Vor einigen Wochen startete Nina auf Ninas kleinem Foodblog eine musikalische Gastbeitragsreihe – die Foodblogger-Charts. Verschiedene Foodblogger bekommen von ihr einen Song vorgegeben und sollen daraus ein passendes Rezept kreieren. Als völlige Musiknerds und Fans von Ninas Blog haben wir uns wahnsinnig gefreut, als sie auch uns fragte, ob wir nicht ein durch ein Lied inspiriertes Rezept beisteuern möchten. Und jaaa, wir wollten! Einen kleinen fotografischen Vorgeschmack auf das Resultat unserer musikalischen Backorgie seht ihr hier schon mal. Wenn ihr neugierig seid, welchen Song wir da verbacken haben, dann schaut doch mal auf Ninas Blog vorbei. Dort gibt’s den Artikel in voller Länge. Das Rezept für oberleckere Apfel-Zimt-Donuts mit Cidre-Glasur findet ihr natürlich auch bei uns. Yum!
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Das 21. Jahrhundert schreitet voran und mit ihm die (gefühlte) Beschleunigung des Alltags, die Trennung von öffentlicher, Privat- und Arbeitssphäre erodiert und bei gleichzeitiger globaler Vernetzung kommt es zur Rückbesinnung auf lokale und regionale Traditionen und Netzwerke. So ist es kein Wunder, dass immer mehr Angebote aus dem Boden schießen, die auf diese Umstände reagieren oder ein Produkt dieser Veränderungen sind. Vielfach nehmen sie dem Menschen bisher selbstverständlich scheinende Aufgaben wie Einkaufen oder Kochen ab. Foodboxen gehören dabei zu den neuen heißen Dingen, die uns – selbstverständlich bei gleichzeitiger Nachhaltigkeit – den Alltag erleichtern sollen. Insbesondere denen von uns, die entweder keine Zeit zum Kochen und Einkaufen haben oder die es vielleicht gar nicht erst gelernt haben. Ich gebe zu, dass ich solchen Angeboten bisher zwar neugierig, aber auch recht skeptisch gegenüberstand. So passte es perfekt, dass ich ein Event in München besuchen durfte, bei dem eines jener neuen Start-ups sein Konzept vorstellen sollte. Kochzauber heißt die Firma, die seit gut einem Jahr ihre Boxen verschickt und deren Angebot seit Beginn des Jahres auch deutschlandweit verfügbar ist. So ging es letzten Donnerstag direkt vom Büro aus ins Bild und Raum im Westend, wo bereits eine liebevoll hergerichtete Küche auf mich und die anderen Gäste (neben JournalistInnen waren auch weitere Foodblogs wie Bushcooks Kitchen, Dinner um 8, Le Gourmand und Alice im kulinarischen Wunderland vertreten) wartete.
Tolles Detail: Als Tischkarten dienten kleine Tüten mit Nudeln, Bohnen oder Linsen
Zur Begrüßung gab es erst einmal ein kühles Berliner Bier, auf den Tischen standen Nüsse (von Bitebox) und Schokolade (von Schokostück) zum Knabbern bereit und nach und nach trafen auch die anderen Gäste ein. Unterdessen konnte man sich ungezwungen mit dem aus Berlin angereisten Kochzauberteam unterhalten, unter anderem mit Geschäftsführerin Wencke und Koch Max, der auch eine Hälfte des Rezeptentwicklungsteams ist. Es war wirklich spannend, mal einen Einblick in ein junges Unternehmen zu bekommen, zu hören wie die Rezepte entstehen, mit welchem Aufwand sie getestet werden (immerhin 10 Stück pro Woche) und vor allem mit welchem Enthusiasmus die MitarbeiterInnen hinter ihrer Idee stehen. Da war echte Begeisterung für gute Lebensmittel und fürs Kochen zu spüren. Gut gefallen hat mir zum Beispiel auch die hohe Flexibilität und Bandbreite des Konzepts. Für Familien mit Kindern gibt es andere Gerichte als für experimentierfreudige Paare, und wer nur alle vier Wochen eine Box bekommen möchte, muss das einfach nur sagen. Glutenfrei? Vegetarisch? Alles kein Problem.
Kochzauber-Geschäftsführerin Wencke Harder bei der Begrüßung und fleißige Hände beim Rhabarber schnippeln
Natürlich waren wir nicht nur zum Quatschen und Trinken (unter anderem gab es auch noch unglaublich leckere Zitronenlimo!) eingeladen, sondern sollten auch testen, wie sich die Rezepte aus der Foodbox umsetzen lassen und schmecken. Um das möglichst objektiv beurteilen zu können, sollten wir – aufgeteilt in drei Gruppen – selber nach den Originalrezepten kochen. So machte ich mich also zusammen mit den anderen Herren an den Nachtisch. Rhabarber-Crumble mit Vanillesoße stand auf der Speisekarte und unter etwas chaotischen Umständen wurde im Folgenden die Soße angerührt, viel Obst geschält und eine große Schüssel Teig geknetet. Dazu gab es einen regen Austausch übers Kochen und die eigene Verbindung zum Essen sowie große Mengen Weißwein. Währenddessen wurde an den anderen Stationen Couscous angesetzt, Salat gewaschen, Salsiccia aus der Schale gepult und Fleisch gebraten. Immer unter der Aufsicht von Koch Max, der zwischendurch noch Zeit fand, von seiner Ausbildung in Deutschland und seinen Zwischenstationen in australischen Küchen zu erzählen. Ganz schön beeindruckend, was der gerade mal 25-Jährige da zu berichten wusste, und das Kochzauberteam hat sich da wirklich einen idealen Partner ins Boot geholt.
Für die Vorspeise (Couscous mit getrockneten Aprikosen, gebratener Salsiccia und Paprika-Sauerrahm) hatten sich die Münchener Foodbloggerinnen verantwortlich gezeigt und herausgekommen ist ein tolles Gericht. Die Mischung aus salzig und süß, kombiniert mit der Frische des Sauerrahms hat super geschmeckt (und nicht nur, weil ich inzwischen ordentlich Hunger hatte) – ich überlege schon, wie ich daraus eine vegetarische Variante entwickeln könnte, damit auch Frau Wu in den Genuss kommen kann. Ich musste mich auf jeden Fall sehr zurückhalten, sonst hätte ich mich schon am ersten Gang satt gefuttert.
Koch Max verleiht dem Fleisch den letzten Schliff
Zum Hauptgang kam ein Gericht auf den Tisch, das für die Spezial-Valentinstagsbox von Kochzauber kreiert worden war. Kalbssteak mit Trüffelgnocchi an Kaffeesoße und dazu Feldsalat mit Granatapfel-Vinaigrette. Die Gnocchi mussten (zum Glück) nicht selbst gerollt werden, sondern kamen schon fertig nach München. Denn: Die Kochzauber-Philosopie sieht vor, dass sich die Gerichte innerhalb von 20-35 Minuten zubereiten lassen (wie ich schon erwähnte: Beschleunigung des Alltags). Da aber gleichzeitig viel Wert auf hochwertige Zutaten gelegt wird, muss man das jetzt auch gar nicht negativ bewerten. Die Gnocchi, die an diesem Abend im Kochtopf landeten, waren hochwertig, frisch und sehr schmackhaft. Bei der Kaffeesoße wurde etwas geschwindelt und etwas mehr Aufwand betrieben als im Originalrezept aus der Box vorgesehen. Koch Max hatte es sich nicht nehmen lassen, schon am Tag vorher eine Soße anzusetzen, um sie dann zur Perfektion köcheln zu lassen. Das war bei jedem Tropfen herauszuschmecken – ich hätte die Soße auch einfach pur trinken können. Währenddessen blubberte das Crumble unserer Nachtischgruppe im Ofen vor sich hin, obwohl eigentlich kaum noch Platz im Magen war. Naja, Nachtisch geht ja immer, gerade wenn man ihn selbst gemacht hat. Nur mein bürgerlicher Anstand und die Angst vor ernsthaften körperlichen Schäden haben mich daran gehindert, noch eine zweite Portion auf den Teller zu laden.
Ein hervorragender Abschluss: Rhabarber-Crumble mit (leider etwas zu flüssiger) Vanillesoße
Zum Abschluss gab es für alle noch eine Geschenkbox, gefüllt mit Schokolade, Bier und Knabberzeug, und gegen 23.30 rollte ich kugelrund, aber glücklich nach Hause. Meine Skepsis gegenüber Foodboxen ist nach diesem Abend deutlich gesunken und das liegt nicht daran, dass ich für (große Mengen) gutes Essen äußerst empfänglich bin. Die Gespräche am Abend mit dem Kochzauberteam waren wirklich nett und ich hatte nicht den Eindruck, dass hier nach einer Marktsondierung einfach das nächste, hoffentlich schnell profitable und verkaufbare Start-up aus dem Boden gestampft wurde. Ganz im Gegenteil. Die MitarbeiterInnen scheinen mir wirklich mit Herzblut bei der Sache zu sein, das Konzept ist durchdacht und ich verstehe auch besser, wie der (in meinen Augen immer noch recht hohe) Preis für die Boxen zustande kommt. Wir werden in der nächsten Woche eine Box unter realen Bedingungen testen und euch auch noch mit ein paar mehr Infos zum Konzept versorgen.
Vielen Dank an Kochzauber und Stilgeflüster für die liebevolle Organisation dieses schönen Abends und danke an Alice, Dorothée und Claudia für die netten Gespräche am FoodbloggerInnentisch!
Wir schenken Lesefreude: Gewinnt ein Exemplar von Yvette van Bovens „Home Made. Sommer“
Heute ist nicht irgendein Tag, sondern Welttag des Buches. Der könnte bei uns auch „Welttag der rechten Wohnzimmerhälfte“ heißen. Oder „Welttag des überfüllten Regals im Flur“. Ihr merkt schon, unsere Wohnung hat die digitale Revolution in dieser Hinsicht noch nicht erreicht und für den potenziellen Niedergang der Buchbranche sind wir ganz sicher auch nicht verantwortlich. Eher für die Abholzung ganzer Landstriche in Skandinavien. Da wir unsere Büchersucht gerne mit euch teilen möchten, beteiligen wir uns an der wirklich großartigen Aktion „Blogger schenken Lesefreude„, die von Dagmar und Christina ins Leben gerufen wurde. Fast 1000 Blogs verlosen zur Feier des heutigen Tages Bücher; von Krimis über Ratgeber bis hin zu Kochbüchern. Und natürlich haben wir für euch ein besonders tolles Buch ausgewählt, das uns freundlicherweise vom DuMont Verlag zur Verfügung gestellt wurde: Yvette van Bovens „Home Made. Sommer“.
Schon im November des vergangenen Jahres haben wir ganz begeistert von Yvette van Bovens „Home Made. Winter“ berichtet und nun ist dessen sommerliche Schwester in unser überfülltes Bücherregal eingezogen. Ab der ersten Seite wird deutlich, dass beide Bücher dieselbe Mutter haben. Die gleiche liebevolle Aufmachung, die selbst gezeichneten Rezepte, die erfrischend unprätentiöse Art zu kochen. Wo im letzten Buch deftige, wärmende – teilweise von ihrer Heimat Irland inspirierte – Gerichte für kalte Wintermonate auf die LeserInnen warteten, ist es diesmal das südfranzösische Landleben, welches das Buch prägt. Einfache Gerichte für warme Sommerabende, deftige Grillideen für die Party auf dem provenzalischen Landgut (das wir im Übrigen auch gerne hätten), Kuchen für ausschweifende Geburtstagsfeiern und kühle Drinks für drückend heiße Augustnachmittage. Wer ein Kochbuch für den Familienurlaub in der Toskana oder meinetwegen auch an der Isar sucht, liegt hier goldrichtig. Ein weiterer Einfluss ist das von Yvette van Boven geführte Restaurant in Amsterdam, deren Köche und Köchinnen ihre Geheimnisse mit der Chefin und den LeserInnen teilen.
Impressionen aus dem Buch: Die Salzzitronen und Banana Crumble Muffins stehen schon auf der To-do-Liste!
Das Buch teilt sich in verschiedene Kapitel, die von Frühstück über Kuchen, Drinks bis zu Vorspeisen, Hauptgerichten und schlussendlich Desserts eine breite Palette abdecken. Einiges, was wir schon zum Vorgängerband geschrieben haben, findet sich auch hier wieder. Die Gerichte sind bodenständig, aber keinesfalls einfallslos. Die Erklärungen sind nicht zu ausschweifend, aber gut nachvollziehbar. Zu manchen Gerichten findet man wieder die tollen Zeichnungen der Autorin und ihr Mann Oof hat erneut die Fotos beigesteuert. Diese sind immer noch etwas „instagramig“, aber durchaus charmant und tragen definitiv zum ganz eigenen Stil des Buches bei. Aber natürlich sind Äußerlichkeiten nicht alles und so haben wir bisher drei Rezepte ausprobiert, um das Buch auf seine Praxistauglichkeit zu testen.
Den Anfang machte eine Möhren-Apfel-Tarte mit Ziegenkäse, die uns schon beim ersten Durchblättern ins Auge gefallen war. Die Zubereitung war einfach, viel zu schnippeln gab es auch nicht. Leider wollte die Masse aus Ei, Schmand und Möhrensaft einfach nicht stocken. Statt der angegebenen 35 Minuten war die Tarte bei uns über eine Stunde im Ofen. Wir werden dem Kuchen aber auf jeden Fall eine zweite Chance geben, denn geschmacklich gab es nichts auszusetzen. Danach stand eine Polentapizza mit Ratatouille auf dem Programm, die für uns ein ziemlicher Reinfall war. Irgendwie war uns das zu mächtig, zu viel Butter und Käse in der Polenta und fest geworden ist der Polentaboden leider auch nicht. Dafür hat uns Gericht Nr. 3 völlig von den Socken gehauen. Ein Fenchelsalat mit Sellerie, Datteln und Nüssen. Klingt definitiv nicht ganz alltäglich, gerade rohen Fenchel und Sellerie muss man ja auch mögen. Doch wir schwören euch, die Kombination aus frischem Gemüse, einem sauren Dressing und der Süße der Datteln ist himmlisch. So himmlisch, dass es den Salat gleich zwei Tage hintereinander bei uns gab.
Fazit
Wer schon die anderen Bücher von Yvette van Boven kennt und mag, kann auch hier wieder beherzt zugreifen. Alle anderen täten gut daran, mal einen Blick zu riskieren und sich ein wirklich schönes Kochbuch nach Hause zu holen. 4½ von 5 Salzzitronen.
Yvette van Boven: Home Made. Sommer, DuMont Verlag, Köln 2012.
€ 29,95 / ISBN 978-3-8321-9460-4
Und so könnt ihr ein Exemplar von Yvette van Bovens „Home Made. Sommer“ gewinnen:
Hinterlasst einfach bis Montag, 29.04.2013, 23:59 Uhr einen Kommentar unter diesem Artikel, in dem ihr uns verratet, welches Buch ihr zuletzt gelesen habt bzw. welches ihr gerade lest. Am besten noch mit einem kurzen Vermerk, ob ihr es weiterempfehlen würdet. Ein zusätzliches Los bekommt ihr, wenn ihr uns auch auf Facebook und/oder Twitter folgt (schreibt das dann einfach mit in euren Kommentar hinein).
Mitmachen kann jede/r (mit oder ohne Blog) mit einer Adresse in Deutschland. Bitte hinterlasst im entsprechenden Feld eure E-Mail-Adresse (die ist natürlich nur für uns sichtbar) und einen Namen, damit wir euch kontaktieren können, falls ihr gewonnen habt. Die GewinnerInnen werden wir über random.org auslosen und hier am 01.05.2013 verkünden. Der Rechtsweg ist selbstverständlich ausgeschlossen.
Die letzten Bücher, die wir gerade gelesen haben, sind übrigens Fleischmarkt von Laurie Penny (Steffen) und Imperium
von Christian Kracht (Frau Wu). Beide können wir euch uneingeschränkt empfehlen.
Luna lädt auf Zorras Kochtopf zum Pizzaevent ein und als große Pizza-Fans haben wir natürlich auch ein Rezept in petto, das wir gerne beisteuern möchten. Ich meine, Pizza, wie kann man da nein sagen??? Pizza sollte deswegen auch zum Standardrezeptefundus aller Köche/innen gehören und wahrscheinlich lassen sich mindestens 10.000 verschiedene Möglichkeiten finden, die leckeren Teigfladen zuzubereiten. Unser Standard-mal-wieder-Lust-auf-Pizza-Rezept ist ziemlich simpel und eher dick, fluffig und hefig. Darauf kommt, was gerade hoch im Kurs steht (oder eben weg muss). Oft sind es Pilze, Paprika und große Mengen an Zwiebeln, in letzter Zeit auch gerne Ricotta und Rucola. In meiner Erinnerung gab es die beste Pizza der letzten Jahre übrigens in New York, im Schatten der Brooklyn Bridge. Ein riesiger Fladen, ein dünner Boden, viel Mozzarella und einfach köstlich. Vielleicht musste die Pizza nach 45 Minuten Schlange stehen aber auch einfach schmecken und der begleitende Sonnenuntergang über der Skyline von Manhattan hat mit Sicherheit auch seinen Teil dazu beigetragen. Trotz allem, wenn ihr mal in New York seid, befolgt unseren Rat, spaziert über die Brooklyn Bridge, holt euch bei Grimaldi’s eine Pizza zum Mitnehmen und setzt euch damit an den Pier.
Für Luna haben wir uns diesmal aber etwas nicht ganz Alltägliches überlegt. Eine schnelle, herrlich krosse Kartoffelpizza, die kaum Arbeit macht und deren Zutaten man vielleicht ohnehin im Kühlschrank und in der Speisekammer bereithält. Die Idee stammt aus der Lecker, wir haben das Rezept aber unseren Vorlieben angepasst. Durch den zusätzlichen Schmand (Ziegenfrischkäse passt bestimmt auch super!) wird der Fladen etwas saftiger und die Zwiebeln geben noch etwas mehr Würze. Und wer Brotbackerfahren ist und etwas mehr Zeit mitbringt, kann die Backmischung sicherlich auch durch einen eigenen Teig ersetzen.
Kartoffelpizza mit Thymian (für eine große Pizza):
400 g Bauernbrot-Brotbackmischung
etwas Öl und Mehl
2-3 EL Schmand
5 Thymianstiele
ca. 500 g festkochende Kartoffeln
1 Zwiebel
5 EL Olivenöl
Meersalz, Pfeffer
1. Den Backofen auf 250°C (Elektro) vorheizen. Die Backmischung und etwa 280 ml lauwarmes Wasser mit Knethaken verrühren, bis ein glatter Teig entsteht. Abgedeckt an einem warmen Ort etwa 45 Min. gehen lassen.
2. Ein Backblech einölen und mit etwas Mehl bestäuben. Nach dem Gehen den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem dünnen ovalen Fladen ausrollen und auf das Backblech legen. Teig etwas mit Wasser bestreichen und zugedeckt noch einmal 30 Min. gehen lassen. Thymian waschen und Blätter abzupfen, Kartoffeln schälen und waschen. Die Kartoffeln in dünne Scheiben hobeln. Die Zwiebel in dünne Ringe schneiden.
3. Den Schmand mit etwas Salz und Pfeffer würzen und auf dem Fladen verstreichen. Darauf die Kartoffeln dachziegelartig verteilen, mit den Zwiebeln belegen, mit 3 EL Öl beträufeln und mit Meersalz, Pfeffer und Thymian bestreuen. Im Backofen etwa 25-30 Min. knusprig backen. Zwischendurch mal schauen, ob die Kartoffeln schon gar sind, sonst noch einen Moment länger im Ofen lassen.
Kurz vor den Feiertagen stand die fünfte Tauschrunde von „Post aus meiner Küche“ an. Anstatt es sich einfach zu machen und das naheliegende Thema „Ostern“ aufzugreifen, haben sich die drei PAMK-Damen diesmal ein ganz besonderes Motto überlegt: „Kindheitserinnerungen“. Also wurde intensivst in der eigenen kulinarischen Kindheit gewühlt, der Delorean mit leckeren Erinnerungsschnipseln vollgeladen und los ging die Reise in die Vergangenheit – in unserem Fall in die süßen 80er. Da unser Päckchen mittlerweile bei der lieben A. von Restaurant am Ende des Universums angekommen ist, gibt es vorab – wie auch beim letzten Mal – schon mal eine kleine Sneak Peek in unser Paket, dessen Inhalt wir euch in den kommenden Tagen noch etwas ausführlicher vorstellen werden.
Kindheitserinnerungen à la feed me up before you go-go
Mit an Bord waren diesmal:
Kalte Welpen mit weißer Schokolade, Cranberrys und gerösteten Mandeln sowie mit Pistazie und Kokos
Raider-(nicht Twix!)-Törtchen (denn vom Wörtchen Muffins hatte damals noch keiner gehört)
Dunkle Knallbrause-Schoki mit Kokos und weiße Knallbrause-Schoki mit rosa Pfefferbeeren
So schön das Thema auch ist, fürchte ich ja, dass viele kulinarische Erinnerungen sehr ähnlich ausfallen und unzählige kalte Hunde in dieser Runde hin und her geschickt wurden, demnächst massenweise Milchreis gelöffelt wird und Raider sicherlich auch ein Comeback in den unterschiedlichsten Formen gefeiert hat. Auf die verschiedenen Varianten und Präsentationsformen bin ich allerdings sehr gespannt! Was war denn euer kulinarisches Highlight aus den 80ern?
Jede Woche ruft Steffi von Ohhh…Mhhh… dazu auf, ein paar von ihr gestellte Fragen in Bildern zu beantworten. Doch anstatt der gewohnten fünf Fragen, lautet die Aufgabe für diesen Freitag: Zeig fünf Sachen, die dich glücklich machen! Okey-dokey, davon gibt’s genug.
1.
Steffen: Dieser Tag hat uns vor drei Jahren ganz besonders glücklich gemacht, denn damals haben wir heimlich in Manhattan geheiratet und darüber freuen wir uns jedes Jahr am 18. Februar aufs Neue. Glücklich wäre ich natürlich auch, wenn wir wieder einmal nach New York fliegen könnten, es gäbe noch so viel zu sehen (und zu schmecken).
2.
Kitty Wu: Der dicke, flauschige Mitbewohner (nein, ich meine nicht Steffen …).
3.
Steffen: Kennt ihr die Simpsons-Folge, in der Homer in der Hölle landet und die dortigen Donutvorräte vernichtet? Das könnte ich sein, denn mir kann es noch so schlecht gehen, ein Donut zaubert mir immer sofort ein Lächeln aufs Gesicht.
4.
Kitty Wu: Dass trotz völliger Nählegasthenie und stundenlangem Kampf mit der Nähmaschine tatsächlich ein Kosmetiktäschchen herausgekommen ist. An dieser Stelle viele Grüße an die geduldige Nähleidensgenossin und weltbeste Schwägerin!
5.
Steffen: Es vergeht eigentlich kein Tag, an dem ich keine Musik höre, und am liebsten tue ich das über den Plattenspieler. Auf dem Boden sitzen, eine 7″ nach der anderen rauskramen und sich wundern, was man irgendwann mal gekauft hat, herrlich.
Wie schon vor drei Wochen, sind wir mal wieder eingeschneit. Diesmal war das aber gar nicht so schlecht, denn so konnte sich Steffen voll und ganz dem Tchibo-Backwettbewerb widmen. Inzwischen wurden alle Produkte getestet, alle Fotos geschossen und die letzten Kuchenreste vernichtet. In der nächsten Woche werden wir euch mit den Backergebnissen bombadieren und ab Dienstag darf dann auf der Tchibo-Facebook-Seite kräftig für Steffen abgestimmt werden. Wir würden uns natürlich riesig freuen, wenn ihr auch für ihn stimmt! 🙂
Zorra vom Kochtopf-Blog hat ein altes Blogevent wiederbelebt und möchte gerne wissen, mit was wir Foodblogger unsere Fotos schießen. Das ursprüngliche Event liegt schon fünf Jahre zurück und bei der rasanten Entwicklung, die der digitale Fotomarkt so durchmacht, könnte das auch genauso gut 20 Jahre her sein. Es ist also allerhöchste Zeit für eine aktuelle Bestandsaufnahme.
Ende der 90er haben Frau Wu und ich angefangen zu fotografieren – damals natürlich noch analog, mit Nikon und Pentax. Zu dieser Zeit etwa haben wir auch gemeinsam einen Fotokurs an der VHS besucht und danach in der eigenen Dunkelkammer Fotos abgezogen. Kann man sich heute wahrscheinlich kaum noch vorstellen. Dank meines technikverrückten Vaters war zwar seit ca. 1997 immer eine Digitalkamera zur Hand, aber bis 2006/07 haben wir eigentlich noch regelmäßig analog fotografiert. Im Sommer 2007 habe ich mir dann endlich eine digitale Spiegelreflexkamera zugelegt und mit meiner Canon 400D fotografieren wir heute noch immer.
Ein frühes Konzertfoto, das ich noch selbst in der Dunkelkammer abgezogen habe (Poison the Well, Frankfurt 2003)
Warum ich mich damals für Canon entschieden habe? Ich glaube vor allem auf Rat mehrerer semiprofessionell fotografierender Freunde und aufgrund eines passenden Angebots. Bis heute habe ich diese Entscheidung auch nie bereut. Die Kamera hat unzählige Urlaube und Auslandsreisen durchgemacht und der Auslöser wurde inzwischen bestimmt 30.000-40.000-mal betätigt. Haltbarkeit ist also kein Thema. Nervig ist das Rauschverhalten (wie auch Ela bemängelt), das haben aktuelle Kameras mittlerweile deutlich besser im Griff. Die ganzen technischen Daten zur Kamera gibt es bei Canon.
Ich habe bei der Anschaffung der passenden Objektive ehrlich gesagt noch nicht an Food-Fotografie gedacht. Im Vordergrund stand für mich vielmehr die Konzertfotografie. Da ich vor allem Konzerte in kleinen, schlecht beleuchteten Venues besucht habe, sollte es also ein lichtstarkes Zoomobjektiv mit genügend Weitwinkel sein. Meine Wahl fiel deswegen auf das Tamron 17-50 mm 1:2,8, mit dem ich bis heute eigentlich ganz zufrieden bin. Es ist zwar nicht so lichtstark wie eine Festbrennweite, aber für die meisten Situationen ausreichend. Das ist auch mein „immer-drauf“-Objektiv.
Pasta mit Mascarpone-Cognac-Soße und Zitronen-Nuss-Gremolata (Tamron 17-50 mm 1:2,8, Iso 800, 1/60s, Blende 5,6, externer Blitz)
Blick vom Empire State Building in New York, bei dem das Weitwinkelobjektiv zur Geltung kommt (Tamron 17-50 mm 1:2,8, Iso 200, 1/250s, Blende 6,3)
Außerdem besitzen wir noch ein günstiges Tele, das Canon 55-250 mm 1:4,5-5,6. Dem merkt man seinen niedrigen Preis schon an, vom Plastikbajonett bis zum deutlich hörbaren Motorgeräusch beim Fokussieren. Für unsere Blogfotos verwenden wir beide Objektive, wobei Frau Wu eine Vorliebe für das Tele hat und ich lieber mit dem Weitwinkel nah herangehe. Mit dem 55-250 mm bekommt man schöne Unschärfeeffekte hin, braucht aber auch etwas Abstand zum Objekt.
Schärfe meets Unschärfe auf dem White Chocolate Cheesecake mit Beerenhaube mit dem Telezoom bei 194 mm (Canon 55-250 mm 1:4,5-5,6, Iso 400, 1/80s, Blende 5,6)
Für beide Objektive braucht man ordentlich Licht und ISO 400+ ist Pflicht (wobei damit das starke Rauschen der EOS 400D irgendwann zum Problem wird). Deswegen fotografieren wir sehr viel mit einem externen Blitz, und das ist auch der Teil der Ausrüstung, bei dem ich damals verhältnismäßig viel Geld auf den Tisch gelegt habe. Der Canon Speedlite 580EX II war zu dem Zeitpunkt das Flaggschiff der Blitzreihe und bietet neben unzähligen Einstellungsvarianten eben auch die Möglichkeit, indirekt zu blitzen (das Modell ist nur noch gebraucht zu bekommen, das derzeitige Spitzenmodell mit vergleichbarer Ausstattung und Leitzahl ist der Speedlite 600EX-RT). So können wir auch im Winter und abends einigermaßen gut mit dem Teleobjektiv fotografieren.
Dieses Bild vom Pfirsich-Trifle wurde um 20.15 Uhr mit starkem Blitz und Iso 800 aufgenommen, Tageslicht war da natürlich nicht mehr vorhanden (Canon 55-250 mm 1:4,5-5,6, Iso 800, 1/20s, Blende 5,0)
Außerdem gehört noch ein Batteriegriff zur Ausrüstung, der zwei Akkus Platz bietet, die Kamera griffiger (aber auch größer und schwerer) macht und zusätzliche Bedienelemente für hochformatige Fotos mitbringt. Ich war, ehrlich gesagt, bei mehr als einem Konzert dankbar, dass die Kamera so fest in der Hand lag.
Zu Weihnachten habe ich gerade eine neue Kameratasche bekommen, von der ich ganz begeistert bin. Sie sieht nämlich nicht im Geringsten nach Kameratasche aus, bietet Platz für die gesamte Ausrüstung und kann auch als ganz normale Messengertasche verwendet werden. Frau Wu träumt derweil noch von einer Shootbag.
Vielleicht zum Schluss noch ein paar Worte zur Bildbearbeitung. Wir vertrauen seit einiger Zeit auf Adobe Lightroom 3. Sowohl zum Bearbeiten der Fotos als auch für die Verwaltung. Bei über 50.000 Fotos aus über zehn Jahren verliert man auch mit ordentlicher Ordnerstruktur leicht den Überblick. Da Lightroom einen sehr guten RAW-Konverter besitzt, fotografieren wir alle Foodfotos im RAW-Format und taggen, bearbeiten, beschneiden dann jene Fotos, die es in die Artikel schaffen. Die Bedienung ist wirklich einfach und es gibt im Internet auch massig Tutorials und sogar kostenlose Bücher, die einem den Einstieg erleichtern.
Dieses Foto aus Key West zeigt, was man mit der Nachbearbeitung in Lightroom noch herausholen kann (Tamron 17-50 mm 1:2,8, Iso 800, 1/250s, Blende 8,0)
Collagen wie diese erstellen wir übrigens mit Picmonkey, das geht schneller (und idiotensicherer) als mit Photoshop
Wenn ich es mir aussuchen dürfte, würde wohl die 7D von Canon oder die bald erscheinende 70D im Einkaufskorb landen. Außerdem hätte ich doch noch gerne eine lichtstarke Festbrennweite, wie das Canon 50 mm 1:1,4, wobei mich auch das Canon 60 mm 1:2,8 Macro
anlacht. Ansonsten tun es natürlich alle Objektive der L(uxus)-reihe von Canon. Eine dieser neuen kleinen Systemkameras für die Jackentasche, wie die Canon M, Sony Nex-5N oder Fuji X100, wäre natürlich auch schön, damit würde ich gerne mal ausführlicher herumspielen
Was die Food-Fotografie und insbesondere das -Styling angeht, stecken wir eigentlich noch in den Kinderschuhen. Vieles wird eher intuitiv als wissend abgelichtet, aber wir sind zuversichtlich und lernen mit jedem fotografierten Abendessen dazu. 😉
Wie sind denn eure Erfahrungen mit Canon? Welches Objektiv könnt ihr uns speziell für die Food-Fotografie empfehlen?
Neues Jahr, neue Runde Frage-Foto-Freitag. Wie gewohnt stellt Steffi von Ohhh…Mhhh… jeden Freitag fünf Fragen, die per Bild beantwortet werden. Here we go.
1. Auf deinem Couchtisch?
2. An deiner Wand?
Geschehen merkwürdige Dinge! Die Überbleibsel des Wasserschadens werden hoffentlich bald behoben …
3. In deinem Bad?
Hängt ein Wal am Schrank und beglückt mich jeden Morgen beim Türöffnen. ♥♥
4. Auf deiner Fensterbank?
Blüht es gerade ziemlich, was mich immer und immer wieder überrascht. Alle anderen Pflanzen ziehen es vor, in meiner Gegenwart zu sterben, nur die Orchideen halten tapfer durch.
5. In der Küche?
Wohnt seit gestern ein Eichhörnchen. Eigentlich lebt es schon länger bei uns, doch wir haben tatsächlich ein Jahr (!!) gebraucht, um es endlich mal zum Hängen zu bringen. Grmpf!
München ist seit vorgestern wieder unter einer 20 Zentimeter dicken Schneeschicht verschwunden. Mal schauen, ob wir es heute Abend auch ohne Schlittenhunde zum Sport schaffen. Wie sieht es denn bei euch aus? Auch alles weiß?



















