In diesem Jahr sind wir vorbereitet. Anstatt wie in den Jahren zuvorkopflos über die Braukunst Live! zu laufen und einfach alles zu probieren, was spannend klingt, gehen wir systematisch vor. Dank der Bierliste, die auf der Webseite der Braukunst Live!veröffentlicht wurde, können wir schon im Vorfeld der Biermesse eine Auswahl treffen und uns mit einem A3-Zettel bewaffnet ins Getümmel stürzen. Über 60 Biere haben wir vorgemerkt – ein ambitioniertes Vorhaben, das wir am Ende (zum Glück) nicht ganz schaffen. Nichtsdestotrotz ertrinken wir uns gemeinsam mit Björn von happy plate einen guten Überblick und werden ein paar unserer neuen Lieblingsbiere mit euch teilen.
Während andere sich um diese Jahreszeit bemühen, dem Winter langsam zu entkommen und wild dem Frühling, Ostern und dem ersten Bärlauch zujubeln, stecke ich schon wieder mitten in der Vorweihnachtszeit und umgebe mich mit Glühwein, Lichterketten und Bratäpfeln. Der lange Vorlauf, den Buchprojekte benötigen, bringt nicht selten ein antizyklisches Arbeiten gegen die Jahreszeiten mit sich. Der Winter beginnt für mich also noch mal von vorn – ein bisschen deprimierend, sehne ich doch gerade nichts so sehr herbei wie Frühlingsduft, Sonnenstrahlenund die erste Spargelpasta. Was ich brauche, sind sonnige Gedanken, und die fließen am besten, wenn sich ein ebenso sonniges Stück Kuchen auf meinem Teller befindet – mit Blutorangen, Blutorangen-Curd und Blutorangenkaramell. Na, erkennt ihr ein Muster? Weiterlesen: Kontrastprogramm: Blutorangentarte mit Orangenkaramell
Tief hinten in der Speisekammer steht ein Karton, den wir viel zu selten öffnen. Darin versteckt: unsere Nudelmaschine. Monatelang wird sie vernachlässigt, bis irgendwann die Lust auf frische Pasta (die bei uns eigentlich allgegenwärtig ist) nicht mehr ignoriert werden kann. Dann verkneten wir Mehl, Hartweizengrieß, Öl und ein paar wenige andere Zutaten, kurbeln was das Zeug hält und ärgern uns! Wir ärgern uns darüber, dass wir uns nicht viel öfter die Zeit nehmen, Ravioli, Tortellini, Bandnudeln und Konsortenselbst zu machen, denn im Grunde braucht es nicht viel – weder an Zutaten noch an Zeit – und der Nudelteig ist blitzschnell zubereitet. Etwas aufwendiger gestaltet sich das Ganze, wenn man, wie wir, auf gefüllte Pasta steht und dem Nudelteig farblich etwas auf die Sprünge helfen will. Wir haben die Grautöne des Winters satt und wollen Farbe auf den Teller bringen. Weiterlesen: Winterpasta: Rote-Bete-Ravioli mit Ziegenkäse in Thymianbutter
Es ist kurz nach 7 Uhr morgens, als ich in Bademantel und -schlappen gekleidet leise durch die Gänge schlurfe. Das halbe Hotel schläft noch – kein Wunder, denn draußen ist es noch dämmrig und die kühle, klare Bergluft hier im „Luftkurort“ Ramsau sorgt für einen guten Schlaf. Ein kleiner Kälteschock begrüßt mich, als ich die Tür nach draußen öffne. 1 °C Außentemperatur – in mein Mäntelchen gehüllt und mit nackten Beinen fühlt es sich eher nach Minusgraden an und kurz zweifle ich an meinem Vorhaben. Doch unsere goldene Regel besagt: Jeder Pool eines Hotels muss beschwommen werden! Auch im Winter, auch bei Schnee! Augen zu und durch, denke ich, hole tief Luft, um sie dann anzuhalten, und werfe den Bademantel ab. Blitzschnell tippel ich in Richtung des türkisblauen Wassers, das mich bereits von unserem Balkon aus angelacht hat. Hoffentlich schaut mir keiner zu, wie ich Frostbeule hier herumhusche, denke ich, doch dann bin ich schon im beheizten Außenpool und alles ist vergessen. Wärme umhüllt mich, vor mir steigt Dampf in die kalte Winterluft auf und während der Nebel die umliegenden Bergspitzen umspielt und die Sonne zwischendurch hervorblitzen lässt, schwimme ich in den Tag hinein. Besser hätte mein Morgen im Berchtesgadener Land, hier im Berghotel Rehlegg, nicht beginnen können! Weiterlesen: Zwischen Königssee und Zauberwald: Winter und Wellness im Berchtesgadener Land im Berghotel Rehlegg
Eigentlich standen unsere Urlaubspläne für die erste Jahreshälfte längst fest. Estland und Finnland sollten es im Frühsommer werden. Wir wollten die Füße in die Ostsee halten, die Biere von Põhjala direkt an der Quelle probieren, in einer rustikalen Holzhütte am See schlafen und uns die Beine von Mücken zerstechen lassen. Doch dann kamen New York und zwei unverschämt günstige Flüge dazwischen. Nun gut, wenn es das Schicksal so will, besuchen wir unsere Lieblingsgroßstadtim Mai eben zum dritten Mal. Schon jetzt können wir es kaum erwarten und haben genug Bars, Restaurants und Museen markiert, um locker mehrere Wochen dort verbringen zu können. Dementsprechend früh müssen wir damit anfangen, unsere Wissenslücken in Sachen amerikanischer Küche zu schließen, um zu eruieren, welche New Yorker Must-eats wir vor Ort unbedingt probieren sollten. Ganz oben auf unserer Liste steht dabei ein Gebäck, das idealtypisch für New Yorks Geschichte als kulinarischer Schmelztiegel steht: Knishes. Weiterlesen: New York Streetfood: Knishes mit Süßkartoffelfüllung
Rosenkohl roh essen? Aber unbedingt! In unserem rohen Rosenkohlsalat kombinieren wir süßen Apfel, geröstete Haselnüsse und knusprige Parmesanchips mit dem grünen Wintergemüse. Das Ergebnis: ein frischer, knackiger vegetarischer Wintersalat, der sogar Rosenkohlskeptiker*innen überzeugt. Roh und hauchdünn geschnitten behalten die Rosenkohlblätter ihre Nährstoffe und entfalten ihr nussiges Aroma.
Zugegeben: Bis vor Kurzem hätte ich nie gedacht, dass wir auf diesem Foodblog jemals ein Rezept mit Rosenkohl posten würden. Wenn ich ein Gemüse verabscheue, dann ist es Rosenkohl! Das dachte ich zumindest die letzten 37 Jahre. Bis ich im letzten Jahr den Mut hatte, in einer lauen Frühlingsnacht in New Orleanseinen Salat mit rohem Rosenkohl zu bestellen. Mit Jazz im Ohr und dem zweiten Weinglas vor mir – was sollte da schon schiefgehen? Nichts, wie sich zeigte! Denn in roher Form und ganz fein geschnitten (psychologisch übrigens sehr wirksam, das ungeliebte Gemüse bis zur Unkenntlichkeit zu zerkleinern!) fand ich die Rosenkohlblätter plötzlich sogar ziemlich gut. Kein Vergleich zu den verkochten, bitteren Bällchen, die ich aus meiner Kindheit kannte – den penetranten Geruch, der durch das Haus zog, wenn meine Oma Rosenkohl kochte, habe ich heute noch in der Nase. Den rohen Rosenkohlsalat fand ich sogar so gut, dass ich mich selbst an ein Rezept wage. Herausgekommen ist dieser köstliche Wintersalat mit rohem Rosenkohl, Apfel, gerösteten Haselnüssen und Parmesanchips. Weiterlesen: Saisonal schmeckt’s besser: Winterlicher Salat mit rohem Rosenkohl, Apfel und Parmesanchips
Nach der Feiertagsvöllerei der vergangenen Wochen, die mal mehr, mal weniger Käse, Zucker und Alkohol sowie aufwendige Kocheskapaden beinhaltete, kehrt hier im Januar wieder etwas Ruhe ein. Statt Ausschlafen sind frühes Aufstehen und (oft vergebliches) Hoffen auf die Pünktlichkeit der Münchner S-Bahn angesagt. Auch in der Küche darf es am Jahresanfang wieder schneller und unkomplizierter zugehen. Und wenn ein ganz einfaches Gericht es dann noch schafft, einen bunten Hauch Fernweh in den grauen deutschen Winter zu bringen, umso besser! Unser orientalischer Milchreis duftet und schmeckt nach Zimt und Kardamom, wird mit Datteln und Dattelsirup (ein letztes Überbleibsel aus Tel Aviv) gesüßt und von knackigen Pistazien gekrönt. Das Ganze funktioniert natürlich auch als Nachtisch, doch bei uns kommt Milchreis immer als vollwertige Mahlzeit auf den Tisch. Weiterlesen: Ein Löffelchen Fernweh: Orientalischer Milchreis mit Datteln, Pistazien und Kardamom
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