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Steffen

    Gekocht

    Vegetarische Mezze: Baba Ghanoush, Artischocken-Walnuss-Aufstrich und Zucchinirollen mit Ziegenkäse, Paprika und Minze

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    Wie ihr vielleicht bemerkt habt, ist es hier auf dem Blog gerade etwas ruhiger geworden. Der Oktober zeigt sich uns bisher von seiner stressigen Seite, mit wissenschaftlichen Vorträgen, die gehalten werden wollen, Buchmessen, die nicht nur zum Spaß besucht werden müssen, Veröffentlichungsterminen, die laut an die Tür klopfen und nervigen Erkältungen, die einen einige Tage ans Bett fesseln. Das Kochen ist dabei etwas zu kurz gekommen, wir haben uns oft auf Standards beschränkt oder auch mal auf schnelle Döner oder Burritos zurückgegriffen. Glücklicherweise befinden sich noch ein paar nicht verbloggte Rezepte in unserem Fotoarchiv. Den Anfang macht der erste von zwei Posts zu einem ganzen Tisch voller köstlicher Mezze. Wer uns schon länger folgt, weiß um unsere Vorliebe für spanische Tapas und Pintxos. Mezze sind im Grunde genommen das Äquivalent des östlichen Mittelmeerraums: kleine Speisen, die mit möglichst vielen Freunden und Familienmitgliedern geteilt werden. Ein ganz hervorragendes Mezze-Erlebnis hatten wir kürzlich einige tausend Kilometer entfernt von den Ursprüngen, nämlich in Washington DC. In der US-Hauptstadt durften wir mit einigen Bekannten einen ganz tollen Abend im Zaytinya verbringen und uns gleich Inspirationen für die nächste Mezze-Schlacht holen.

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    Für unseren Mezze-Abend haben wir uns einmal quer durch die Küche des östlichen Mittelmeerraums gekocht und ein abwechslungsreiches vegetarisches Menü zusammengestellt, das locker 4-6 hungrige Mezze-LiebhaberInnen glücklich macht. Den Anfang machen drei Rezepte für Baba Ghanoush mit gerösteten Sesam und Granatapfelkernen, Artischocken-Walnuss-Aufstrich sowie Zucchinirollen mit Ziegenkäse, gegrillter Paprika, Minze und Rucola. Wir wünschen guten Appetit bzw. Sachtehn, wie man im Libanon sagt!

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    Baba Ghanoush mit geröstetem Sesam und Granatapfelkernen:

    1 große Aubergine
    1 Knoblauchzehe
    1 EL Sesamkörner (hell, dunkel oder gemischt)
    50 g Tahini (Sesampaste)
    30-40 ml frisch gepresster Zitronensaft
    2 EL Granatapfelkerne
    Salz, Pfeffer, Olivenöl

    1. Den Ofen auf Höchsttemperatur (max. 250°C) vorheizen. Die Aubergine waschen, abtrocknen und rundherum mit einem Messer einstechen. Die Aubergine im Ofen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und 15-20 Min. rösten. Das Fruchtfleisch sollte richtig weich sein und die Schale leicht geschwärzt. Wer einen Gasherd hat, kann die Aubergine auch mithilfe einer Zange über der offenen Flamme grillen.

    2. Die Aubergine anschließend ca. 15 Min. auskühlen lassen. Währenddessen den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Sesamkörner in einer Pfanne ohne Öl anrösten, bis sie leicht gebräunt sind und zu duften beginnen.

    3. Die Aubergine schälen (eventuell anhaftendes Fruchtfleisch mit einem Löffel abkratzen) und zusammen mit Tahini, Zitronensaft und Knoblauch fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

    4. Zum Servieren in eine Schüssel füllen, mit etwas Olivenöl beträufeln und mit Granatapfelkernen sowie Sesamkörnern bestreuen.

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    Artischocken-Walnuss-Aufstrich:

    1 kleine Dose Artischocken
    60 g Walnüsse
    1 EL Sesamkörner (hell, dunkel oder gemischt)
    1 Handvoll frische Petersilie
    1 Knoblauchzehe
    125 ml Olivenöl
    1 EL frisch gepresster Zitronensaft
    Salz, Pfeffer, Olivenöl
    Ein paar Scheiben frisches Brot

    1. Die Artischocken abtropfen lassen. Die Walnüsse in einer Pfanne ohne Öl anrösten lassen, bis sie zu duften beginnen. Danach die Sesamkörner ebenfalls kurz anrösten. Die Petersilie waschen, trocken schütteln und grob hacken. Die Knoblauchzehe schälen und ebenfalls grob hacken.

    2. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit einem Pürierstab pürieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zusammen mit frischem Brot servieren, mit etwas Olivenöl beträufeln und mit gerösteten Sesamkörnern garnieren.

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    Zucchinirollen gefüllt mit Ziegenkäse, gegrillter Paprika, Minze und Rucola:

    1 rote Paprika
    1 Zucchini
    1 kleine Chilischote (nach gewünschtem Schärfegrad)
    1 Handvoll Minze + einige Blätter zum Garnieren
    1 Handvoll Rucola + einige Blätter zum Garnieren
    125 g Ziegenfrischkäse
    Salz, Pfeffer

    1. Den Ofen auf Grillstufe vorheizen. Die Paprika waschen, halbieren, entkernen und im oberen Drittel des Ofens grillen, bis die Haut dunkel wird und Blasen wirft. Die Paprika aus dem Ofen nehmen und in einem verschlossenen Frischhaltebeutel abkühlen lassen, damit sich die Schale später besser ablösen lässt. Anschließend schälen und fein hacken.

    2. Währenddessen die Zucchini mit einem Sparschäler in breite Streifen schneiden. Etwas Öl in einer (Grill-)Pfanne erhitzen und die Zucchinistreifen portionsweise von beiden Seiten leicht anbräunen lassen. Auf einem Küchentuch abtropfen lassen.

    3. Die Chilischote fein hacken, Minze und Rucola waschen und ebenfalls hacken. Alles in einer Schüssel mit dem Ziegenkäse und der Paprika vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

    4. Jeweils einen Zucchinistreifen mit etwas Ziegenkäsecreme bestreichen und ein paar Minz- oder Rucolablätter einlegen, dann alles vorsichtig aufrollen.

    Hinweis: In Kürze folgt ein zweiter Post mit den restlichen Rezepten, die auf dem ersten Foto zu sehen sind. Wer alle sechs Mezze-Gerichte nachkocht, braucht insgesamt einen ganzen Granatapfel.

    Für das Baba Ghanoush haben wir uns von Chef Ramzis Arabischem Kochbuchinspirieren lassen (das wir hier auch schon mal vorgestellt haben), während wir die Idee für den Artischockenaufstrich bei The Year in Food gefunden haben.

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    Fies, fieser, Gin Fizz! {Blogg den Suchbegriff II}

    Gin Fizz Gin Fies Drink Rezept-1

    Die zweite Ausgabe unseres Blog-Events „Blogg den Suchbegriff“ neigt sich leider schon wieder dem Ende zu. Bis morgen Abend habt ihr noch Zeit, eure verbloggten Suchbegriffe bei uns einzureichen. Was genau sich hinter dem Blog-Event mit dem etwas merkwürdigen Namen verbirgt findet ihr samt aller Infos zur Teilnahme natürlich hier auf unserer Seite.

    Zum Abschluss schicken wir noch einen Drink für all jene ins Rennen, die nach dem ultimativen Mund-zusammen-zieh-Drink suchen. Denn wer nach „Gin fies“ googelt, hat natürlich einen ganz besonders fiesen Gin Fizz verdient! Dabei handelt es sich um den bösen Bruder des Gin Fizz, den man so richtig, richtig sauer gemacht hat. Der Gin Fizz ist einer der klassischsten Longdrinks überhaupt, und gerade die Variante des Ramos Gin Fizz sollte eigentlich zum Standardrepertoire aller Barkeeper gehören. Unsere fiese Variante kommt mit extra viel Limettensaft daher, die durch ein paar Minzblätter noch eine würzig-frische Note erhält. Bei der Auswahl des Gins sollte darauf geachtet werden, dass kein zu sanfter Vertreter des Wacholderdestillats im Shaker landet, sonst schmeckt man vor lauter Limettensaft nämlich nur fies und zu wenig Gin. Der spanische Gin Mare eignet sich hier beispielsweise prima (und ist auch gleichzeitig einer unserer absoluten Lieblingsgins), der tolle und kräftige Thymian-, Rosmarin- und Zitrusnoten mit sich bringt.

    Gin Fizz Gin Fies Drink Rezept-2

    Fieser Gin Fizz (Rezept für ein Longdrinkglas):

    4 cl würziger Gin (z. B. Gin Mare)
    8 cl Limettensaft
    2 cl Zuckersirup
    3-4 Blätter frische Minze

    viel Eis
    Mineralwasser
    Minze zum Dekorieren

    1. Alle Zutaten mit viel Eis in einen Shaker geben. Mit einem Küchenhandtuch umwickeln und mind. 1 Min. kräftig schütteln.

    2. Auf Eiswürfel in ein Longdrinkglas abseihen, mit Mineralwassser aufgießen und mit einem Minzstängel servieren.Blog-Event - Blogg den Suchbegriff II (Abgabe bis zum 30. September 2014)

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    Gebacken

    USA kulinarisch: Key Lime Tarte

    Key Lime Tarte Rezept Feed me up before you go-go-1-4

    Kaum zu glauben, aber vor drei Wochen sind wir noch bei über 30°C durch New York geschlendert, haben in kleinen Läden unter der Manhattan Bridge gestöbert, mit Blick auf die Skyline Manhattans Limonade geschlürft und sind über die Brooklyn Bridge gelaufen. Irgendwie geht so ein Urlaub immer viel zu schnell vorbei, und am Ende hätten wir unsere Rundreise entlang der Ostküste der USA am liebsten wieder von vorne begonnen. Ja, wir sind immer noch große Fans der Vereinigten Staaten (auch wenn man dort oftmals aus dem Kopfschütteln nicht mehr herauskommt) und es wird sicherlich auch einige Posts zu den kulinarischen Entdeckungen geben, die wir dort gemacht haben. Während des Urlaubs wurden wir hier glücklicherweise ganz fabelhaft vertreten und drei wunderbare Bloggerinnen haben ihre ganz persönliche Sicht auf die amerikanische Küche mit uns und euch geteilt. Wenn ihr es noch nicht getan habt, schaut euch gleich an, was sich Carina, Ylva und Maja Leckeres ausgedacht haben!

    Zum Abschluss unserer USA-Themenwochen spendieren wir noch einen amerikanischen Klassiker, den wir bereits vor zwei Jahren in Florida lieben gelernt haben: die Key Lime Pie. Wie der Name schon vermuten lässt, stammt das Rezept von den Florida Keys, ist uns aber auch überall an der Ostküste begegnet. Key Lime Cupcakes, Key Lime Cream Cheese, Key Lime Milkshake – der Fantasie der KöchInnen sind da offensichtlich keine Grenzen gesetzt. Wir präsentieren euch aber eine ganz vorsichtig veränderte Version des ursprünglichen Rezepts, für die wir unsere neue rechteckige Tarteform eingeweiht und die Eiweißmenge für die Baiserhaube stark reduziert haben. Schmeckt ganz herrlich und passt perfekt zu den letzten Sonnenstrahlen, die uns hier in München derzeit noch ab und zu beglücken und den Übergang vom Urlaub zum Alltag etwas erleichtern.

    Key Lime Tarte Rezept Feed me up before you go-go-3-4

    Key Lime Tarte (für eine 35 x 12 cm Tarteform):

    160 g Vollkornkekse
    2 EL Zucker
    6 EL geschmolzene Butter
    300 g gezuckerte Kondensmilch
    3 Eier
    140 ml Limettensaft
    1 Eiweiß
    1 TL Zucker

    1. Den Backofen auf 190°C vorheizen. Die Kekse fein mahlen und in einer Schüssel mit dem Zucker und der Butter vermischen. Die Masse in die Tarteform geben, verteilen und am Boden und den Seiten fest andrücken. Im Ofen für ca. 12-15 Min. backen, bis der Boden leicht gebräunt ist. Abkühlen lassen und zur Seite stellen.

    2. Den Ofen auf 160°C vorheizen bzw. runterstellen. Kondensmilch, Eier und Limettensaft in einer Schüssel verrühren. Die Masse in die Tarteform mit dem vorgebackenen Boden geben und im Ofen auf mittlerer Schiene ca. 14-17 Min. backen. Die Mitte der Tartefüllung sollte gerade fest sein. Aus dem Ofen holen und abkühlen lassen.

    3. Eiweiß und Zucker verrühren und anschließend über einem Wasserbad so lange rühren, bis die Masse lauwarm und der Zucker geschmolzen ist. Anschließend mit einem elektrischen Rührer bei hoher Geschwindigkeit schlagen, bis die Masse steif wird und sich kleine Bergspitzen bilden. Das kann bis zu 5 Min. dauern.

    4. Die Masse in eine Spritztüte mit beliebiger Tülle füllen und damit die Tarte dekorieren.

    Key Lime Tarte Rezept Feed me up before you go-go-2-4

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    USA kulinarisch: Loco Moco nach Der Klang von Zuckerwatte {Gastbeitrag}

    Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, befinden wir uns gerade in den USA auf großer Ostküstentour. Gestern sind wir in Boston angekommen, haben ein tolles Konzert besucht und jetzt noch zwei Tage Zeit, die Stadt zu erkunden, bevor es weiter durch Neuengland geht. Während uns Carina letzte Woche ein wenig New York auf den Teller holte, hält diese Woche die liebe Ylva hier die Stellung, deren großartiger Blog Der Klang von Zuckerwatte hier ja schön öfter zur Sprache kam. Von ihr haben wir nicht nur die Sache mit den pochierten Eiern gelernt, sondern auch mehr als nur ein japanisches Rezept stibitzt. Während des Foodbloggercamps im vergangenen März durften wir bei ihr übernachten und freuen uns immer wieder, wenn wir sie auch außerhalb von Twitter, Instagram und Co. persönlich treffen dürfen. Im Sommer waren Ylva und ihr Mann auf der anderen Seite des Globus unterwegs, und dank des beneidenswerten Reiseziels Hawaii passt sie perfekt in unser amerikanisches Themen-Special. Denn auch wenn man es leicht vergisst, die Inseln sind ein Bundesstaat der USA. Allerdings mit einer ganz eigenen kulinarischen Tradition, die stark vom lokalen Nahrungsangebot beeinflusst wurde. Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, schaut euch unbedingt mal Ylvas tolle Artikel zur Reise an! Wir freuen uns auf jeden Fall, euch durch Ylvas Beitrag eine ganz andere Seite der amerikanischen Küche präsentieren zu können und Steffen ist schon ganz heiß darauf, das Loco Moco nach unserer Rückkehr auszuprobieren.

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    Aloha! Heute freue ich mich riesig bei zweien meiner Lieblingsblogger Gast sein zu dürfen! Sabrina und Steffen von feed me up before you go-go machen gerade die USA unsicher und ich soll die beiden heute würdig vertreten. „USA kulinarisch“ lautet derzeit das Motto auf ihrem Blog. Tja … die vereinigten Staaten sind groß! Es ist ein weiter Weg von der kalifornischen Westküste bis zur Ostküste, vom Norden Alaskas bis in den Süden runter nach Alabama, über die Rocky Mountains und den Mississippi … Und nochmals sechs Stunden mit dem Flugzeug muss man auf sich nehmen, um von der Westküste zum südlichsten Punkt der USA zu gelangen: den hawaiianischen Inseln. Und die haben kulinarisch einiges drauf!

    Der Reiseführer warnt sagt: „Es ist unmöglich nach Hawaii zu reisen und dort nicht zuzunehmen.“ Recht hat er, bietet das Land doch so unglaublich viel an kulinarischen Köstlichkeiten: rauchiges Barbecue, fangfrisches Seafood und tropische Früchte ziehen in ihren Bann und lassen fast zu schnell vergessen, dass man vor dem Urlaub noch wie im Wahn versucht hat, seinen Waschbrettbauch zu optimieren. Neben dem konstanten Mix aus westlicher und südostasiatischer Küche bezaubert Hawaii auch mit ein paar Traditionsgerichten, wie zum Beispiel Poke (roher, gewürfelter Fisch in Marinade), Kalua Pork (eine Art pulled Pork, traditionell in der Erdgrube gegart) oder Laulau (in Taroblättern gedämpftes Fleisch).

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    Und dann wäre da noch Loco Moco. Das hawaiianische „Plate Lunch“ schlechthin könnte man als Abwandlung eines Burgers bezeichnen, nur dass die Basis kein Brötchen ist, sondern aus zwei Kellen Reis besteht und der leckere Patty mit einem Spiegelei getoppt wird. Obendrauf kommt schlussendlich noch eine gute Kelle Bratensauce und macht das Ganze zum wohl (Achtung, Untertreibung!) hässlichsten Burger der Welt. Überwindet man aber den ersten Schockmoment in Anbetracht dieses einfarbigen Etwas auf dem Teller und nimmt einen Happen, weiß man wieder, warum Hawaii für seine Kochkünste bekannt ist. Soulfood der Meisterklasse! Und wer trotz alledem immer noch der Meinung ist, dass das Auge mitessen muss, der kann seinen Blick in der Zwischenzeit ja auf den Strand mit dem kristallklaren, türkisblauen Wasser, den rauschenden Palmen und den lecker aussehenden Surfer(inne)n richten, während man den bezaubernden Klängen einer Ukulele lauscht.

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    Meine Version des Loco Moco habe ich mit einem selbst gewolften Rinder-Patty gemacht und in Ermangelung einer Bratensauce mit einer frisch einreduzierten Rotweinsauce mit Johannisbeergelee übergossen. Letzteres ist zwar nicht unbedingt typisch hawaiianisch, aber deshalb nicht weniger lecker. Und apropos hawaiianisch: Mit das beste Loco Moco von Hawaii gibt es übrigens bei Ted’s Bakery am Sunset Beach an der Nordküste von Oahu. Wer davon auf wundersame Weise nicht satt werden sollte, kann sich danach noch ein Stück der köstlichen Chocolate Haupia Cream Pie gönnen und auf die Foodiewolke Nummer sieben schweben … Sagt mir aber nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt, wenn die Badehose danach nicht mehr passt!

    Liebe Sabrina, lieber Steffen, ich wünsche Euch eine ganz tolle Zeit auf Eurer Reise und hoffe, die hawaiianische Version des Burgers ist genau nach Eurem Geschmack! Aloha und bis hoffentlich ganz bald!

    Loco Moco (für 2 Portionen):

    250 g Rindfleisch aus der Querrippe, entweder direkt beim Fleischer gewolft oder am Stück zum
    selber wolfen
    2,5 g Salz
    150 g Klebereis
    1 EL Reisessig
    2 Eier
    Für die Sauce:
    1 kleine Zwiebel oder Schalotte, geschält und gehackt
    1 EL Butter
    2 EL Zucker
    50 ml Madeira
    4-5 EL Johannisbeergelee oder Preiselbeermarmelade
    400 ml fruchtiger Rotwein (ich: Cabernet Sauvignon)
    kalte Butter zum Abbinden
    eventuell 1 EL Mehl zum Eindicken

    Zubereitung:

    Für die Sauce die Zwiebel in der Butter auf niedriger bis mittlerer Stufe glasig dünsten, bis es angenehm süßlich aus dem Topf duftet. Den Zucker und den Madeira dazugeben und warten, bis sich die Alkoholwolke verzogen hat. Das Gelee bzw. die Marmelade unterrühren und mit dem Rotwein aufgießen. Aufkochen und dann auf niedriger bis mittlerer Temperatur langsam mindestens auf die Hälfte, wenn nicht gar auf ein Drittel einreduzieren lassen.

    Pürieren, durch ein Sieb streichen und in kleinen Stückchen kalte Butter nach und nach einrühren, bis die Sauce leicht andickt. Abschmecken. Wem die Sauce noch zu flüssig ist, kann mit Mehl weiterhelfen und sie damit nach Belieben eindicken. Die Sauce bei niedriger Hitzezufuhr warm halten. Wer noch kein fertiges Hackfleisch hat, verfährt wie hier (auf die Salzmenge achten und anpassen!) und beginnt damit am besten vor der Sauce. Wer schon fertiges Hackfleisch hat, vermischt es mit dem Salz. Aus dem Hack zwei Pattys formen. Den Reis nach Packungsanweisung (noch besser im Reiskocher) garen. Mit Salz und, wer mag, mit dem Reisessig würzen.

    Eine Pfanne erhitzen, etwas Öl hineingeben und die Pattys von beiden Seiten bis zum gewünschten Gargrad braten. Die Pattys herausnehmen, auf einem Teller beiseitestellen und die Eier in die Pfanne schlagen. Bei nicht zu heißer Temperatur zu Spiegeleiern mit flüssigem Eigelb braten. Den Reis auf zwei Tellern verteilen, je einen Patty darauf setzen und diesen mit einem Spiegelei krönen. Je ein bis zwei Kellen Sauce darübergießen und heiß servieren.

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    Die restliche Sauce kann man übrigens gut in Gläsern im Kühlschrank lagern, sollte sie aber dennoch rasch aufbrauchen. Sie passt auch gut zu einer Portion Bandnudeln, pochierten Eiern oder einem Sonntagsbraten.

    Liebe Ylva, herzlichen Dank, dass du uns auf einen kleinen Ausflug nach Hawaii mitgenommen hast und für das tolle Rezept! Wir sehen schon, Hawaii muss wohl auch ganz dringend von uns bereist werden …

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    USA kulinarisch: Reese’s in Kuchenform: Mini-New-York-Cheesecake mit Erdnussbutter und Schokolade {Gastbeitrag}

    Hallo und guten Morgen aus New York City! Tag 3 im Big Apple bricht gerade an, höchste Zeit also, um in unser vor ein paar Tagen bereits angekündigtes kleines Themen-Special „USA kulinarisch“ einzusteigen. Während wir uns die nächsten Wochen (jaaa, fast drei – wir könnens immer noch nicht fassen!) an der amerikanischen Ostküste vergnügen, übernehmen hier drei liebe Bloggerinnen, die sich ganz fantastische Rezepte zum Thema USA haben einfallen lassen. Und wer könnte uns hier, während wir gerade in New York weilen, besser vertreten als Carina von … like a piece of New York Cheesecake? Der Name ist bei ihr Programm. Auf ihrem wunderbaren Blog lässt sie nicht nur Cheesecake-AnhängerInnen das Wasser im Mund zusammenlaufen, sondern präsentiert darüber hinaus tolle Gerichte und Snacks und berichtet regelmäßig über ihre zweite Leidenschaft, das Reisen. Dass New York bei ihr einen ganz besonderen Stellenwert einnimmt, wird bei einem Besuch auf ihrem Blog schnell deutlich. Eigentlich nicht verwunderlich, dass hinter dem Blog auch eine rundum sympathische Person steckt!

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    Mit anderen Foodbloggern hat man in der Regel die Liebe zu gutem Essen gemeinsam. Mit Sabrina und Steffen verbindet mich aber noch mehr: wir haben beide in der wunderbarsten Stadt der Welt geheiratet. Ich spreche natürlich von New York – wer würde sich nicht in die Stadt verlieben?

    Gerade jetzt machen die beiden wieder die Ostküste der USA unsicher und statten auch New York wieder einen kleinen Besuch ab – hach, ich würde gerne mit ihnen tauschen! Nein, ich halte tapfer zuhause die Stellung, hoffe auf einen Indian Summer in Deutschland und schwinge währenddessen mal wieder den Kochlöffel/Schneebesen.

    Ich freue mich, dass ich Sabrina und Steffen mit einem kleinen Beitrag vertreten darf und was würde besser passen als ein New York Cheesecake? Damit es auch wirklich richtig amerikanisch wird, habe ich mich an der allertollsten amerikanischen Süßigkeit orientiert: den Reese’s Peanut Butter Cups. Wer das nicht kennt: ein mit Schokolade umhüllter Erdnussbutterkern (oder wie mein Chef sagen würde: kann ich nochmal so einen Arterienverstopfer?). Zusammen mit cremigem Frischkäse wird daraus ein umwerfender New York Cheesecake, der im Miniformat daher kommt, damit sich das schlechte Gewissen in Grenzen hält.

    Ich wünsch Sabrina und Steffen eine wunderschöne Zeit und esse einen Mini-New-York-Cheesecake auf ihr Wohl!

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    Mini-New-York-Cheesecake mit Erdnussbutter und Schokolade (für 6 Stück):

    70 g Hobbits-Kekse von Brandt oder Vollkorn-Butterkekse
    2 EL Erdnüsse, geröstet und gesalzen plus etwas mehr zum Servieren
    40 g geschmolzene Butter
    175 g Doppelrahmfrischkäse
    2 EL Erdnussbutter
    50 g Zucker
    1 Ei
    ein bisschen gehackte Zartbitterschokolade zum Servieren

    Zubereitung:

    Die Butter in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle schmelzen. Die Kekse zusammen mit den Erdnüssen in die Küchenmaschine geben und fein mahlen. Anschließend mit der geschmolzenen Butter vermischen.

    6 Muffinförmchen in ein Muffinblech geben. Die Keks-Butter-Mischung in die Förmchen füllen und mit einem Löffel etwas andrücken. Dann die Form für mind. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

    In der Zwischenzeit den Backofen auf 130°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein kleines, ofenfestes Schälchen mit Wasser füllen und in den Backofen stellen (der Sauna-Effekt macht den Kuchen wunderbar cremig).

    Den Frischkäse mit der Erdnussbutter und dem Zucker glatt rühren. Am Ende das Ei hinzugeben und nochmal kurz rühren.

    Die Füllung auf den Keksboden geben und die Törtchen 20-25 Minuten backen. Durch die Erdnussbutter sind die Törtchen etwas dunkel, deshalb sollte man beim Backen ein Auge drauf haben. Der Cheesecake ist fertig, wenn die Frischkäsemischung beim Schütteln des Blechs noch leicht wackelt.

    Die kleinen Kuchen abkühlen lassen und dann am besten über Nacht in den Kühlschrank stellen. Dann schmecken sie am besten! Vor dem Servieren mit gehackten Erdnüssen und Schokolade bestreuen.

    Vielen Dank, liebe Carina, für deinen köstlichen Beitrag! Wir werden an dich denken, wenn wir cheesecakemampfend vor der Brooklyn Bridge stehen und auf die New Yorker Skyline blicken! Aber jetzt müssen wir los, ein paar Packungen Peanut Butter Cups kaufen! 😉

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    Alles auf Rot: Beeren-Kirsch-Kokos-Smoothie

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    Auch wenn es bei uns momentan ganz schön stressig zugeht, Zeit für Smoothies finden wir eigentlich immer. Einfach ein paar Früchte zusammenhauen und fertig ist der perfekte Start in den Tag. Gerade im Sommer pürieren wir alles, was der Markt hergibt. Netterweise haben wir seit Kurzem einen neuen Stabmixer, der jede Menge Zubehör mitgebracht hat und damit den größten Teil der Arbeit für uns übernimmt. Braun hat uns eines der neusten Modelle (den Braun MQ 745) zur Verfügung gestellt, der seit seinem Einzug schwer gefordert wird. Pesto, Nüsse, Gemüse, Eiswürfel – der Stabmixer und der zugehörigen Standmixer-Aufsatz sowie der Zerkleinerer kriegen wirklich alles zerhackt. Im Gegensatz zu unserem alten Stabmixer, der mittlerweile der Büroküche vererbt wurde, ist der Mixfuß von diesem Modell komplett aus Edelstahl und macht daher einen sehr stabilen Eindruck (wichtig für einen ungeschickten Menschen wie mich, der auch gerne mal was fallen lässt …). Als äußerst angenehm hat sich in der Praxis auch die stufenlose Geschwindigkeitsregulierung erwiesen. Gerade beim Zerkleinerer macht das Sinn, da so nicht alle Zutaten gnadenlos an den Rand des Gefäßes geschleudert werden, sondern langsam aber sicher unters Messer wandern. Ziemlich nervig ist dagegen die „Kindersicherung“. Bevor man losmixen kann, muss der MQ 745 erst per Tastendruck freigeschaltet werden. Leider hält diese Freischaltung immer nur wenige Sekunden an, sodass man nach kurzer Pause erneut die Taste betätigen muss, bevor es weitergehen kann. Das ist definitiv noch ausbaufähig.

    Davon abgesehen sind wir aber mit unserem neuen Stabmixer vollauf zufrieden und er befindet sich wirklich in ständigem Einsatz. Da wir gerade ein wenig im Smoothierausch sind, fallen ihm zur Zeit mehrmals wöchentlich Beeren, Ananas und Co. zum Opfer. Dieser Beeren-Kirsch-Kokos-Smoothie zählt auf jeden Fall zu unseren Sommer-Sonne-Lieblings-Drinks (ja, ja, irgendwie muss man sich den „Sommer“ ja schön schlürfen): saftige Früchte, eine leichte Kokosnote und etwas Eis zur Abkühlung – besser kann man doch fast nicht in den Tag starten, oder?

    Beeren_Kokos_Smoothie_Rezept-1

    Beeren-Kokos-Smoothie (für 4 Personen):

    100 g Himbeeren
    100 g Brombeeren
    400 g Erdbeeren
    350 g Kirschen
    1 Banane
    150 ml Kokosmilch
    1 Handvoll Eiswürfel

    Die Beeren waschen, die Kirschen entkernen und zusammen mit der geschälten Banane und der Kokosmilch in den Mixer geben. Fein pürieren und zum Schluss die Eiswürfel untermixen.

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    Vielen Dank an Braun und crossrelations brandworks, die uns den MQ 745 zur Verfügung gestellt haben. Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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    Wir baken für euch: Peanut Butter Chocolate Chip Cookies

    Peanutbutter Chocolate Chip Cookies-2

    Huch, haben die beiden jetzt eine Rechtschreibschwäche entwickelt? Oder wird jetzt aus Coolheitsgründen einfach wild mit Anglizismen um sich geworfen? Falsch. Wir befinden uns ganz einfach mitten in der zweiten Ausgabe von „Blogg den Suchbegriff“ und da kann es schon mal komisch klingen. Insbesondere seitdem wir in der ersten Runde unseres Blog-Events Ylvas wunderbaren Artikel zum Thema „Mein Crystal Meth kommt mir zu feucht vor“ verlinkt haben. Jetzt landet die bundesdeutsche Methszene offensichtlich nicht mehr nur bei Ylva, sondern auch regelmäßig bei uns – und wir können uns die Enttäuschung vorstellen, wenn der/die Suchende feststellt, dass wir keine hilfreichen Tipps zum Drogenkochen bieten, sondern stattdessen vegetarische Burger, kräuterige Drinks und kulinarische Reiseempfehlungen.

    Aber vielleicht können wir ja diesmal helfen, denn jemand ist mit folgender Feststellung bei uns gelandet: „Wer Chocolate Chip Cookies baken kann, kann auch Crystal Meth kochen“. Baken, nicht backen – die Vermutung liegt nahe, dass hier Moneyboy hinter der Suchanfrage steckt, dessen Tweets ähnlich … ähm … „kreativ“ mit Sprache umgehen. Aber so oder so, wir werden uns der Herausforderung stellen und das einfach mal ausprobieren. Also die Sache mit den Cookies natürlich, nicht das Crystal Meth! Dazu waren wir beide in Chemie viel zu schlecht und unser Keller ist eigentlich auch zu klein für solche Experimente. Dafür gibt es Cookies, und zwar ganz besonders leckere: mit cremiger Erdnussbutter, zartschmelzender Schokolade und knackigen Erdnussstückchen. Die Kekse sind schön knusprig, krümelig und herrlich unkompliziert. Vielleicht mag sie ja mal jemand mit Erfahrung im Crystal Meth kochen ausprobieren und danach eine fundierte Einschätzung geben, ob kochen und baken wirklich so eng beieinanderliegen …

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    Peanut Butter Chocolate Chip Cookies (für ca. 10 große Cookies):

    50 g Vollmilch- oder Zartbitterschokolade (oder gemischt)
    40 g ungesalzene, geschälte Erdnüsse
    130 g Mehl
    ½ TL Natron
    1 gute Prise Salz
    50 g Butter (Zimmertemperatur)
    60 g Erdnussbutter
    100 g brauner Zucker
    1 Ei
    ½ TL Vanilleextrakt

    1. Den Ofen auf 175°C vorheizen. Die Schokolade in kleine Würfel schneiden, die Erdnüsse hacken.

    2. Mehl mit Natron und Salz in einer Schüssel vermischen. In einer zweiten Schüssel Butter, Erdnussbutter und Zucker miteinander gut verrühren. Ei und Vanilleextrakt unterrühren. Dann die Mehlmischung vorsichtig dazugeben und alles gut miteinander vermischen. ⅔ der Schokolade sowie ⅔ der gehackten Erdnüsse unter den Teig rühren. Den Rest zur Seite stellen.

    3. Jeweils einen gut gehäuften TL der Teigmasse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen. Den Teig mit der Hand etwas flacher drücken, dann mit restlichen Schokowürfeln und Erdnüssen bestreuen. Im Ofen ca. 10 Min. goldbraun backen. Die Kekse aus dem Ofen holen und ca. 5 Min. erst auf dem Blech abkühlen lassen, dann auf einem Gitter komplett auskühlen lassen.

    Blog-Event - Blogg den Suchbegriff II (Abgabe bis zum 30. September 2014)

    Peanutbutter Chocolate Chip Cookies-1

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    Gekocht

    Zu Gast bei Frau Glasgeflüster: Vegetarischer Burger mit Portobellopilzen, Ziegenkäse und Pesto Rosso

    Vegetarischer Burger mit Portobellopilzen, Ziegenkäse und Pesto Rosso Rezept

    Im vergangenen März waren wir auf dem Foodbloggercamp in Reutlingen und konnten dort viele liebe BloggerkollegInnen persönlich kennenlernen, die wir bislang nur virtuell getroffen hatten. Eine davon war Britta vom schönen Blog Glasgeflüster, die sich als genauso sympathisch, hilfsbereit und unkompliziert entpuppte, wie ihr Blog vermuten ließ. Umso mehr haben wir uns natürlich gefreut, dass sie uns in die Riege ihrer Urlaubsvertretungen aufgenommen hat. Heute sind wir deswegen bei Glasgeflüster zu Gast. Da Britta sich ein Rezept gewünscht hatte, das sich auch zum Campen eignet, lag unsere Wahl nahe, denn Burger sind unkompliziert in der Vorbereitung und lassen sich zudem auch wunderbar aus der Hand essen, ohne dass man dabei einen Teller auf den Knien balancieren muss. Weiterlesen

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