Im Februar hatte ich mich schon gefreut, dass 2019 weniger stressig daherkommt als das letzte Jahr. Doch die Freude war wohl etwas verfrüht, denn gefühlt jagt seitdem ein Termin den anderen. Da ist der eigentlich noch recht frische Job, der sich inzwischen bereits ganz schön routiniert anfühlt und viele spannende und herausfordernde Projekte mitbringt, doch gleichzeitig ziemlich viel Energie zieht. Dazu kommen zahlreiche private Termine, die es unterzubringen gilt – hier mal ein sonniges Hochzeitswochenende bei der Familie in Hessen, da mal der ein oder andere lange Abend in schwitzigen Clubs, um die Emo-Helden meiner Jugend endlich (noch einmal) live zu erleben. Und irgendwo dazwischen ruft der Blog nicht ganz leise nach Aufmerksamkeit und möchte weiterhin gefüllt werden mit zig gedanklich bereits umgesetzten Rezeptideen, die sich mit unfertigen Reiseberichten um die nächste Veröffentlichung streiten. Weiterlesen: Sommerliches Comfort Food: Erdbeer-Spinat-Quesadilla mit Mozzarella und Erdbeer-Pistazien-Salsa
Wenn mich jemand fragt, was für mich Heimat bedeutet, muss ich lange überlegen. Ist es der kleine mittelhessische Ort, in dem ich aufgewachsen bin? Dort, wo ich laufen gelernt, im Garten meiner Großmutter gespielt und 19 Jahre meines Lebens verbracht habe? Oder doch eher Marburg, wo unsere erste eigene und gleichzeitig gemeinsame Wohnung lag? Die acht Jahre dort beginnen allerdings schon zu verblassen gegenüber der Zeit in München, wo inzwischen neun Jahre an uns vorbeigeflogen sind und das zehnte begonnen hat. Aber München und somit Bayern Heimat nennen? Das fühlt sich irgendwie komisch an. Also ist Heimat vielleicht gar kein richtiger Ort. Vermutlich denke ich zu klein. Ist Hessen meine Heimat? Oder Deutschland? Oder Europa? Vielleicht ist es auch einfach ein Gefühl, das sich manchmal einstellt – und was kann schon besser Gefühle hervorrufen als Essen?!
Tatsächlich erinnert mich kaum etwas mehr an die Zeit in Hessen als ein großer Teller Grüne Soße (okay, außer Apfelwein vielleicht, aber damit sind auch eher unschöne Jugenderinnerungen verbunden …). Ich denke sofort an den großen Esstisch im Haus meiner Mutter, an dampfende Schüsseln mit Pellkartoffeln. Ich denke an die beiden kläglich gescheiterten Versuche, das geliebte Gericht als Band-Catering bei Konzerten zu etablieren, und an die verwirrten Gesichter der dänischen Indie-Band, die sich wohl fragten, warum die komischen Deutschen nichts Warmes zum Abendessen servieren können. Ich denke an den Umzug nach München, bei dem wir die Helfer_innen mit Grüner Soße aus einer riesigen Schüssel verpflegt haben, oder an einen Ausflug vor die Kamera, bei dem eine Hommage an die Grüne Soßeentstanden ist. Ja, für mich liegt die Heimat wohl auf dem Teller – nicht ganz unpraktisch, denn so bin ich nicht an einen Ort gebunden. Überall dort, wo die sieben Grüne-Soße-Kräuter aufzutreiben sind, begegne ich einem Stück Heimat, das sofort für ein wohliges Gefühl sorgt. Weiterlesen: Zum Grüne-Soße-Tag: Grüne-Soße-Pasta mit Räuchertofu
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Zwischen sonnigen 27 Grad und frostigem Schnee war im April einiges los. Das sonnengetränkte Osterwochenende haben wir genutzt, um ein paar neue und alte Ecken Münchens und der Umgebung kennenzulernen. Auch spannende kulinarische Neuentdeckungen kamen dazu sowie ein paar alte Bekannte, die gleich noch mal besucht wurden, weil es uns so gut geschmeckt hat. Unsere (nicht nur) kulinarischen April-Highlights aus München und Umgebung findet ihr in diesem Monatsrückblick. Weiterlesen: Was bisher geschah: April 2019 – Wermut with a view in der M’Uniqo Rooftop Bar, Beer-Pairing im Bapas und Mini-Burger im kleinen Flo
Ich war in Chicago und habe KEINE Deep Dish Pizza gegessen. So, jetzt ist es raus. Dafür eine Menge andere Dinge. Vor einiger Zeit habe ich euch bereits nach Chicago mitgenommen und über meine Sightseeing-Highlights, Museumsbesuche, Abenteuer im Theater und die beeindruckende Architektur geschrieben. Wenn ich die Bilder anschaue, würde ich am liebsten sofort wieder in den Flieger steigen – die Stadt hat mir unglaublich gut gefallen. Das lag natürlich auch am Essen, denn wie ihr euch vorstellen könnt, hat so eine riesige Metropole einiges zu bieten. Ich hatte im Vorfeld genügend Restaurants, Cafés und Bars herausgesucht, um gleich mehrere Wochen in Chicago verbringen zu können. Vor Ort treffe ich auf eine bunte Mischung aus verschiedensten Stilen und Länderküchen, vom schnellen Hot Dog zwischendurch über unglaubliche mexikanische Tacos bis zu BBQ in derartig guter Qualität, die man nur in den Südstaatenerwarten würde. Verpasst habe ich wie gesagt DIE Spezialität der Stadt: die Deep Dish Pizza. Welche die beste ist, daran scheiden sich die Geister, und ich werde meine Bewertung wohl auf den nächsten Besuch verschieben müssen. Teil drei meiner Chicago-Trilogie widmet sich übrigens ganz und gar dem Bier, ich habe einfach zu viele tolle Läden besucht, als dass die Bier-Tipps hier noch Platz gefunden hätten. Meine kulinarischen Highlights in Chicago könnt ich nun aber schon einmal nachlesen. Weiterlesen: Kulinarisch durch Chicago: Tacos, Pancakes und Metal-Burger
Vor Kurzem bin ich für den not so urban-Podcast von Andreas Allgeyer interviewt worden und durfte dort unter anderem über den Foodblog sprechen. Dabei habe ich erzählt, dass unser Blog – gerade wenn man ihn chronologisch liest – gut unsere kulinarischen Vorlieben und deren Entwicklung widerspiegelt. Als wir den Blog vor über sieben Jahren starteten, posteten wir beispielsweise recht viele Cupcake-Rezepte. Klar, das war damals ein Modeding, davon übrig geblieben ist jedoch nicht viel mehr als eine große Kiste mit Papierförmchen, Zuckerperlen und anderem Dekogedöns. Auch im Urlaub reizen sie uns nicht mehr besonders, wir greifen lieber zu Donuts, Eis-Mochis und Co.
Dass wir große Frühstücksfans sind, dürfte wohl mittlerweile so ziemlich jede_r mitbekommen haben. Bereitwillig lassen wir uns von einer Mandel-Brioche einlullen, geraten ins Schwärmen, wenn wir nur an Shakshukadenken, lassen für ein perfektes French Toast jedes 5-Gang-Menü stehen und geben im Urlaub regelmäßig kleine Unsummen für Frühstücksgelageaus. Ja, sogar ein eigenes Hashtag haben sich unsere Frühstückseskapaden erobert. Doch wenn es nach mir geht, darf ganz oben an der Spitze der Frühstückspyramide nur ein Gericht alleine thronen, das Granola, Waffeln, Eggs Benedict und Co., so köstlich sie auch sind, in den Schatten stellt: Pancakes. Und da das Osterwochenende vor der Tür steht und somit gleich vier freie Tage genügend Raum für ausgedehnte Frühstücksorgien bieten, haben wir kurzerhand gleich zwei unserer Lieblingsgerichte miteinander vereint und lassen luftige Pancakes auf Carrot Cake treffen. Weiterlesen: Osterfrühstück: Carrot Cake Pancakes
Ihr plant einen Städtetrip nach Karlsruhe? Prima! Einen ersten Überblick über die Sehenswürdigkeiten der badischen Landeshauptstadt und unsere persönlichen Highlights habt ihr schon in unserem ersten Beitrag erhalten. Nun widmen wir uns den Cafés, Restaurants und Bars der Stadt und zeigen euch, wo wir in Karlsruhe besonders gut gegessen und getrunken haben. Da das Frühstück in unserem Hotel inkludiert ist, starten wir unseren zweitägigen kulinarischen Streifzug durch Karlsruhe erst mittags. Wir besuchen Märkte und Cafés, werfen einen Blick hinter die Kulissen einer bekannten Karlsruher Brauerei, probieren uns in den Restaurants der Stadt durch Sushi, Dry-Aged-Fleisch und lokale Spezialitäten und lernen schließlich Karlsruhes moderne Barszene etwas besser kennen. Weiterlesen: Ein kulinarischer Streifzug durch Karlsruhe – Cafés, Restaurants, Bars
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Der Schneeterror der ersten Wochen des Jahres scheint überwunden und wir konnten im März bereits den ein oder anderen sonnigen Frühlingstag im Freien genießen. Bei uns war wieder eine Menge los, kein Wunder, dass die Zeit im Nu verfliegt. Gleich zweimal war ich beruflich in Berlin und konnte immerhin etwas Zeit finden, um zwei Orte zu besuchen, die schon eine Weile auf unserer kulinarischen To-Do-Liste standen. Zum ersten Mal seit mehreren Jahren haben wir die Finest Spirits ausfallen lassen – irgendwie hatten wir diesmal nicht das Gefühl, große Neuerungen auftun zu können. Mal schauen, ob der Schnapsdurst im nächsten Jahr wieder größer ist. Dafür war der Besuch der Braukunst ein großer Spaß, auch dank der netten Runde mit Britta, ihrem Mann und Björn. Zwischendurch gab es noch Einblicke in die vietnamesische Küche (wie ihr ein besonders schönes neues Länderküchen-Kochbuch gewinnen könnt, lest ihr weiter unten) und argentinischen Wein – irgendwie auch passend, denn im Mai fliege ich beruflich für einige Tage nach Buenos Aires, um dort einen Workshop für argentinische Gedenkstätten zu halten. Immerhin drei Tage habe ich Zeit für private Unternehmungen – wer also Tipps für die Stadt hat, immer her damit! Ansonsten sind wir gedanklich schon einen Kontinent weiter, denn im Oktober geht es für uns zum ersten Mal nach Asien. Drei Wochen werden wir durch Japan reisen, die Route ist zusammengestellt, die Planung beginnt allmählich, und wir können es jetzt schon kaum erwarten. Auch hier sind Tipps natürlich willkommen. Weiterlesen: Was bisher geschah – Februar/März 2019: Biertrends 2019, moderne asiatische Köstlichkeiten im Shimai & das Geheimnis der vietnamesischen Küche (+ Verlosung)
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