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Food Guide

    Frankreich, Gegessen, Gereist, Getrunken, Mulhouse

    Kulinarisch durch Elsass & Lothringen #1: Mulhouse – Street Art, Fleischschnacka und der kleine Prinz

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    Wir lieben es, wenn uns eine Stadt überrascht. Wenn wir ohne große Erwartungen an einen unbekannten Ort kommen und dann eine schöne Ecke nach der anderen entdecken. Mulhouse, die erste Station unserer spätsommerlichen Rundreise durch das Elsass und Lothringen, ist genau so ein Fall. Fast fünf Stunden Autofahrt liegen hinter uns, als es die Stadt schafft, uns schon bei der Einfahrt in ihren Bann zu ziehen. Wir warten an einer Ampel, blicken nach rechts und stehen genau vor einem riesigen bunten Mural, das die Hauswand neben uns schmückt. Nicht die einzige Spur, die die globale Street-Art-Bewegung in Mulhouse hinterlassen hat, wie wir bald lernen werden. Zum Glück haben wir die perfekte Person gefunden, die uns einen Nachmittag lang in die Geheimnisse ihrer Stadt einführt. Martine ist nicht einfach eine Stadtführerin, sondern eine Greeterin. Dahinter verbirgt sich eine Gruppe von Einwohner_innen, die in ihrer Freizeit Tourist_innen durch ihr ganz persönliches Mulhouse führen. Jede/r setzt eigene Schwerpunkte – dabei geht es nicht darum, einen Komplettüberblick über die Stadt zu vermitteln, sondern vielmehr um die verborgenen Ecken, die geheimen Orte in der Stadt, die vielleicht nicht jede/r Besucher_in gleich auf dem Schirm hat. Eine tolle Idee und der ideale Einstieg für jeden Besuch! Read more

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    Gegessen, Gekauft, Gereist, Getrunken, Mallorca, Spanien

    Mallorca Food & Travel Guide #1: Sóller & Port de Sóller – Orangen, wohin das Auge blickt

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    „Hm ja, da soll’s ja auch ganz schöne Ecken geben …“ So in etwa lauten sämtliche Reaktionen, als wir von unserem bevorstehenden Urlaub auf Mallorca erzählen. Das Image der Partyinsel haftet Mallorca noch immer an. Fast schon rechtfertigend ergänzen wir: „… aber wir wohnen in den Bergen, fernab von Ballermann und Eimersaufen.“ Natürlich treffen wir im Flieger nach Palma auf singende Fußballclubs, Klischeetouris mit Sandalen und weißen Socken und Junggesellenabschiede im Einheitslook, die uns kurz zweifeln lassen, ob das mit „Malle“ und uns wirklich so eine gute Idee war. Doch spätestens als wir die ersten Orangenbäume am Rande der Tramuntana passieren und uns Sóller mit freiem Blick auf das im Tal liegende Städtchen begrüßt, wird klar, dass das ein guter Urlaub werden könnte. Read more

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    Deutschland, Gegessen, Gekauft, Gereist, Getrunken, Ulm

    Grabenhäuschen, Gin & Löwenmensch: Ein (nicht nur kulinarischer) Streifzug durch Ulm

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    Oft liegt das Gute so nah, und nah heißt in diesem Falle Ulm. Von München gerade einmal 155 km entfernt und somit in gut 1,5 Stunden mit dem Auto erreichbar, wurden das baden-württembergische Städtchen Ulm und seine bayrische Schwester Neu-Ulm bisher von uns sträflich vernachlässigt. Ein grober Fehler! Schon nach ein paar Stunden in der Stadt wird uns klar, dass Ulm ungeahnte Kurzurlaubsqualitäten besitzt – quasi ein Naherholungsgebiet für gebeutelte Großstädter_innen aus der näheren und weiteren Umgebung.

    Ein ganzes Wochenende verbringen wir in der schönen Stadt an der Donau, von der wir bislang nur wussten, dass sie den höchsten Kirchturm der Welt beheimatet. Höchste Zeit also, unsere Ulm-Kenntnisse zu vertiefen, und das tun wir am besten mit einer Stadtführung. Read more

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    Gereist, Israel, Tel Aviv

    Zwischen Hummus, Strand und weißer Stadt: Tel Aviv kulinarisch

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    Es ist Freitagmittag, als ich in Tel Aviv ankomme. 10 Minuten nach dem Start am Bahnhof bin ich dank zu großem Rucksack und mörderischen Temperaturen durchgeschwitzt und halte erst mal an, um ein Eis zu essen. Weitere 15 Minuten später bin ich in meiner Airbnb-Wohnung – das renovierte Bauhaus-Gebäude ist traumhaft – und laufe kurz darauf zum ersten Mal über die King George Street. Nur noch wenige Stunden bis zum Sabbat, und wie jeden Freitag vibriert die Stadt. Alle Einwohner_innen und  Tourist_innen scheinen auf den Beinen zu sein, noch schnell letzte Einkäufe erledigen, mit Freunden ein Bier trinken oder sich im Lieblingshummusrestaurant den Bauch vollschlagen, bevor am Abend vieles schließt. Ich bin völlig überwältigt von der Masse an Cafés, Restaurants und Bars – nach sechs Tagen im ruhigen Norden des Landes ist das ein kleiner Kulturschock. Ich tauche in das Getümmel des Carmel Markets ein, überall Händler mit Gemüse, Gewürzen und schrottigen T-Shirts, es riecht nach Falafel und frischen Kräutern, an mein Ohr dringt ein Sprachgewirr aus Englisch, Hebräisch, Arabisch und unzähligen weiteren Sprachen. Die Gassen werden enger, die Menschenmassen nehmen zu, aber schließlich lande ich am Ziel: einer kleinen Theke aus Sperrholz mit ein paar Barhockern und lauter Musik. Ich sitze am Beer Bazaar, der ersten Anlaufstelle für Craft Beer in Tel Aviv. Als das erste Glas kühles Fat Cat Ale vor mir steht, habe ich das Gefühl, dass mein Urlaub beginnen kann.

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    Zuvor habe ich beruflich sechs Tage in der Nähe von Akko verbracht, dabei Haifa besucht, einen Trip in die Berge unternommen und einen ganz untouristischen ersten Eindruck von Israel bekommen. Ich hatte so die Möglichkeit, das Land aus ganz unterschiedlichen Perspektiven kennenzulernen und möchte im Folgenden ein paar meiner Highlights mit euch teilen.

    Tel Aviv Food & City Guide

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    {Benedict}

    Auch in Israel beginnt ein guter Tag mit einem guten Frühstück. Das gilt besonders für Tel Aviv. Das Nachtleben ist äußerst ausgeprägt, dementsprechend bieten viele Restaurants Frühstück rund um die Uhr an. Wer also am späten Nachmittag Lust auf French Toast bekommt, wird hier glücklich. Das Flaggschiff unter den Breakfast-Hotspots ist das Benedict mit seinen beiden Filialen, in denen ausschließlich Frühstück serviert wird. Eine davon befindet sich an der wichtigsten Straße der Stadt, dem Rothschild Boulevard. Ich probiere das Israeli Classic mit drei Eiern, Avocado-Hummus, Apfel-Zimt-Marmelade, Thunfisch-Mayonnaise, Salat und vielen weiteren Dips. Der Brotkorb mit den hausgemachten Brötchen wird außerdem kostenlos aufgefüllt. Dazu kommt eine Cocktail- und Mimosakarte – endlich wird man nicht komisch angeschaut, nur weil man montags um 11 Uhr Lust auf einen Drink mit Pastis und Sesampaste (eine Offenbarung!) hat. Auch was an den anderen Tischen serviert wird, sieht köstlich aus, insbesondere die riesigen Pfannkuchentürme. Vegane und vegetarische Optionen gibt es ebenfalls zur Genüge. Am Sabbat/Wochenende sollte man jedoch besser reservieren. Benedict // Rotschild 29, Tel Aviv & Ben Yehuda 171, Tel Aviv.

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    {The Streets}

    Auch hier wird das Frühstück 24 Stunden lang serviert und man kann in zentraler Lage nahe des Dizengoff Center sehr schön draußen sitzen. Das WLAN ist stark (wie erfreulicherweise fast überall in Tel Aviv) und im Obergeschoss sitzen junge Menschen an großen Tischen und tippen fleißig in ihre Laptops. Dank der eigenen Kaffeerösterei bleibe ich wach und kann die vorzügliche Shakshuka (55 NIS inkl. Kaffee) genießen. Sie kommt klassisch mit Tomaten und Paprika daher, dazu drei Eier, die am Boden der Pfanne schöne Röstaromen angenommen haben. Dazu gibt es Brot (leider etwas zu trocken), die obligatorische Sesamsauce (das lokale Äquivalent zu Ketchup), eine scharfe Paste aus grünen Chilis und einen kleinen israelischen Salat mit Tomate und Gurke. Aufgrund der Nähe zu meiner Wohnung komme ich am letzten Tag noch einmal her und stärke mich mit Pancakes und karamellisierten Bananen für die Rückreise. Ich hätte sie mir zwar ein wenig fluffiger gewünscht, doch geschmacklich sind sie toll. Die bunte Mischung aus Israelis und Tourist_innen zeigt sich an beiden Tagen ähnlich glücklich, was vermutlich an den wirklich üppigen Portionen liegt. The Streets // 70th King George St, Tel Aviv.
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    {M25}

    Eher zufällig stoße ich beim Schlendern über den Carmel Market in einer unscheinbaren Seitenstraße (dort, wo Tel Aviv aus Wellblechhütten besteht) auf diesen überhippen Grill. Das M25 ist sowohl Metzgerei als auch Restaurant, in dessen Innenhof man zwischen großen Blumentöpfen (die Urban Jungle Bloggers lassen grüßen) nur wenige Meter vom Trubel des Marktes an mit Packpapier bedeckten Tischen bestes Fleisch (darunter auch viele Innereien) essen kann. Die handgeschriebene Karte gibt zwar nur auf Hebräisch Auskunft über das Angebot, aber der (wie überall) sehr freundliche Service übersetzt mir alles ins Englische. Kurz überlege ich, ob ich mir nicht alternativ etwas aus der Theke der Metzgerei aussuchen soll, das dann frisch zubereitet wird, bin aber vernünftig und entscheide mich für eine Portion Shawarma (58 NIS). Auch wenn ich es noch nicht oft gegessen habe, bin ich mir sicher, dass das Shawarma zu den besten gehört, die man kriegen kann. Perfektes Fleisch, Chili, Ingwer, Zitrone, Tomate, Sesamsauce, fluffiges Pitabrot – zusammen mit einer Flasche lokalem Craft Beer (25 NIS) genau das Richtige nach einem anstrengenden Nachmittag. M25 // Yom Tov St 3, Tel Aviv.

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    {Miznon}

    Direkt an der King George Street befindet sich eine Filiale des Miznon, das von Israels kulinarischem Shootingstar Eyal Shani geführt wird und mir von Sylvia empfohlen wurde. Zwar gibt es hier hauptsächlich gefüllte Pitataschen, aber von einem Imbiss zu sprechen, würde dem Lokal nicht gerecht werden. Hinter der runtergerockten Fassade wird in der offenen Küche so köstliches Essen zubereitet, dass mir nur beim Schreiben schon wieder das Wasser im Mund zusammenläuft. Der rauhe Look gehört zum Programm, ebenso wie die nur auf ein Stück Karton gekritzelte Karte und die Lautstärke, gegen die ein startendes Flugzeug kaum ankommt. Ich bekomme ein Pitabrot, gefüllt mit Lammhackbällchen (81 NIS inkl. Beilage und Bier), verschiedene Saucen und Gemüse sowie eine gegrillte Süßkartoffel (den Signature-Dish – einen im Ganzen gegrillten Blumenkohl – habe ich meinem Hunger als Beilage nicht zugetraut). Wenig später bin ich im Himmel. Perfekt gewürzt, unglaublich saftig und das beste Pitabrot der Welt. Ehrlich! Allein deswegen lohnt sich der Flug nach Tel Aviv. (Und wer nicht ganz so weit reisen mag, besucht einfach die Filiale in Wien.) Miznon // King George St 30, Tel Aviv.

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    {Orna and Ella}

    Mitten in der weißen Stadt, dem Komplex von über 4000 Häusern im Bauhaus-Stil, liegt in einer ruhigen Straße das Orna and Ella, das sich auf moderne Bioküche spezialisiert hat. Helle, minimalistische Einrichtung, eine tagesaktuelle Karte, die globale Einflüsse mit der Küche des Mittelmeerraums verbindet, und sehr aufmerksames Personal lassen mich und meine Begleitung schnell glücklich werden. Nach dem Hinweis auf eine Nussallergie, kommt der Kellner noch zweimal an den Tisch und erkundigt sich, ob bestimmte Zutaten ein Problem sein könnten und macht Vorschläge, wie man sie gegebenenfalls ersetzen könnte. Wir entscheiden uns für die Yam-Pancakes als Vorspeise, die angenehm würzig und luftig sind. Auch der vegetarische Burger überzeugt auf ganzer Linie, ebenso wie der überbackene Blumenkohl. Nicht wirklich günstig, aber auf hohem Niveau, und sicherlich das eleganteste Restaurant, in dem ich in Tel Aviv gegessen habe. Orna and Ella // Shenkin 33, Tel Aviv.

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    {Shaffa Bar}

    Vor Tel Aviv war Jaffa, und zwar ein paar Tausend Jahre lang. Heute findet man in Jaffa die Altstadt der Mittelmeermetropole – eine der wichtigsten touristischen Attraktionen. Gerade in der Gegend des (Floh-)Marktes wimmelt es nur so von Restaurants und Cafés, die um die Aufmerksamkeit der Tourist_innen buhlen. Weiterhin fahren auch die Einwohner_innen Tel Avivs in den Süden der Stadt, wenn sie – gerade am Freitag vor dem Sabbat – ordentlichen Hummus essen wollen. Nach einer Tour vorbei an Moscheen, kleinen Geschäften und uralten Gemäuern, mache ich eine Pause in der Shaffa Bar, wo man sich im Schatten wunderbar erholen kann. Das junge, hippe Personal ist freundlich, die Karte nicht riesig, aber abwechslungsreich und Cocktails gibt es auch. Ich entscheide mich für eine köstliche Siniya (eine Lamm-Blumenkohl-Pfanne, auch mit Linsen statt Fleisch erhältlich) in Sahnesauce mit Mandeln, Zwiebeln, vielen Kräutern und leichter Schärfe. Hier lohnt sich auch ein Besuch später am Abend, wenn die Musik aufgedreht wird und ab und an kleinere Bands spielen. Shaffa Bar // Nakhman St 3, Tel Aviv-Yafo.

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    {Beer Bazaar}

    Craft Beer hat mittlerweile auch Israel erobert, und so findet man auf den Speisekarten modernerer Restaurants oft eine kleine Auswahl an guten Bieren. Wem das nicht genügt, der sollte vor/während/nach dem Bummel über den Carmel Market einen Stopp beim Beer Bazaar einlegen. Neben eigenen Bieren vom Fass gibt es viele weitere lokale Sorten aus der Flasche (auch zum Mitnehmen), und wer sich nicht entscheiden kann, wird vom Personal fachkundig beraten. Dazu bekommt man laute Musik, Comedyeinlagen durch die Barkeeper und regelmäßige Arrak-Shots für alle Gäste. Ja, auch mittags. Ein klein wenig ruhiger geht es in der zweiten Filiale zu, die gleich um die Ecke liegt. Beer Bazaar // 1 Rambam St &

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    {233}

    Wer es etwas gediegener mag, findet auch in Tel Aviv richtige Bars mit Ledersesseln, gedämpftem Licht und komplexen Drinks. Das 233 gehört zu dieser Kategorie und bietet mit seinen gut gekleideten Barkeeper_innen und der ruhigen Atmosphäre eine willkommene Abwechslung zum Trubel, der die Stadt ansonsten bestimmt. Die Karte wechselt regelmäßig und viele Drinks basieren auf lokalen Zutaten. Während der Happy Hour von 18 bis 20 Uhr erhält man zwei Drinks zum Preis von einem (sonst 34 bis 52 NIS pro Drink). So stehen plötzlich zwei Aperitifs vor mir, die mich ordentlich angeschickert zu meiner Abendessenverabredung erscheinen lassen. Aber wer kann bei Kreationen wie dem Call me Chili (Tequila, Chililikör, Passionsfrucht und Salzrand) oder dem Attitude #2 (Wodka, Campari und Passionsfrucht) schon Nein sagen? Letzterer kommt mit lichterloh brennender Limettenhälfte und jeder Menge Minze im Glas. Der Duft von Kräutern und angeräucherter Limette ziehen anschließend bei jedem Schluck in die Nase und sorgen bei mir für ein echtes Aha-Erlebnis. Wer will, kann die Drinks auch draußen genießen und dabei die vielen Menschen auf der Dizengoff Street beobachten. 233 //

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    {Und sonst so?}

    Tel Aviv lässt sich glücklicherweise hervorragend zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Ich muss nur einmal einen Bus nehmen und verlasse mich sonst auf meine Füße oder das Mietfahrradsystem Tel-O-Fun. Die Stationen mit den grünen Fahrrädern sind über die ganze Stadt verteilt und selbst ich (als nicht besonders erfahrener Radfahrer) komme gut mit dem Verkehr in Tel Aviv klar. Am schönsten fährt es sich sowieso auf der autofreien Strecke am Meer entlang, wo man zwischen Hochhäusern und Strand die Sonne und den Fahrtwind genießen kann. Währenddessen lohnt auch ein Abstecher ganz in den Norden, zum alten Hafen (oberhalb des Independence Park), wo heute viele Restaurants und Geschäfte in den alten Lagerhallen zu finden sind. Von den Holzplanken aus lässt sich hier der schönste Sonnenuntergang der Stadt beobachten. Wer neben seinem Strandurlaub (der Frishman Beach hat mir am besten gefallen) mehr über die Geschichte der Stadt erfahren möchte, sollte die kostenlose englische Stadtführung zum Bauhaus am Samstagvormittag nutzen (11 Uhr ab 46 Rothschild Blvd.), bei der man in etwas mehr als zwei Stunden viele spannende Infos zur Architektur erfährt und einen Einblick in die Stadtgeschichte bekommt. Wem das nicht genügt, der kann zudem die Independence Hall besuchen. Bei der kurzen, aber informativen Führung dreht sich alles um die Gründung Tel Avivs und des Staates Israel. Als Reiseführer kann ich den DIY Tel Aviv Guide empfehlen, der nicht nur unzählige Adressen bereithält, sondern in dem man auch alle notwendigen Informationen zur Sicherheit, Infrastruktur usw. findet.

    Außerhalb von Tel Aviv: Akko, Haifa und Jish

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    {Uri Buri}

    Wer guten Fisch essen möchte, findet in Israel mehr als ein passendes Restaurant. In Akko (dort gibt es übrigens eine sehr schöne Altstadt inklusive Basar) schafft es das Uri Buri regelmäßig auf die Bestenlisten des Landes. Nach einem Besuch kann ich sagen: vollkommen zu Recht. Am Rande der Altstadt, fast direkt am Wasser gelegen, wird hier auf sehr hohem Niveau gekocht. Glücklicherweise gibt es die Option, sich von den Hauptspeisen halbe Portionen zu bestellen, sodass ich gleich zwei Gerichte probieren kann. Beide Fische sind auf den Punkt gebraten, die Beilagen und Saucen nicht alltäglich (Spinat-Martini-Sauce und ein Reis-Linsen-Pilaw) und israelisches Craft Beer gibt es auch (160 NIS insgesamt). Uri Buri // Ha-Hagana St 2, Akko.

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    {Falafel Ha’zkenim & Abd al-Hadi}

    Die Hafenstadt Haifa zählt – abgesehen von den Bahai-Gärten, die man nur vormittags besuchen kann – nicht gerade zu den schönsten Städten des Landes. Nicht umsonst heißt es, dass in Tel Aviv gefeiert, in Jerusalem gebetet und in Haifa gearbeitet wird. Dennoch lohnt sich bei einem Besuch ein Spaziergang durch das arabische Viertel Wadi Nisnas, in dem man an jeder Ecke auf Street Art stößt (das Kulturzentrum Beit ha-Gefen bietet dazu auch Führungen an). Wer danach Hunger hat, sollte sich bei Falafel Ha’zkenim stärken – nach Aussage meiner israelischen Kollegin gibt es dort die besten Kichererbsenbällchen des Landes. Das kann ich natürlich schwer beurteilen, doch sie schmecken in der Tat besser als alle, die ich bisher in Deutschland bekommen habe. Arabische Süßigkeiten kauft man danach am besten ein paar Schritte weiter in der Konditorei Abd al-Hadi, wo sich die Tische unter den ganzen Köstlichkeiten nur so biegen (und ja, die Baklava war wirklich so gut). Wer alternative Kneipen und Cafés sucht, findet diese übrigens in der Mahada Street weiter oben am Berg. Falafel Ha’zkenim // 18 Wadi Street; Konditorei Abd al-Hadi // Sh’Hada Street 3, Haifa.

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    {Baladna}

    Wer länger in Israel unterwegs ist und etwas vom Land sehen möchte, sollte sich ein Auto mieten und auch einen Abstecher nach Jish unternehmen, einem christlich-arabischen Ort im Nordosten des Landes. Hier ist nicht nur der Sonnenuntergang besonders schön, sondern auch das Essen im Baladna. Dort findet man einen riesigen Tisch voller Schüsseln und Teller mit Mezze vor, die zu den besten gehören, die ich je gegessen habe. Ansonsten gibt es hier traditionelle arabische Küche und viele Grillgerichte. Baladna //

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    {Unterkunft}

    Übernachtet habe ich in Tel Aviv in einem Airbnb-Zimmer in einer wunderschönen Wohnung in der Dizengoff Street, von der aus der Markt, unzählige Restaurants und Bars sowie der Strand fußläufig erreichbar sind. Vorher war ich nördlich von Akko im Bait V’Kait untergebracht, was nicht nur sehr schön im Ghetto Fighters Kibbutz liegt, sondern auch ein unglaubliches Frühstücksbuffet bereithält. Auf jeden Fall ein guter Standort für die Erkundung des Nordens.

    Tel Aviv Food & City Guide Feed me up before you go-go

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    Frankreich, Gegessen, Gekauft, Gereist, Getrunken, Straßburg

    Flammkuchen, Eclairs & Gewürztraminer: Straßburg kulinarisch

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    Der erste Kurzurlaub des Jahres führt uns ins Elsass. „Flammkuchen in Straßburg essen“ stand schon lange auf unserer kulinarischen To-do-Liste. Und wenn man sich schon mal in Reutlingen (auf dem wie immer wunderbaren Foodbloggercamp) befindet und somit die französische Grenze nur noch ein Katzensprung entfernt ist, man Fromage, Vin und Eclairs fast schon riechen kann, nutzt man natürlich die Gunst der Stunde. Keine anderthalb Stunden dauert es, bis wir Strasbourg erreichen und vom Klang der französischen Sprache umgeben sind (uns verbindet eine Hassliebe, von der ich hier schon mal berichtet habe). „In Straßburg kommst du überall mit Deutsch oder Englisch durch!“ – Wie oft habe ich diesen Satz vor unserer Reise gehört. Denkste! Mein verstaubtestes und tief in den hintersten Gehirnregionen vergrabenes Französisch muss ich auspacken. Doch nach drei Tagen bin ich fast ein bisschen stolz, dass ich mich durch komplette Bestellungen und Minikonversationen im allerfeinsten Hand-und-Fuß-Französisch plappern kann. Voilà, geht doch!

    Drei Nächte verbringen wir in der beschaulichen Stadt am Rhein, was sich als ideal erweist, um Straßburg und seine kleinen Gässchen etwas kennenzulernen, gemütlich durch die historische Altstadt der Grande Île und das charmante Viertel Petite France zu schlendern, im jungen Szeneviertel um die Place du Marché Gayot zu shoppen, sich in der Rue des Orfèvres durch sämtliche Feinkostläden zu probieren, im Boot auf der Ill zum Europaviertel zu schippern und sich ein paar der wirklich interessanten Museen anzuschauen, die die Stadt im Elsass zu bieten hat.

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    Wer nur für ein paar Tage nach Straßburg reist, sollte seinen Trip nicht ausgerechnet auf Sonntag und Montag legen, da viele Geschäfte und Restaurants an diesen beiden Tagen geschlossen haben. Verhungern muss man natürlich trotzdem nicht, auch wenn es für Vegetarier_innen auf den ersten Blick unmöglich erscheint, etwas anderes als Brot, Gebäck oder Käse zu finden. Hier ist im Vorfeld etwas Recherche und ein Blick auf die meist online einsehbaren Menükarten der Restaurants hilfreich, wenn man sich am Abend langes Suchen ersparen möchte. Gerade die traditionelleren Lokale (von denen es in Straßburg sehr viele gibt) haben – wenn überhaupt – nur ein vegetarisches Gericht im Angebot. Das Preisniveau ist insgesamt (selbst im Vergleich zu München) recht hoch – ein großes Bier bekommt man für ca. 6,50 €, Hauptspeisen mit etwas Glück ab 15 €. Kulinarisch hat das Elsass natürlich einiges zu bieten und wir haben uns vorgenommen, ein paar der typisch elsässischen Gerichte zu probieren. Unsere kulinarischen Highlights haben wir für euch zusammengestellt:

    Straßburg Food- und City-Guide

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    {Square Delicatessen}

    Wir geben es zu, seit unseren letzten Urlauben sind wir ganz schön frühstücksverwöhnt! Normalerweise beginnt ein Urlaubstag für uns mit einem ausgedehnten Frühstück in einem netten Café, das uns gestärkt in den Tag starten lässt. Offensichtlich waren wir zu lange nicht mehr in Frankreich, um uns daran zu erinnern, dass die französischen Frühstücksgewohnheiten doch ein bisschen anders sind. Ein nettes, modernes Café ist mit dem Square schnell gefunden, doch das Frühstück, das uns serviert wird, irritiert uns zunächst: zwei Minischeibchen Baguette, etwas beschwipstes Obst, ein Minicroissant, dazu Marmelade und Butter aus der Packung. Hm. Etwas später am Tag bemerken wir, dass alle Cafés – wenn überhaupt – ein Frühstück dieser Art anbieten und wir wohl für die nächsten Tage umdenken müssen. Kein Problem bei der Anzahl an tollen Boulangerien in der Stadt. Das Square können wir dennoch empfehlen – zwar nicht zum Frühstücken, aber zum Nachmittagsstopp in schöner Atmosphäre, denn Kaffee, Tee und der frische Orangensaft sind richtig gut und das italienisch angehauchte Mittagsangebot liest sich ebenfalls toll. Square Delicatessen // 12 Rue du Vieux Marché aux Grains, Straßburg.

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    {Au pain de mon Grand-Père}

    Wir sind lernfähig und beschließen am nächsten Morgen direkt zu einer Boulangerie zu gehen, an deren Scheibe wir uns bereits am Vortag die Nasen platt gedrückt haben: Die traditionellen Bio-Brote und das Gebäck von Au pain de mon Grand-Père sind nicht nur wahnsinnig hübsch anzusehen, sondern machen einen auch auf der Stelle süchtig. Opa weiß wirklich, wie man Brot backt! Wir decken uns hier nicht nur fürs Frühstück ein, sondern kommen vor unserer Abreise noch einmal vorbei, um ein paar der herrlich duftenden Brote mit nach München zu nehmen. Der Einkauf eskaliert ein wenig: Feigenbrot, Nussbrot, Dattel-Mandel-Brot, Fougasse aux olives, Brioches aux pralines roses, Nuss-Marzipan-Streusel. Alles ganz hervorragend, ausnahmslos! Au pain de mon Grand-Père // 58 Rue de la Krutenau, Straßburg.

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    {Pains Westermann}

    Eine weitere Institution in Sachen Backkunst ist die Bäckerei des Sternekochs Eric Westermann in der Rue des Orfèvres, einer kleinen Gasse nahe der Kathedrale, in der sich Feinkostläden, Patisserien und Boulangerien aneinanderreihen. Schon die Brot- und Gebäckauslage im Schaufenster lässt erahnen, dass es uns schwerfallen wird, eine Entscheidung zu treffen. Gegen den Nachmittagshunger packen wir ein kleines Käse-Tomaten-Brot und eine der beinahe kleinkindgroßen Meringue ein, an der wir gleich mehrere Tage zu knabbern haben. Pains Westermann // 1, Rue des Orfèvres, Straßburg.

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    {Maison Naegel}

    Ein paar Schritte weiter stehen wir vor dem nächsten Gourmettempel: Maison Naegel – der wahr gewordene Traum französischer Patisseriekunst. Eclairs, Mille feuilles, Tartelettes, Macarons: Kann man diese kleine Wunderwerke wirklich essen? Mais oui! Sogar zu erstaunlich fairen Preisen. Es dauert also nicht lange, bis wir uns in die Schlange der Unterzuckerten einreihen und uns ein Pistazien-Eclair, ein Vanille-Karamell-Mille-feuille und für zu Hause noch zwei der großen Salzkaramell- und Pistazien-Macarons einpacken lassen. Alles schmeckt fast noch besser, als es ohnehin schon aussieht. Besonders die Macarons, die den Rückweg nach München zum Glück unbeschadet überstehen, sind wahrlich die besten, die wir je probiert haben! Maison Naegel // 9, Rue des Orfèvres, Straßburg.

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    {Suspenders Coffeeshop}

    Wenn man nachmittags durch die engen Gassen von La Petite France schlendert und von einem plötzlichen Koffeinverlangen überkommen wird, ist der Suspenders Coffeeshop die ideale Anlaufstelle. Hier gibt es nicht nur richtig guten und für Straßburger Verhältnisse äußerst günstigen Kaffee (z.B. aus der Chemex oder AeroPress), sondern auch das ein oder andere verführerische Kuchenstück. Das alles in einem jungen, urbanen Ambiente in einem alten, knarzenden Fachwerkhaus. Suspenders Coffeeshop // , Straßburg.

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    Copyright: Oh My Goodness

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    Copyright: Oh My Goodness

    {Oh My Goodness}

    Zwischen unserem Hotel und der Innenstadt entdecken wir ein hübsches buntes Café, das uns nicht nur vor dem Regen rettet, sondern auch mit hervorragendem Kaffee versorgt. Junge, entspannte Atmosphäre, schöne Deko, bequeme Sofas und Bänke – wir verstehen, warum das zweistöckige Café Oh My Goodness abends auch ein beliebter Ort für Lesungen und Konzerte ist! Oh My Goodness // 13 Rue de la première armée, Straßburg.

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    la corde a linge - zone mercerie + office + atelier 4 - cred

    Copyright: La corde à linge

    {La corde à linge}

    Pittoresker könnte das hübsche Restaurant La corde à linge wohl kaum liegen: Direkt am Fluss an einem der schönsten Plätze der Altstadt kann man hier bei sommerlichen Temperaturen wunderbar im Freien dinieren. Die Märzeskälte treibt uns jedoch ins Warme, wo wir zwischen Wäscheleinen (wie könnte es bei dem Namen auch anders sein?) und aufgehängten Kleidungsstücken Platz nehmen. Wir sind gekommen, um hausgemachte Spätzle zu essen. Hier soll es nämlich besonders gute in besonders vielen Variationen geben. Mit Waldpilzen zum Beispiel oder mit Münsterkäse, geschmorten Zwiebeln und Speck. An die deftige elsässische Küche könnten wir uns gewöhnen! La corde à linge // 2 Place Benjamin Zix, Straßburg.

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    {Au pont Saint Martin}

    Wenn man in Straßburg traditionell elsässisch essen gehen möchte, sollte man keine Berührungsängste vor touristisch anmutenden Lokalen mitbringen. Die gibt es – gerade in La Petite France – nämlich zuhauf. Ganz malerisch und mit Blick aufs Wasser findet man in einem traditionsreichen Fachwerkhaus an der Pont Saint Martin ein umfangreiches Angebot an elsässischen Spezialitäten. Drinnen werden wir begrüßt von urigem Elsass-Charme, doch gemütlich ist es allemal auf den langen Holzbänken am Fenster des alten Wirtshauses. Wir bestellen Flammkuchen. Endlich! Und ich bin froh, eine vegetarische Variante mit Gemüse gefunden zu haben, denn ganz so einfach ist das wirklich nicht. Der Mann wählt traditionell einen Flammkuchen mit Münsterkäse und Speck. Dazu ein Gläschen Gewürztraminer, ein lokales Bier und das Rauschen der Ill im Ohr – so haben wir uns Straßburg vorgestellt. Au pont Saint Martin // 15 Rue des Moulins, Straßburg.

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    {Gurtlerhoft}

    Direkt gegenüber des Münsters und somit mitten im Zentrum der Altstadt geht es hinab in den Keller des Gurtlerhoft. Eine derart zentrale Lage mag nicht immer Gutes verheißen, doch das Restaurant scheint der richtige Ort zu sein für alle, deren Bauch sich nach großen Portionen elsässischer Küche sehnt. Große Fleischberge in urigen Kellergewölben – Touristenherz, was willst du mehr? Schweinshaxe mit Münster für den Mann und – um die Liste der probierten regionalen Spezialitäten zu erweitern – Bibeleskäs mit Bratkartoffeln und Münster für mich. Deftig! Aber richtig gut. Eigentlich hatten wir vor, der Empfehlung von Penne im Topf zu folgen und dort die Schwarzwälder Kirschtorte zu probieren, aber die üppige Hauptspeise lässt uns keinen Platz im Magen. Schade, denn die Blicke am Nachbartisch lassen ahnen, dass sich die Bestellung wohl lohnen würde. Gurtlerhoft // 13 Place de la Cathédrale, Straßburg.

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    {Und sonst so?}

    Wir haben uns für die drei Tage bei der Touristeninformation den Strasbourg-Pass besorgt. Für 18,90 € bekommt man den Eintritt in ein Museum seiner Wahl (sowie 50% Rabatt in einem weiteren), den Aufstieg auf die Kathedrale Notre-Dame, eine Bootsfahrt und einige weitere Vergünstigungen. Die Auswahl der Museen fällt uns nicht ganz leicht, denn allein das Palais Rohan beherbergt drei verschiedene. Wir besuchen das Musée des Arts décoratifs im ehemaligen Stadtpalais der Fürstbischöfe und das allein schon architektonisch sehenswerte Museum für moderne und zeitgenössische Kunst. Von dort kann man über den Vauban-Staudamm zurück ins malerische Petite France laufen und dabei die Aussicht auf die Stadt genießen.

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    Wer etwas abseits der einschlägigen Touri-Shops einkaufen möchte, findet u.a. hinter dem Straßburger Münster um den Place du Marché Gayot neben einigen Bars und moderneren Restaurants viele kleine Boutiquen und individuelle Designerläden mit hübschen Accessoires, Möbeln & Co. Unser Einkauf im Comptoir de Famille in der Mémé d’Autriche (11 Rue des Bouchers), in dem uns erneut das Interiorherz aufgeht. Im dazugehörigen Geschäft nebenan findet man zudem schöne Papeterie und allerlei Retro-Schnickschnack zum Verschenken.

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    {Übernachtung}

    Wir übernachten in dem kleinen, recht günstigen Boutique-Hotel Diana Dauphine am Rande der Altstadt. Die Zimmer sind klein, aber modern, der Service ausgesprochen freundlich und die meisten Sehenswürdigkeiten lassen sich von dort aus gut zu Fuß erreichen. Wer etwas zentraler (bzw. so zentral wie nur möglich) und dennoch bezahlbar übernachten möchte, sollte sich das Hotel Cathedrale genauer anschauen, das – wie der Name schon vermuten lässt – direkt gegenüber des Münsters liegt und mit einem besonders hübschen Innenhof ausgestattet ist. Im Vorbeigehen verlieben wir uns jedoch in das Hotel Cour du Corbeau im vermutlich schönsten historischen Gebäude der Stadt, das ebenfalls einen wunderschönen Innenhof aus dem 16. Jahrhundert sein Eigen nennt. Wer hier nächtigen möchte, sollte allerdings etwas mehr Budget einplanen. Vielleicht heben wir uns das für den nächsten Straßburgbesuch auf – man munkelt, dass wir das Elsass schon recht bald wiedersehen werden. Wir freuen uns darauf, denn es gibt noch so viel zu entdecken!

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    Gegessen, Gereist, Getrunken, New York, USA

    Caféreise um die Welt: The Butcher’s Daughter in New York

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    Heute sind wir zu Gast bei Cooking World Tour, denn die liebe Becky hatte passend zur Reisezeit die großartige Idee, eine Gastbeitragsreihe ins Leben zu rufen, in der FoodbloggerInnen ihre Lieblingscafés auf der ganzen Welt vorstellen. Mittlerweile ist dort schon eine eindrucksvolle Sammlung von schönen Cafés und persönlichen Tipps entstanden – falls ihr also noch Inspiration für den nächsten Urlaub sucht, ist die „Caféreise um die Welt“ sicher eine gute Quelle!

    Da wir unsere beiden liebsten Hobbys Kulinarik und Reisen auch so gerne miteinander verbinden, freuen wir uns natürlich, dass auch wir einen Cafétipp zu Beckys Sammlung beisteuern dürfen. Wer unsere Food Guides (z.B. zu Brooklyn und Manhattan) aufmerksam verfolgt, dem ist dort bestimmt schon ein New Yorker Café ins Auge gestochen, das es uns ganz besonders angetan hat: The Butcher’s Daughter. Ein paar Impressionen haben wir hier für euch zusammengestellt; um zu unserem ausführlichen Bericht über das hübsche kleine Café in NoLIta zu kommen, klickt doch mal zu Beckys Caféreise rüber!

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    Entering New England: Boston & Cambridge kulinarisch

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    Kennt ihr diese BloggerInnen, die ein bis zwei Tage nach einem Event oder einer Reise schon den ersten Blogpost dazu fertiggestellt haben? Wie flinke Duracell-Häschen tippen sie (womöglich nachts?) das Erlebte nieder, um ihren LeserInnen möglichst schnell und noch ganz frisch von ihren Erfahrungen zu berichten. Wir gehören eher nicht dazu (habt ihr auch schon gemerkt, ne?), lassen unsere Eindrücke gerne etwas sacken, bis wir uns dann zwei, drei Wochen (oder Monate …) später daran erinnern, dass wir doch darüber bloggen wollten. Dann ärgern wir uns, dass wir unsere inneren Duracell-Häschen nicht schon früher wach getrommelt haben und nehmen uns vor, beim nächsten Mal nicht ganz so trödelig zu sein. Na dann, versuchen wir’s mal …

    Die letzten drei Wochen haben wir an der Ostküste der USA und Kanadas verbracht. Schon wieder?? Ja! Weil’s dort einfach so schön ist, haben wir unsere Reise vom letzten Jahr fortgesetzt, sind von Boston bis in den Norden Maines gefahren, haben ein paar Tage in Kanada verbracht und wären am liebsten gar nicht mehr zurückgekehrt. Da Neuengland fast an jeder Ecke kulinarische Highlights bereithält, haben wir auch diesmal wieder ein paar kleine Food Guides für euch zusammengestellt.

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    Wir starten in Boston und Cambridge, denn die beiden Städte gehen so nahtlos ineinander über, dass man sie auch kulinarisch nicht trennen sollte. Falls ihr euch wundert, wie wir in wenigen Tagen so viele Cafés und Restaurants besuchen konnten (wir essen viel, aber so viel dann doch nicht …): Unsere Food-Tipps haben wir auf zwei Reisen gesammelt. Während wir uns im letzten Jahr stärker auf das Studentenstädtchen Cambridge konzentriert haben, widmeten wir uns diesmal den uns noch unbekannteren Ecken Bostons. Vor allem im hippen, multikulturellen South End verstecken sich so viele neue Foodie-Perlen, dass man gut den Tag in all den hübschen Cafés, Restaurants und Bars zwischen Tremont, Shawmut und Washington Street verbringen könnte.

    Unsere Food-Tipps für Boston

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    Flour Bakery + Cafe

    Flour mit seinen mittlerweile vier Filialen in Boston und Cambridge wird als eines der besten (wenn nicht DAS beste) Cafés Bostons gehandelt. Und das nicht ohne Grund, denn betritt man eine der Bäckereien, wird man die Augen kaum noch von der prall gefüllten Auslage abwenden können. Hier stapeln sich Sticky Buns, Granola Bars, Brownies und Konsorten und verströmen einen unwiderstehlichen Duft. Auch die Liste der außergewöhnlichen Sandwiches, Suppen und Salate liest sich hervorragend. Wir haben Glück, dass sich die South-End-Filiale in Laufnähe zu unserer Unterkunft befindet und uns so ein erinnerungswürdiges erstes Frühstück in Boston beschert. Das Breakfast Sandwich (6,95$) gleicht eher einem Frühstücks-Burger und kommt dick belegt mit Rührei, Rucola, Bacon, Tomate, Cheddar und Senfsoße. Doch so lecker es ist, die doppelt gebackene Mandel-Brioche (3,50$) stiehlt ihm einfach die Show, denn das noch warme, mit gerösteten Mandeln übersäte Gebäck ist einfach der Knaller! Fluffig und saftig, leicht marzipanig und karamellig, getränkt in Mandelsirup – etwas Besseres kann einer Brioche nicht passieren! Zum Glück behält Flour das Rezept nicht für sich, sondern teilt es im zweiten der beiden Kochbücher, die das Café bereits veröffentlicht hat. Wir haben die Mandel-Brioche natürlich nachgebacken! Flour Bakery + Café // u.a. 1595 Washington Street, Boston.

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    South End Buttery

    Jetlaggeschädigt sind wir in den ersten Tagen sehr früh auf den Beinen und erwarten, um kurz vor 8 ein halb leeres Frühstückscafé vorzufinden. Von wegen! Die halbe Nachbarschaft steht in der South End Buttery bereits Schlange, um Bagels, Sandwiches oder Cold Brew to go zu holen. Wir bekommen gerade so noch einen Platz und lesen uns durch die umfangreiche Frühstückskarte. Kurz darauf stehen zwei Breakfast Burritos mit Buchweizen-Tortilla, Rührei, gegrillten Tomaten, Grünkohl, Frühlingszwiebeln, Avocado und Käse (8,70$) vor uns – lecker, nicht supergroß, aber sehr sättigend. Dazu einen Caramel Apple Latte und einen Milchkaffee und wir sind glücklich! Besonders gelobt wird das üppige Brunch-Angebot am Wochenende, das wir aber leider nicht mehr probieren können. South End Buttery // 314 Shawmut Avenue, Boston.

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    Mike’s Pastry

    Ganz unüblich muss an dieser Stelle mal eine NICHT-Empfehlung ausgesprochen werden. In jedem Reiseführer, in fast jedem Artikel über Boston und auf sämtlichen Online-Bewertungsplattformen wird Mike’s Pastry als DIE Anlaufstelle für Feingebäck angepriesen, die man keinesfalls verpassen sollte, wenn man einen Spaziergang durch Bostons italienisch geprägtes North End unternimmt. Doch die italienische Konditorei ist dermaßen enttäuschend, dass wir jedem nur von einem Besuch abraten können. Die Auswahl ist riesig, das Gebäck sieht toll aus, doch weder Qualität noch Geschmack und Atmosphäre können hier überzeugen. Schon bei der Bestellung werden wir von den übellaunigen Damen hinter der Theke angepampt, der Peanut Butter Brownie (3,50$) ist trocken und die Pistazien-Cannoli (4$) dank völlig übersüßter und geronnener Sahnefüllung ungenießbar. Don’t believe the hype – es gibt so viele bessere Cafés in der Stadt! Mike’s Pastry // 300 Hanover Street, Boston.

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    Bon Me

    Auch wenn in München gerade der Food-Truck-Boom ausgebrochen ist, begegnet man den rollenden Küchen doch eher selten in freier Wildbahn, sondern eher geballt auf einem der unzähligen Street-Food-Märkte. In Boston gehören die Trucks jedoch längst zum Straßenbild. Besonders empfehlenswert sind die Bon-Me-Trucks, die frische vietnamesische Sandwiches, Salate und Reisgerichte unter die GroßstädterInnen bringen. Anzutreffen ist der beliebte Imbisswagen u.a. auf dem Boston Public Market am Dewey Square, der mit dem angrenzenden Rose Kennedy Greenway gleich eine grüne Oase bietet, um sich z.B. mit einem Bánh mì mit gegrilltem Paprika-Tofu (6$, supergut und riesig, reicht locker für zwei) und einer Thai Basil Lemonade (3$, leichte Schärfe, schön erfrischend) gemütlich niederzulassen. Mit etwas Glück erhascht man dabei einen Blick auf die tollen temporären Kunstwerke im Park. Es lohnt sich auch, bei den anderen Ständen des Boston Public Markets vorbeizuschauen, denn hier verkaufen viele lokale Anbieter ihre Bio-Waren und der eine oder andere Nachtisch (z.B. hervorragende Sea Salted Bourbon Caramel Donuts (3$) von Union Square Donuts) lässt sich hier auch entdecken. Bon Me Food Truck // u.a. auf dem Boston Public Market am Dewey Square, Boston, Di. & Do. 11.30-18.30 Uhr; über aktuelle Standorte informiert der Twitter-Account @bonme.

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    Myers + Chang

    Schon vor dem Urlaub hatten wir vom Hype rund um Myers + Chang und seine Asian Fusion Cuisine in einem „funky indie diner setting“ gelesen. Natürlich waren wir neugierig und hatten vorab reserviert, was dem Trubel nach zu urteilen auch dringend nötig ist. Ein bisschen Diner, ein bisschen Sternerestaurant, ein bisschen chinesischer Take-out, ein bisschen Hipster-Bar – Joanne Chang hat mit ihrem Restaurant im South End ein ziemlich außergewöhnliches (und stylishes) Konzept umgesetzt. Die Auswahl an vegetarischen und veganen Gerichten ist erfreulich hoch – wir wählen einen Edamame-Sellerie-Slaw mit Sesam und kandierten Zitronen als Vorspeise, den wir mittlerweile sogar zu Hause nachgemacht haben (7$, grooooßartig!!) und The Green Monster (17$, Graupen mit Zitronengras-Pesto, Spargel, Edamame, Erbsen, Avocado, Frühlingszwiebel und Gurke) sowie teegeräucherte Mu Shu Ente mit Nam Prik Pao, eingelegtem Kohl und Pfannkuchen (16$) als Hauptspeise. Alles ist wahnsinnig toll gewürzt und schmeckt so anders, verglichen mit allen Asiaten, bei denen wir bisher waren. Die Portionen sind jedoch übersichtlich, sodass auf jeden Fall noch Platz für den Nachtischhunger bleibt oder für einen der leckeren Drinks (z. B. Pineapple Express, 11$) bzw. der ausgefallenen Craft-Biere (Night Shift Whirlpool, 9$). Myers + Chang // 1145 Washington Street, Boston.

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    Trillium Brewing

    Ein Tipp unserer Airbnb-Hosts führt uns zu Trillium, einer Microbrewery in Fort Point, wo direkt in einem alten Warenhaus gebraut wird. Leider gibt es keine Ausschanklizenz, sodass die immer wechselnden Sorten vor Ort nicht probiert werden können. Eingeweihte lassen sich die Wunschsorten in mitgebrachte Growler abfüllen, wir dagegen vertrauen auf den fachmännischen Rat des Mitarbeiters, der uns freundlich die einzelnen Sorten beschreibt, und entscheiden uns für eine 750ml-Flasche Summer Street IPA (7,2%, 11$) – ein schönes, bitteres IPA mit tropisch-fruchtigen Mango- und Zitrusaromen, das uns die nächsten beiden Abende begleitet. Trillium Brewing // 369 Congress Street, Boston.

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    Drink

    Schräg gegenüber von Trillium liegt im Kellergeschoss des angesagten Restaurants Sportello die noch angesagtere Craft-Cocktail-Bar Drink. Prohibition Style, Backsteinwände, minimalistischer Lagerhallen-Chic, bärtige und/oder tätowierte BartenderInnen – wir sind angefixt! Eine Karte gibt es nicht. Stattdessen fragt eine aufmerksame Dame „What do you like?“. Ich mag Gin, nicht zu süß, gerne kräuterig. Der Herr will „irgendwas mit Bourbon. Nicht zu klassisch“. Das Schicksal der Drinks liegt völlig in den Händen der BartenderInnen, sie entscheiden, was man trinkt. In unserem Fall einen Gin-Drink mit Zitronensaft, Maraschino und Chartreuse sowie einen modernisierten Old Fashioned mit Maraschino, Orange Bitters, Zitronensaft und Orangenzeste (je 13$). Das Konzept geht auf, die Drinks sind toll, wenn auch nicht ganz so innovativ wie erwartet. Wir sitzen an der u-förmigen Bar, knabbern köstliche French Fries mit Malt Vinegar Aioli (8$), beobachten fasziniert die Mixkünste des Bartenders und beginnen das „what do you like“-Spiel noch mal von vorn. Längst haben wir vergessen, dass wir noch essen gehen wollten. Egal, das Geld haben wir eh versoffen. Drink // 348 Congress Street, Boston.

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    Cambridge Food-Tipps

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    Henrietta’s Table

    Ein Stadtmagazin ist schuld, dass wir Henrietta’s Table entdeckt haben, denn darin wurde das Café im Farmhausstil besonders für sein tolles Frühstück gelobt. Seine Zugehörigkeit zum Charles Hotel nahe des Harvard Squares sorgt für eine gehobenere Atmosphäre, als wir es von unseren üblichen Frühstücksspots gewohnt sind. Wir haben an diesem Morgen ziemlichen Hunger und können die Größe der Gerichte noch nicht erahnen. Also bestellen wir Granola Parfait mit Beeren, Joghurt und Honig, Red Flannel Hash (eine Neuengland-Spezialität aus Corned Beef mit roter Bete) mit pochiertem Ei und Sauce hollandaise und sicherheitshalber – wir könnten ja verhungern – noch ein Stückchen Pumpkin Bread (35$ für alles inkl. Kaffee). Alles ist köstlich, vor allem die Hash Browns, die das Red Flannel begleiten, doch die riesigen Portionen schaffen wir trotzdem nicht. Henrietta’s Table // im Charles Hotel, 1 Bennett Street, Cambridge.

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    Toscanini’s

    Wenn ein Eisladen von der NY Times als Heimat der „world’s best ice cream“ bezeichnet wird, geht man nicht daran vorbei, wenn man zufällig in der Gegend ist. Auch nicht morgens um 11! Zum Glück gibt es dort Microscoops, kleinere Probierkugeln für je 2,75$. Eine Kugel Salted Caramel und einmal Burnt Caramel – die Sorte, für die Toscanini’s berühmt geworden ist. Geplant gewesen sei ein klassisches Karamelleis, doch das Karamell verbrannte, fand trotzdem (oder gerade deswegen) genügend AbnehmerInnen und wurde kurzerhand ins Sortiment aufgenommen. Und ja, das Eis ist wirklich toll! Aber die NY Times hat offensichtlich noch nicht das Eis von Ballabeni in München probiert … Toscanini’s // 899 Main Street, Cambridge.

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    Clover Food Lab

    Eine komplett vegetarische Fast-Food-Kette mit gutem Essen in Bio-Qualität und täglich wechselnder, saisonaler Karte? Die so erfolgreich ist, dass es inzwischen ein Dutzend Filialen und Trucks gibt? Gibts nicht? Gibts doch! Was mit einem Food Truck begann, ist ein wahres Clover-Imperium geworden, das uns passenderweise einen Laden direkt vor die Wohnung gesetzt hat. Wir bestellen ein Egg and Eggplant Sandwich mit Hummus, ein BBQ Seitan Sandwich (je 6$) und Rosmarin-Fries (3$). Die Pommes sind für unseren Geschmack etwas zu labbrig, doch die Sandwiches im Pita-Brot sind wirklich lecker. Dazu trinken wir Lavendel-Limonade und Cantaloupe-Soda (je 3$), natürlich hausgemacht. Und organic sowieso. Clover Food Lab // u.a. 1075 Cambridge Street, Cambridge.

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    All Star Sandwich Bar

    Die Sandwich Bar am Inman Square besticht nicht gerade durch ihr gemütliches Ambiente, dafür umso mehr durch ihre funky Sandwich-Auswahl (z.B. Extra Funky mit frittiertem Hot Dog und Sesam-Cole-Slaw), die auch jede/n VegetarierIn glücklich machen sollte (z.B. mit dem Veggie Cubano: gegrilltes Gemüse, Portobello-Pilze, Käse, Dill Pickle und Koriander-Aioli – alle Sandwiches ca. 10$). Die großen belegten Baguettes holt man sich am besten to go, doch wer ungeduldig versucht, schon auf der Straße über sein Sandwich herzufallen, wird gegen den dichten und herausquillenden Belag kaum ankämpfen können. Also besser mit nach Hause nehmen, denn es wird dirty! All Star Sandwich Bar // 1245 Cambridge Street, Cambridge. 

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    Unterkunft in Boston

    Da wir auf unserer Reise mehrfach gefragt wurden, wo wir übernachtet haben und ob wir Empfehlungen hätten, werden wir hier ab und zu Tipps zu Unterkünften anhängen. Hotels sind in Boston leider wahnsinnig teuer, zumindest, wenn man etwas halbwegs Schönes sucht. Für den Preis eines schlechten Hotels bekommt man dagegen ziemlich tolle Airbnb-Unterkünfte, daher haben wir auch auf dieser Reise wieder recht oft privat übernachtet.

    Diesmal wollten wir im South End unterkommen, da wir diesen Teil Bostons bisher völlig vernachlässigt hatten. Der In-Stadtteil strotzt vor hippen Cafés, Restaurants & Co., doch Hotels sind hier noch Mangelware. Unsere Unterkunft in einem der hübschen Brownstones des viktorianischen Viertels stellt sich gleich nach unserer Ankunft als perfekte Wahl heraus. Unsere beiden Gastgeber erweisen sich als Foodies und Craft-Beer-Nerds und versorgen uns mit jeder Menge Tipps zu lokalen Brauereien, Bieren und Restaurants. Allerbeste Voraussetzungen also!

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    In fremder Gesellschaft: Supper Clubbing in New York und Augsburg

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    If I can’t eat it here, I won’t eat it anywhere: New York kulinarisch II {Manhattan}

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    Das Jahr ist noch jung und so auch die Planung der Reisen, die uns 2015 erwarten. Die Ruhe der ersten Januartage eignet sich besonders gut für das Sprudelnlassen von Gedanken und das erste Ausformulieren halb garer Ideen. Noch ist Zeit, blickt man doch einem ganzen Jahr entgegen, das mit vielen Eindrücken befüllt werden will. Habt ihr schon Ideen, wohin es euch 2015 treiben wird? Falls New York eines eurer Reiseziele werden soll, sei euch Teil 1 unseres Food-Guides zu New York wärmstens ans Herz gelegt: No eat till Brooklyn: New York kulinarisch I {Brooklyn}. Da wir uns natürlich nicht nur durch Brooklyn, sondern auch einmal quer durch Manhattan gefuttert haben, folgt hier unser zweiter Teil mit kulinarischen Empfehlungen, denen ihr unbedingt nachgehen solltet, wenn ihr mal in New York seid.

    Unsere kulinarischen Tipps für Manhattan

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    The Butcher’s Daughter

    Frühstück – Lunch – Brunch – you name it. Den Vormittag solltet ihr jedenfalls bei der Metzgerstochter verbringen. Das hippe Café, das sich selbst als „vegetable slaughter house“ bezeichnet, serviert ausgefallene und köstliche vegetarische und vegane Speisen, natürlich alles in Bio-Qualität und von Bauern aus der Region bezogen. Ein Platz auf der gut besuchten Straßenterrasse eignet sich zudem hervorragend, um vorbeieilende Großstädter und New Yorker „cool Kids“ am Nachbartisch zu beobachten. Serviert wird neben kostenfreiem Minz-Wasser ein für amerikanische Verhältnisse extrem guter Kaffee und ein Knaller-Frühstück: Nach einer Scheibe Smashed Avocado Toast mit Avocado, Apfel, Curry, Senfsamen und Limette (7$) und einem Egg Sandwich mit Rührei, Cashew-Käse, Grünkohl und Tomatenmarmelade (10$) wünschen wir uns, hier jeden Morgen frühstücken zu können. Zum Mitnehmen gibt es noch einen Ananas-Basilikum-Smoothie-Popsicle (4$). Ein dickes YUM und Dankeschön an Dani von Flowers on my plate, die uns das Café empfohlen hat! The Butcher’s Daughter // 19 Kenmare Street, New York.

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    Ess-a-Bagel

    Etwas klassischer und traditionsbewusster geht es im Ess-a-Bagel zu. Die beiden Filialen in Manhattan zählen zu den besten Bagel-Shops in ganz New York. Auch wenn man beim Eintritt in den Laden nahe des Rockefeller Centers nicht unbedingt das Gefühl hat, gerade ein kulinarisches Frühstücksparadies betreten zu haben, sollte man sich vom rustikalen Flair des Delis, dem leicht muffigen Geruch und den etwas klebrigen Tischen nicht abschrecken lassen. Seit den 70ern werden hier Bagels in Handarbeit produziert, die lange Schlange von Bagelhungrigen, die einmal quer durch den Laden führt, spricht Bände. Einmal angestellt, hat man so immerhin genügend Zeit, sich durch die Vielzahl an Bagel- und Frischkäsesorten zu lesen, die über der Theke angeschrieben stehen. Erstaunlich viele vegane Aufstriche fallen dabei ins Auge, und wer mutig ist (wie Steffen), kann eine der skurrileren Kombinationen probieren, z.B. einen Cinnamon Raisin Bagel mit Banana Walnut Cream Cheese. Es ist früh, meine Experimentierfreude hält sich noch in Grenzen, daher gibt es für mich einen Everything Bagel mit einem Aufstrich aus getrockneten Tomaten. Das Brot ist perfekt, fest und doch luftig, die Bagels riesig und Steffen fast traurig, dass sein Hunger nicht für einen zweiten reicht. Den Bagel mit Oreo Cream Cheese wird er wohl beim nächsten Besuch probieren müssen. Ess-a-Bagel // 831 3rd Avenue, New York.

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    Beyond Sushi

    Kleiner Hunger zwischendurch? Dann lohnt sich ein Zwischenstopp in einer der drei New Yorker Filialen von Beyond Sushi. Der kleine Laden zeigt, wie kreativ, bunt und lecker veganes Sushi sein kann. Die Auswahl ist riesig, die Kombination der Reisröllchen erfrischend ungewöhnlich. Da wird schwarzer Reis mit Gurke, Tofu und Kiwi gepaart oder die Hand Roll mit Kimchi gefüllt. Wir entscheiden uns für zwei California Rolls und ein paar Nigiri – welche Sorten es genau waren, bekommen wir allerdings nicht mehr zusammen. Irgendwas mit Mango und Pfirsich, der Teller war jedenfalls sehr bunt und das Sushi köstlich! Dazu noch eine Watermelon Lemonade und man fühlt sich bestens gestärkt für die 18 Meilen Bücherregale des nahe gelegenen The Strand Book Stores, den man keinesfalls verpassen sollte! Beyond Sushi // u.a. 229 East 14th Street, New York.

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    Union Square Greenmarket

    An vier Tagen in der Woche findet direkt am Union Square ein großer Farmers Market statt, bei dem eine Vielzahl an Bauern und Kleinbetrieben aus der Region zusammenkommen, um ihre Bio-Produkte an den/die New YorkerIn zu bringen. Im Gegensatz zum gegenüberliegenden Whole Foods (oder „Whole paycheck market“, wie ihn ein Amerikaner, den wir auf der Reise kennengelernt haben, nannte), bekommt man dort, wie auf fast jedem Farmers Market, für amerikanische Verhältnisse recht günstiges Obst und Gemüse. Die Website zum Greenmarket bietet zudem einen guten Überblick über sämtliche Farmers Markets der Stadt. Union Square Greenmarket // Mo., Mi., Fr. und Sa. am Broadway/17th Street, New York.

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    Küchengeschäfte

    Wenn man sich schon in der Union-Square-/Flatiron-Gegend aufhält und sich nur annähernd fürs Kochen und Backen (oder einfach nur fürs Essen) interessiert, gibt es dort einige schöne Läden, denen man unbedingt einen Besuch abstatten sollte. Allen voran Fishs Eddy, deren Shop uns bereits vor vier Jahren (damals noch ohne Foodblog) in Verzückung versetzte. An jeder Ecke stapeln sich hier Teller, Tassen & Co., hübsche Geschirrtücher und andere Props in allen erdenklichen Farben und Formen. Doch Achtung, Augen und Geldbeutel fühlen sich hinsichtlich der immensen Auswahl augenblicklich überfordert! Fast gegenüber liegt das mehrstöckige ABC Carpet & Home – ausgefallene Küchen- und Wohnaccessoires wohin das Auge blickt (leider allerdings auch recht teuer). Bevor man von dort aus direkt auf das Flatiron Building losstürmt, sollte man zunächst einem kleinen, etwas unscheinbaren Laden seine Aufmerksamkeit schenken. Whisk kommt etwas unprätentiöser daher, dafür aber mit einer tollen Auswahl an Küchen- und Barzubehör. Vor allem die kleine, aber überaus feine Backabteilung muss hier erwähnt werden! Um sich professionell auszustatten und in jeder Großküche bestehen zu können, sollte man auch einen Besuch bei Bowery Kitchen Supplies im Meatpacking District einplanen. Zwischen den eng bepackten Regalen voller Töpfe, Pfannen und Schüsseln fällt es schwer, sich in dem großen Laden im Chelsea Market nicht zu verlaufen. Etwas weiter den Broadway hinunter in Richtung SoHo eröffnet sich mit Sur la Table jedem Foodie ein riesiges Küchenparadies, das einen verfluchen lässt, nicht einen komplett leeren Koffer mitgebracht zu haben. Wir müssen uns schwer zurückhalten, aber der Mason Shaker (und diverse andere Kleinigkeiten) MUSS einfach mit! Fishs Eddy // 889 Broadway at 19th Street; ABC Carpet & Home // 888 Broadway at 19th Street; Whisk // 933 North Broadway;  Bowery Kitchen Supplies // Chelsea Market, 75 Ninth Ave; Sur la table // 75 Spring Street, New York.

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    Dean & DeLuca + Eataly

    Zwei riesige Feinkostläden, die an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben dürfen, sind Dean & DeLuca und Eataly. Dean & DeLuca hungrig zu betreten, würde vermutlich dem finanziellen Ruin gleichkommen. Aus jeder Ecke des riesigen Delikatessenshops strömen einem verführerische Düfte entgegen. Hier stapeln sich köstlichste Backwaren, Cookies und Cupcakes, dort wartet eine riesige Brottheke (inklusive dem besten Olivenbrot überhaupt) darauf, bestaunt zu werden, einen Schritt weiter steht man plötzlich vor der gut bestückten Käsetheke und am hinteren Ende des Ladens wird gerade frisches Sushi gerollt. Am besten startet man mit einem Kaffee im Coffeeshop des Feinkostgeschäfts und gönnt sich dabei eine der feinen hausgemachten Pralinen. Am Madison Square Park verbirgt sich hinter den Toren von Eataly ein riesiger italienischer Feinkosttempel. Von frischer Pasta über Pizza, Wein, Focaccia, Panini, Gelato und Kaffee bis hin zu Kochbüchern und Koch- und Weinkursen findet man hier alles, was das italienische Gourmetherz begehrt. Besonders spannend ist, dass hier auch regionale Spezialitäten aus dem ganzen Land angeboten werden, die man in der Regel nur selten außerhalb Italiens findet. Im Frühjahr soll sogar eine Filiale der italienischen Feinkostkette in München eröffnen. Wir sind gespannt! Dean & DeLuca // u.a. 560 Broadway; Eataly // 200 5th Avenue, New York.

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    Chelsea Market

    Ein Pflichttermin für alle essfreudigen Touristen ist auch der Chelsea Market. In der ehemaligen Keksfabrik (hier wurden die Oreo-Kekse erfunden!) im Meatpacking District hat sich eine riesige Markthalle etabliert, die den ehemaligen Industrie- und Rotlichtbezirk in eines der angesagtesten Viertel der Stadt verwandelt hat. Seit 2009 grenzt hier außerdem die High Line an, ein Park, der auf einem Abschnitt der ehemaligen West Side Freight Line – einer Hochbahntrasse, die die verschiedenen Fabriken miteinander verband – angelegt wurde und sich zu einer der beliebtesten Attraktionen der Stadt gemausert hat. Doch bevor man es sich dort auf einer der Holzliegen gemütlich macht oder die Füße in einem der Wasserläufe kühlt, lohnt sich ein ausgiebiger Spazier- und Shoppinggang durch die vielen kleinen Läden des Markets. Bei Foods of New York Tours hatten wir bereits vor der Reise eine Foodtour gebucht, bei der wir nicht nur den Markt, sondern auch Teile des ihn umgebenden Meatpacking Districts kennenlernen durften. Höchst empfehlenswert sind die Touren mit Darrell – ein wahnsinnig lustiger Broadway-Schauspieler, der nicht nur in kürzester Zeit all unsere Namen beherrscht, sondern offensichtlich auch mit allen Händlern im Markt befreundet ist. Dementsprechend kommt er zwischen den regulären Stopps immer wieder mit neuen Kleinigkeiten an, die wir natürlich alle probieren müssen. So kommen wir z.B. in den Genuss von Rindertatar mit Schalotten und Chili (für vegetarische Alternativen wird stets gesorgt), einem köstlichen Kale Salad, kleinen Meat Pies, saftigen Grilled Cheese Sandwiches mit Feigensoße, einer frisch aus dem Ofen kommenden Blätterteigfrittata, köstlichen Cupcakes und selbst gemachten 9$-Bio-Schokoriegeln. Fast alles wird direkt vor Ort produziert, sodass man an vielen Stationen direkt in die Küchen schauen kann und zusieht, wie Fleischstücke zerteilt, riesige Berge Brotteig geknetet oder Süßigkeiten zubereitet werden. Wie schon bei unserer Foodtour in Miami erfahren wir neben all den Köstlichkeiten auch viel zur Geschichte und Kultur des Viertels und fühlen uns nach drei Stunden in jeder Hinsicht glücklich gesättigt. Chelsea Market // 75 9th Avenue, New York.

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    Magnolia Bakery

    Ein Geheimtipp ist die kleine Bäckerei im schicken Greenwich Village natürlich längst nicht mehr. Spätestens seit Sex & the City wird die Magnolia Bakery von Cupcakesüchtigen und Serienjunkies überrannt. Doch der Hype um das niedliche Café ist nicht unbegründet. Wir sind nicht die Einzigen, die mit sabberndem offenem Mund die bunte Auslage bestaunen und wie gebannt der Dekoration von Torten und Cupcakes zusehen, die noch immer ganz frisch im hinteren Teil des Geschäfts zubereitet werden. Entgegen Majas dringender Empfehlung, dort den Banana Pudding zu probieren, entscheiden wir uns für einen Peanut Butter Icebox Cake und einen Mini Red Velvet Cheesecake – beide sehen einfach zu gut aus, um sie in der Auslage liegenzulassen. Der Peanut Butter Cake entpuppt sich als pure Dekadenz: Peanut Butter meets Karamell meets unglaubliche Cremigkeit. Ganz schön mächtig, aber auch ganz schön lecker! Und auch der Red Velvet Cheesecake überzeugt, supercremig und einfach perfekt. Eins ist klar: Beim nächsten New-York-Besuch MÜSSEN wir zurückkommen, um den Bananenpudding zu probieren! Magnolia Bakery // 401 Bleecker Street, New York.

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    Big Gay Ice Cream Shop

    Wer sich in der Magnolia Bakery zurückhalten kann (wir leider nicht!) und noch etwas Platz im Magen hat, sollte ihn mit einer der spannend klingenden und hoch gelobten Eissorten des Big Gay Ice Cream Shops füllen. Leider können wir uns aufgrund akuter Völleritis nicht selbst von den Eiskreationen des bunten Shops im West Village überzeugen, doch die zufriedenen Gesichter, denen wir beim Vorbeilaufen vor dem Ice Cream Shop begegnen, sprechen Bände. Der Laden wird jedenfalls vorgemerkt für den nächsten New-York-Besuch – Sorten wie „Salty Pimp“ und „Mexcian Affogayto“ wollen schließlich probiert werden! Big Gay Ice Cream Shop // u.a. 61 Grove Street, New York.

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    Greenwich Village Literary Pub Crawl

    Wer schon immer mal wissen wollte, wo sich Dylan Thomas zu Tode gesoffen hat oder welcher Pub im Kampf gegen die Diskriminierung Homosexueller eine gewichtige Rolle spielte, liegt mit dem Literary Pub Crawl genau richtig. Die dreistündige Walking Tour führt durch die berühmtesten und berüchtigsten Bars der Künstlerviertel Greenwich Village und East Village. Bei einem (oder zwei oder drei …) Pint(s) erzählen die Tour Guides – zwei junge Theaterschauspieler – von literarischen Persönlichkeiten des Viertels, versteckten Orten und vergessenen Anekdoten. Die perfekte Tour für trinkfeste Literaturnerds und alle, die einen etwas anderen Blick auf New York erhaschen möchten. Greenwich Village Literary Pub Crawl // 20$ pro Person; Treffpunkt: samstags, 13 Uhr, White Horse Tavern, 567 Hudson Street, New York. 

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