bei zweien meiner Lieblingsblogger Gast sein zu dürfen! Sabrina und Steffen von feed me up before you go-go machen gerade die USA unsicher und ich soll die beiden heute würdig vertreten. „USA kulinarisch“ lautet derzeit das Motto auf ihrem Blog. Tja … die vereinigten Staaten sind groß! Es ist ein weiter Weg von der kalifornischen Westküste bis zur Ostküste, vom Norden Alaskas bis in den Süden runter nach Alabama, über die Rocky Mountains und den Mississippi … Und nochmals sechs Stunden mit dem Flugzeug muss man auf sich nehmen, um von der Westküste zum südlichsten Punkt der USA zu gelangen: den hawaiianischen Inseln. Und die haben kulinarisch einiges drauf!

    Der Reiseführer warnt sagt: „Es ist unmöglich nach Hawaii zu reisen und dort nicht zuzunehmen.“ Recht hat er, bietet das Land doch so unglaublich viel an kulinarischen Köstlichkeiten: rauchiges Barbecue, fangfrisches Seafood und tropische Früchte ziehen in ihren Bann und lassen fast zu schnell vergessen, dass man vor dem Urlaub noch wie im Wahn versucht hat, seinen Waschbrettbauch zu optimieren. Neben dem konstanten Mix aus westlicher und südostasiatischer Küche bezaubert Hawaii auch mit ein paar Traditionsgerichten, wie zum Beispiel Poke (roher, gewürfelter Fisch in Marinade), Kalua Pork (eine Art pulled Pork, traditionell in der Erdgrube gegart) oder Laulau (in Taroblättern gedämpftes Fleisch).

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    Und dann wäre da noch Loco Moco. Das hawaiianische „Plate Lunch“ schlechthin könnte man als Abwandlung eines Burgers bezeichnen, nur dass die Basis kein Brötchen ist, sondern aus zwei Kellen Reis besteht und der leckere Patty mit einem Spiegelei getoppt wird. Obendrauf kommt schlussendlich noch eine gute Kelle Bratensauce und macht das Ganze zum wohl (Achtung, Untertreibung!) hässlichsten Burger der Welt. Überwindet man aber den ersten Schockmoment in Anbetracht dieses einfarbigen Etwas auf dem Teller und nimmt einen Happen, weiß man wieder, warum Hawaii für seine Kochkünste bekannt ist. Soulfood der Meisterklasse! Und wer trotz alledem immer noch der Meinung ist, dass das Auge mitessen muss, der kann seinen Blick in der Zwischenzeit ja auf den Strand mit dem kristallklaren, türkisblauen Wasser, den rauschenden Palmen und den lecker aussehenden Surfer(inne)n richten, während man den bezaubernden Klängen einer Ukulele lauscht.

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    Meine Version des Loco Moco habe ich mit einem selbst gewolften Rinder-Patty gemacht und in Ermangelung einer Bratensauce mit einer frisch einreduzierten Rotweinsauce mit Johannisbeergelee übergossen. Letzteres ist zwar nicht unbedingt typisch hawaiianisch, aber deshalb nicht weniger lecker. Und apropos hawaiianisch: Mit das beste Loco Moco von Hawaii gibt es übrigens bei Ted’s Bakery am Sunset Beach an der Nordküste von Oahu. Wer davon auf wundersame Weise nicht satt werden sollte, kann sich danach noch ein Stück der köstlichen Chocolate Haupia Cream Pie gönnen und auf die Foodiewolke Nummer sieben schweben … Sagt mir aber nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt, wenn die Badehose danach nicht mehr passt!

    Liebe Sabrina, lieber Steffen, ich wünsche Euch eine ganz tolle Zeit auf Eurer Reise und hoffe, die hawaiianische Version des Burgers ist genau nach Eurem Geschmack! Aloha und bis hoffentlich ganz bald!

    Loco Moco (für 2 Portionen):

    250 g Rindfleisch aus der Querrippe, entweder direkt beim Fleischer gewolft oder am Stück zum
    selber wolfen
    2,5 g Salz
    150 g Klebereis
    1 EL Reisessig
    2 Eier
    Für die Sauce:
    1 kleine Zwiebel oder Schalotte, geschält und gehackt
    1 EL Butter
    2 EL Zucker
    50 ml Madeira
    4-5 EL Johannisbeergelee oder Preiselbeermarmelade
    400 ml fruchtiger Rotwein (ich: Cabernet Sauvignon)
    kalte Butter zum Abbinden
    eventuell 1 EL Mehl zum Eindicken

    Zubereitung:

    Für die Sauce die Zwiebel in der Butter auf niedriger bis mittlerer Stufe glasig dünsten, bis es angenehm süßlich aus dem Topf duftet. Den Zucker und den Madeira dazugeben und warten, bis sich die Alkoholwolke verzogen hat. Das Gelee bzw. die Marmelade unterrühren und mit dem Rotwein aufgießen. Aufkochen und dann auf niedriger bis mittlerer Temperatur langsam mindestens auf die Hälfte, wenn nicht gar auf ein Drittel einreduzieren lassen.

    Pürieren, durch ein Sieb streichen und in kleinen Stückchen kalte Butter nach und nach einrühren, bis die Sauce leicht andickt. Abschmecken. Wem die Sauce noch zu flüssig ist, kann mit Mehl weiterhelfen und sie damit nach Belieben eindicken. Die Sauce bei niedriger Hitzezufuhr warm halten. Wer noch kein fertiges Hackfleisch hat, verfährt wie hier (auf die Salzmenge achten und anpassen!) und beginnt damit am besten vor der Sauce. Wer schon fertiges Hackfleisch hat, vermischt es mit dem Salz. Aus dem Hack zwei Pattys formen. Den Reis nach Packungsanweisung (noch besser im Reiskocher) garen. Mit Salz und, wer mag, mit dem Reisessig würzen.

    Eine Pfanne erhitzen, etwas Öl hineingeben und die Pattys von beiden Seiten bis zum gewünschten Gargrad braten. Die Pattys herausnehmen, auf einem Teller beiseitestellen und die Eier in die Pfanne schlagen. Bei nicht zu heißer Temperatur zu Spiegeleiern mit flüssigem Eigelb braten. Den Reis auf zwei Tellern verteilen, je einen Patty darauf setzen und diesen mit einem Spiegelei krönen. Je ein bis zwei Kellen Sauce darübergießen und heiß servieren.

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    Die restliche Sauce kann man übrigens gut in Gläsern im Kühlschrank lagern, sollte sie aber dennoch rasch aufbrauchen. Sie passt auch gut zu einer Portion Bandnudeln, pochierten Eiern oder einem Sonntagsbraten.

    Liebe Ylva, herzlichen Dank, dass du uns auf einen kleinen Ausflug nach Hawaii mitgenommen hast und für das tolle Rezept! Wir sehen schon, Hawaii muss wohl auch ganz dringend von uns bereist werden …

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    USA kulinarisch: Reese’s in Kuchenform: Mini-New-York-Cheesecake mit Erdnussbutter und Schokolade {Gastbeitrag}

    Hallo und guten Morgen aus New York City! Tag 3 im Big Apple bricht gerade an, höchste Zeit also, um in unser vor ein paar Tagen bereits angekündigtes kleines Themen-Special „USA kulinarisch“ einzusteigen. Während wir uns die nächsten Wochen (jaaa, fast drei – wir könnens immer noch nicht fassen!) an der amerikanischen Ostküste vergnügen, übernehmen hier drei liebe Bloggerinnen, die sich ganz fantastische Rezepte zum Thema USA haben einfallen lassen. Und wer könnte uns hier, während wir gerade in New York weilen, besser vertreten als Carina von … like a piece of New York Cheesecake? Der Name ist bei ihr Programm. Auf ihrem wunderbaren Blog lässt sie nicht nur Cheesecake-AnhängerInnen das Wasser im Mund zusammenlaufen, sondern präsentiert darüber hinaus tolle Gerichte und Snacks und berichtet regelmäßig über ihre zweite Leidenschaft, das Reisen. Dass New York bei ihr einen ganz besonderen Stellenwert einnimmt, wird bei einem Besuch auf ihrem Blog schnell deutlich. Eigentlich nicht verwunderlich, dass hinter dem Blog auch eine rundum sympathische Person steckt!

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    Mit anderen Foodbloggern hat man in der Regel die Liebe zu gutem Essen gemeinsam. Mit Sabrina und Steffen verbindet mich aber noch mehr: wir haben beide in der wunderbarsten Stadt der Welt geheiratet. Ich spreche natürlich von New York – wer würde sich nicht in die Stadt verlieben?

    Gerade jetzt machen die beiden wieder die Ostküste der USA unsicher und statten auch New York wieder einen kleinen Besuch ab – hach, ich würde gerne mit ihnen tauschen! Nein, ich halte tapfer zuhause die Stellung, hoffe auf einen Indian Summer in Deutschland und schwinge währenddessen mal wieder den Kochlöffel/Schneebesen.

    Ich freue mich, dass ich Sabrina und Steffen mit einem kleinen Beitrag vertreten darf und was würde besser passen als ein New York Cheesecake? Damit es auch wirklich richtig amerikanisch wird, habe ich mich an der allertollsten amerikanischen Süßigkeit orientiert: den Reese’s Peanut Butter Cups. Wer das nicht kennt: ein mit Schokolade umhüllter Erdnussbutterkern (oder wie mein Chef sagen würde: kann ich nochmal so einen Arterienverstopfer?). Zusammen mit cremigem Frischkäse wird daraus ein umwerfender New York Cheesecake, der im Miniformat daher kommt, damit sich das schlechte Gewissen in Grenzen hält.

    Ich wünsch Sabrina und Steffen eine wunderschöne Zeit und esse einen Mini-New-York-Cheesecake auf ihr Wohl!

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    Mini-New-York-Cheesecake mit Erdnussbutter und Schokolade (für 6 Stück):

    70 g Hobbits-Kekse von Brandt oder Vollkorn-Butterkekse
    2 EL Erdnüsse, geröstet und gesalzen plus etwas mehr zum Servieren
    40 g geschmolzene Butter
    175 g Doppelrahmfrischkäse
    2 EL Erdnussbutter
    50 g Zucker
    1 Ei
    ein bisschen gehackte Zartbitterschokolade zum Servieren

    Zubereitung:

    Die Butter in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle schmelzen. Die Kekse zusammen mit den Erdnüssen in die Küchenmaschine geben und fein mahlen. Anschließend mit der geschmolzenen Butter vermischen.

    6 Muffinförmchen in ein Muffinblech geben. Die Keks-Butter-Mischung in die Förmchen füllen und mit einem Löffel etwas andrücken. Dann die Form für mind. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

    In der Zwischenzeit den Backofen auf 130°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein kleines, ofenfestes Schälchen mit Wasser füllen und in den Backofen stellen (der Sauna-Effekt macht den Kuchen wunderbar cremig).

    Den Frischkäse mit der Erdnussbutter und dem Zucker glatt rühren. Am Ende das Ei hinzugeben und nochmal kurz rühren.

    Die Füllung auf den Keksboden geben und die Törtchen 20-25 Minuten backen. Durch die Erdnussbutter sind die Törtchen etwas dunkel, deshalb sollte man beim Backen ein Auge drauf haben. Der Cheesecake ist fertig, wenn die Frischkäsemischung beim Schütteln des Blechs noch leicht wackelt.

    Die kleinen Kuchen abkühlen lassen und dann am besten über Nacht in den Kühlschrank stellen. Dann schmecken sie am besten! Vor dem Servieren mit gehackten Erdnüssen und Schokolade bestreuen.

    Vielen Dank, liebe Carina, für deinen köstlichen Beitrag! Wir werden an dich denken, wenn wir cheesecakemampfend vor der Brooklyn Bridge stehen und auf die New Yorker Skyline blicken! Aber jetzt müssen wir los, ein paar Packungen Peanut Butter Cups kaufen! 😉

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    Alles auf Rot: Beeren-Kirsch-Kokos-Smoothie

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    Auch wenn es bei uns momentan ganz schön stressig zugeht, Zeit für Smoothies finden wir eigentlich immer. Einfach ein paar Früchte zusammenhauen und fertig ist der perfekte Start in den Tag. Gerade im Sommer pürieren wir alles, was der Markt hergibt. Netterweise haben wir seit Kurzem einen neuen Stabmixer, der jede Menge Zubehör mitgebracht hat und damit den größten Teil der Arbeit für uns übernimmt. Braun hat uns eines der neusten Modelle (den Braun MQ 745) zur Verfügung gestellt, der seit seinem Einzug schwer gefordert wird. Pesto, Nüsse, Gemüse, Eiswürfel – der Stabmixer und der zugehörigen Standmixer-Aufsatz sowie der Zerkleinerer kriegen wirklich alles zerhackt. Im Gegensatz zu unserem alten Stabmixer, der mittlerweile der Büroküche vererbt wurde, ist der Mixfuß von diesem Modell komplett aus Edelstahl und macht daher einen sehr stabilen Eindruck (wichtig für einen ungeschickten Menschen wie mich, der auch gerne mal was fallen lässt …). Als äußerst angenehm hat sich in der Praxis auch die stufenlose Geschwindigkeitsregulierung erwiesen. Gerade beim Zerkleinerer macht das Sinn, da so nicht alle Zutaten gnadenlos an den Rand des Gefäßes geschleudert werden, sondern langsam aber sicher unters Messer wandern. Ziemlich nervig ist dagegen die „Kindersicherung“. Bevor man losmixen kann, muss der MQ 745 erst per Tastendruck freigeschaltet werden. Leider hält diese Freischaltung immer nur wenige Sekunden an, sodass man nach kurzer Pause erneut die Taste betätigen muss, bevor es weitergehen kann. Das ist definitiv noch ausbaufähig.

    Davon abgesehen sind wir aber mit unserem neuen Stabmixer vollauf zufrieden und er befindet sich wirklich in ständigem Einsatz. Da wir gerade ein wenig im Smoothierausch sind, fallen ihm zur Zeit mehrmals wöchentlich Beeren, Ananas und Co. zum Opfer. Dieser Beeren-Kirsch-Kokos-Smoothie zählt auf jeden Fall zu unseren Sommer-Sonne-Lieblings-Drinks (ja, ja, irgendwie muss man sich den „Sommer“ ja schön schlürfen): saftige Früchte, eine leichte Kokosnote und etwas Eis zur Abkühlung – besser kann man doch fast nicht in den Tag starten, oder?

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    Beeren-Kokos-Smoothie (für 4 Personen):

    100 g Himbeeren
    100 g Brombeeren
    400 g Erdbeeren
    350 g Kirschen
    1 Banane
    150 ml Kokosmilch
    1 Handvoll Eiswürfel

    Die Beeren waschen, die Kirschen entkernen und zusammen mit der geschälten Banane und der Kokosmilch in den Mixer geben. Fein pürieren und zum Schluss die Eiswürfel untermixen.

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    Vielen Dank an Braun und crossrelations brandworks, die uns den MQ 745 zur Verfügung gestellt haben. Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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    Zu Gast in Spanien: Ananas-Kokos-Gazpacho mit Pfirsich-Granita

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    Der August entwickelt sich gerade ein wenig zum Gastbeitragsmonat. Nachdem wir letzte Woche mit unserem vegetarischen Burger mit Portobellopilzen, Ziegenkäse und Pesto Rosso bei Britta von Glasgeflüster zu Gast waren, zieht es uns heute in Richtung Süden. Nach Spanien, um genau zu sein – denn die liebe Sara vom wunderschönen Blog Love Nonpareille lud uns kürzlich dazu ein, an ihrer Blogger-Sommertafel Platz zu nehmen, es uns dort gemütlich zu machen und etwas Leckeres fürs Buffet beizutragen. Als sie uns dann auch noch den Grund für ihre temporäre Abwesenheit mitteilte, war es völlig um uns geschehen. Vier Monate Galicien, surfen, Paella am Strand kochen – wie toll klingt das denn bitte? Und ähm … dürfen wir mitkommen?? Da wir selbst totale Spanien-Aficionados sind, lag also nichts näher, als Saras Sommertafel um eine spanische Komponente zu erweitern. Und nach mehreren Aufenthalten in Spanien wissen wir: In heißen Sommermonaten unter der brennenden Sonne der iberischen Halbinsel gibt es eigentlich nichts Erfrischenderes, als eine eisgekühlte Gazpacho.

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    Unsere Variante kommt allerdings nicht ganz klassisch daher, orientiert sich mehr am süßen Surferleben und bietet sich sowohl als Vor- als auch als Nachspeise hervorragend an: eine erfrischende Ananas-Kokos-Gazpacho.

    Wenn ihr unseren vollständigen Beitrag lesen wollt, dann klickt doch schnell mal rüber zu Love Nonpareille.

    Ananas-Kokos-Gazpacho mit Pfirsich-Granita (für 4 Personen):

    1 Ananas (ca. 1,5-2 kg)
    100 g + 170 g + 125 g Zucker
    1 Vanilleschote
    1 Handvoll Minzblätter
    75 ml Pfirsichlikör
    75 ml Mineralwasser
    80-120 ml Kokoswasser
    12 Erdbeeren
    100 g Blaubeeren
    Wasser
    Kokosraspel zum Dekorieren

    Am Abend vorher:

    1. Die Ananas rundherum schälen (den Strunk aus der Mitte aber noch nicht entfernen). Etwa 4 bis 6 dünne Scheiben (ca. 2 mm) abschneiden und in eine Schüssel geben. Anschließend aus 200 ml Wasser und 100 g Zucker einen Zuckersirup aufkochen. Dafür Wasser und Zucker in einem Topf aufkochen lassen und rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Vanilleschote auskratzen und das Mark zusammen mit der Schote zum Zuckersirup geben. Noch einmal 5 Min. köcheln lassen. Danach etwas abkühlen lassen und über die Ananasscheiben gießen. Abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

    2. Die restliche Ananas vom Strunk befreien, das Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden und in eine Schüssel geben. Aus 500 ml Wasser und 170 g Zucker nochmals einen Zuckersirup kochen. Den Zuckersirup über die Ananasstücke gießen, abkühlen lassen und ebenfalls über Nacht in den Kühlschrank stellen.

    Einige Stunden vorher:

    3. Den Ofen auf 100°C vorheizen. Die Ananasscheiben aus dem Zuckersirup nehmen, etwas abtropfen lassen und anschließend auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. 2-4 Std. im Backofen trocknen lassen, bis sie am Rand goldbraun und etwas knusprig geworden sind, dann bis zum Servieren zur Seite legen.

    4. Für die Granita 250 ml Wasser zusammen mit 125 g Zucker in einem Topf aufkochen lassen und rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Vom Herd nehmen, die Minzblätter waschen, trocken schütteln, hinzufügen und 20 Min. ziehen lassen. Anschließend den Pfirsichlikör und das Mineralwasser dazugießen und die Mischung komplett abkühlen lassen. In eine flache Schüssel geben und für einige Stunden ins Gefrierfach stellen. Etwa alle 30 Min. mit einer Gabel umrühren, bis die Masse die Konsistenz von Halbgefrorenem angenommen hat.

    5. Für die eigentliche Gazpacho die eingelegten Ananasstücke abgießen, den Zuckersirup aber auffangen. Die Ananasstücke in einem Mixer mit etwas Zuckersirup fein pürieren, sodass eine dickflüssige Masse entsteht. In eine Schüssel geben und mit so viel Kokoswasser aufgießen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist (etwa die einer dickflüssigen Suppe). Bis zum Servieren kalt stellen.

    6. Erd- und Blaubeeren waschen und abtropfen lassen. Die Erdbeeren in Viertel schneiden. Zum Servieren die Ananas-Gazpacho noch einmal gründlich durchrühren und auf 4 Gläser verteilen. Die Früchte hinzufügen, 2-3 EL Pfirsich-Granita auf die Suppe setzen und mit Kokosflocken und den getrockneten Ananasscheiben garnieren. ¡Que aproveche!

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    Wir baken für euch: Peanut Butter Chocolate Chip Cookies

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    Huch, haben die beiden jetzt eine Rechtschreibschwäche entwickelt? Oder wird jetzt aus Coolheitsgründen einfach wild mit Anglizismen um sich geworfen? Falsch. Wir befinden uns ganz einfach mitten in der zweiten Ausgabe von „Blogg den Suchbegriff“ und da kann es schon mal komisch klingen. Insbesondere seitdem wir in der ersten Runde unseres Blog-Events Ylvas wunderbaren Artikel zum Thema „Mein Crystal Meth kommt mir zu feucht vor“ verlinkt haben. Jetzt landet die bundesdeutsche Methszene offensichtlich nicht mehr nur bei Ylva, sondern auch regelmäßig bei uns – und wir können uns die Enttäuschung vorstellen, wenn der/die Suchende feststellt, dass wir keine hilfreichen Tipps zum Drogenkochen bieten, sondern stattdessen vegetarische Burger, kräuterige Drinks und kulinarische Reiseempfehlungen.

    Aber vielleicht können wir ja diesmal helfen, denn jemand ist mit folgender Feststellung bei uns gelandet: „Wer Chocolate Chip Cookies baken kann, kann auch Crystal Meth kochen“. Baken, nicht backen – die Vermutung liegt nahe, dass hier Moneyboy hinter der Suchanfrage steckt, dessen Tweets ähnlich … ähm … „kreativ“ mit Sprache umgehen. Aber so oder so, wir werden uns der Herausforderung stellen und das einfach mal ausprobieren. Also die Sache mit den Cookies natürlich, nicht das Crystal Meth! Dazu waren wir beide in Chemie viel zu schlecht und unser Keller ist eigentlich auch zu klein für solche Experimente. Dafür gibt es Cookies, und zwar ganz besonders leckere: mit cremiger Erdnussbutter, zartschmelzender Schokolade und knackigen Erdnussstückchen. Die Kekse sind schön knusprig, krümelig und herrlich unkompliziert. Vielleicht mag sie ja mal jemand mit Erfahrung im Crystal Meth kochen ausprobieren und danach eine fundierte Einschätzung geben, ob kochen und baken wirklich so eng beieinanderliegen …

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    Peanut Butter Chocolate Chip Cookies (für ca. 10 große Cookies):

    50 g Vollmilch- oder Zartbitterschokolade (oder gemischt)
    40 g ungesalzene, geschälte Erdnüsse
    130 g Mehl
    ½ TL Natron
    1 gute Prise Salz
    50 g Butter (Zimmertemperatur)
    60 g Erdnussbutter
    100 g brauner Zucker
    1 Ei
    ½ TL Vanilleextrakt

    1. Den Ofen auf 175°C vorheizen. Die Schokolade in kleine Würfel schneiden, die Erdnüsse hacken.

    2. Mehl mit Natron und Salz in einer Schüssel vermischen. In einer zweiten Schüssel Butter, Erdnussbutter und Zucker miteinander gut verrühren. Ei und Vanilleextrakt unterrühren. Dann die Mehlmischung vorsichtig dazugeben und alles gut miteinander vermischen. ⅔ der Schokolade sowie ⅔ der gehackten Erdnüsse unter den Teig rühren. Den Rest zur Seite stellen.

    3. Jeweils einen gut gehäuften TL der Teigmasse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen. Den Teig mit der Hand etwas flacher drücken, dann mit restlichen Schokowürfeln und Erdnüssen bestreuen. Im Ofen ca. 10 Min. goldbraun backen. Die Kekse aus dem Ofen holen und ca. 5 Min. erst auf dem Blech abkühlen lassen, dann auf einem Gitter komplett auskühlen lassen.

    Blog-Event - Blogg den Suchbegriff II (Abgabe bis zum 30. September 2014)

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    Blogg den Suchbegriff – auf gehts in die zweite Runde! {Blog-Event}

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    Es ist so weit – „Blogg den Suchbegriff“ geht in die zweite Runde! Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass das Thema unseres ersten Blog-Events bei euch so gut ankam und uns immer wieder Anfragen erreichen, ob und wann denn eine Fortsetzung geplant sei. Auch wir hatten natürlich weiterhin ein waches Auge auf unsere Blog-Statistik und malten uns bei so manchem skurrilen Suchbegriff schon aus, wie dieser wohl am besten umsetzbar wäre. Also, höchste Zeit für die nächste Runde, und wir freuen uns schon sehr auf eure Ideen, Suchbegriffe und Beiträge!

    „Blogg den Suchbegriff“? Hä? Was bitte?? Für alle, die das Thema unseres Blog-Events jetzt zum erstem Mal hören, hier noch mal eine kurze Erklärung, was genau dahintersteckt:

    Es geht um die lustigen, skurrilen und manchmal auch etwas verstörenden Suchbegriffe, die Leute in Suchmaschinen eingeben und damit auf eurem Blog landen. Fast mit jedem Blick in unsere Blog-Statistik lachen wir uns kringelig über so manchen Suchbegriff, der wohl offensichtlich auf unsere Seite führte, aber in dieser Form dort ganz bestimmt noch nicht zu finden war. Und wir sind uns sicher, dass es euch genauso geht! Ein paar Beispiele gefällig? „Aha, heute wieder nichts gekocht„, „Hausfrauen in High Heels“ oder „grüner Schleim“ sind nur einige der großartigen Beiträge, die uns in der letzten Runde erreicht haben. Klickt doch einfach mal auf die Zusammenfassung der ersten Runde „Blogg den Suchbegriff“ – dort findet ihr eine Übersicht aller eingereichten Beiträge und sicherlich auch die eine oder andere Inspiration.

    Wir rufen euch also auf, eure skurrilsten, lustigsten oder einfach nur leckersten Suchbegriffe zu verbloggen. Das kann ein Rezept sein, das ihr sowieso schon lange mal auf eurem Blog präsentieren wolltet, euer liebster Suchbegriff ever oder einfach etwas total Absurdes, das es so eigentlich (noch) nicht gibt, aber irgendjemand trotzdem in eine Suchmaske eingegeben hat und somit auf euren Blog gestoßen ist. Also kocht, backt und bastelt, was das Zeug hält! Wir sind wahnsinnig gespannt, welchen Suchbegriff ihr verbloggen werdet!

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    Die Teilnahmebedingungen:

    ♦ Mitmachen kann jede/r mit einem Blog (egal, ob Koch-, Back-, DIY-Blog etc.). Veröffentlicht bis zum 30.09.2014, 23.59 Uhr einen Blogpost zum Thema “Blogg den Suchbegriff”, in dem ihr auf dieses Event verlinkt und einen der untenstehenden Banner einbindet.

    ♦ Bitte ausschließlich neue Artikel, keine aus dem Archiv. Ihr könnt natürlich gerne auch mehrere Beiträge einreichen.

    ♦ Hinterlasst bitte den Link zu eurem Beitrag in einem Kommentar unter diesem Post.

    ♦ Mit der Teilnahme an diesem Event erklärt ihr euch damit einverstanden, dass wir eure Bilder in einer Zusammenfassung des Blog-Events hier und auf unserer Pinterest-Seite verwenden dürfen.

    ♦ Eine Zusammenfassung aller eingereichten Beiträge werden wir hier voraussichtlich am 05.10.2014 veröffentlichen. Darüber hinaus haben wir auf unserer Pinterest-Seite ein eigenes Board zu diesem Event angelegt, auf dem wir alle Beiträge sammeln und verlinken. Falls ihr weitere Fragen habt, meldet euch einfach per E-Mail (feedmeupbeforeyougogo[at]gmx.de) bei uns.

    ♦ Diesmal wird es keine Preise zu gewinnen geben. Wir möchten das Blog-Event ganz simpel halten, eure Artikel und Rezepte sollen im Mittelpunkt stehen! Wir hoffen, dass ihr trotzdem Lust habt, an unserem Event teilzunehmen und freuen uns umso mehr über eure Beiträge!

    ♦ Wir freuen uns natürlich, wenn ihr auch außerhalb eures Beitrags auf unser Blog-Event aufmerksam macht, den Banner auf eurer Seite einbindet, diesen Post auf Facebook, Twitter oder wo auch immer teilt etc.!

    [Edit 05.10.2014] Die Zusammenfassung der zweiten Runde „Blogg den Suchbegriff“ findet ihr hier.

    Banner und Codes zum Mitnehmen:

    Querformat: 500 x 112:

    Blog-Event - Blogg den Suchbegriff II (Abgabe bis zum 30. September 2014)

    <a title="Blog-Event - Blogg den Suchbegriff II (Abgabe bis zum 30. September 2014)" href="https://feedmeupbeforeyougogo.de/2014/08/10/blogg-den-suchbegriff-auf-gehts-in-die-zweite-runde-blog-event"><img alt="Blog-Event - Blogg den Suchbegriff II (Abgabe bis zum 30. September 2014)" src="https://feedmeupbeforeyougogo.de/wp-content/uploads/2014/08/bannerblancoquer_gesetzt_bds21.jpg" width="500" height="112" /></a>

    Querformat: 400 x 89:

    Blog-Event - Blogg den Suchbegriff II (Abgabe bis zum 30. September 2014)

    <a title="Blog-Event - Blogg den Suchbegriff II (Abgabe bis zum 30. September 2014)" href="https://feedmeupbeforeyougogo.de/2014/08/10/blogg-den-suchbegriff-auf-gehts-in-die-zweite-runde-blog-event">src="https://feedmeupbeforeyougogo.de/wp-content/uploads/2014/08/bannerblancoquer_gesetzt_bds21.jpg" alt="Blog-Event - Blogg den Suchbegriff II (Abgabe bis zum 30. September 2014)" width="400" height="89"/>

    Hochformat: 130 x 250:

    Blog-Event - Blogg den Suchbegriff II (Abgabe bis zum 30. September 2014)

    <a title="Blog-Event - Blogg den Suchbegriff II (Abgabe bis zum 30. September 2014)" href="https://feedmeupbeforeyougogo.de/2014/08/10/blogg-den-suchbegriff-auf-gehts-in-die-zweite-runde-blog-event"><img alt="Blog-Event - Blogg den Suchbegriff II (Abgabe bis zum 30. September 2014)" src="https://feedmeupbeforeyougogo.de/wp-content/uploads/2014/08/bannerblancohoch_gesetzt_bds21.jpg" width="130" height="250" /></a>

    PS: Was es mit den Keksen oben auf dem Bild auf sich hat und welcher merkwürdige Suchbegriff dahintersteckt, erfahrt ihr hier in Kürze.

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    Deutschland, Gegessen, Gereist, Getestet, Getrunken, Münchner Umland

    Frühstück außerhalb der Komfortzone: das Bareso in Ottobrunn

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    Wer in München wohnt, muss sich bei der Restaurantsuche durch eine ordentliche Vielzahl an Möglichkeiten kämpfen. Immer wieder passiert es uns sogar, dass Läden, die auf unserer „Muss-unbedingt-probiert-werden“-Liste gelandet sind, schon wieder dicht gemacht haben, bevor wir sie ausprobieren konnten. Es liegt also nahe, sich bei der Nahrungssuche auf die nähere Umgebung zu beschränken, selbst Pasing erscheint wie eine Weltreise, wenn man in der Innenstadt noch reihenweise Unbekanntes vor sich liegen hat. Dass es sich dennoch lohnen kann, mal aus seinem Schneckenhaus hervorzukriechen und den Weg ins nähere Umland zu wagen, beweist das Bareso. Dieses kleine Bistro liegt in Ottobrunn, das uns bislang nicht gerade als kulinarischer Hotspot bekannt war, aber vom Süden Münchens aus zumindest fix zu erreichen ist.

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    Im Mittelpunkt steht eine frische Küche, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, bioaktiv zu sein, d.h. mit regionalen, saisonalen und originalen bzw. unbearbeiteten und schonend zubereiteten Produkten zu arbeiten. „Echtes Essen“ nennt das sympathische Betreiberpaar sein Konzept und hat mit dieser Philosophie in der ehemaligen Eisdiele in der Putzbrunnerstraße eine ganz individuelle Küche entwickelt. An manchen Stellen driftet uns das Konzept etwas zu sehr ins Esoterische ab, was der Qualität der Speisen aber natürlich keinen Abbruch tut. Wir waren zum Frühstücken dort und konnten uns davon überzeugen, dass sich der Ausflug nach Ottobrunn definitiv lohnt. Schon bei der Ankunft wird klar, dass frische Zutaten hier einfach dazugehören. Rund um das Lokal ist ein kleiner Kräutergarten angelegt worden, und während wir im überdachten Außenbereich sitzen, kommt die Gärtnerin des Vertrauens vorbei und schleppt ein paar neue Kräutertöpfe heran. Dass dabei natürlich nicht nur Basilikum, Rosmarin und Co. auf dem Teller landen, sollte klar sein. Über 40 verschiedene Wildkräutersorten finden in der Küche Verwendung und verleihen vielen Gerichten eine ganz individuelle Note. Da überrascht es auch nicht, dass sogar der Cappuccino mit Milchschaumblüten daherkommt.

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    Die Frühstücksauswahl ist riesig und zum Glück bekommen wir eine Etagere serviert, auf der fast alles zu finden ist, was die Karte zu bieten hat. Beim Anblick des riesigen Frühstücksturms pocht das Foodbloggerherz gleich doppelt so schnell, da die Speisen auf der Karte nicht nur toll klingen, sondern auch mit viel Liebe zum Detail angerichtet sind. Fast alles ist hausgemacht, von den Brötchen über die Schokocreme bis zum Frischkäsedip. Warme Alternativen gibt es natürlich auch, so z.B. ein Wildkräuteromelette, das mit Senf, knackigem Gemüse und riesigen Bergen frischer Kräuter serviert wird. Eine guter Einstieg, um sich anschließend einmal durch das Angebot des Frühstückskarussells zu futtern. Ganz oben finden sich frische Dips, u.a. Ananas-Curry und Schnittlauch, in die man seine Gemüsesticks tauchen kann. Die selbst gebackenen Brötchen bestreicht man am besten schön dick mit der hausgemachten Schokocreme, die so lecker und schokoladig ist, dass wir die Schale bis auf den letzten Tropfen auskratzen.

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    Begleitet werden die Köstlichkeiten von einem Smoothie-Dreiergespann: Der Wildkräutersmoothie wurde mit Rosinen und Zimt verfeinert, im Möhren-Bananen-Drink finden sich Haferflocken und der leicht bittere „Wachmacher“ besteht u.a. aus Grapefruit, Mandeln und Banane. Wem die Haferflocken im Glas noch nicht genug Getreide sind, der greift am besten zum hauseigenen Müsli. Die beiden Sorten, die wir probieren dürfen, sind köstlich und sehr zu empfehlen – einmal in Richtung eines klassischen Bircher Müslis gehend, das andere mit Anklängen an Marzipan und Zimt. Wir fühlen uns von dem reichhaltigen Angebot ein wenig erschlagen, möchten eigentlich noch viel mehr probieren, können aber einfach nicht mehr. Das alles gibt es übrigens für einen sehr fairen Preis (hier wird die Lage außerhalb Münchens zum klaren Vorteil!): ein individuelles Frühstückskarrussell für zwei Personen gibt es z.B. für 22,50€.

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    Zum Abschluss gibt es für uns noch einen kleinen Einblick in das Essen abseits der Frühstückskarte. Wir probieren einen ungewöhnlichen Möhren-Engelwurz-Salat mit Walnüssen, der ganz köstlich ist, und bekommen zum Nachtisch Maiwuchs mit dunkler Schokolade. Halt, Maiwuchs? Hat das nicht was mit Bäumen zu tun? Ja wirklich, es sind Tannenspitzen, die in dunkle Schokolade getaucht wurden und die Geschmacksnerven vor ganz neue Herausforderungen stellen. Es schmeckt nach Wald, der auf eine kräftige Schokonote trifft. Zunächst ziemlich ungewohnt, aber plötzlich ist der Teller leer …

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    Neben einer ansprechenden Karte hält das Bareso auch einige spannende Veranstaltungen bereit. Jeden Samstag findet hier z.B. ein Markt mit frischen Produkten aus der Region statt, regelmäßig werden Kochkurse und Verkostungen veranstaltet. Den 10.8. sollte man sich z.B. schon mal vormerken, denn da steht alles unter dem Motto „Käse und Wein„.

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    Fazit: Ihr seht schon, das Bareso ist für einige Überraschungen gut und wir sind uns sicher, läge der Laden im Westend oder in Haidhausen, er wäre immer gut besucht! So aber muss man sich mal aus seiner Komfortzone herausbewegen und Ottobrunn einen Besuch abstatten. Vielleicht einfach beim nächsten Ausflug in die Berge oder an den See das Frühstück ins Bareso verlegen? Das wäre auf jeden Fall ein gesunder und köstlicher Start in den Tag! Wir sind von Angebot und Qualität der Speisen jedenfalls begeistert, lediglich an der Atmosphäre im Innenraum könnte man noch arbeiten. 5 von 5 Kräuteromelettes!

    Bareso
    Putzbrunnerstraße 13
    85521 Ottobrunn
    www.bareso.eu

    Vielen Dank an das Bareso-Team für die Einladung zu diesem Frühstück. Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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    Bilbao, Gegessen, Gereist, Getrunken, Spanien

    Liebe auf den zweiten Biss: Bilbao kulinarisch

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    Wenn man vier Tage im nordspanischen San Sebastián verbracht hat, liegen die kulinarischen Maßstäbe ganz schön hoch. Denn das bedeutet nicht nur vier Tage inmitten einer hinreißenden Kulisse zwischen türkisblauem Meer, schroffer Felsküste, satt-grünen Hügeln und anmutiger Altstadt verbracht zu haben, sondern auch (und vor allem) vier Tage kulinarische Verwöhnung vom Feinsten! Dass so ziemlich alles, was danach folgt, da nur schwer mithalten kann, ist eigentlich nicht verwunderlich. Dennoch steht uns die Enttäuschung nach unserem ersten Abend in Bilbao (bzw. Bilbo, wie der baskische Name der Hauptstadt Bizkaias lautet) wahrlich ins Gesicht geschrieben. Bilbao und wir hatten einen eher unglücklichen Start, lernten wir uns doch erst spät an einem sehr ungünstig verlaufenden Samstagabend kennen, der zum Entsetzen aller Beteiligten leider auch kulinarisch versagte. Zu sehr hatten wir uns wohl daran gewöhnt, in jeder noch so kleinen Pintxo-Bar große Geschmacksexplosionen serviert zu bekommen.

    Doch mit den ersten Sonnenstrahlen des nächsten Morgens, deren kunstvolles Lichtspiel auf der gold-silbernen Fassade des Guggenheim Museums sich von unserem Hotelzimmer aus beobachten lässt, erwacht auch unsere Liebe für die baskische Metropole. Also, alles auf Anfang und noch mal von vorn – wir geben der Stadt eine zweite Chance und sie enttäuscht uns nicht. Besonders die künstlerische Ästhetik des Stadtbilds, die jugendliche Atmosphäre und die Leichtigkeit, die Bilbao verströmt, wächst uns in den nächsten Tagen sehr ans Herz. Mit leichter Verzögerung präsentiert sich uns die Stadt dann auch von ihrer leckeren Seite. So lecker sogar, dass wir hier ein paar unserer liebsten Locations für euch zusammengetragen haben. Liebe auf den zweiten Biss(en), nennt man das wohl.

    Unsere kulinarischen Tipps für Bilbao:

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    {Cafetería Guggenheim}

    Wir starten unseren ersten Morgen in Bilbao mit einem kurzen Spaziergang über die Puente de la Salve, von der aus man bereits einen herrlichen Blick auf das Guggenheim Museum und den Rest der Stadt erhaschen kann. Ein paar Minuten später stehen wir vor dem in der Morgensonne schimmernden Gebäude. Wir sind früh dran, das Museum hat noch nicht geöffnet und auch sonst scheint die Stadt noch zu schlafen. Aus der kleinen Cafetería am Eingang des Guggenheims strömt Kaffeegeruch und unsere Mägen beginnen leise vor sich hin zu knurren. Also, schnell rein, ein kleines Frühstück mit einer Bollería und einem Café con leche für 3€ bestellen und ab in die Sonne! Dort sitzt man mit dem Guggenheim im Rücken und mit freiem Blick auf Puppy und kann der Stadt beim Erwachen zusehen. Optimal für einen kleinen, schnellen Start in den Tag! Cafetería Guggenheim // Calle Abandoibarra 2.

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    {Bar Tasaiz}

    Etwa auf einer Höhe mit dem Guggenheim gelegen, doch etwas weiter in Richtung Altstadt, befindet sich die Bar Tasaiz – ein kleines modernes Café mit netter Einrichtung, ansprechender Karte und günstigen Frühstücksmöglichkeiten. An der hübschen Flusspromenade entlang spazierend in Richtung Altstadt, lässt sich hier gut ein schneller Zwischenstopp einlegen. Für unschlagbare 2,50€ bekommt man eines der Frühstücksspecials mit Kaffee und wahlweise einer Tostada, einem Pintxo oder einer Bollería. Wir wählen eine Tostada con Tomate, ein geröstetes Baguette mit einem Püree aus frischen Tomaten, Olivenöl, Salz und Pfeffer – eines unserer liebsten spanischen Frühstücksangebote: sehr einfach, sehr effektiv, sehr lecker! Bar Tasaiz // Calle de la Convivencia 1.

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    {Café del Arenal}

    Mindestens einmal während jedes Spanienaufenthalts muss es sein: ein großer Teller voller gezuckertem Brandteiggebäck mit einer Tasse dunkler, fast puddingartiger Schokolade! Churros con chocolate sind nach jeder durchfeierten Partynacht in Spanien (lang, lang ists her …) ein Muss! Gerade in den frühen Morgenstunden, zwischen 5 und 6 Uhr, werden die Churrerías von hungrigen Partygängern überrannt. Die letzte durchfeierte Nacht liegt bei uns zwar schon ein Weilchen (hüstel) zurück, doch auf einen Teller Churros wollten wir dennoch nicht verzichten. Gut, dass die frittierten Stangen nicht nur nachts angeboten werden und sich das Café Arenal am Rande der Altstadt auf das Fettgebäck spezialisiert hat. Wie es sich für eine klassische Churros-Bar gehört, kommt das Café Arenal etwas altmodisch und nüchtern daher, was aber der Qualität der Churros keinen Abbruch tut. Ganz im Gegenteil – so muss eine Churrería aussehen und so müssen Churros con chocolate schmecken! Café del Arenal // Arenal 5.

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    {La Alhóndiga}

    Das ehemalige Weindepot, das Philippe Starck zu einem architektonisch beeindruckenden Kultur- und Freizeitzentrum umgebaut hat, birgt neben einer Vielzahl an kulturellen Angeboten auch einige interessante kulinarische Anlaufstellen. Für einen schnellen Lunch bietet sich z.B. das La Florinda an, das in modernem Ambiente und mit offener Küche internationales Fusion Food verspricht. Der Salat mit Burrata und Muhammara ist köstlich, auch der Cheeseburger kann überzeugen. Die benachbarte Hola Bar lädt mit bequemen Sofas zum längeren Verweilen ein und bietet neben einer umfangreichen Mittagskarte auch Pintxos und ein vielversprechendes Frühstück an (von dem wir uns leider nicht mehr selbst überzeugen können). Im Anschluss lässt sich mit vollgeschlagenen Bäuchen herrlich entspannt das kühle Atrium der Alhóndiga erkunden. Dort kann man dessen Architektur bestaunen, von unten in das im zweiten Stock gelegene Glasschwimmbecken schauen, im toll bestückten Kunstshop stöbern, in der umfangreichen Zeitungsauslage der öffentlichen Bücherei blättern oder eine der aktuellen Ausstellungen im Keller besuchen. Absolute Empfehlung! La Alhóndiga // Plaza Atrium 4.

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    {Miu}

    Das Menu del día – das Mittagsmenü – besitzt in Spanien einen besonderen Stellenwert. Viele Restaurants und Cafés bieten um die Mittagszeit (ca. zwischen 13.30 und 15.00 Uhr) unschlagbar günstige drei- bis viergängige Menüs inklusive Getränk an, die man sich keinesfalls entgehen lassen sollte. Ein Restaurant, das aufgrund seines ansprechenden Farbkonzepts bereits von außen auf sich aufmerksam macht, ist das Miu – ein gehobener Japaner gegenüber der Alhóndiga. In die Einrichtung verlieben wir uns sofort – alles ist schlicht, stylish, türkislastig, aber dennoch mit japanischem Touch. Für günstige 10,95€ kann man sich hier sein persönliches Mittagsmenü zusammenstellen – jeder Gang bietet drei Alternativen, davon mindestens eine vegetarische. Die Entscheidung fällt schwer, denn eigentlich klingt alles auf der Karte toll. Letztendlich bekommen wir: Variationen von Algensalaten, vegetarisches Uramaki, Reis mit Kimchi-Gemüse und einen Pflaumen-Bananen-Kuchen mit Zimtjoghurt. Die nicht-vegetarische Version wird ergänzt durch Thunfisch-Uramaki und einem Kräuterlachs mit Sojanudeln. Alles schmeckt richtig, richtig gut und wir bereuen, dass wir nicht noch einen weiteren Mittag hier verbringen können. Miu // Alameda Recalde 45.

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    {Bertón}

    Auch auf Pintxos muss man in Bilbao natürlich nicht verzichten – wir sind ja immerhin im Baskenland und somit mitten in Pintxolandia. Während wir uns in San Sebastián auf viele experimentelle Pintxos eingelassen haben und jedes Mal hin und weg waren, fahren wir in Bilbao mit den klassischen, traditionellen Varianten deutlich besser. Im Bertón z.B. erwarten einen weder Fusionküche noch rauchende Teller, sondern baskische Tapas, wie man sie von einer rustikalen Bar mit Holzstühlen, Kacheln und einer Schinkenschneide-maschine mitten im Raum erwarten würde. Und das ist absolut positiv gemeint! Die Theke hält eine Vielzahl an bodenständigen Pintxos bereit, warme Kleinigkeiten werden auf Zuruf aus der kleinen Küche herausgebracht. Egal, was wir hier probieren, es schmeckt köstlich: Baguette mit Ziegenkäse, getrockneten Tomaten, Membrillo (Quittengelee) und frischen Preiselbeeren, Champiñones a la plancha mit Anchovis-Aioli, Baguette mit Schinken, marinierten Pilzen und Kräutern. Einfach und hervorragend! Berton // Calle Jardines 11.

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    {Kai}

    Diese kleine Bar liegt an den Jardines de Albia, wo sich eine Vielzahl von Bars und Restaurants angesiedelt hat. Am Wochenende ist hier abends die Hölle los und überall pressen sich Trauben von Menschen durch die engen Türen der Bars. Wir haben Glück und finden im Kai einen Platz an der Theke, was sich als ideale Position entpuppt. Denn von hier aus hat man freien Blick auf die riesige Gin-Auswahl (bestimmt 50-60 Flaschen) und kann sich nebenbei noch fachmännisch vom netten Barkeeper beraten lassen. Der Gin-Boom sei in Spanien noch viel heftiger ausgebrochen, als in anderen Ländern, berichtet er und drückt uns eine Flasche des spanischen Nordés Gin in die Hand. Kurz darauf mixt er uns damit einen Gin Tonic, den er mit Fevertree Tonic und halbierten Trauben serviert (der Alkohol für den galicischen Gin wird nämlich aus Trauben gebrannt). Die übersichtliche Auswahl an Pintxos, die auf der Theke steht, strotzt zwar nicht vor Kreativität, doch falls man nach zwei bis drei der vorzüglichen Drinks plötzlich Hunger verspürt, macht man mit Standards wie Ziegenkäsetaschen mit Tomatenmarmelade trotzdem nichts falsch. Kai // Calle Colón de Larreátegui 13.

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    {Café Iruña}

    Ebenfalls an den Jardines de Albia findet man diesen Klassiker Bilbaos. Das Caféhaus besteht seit 1903 und versprüht den Charme einer vergangenen Epoche. Der im maurischen Stil gehaltene Innenraum mit den hübschen Kacheln ist sowohl tagsüber als auch abends mit Besuchern gefüllt. Mit den Pintxos, die auf der Theke stapeln, will man keinen Innovationspreis gewinnen, sondern bedient lieber die Bedürfnisse eines etwas gesetzteren Klientels. Die Auswahl an vegetarischen Speisen ist übersichtlich, doch die Tortilla stellt durchaus zufrieden. Ein besonderes Highlight hält das Café Iruña jedoch für Fleischliebhaber bereit. An einem kleinen separaten Stand am Eingang werden die angeblich besten Grillspieße der Stadt serviert. Über einem Holzkohlegrill gart mit Zitrone und allerlei Gewürzen mariniertes Lammfleisch vor sich hin. Nicht nur Steffen zeigt sich von der Qualität des Fleisches beeindruckt; die Schlange an Menschen, die bis weit auf die Straße dafür ansteht, beweist, dass es sich offensichtlich lohnt, für ein Stück spanische Geschichte anzustehen. Cafe Iruña // Calle Berástegui 4.

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    Wir hoffen, wir konnten euch das Baskenland ein wenig schmackhaft machen. Natürlich kann man dort nicht nur vorzüglich essen, sondern auch die unglaubliche Natur genießen, durch tolle Museen bummeln oder einfach am Strand abhängen. Wir werden bestimmt bald zurückkehren und uns dann vielleicht sogar noch etwas weiter ins Landesinnere wagen (wo es ja ganz tollen Wein und leckeren Käse geben soll).

    Hier gehts zum ersten Teil unseres kulinarischen Reiseberichts aus dem Baskenland (San Sebastián).

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