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Dumm gelaufen, liebes Huhn! Zucchini-Pastinaken-Suppe mit Hühnchenspieß

Zucchini-Pastinaken-Suppe mit Hühnchenspieß-2

Der Januar ist schon wieder halb vorbei und damit neigt sich auch unser verlängertes Blog-Event zu den lustigsten, absurdesten oder einfach häufigsten Suchbegriffen dem Ende zu. Fast schon ein bisschen traurig, hätten wir doch noch so viele weitere skurrile Suchbegriffe auf Lager, die verbloggenswürdig wären. Zum krönenden Abschluss gibt es jetzt noch ein weiteres Rezept, das von einem solchen Suchbegriff inspiriert wurde: Regelmäßig landen Fans des (uns bislang unbekannten) Kinderliedes „Dumm gelaufen, liebes Huhn“ auf unserer Seite. Zu verdanken haben wir das übrigens der lieben Rebecca aka Ms. Baby Rock my Day, die sich hier vor längerer Zeit mal dieses Lied als Melodie für ein Piepei gewünscht hatte.

Zucchini-Pastinaken-Suppe mit Hühnchenspieß-1

Auf jeden Fall habe ich die Gelegenheit genutzt und mir ein Rezept mit Hühnerfleisch ausgedacht. Damit auch Sabrina und alle anderen VegetarierInnen etwas davon haben und sich das Geflügeltier vielleicht denken kann „Glück gehabt, liebes Huhn“, kann daraus auch ganz einfach eine vegetarische Mahlzeit gemacht werden. Denn die Grundlage ist eine köstliche Suppe, die auch ohne die inspirierenden Hühnerspieße köstlich schmeckt. Im Kochtopf vereint sich die lange Zeit ein Nischendasein fristende Pastinakenwurzel mit ihrer erdigen Süße mit dem etwas herben Geschmack der Zucchini und herauskommt eine köstliche Wintersuppe.

Zucchini-Pastinaken-Suppe mit Hühnchenspieß-4

Die Inspiration für die Zucchinisuppe kommt aus der neuen Ausgabe der „So is(s)t Italien“ (ein Jahresabo könnt ihr übrigens bei unserem Blog-Event gewinnen), sie mit Pastinake zu kombinieren, ist unsere Idee. Dazu habe ich fleißig in unserem neuesten Kochbuchzugang geschmökert und dank Nigel Slater weiß ich nun, dass die Pastinake auch gerne noch etwas Zucker mag und erst dann ihren vollen Geschmack entfaltet. Für das Hühnchen habe ich mir bei Heston Blumenthal die Technik abgeschaut, Fleisch in einer Salzlake ziehen zu lassen, wodurch es an Geschmack gewinnt und beim Anbraten nicht so leicht austrocknet. Ich habe in diesem Fall eine Konzentration von 9% (d.h. 9 g Salz auf 100 ml Wasser) verwendet und damit sehr gute Ergebnisse erzielt. Das Fleisch ist noch supersaftig, wenn es aus der Pfanne kommt und hat einen vollen Geschmack. Also wird es wohl in Zukunft öfter mal einen Spieß zur Suppe geben, „dumm gelaufen, liebes Huhn“!

Zucchini-Pastinaken-Suppe mit Hühnchenspieß-3

Zucchini-Pastinaken-Suppe mit (oder ohne) Hühnchenspieß (für 4 Personen):

600 g Hühnerbrust
60 g Salz
2 Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
500 g Pastinaken
750 g Zucchini
2-3 EL Butter
1 TL Zucker
1,25 l Gemüsebrühe
100 ml Sahne
Saft von einer Zitrone
1-2 TL Räucherpaprikapulver
1 Topf Basilikum
Olivenöl
Salz, Pfeffer
Holzspieße

1. 60 g Salz in 700 ml kaltem (aber nicht eiskaltem) Wasser auflösen. Die Hühnerbrüste in eine verschließbare Box oder Schüssel geben, mit der Salzlake begießen, sodass das Fleisch komplett bedeckt ist. Verschließen und im Kühlschrank für 3 Std. ziehen lassen. Danach die Flüssigkeit abgießen und das Fleisch entweder 10 Minuten unter fließendes kaltes Wasser legen oder 3 x 15 Min. in jeweils frischem kaltem Wasser ziehen lassen. Anschließend gründlich trocken tupfen und zur Seite legen.

2. Die Zwiebeln schälen und in mittelgroße Stücke schneiden. Den Knoblauch schälen und mit der flachen Seite eines Messer eindrücken. Die Pastinaken schälen, die Enden abschneiden und in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Die Zucchini waschen, die Enden abschneiden und in 1-2 cm dicke Scheiben schneiden.

3. In einem großen Topf die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen und die Zwiebel für 1 Min. anbraten. Dann die Pastinaken und den Knoblauch hinzugeben und etwa 5 Min. anbraten. Dabei nicht zu viel umrühren, sodass das Gemüse ein paar Röstaromen entwickeln kann. Mit Zucker bestreuen und kurz karamellisieren lassen, bis zum Schluss die Zucchini in den Topf kommen und alles noch einmal 5 Min. angeschwitzt wird.

4. Mit Gemüsebrühe ablöschen, 1 TL Salz einrühren und das Gemüse 10-12 Min. bei mittlerer Hitze kochen lassen, bis das Gemüse weich genug zum Pürieren, aber noch nicht verkocht ist. Mit einem Stabmixer gründlich pürieren, Sahne unterrühren, noch einmal heiß werden lassen und mit Salz, Pfeffer und ordentlich Zitronensaft abschmecken. Zur Seite stellen und warm halten.

5. Während die Suppe kocht, das Hühnerfleisch in große Stücke schneiden und in einer Schüssel mit etwas Salz, Pfeffer und Räucherpaprikapulver vermischen. Das Fleisch auf Holzspieße stecken (jeweils 3-4 Stücke pro Spieß). Den Basilikum abzupfen, waschen, trocken schütteln und sehr grob hacken. Die Hälfte des Basilikums für die Suppe zurücklegen.

6. In einer Pfanne Olivenöl auf mittlerer Stufe erhitzen und so viele Spieße wie nebeneinander passen von jeder Seite 2-3 Min. (je nach Dicke der Fleischstücke) anbraten. Kurz vor Ende der Garzeit einen Teil der Basilikumblätter hinzufügen und diese kurz mitbraten.

7. Die Suppe in tiefen Tellern oder Schüsseln anrichten, mit dem Basilikum bestreuen und zusammen mit den Hühnchenspießen und dem gebratenen Basilikum servieren.

Blog-Event - Blogg den Suchbegriff (Verlängert bis zum 15. Januar 2014)

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3 Kommentare

  • Reply boulancheriechen

    Da hätte ich jetzt gerade Lust drauf! Würde sich nur ein Huhn in meine Küche verlaufen! (Aber das würde dann wahrscheinlich uralt..)!

    15. Januar 2014 at 15:25
  • Reply Der Klang von Zuckerwatte

    Das arme Huhn – aber Steffen hat sich gefreut, was? 😉

    Sieht total lecker aus, Euer Süppchen, und auch die Spieße lachen mich gerade total an! Ganz fein! Das mit der Salzlake ist wirklich ein toller Trick; ich habe bisher auch nur gute Erfahrungen damit gemacht (gerade beim Braten des ganzen Vogels… wirklich Wahnsinn!).

    Ja, schade dass Euer Event schon vorbei ist… bei mir wollte erst neulich jemand was zu „dicken Krusten auf Kopfhaut“ wissen. ich sag nur: *bähhh! 🙂

    Ganz liebe Grüße Ihr zwei,
    Ylva

    15. Januar 2014 at 16:04
  • Reply Rebecca

    Da läuft mir jetzt aber das Wasser im Munde zusammen, wenn ich mir nur die Bilder anschaue. Top-Bilder die einem gleich zum nachkochen animieren.
    Viele Grüße

    15. Januar 2014 at 19:03
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