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    Gebacken, Gekocht

    Fleischlos glücklich: Vegetarischer Burger mit Mango-Tomaten-Koriander-Salsa

    Vegetarischer Burger mit Mango-Tomaten-Koriander-Salsa-Rezept-2

    Auf dem Foodbloggercamp in Reutlingen habe ich (wie bereits berichtet) eine Burger-Session angeboten. Da ich nicht nur über Fleisch-Burger reden wollte, hatte ich im Vorfeld ein wenig herumexperimentiert und unser altes Rezept für vegetarische Patties (Achtung, Gruselfotos!) optimiert. Während beim Standardpatty der Geschmack idealerweise direkt aus dem Fleisch kommen sollte und man nur ein wenig Salz und Pfeffer fürs Feintunig benötigt, muss man bei veganen und vegetarischen Bratlingen für eine ordentliche Geschmacksexplosion etwas tiefer in die kulinarische Trickkiste greifen. Ich habe als Basis also eine kräftige Zwiebelsuppe gekocht und zudem eine halbe Aubergine mit Pilzen im Ofen gegrillt. Überhaupt ist es wichtig, bei der Auswahl der Zutaten darauf zu achten, dass am Ende auch eine ansprechende Textur entsteht. Zusätzlich wurden also Walnüsse, eine geraspelte Möhre und grob zerdrückte Kichererbsen zur Burger-Masse gegeben, was einen guten Kontrast zur weichen Konsistenz der Aubergine bildet. Haferflocken, Semmelbrösel und Hartweizengrieß dienen als Bindemittel, sollten aber nicht dominieren, da sonst das Patty zu trocken wird. Die fertige Mischung hält super zusammen, hat ordentlich Biss und ist schön saftig!

    Mithilfe von Kräutern oder Gewürzmischungen kann jetzt noch an der Geschmacksschraube gedreht werden, je nachdem, wie der Belag für die Burger aussehen soll. Bei uns kam eine Mango-Tomaten-Koriander-Salsa zum Einsatz, die man eigentlich am liebsten pur aus der Schüssel löffeln würde und auch schon beim Foodbloggercamp gut ankam. Als Soße eignet sich in diesem Fall der Klassiker Tomatenketchup oder eine schnelle Guacamole – beides passt prima zur Salsa. Am Ende noch ein wenig Salat dazu, und fertig ist ein saftiger, fruchtig-exotischer vegetarischer Burger.

    Vegetarischer Burger mit Mango-Tomaten-Koriander-Salsa-Rezept-3

    Vegane Burger-Patties (für 4 Stück):

    1/2 Aubergine (ca. 160 g)
    100 g Pilze
    1 kleine Zwiebel
    1 Knoblauchzehe
    50 ml Weißwein
    50 ml Gemüsebrühe
    1 kleine Möhre (ca. 80 g)
    70 g Kichererbsen
    40 g Walnüsse
    2 EL gehackte Kräuter (z.B. Koriander, Minze, Petersilie)
    35 g Haferflocken
    25 g Hartweizengrieß
    2 EL Semmselbrösel
    Olivenöl
    Salz, Pfeffer

    1. Den Ofen auf 200°C vorheizen. Aubergine waschen und halbieren, die Pilze putzen, beides großzügig mit Olivenöl bestreichen und im Ofen ca. 30 Min. garen.

    2. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen, die Zwiebel in dünne Viertelringe schneiden und den Knoblauch hacken. Reichlich Olivenöl in einem kleinen Topf geben und Zwiebeln und Knoblauch bei mittlerer Hitze braten, bis sie Farbe angenommen haben (ca. 8-10 Min.). Mit 1/2 TL Salz bestreuen, mit Weißwein ablöschen, kurz einkochen lassen und dann die Gemüsebrühe dazuschütten. Etwa 15 Min. bei kleiner Hitze köcheln lassen, bis die Flüssigkeit leicht sämig eingekocht ist.

    3. Die Möhre schälen und grob raspeln. Die Kichererbsen mit einer Gabel grob zerdrücken, Walnüsse und Kräuter hacken. Zusammen mit den Haferflocken und dem Hartweizengrieß in eine Schüssel geben.

    4. Aubergine und Pilze aus dem Ofen holen, kurz abkühlen lassen. Die Pilze klein schneiden. Die Aubergine häuten und klein hacken, sodass sie schön matschig wird. Alles zusammen mit den Semmelbröseln zu den restlichen Zutaten geben und gut verrühren. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren – kalt lassen sich die Patties besser formen.

    5. Aus der Masse 4 Patties formen (nicht zu dünn, sonst fallen sie auseinander) und in einer beschichteten Pfanne ordentlich Olivenöl erhitzen. Die Patties von jeder Seite ca. 4 Min. anbraten. Ggf. nach dem Wenden mit einer Scheibe Käse belegen.

    Tipp: Der Geschmack der Patties kann zum Schluss ganz einfach an den jeweiligen Burger-Belag und den eigenen Geschmack angepasst werden. Mit etwas Zatar oder Harissa bekommt die Masse z.B. eine nordafrikanische Note, mit Sojasoße nähert man sich der asiatischen Küche an.

    Vegetarischer Burger mit Mango-Tomaten-Koriander-Salsa-Rezept-1

    Mango-Tomaten-Koriander-Salsa (für 4-6 Burger):

    1/2 geschälte Mango
    1 kleine rote Zwiebel
    2 mittelgroße Tomaten
    ca. 1/2 frische rote Chili
    Saft von einer Limette
    1 große Handvoll Koriander
    Salz, Pfeffer

    Mango, Zwiebel und Tomaten klein schneiden und in eine Schüssel geben. Je nach gewünschtem Schärfegrad Chili fein hacken und zusammen mit dem Limettensaft unterrühren. Den Koriander waschen, hacken und zur Salsa geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

    Als Brötchen kamen diesmal die Brioche-Buns von HighFoodality zum Einsatz, für die Uwe ein Rezept von Smitten Kitchen adaptiert hat. Die Brötchen haben einen feinen, leicht süßlichen Geschmack, sind fest genug, um die ganzen Soßen und Säfte eines Burgers aufzunehmen und lassen sich im Übrigen auch noch super einfrieren.

    Vegetarischer Burger mit Mango-Tomaten-Koriander-Salsa-4

    Zum Schluss noch ein Hinweis für alle FreundInnen der Burger-Kultur in München: Blog’n’Burger kommt an die Isar und am 27. Mai findet im Hard Rock Cafe die Premiere statt. Wer auch in Zukunft informiert bleiben und sich seinen Platz sichern möchte, sollte den Twitter-Kanal gut im Auge behalten, denn in wenigen Tagen geht es los mit der Platzvergabe!

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    Schmeckt gar nicht nach Oma: Eierlikör mit weißer Schokolade und Vanille

    Eierlikör mit weißer Schokolade Rezept Feed me up before you go-go

    Na, habt ihr euren Cholesterinspiel über die Ostertage in ungeahnte Höhen getrieben und könnt jetzt keine Eier mehr sehen? Das hoffe ich nicht, denn ich hätte da ein Geständnis zu machen: Ich habe noch NIE Eierlikör probiert. Zumindest nicht in purer Form. Im Kuchen oder auf dem Pfannkuchen ist mir der Omalikör zwar ab und zu schon begegnet, aber zu einem Zusammentreffen im Glas kam es bisher nie. Warum auch? In meiner Vorstellung hatte Eierlikör immer einen üblen Beigeschmack von Gelsenkirchener Barock, Kegelverein und verstaubter Hausbar. Doch neugierig, wie der hellgelbe Likör wohl genau schmecken würde, war ich trotzdem. Also wurden eines Nachmittags ein paar wenige Zutaten zusammengerührt, das Ursprungsrezept leicht abgeändert und mit etwas weißer Schokolade aufgepimpt und in kleine Flaschen abgefüllt. Deren Pegel sinkt seitdem stetig, denn unser erster selbst gemachter Eierlikör mit weißer Schokonote schmeckt so lecker und cremig (und gar nicht nach Oma!), dass mit jeder Öffnung des Kühlschranks Augen und Hand schon in Richtung Flasche zucken. Houston, wir haben ein Likörproblem!

    Eierlikör mit weißer Schokolade Rezept Feed me up before you go-go

    Eierlikör mit weißer Schokolade und Vanille (für ca. 1 Liter):

    1 Vanilleschote
    400 ml Sahne
    100 g weiße Schokolade
    8 Eigelb
    180 g Puderzucker
    200 ml Wodka

    1. Die Vanilleschote aufschneiden und auskratzen. Mark und Schote zusammen mit der Sahne in einen Topf geben und erwärmen. Ca. 10 Min. ziehen lassen, aber nicht aufkochen. Die Schokolade in der Zwischenzeit grob hacken. Die Vanilleschote aus der warmen Sahne entfernen, die Schokolade hineingeben und unter Rühren schmelzen lassen. Dann vom Herd nehmen.

    2. Eigelb mit dem Puderzucker vermischen und im Wasserbad schaumig schlagen. Die Eimasse sollte dabei nicht über 40°C erhitzt werden, sonst beginnt das Ei zu stocken. Die Schoko-Vanille-Sahne unter die Eimasse rühren und den Wodka löffelweise hinzufügen. Wenn die Masse cremig wird, vom Wasserbad nehmen. In gut verschließbare und vorher ausgekochte Flaschen füllen. Im Kühlschrank hält sich der Likör etwa zwei Wochen. Bei unserem derzeitigen Verbrauch aber ganz sicher nicht länger als eine.

    Ich könnte mit den Eierlikör mit weißer Schokolade auch gut in Pralinenform vorstellen. Wie ist denn euer Verhältnis zu Eierlikör? Lahme Omaplörre oder köstliches Retrogesöff?

    PS: Falls ihr euch selbst noch ein verspätetes Ostergeschenk machen wollt, nehmt doch an unserem Gewinnspiel teil, denn bis zum 29.04. könnt ihr bei uns ein Exemplar von Ducasse Nature* gewinnen!

    Hinweis: Bei den mit Sternchen (*) markierten Links handelt es sich um Werbelinks. Wenn ihr etwas darüber bestellt, erhalten wir eine kleine Provision, für euch ändert sich der Preis aber natürlich nicht.

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    Blogger schenken Lesefreude: "Ducasse Nature" und Zucchini-Pizza mit getrockneten Tomaten und Ziegenkäse {Give-Away}

    Ducasse Zucchini-Pizza_Rezept-1

    23. April, Welttag des Buches – so ein Datum geht an einem literaturaffinen Haushalt natürlich nicht unbeachtet vorüber. Umso schöner also, dass Dagmar und Christina mit ihrer wunderbaren Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ auch in diesem Jahr wieder die Lust am Lesen zelebrieren. Rund 1000 literatur- und buchbegeisterte BloggerInnen verlosen heute im Rahmen dieser Aktion ausgewählte Bücher – von Romanen über Ratgeber bis hin zu Kochbüchern ist dabei so ziemlich alles vertreten. Stöbert doch mal in der Liste der teilnehmenden Blogs, bestimmt ist auch für euch das eine oder andere interessante Buch dabei. Auch wir stehen natürlich nicht mit leeren Händen vor euch und ändern den Titel der Aktion kurzerhand in „Blogger schenken Lese- UND Gaumenfreude“. Von uns bekommt ihr nicht nur ein Buch, sondern auch gleich ein Rezept daraus für eine leichte, krosse Zucchini-Pizza mit getrockneten Tomaten und Ziegenkäse.

    Ausgesucht haben wir uns für die schöne Aktion zum Welttag des Buches ein Kochbuch, dessen kleine Deutschlandtour ihr in den letzten Wochen vielleicht mitverfolgt habt. Bis zum 29.04. könnt ihr bei uns ein Exemplar des brandneuen Kochbuchs von Alain Ducasse „Ducasse Nature gewinnen, das gerade ganz frisch im Hädecke Verlag erschienen ist. Wir durften den netten Franzosen bereits vorab zu uns nach München einladen und mit ihm gemeinsam kochen. Neben einer Zucchini-Pizza mit knusprig-leichtem Teig, konnte uns der französische Sternekoch mit einem leckeren Trockenfrüchte-Chutney für sich und seine Rezepte begeistern. Wenn ihr euch noch unsicher seid, ob „Ducasse Nature“, das überraschend unfranzösisch und mit erstaunlich vielen vegetarischen Rezepten daherkommt, wirklich in eure Küche passt, dann schaut doch mal hier: letzten Monat haben wir bereits ausführlich über das Buch berichtet. Wie ihr ein Exemplar des schwergewichtigen Franzosen gewinnen könnt, erfahrt ihr weiter unten. Hier nun aber erst mal ein kleiner kulinarischer Vorgeschmack.

    Ducasse Zucchinipizza mit getrockneten Tomaten und Ziegenkäse-1

    Zucchini-Pizza mit getrockneten Tomaten und Ziegenkäse (für ca. 2 Personen):

    Für den Teig

    ¼ Päckchen Trockenhefe
    2 EL Wasser
    145 g Weizenmehl
    ½ TL Salz
    1 TL Olivenöl

    Für den Belag

    4 Zucchini
    1 rote Zwiebel
    ca. 40 Blätter Basilikum
    1 Knoblauchzehe
    1 EL Olivenöl
    1 Thymianzweig
    ½ Rolle Ziegenkäse
    ca. 15 getrocknete Tomaten
    ca. 15 schwarze Oliven
    Salz, Pfeffer

    1. Für den Teig die Trockenhefe in 2 EL lauwarmem Wasser auflösen. In einer Schüssel Mehl, Salz, Olivenöl und Hefewasser miteinander verbinden und alles zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, mit einem feuchten Tuch abdecken und an einem warmen Ort mind. 30 Min. gehen lassen.

    2. Für den Belag die Zucchini waschen, 2 davon längs halbieren und die Kerne herauskratzen, dann in etwa 5 mm große Würfel schneiden. Die anderen beiden Zucchini in etwa 2 mm dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Basilikum waschen, trocken schütteln und fein hacken. Den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Thymianblätter vom Zweig zupfen. In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen, Zucchiniwürfel, Knoblauch und Thymianblätter zugedeckt 15 Min. garen und anschließend alles mit einer Gabel zerdrücken. Etwas Salz und die gehackten Basilikumblätter dazugeben und gut vermischen.

    3. Den Ofen auf 200°C vorheizen. Den Teig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ca. 4 mm dick ausrollen und 3 Min. auf mittlerer Schiene des Ofens vorbacken. Den Ziegenkäse in Scheiben schneiden. Den Teig aus dem Ofen holen, gleichmäßig mit dem Zucchinipüree bestreichen. Mit Zucchinischeiben, Ziegenkäse, getrockneten Tomaten und Oliven belegen. Dann 10-15 Min. im Ofen backen. Mit etwas Salz und Pfeffer bestreuen und sofort servieren.

    Ducasse_Nature

    Und so könnt ihr ein Exemplar von „Ducasse Nature“ gewinnen:

    Da uns eure Antworten im letzten Jahr so gut gefallen haben und einige schöne Buchtipps dabei waren, möchten wir auch diesmal wieder von euch wissen, welches Buch ihr zuletzt gelesen habt bzw. ihr gerade lest. Hinterlasst einfach bis Dienstag, 29.04.2014, 23.59 Uhr einen Kommentar unter diesem Beitrag, in dem ihr uns das verratet, gerne auch mit einem kurzen Vermerk, ob ihr das Buch weiterempfehlen würdet. Wir freuen uns natürlich, wenn ihr uns auch auf Facebook, Twitter oder Instagram folgt – auf die Teilnahme am Gewinnspiel hat das allerdings keinen Einfluss.

    Mitmachen kann jede/r (mit oder ohne Blog) mit einer Adresse in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz. Bitte hinterlasst im entsprechenden Feld eure E-Mail-Adresse (die ist natürlich nur für uns sichtbar) und einen Namen, damit wir euch kontaktieren können, falls ihr gewonnen habt. Den oder die Gewinner/in werden wir über random.org auslosen und hier am 01.05.2014 verkünden. Der Rechtsweg ist selbstverständlich ausgeschlossen. Mit der Teilnahme erklärt ihr euch damit einverstanden, dass eure Adresse im Falle des Gewinns an den Hädecke Verlag weitergegeben wird, damit euer Buchgewinn auch zugestellt werden kann.

    EDIT (01.05.2014): We have a winner! Aber zunächst erst mal vielen lieben Dank für eure zahlreichen Kommentare und eure wunderbaren Buchtipps. Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass ihr uns teilweise so umfangreiche Einblicke in eure Bücherstapel gewährt habt. Unsere Wunschlisten wurden in den letzten Tagen jedenfalls um einige Titel bereichert.

    Und der Glücksfeezufallsgenerator hat uns natürlich auch eine Gewinnerin ausgespuckt. Ein Exemplar von „Ducasse Nature“ geht an SANDRA REDLICH, die folgenden Kommentar hinterlassen hat:

    „Vielen Dank für die tolle Gewinnaktion! Was für ein tolles Buch 🙂
    Ich habe als letztes das Buch “Ich und die Menschen” von Matt Haig gelesen und ich kann es nur jedem empfehlen. Es ist ein wirklich wunderschönes Buch.
    Liebe Grüße
    Sandra“

    Herzlichen Glückwunsch, liebe Sandra! Eine E-Mail-Benachrichtigung geht gleich noch an dich raus. Bitte teile uns doch per Mail deine Adresse mit, damit wir sie für den Versand des Gewinns an den Hädecke Verlag weiterleiten können. Allen anderen nochmals vielen lieben Dank fürs Mitmachen!

    Auch wir gewähren euch natürlich wieder einen kleinen Einblick in unseren Lesestapel: Steffen ist gerade bei Band 4 der Game-of-Thrones-Reihe von George R.R. Martin „A Feast for Crows“ angelangt (er hat also bereits über 2000 Seiten der Saga hinter sich, das sagt wohl alles …) und ich (Sabrina) habe gerade Tom Wolfes „Back to Blood“ angefangen (inhaltlich kann ich dazu noch nicht viel sagen, da ich gerade erst ein paar Seiten gelesen habe, aber mit Tom Wolfe lag ich bisher noch nie daneben). Wir sind gespannt, welche Bücher gerade auf euren Nachttischen liegen und freuen uns auf zahlreiche Literaturtipps!

    Herzlichen Dank an den Hädecke Verlag, der uns ein Verlosungsexemplar von „Ducasse Nature“ zur Verfügung gestellt hat.

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    Ein Klecks Hessen auf dem Teller: Grüne Soße mit Pellkartoffeln

    Grüne Sauce 7 Kräuter Feed me up before you go-go

    In Hessen kennt jedes Kind Goethes (angebliches) Leibgericht, die Grüne Soße. Hier in München schaut man eher in ratlose Gesichter, wenn man von der köstlichen Kräutersoße spricht. Aber zum Glück gibt es ja den Viktualienmarkt und dort bekommt man auch südlich des Weißwurstäquators frische Kräuterpakete. Allerdings muss man dort in Kauf nehmen, vom Gemüsehändler angegrantelt zu werden, wenn man es wagt, in München nach den hessischen Grüne-Soße-Kräutern zu fragen. Doch auch darüber lässt sich hinwegsehen, denn allein der Gedanke an die leckere Kräutersoße entschädigt dafür. Die wichtigste Zutat sind nicht weniger als 7 (!) Kräuter (Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch), die fein gehackt werden und der Soße ihren Namen verleihen. Damit ist die Liste der allgemein anerkannten Zutaten auch quasi schon zu Ende, denn Grüne-Soße-Rezepte gibt es vermutlich so viele wie HessInnen. Ganz so eng sehen wir es mit der Zusammenstellung der Kräuter jedoch nicht und tauschen Kresse ganz gerne mal gegen Dill aus. Dem Geschmack schadet es jedenfalls keineswegs. Hart gekochte Eier dürften bei den meisten noch dazugehören und eine ganze Reihe von Milchprodukten. Welche das genau sein müssen, daran scheiden sich die Geister. Schmand, Saure Sahne oder lieber Dickmilch? Hier kommt’s einfach auf die persönliche Vorliebe an.

    Traditionell beginnt die Grüne-Soße-Saison übrigens (wie soll es auch anders sein?) genau heute am Gründonnerstag und dauert bis zum ersten Frost im Herbst. Mehr als genug Zeit also, sich etwas Abwechslung zum deftigen bayrischen Essen auf den Teller zu holen und sich in dieses Gericht zu verlieben. In Frankfurt geht die Verehrung übrigens so weit, dass es seit 2007 sogar ein Denkmal für die Grüne Soße gibt (angeblich Deutschlands erstes Denkmal für ein Nationalgericht!). Völlig zu Recht finden wir und wünschen guten Appetit! Ach ja, und frohes Eiersuchen natürlich auch.

    Grüne Soße mit Pellkartoffeln Rezept

    Grüne Soße mit Pellkartoffeln (für 4-5 Personen):

    1 großer Bund Grüne-Soße-Kräuter (Schnittlauch, Kerbel, Petersilie, Borretsch, Sauerampfer, Dill und Pimpinelle)
    4 hart gekochte Eier
    400 g Dickmilch
    250 g Joghurt
    250 g Schmand
    3 EL Mayonnaise
    2-3 TL Senf
    etwas Zitronensaft
    Salz, Pfeffer
    1 kg Kartoffeln

    1. Die Kräuter waschen, gut trocken schütteln, dicke Stiele wegschneiden und alles fein hacken. Die Eier pellen und in kleine Stücke schneiden.

    2. Dickmilch, Joghurt, Schmand, Mayonnaise und Senf in einer großen Schüssel miteinander verrühren. Kräuter und Eier unterrühren und mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Soße etwa 1 Std. durchziehen lassen.

    3. In der Zwischenzeit die Kartoffeln in einem Topf Wasser garen. Dann zusammen mit der grünen Soße servieren.

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    Ein kulinarischer Gruß aus Spanien: Tortilla de espinacas

    Tortilla de espinacas Spinattortilla-4

    ¡Hola y muchos saludos desde España! Seit ein paar Tagen sind wir nun im schönen Baskenland unterwegs. Obwohl wir gefühlt unser halbes Leben in Spanien verbracht haben, hat es uns zum ersten Mal nach Nordspanien verschlagen. Nördlicher als Barcelona oder Zaragoza sind wir bisher komischerweise nie gekommen. Das dies ein gravierender Fehler war, wird uns gerade bewusst. Shame on us! Wie toll ist denn bitte das Baskenland? Saftig grüne Hügel, schroffe Felsküsten, der tobende Atlantik, dazu noch hinreißende Städtchen wie San Sebastián und eine uns fast schon erschlagende Auswahl an leckeren Pintxos. Ob wir überhaupt nach München zurückkehren, überlegen wir uns noch. Bis dahin senden wir euch jedenfalls einen kleinen kulinarischen Gruß von der iberischen Halbinsel: Tortilla de espinacas – Spinattortilla – unzählige Male schon gegessen und trotzdem haben wir sie noch nicht über.

    Tortilla de espinacas Spinattortilla-1

    Tortilla de espinacas / Spinattortilla (für ca. 2 Personen):

    250 g Spinat
    2 EL Olivenöl
    1 Zwiebel
    330 g Kartoffeln
    6 Eier
    Salz, Pfeffer

    1. Einen Topf Salzwasser auf dem Herd zum Kochen bringen. Darin die Kartoffeln bissfest garen, dann schälen und in kleine Würfel schneiden. Einen zweiten Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen, darin den Spinat ca. 2-3 Min. kochen, die Flüssigkeit rauspressen und grob hacken.

    2. Öl in einer Pfanne (∅ 20 cm) erhitzen, Zwiebel darin glasig dünsten. Die Kartoffelwürfel hinzufügen und einige Minuten mitanbraten. Den Spinat unterrühren. Die Eier in einer Schüssel verquirlen, mit Salz und Pfeffer würzen. Die Masse in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze ca. 10-12 Min. stocken lassen, bis der Boden leicht gebräunt ist.

    3. Die Tortilla mithilfe eines Tellers (oder eines Tortillawenders – ja, sowas gibt es in Spanien tatsächlich in jedem Supermarkt zu kaufen und ist ungeheuer praktisch!) wenden und von der anderen Seite ebenfalls ca. 3 Min. bräunen.
    ¡Que aproveche!

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    Deutschland, Gekocht, Gelesen, Gereist, München

    Zu Besuch im Kochhaus: Thai-Reisnudelsalat mit Tofu, gerösteten Cashewkernen und Chili-Zitrus-Vinaigrette {Buchvorstellung: Einfach schnell genießen}

    Thai-Reisnudelsalat-mit-Tofu_Rezept-1

    Als wir vor über einem Jahr zuletzt in Berlin waren, erzählte mir Sabrina begeistert von einem Laden, der quasi ein begehbares Kochbuch darstellt. Auf verschiedenen Tischen sind jeweils alle Zutaten in kleinen Mengen für ein Rezept aufgebaut und die gestressten GroßstädterInnen müssen auf dem Rückweg vom Büro nur noch alles in den Einkaufskorb schieben, eine Rezeptkarte schnappen und können zu Hause ein schnelles Abendessen kochen. Erinnert ein wenig an die Kochboxen, wie z.B. Kochzauber, nur dass man in diesem Fall doch noch mal kurz das Haus verlassen muss und selbst das Gericht auswählen kann. Im Herbst haben wir in Wien einen kleinen Laden entdeckt, der nach dem gleichen Prinzip funktioniert, und überhaupt scheinen entsprechende Geschäfte nun überall aufzupoppen. Seit Juli 2013 gibt es von Kochhaus, so heißt die in Berlin entdeckte Kette, auch eine Filiale in München. Der Laden liegt in Schwabing und damit wohl auch inmitten des Lebensraums der anvisierten Zielgruppe. Als wir uns vor einiger Zeit selbst vom Konzept überzeugen wollten, war der Laden jedenfalls ziemlich gut besucht. Und wir geben zu, ganz verschließen konnten wir uns der Idee auch nicht. Die vorgeschlagenen Rezepte sind durchaus kreativ, viele Gerichte haben einen asiatischen Einschlag und sind relativ schnell zu Hause umsetzbar. Wer, wie wir, öfter mal kurz vor Ladenschluss (der hier in Bayern ja erschreckenderweise bereits um 20 Uhr angesetzt ist) noch in den Supermarkt hetzt und aufgrund akuter Hirnblockade immer zu den gleichen Zutaten greift, wird es zu schätzen wissen, dass hier schon über ein Dutzend Gerichte aufgebaut sind und die Rezeptentwicklungsabteilung von Kochaus das Denken für einen übernimmt. Bei unserem ersten Einkauf im Münchner Kochhaus hatten wir uns für Pasta mit einer Gorgonzola-Birnen-Walnusssoße entschieden, die schnell zubereitet war und super schmeckte. Gäbe es eine Kochhaus-Filiale um die Ecke, wir würden hin und wieder bestimmt schwach werden.

    Kochhaus Einfach schnell genießen-3

    Das scheinen wohl auch andere Leute so zu sehen und diesem Erfolg ist es geschuldet, dass jetzt auch ein neues Kochbuch erschienen ist, das die beliebtesten Rezepte aus dem Kochhaus-Fundus vereint und auch für die Normalsterblichen aus dem Süden Münchens nachkochbar macht. „Einfach schnell genießen: Außergewöhnliche Rezepte – Schritt für Schritt“ heißt das Werk, das Ende letzten Jahres im Dorling Kindersley Verlag erschienen ist.

    Kochhaus Einfach schnell genießen-1

    Inhalt & Optik

    Das Besondere an dem 350-Seiten-starken Buch sind neben der schnellen Zubereitungszeit der Gerichte (die zwischen 20 und 40 Minuten liegen soll) die bebilderten Schritt-für-Schritt-Anleitungen der Rezepte, die sich an den Rezeptkarten des Kochhauses orientieren. Jedem Rezept sind ganze vier Seiten gewidmet – einer detaillierten Kochanleitung sind sowohl ein Foto des fertigen Gerichts als auch ein Überblick der jeweiligen Zutaten vorangestellt. Das kann praktisch sein, denn wenn man als KochanfängerIn im Supermarkt nach Orecchiette oder Majoran sucht, hat man zumindest schon eine Idee, wonach man Ausschau halten sollte. Wer in Sachen Kochen nicht ganz unbeleckt ist, könnte auf eine so detaillierte Anweisung sicherlich verzichten, gerade weil wirklich alle Schritte dokumentiert sind (Nudeln ins kochende Wasser geben, hmm …). Aber viel wichtiger ist natürlich, ob die Gerichte schmecken und die Anleitungen funktionieren.

    Die Rezepte

    Die Herkunft der Rezepte scheint relativ querbeet zusammengewürfelt, aber mit einem leichten Hang zu nicht ganz alltäglichen Zutaten. Internationale Fusion-Küche könnte man das wohl nennen, denn viele Gerichte haben einen asiatischen oder z.B. nordafrikanischen Einschlag – da werden auch schon mal Schweinebraten und Laugenknödel mit Pak Choi kombiniert. Ein gut sortierter asiatischer Lebensmittelhändler sollte also schon in erreichbarer Nähe liegen. Oftmals benötigt man auch nur homöopathische Dosen an Zutaten, da macht der Gang ins Kochhaus durchaus Sinn, wenn man nicht regelmäßig Gerichte aus der gleichen kulinarischen Ecke kocht. Die Kapitel zu Fleisch und Fisch machen gut ein Drittel des Buches aus, aber gerade unter den Suppen, Salaten oder Pasta gibt es auch viel Vegetarisches zu entdecken.

    Kochhaus Einfach schnell genießen-2

    Ausprobiert haben wir bisher eine Karotten-Ingwer-Suppe mit Passionsfruchtjoghurt, die sich sehr fix zusammenrühren ließ und geschmacklich überzeugten konnte, außerdem Sobanudeln mit Shitakepilzen, Zuckerschoten und Frühlingszwiebeln, die sehr salzig daherkamen und nicht ganz so unser Ding waren. Die oben erwähnten Gorgonzola-Nudeln mit Birne waren zwar etwas mächtig, aber wirklich lecker und ohne viel Arbeit zuzubereiten. Sehr gut gefallen hat uns auch der Reisnudelsalat mit gerösteten Cashewkernen und einer hervorragenden Vinaigrette, der es nun schon dreimal auf unseren Teller geschafft hat und sicherlich auf die Liste mit unseren Standardgerichten aufgenommen wird. Das laut Rezept verwendete Hähnchen haben wir durch Tofu ersetzt, der ebenfalls wunderbar zum Salat passt. Damit ihr auch in den Genuss dieses blitzschnell zubereiteten und nicht ganz alltäglichen Nudelsalats kommt, gibt es hier nun unsere vegetarische Variante des Kochhaus-Rezepts.

    Reisnudelsalat mit Cashew, Chili und Koriander-2

    Thai-Reisnudelsalat mit Tofu, gerösteten Cashewkernen und Chili-Zitrus-Vinaigrette (für 2 Personen):

    15-20 Stängel Koriander
    ca. 1 Chilischote (je nach gewünschtem Schärfegrad)
    2 Kaffir-Limettenblätter
    1 große Bio-Limette
    2-3 EL Honig
    1 EL Sherry
    2 EL + 1 EL Sojasoße
    1 EL Sesamöl
    1 EL Pflanzenöl
    Salz, Pfeffer
    etwas Öl zum Anbraten
    2 Stangen Sellerie
    2 Frühlingszwiebeln
    50 g Cashewkerne
    200 g Reisbandnudeln
    200 g Tofu (z.B. Mandel- oder Erdnusstofu)

    1. Für das Dressing den Koriander waschen, die Stiele bis zum Blattansatz abschneiden und den Rest fein hacken. Chili ebenfalls fein hacken. Bei den Kaffir-Limettenblättern den Mittelstrang entfernen und die Blätter sehr fein schneiden. Die Schale der Limette abreiben, dann den Saft auspressen. Koriander, Chili und Kaffirblätter zusammen mit Honig, Sherry, 2 EL Sojasoße, Öl und ¾ des Limettensafts in einer Schüssel verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

    2. Den Sellerie und die Frühlingszwiebeln waschen und in feine Ringe schneiden. Die Cashewkerne in einer Pfanne anrösten und grob hacken. Die Reisnudeln nach Packungsangabe zubereiten und mit dem Gemüse und den Nüssen vermischen. Das Dressing unterrühren.

    3. Den Tofu in kleine Stücke schneiden und mit etwas Öl in einer Pfanne anbraten, bis er leicht gebräunt ist. Anschließend mit 1 EL Sojasoße und dem restlichen Limettensaft ablöschen. Unter den Nudelsalat heben. Vor dem Servieren mit frischem Koriander bestreuen.

    Fazit

    Der Titel des Buches hält, was er verspricht! Das Buch versammelt einfache und relativ schnell umsetzbare Rezepte, die dennoch mit einem gewissen Dreh daherkommen und auch KochanfängerInnen einfach von der Hand gehen sollten. Wer sich in der Küche jedoch sicher fühlt, sollte dagegen vor dem Kauf noch einmal einen Blick ins Buch werfen. Auswahl und Zusammenstellung der Gerichte sind jedoch originell genug, um auch HobbyköchInnen zufriedenzustellen. 4 von 5 Korianderblättern.

    Adobe Photoshop PDF

    Kochhaus

    Einfach schnell genießen: Außergewöhnliche Rezepte – Schritt für Schritt

    Dorling Kindersley Verlag, München 2013.

    € 24,95 / ISBN 978-3-8310-2583-1

    Vielen Dank an den Dorling Kindersley Verlag, der uns das Buch zur Verfügung gestellt hat.

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    Gekocht

    Klein, grün und unwiderstehlich: Pistazienpesto

    Pistazienpesto_Rezept-1

    Habt ihr auch Phasen, in denen ihr so verliebt in ein Gericht, eine Zutat oder einen Geschmack seid, dass ihr euch tagelang am liebsten von nichts anderem ernähren möchtet? Uns ging es gerade so mit einem Pesto. Natürlich war das nicht irgendein Pesto, sondern eine Variante mit Pistazien. Tagelang kam das Pistazienpesto in unterschiedlichen Formen auf unseren Tisch – zusammen mit Frischkäse und Tomaten aufs Frühstücksbrot, klassisch mit Pasta zu allen Tages- und Nachtzeiten und aus dem Ofen als Füllung luftiger Hefeschnecken (Rezept folgt!). Das lag nicht nur daran, dass drei volle Gläser Pesto im Kühlschrank auf ihren Einsatz warteten, sondern vor allem daran, dass das Zeug einfach so süchtigmachend lecker ist.

    Angesteckt hatte uns damit meine Schwiegermutter, die die feine Kreation in kleinen Gläschen zu Weihnachten verschenkte. Da unsere Familien also bereits süchtig nach Pistazienpesto sind, seid ihr nun dran.

    Pistazienpesto Pesto-3

    Pistazienpesto (für ca. 2 Gläser à 200 ml):

    400 g Pistazien (geröstet und ungesalzen)
    4 EL Pinienkerne
    6 Stiele Basilikum
    16 Stiele Petersilie
    1-2 Knoblauchzehen
    80 g Parmesan
    2-3 EL Zitronensaft
    300 ml Olivenöl
    Salz, Pfeffer
    1 Prise Zucker

    1. Die Pistazien schälen. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl anrösten. Basilikum und Petersilie waschen, trocken schütteln, die Blätter abzupfen und grob hacken.

    2. Den Knoblauch schälen und grob hacken. Den Parmesan grob reiben. Pistazien, Pinienkerne, Basilikum, Petersilie, Knoblauch, Parmesan, die Hälfte des Zitronensafts und 150 ml Olivenöl in einem Mixer mittelfein pürieren. Das restliche Öl hinzufügen, alles gut verrühren und mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Das Pistazienpesto hält sich mit Olivenöl bedeckt und gut verschlossen mindestens drei Wochen im Kühlschrank.

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    Ein Dinner mit Rewe: unser vegetarisches Menü

    Vegetarisches Menü Rewe Feine Welt-1

    Habt ihr schon mal so einen richtigen „Dinnerabend“ bei euch zu Hause ausgerichtet? Ich meine, so richtig mit tagelangem Austüfteln des mehrgängigen Menüs, komplettem Tischdekopipapo und vorherigem Panikkauf beim Schweden, weil man feststellt, dass man gar nicht genügend passende Teller und Gläser im Schrank hat. Für uns was das vor zwei Wochen jedenfalls das erste Mal. Klar, hatten wir vorher schon mal Freunde und Familie zum Essen eingeladen, doch da gings vorab etwas relaxter zu: unterschiedliche Teller – ach, kein Problem, Tischdeko – naja, ein paar Kerzen tuns auch, und wenn der Nachtisch mal etwas zu flüssig geraten ist – egal, wird er eben direkt aus der Schüssel gelöffelt!

    Als uns REWE Feine Welt vor ein paar Wochen dazu einlud, bei der Aktion „So inspiriert kocht Deutschland“ mitzumachen, in deren Rahmen verschiedene BloggerInnen dazu aufgerufen wurden, aus REWE-Feine-Welt-Produkten ein mehrgängiges Menü zu zaubern und ein paar FreundInnen damit zu beglücken, schauten wir also einer mittelgroßen Herausforderung ins Auge.

    Vegetarisches Menü Rewe Feine Welt-3

    Um das Feine-Welt-Sortiment etwas besser kennenzulernen, folgten mehrere ausgedehnte Shoppingtouren durch die Filialen in der Umgebung. Obwohl wir dachten, eigentlich schon recht vertraut mit dem Sortiment zu sein, auch öfter schon diverse Produkte der Marke ausprobiert hatten und im Rahmen des Pasta-Workshops vor ein paar Monaten einige Feine-Welt-Neuheiten kennenlernen durften, waren wir überrascht, wie groß das Angebot doch ist. Dass auch Käse zum Sortiment zählt, war uns bislang z.B. nicht bewusst. Also landeten nach und nach die verschiedensten Produkte im Körbchen und unser vegetarisches Menü nahm Gestalt an.

    Vegetarisches Menü Rewe Feine Welt-4

    Da der Abend fotografisch begleitet werden wollte und man „normale“ Freunde und Familie ja gerne mal verstört, wenn man vor dem Essen stundenlang seinen Teller fotografiert, dachten wir uns, warum nicht ein paar Foodbloggerkolleginnen einladen – die können das Geknipse ja sicher bestens nachvollziehen! Unsere vier freien Stühle (mehr haben wir in der Tat nicht!) wurden also an Karin von Wallygusto und Alice von Alice im kulinarischen Wunderland vergeben, die sich samt Anhängen auf den Weg in den Münchner Süden machten, um unser vegetarisches Menü zu verköstigen. An dieser Stelle noch mal vielen Dank, dass ihr dabei wart!

    Und so sah unser Menü des Abends aus:

    (Die mit Sternchen* markierten Zutaten kennzeichnen Produkte aus dem Feine-Welt-Sortiment.)

    Rewe_Feine_Welt_vegetarisches_Menü

    Als Vorspeise servierten wir mit Spinat und Sojachunks gefüllte Wraps, Oliven (Edler Peleponnes* und Siziliens Schatz*), gefüllte Paprika (Feuriges Südafrika* und Frisches Südafrika*) und Bruschetta. Auch dafür haben wir auf die REWE-Produkte zurückgegriffen und Italiens Ringbrot* aufgeschnitten, im Ofen knusprig geröstet und mit zwei verschiedenen Bruschettasorten (Feuer Italiens* und Würze Italiens*) bestrichen. Dazu noch etwas frischer Basilikum, Pinienkerne und Parmesan und fertig war die Vorspeise. Das konnten wir alles super vorbereiten und mussten so nicht mehr viel machen, als die Gäste kamen.

    Vegetarisches Menü Rewe Feine Welt-5

    Soja-Spinat-Wraps mit zweierlei Soße (für 6 Wraps):

    1 l sehr kräftige Gemüsebrühe
    2 Handvoll Sojachunks
    3-4 Handvoll frischer Babyspinat
    50 g Feta
    2 TL Pinienkerne
    1 EL Olivenöl (Glanz der Toskana*)
    Je eine Flasche Feigensoße (Göttliche Feige*) und Erdnusssoße (Aromatische Liaison*)
    6 kleine Tortillafladen

    1. Die Gemüsebrühe (sie sollte wirklich sehr kräftig und salzig sein) zum Kochen bringen und die Sojachunks darin für etwa 10-15 Min. kochen, bis sie weich sind. Abgießen und gut ausdrücken.

    2. Den Spinat gründlich waschen und trocken schleudern. Den Feta klein würfeln. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl anrösten, bis sie goldbraun sind. Pinienkerne beiseitestellen, etwas Öl in die Pfanne geben und dann die Sojaschunks bei hoher Hitze von allen Seiten knusprig braten. Vom Herd nehmen und in zwei Portionen aufteilen.

    3. Die aufgeteilten Sojachunks jeweils mit der Hälfte der Soßen vermischen. Drei Tortillafladen mit Feigensoße bestreichen, mit den entsprechenden Sojachunks, Spinat, Feta und Pinienkernen belegen und einrollen. Die restlichen drei Wraps mit Erdnussoße bestreichen, mit Spinat, Sojachunks und Pinienkernen füllen und ebenfalls einrollen. Die eingerollten Fladen in Scheiben schneiden und anrichten.

    Auch beim Hauptgang haben wir darauf geachtet, dass wir einige Komponenten schon vorbereiten konnten. Als die hungrigen Gäste auftauchten, wartete z.B. der Teig für die Knödel bereits im Kühlschrank auf seine Verwendung und auch das Gemüse war schon fertig geschnitten und musste nur noch in den Ofen bzw. in die Pfanne wandern.

    Vegetarisches Menü Rewe Feine Welt-6

    Ciabatta-Möhren-Knödel (für 6 Personen):

    250 g Möhren
    300 g 2-3 Tage altes Ciabatta (Italiens Backkunst*)
    10 EL Milch
    80 g Pinienkerne
    170 g Bergkäse
    1 Zwiebel
    Olivenöl (Glanz der Toskana*)
    Salz, Pfeffer
    Muskat
    75 g Ricotta
    5 EL gehackte Kräuter (z.B. Petersilie und Basilikum)
    2 Eier
    1 Eigelb
    5 EL Semmelbrösel
    Speisestärke

    1. Die Möhren schälen und fein raspeln. Das Ciabatta in kleine Würfel schneiden, in einer Schüssel mit Milch mischen und 20 Min. ziehen lassen. Die Pinienkerne in einer Pfanne leicht anrösten und fein hacken. Den Käse grob raspeln.

    2. Die Zwiebel schälen, fein würfeln und in einer Pfanne in etwas Ölivenöl bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Die Möhren dazugeben, alles gut vermischen, einige Min. dünsten, vom Herd nehmen und mit Salz, Pfeffer und etwas frischer Muskatnuss abschmecken.

    3. 1 EL Kräuter für die Deko zur Seite stellen. Die Möhren-Zwiebel-Masse mit dem Ricotta, den Eiern, Eigelb und den Semmelbröseln mischen und mit den Händen zu einer homogenen Masse verkneten. Noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken und zugedeckt 30 Min. quellen lassen.

    4. In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Aus der Masse 14-16 Knödel formen und diese dabei richtig fest zusammenpressen. Speisestärke auf einen Teller streuen und die Knödel einzeln darin wenden, danach etwas abklopfen. Die Knödel ins kochende Wasser geben und sobald sie an der Wasseroberfläche schwimmen, die Herdplatte ausschalten und noch 10 Min. ziehen lassen. Dann abtropfen lassen und auf einem Teller zusammen mit den Kräutern anrichten.

    Fenchel-Orangen-Gemüse aus dem Ofen (für 6 Personen als Beilage):

    3 mittelgroße Fenchelknollen
    300 g Kirschtomaten
    6 Orangen
    150 ml Olivenöl (Glanz der Toskana*)
    4 EL Weißer Balsamico-Condiment (Helles Italien*)
    Hawaiis Lavasalz*
    Pfeffer
    Petersilie

    1. Fenchel und Tomaten waschen. Die Stiele und den Strunkansatz vom Fenchel abschneiden, einen Teil des Fenchelgrüns abzupfen und für die Deko zu Seite legen. Den Fenchel längs halbieren und dann in dünne Scheiben schneiden. 3 der Orangen schälen und filetieren. Die restlichen Orangen auspressen und den Saft zur Seite stellen. Den Ofen auf 200°C vorheizen.

    2. Olivenöl, Balsamico-Condiment und Orangensaft vermischen. Fenchel und Tomaten vermengen, in eine große Auflaufform geben und mit der Flüssigkeit übergießen. Mit Salz und Pfeffer würzen und auf der mittleren Schiene des Ofens ca. 30-40 Min. garen. Kurz vor Ende der Garzeit (der Fenchel sollte noch etwas Biss haben) die Orangenfilets auf dem Gemüse verteilen. Sie sollen nur warm werden, nicht zerkochen.

    3. Die Auflaufform aus dem Ofen holen und die Flüssigkeit vorsichtig in einen kleinen Topf abgießen. Das Gemüse im Ofen warm halten und währenddessen die Flüssigkeit kochend 10-15 Min. reduzieren lassen, bis sie leicht dickflüssig geworden ist. Währenddessen die Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Zusammen mit der eingekochten Soße unter das Gemüse mischen, auf einem Teller anrichten und mit Fenchelgrün garnieren.

    Tipp: Wer es gerne etwas süßer mag, bestreut das Gemüse vor dem Garen noch mit ein wenig frischer Vanille.

    Butter-Thymian-Möhren à la Heston Blumenthal (für 6 Personen als Beilage):

    500 g Möhren
    160 g Butter
    1 EL Zucker
    Salz, Pfeffer
    3 EL Tymianblätter (1 EL für Deko)

    1. Die Möhren schälen und schräg in etwa 3 cm lange Stücke schneiden. In einer großen Pfanne die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen und die Möhren dazugeben. Alle Möhrenstücke sollten auf dem Pfannenboden liegen. Mit dem Zucker bestreuen und mit Salz und Pfeffer würzen. Mit einem Deckel zudecken und bei kleiner bis mittlerer Hitze in etwa 25 Min. weich garen. Dabei immer mal wieder an der Pfanne rütteln, sodass die Möhrenstücke von allen Seiten gleichzeitig garen.

    2. Die Thymianblätter abzupfen. Wenn die Möhren gar sind, die Pfanne vom Herd nehmen, die Kräuter bis auf 1 EL in die Pfanne geben und bis zum Anrichten ziehen lassen. Auf einem Teller anrichten und mit den restlichen Thymianblättern bestreuen.

    Für die Nachspeise mussten wir ein wenig umdisponieren, weil ausgerechnet unsere Wunschzutat nirgendwo zu bekommen war. Also wurde schnell zu Plan B gewechselt und diese köstliche Lavendel-Honig-Crème-brûlée aus dem Ärmel Ofen gezaubert. Auch hier kann man in aller Ruhe am Vormittag in der Küche werkeln und die Schälchen mit der fertig gebackenen Crème bis zum Abend im Kühlschrank lagern. Wenn es soweit ist, muss nur noch der Zucker karamellisiert werden und schwups, hat man glückliche Gäste. Das Rezept aus dem Buch „Nachhaltig genießen“ haben wir dafür leicht abgewandelt.

    Vegetarisches Menü Rewe Feine Welt-2

    Lavendel-Honig-Crème-brûlée (für 6 Personen):

    150 g Sahne
    350 ml Milch
    60 g Lavendelhonig (Duft der Provence*)
    3 TL getrocknete Lavendelblüten + ein paar Extrablüten für die Deko
    1 TL Vanille (Mexikos Vanille*)
    ½ TL Zitronenabrieb
    3 Eier
    1 EL Mandelöl
    Rohrzucker

    1. Sahne, Milch, Honig, Lavendelblüten, Vanille und Zitronenabrieb in einem Topf verrühren. Aufkochen lassen, von der Herdplatte nehmen und zugedeckt 20 Min. ziehen lassen.

    2. Die Sahne-Milch-Mischung durch ein feines Sieb abseihen und abkühlen lassen. Den Ofen auf 130°C vorheizen.

    3. Die Eier mit dem Mandelöl in einer Schüssel verrühren. Die Sahne-Milch-Mischung langsam und unter Rühren zu den Eiern gießen. Die Masse in 6 ofenfeste Förmchen füllen und im Ofen im Wasserbad etwa 35-40 Min. stocken lassen. Aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen und anschließend mindesten 2-3 Std. in den Kühlschrank stellen.

    4. Die Crème mit Rohrucker bestreuen und mit einem Gasbrenner karamellisieren. Wer keinen Gasbrenner hat, kann die Crème auch im Ofen direkt unter den Grill stellen und warten, bis der Zucker karamellisiert. Mit Lavendelblüten bestreuen und sofort servieren.

    Zum Abschluss des Abends kam noch eine Käseplatte auf den Tisch. Wie schon erwähnt, hatten wir gar nicht auf dem Schirm gehabt, dass es von REWE Feine Welt auch Käse gibt, sind aber positiv überrascht worden. Sowohl der französische (Sanfte Normandie*), als auch der Schweizer (Chardonnay*) Weichkäse waren klasse, aber der 24-Monate-gereifte Gouda (Hollands Goldstück*) hat eindeutig gewonnen. Dazu gab es noch ein paar Käsecracker (Alpen-Original*), Alice hatte noch ein leckeres Apfel-Salbei-Chutney spendiert und auch unser bereits verbloggtes Trockenfrüchte-Chutney passte perfekt zum Käse.

    Vegetarisches Menü Rewe Feine Welt-7

    Ob wir unsere Gäste wohl nach diesem Menü satt nach Hause schicken konnten? Wir glauben schon! Wir konnten uns an diesem Abend jedenfalls nur noch kugelnd fortbewegen.

    Kooperation: Vielen Dank an REWE Feine Welt und Theresa von Faktor 3 für die Unterstützung bei dieser schönen Aktion! Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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