Seit letztem Wochenende ist sie im Haus, die langersehnte August-Box von Brandnooz, die in diesem Monat unter dem Motto “Bella Italia” läuft. Erstaunlicherweise kam die Box ganz ohne Pasta aus, dafür aber mit einigen anderen italienischen Klassikern im Gepäck. Nach der sehr gelungenen Juli-Box waren meine Erwartungen ziemlich hoch, doch die Italo-Box konnte sie leider nicht so richtig erfüllen. Während die neue Box auf der Brandnooz-Seite ziemlich abgefeiert wird, finde ich sie zwar nicht schlecht, aber doch irgendwie eher mittelmäßig – für mich sind es einfach zu klassische, “normale” Lebensmittel, die auch nicht soo wahnsinnig neu sind. Bei gleich drei Produkten handelt es sich sogar “nur” um Design-Relaunches und nicht um eigentliche Neuheiten.
Gegessen
Wenn ich an tschechische Küche denke, kommen mir zuerst Knödel, Palatschinken, Bier und vor allem viel, viel Fleisch in den Sinn. Gut, dass es in Prag einige wackere Inseln der vegetarischen Küche gibt, die den extremst fleischlastigen Speisekarten der Touristenlokale etwas entgegenzusetzen haben. Auf meiner Konferenz in der tschechischen Hauptstadt wurde ich zwar fast rund um die Uhr verpflegt, für meinen einzigen freien Abend suchte ich mir jedoch ein kleines Restaurant aus, über das ich vorher nur Gutes gelesen hatte. Das Clear Head oder Lehká Hlava, wie es auf Tschechisch heißt, bietet seit 2005 vegetarische und vegane Küche, die im Vergleich mit deutschen Preisen auch noch unschlagbar billig ist.
Margarita und Abendsonne. Kann es noch besser werden?
Mexikanisches Essen abseits von fettiger Tex-Mex-Bierseligkeit scheint ja das nächste große Ding in München zu werden. Neben dem Condesa, das wir im April besucht haben, gibt es schon seit Längerem am Hauptbahnhof einen kleinen Straßenimbiss und am Goetheplatz mit dem Pure Burrito ein weiteres Lokal, das sich “authentischer” mexikanischer Straßenküche verschrieben hat. Das vierte Restaurant im Bunde befindet sich in der Frauenstraße, am Rande des Viktualienmarkts und hat mit Straßenküche oder Fast Food nur wenig zu tun. Zwar schwärmt man in der Speisekarte bei der Beschreibung der Tacos, Enchiladas oder Tortillas von Straßenständen in Mexiko, aber im Milagros liegt das Level eindeutig höher. Hier wird echte mexikanische Küche auf hohem Niveau geboten, mit einem leichten Dreh in Richtung Maya/Yucatan-Gerichten.
Hui, ich bin ganz hibbelig – meine erste Brandnooz Box ist angekommen. Nach anfänglicher Skepsis gegenüber dem momentanen Boxenwahnsinn, bin ich meiner eigenen Neugier nun doch erlegen. Vorerst zumindest auf Probe, denn ich habe mich erstmal nur an das Brandnooz-Box-Schnupperabo (3 Monate für 25 €) herangewagt. Wie der Name bereits vermuten lässt, verspricht die Box brandneue oder bald erscheinende Lebensmittel. Für einen Produktneuheitenjunkie wie mich also genau das Richtige.
Beim Öffnen der Box fühlte ich mich gleich fast wie unter dem Weihnachtsbaum … Hochspannung pur! Und ich wurde tatsächlich nicht enttäuscht. Ich finde den Inhalt meiner ersten Box ziemlich super! Sie enthält einige Produkte, über die ich vorab schon gelesen hatte und die ich ohnehin probieren wollte.
Von den himmlischen Kreationen von Wir machen Cupcakes habe ich hier ja schon vor einiger Zeit berichtet. Letztes Wochenende war es mal wieder Zeit für einen Abstecher in die Utzschneiderstraße. Nach unserer letzten, zugegebenermaßen sehr umfangreichen, Testserie, waren wir uns einig, dass die Cupcakes mit hellem Teig uns eindeutig besser schmecken, als die dunklen. Um auch neue Sorten zu erschmecken, entschieden wir uns diesmal für einen Blueberry- und einen Passionfruit-Cupcake, jeweils mit hellem Teig.
Florida Teil 2: Miami kulinarisch – Food Tour durch South Beach
Was schenkt man einem Foodblogger, in dessen Küche kein Platz für weitere Geräte, Messer, Pfannen und Töpfe zu finden ist und dessen Kochbuchregal auch schon kurz vorm Zusammenbruch steht (ca. 100 Stück nach gestriger Zählung)? Natürlich etwas Essbares und in diesem Fall hat Frau Wu einen besonderen Fund gemacht: eine Food Tour durch South Beach, Miami. Drei Stunden zu Fuß die Stadt erkunden und dabei immer mal anhalten, um die verbrannten Kalorien mit Südfloridas Leckereien wieder reinzuholen – das hörte sich für mich nach der perfekten Stadtführung an.
Ausgangspunkt war ein Café in der Lincoln Road, der Fußgängerzone von South Beach. Dort trafen wir auf Kelly, Gründerin von Miami Food Tours und unsere Expertin für die kulinarischen Geheimnisse der Stadt. Kelly ist eigentlich Architektin, wie sie uns erzählte, hatte aber irgendwann genug von ihrem Bürojob und beschloss, ihre zwei Vorlieben – Architektur und gutes Essen – mit der Möglichkeit zu verbinden, an der frischen Luft zu arbeiten. Diese Kombination hat die Führung dann auch zu weit mehr als nur einem Fressmarathon gemacht, denn Kelly ist ein wandelndes Lexikon zur architektonischen Geschichte von South Beach und konnte uns in den drei Stunden einen tiefen Einblick in die Art Déco-Landschaft Miamis vermitteln.
Dreierlei Dip: Fisch mit Koriander, Black-Bean-Hummus und Mais-Avocado-Salsa
Zwei Wochen Urlaub in Florida sind vorbei und trotz des zwischenzeitlichen Tropensturms “Debby” (aka “Debby-the-bitch”) hatten wir viel Spaß. Dank Debby und ihren ständigen Regengüssen mussten wir (leider) oft vom Strand in die nahe gelegenen Shoppingoutlets, Supermärkte und Restaurants flüchten und haben dementsprechend viele Food-Fotos und -Eindrücke mitgebracht. Nachdem ich ein wenig Ordnung in die 1600 Bilder gebracht habe, kommt hier nun der erste Bericht über das Land der unbegrenzten Burgermöglichkeiten. Jede noch so kleine Klitsche, die was auf sich hält, hat diesen amerikanischsten aller Träume im Angebot. Ich musste mich dementsprechend ziemlich zurückhalten und der Versuchung widerstehen, jeden Tag einen anderen Hamburger zu probieren. Zum Schluss sind aber doch einige Burger zusammengekommen, und die will ich Euch natürlich nicht vorenthalten.
Manche Gerichte und Lebensmittel assoziiere ich unweigerlich mit meiner Kindheit. Oft sind es Gerichte, die bei meinen Großeltern oder Eltern ab und zu auf den Tisch kamen, die ich aber selbst, obwohl sie damals so lecker waren, noch nie nachgekocht oder -gebacken habe. Das liegt weniger daran, dass ich keinen Appetit darauf hätte oder diese Rezepte besonders aufwendig wären – ganz im Gegenteil sind es eigentlich gerade die besonders einfachen Gerichte, die mir in Erinnerung geblieben sind -, sondern vielmehr an der Tatsache, dass ich sie im Laufe der Zeit einfach vergessen oder verdrängt habe. Scheinbar tummelt sich in der hintersten Ecke meines Gehirns eine Blase mit solchen Essenserinnerungen, die erst durch ein bestimmtes Erlebnis zum Platzen gebracht werden muss und dann eine Vielzahl von fast vergessenen Leckereien wieder ins Gedächtnis ruft. Diese Blase ist gestern geplatzt und evozierte bei mir einen plötzlichen Heißhunger auf Schokokussbrötchen.
Mhhh, ewig nicht gegessen, aber immer noch so gut wie früher!