Mir fehlen die Worte. Seit ein paar Wochen wollen sie weder aus dem Mund herauskommen noch aufs Papier oder besser gesagt auf den Bildschirm rieseln. Die Schreibblockade kenne ich schon, sie besucht mich alle paar Jahre und verfliegt dann irgendwann wieder. Doch diesmal macht sie es sich besonders lange auf der Tastatur gemütlich. Etwas ungünstig, zumal das Schreiben auch Teil meines Jobs ist, aber dank der Gewissheit, dass sie früher oder später wieder abhaut, verkraftbar. Neu und ungewohnt ist allerdings die verbale Blockade, die erst nur ein laues Lüftchen aus mir herauskitzelte und nun ein raues Krächzen, das jede Krähe wie den lieblichsten Singvogel klingen lässt. Die angekratzten Stimmbänder verlangen nach Wärme, und die bekommen sie in Form einer frühlingshaften Bärlauch-Weißwein-Suppe mit Dill und Zitrone.Weiterlesen
Der Winter und wir sind nicht die allerdicksten Freunde. Trübes Wetter, umständliche Kleidung und Wintersport waren noch nie unser Ding. Doch seit etwa zwei Jahren finden wir hin und wieder Gefallen an der Kälte – vorausgesetzt sie bringt richtig dicke Schneemassen, Sonne und die passende Umgebung mit sich. Ein Wellnesshotel zum Beispiel. An einem sonnigen Winterwochenende brechen wir im verschneiten München auf und landen nur eine Stunde später in Garmisch-Partenkirchen, das nach dem winterlichsten Wintereinbruch seit Jahren unter einer dicken Schneedecke begraben liegt. Der Staudacherhofist unser Ziel, denn ein Wochenende voller Genuss, Wellness und Entspannung liegt vor uns. Und das beginnt sofort nach dem Check-in.
Nach der freundlichen Begrüßung an der Rezeption werden wir in die Lounge des Kaminzimmers geführt, wo knisterndes Feuer, zwei Gläschen Sekt und die Aussicht auf drei genussreiche Tage auf uns warten. Im Hintergrund werden gerade die vitalen Mittagsschmankerl und das Kuchenbuffet aufgebaut. Die frühe Anreise lohnt sich allemal, denn die Gäste des Staudacherhofs dürfen sowohl am Anreise- als auch am Abreisetag das volle kulinarische Programm des Hotels nutzen. Dass dieses Angebot gerne angenommen wird, merken wir sofort, denn im Kaminzimmer herrscht reges Gewusel und Stimmengewirr. Nach dem Schneechaos der letzten Wochen freuen sich viele Skifahrer_innen, dass die Pisten rund um Garmisch wieder befahrbar sind, entsprechend gut besucht ist das Hotel an diesem Wochenende. Doch bevor wir uns das Mittagsbuffet aus der Nähe anschauen, wollen wir uns zunächst noch etwas im Hotel umsehen und unser Zimmer beziehen. Weiterlesen
Falls nach der doppelt gebackenen Mandel-Brioche von letzter Woche und den schon etwas länger auf dem Blog wohnenden klassischen Briochesder Eindruck entstanden sein sollte, wir seien briocheverrückt, dann wäre das absolut zutreffend. Aber wie soll man dem buttrig-luftigen Gebäck auch widerstehen, wenn es schon beim Zwischenstopp im Ofen seinen köstlichen Duft verströmt? Wir können es jedenfalls nicht! Und so sind Brioches – egal in welcher Form – fast immer die Stars auf unserem Frühstückstisch, wenn es etwas zu feiern gibt.
Mit dem einfachen Grundrezept für Brioche in der Kastenform seid ihr besonders flexibel. Egal ob ihr die Scheiben frisch mit (noch mehr) Butter, Frischkäse oder Marmelade bestreicht, sie für eine Portion besonders dekadenten French Toast hernehmt oder mit Mandelsirup getränkt nochmals in den Ofen schiebt – ihr werdet nicht enttäuscht werden! Viel braucht ihr nicht für das Rezept, nur starke Arme, sofern ihr den Teig mit dem Handrührer knetet. Aber der Kraftakt lohnt sich! Weiterlesen
Da sind wir nun, mittendrin in der Fastenzeit … und essen Mandel-Brioche. Habt ihr etwas anderes von uns erwartet?! Auch wir treten zwar seit ein paar Wochen etwas kürzer, aber selbst auferlegter Komplettverzicht war noch nie mein Ding. Hm ja, und in diesem Moment merkt die Vegetarierin, was sie hier eigentlich schreibt … Allerdings hat sich der Verzicht auf Fleisch und Fisch für mich nie wie ein solcher angefühlt, denn ich vermisse nichts und fühle mich dadurch nicht eingeschränkt. Beim Gedanken daran, die Fastenzeit zu nutzen, um komplett auf Kohlenhydrate oder Süßes zu verzichten, wird mir dagegen schwindelig, und von den vielen Vorsätzen, die mir seit Tagen auf Instagram und Co. um die Ohren wirbeln, noch viel mehr. Detox, Saftkur, Low Carb, zuckerfrei, kaffeefrei – Hauptsache Challenge, Hauptsache clean. Hauptsache ohne Genuss? Weiterlesen
Nach mehreren langen USA-Urlauben haben wir vermutlich mehr amerikanische Städte besucht, als ähnlich große Orte in Deutschland. Dabei gibt es auch hierzulande so viel zu entdecken. Zumindest denken wir uns das jedes Mal, wenn wir auf der Autobahn an einem dieser braunen Hinweisschilder (auf Amtsdeutsch: „touristische Unterrichtungstafeln“) vorbeifahren, die auf Sehenswürdigkeiten oder Besonderheiten einer Stadt oder Region aufmerksam machen. Eines dieser Schilder, das wir schon zig Mal passiert haben, steht an der A5. „Fächerstadt Karlsruhe“ prangt darauf, doch was genau Karlsruhe eigentlich zur Fächerstadt macht, haben wir dann doch nie weiter hinterfragt.
Bis jetzt. Denn im November nehmen wir endlich die Abfahrt, die uns in die Karlsruher Innenstadt führt. Wir verbringen ein kulinarisches Wochenende in Karlsruhe, an dem wir neben gutem Essen und köstlichen Drinks so viel von der Stadt sehen, dass wir ihr gleich zwei Beiträge widmen möchten. Über unsere kleine Food-Tour lest ihr hier ein andermal, einen ersten Eindruck von der Stadt in Baden-Württemberg bekommt ihr aber jetzt schon. Und natürlich erfahrt ihr auch, was Karlsruhe eigentlich zur Fächerstadt macht. Weiterlesen
Ihr habt sie sicher auch, diese Go-to-Rezepte, die immer dann zum Einsatz kommen, wenn man entweder völlig ideenlos oder faul ist, keine Lust oder – noch viel häufiger – keine Zeit zum Kochen hat. Dann, wenn man auf Nummer sicher gehen will, dass das, was man gleich auf dem Teller haben wird, auch wirklich schmeckt. Diese Gerichte, bei denen einfach nichts schiefgehen kann, weil man das Rezept schon hundertmal gemacht hat oder es so simpel ist, dass es sich quasi von selbst kocht. Das Wintergemüse aus dem Ofen mit Kapern-Zitronen-Vinaigrette ist so ein Kandidat. Über die Idee, Ofengemüse mit einer säuerlichen Vinaigrette zu beträufeln, sind wir irgendwann bei Ottolenghi gestolpert. Wobei Idee fast schon zu viel gesagt ist, denn im Grunde ist das Rezept so einfach, dass es fast schon ein bisschen peinlich ist, es auf einem Foodblog zu veröffentlichen. Und genau das macht es zum perfekten Feierabendgericht. Weiterlesen
Nachdem das letzte Jahr stressig zu Ende ging, hat sich 2019 bisher zurückgehalten und ist vorläufig nicht daran interessiert, mir schon vor dem 40. Geburtstag ein Magengeschwür zu verpassen. Zwar passiert gerade eine ganze Menge, wir waren schon wieder ein Wochenende unterwegs, das erste Konzert wurde besucht und im neuen Job wächst die Liste der (spannenden) Projekte schon bis ins Jahr 2020 hinein, aber es fühlt sich alles entspannter an, als noch vor zwei Monaten. Jetzt müsste ich meinem Körper nur noch verklickern, dass er endlich aufhören soll, mich mit Erkältungen zu ärgern. Ich kann mir definitiv Besseres vorstellen, als zum dritten Mal innerhalb weniger Monate die Wohnung mit Tuberkulose-style-Hustenanfällen zu beschallen.
Aber vielleicht fehlen mir ja einfach die Vitamine! Also muss neben viel Tee eine Geheimwaffe aus dem letzten Jahr ran. Bereits im letzten Frühjahr haben wir einen dampfenden Teller Pasta mit Cedri, Minze und Cashew fotografiert, gerade noch rechtzeitig, bevor unsere Kamera den Geist aufgegeben hat und zur Reparatur musste. Weiterlesen
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Da denkt man, das Jahr hätte so schleichend begonnen und man selbst nicht viel abseits des Winterschlafs erlebt, und doch kommt in diesem Monatsrückblick einiges zusammen, das zeigt, dass wir doch nicht nur faul auf dem Sofa geschlummert haben. Na gut, ein Lokal schummelt sich hier rein, das wir schon in der Vorweihnachtszeit besucht haben, aber da der letzte Monatsrückblickschon ein Weilchen zurückliegt, sei uns das verziehen. Weiterlesen