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Alles auf Grün: Matcha-Mandel-Latte

Ich bin ja ein neugieriger Mensch. Diese Neugierde ist besonders ausgeprägt, wenn es um Lebensmittel geht. So werde ich beim Rundgang durch den Supermarkt magisch von Produktneuheiten angezogen, gerne auch mal von besonders merkwürdigen bzw. auf die meisten Menschen abschreckend wirkenden Kreationen. Doch was bestimmte Food-Trends angeht, bin ich etwas resistenter. So habe ich bislang noch keine Macarons selbst gebacken (wobei sie durchaus auf der „Irgendwann-mal-machen“-Liste stehen), habe mich nicht vom allgemeinen Grünkohlfieber anstecken lassen, habe nicht panisch im Internet Chia-Samen bestellt und bin auch nicht sonderlich scharf darauf, Cronuts zu probieren (der Mann dagegen umso mehr), obwohl es die fettigen Teigkringel mittlerweile auch in München an jeder Ecke gibt.

Matcha-Latte-Grüner-Tee_Rezept Feed me up before you go-go-1

Doch dem Matcha-Hype musste ich jetzt doch mal auf den Grund gehen. Seit Monaten bewundere ich fast täglich auf Pinterest, Tastespotting & Co. diverse Köstlichkeiten, die der japanische Pulvertee in ein hübsches Lindgrün verwandelt. Ohne jegliches Matcha-Vorwissen versuche ich also, mir aus dem Internet ein paar Grundinfos zum Tee herauszufischen und eine geeignete Sorte für den Matcha-Einstieg auszuwählen. Die Vielzahl an Meinungen und Teesorten, die einem dafür vorgeschlagen werden, erschlägt mich jedoch und ich gebe frustriert auf. Ganz billig ist das grüne Pulver nämlich nicht, und offensichtlich findet der etwas eigene Geschmack des Tees nicht bei jedem Anklang. You either love it or hate it. Hm, vielleicht doch erst mal probieren? Wäre ja auch ärgerlich, ein kleines Vermögen für etwas auszugeben, was einem dann gar nicht schmeckt. Es folgt also ein Ausflug zu einem kleinen japanischen Supermarkt, der zu meiner großen Enttäuschung nur eine Sorte des grünen Tees vorrätig hat – Auswahlmöglichkeit sieht anders aus, Beratung auch. Ein zufällig auf dem Weg liegender Teeladen ist meine letzte Hoffnung. Und da finde ich es – mein kleines Matcha-Paradies. Eine freundliche Verkäuferin erklärt mir alles, was ich über Matcha wissen muss, drückt mir eine ausführliche Broschüre in die Hand und lässt mich einen Iced Soy Matcha probieren. Schmeckt gut, Matcha-Geschmackstest bestanden. Ich entscheide mich für eine kleine Dose Bio Hoshino Matcha, laufe nach Hause, schnappe mir auf dem Weg noch eine Packung Mandelmilch und stürze mich an den Herd. Drei Minuten später steht er vor mir – mein erster (und sicher nicht letzter) Matcha-Mandel-Latte.

Matcha-Mandel-Latte-3

Matcha-Mandel-Latte (für 1 großes Glas):

250 ml Mandelmilch (z.B. von Alpro)
½ TL Matcha-Tee
ggf. 1 TL Honig

1. Die Mandelmilch in einem kleinen Topf erhitzen. ⅔ der Milch schaumig rühren (mit einem Mixstab, der Aufschäumdüse der Kaffeemaschine oder einem Pürierstab) und in ein großes Glas füllen.

2. Den Matcha in ein zweites Glas geben und zusammen mit der restlichen heißen Mandelmilch gut verrühren, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind (geht prima mit dem Pürierstab). Die Matcha-Mischung in die Mandelmilch gießen, kurz verrühren und ggf. mit etwas Honig süßen. Fertig!

Matcha-Latte-Grüner-Tee_Rezept Feed me up before you go-go-2

Nach dem ersten gelungenen Matcha-Drink folgen besimmt bald ein paar Koch- und Backversuche. Wie steht ihr denn zu Matcha? Habt ihr eine Lieblingssorte? Was kocht oder backt ihr damit?

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30 Kommentare

  • Reply Trina

    Sieht super aus, aber probiert habe Matcha noch nicht. Dafür habe ich einen riesen Pack Chiasamen, die sind einfach super, als Chiasportdrink, im Joghurt oder im Salat… Wusste gar nicht das Grünkohl ein Foodtrend ist, das muss ich meiner Mutti mal erzählen 😀 .. ich lebe im schönen Friesland an der Nordseeküste und hier gibts in der kalten Jahreszeit ständig diesen leckeren Foodtrend, lohnt sich wirklich, sich davon anstecken zu lassen, gilt aber genau wie dein Matcha als „love it or hate it“ Gericht 😉

    Ganz liebe Grüße Trina ♥

    18. September 2013 at 13:36
    • Reply Kitty Wu

      Uh, da machst du mir die Chia-Samen ja doch noch schmackhaft … 😉 Haha, ja, in den USA ist Grünkohl der heiße Scheiß! Ich habe mich aber nicht wirklich mit ihm anfreunden können, lag aber vielleicht auch an der falschen Zubereitung. 😉

      18. September 2013 at 15:51
      • Reply Trina

        Die sind wirklich super 😉 ..auf grünkohlexperimente steh ich auch nicht, den muss man kochen wie die oldenburger und dann schmeckt er einfach köstlich, am besten aufgewärmt, schatz hofft darauf das es bald friert damit ich welchen koche 😀

        18. September 2013 at 16:09
  • Reply Tammy

    Okay, ich werde mutig sein und Matcha auch probieren, bisher stande ich dem Pülverchen etwas skeptisch gegenüber, aber es wird mich schon nicht töten (oder schrecklich schmecken :D).

    18. September 2013 at 13:59
    • Reply Kitty Wu

      Hehe, nee töten wird’s dich nicht – probier es aber lieber mal, bevor du es kaufst – es scheint da wirklich zwei Lager zu geben. 😉

      18. September 2013 at 15:53
  • Reply Ela

    Uhhh der sieht aber herrlich aus! Ich liebe Matcha, damit kriegt man mich immer. Hab aber selbst auch gar keinen daheim…. Trinke ich eher auswärts meistens. Sollte ich ändern, wenn ich mir eure Bilder hier angucke…. =) Richtig toll sieht das aus!!
    LG
    Ela

    18. September 2013 at 14:10
    • Reply Kitty Wu

      Auf jeden Fall! 🙂 Komisch, bisher war mir Matcha außer im Internet nie über den Weg gelaufen. Hätte bestimmt sofort probiert. 🙂

      18. September 2013 at 15:55
  • Reply zuckerimsalz

    … ich bin immer noch ganz fasziniert von der Farbe …hatte es mal gesehen, aber 100 gr. für 15 EUR … das ist schon heftig … gibts einen Tipp wo es am günstigsten ist
    Liebe Grüße
    Andrea

    18. September 2013 at 15:23
    • Reply Kitty Wu

      Öhm, ich habe ehrlich gesagt für 20 g 15€ bezahlt *hüstel. 😉 Aber günstig heißt bei Matcha leider oft auch nicht so tolle Qualität. Bei amazon bekommt man relativ günstig eine größere Menge, aber der eignet sich sicher nur fürs Backen und ist pur nicht genießbar. Ich habe bewusst nicht die billigste Sorte genommen und einen aus Bio-Anbau. Die günstigste Variante, die es in dem Teeladen gab, kostete 9,90€ für 50 g, wobei das auch kein original Matcha war, sondern normaler Sencha-Tee, der zu 50% beschattet wurde (was auch immer das heißen mag …). Lass dich am besten mal in einem Teeladen beraten – vielleicht hast du dort auch die Möglichkeit, verschiedene Sorten zu probieren. 😉

      18. September 2013 at 16:08
      • Reply zuckerimsalz

        ich denke auch, dass man da einen richtigen Fachladen besuchen muss … die im Reformhaus haben darüber oft auch keine Ahnung
        Dankeschön
        Liebe Grüße

        18. September 2013 at 16:45
  • Reply christinajs

    Also Grünkohl esse ich grundsätzlich nur bei meinen Eltern in Westfalen, Matcha Tee wollte ich auch unbedingt mal ausprobieren, obwohl ich Tee ganz schrecklich finde und Macarons kaufe ich entweder bei Laduree oder bei Maelu 😉 und wo bitte gibt es hier cronuts???
    Da ich jetzt weiß, dass man den Matcha Tee auch mit Mandelmilch machen kann, kommt er für mich eher in Frage! Danke für die Anregung!

    18. September 2013 at 17:44
    • Reply Kitty Wu

      Waaas? Du findest Tee schrecklich? Wie geht denn so was? 😉 Cronuts gibt’s auf jeden Fall bei Wir machen Cupcakes und der Bäckerei Traublinger. Mittlerweile vermutlich auch bei anderen Bäckereien. Würdest du sie probieren?

      18. September 2013 at 18:43
      • Reply christinajs

        Also vor Tee gruselt es mich total. Ja ich würde sie trotz des Glutens wirklich gerne mal probieren um mir mal selbst ein Bild zu machen 🙂

        18. September 2013 at 19:49
  • Reply illy

    Matcha und Limette mögen sich auch in Teegebäck sehr gerne. Dieses Rezept „darf“ ich immer wieder backen: http://www.lovescool.com/archives/2007/05/15/best-bakery-recipe-finalist/ (gefunden im Buch delicious days von Nicole Stich)

    18. September 2013 at 17:47
    • Reply Kitty Wu

      Oh, das klingt fein, danke für den Tipp! Die Kombi mit Limette kann ich mir sehr gut vorstellen. Mhhh!

      18. September 2013 at 18:47
  • Reply Luna von lunasphilosophy.wordpress.com

    Im Teeladen also!!! Ich war zwar mal in einem, aber die Frau hat gar nicht erst verstanden, was ich von ihr will. Pulver??? Gibbet hier ned. Hab aber heute auf dem Weg zum Schuster noch einen anderen Teeladen bei mir in der Nähe entdeckt. Vielleicht versuche ich da nochmal mein Glück. 😀

    Liebe Grüße von der Luna

    18. September 2013 at 18:58
    • Reply Kitty Wu

      Hehe, oje. Sollte in einem gut sortierten Teeladen eigentlich zum Standardprogramm gehören.Ich drücke die Daumen, dass du fündig wirst!

      19. September 2013 at 16:07
  • Reply pzychobunny

    Matcha hab ich mir damals in einem Asia-Shop geholt (6 Euro für 50 Gramm). Ich hab ihn als Tee versucht, aber auch Pralinen damit gemacht. Einmal hab ich 1/2 TL Matcha in ca. 100 Gramm flüssige weiße Schokolade verrührt. Das gab wunderschöne, grüne Pralinen. Die sahen wirklich klasse aus!
    Mit Mandelmilch würde ich ihn vermutlich nie trinken, aber das liegt eher daran, dass ich „Mandelmilchgeschädigt“ bin. Ich hab eine Intoleranz gegen Laktose und bin allergisch gegen Soja. Weil es noch nicht so viele Ersatzprodukte gab, als ich davon erfuhrt kam eben auch Mandelmilch zum Einsatz und die, die ich damals hatte (wie gesagt…kleine Auswahl, als ich klein war) war einfach nur grottig 😉

    19. September 2013 at 6:58
    • Reply Kitty Wu

      Oh, das ist aber unschlagbar günstig. War der denn auch pur zu genießen oder eher nur zum Backen und Kochen gedacht? Pralinen klingen toll – gute Idee! 🙂

      19. September 2013 at 16:08
      • Reply pzychobunny

        Also ich fand ihn geschmacklich ganz gut. Mir war er sogar ein bisschen zu intensiv, weshalb ich dann sparsamer damit umging.
        Ich hab auch mal auf einem Blog gesehen, dass jemand Matcha (ca. 1 TL) mit Marzipanrohmasse (ich glaub in einem Päckchen sind 200 Gramm) verrührt hat, Bällchen geformt und mit Zartbitterschokolade überzogen hat. Das hab ich dann auch probiert, aber frag lieber nicht, wie meine Finger am Ende aussahen 😀 Waren aber sehr lecker und irgendwie hatte es was sehr cooles in Pralinen reinzubeißen, die innen giftgrün sind 😀

        20. September 2013 at 8:10
        • Reply Kitty Wu

          Hehe, kann mir vorstellen, was das für eine Sauerei war – das Pulver ist ja auch ganz schön resistent. Klingt aber trotzdem toll!

          20. September 2013 at 13:56
  • Reply Persis

    Um Matcha Tee eiere ich schon so lange herum, dass es nicht mehr feierlich ist. Der Preis schreckt für „einfach mal probieren“ schon etwas ab. Der Latte klingt aber sehr fein. Ist Dein Pulver auch zum Backen geeignet?

    19. September 2013 at 14:58
    • Reply Kitty Wu

      Ging mir ganz genau so, liebe Persis! War auch sehr froh, dass ich im Teeladen erst mal probieren durfte, dann gingen die 15€ für das kleine Döschen schon einfacher aus der Hand. Zum Kochen und Backen eignet sich die Sorte wohl auch prima. Wenn du ihn nur dafür verwenden willst, tut es aber wohl auch eine günstigere Variante.

      19. September 2013 at 16:12
  • Reply Julia

    Juhu, endlich noch jemand, der den Food-Trends hinterher hinkt! Sind die Grünkohlchips nicht schon wieder out? Hach ich weiß auch nicht 🙂 Matcha Tee hab ich noch nie probiert, ich hoffe, dass die Matcha-Latte irgendwann auf der Karte eines Coffee-to-go-Ladens steht und ich dann zuschlagen kann… gibt es nicht auch total viel Matcha-Zubehör? Diese Rasierpinsel? Weißt Du, für was man die braucht? Braucht man die überhaupt?
    Fragen über Fragen 😉
    Liebe Grüße!
    Julia

    19. September 2013 at 16:54
    • Reply Kitty Wu

      Hehe, kann schon sein, dass das „Kale“-Fieber schon wieder abgeflacht ist, aber so ein paar Nachzügler tauchen immer mal wieder auf. 😉 Oh ja, vor dem ganzen Matcha-Zubehör stand ich auch. Sieht ja auch nett aus, so ein Rasierpinsel in der Küche und ist sicherlich ein nice-to-have. Wenn unsere Miniküche nur nicht schon so messimäßig voll mit Küchenutensilien wäre … Der Pinsel löst übrigens den Matcha besser auf, da das feine Pulver gerne mal zum Klumpen neigt. Aber ich bin mit meinem Pürierstab auch bestens (wenn auch vielleicht etwas rabiat) zurecht gekommen. Von mir also eher ein Nein – das Zubehör braucht man nicht wirklich. 😉

      19. September 2013 at 17:10
  • Reply Lars

    Matcha-Latte trinke ich auch sehr gerne, fast noch lieber als klassischen Matcha-Tee. Du solltest unbedingt weitere Rezepte ausprobieren, mit Matcha hast du ja wirklich eine große Auswahl an Möglichkeiten. Ein paar Rezepte findest du auch auf Matchari.de, meiner Seite rund um Matcha. Ich würde mich freuen, wenn du dort mal vorbeischaust. 🙂

    19. September 2013 at 20:11
    • Reply Kitty Wu

      Ich werde den Tee auf jeden Fall auch zum Kochen oder Backen verwenden und bin schon ganz gespannt! Danke für den Hinweis auf deine Seite – da werde ich sicherlich fündig! 🙂

      20. September 2013 at 13:59
  • Reply Nicole

    Wow! Super lecker!
    Ich hatte – muss ich gestehen – vorher noch nie was davon gehört, obwohl es mich häufiger mal in einen Teeladen verschlägt 🙂
    Dann hab ich den Eintrag vor einigen Tagen gelesen, ausprobiert, nie wieder aufgehört! Mutti ist nun auch süchtig.

    Danke für den tollen Tipp! 🙂

    Grüße, Nicole

    21. September 2013 at 19:10
    • Reply Kitty Wu

      Oh, wie toll, liebe Nicole. Das freut uns sehr! 🙂
      Wir sind mittlerweile auch ganz schön angefixt 😉

      22. September 2013 at 21:35
  • Reply Meine Foodblogbilanz 2014‬ & ein paar gute Vorsätze | wallygusto

    […] Matcha! Welch ein Glück, dass ich bei Sabrina und Steffen von feed me up before you go-go auf Matcha-Mandel-Latte gestoßen bin – sonst wüsste ich immer noch nicht, wie lecker dieser Tee aus Japan […]

    31. Dezember 2014 at 0:01
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