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Grace Under Pressure: Frühstück bei Hemingway mit Apfel-Ingwer-Whisky

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„Vielleicht ist dir später noch nach einem Drink“ – klar, von so einem Suchbegriff fühle ich mich natürlich sofort angesprochen und nutze die Gelegenheit, gleich noch einem anderen Rätsel auf die Spur zu gehen. Auf diese Weise kann ich gleich zwei beliebte Suchbegriffe für unser immer noch laufendes Blog-Event „Blogg den Suchbegriff“ verbloggen. Denn immer wieder kommen Leute auf unseren Blog, die nach dem „Hemingway Frühstück“ suchen. Wir haben zwar mal vor einiger Zeit spekuliert, dass der amerikanische Schriftsteller auch unsere Banane-Walnuss-Pancakes gemocht hätte (die machen sich übrigens auch super als Katerfrühstück!), sicher waren wir uns jedoch nicht. Aber zum Glück lebe ich mit einer anerkannten Hemingway-Expertin zusammen (da war das Studium doch zu was gut) und gemeinsam haben wir uns auf die Suche nach dem wahren Frühstücksgeheimnis begeben. Fündig geworden sind wir in Hemingways Haus auf Key West, wo wir uns während der Führung im letzten Jahr davongeschlichen und heimlich in der Küche nach der Rezeptesammlung der Haushälterin gestöbert haben. Und wirklich, versteckt hinter dem Herd haben wir dann dieses bislang unveröffentlichte Geheimrezept gefunden – quasi Hemingways Marmeladenbrot, nur in flüssiger Form … äh, und ohne Brot, dafür aber mit ordentlich Whisky, wie sich das für einen virilen Schriftsteller eben gehört. Wie es dazu kommt, dass der Drink ganz schön nach Weihnachten duftet und schmeckt? Hm, also das können wir euch leider auch nicht erklären, schwören aber bei unserer Spanienkämpferehre, dass alles, was hier geschrieben wurde, wahr ist und Hemingway diese köstliche Apfel-Ingwer-Whisky-Mischung runtergekippt hat, wie unsereins den Kaffee.

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Grundlage ist ein selbst aromatisierter Whisky, den ich mit einer Reihe von weihnachtlichen Gewürzen habe ziehen lassen. Ich habe dafür einen einfachen Blended Scotch benutzt, der selbst nicht allzu viel Geschmack mitbringt und die Gewürze dankbar aufnimmt. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass das Raucharoma eines Islay-Whiskys (z.B. ein Ardbeg oder Lagavulin) das weihnachtliche Ingwer-Apfel-Aroma um eine interessante Note ergänzt. Über die Menge des Ginger Ales kann man übrigens gut kontrollieren, wie stark der Drink nach Alkohol schmecken soll. Allerdings sorgen Gewürze, Gelee und Saft ohnehin schon dafür, dass der Alkoholgeschmack stark in den Hintergrund rückt. So lässt es sich dann auch mal zum Frühstück problemlos zwei bis drei Gläser dieses köstlichen Cocktails schlürfen. Wach ist man danach auf jeden Fall!

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Weihnachtlicher Gewürzwhisky (für 300 ml):

300 ml Blended Scotch Whisky (z.B. Famous Grouse)
1/2 Vanilleschote
1 Zimtstange
1/4 TL gemahlener Kardamom
5 Nelken
1 Stück (ca. 1,5 x 1,5 cm) Ingwer in Scheiben
2-3 Umdrehungen mit der Muskatmühle
Etwas Bio-Zitronenraspel
Etwas Bio-Orangenraspel

Den Whisky in einem Topf erhitzen (aber nicht kochen!). Die Vanilleschote aufschneiden und auskratzen. Den Whisky vom Herd nehmen und Gewürze, Ingwer sowie Vanillemark und -schote, Zitronen- und Orangenraspel hinzufügen. Ziehen lassen, bis die Flüssigkeit abgekühlt ist und dann in eine verschließbare Flasche oder ein Glas mit Schraubverschluss füllen. Gut schütteln und dann mindestens fünf Tage an einem kühlen und dunklen Ort ziehen lassen. Zwischendurch immer mal wieder schütteln. Wenn die gewünschte Würzintensität erreicht ist, den Whisky durch ein feines Sieb abgießen – ansonsten noch ein paar Tage länger ziehen lassen. Danach im Kühlschrank aufbewahren.

Grace Under Pressure: Apfel-Ingwer-Whisky (für 1 Person):

3 cl Gewürz-Whisky (s.o.)
2 cl Apfelsaft
1 TL Apfel-Ingwer-Gelee (das Rezept dafür haben wir hier schon vorgestellt)
Ginger Ale

Whisky, Apfelsaft und Gelee mit ein paar Eiswürfeln in einen Shaker geben und ordentlich schütteln. Eiswürfel in ein Glas geben, den Inhalt des Shakers eingießen und mit mit Ginger Ale aufgießen. Ggf. mit dünnen Ingwerscheiben garniert servieren. Cheers!

Blog-Event - Blogg den Suchbegriff (Einsendeschluss 18. Dezember 2013)

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1 Kommentar

  • Reply Cheriechen

    Jipieh, ganz neue Art zu frühstücken! Hemingway war wohl stärker als ich, der Tag wäre gelaufen…!
    Vielleicht probiere ich es mal im Urlaub…

    12. Dezember 2013 at 15:00
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