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    Saisonfutter: Polenta-Pommes mit Aioli und Tomaten-Apfel-Ketchup

    Polenta-Pommes mit Aioli und Tomaten-Apfel-Soße Rezept Feed me up before you go-go neu-2

    Ich weiß nicht, ob es euch auch so geht, aber bei uns ist das Kochen stark von den Jahreszeiten beeinflusst. Zum einen versuchen wir, möglichst saisonal einzukaufen (ohne dabei zu dogmatisch zu sein), was uns im Herbst z.B. wöchentlich Kürbisgerichte beschert, weil wir so viel wie möglich mitnehmen möchten, bis die Zeit der gelb-orangen Knubbelgewächse wieder vorbei ist. Zum anderen passen bestimmte Gerichte einfach nicht zu gewissen Temperaturen. Bei 35°C einen dampfenden, deftigen Eintopf zusammenzurühren, gehört nicht gerade zu den attraktivsten Vorstellungen. Gleichzeitig locken mich leichte, frische Salate auch nicht in die Küche, wenn draußen grauer Himmel und Schneematsch dominieren. Ein Gericht, das deswegen bei uns nur in der kälteren Jahreshälfte das Licht der Welt erblickt, sind diese Polenta-Pommes nach einem Rezept von Pete Evans. Es ist einfach nicht besonders angenehm, bei sommerlichen Temperaturen zu frittieren (einzige Ausnahme: die berühmten Freibad-Pommes – aber da muss man ja zum Glück nicht selbst ran …), daher bietet ein kühler Herbsttag, an dem morgens schon der erste Raureif an den Blättern nagt, die ideale Voraussetzung für die knusprigen Polenta-Sticks. Dabei sind die Pommes erstaunlich luftig, und zusammen mit den selbst gemachten Soßen kommt sogar etwas Mittelmeerfeeling auf. So lässt sich auch die Vorstellung leichter ertragen, dass der nächste Sommer noch mehrere Monate entfernt ist (nein, wir sind wahrlich keine Wintermenschen!).

    Welches Gericht steht bei euch denn gerade hoch im Kurs?

    Polenta-Pommes mit Aioli und Tomaten-Apfel-Soße Rezept Feed me up before you go-go-3

    Polenta-Pommes mit Aioli und Tomaten-Apfel-Ketchup (für 4 Personen):

    Für die Polenta:

    20 g Butter
    225 g Polenta
    100 g fein geriebener Parmesan
    ca. 1 l Pflanzenöl
    75 g Mehl
    Eine Handvoll frische Petersilie
    Salz, Pfeffer

    1. Für die Polenta 1,5 l Wasser mit der Butter in einem Topf erhitzen, bis es ganz leicht köchelt. 225 g Polentagrieß unter ständigem Rühren ins Wasser geben und die Masse dann 6-8 Min. bei niedriger Hitze garen. Der Brei sollte sich am Ende leicht vom Topfrand lösen. Vom Herd nehmen und 50 g geriebenen Parmesan unterrühren sowie mit Salz und Pfeffer würzen.

    2. Eine Auflaufform (ca. 20 x 30 cm) mit Alufolie auslegen, die Polenta einfüllen und glatt streichen. Ca. 1 Std. lang vollständig auskühlen lassen. In der Zwischenzeit die Soßen zubereiten.

    3. Die feste Polentamasse auf ein Schneidebrett stürzen, die Alufolie entfernen und in ca. 5 x 2 cm große Pommes schneiden.

    4. Das Öl in einer Fritteuse oder einem Topf auf 180°C erhitzen (als Test einen Holzkochlöffel in den Topf halten, wenn das Öl Blasen wirft, ist die passende Temperatur erreicht). Das Mehl und die restlichen 75 g Polentagrieß in einer Schüssel vermengen und die Polentapommes vorsichtig darin wenden. Anschließend portionsweise im heißen Öl 2-3 Min. goldgelb ausbacken und danach auf Küchenpapier abtropfen lassen.

    5. Die Petersilie waschen und fein hacken und gemeinsam mit dem restlichen Parmesan über die fertigen Pommes streuen. Sofort mit den beiden Soßen servieren.

    Für die Aioli:

    2 Knoblauchzehen
    30 ml gutes Olivenöl
    4 frische Eigelbe
    1 TL Dijonsenf oder süßen Senf (je nach Vorliebe)
    1 EL Zitronensaft
    170 ml Pflanzenöl
    Salz, Pfeffer

    1. Den Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Einen ordentlichen Schuss Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und den Knoblauch darin anrösten, bis er leicht angebräunt ist. Die Knoblauchscheiben aus der Pfanne holen, das Öl aufbewahren und abkühlen lassen.

    2. Eigelbe, Knoblauchscheiben, Senf, Zitronensaft und eine Prise Salz in einen hohen Becher geben und mit dem Stabmixer durchpürieren. Das Pflanzenöl mit dem Olivenöl aus der Pfanne mischen. Dann bei laufendem Mixer das Öl in einem dünnen stetigen Strahl hinzugießen, dabei den Mixer ganz langsam nach oben ziehen. Wenn eine cremige Emulsion entstanden ist, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

    Für den Tomaten-Apfel-Ketchup:

    1 große Zwiebel
    3 Knoblauchzehen
    6 Zweige Thymian
    3 Zweige Rosmarin
    1 grüner Apfel
    500 g Tomaten
    4 EL Tomatenmark
    180 ml passierte Tomaten
    1 EL Balsamicoessig
    Olivenöl
    Salz, Pfeffer, Zucker

    1. Die Zwiebel schälen und fein würfeln, den Knoblauch schälen und fein hacken, Thymian und Rosmarin ebenfalls fein hacken. Den Apfel mit Schale grob reiben. Die Tomaten in grobe Stücke schneiden.

    2. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln, Knoblauch und Kräuter darin bei mittlerer Hitze anschwitzen, bis sie Farbe angenommen haben. Dann Tomaten und Apfel hinzufügen und einige Minuten einköcheln lassen. Anschließend Tomatenmark, passierte Tomaten und Balsamicoessig hinzufügen, aufkochen lassen und dann bei niedriger Hitze ca. 20 Min. einkochen lassen.

    3. Die Soße etwas abkühlen lassen, mit dem Stabmixer fein pürieren und mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Wenn der Ketchup besonders fein sein soll, abschließend noch durch ein Sieb passieren. In saubere Gläser füllen und im Kühlschrank aufbewahren (hält sich ca. 1-2 Wochen).

    Polenta-Pommes mit Aioli und Tomaten-Apfel-Soße Rezept Feed me up before you go-go-1

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    Kochen in Orange: Pasta mit Kürbis-Salbei-Sauce und Kürbiskernen

    Pasta mit Kürbis-Salbei-Soße und gerösteten Kürbiskernen Rezept Herbst Feed me up before you go-go-1

    Waaas, schon 26 Tage Oktober und noch kein Kürbisrezept gepostet? Die Suchanfragen auf dem Blog quellen über vor Kürbis-Content, in unserer Küche befinden sich zur Zeit immer ein oder zwei Notfallkürbisse und es vergeht kaum eine Woche, in der unser Kürbishunger nicht gestillt werden möchte. Kürbisbeschallung von allen Seiten! Bevor wir also von der Foodblog-Polizei eins überkriegen, beugen wir uns dem Kürbisdruck und haben für euch heute ein simples, aber äußerst süchtig machendes Rezept, das wir vor einigen Wochen bei Cookie + Kate entdeckt haben und seitdem in etwas abgewandelter Form regelmäßig auf unserem Teller landet: Pasta mit Kürbis-Salbei-Sauce und gerösteten Kürbiskernen.

    Pasta mit Kürbis-Salbei-Soße und gerösteten Kürbiskernen Rezept Herbst Feed me up before you go-go-2

    Und falls euer Kürbisjieper nach weiteren Rezepten verlangt, sei euch unser Kürbisarchiv ans Herz gelegt:

    Pumpkin Spice Latte

    Pumpkin Spice Martini

    Salat mit Belugalinsen, Ofenkürbis, Schafskäse und Orangendressing

    Kürbis-Zwiebel-Kuchen

    Ricotta-Kürbis-Cannelloni

    Kürbis-Mango-Curry mit Basilikum

    Kürbisrisotto mit Ricotta und gerösteten Maronen

    Zitronenrisotto mit Ofenkürbis

    Kürbis-Buttermilch-Cupcakes mit Vanille-Frosting

    Kürbis-Walnuss-Cupcakes mit Zimt-Frosting

    Kürbishappen

    Pasta mit Kürbis-Salbei-Soße und gerösteten Kürbiskernen Rezept Herbst Feed me up before you go-go-3

    Pasta mit Kürbis-Salbei-Sauce und gerösteten Kürbiskernen (für zwei Personen):

    350 g Butternut-Kürbis (geschält)
    1 kleine Zwiebel
    1 Knoblauchzehe
    3 TL Olivenöl
    200 ml Gemüsebrühe
    260 g Pasta
    2 EL Kürbiskerne
    1 große Handvoll frische Salbeiblätter
    1 TL Schmand
    ¼ TL Piment d’Espelette
    Salz, Pfeffer
    Etwas frischer Parmesan

    1. Den geschälten Kürbis in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und jeweils fein würfeln. 2 TL Olivenöl in einem Topf erhitzen. Zuerst die Zwiebel kurz darin anbraten, dann Kürbis und Knoblauch hinzufügen und ca. 5 Min. unter Rühren anbraten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen und alles 15 Min. köcheln lassen.

    2. In der Zwischenzeit Nudeln in einem Topf Salzwasser gar kochen. Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Öl anrösten. Die Salbeiblätter ebenfalls in einer Pfanne, aber in 1 TL Öl knusprig braten. Kürbiskerne und Salbei beiseitestellen.

    3. Wenn der Kürbis weich gekocht ist, mit dem Pürierstab durchgehen und alles im Topf zu einer homogenen Sauce pürieren. Den Schmand hinzufügen, die Hälfte der Salbeiblätter unterrühren. Alles mit Piment, Salz und Pfeffer abschmecken. Wer die Sauce nicht ganz so dickflüssig möchte, gibt noch etwas Nudelwasser dazu. Anschließend die Nudeln direkt aus dem Kochwasser in den Topf mit der Kürbisauce geben und alles gut miteinander vermischen.

    4. Die Pasta auf zwei Teller verteilen, mit restlichen Salbeiblättern und den gerösteten Kürbiskernen bestreuen. Zum Schluss noch etwas frischen Parmesan darüberreiben.

    Tipp: Das Gericht lässt sich leicht veganisieren, indem man den Schmand durch einen Schuss Sojasahne ersetzt und den Käse weglässt.

    Pasta mit Kürbis-Salbei-Soße und gerösteten Kürbiskernen Rezept Herbst Feed me up before you go-go-4

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    Auf Vorrat: Rote-Bete-Relish

    Rote-Bete-Relish Rezept Feed me up before you go-go-3

    Als meine Kollegin letztens in den Urlaub fuhr, hat sie uns netterweise ihre Kiste vom Kartoffelkombinat überlassen. Dahinter verbirgt sich nicht einfach eine normale Abo-Gemüse-Kiste, sondern vielmehr die Teilhaberschaft an einer Obst- und Gemüse-Genossenschaft. Das bedeutet, dass man keine feste Menge an Obst und Gemüse bekommt, sondern sich der Anteil vielmehr an den Ernteerträgen orientiert. Dementsprechend ist der Inhalt der Kiste noch stärker saisonal ausgerichtet als bei anderen Anbietern und wir hatten plötzlich eine große Menge Rote Bete zu verarbeiten (anscheinend war die Ernte besonders gut verlaufen).

    Wir mögen Rote Bete zwar sehr, verwenden die erdigen Knollen aber eher in Maßen. Nachdem wir also unser Standard-Pastarezept gekocht und Flammkuchen damit belegt hatten (auch sehr zu empfehlen!), war unser Hunger auf Rote Bete vorerst gestillt. In weiser Voraussicht, dass dieser jedoch bald wiederkommen würde, haben wir kurzerhand eingekocht. Dieses Relish ist der perfekte Begleiter durch den Winter; es lässt sich z.B. wunderbar mit Käse auf einer Scheibe Brot kombinieren, für einen winterlichen Burger verwenden oder mit angebratenem Nusstofu in eine kleine Vorspeise verwandeln. Wer kein Fan von Roter Bete ist, sollte das Relish dennoch probieren, denn der erdige Geschmack wird durch die Apfel- und Tomatenaromen gut im Zaum gehalten.

    Rote-Bete-Relish Rezept Feed me up before you go-go-2

    Rote-Bete-Relish (für ca. 1 l Relish):

    500 g gekochte und geschälte Rote Bete
    3 kleine Äpfel (ca. 350-400 g)
    130 g Zucker
    150 ml Apfelessig
    100 ml Apfelsaft
    3 EL Tomatenmark
    2 EL Balsamicoessig

    1. Die Rote Bete grob raspeln (dabei am besten Handschuhe anziehen!). Die Äpfel waschen und ebenfalls bis auf das Kerngehäuse raspeln. Äpfel und Rote Bete zusammen mit den restlichen Zutaten in einen Topf geben, verrühren, aufkochen und ca. 20-30 Min. bei mittlerer Hitze einkochen lassen. Die Masse sollte schön angedickt sein.

    2. Die Rote-Bete-Apfel-Mischung noch heiß in sterilisierte Gläser füllen, Deckel zudrehen, umdrehen und 5 Min. auf dem Kopf stehen lassen. Anschließend abkühlen lassen und an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahren.

    Rote-Bete-Relish Rezept Feed me up before you go-go-4

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    Frühstücksliebling: veganes Pfirsich-Mandel-Porridge mit Chia und Vanille

    Veganes Pfirsich-Mandel-Porridge mit Chia und Vanille Rezept Feed me up before you go-go-1

    Wenn mitten im Kürbismonat der Sommer noch einmal ausbricht, Menschen Jacken von sich werfen und Nasenspitzen von der Sonne rot gefärbt werden, darf es auch auf dem Teller ein kleines sommerliches Comeback geben. In der Frühstücksschüssel, um genau zu sein – denn auch wenn das wärmende Porridge so manch frostigen Oktobermorgen erträglicher werden lässt, steht es noch mit einem Bein (und einer Handvoll Weinbergpfirsichen) im Spätsommer. Eine kulinarische Übergangsjacke sozusagen, die unserem bisherigen Lieblingsporridge gefährlich werden könnte. Also, kratzt die Reste der warmen Jahreszeit noch mal zusammen, bevor wir bald vollends in Zimt- und Kardamomwolken verschwinden, nur noch durch Schalschlitze gucken und auf den vielen Schnee und die glatten Straßen schimpfen

    Veganes Pfirsich-Mandel-Porridge mit Chia und Vanille (für zwei Portionen):

    3 Weinbergpfirsiche
    125 g grobe Haferflocken
    350 ml Sojamandelmilch
    1 TL Agavendicksaft
    Mark einer ½ Vanilleschote
    1 TL Chiasamen
    Ein guter Schuss Amaretto
    20 g Mandelblättchen

    1. Die Pfirsiche waschen – zwei davon in kleine Stücke schneiden und zusammen mit Haferflocken, Mandelmilch, Agavendicksaft, Vanille, einem ½ TL Chiasamen und Amaretto in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze unter Rühren etwa 5 Minuten köcheln lassen, bis die Haferflocken weich sind. Falls die Masse zu dickflüssig ist, kann noch etwas Mandelmilch hinzugefügt werden. Den dritten Pfirsich in Spalten schneiden und zur Seite stellen.

    2. Die Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze anrösten. Das Porridge vom Herd nehmen und sofort in kleine Schüsseln füllen. Mit Pfirsichspalten, Mandeln und restlichen Chiasamen belegen und gleich weglöffeln. Guten Appetit!

    Veganes Pfirsich-Mandel-Porridge mit Chia und Vanille Rezept Feed me up before you go-go-2

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    Deutschland isst bunt und bloggt für Flüchtlinge: Joghurt mit Orange, Pflaume und Sesam-Mandel-Krokant

    Joghurt mit Orangen, Pflaumen, Granatapfel und Sesam-Mandel-Krokant Rezept Feed me up before you go-go-1

    In diesem Sommer fällt es nicht leicht, seinen Glauben an das Gute im Menschen zu behalten. Der rassistische deutsche Nazimob, der in Heidenau gerne ein zweites Lichtenhagen angerichtet hätte, AWO-Mitarbeiterinnen, die sich damit brüsten, dass bei ihnen „keiner überleben würde“ und eine Bundesregierung, die es schafft, immer einen Tick zu uneindeutig zu sein, wenn es um die klare Haltung zum gelebten Rassismus der Deutschen geht.

    Auch wenn dementsprechend die Vergleiche mit der Situation Anfang der 90er – als nicht nur Häuser, sondern auch Menschen brannten – schnell bei der Hand sind, sehen wir doch einen deutlichen Unterschied. Die Solidarität der Menschen vor Ort ist viel größer als damals, die Bereitschaft, Flüchtlingen zu helfen, ist auch nach mehreren Monaten ungebrochen. Das Internet mag dafür gesorgt haben, dass die Hassparolen, die früher nur am Küchentisch gerufen wurden, ein viel größeres Publikum erreichen, aber gleichzeitig ermöglicht die totale Vernetzung auch Aktionen, von denen man früher niemals geträumt hätte. Schon im letzten Dezember haben wir auf Initiative von Claudia Kekse für eine Weihnachtsfeier in der Münchner Erstaufnahmeeinrichtung gebacken und mit dem Restaurant Day und der dirtyXbreak mittlerweile schon über 1000€ für Flüchtlingsinitiativen in München spenden können. Da aber z.B. der Krieg in Syrien wohl kaum morgen beendet sein wird, ist Unterstützung weiterhin von Nöten.

    Im Bereich der Foodblogs hat es glücklicherweise immer wieder deutliche Worte gegeben, die gezeigt haben, dass es bei uns eben nicht nur um Rezepte und schöne Bilder geht. Ein Blogevent, das diese Stimmen zusammenfasst, hat Conny vom Blog Seelenschmeichelei ins Leben gerufen: Deutschland isst bunt! Wie absurd Nationalismus gerade in Sachen Ernährung ist, haben wir ja schon im Artikel zu unserem letzten Burgerrezept betont und beteiligen uns deswegen auch gerne an dieser Aktion.

    Auch wenn solche symbolischen Akte wichtig sind, um eine Gegenöffentlichkeit zum in Wort und Tat zündelnden Rassistenpack zu schaffen, braucht es doch mehr. Es braucht z.B. ganz konkret Geld für die Initiativen, die sich vor Ort um Menschen kümmern, die in der Flucht in ein ihnen mehrheitlich unbekanntes Land die letzte Hoffnung gesehen haben. Wer hier helfen möchte, kann das z.B. über die von Paul Huizing, Karla Paul, Nico Lumma und Stevan Paul ins Leben gerufene Spendenaktion tun. #BloggerfuerFluechtlinge nennt sich ihr Aufruf passenderweise, und das ursprünglich gesteckte Ziel von 4000€ wurde mittlerweile schon um das zehnfache überschritten. Aber es wird natürlich kräftig weiter gesammelt und das Geld kommt unterschiedlichen Flüchtlingsprojekten in Deutschland zugute. Wenn auch ihr beim nächsten Einkauf auf die teure Flasche Wein verzichten und stattdessen mit einem Beitrag Menschen, die aktuell vor Krieg und Hunger in unser Land fliehen und auf Hilfe angewiesen sind, unterstützen möchtet, könnt ihr das über diese Seite tun.

    Und weil die ganze angestaute Wut über den empathielosen Teil unserer Gesellschaft natürlich Hunger macht, haben wir noch ein sommerlich buntes Dessert für euch (angelehnt an dieses Rezept).

    Joghurt mit Orangen, Pflaumen, Granatapfel und Sesam-Mandel-Krokant Rezept Feed me up before you go-go-2

    Joghurt mit Orange, Pflaume, Granatapfel und Sesam-Mandel-Krokant (für ca. 3 Portionen):

    Für den Krokant:

    25 g Mandelblättchen
    1 EL schwarzer Sesam
    2 EL brauner Zucker
    ¼ TL Kardamom
    1 Prise Salz

    Für den Joghurt:

    1 Granatapfel
    2 Orangen
    2 Pflaumen
    1 EL brauner Zucker
    400 g Naturjoghurt
    100 g Schmand
    1 Vanilleschote
    1 TL schwarzer Sesam

    1. Für den Krokant Mandeln, Sesam, Zucker, Kardamom und Salz in einer Pfanne vermischen und bei mittlerer Hitze unter Rühren karamellisieren lassen. Auf Backpapier ausstreichen und abkühlen lassen.

    2. Für den Joghurt den Granatapfel halbieren. Aus einer Hälfte die Kerne auslösen, die andere Hälfte mit einer Zitronenpresse auspressen (ja, das funktioniert tatsächlich) und den Saft zur Seite stellen. Eine der Orangen auspressen, die andere filetieren und den übrigen Rest mit den Händen ebenfalls ausdrücken und auffangen. Die Pflaumen waschen und in Spalten schneiden.

    3. Granatapfel- und Orangensaft mit dem Zucker in einem kleinen Topf aufkochen und zu einem Sirup einkochen lassen. Den Joghurt mit dem Schmand in einer Schüssel verrühren. Die Vanilleschote aufschneiden, auskratzen und das Mark unter den Joghurt rühren.

    4. Den Joghurt auf Schüsselchen verteilen, Orangenfilets, Pflaumenspalten und Granatapfelkerne darauf anrichten. Über die Orangenscheiben jeweils etwas schwarzen Sesam streuen. Den Sesam-Mandel-Krokant in kleine Stücke brechen und über dem Obst verteilen.

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    Deutschland, Gegessen, Gekocht, Gereist, Geteilt, Getestet, München

    Kulinarischen Trends auf der Spur: die AEG Taste Academy

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    Die Art und Weise, wie wir essen und kochen, wie wir mit verschiedenen Zutaten umgehen oder Aromen kombinieren, ändert sich ständig. Die Küche des 19. Jahrhunderts hat nicht mehr viel mit dem zu tun, was heute auf unseren Tellern landet (… worüber wir wohl auch ganz froh sein dürfen). Auch wenn es immer wieder Trends gibt, bei denen den Vorvätern und -müttern verklärt in die Töpfe geschaut wird, so gibt es doch kein Zurück mehr (auch wenn das z.B. in der eigentlich lobenswerten Slow-Food-Bewegung gerne mal vergessen wird). Die schnell fortschreitenden Trends im Blick zu behalten, ist auch für die Profis im Geschäft keine einfache Aufgabe. AEG hat deswegen mit der AEG Taste Academy eine neue Reihe von Kochevents aufgelegt, die diesen Entwicklungen Rechnung tragen und einen Einblick in das geben, was kulinarisch gesehen gerade der heiße Scheiß ist. Lucki Maurer zeigt unter dem Motto „Nose to tail“, wie verantwortungsbewusster Fleischkonsum aussehen kann, damit Tiere nicht nur fürs Filet gemästet und geschlachtet werden. Bei Heiko Antoniewicz erhält man einen Einblick ins „Flavour Pairing“ und kann miterleben, wie mit modernen Küchentechniken z.B. Grapefruit, Ente und Schokolade zu neuen Geschmacksexplosionen verschmelzen. Der dritte im Bunde, Christian Mittermeier, geht die Sache dagegen etwas allgemeiner an und präsentiert in seinem Kurs verschiedene kulinarische Trends, die eindrucksvoll zeigen, wie moderne Küche aussehen (und schmecken!) kann. Weiterlesen

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    Gekocht

    We can pickle that! Süß-sauer eingelegte Radieschen

    Eingelegte Radieschen Rezept Feed me up before you go-go-1

    Pickled onions, pickled plums, pickled fiddleheads, pickled ginger, pickled this and pickled that. Fein verpackt in hübschen Mason Jars mit noch hübscheren Labels begegnen wir ihnen in unserem Urlaub in Feinkostläden und Brauereien, in Hipster-Shops und auf Farmers Markets. Die USA scheinen dem Einlegfieber verfallen zu sein. Alles wird in Essig eingelegt und konserviert, süß und sauer, scharf und würzig. Nur etwas unhandlich sind die großen Gläser als Urlaubsmitbringsel ja schon. Hilft nix, dann muss eben zu Hause die Lieblingknolle ganz schnell und ganz einfach in haltbare Form gebracht werden.

    Eingelegte Radieschen Rezept Feed me up before you go-go-2

    Süß-sauer eingelegte Radieschen (für ein 500 ml-Glas):

    1 Bund Radieschen
    2 Knoblauchzehen
    ½ TL schwarze Pfefferkörner
    ½ TL Fenchelsamen
    1 TL Senfsamen
    2 Msp. Piment d’Espelette
    180 ml Weißweinessig
    180 ml Wasser
    2 EL Honig
    2 TL Salz

    1. Die Radieschen waschen, die Wurzel abschneiden und in feine Scheiben hobeln. In ein vorher ausgekochtes Glas füllen. Den Knoblauch schälen und zusammen mit Pfeffer, Fenchel- und Senfsamen sowie Piment d’Espelette ins Glas geben.

    2. In einem kleinen Topf den Essig mit Wasser, Honig und Salz aufkochen. Vom Herd nehmen und über die Radieschen ins Glas schütten. Abkühlen lassen, dann kühl lagern.

    Tipp: Die eingelegten Radieschen halten sich gekühlt mindestens zwei Wochen und schmecken hervorragend im Salat oder mit Frischkäse auf frischem Brot.

     

    Und falls ihr auch vom Einlegfieber befallen seid und noch Ideen sucht, was ihr so „pickeln“ könntet …

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    Gekocht, Gemixt

    Sommerdrink am Stiel: Erdbeer-Mojito-Popsicles

    Erdbeer-Mojito-Popsicles Eis Rezept Feed me up before you go-go-3

    Cocktail in Eisform: Die veganen Erdbeer-Mojito-Popsicles bringen das Beste aus zwei Welten zusammen. Ein fruchtiger Sommerdrink trifft auf ein erfrischendes Eis am Stiel. Fix gemacht, mit Erdbeeren und frischer Minze, einfach perfekt für warme Sommertage.

    Die heißesten Tage des Jahres verlangen nach besonderen Maßnahmen. Wenn die Hitze das Hirn zerfrisst, Körper zerfließen und einem drückende Wärme die Luft zum Durchatmen nimmt, will jede Bewegung in der Küche wohlüberlegt sein. Selbst gekocht wird hier schon seit Tagen nicht mehr. Erdbeeren waschen, Minze zupfen – das geht gerade noch so. Richtig schweißtreibend dagegen schon das Auspressen von Limetten. Doch viel mehr braucht es zum Glück auch nicht. Zur Erholung noch schnell ein Mittagsschläfchen im Schatten (oder auf den kalten Badezimmerfliesen), anschließend wird der beschwerliche Gang zum Kühlschrank mit den kühlsten und erfrischendsten Mojitos, die man sich nur vorstellen kann, belohnt. Mit eisgekühlten Drinks am Stiel lässt sich der Rest des Sommers vielleicht etwas stilvoller ertragen. Cheers!

    Erdbeer-Mojito-Popsicles Eis Rezept Feed me up before you go-go-1

    Erdbeer-Mojito-Popsicles (für ca. 1,5 l):

    400 g Erdbeeren
    1 Handvoll Minzblätter
    Saft von einer Limette
    4 EL Agavendicksaft
    210 ml Wasser
    40 ml brauner Rum
    250 g Eiswürfel
    Holzstiele

    1. Erdbeeren waschen und das Grün entfernen. Minzblätter waschen und zusammen mit Erdbeeren, Limettensaft, Agavendicksaft, Wasser, braunem Rum und Eiswürfel in einen Mixer geben und gut pürieren.

    2. Den Erdbeer-Mix in Eisformen füllen und jeweils einen Holzstiel in die Mitte der Formen stecken. Ins Gefrierfach stellen, bis das Eis komplett gefroren ist. Die Eisformen kurz in warmes Wasser tauchen, damit sich die Popsicles gut herauslösen lassen.

    Tipp: Da es so viele unterschiedliche Eisformen gibt, messt eure Formen am besten vorher aus und passt das Rezept an die Größe eurer Formen an.

    Erdbeer-Mojito-Popsicles Eis Rezept Feed me up before you go-go-2

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    Erdbeer-Mojitos am Stiel Popsicles Rezept

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