URLAUB – endlich ist er da, und im Grunde befinden wir uns schon mittendrin. Seit gut einer Woche sind wir in den Südstaaten der USA unterwegs – wenn ihr uns auf Instagramfolgt, habt ihr es vielleicht schon mitbekommen. Kulinarisch gehören die Staaten zwischen Louisiana und Georgia sicherlich zu den interessantesten und vielfältigsten der USA, sind sie doch geprägt von einer Vielzahl kultureller und ethnischer Einflüsse. Gumbo, Jambalaya, Fried Chicken, Fried Green Tomatoes, Biscuits, Grits, Po‘ Boy Sandwiches – gerade die Cajun-Küche wird für uns bestimmt einige Überraschungen bereithalten. Gleichzeitig stellt mich die Südstaatenküche als Vegetarierin vor die ein oder andere Herausforderung, denn Fleisch und Fisch dominieren die Speisekarten (Steffen ist dagegen Feuer und Flamme und spricht seit Wochen nur noch von BBQ, Dry Ribs und Pulled Pork). Weiterlesen
Puh, schon wieder ist ein Monat vorbei und damit auch ein Viertel des Jahres. Wann hat es eigentlich angefangen, dass die Zeit einfach so vorbeifliegt? Vermutlich als wir anfingen zu arbeiten, denn im Studium kam mir das noch nicht so vor. Vielleicht vermisse ich auch nur die Zeit, die man zwischendurch fürs Nichtstun hatte. Besonders genervt hat uns letzten Monat, dass das letzte Märzdrittel von Hustenanfällen und viel zu hohem Taschentuchverbrauch bestimmt war. Es wird wirklich Zeit, dass wir die noch viel zu kühlen deutschen Nächte hinter uns lassen, aber mehr dazu weiter unten. Weiterlesen
Sich im Büro vernünftig zu ernähren, ist keine einfache Aufgabe. Auch wenn viele Kantinen beteuern, auf ausgewogene Ernährung achten zu wollen, ist es vor allem für Vegetarier_innen schwierig, dort dauerhaft glücklich zu werden. Sinnvoller erscheint da die Alternative, etwas von zu Hause mitzubringen oder vielleicht sogar im Büro zu kochen. Letzteres versuche ich regelmäßig gemeinsam mit meinen Kolleginnen, aber auch dabei gibt es einige Hindernisse zu überwinden. Die Gerichte müssen bei uns auf einer einzigen Kochplatte zubereitet werden, die Auswahl der Küchengeräte ist beschränkt und außerdem kann die Mittagspause ja auch nicht immer zwei Stunden dauern. So kommt es, dass unser übliches Mittagessen aus Salatoder Nudeln mit Pestobesteht. Soll es etwas Aufwendigeres sein, muss jemand früh genug ein Gericht aussuchen, den Einkauf koordinieren und einen Tag wählen, an dem keine Besprechungen die Mittagspause zerstören könnten.
Dementsprechend bin ich seit einiger Zeit am Tüfteln, wie das Mittagessen im Büro etwas einfacher gelöst werden kann; beispielsweise indem ich etwas von zu Hause mitbringe. Als sich kürzlich das ZDF meldete und fragte, ob ich Lust hätte, nach meinem Herbstburger noch einmal einen Beitrag für die Küchenträume in der Drehscheibe zu drehen, diesmal zum Thema gesundes, schnelles Mittagessen fürs Büro, war das ein willkommener Anlass, um nach ein paar Lösungen für mein Mittagspausendilemma zu suchen. Salat im Glas sollte es werden, denn diese Idee schlummerte schon etwas länger in meinem Kopf, und Gläser, um den Salat unbeschadet ins Büro zu bringen, haben wir ohnehin mehr als genug im Haus. Herausgekommen ist ein Antipasti-Brotsalat im Glas mit Aubergine und Paprika aus dem Ofen, Granatapfelkernen, Mozzarella und knusprigen Ciabatta-Würfeln. Wichtig ist – wie bei allen Salaten im Glas –, dass die feuchten Zutaten zuerst ins Glas geschichtet und die, die frisch und knackig bleiben sollen (z.B. Salat und Brotwürfel), ganz nach oben gepackt werden. So hält sich der ganze Salat fest verschlossen auch einige Tage im Kühlschrank. Weiterlesen
Vermischter Reis – nichts anderes verbirgt sich hinter dem deutlich wohlklingenderen (und für mich nicht ohne Stolperer aussprechbaren) Namen Bibimbap. Neben Kimchi ist der hübsch in einer Schüssel drapierte Reis mit Gemüse, Ei & Co. das wohl bekannteste koreanische Gericht und auch bei uns seit einigen Jahren auf dem Vormarsch. Warum Bibimbap bislang nicht den Weg in meine Schüssel fand? Vielleicht weil ich grundsätzlich kein großer Fan von unhandlichem Bowl Food bin, das nur für ein schnelles Instagram-Bildchen akribisch arrangiert wird und dann geschmacklich meist doch nicht überzeugt. Warum es Bibimbap dann doch in meine Schüssel schaffte? Weil ich neugierig bin und selbst erschmecken wollte, ob der Hype um das koreanische Soul Food gerechtfertigt ist. Weil ich es spannend finde, dass dabei üblicherweise alle Geschmacksrichtungen auf dem Teller landen – süß, salzig, sauer, bitter und umami. Und vor allem: weil Gemüsereste im Haus waren, die dringend verarbeitet werden mussten. Das Reisgericht eignet sich nämlich bestens als Resteessen, denn im Grunde darf hier alles rein, was man gerade so zur Hand hat – Möhren, Brokkoli, Zucchini, Gurke, Tofu (oder Rindfleisch, wer es nicht vegetarisch möchte), Pak Choi, Spinat, Pilze, Ingwer, Kimchi, Sprossen, you name it.Weiterlesen
Als wir kürzlich mal wieder den Rezeptindexaktualisiert haben, stellten wir mit Erschrecken fest, dass hier seit über einem halben Jahr kein Pastarezept gepostet wurde. Überhaupt findet man bei uns deutlich weniger Nudelgerichte als erwartet. Dabei ist Pasta ein zentraler Bestandteil unseres Speiseplans – der Blog bildet unsere Essgewohnheiten somit nicht ganz realistisch ab. Oft kommen Nudeln bei uns sogar mehrmals in der Woche in irgendeiner Form auf den Teller. Sollte sich mal ein Low-Carb-Kochbuch in unsere Wohnung verirren, würde es vermutlich sofort schreiend auf die Straße flattern. Ich kann mir auch kaum etwas Befriedigenderes vorstellen, als mich nach einem langen, anstrengenden Tag vor eine große Portion heiße Pasta zu setzen. Mit einem Mal verschwinden Hunger, Kälte und Stress und alles sieht gleich schon viel besser aus. Mit Rohkost klappt das leider nicht. Weiterlesen
Diese cremige Pastinakensuppe mit würzigem Gruyère ist das perfekte Wintergericht für kalte Tage. Das Besondere: knusprige Pastinakenchips und eine aromatische Nuss-Zitronen-Gremolata verleihen der Suppe eine raffinierte Note. Mit Kurkuma, Chili und schmelzendem Käse wird aus einer einfachen Wintersuppe ein richtiges Wohlfühlgericht.
Da ist es nun, das neue Jahr, und ist eigentlich schon voll im Gange. Doch entgegen der Annahme, dass sich so ein jungfräuliches Jahr wie ein leeres Blatt Papier blitzschnell mit frischen Ideen und kreativen Gedanken befüllen lässt, herrscht hier nur verschlafenes Gähnen im Kopf. Vielleicht ist es die dicke Schneedecke, die die guten Einfälle seit Wochen begräbt oder die ersten Präsymptome der Frühjahrsmüdigkeit – von Inspiration jedenfalls keine Spur. Das gilt auch und ganz besonders fürs Kochen, mit dem wir in den ersten Januarwochen sicherlich keinen Innovationspreis gewinnen. Es wird auf Altbewährtes zurückgegriffen, auf Gerichte, die hier im Haus ein Schattendasein fristen und eigentlich nur bei akutem Zeitmangel oder Inspirationsnotfällen in die Küche gelassen werden. Oder wir klammern uns pedantisch an Rezepte aus viel zu lange ungeblätterten Kochbüchern – doch simpel muss es sein, darf bloß nicht überfordern. Eine Pastinakensuppe klingt machbar, mit Wintergemüse, etwas Kurkuma und darin schmelzendem Gruyère, so wie sie bei Nigel Slater* zu finden ist. Und dann kommt sie, die Unfähigkeit, sich eins zu eins an Rezepte zu halten, denn ein kleines Topping könnte die Pastinakensuppe ja schon vertragen. Uns kommen vor Ewigkeiten gepostete Rezepte in den Sinn, wir klauen uns die Gremolata von damals und ergänzen sie um knusprige Pastinakenchips. Vielleicht ist das ja schon ein erster Schritt heraus aus dem Inspirationsloch, vielleicht taut eine wärmende Wintersuppe auch endlich die Gedanken auf. Unsere cremige Pastinakensuppe mit Gruyère, Nuss-Zitronen-Gremolata und Pastinakenchips ist eine moderne Interpretation eines klassischen Wintergerichts. Weiterlesen
Der Dezember kann uns mal! Eigentlich hat der Monat keinen eigenen Rückblick verdient – zu viel Aufgewühltheit, zu viele Tränen, zu viele unterschwellige Aggressionen. Dabei fing er so schön an mit einer stimmungsvollen Adventsreise und gutem Essen. Deshalb widmen wir uns hier einfach nur kurz den ersten Tagen, überspringen den Rest, blicken dann lieber noch etwas weiter zurück aufs ganze Jahr und hoffen, dass sich 2017 etwas mehr ins Zeug legt. Wir wünschen euch ein gutes neues Jahr – hoffentlich wird es ein schönes!
Das Jahresende und wir – irgendwie kriegen wir es nicht hin, dafür zu sorgen, dass diese Zeit unstressig verläuft. Im Dezember ballen sich berufliche und private Verpflichtungen, so vieles will noch schnell erledigt werden, bevor sich das Jahr endgültig verabschiedet und im neuen alles auf null gesetzt wird. Doch dann ist da noch diese merkwürdige Zeit zwischen den Jahren – ein Zeitloch, in dem plötzlich alles entschleunigt, in dem Punkte von der To-do-Liste abgehakt werden, die man schon wochen- oder monatelang vor sich herschiebt und man endlich die Muße findet, sich mit neuen Dingen zu beschäftigen und auszuprobieren. Das gilt auch für Kulinarisches. Maronensuppe zum Beispiel – in den letzten Tagen stand sie gleich dreimal vor uns. Entweder haben wir einen neuen Trend verpasst oder Ende Dezember gelüstet es alle nach einem warmen Teller Suppe mit winterlicher Einlage.