Langsam, aber sicher wird es auch bei uns etwas weihnachtlicher. Das schlägt sich auch kulinarisch nieder. Wir tüddeln wieder länger in der Küche, der Einsatz von Zimt und Kardamom nimmt rapide zu und wir machen uns erste Gedanken über das Weihnachtsmenü. Denn auch wenn dieses Jahr alles anders ist, kleiner, reduzierter, ruhiger, heißt das nicht, dass wir beim Essen Kompromisse eingehen müssen. Auch in kleiner Runde darf an Weihnachten groß aufgefahren werden. Und wir setzen mal wieder ganz auf vegetarischen Braten, konkret auf Nussbraten mit Halloumi, vielen Kräutern und Granatapfelkernen.
Vegetarisch
Während um uns herum eifrig Plätzchen gebacken und der erste Glühwein auf- und winterliche Liköre angesetzt werden, ist hier von Weihnachtsstimmung keine Spur. Wie auch, wenn man sich mit übervollen Schreibtischen, Deadlines, Zeugenaussagen und Übergabeprotokollen herumschlagen muss? Die Lust auf Süßes ist dagegen größer denn je, und so halten wir uns und unsere Nerven mit Mitarashi Dango, den weichen japanischen Klebreisbällchen mit süßer Sojasoße, über Wasser. Das dritte und letzte Thema der Oishii Weeks – dem kleinen kulinarischen Ausflug nach Japan mit Thank you for eating, The hangry stories, Feines Gemüse und uns – kommt jedenfalls wie gerufen, denn diese Woche dreht sich alles um Desserts.
Was tun gegen akutes Fernweh? Essen natürlich! Und mit wem? Mit anderen Fernwehgeplagten, die sich ebenso nach Urlaub außerhalb des eigenen Landes und anderen kulinarischen Welten sehnen. Gut, dass sich Liv von Thank you for eating mit den #OishiiWeeks eine kleine Aktion ausgedacht hat, die uns und andere Blogger:innen drei Wochen lang jeden Sonntag zumindest kulinarisch durch ein Rezept oder eine Urlaubserinnerung in die Ferne – und ganz konkret nach Japan – versetzt.
In der letzten Woche drehte sich alles ums Thema “Matcha”. Wir hatten zwar kein neues Rezept für euch, dafür einige Matcha-Impressionen (und jede Menge Speichelfluss) von unserer letzten Japanreise. Bei Reiseleiterin Thank you for eating wurdet ihr mit köstlichen Matcha-Pralinen versorgt und auch unsere japanverliebten Miteisenden The hangry stories und Feines Gemüse hatten tolle Rezeptideen im Gepäck: Matcha-Kinako-Sesam Cookies und Matcha-Tiramisu. Und falls ihr noch mehr Rezepte mit Matcha sucht, findet ihr auch hier auf dem Blog einen Matcha-Mohn-Zopf, Matcha-Kokos-Pudding mit Sesam-Karamell und einen schnellen Matcha-Mandel-Latte.
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Aktuell geht es auf dem Blog etwas ruhiger zu, denn nicht nur die Auswirkungen der aktuellen Beschränkungen beschäftigen uns, sondern auch die Wohnungssuche in Berlin. Dabei wäre Letzteres schon unter normalen Umständen und ohne Pandemie eine Herausforderung. Zwischen dem ständigen Aktualisieren von Immobilienportalen, dem Verfassen von Bewerbungen für mögliche Traumwohnungen und dem üblichen Arbeitsstress bleibt weniger Zeit fürs Kochen und Bloggen als gewünscht, und neue Rezeptideen fallen auch nicht einfach so vom Himmel. Gut, dass hier gerade so viele neue Kochbücher herumliegen (kommt Zeit, kommt eine kleine Vorstellungsrunde) und wir uns einfach dort Inspiration holen können. Eines dieser Bücher ist das kürzlich im Becker Joest Volk Verlag erschienene “Deftig Vegan”, das genau unseren Geschmack trifft.
In den letzten Wochen sind hier einige neue Kochbücher eingezogen (ja, ja, es ist natürlich besonders schlau, sich vor dem Umzug noch mehr Gewicht ans Bein zu binden …) und wir probieren seitdem fleißig neue Rezepte aus. Im Kochbuch “Palästina” von Sami Tamimi und Tara Wigley* sind uns schon beim ersten Durchblättern die Hefeschnecken mit Sumach-Zwiebeln und Kräuteröl ins Auge gestochen. Hefeschnecken lieben wir sowieso, und die Idee einer herzhaft-würzigen Variante klang vielversprechend. Gerade auch, weil wir Sumach, ein fruchtig-säuerliches Gewürz aus der Levanteküche (findet ihr zum Beispiel im türkischen Supermarkt), lieben und davon ohnehin einen Jahrzehntevorrat im Haus haben. Es erfordert zwar etwas Zeit, bis das luftige Hefegebäck endlich auf dem Tisch steht (der Teig sollte am besten über Nacht gehen), aber die Arbeit lohnt sich. Wie bei allen Hefeschnecken isst man auch diese am besten frisch oder friert sie sofort ein. Wir haben außerdem die Menge der Zwiebel-Zimt-Sumach-Füllung etwas erhöht, um sie noch etwas saftiger zu machen.
So schmeckt der Herbst: 20 vegetarische Rezepte mit Kürbis – von Frühstück bis Pasta
Da sind wir nun, mittendrin in der Kürbiszeit, haben schon unzählige Gerichte mit Kürbis vernascht, aber noch kein Einziges verbloggt. Eine Schande! Dabei waren da die guten (und bumsscharfen) Kürbis-Tacos, der frische Kürbis-Apfel-Salat mit Buttermilch-Dressing, die Kürbis-Orangen-Galette und vieles mehr. Doch wenn zwischen seitenlangen To-do-Listen, Wohnungssuche und Bergen von Arbeit keine Zeit fürs Fotografieren bleibt, finden die neuen Rezepte eben erst später auf den Blog. Immerhin haben für einen würdigen Ersatz gefunden. Denn in der Zwischenzeit zeigen wir euch unsere 20 liebsten vegetarischen Rezepte mit Kürbis.
Waren vegetarische und vegane Burger vor einigen Jahren noch eine Ausnahmeerscheinung, haben sie in den letzten zwei Jahren endgültig den Sprung in den Mainstream geschafft. Sogar die großen Discounter bieten inzwischen eine Auswahl verschiedener Fleischersatzprodukte an, von Gemüsepatties über Soja bis zu den neuesten Kreationen auf Basis von Erbsenprotein. Letztere findet man mittlerweile sogar direkt neben ihren fleischigen Geschwistern im Kühlregal und sind zumindest optisch nur noch schwer von diesen zu unterscheiden. Nachdem wir uns bereits durch verschiedene Patties auf Basis von z. B. Kichererbsen probiert haben oder Portobellopilze zwischen die Buns gepackt haben, widmen wir uns nun unserem liebsten Fleischersatz: Seitan. Er begleitet uns nicht nur seit Jahren auf sämtliche Grillfeste, zum Beispiel in Form unserer heiß geliebten veganen Seitanspieße mit Erdnuss-Kokos-Soße oder Seitanwürste, sondern begeistert uns auch als Burger-Patty auf dem Seitanburger mit gegrillter Ananas und Coleslaw.
Bowl Food und wir sind eigentlich nicht die allerbesten Buddies. Zu konstruiert, zu umständlich, zu irgendwie alles. Zumindest waren wir immer schnell genervt, wenn wir uns zu Hause an diversen Bowl-Rezepten probiert haben. Genervt von den vielen unterschiedlichen Bestandteilen, die jeweils eine andere Zubereitungsart für sich beanspruchen, genervt von Komponenten, die am Ende zwar gut aussehen, aber gar nicht so recht zusammenpassen wollen. Sind wir allerdings unterwegs, sieht die Sache ganz anders aus. Stellt man uns eine fertig angerichtete Gemüse-, Poké- oder Buddha-Bowl vor die Nase, greifen wir gerne zu und freuen uns über eine frische und gesunde Mahlzeit. Seit ein paar Monaten bereiten wir sogar eine bestimmte Bowl immer wieder selbst zu: die vegane Teriyaki-Auberginen-Bowl mit Edamame, Möhren und Ingwer. Warum? Weil sie so schön unkompliziert ist und ein prima Resteessen abgibt.