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Kooperation

    Gereist, Getrunken, Orlando, USA

    Ein Tag mit Harry Potter, King Kong & den Simpsons: Islands of Adventure & Universal Studios Orlando

    Drache auf Gringotts Harry Potter Diagon Alley Universal Studios Orlando

    Als es an die Planung unserer Südstaatenreise ging, war eines ganz schnell klar: Irgendwie muss ein Stopp in Orlando untergebracht werden. Nicht, weil die Stadt so unglaublich schön ist, sondern wegen eines Freizeitparks. Bescheuert – wissen wir! Doch vor fünf Jahren hat es uns schon einmal nach Florida verschlagen. Wir besuchten die Universal Studios und fühlten uns einen Tag wie 12-Jährige. Wir fuhren Achterbahnen, bis wir nicht mehr geradeaus schauen konnten, besuchten Shows und hatten irre viel Spaß. Die Krux: Wir mussten uns für einen der beiden Universal Parks entscheiden und landeten in den Universal Studios. Nach dem Tag waren wir uns sicher, dass wir irgendwann zurückkehren würden, um auch die Islands of Adventure und das darin beherbergte Harry-Potter-Universum zu besuchen. Gesagt, getan! Dass wir dann auch noch im Hard Rock Hotel – eines der fünf Universal On-Site-Hotels – unterkommen würden, hätten wir damals nicht zu träumen gewagt. Über unseren Aufenthalt dort, berichten wir hier. Read more

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    Deutschland, Gegessen, Gekauft, Gereist, Getrunken, Ulm

    Grabenhäuschen, Gin & Löwenmensch: Ein (nicht nur kulinarischer) Streifzug durch Ulm

    Ulm-Food-and-City-Guide-Feed-me-up-before-you-go-go

    Oft liegt das Gute so nah, und nah heißt in diesem Falle Ulm. Von München gerade einmal 155 km entfernt und somit in gut 1,5 Stunden mit dem Auto erreichbar, wurden das baden-württembergische Städtchen Ulm und seine bayrische Schwester Neu-Ulm bisher von uns sträflich vernachlässigt. Ein grober Fehler! Schon nach ein paar Stunden in der Stadt wird uns klar, dass Ulm ungeahnte Kurzurlaubsqualitäten besitzt – quasi ein Naherholungsgebiet für gebeutelte Großstädter_innen aus der näheren und weiteren Umgebung.

    Ein ganzes Wochenende verbringen wir in der schönen Stadt an der Donau, von der wir bislang nur wussten, dass sie den höchsten Kirchturm der Welt beheimatet. Höchste Zeit also, unsere Ulm-Kenntnisse zu vertiefen, und das tun wir am besten mit einer Stadtführung. Read more

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    Gegessen, Gekauft, Gereist, Getrunken, Ulm

    Zwischen Hahnhoden & Balkan-Pop: das Internationale Donaufest in Ulm

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    Wir sind absolut keine Stadtfest-Typen! Schuld daran ist wohl das Aufwachsen in der mittelhessischen Provinz, in der sich kulturelle Highlights besonders in den jährlich wiederkehrenden und mit zunehmenden Alter immer unerträglicher werdenden Stadtfesten manifestierten. Drittklassige Coverbands mit den durchgenudelsten Hits von vorgestern, heute und übermorgen, Gymnastikeinlagen des Turnvereins Hintertupfingen und verkokelte Bratwurstmeter versprühen einen Charme, dem wir bis heute ziemlich gut widerstehen können. Auch die Tatsache, dass wir während des Studiums mitten in der Marburger Fußgängerzone wohnten und an Festtagen Panflöten-Trios mit vier-Lieder-Sets in Endlosschleife direkt unter unserem Fenster ertragen mussten, ließ uns und Stadtfeste keine Freunde werden.

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    Man verzeihe uns also, dass wir eine ordentliche Portion Skepsis im Gepäck haben, als wir Anfang Juli für ein Wochenende nach Ulm reisen. Denn man hat uns nicht nur eingeladen, die Stadt kennenzulernen, sondern auch das Internationale Donaufest zu besuchen. Gespannt, was uns erwarten würde, beziehen wir zunächst unser Hotel in Neu-Ulm. Als wir die Fenster öffnen, wird klar, warum wir im Golden Tulip Parkhotel untergebracht sind – näher am Donaufest könnte man wirklich nicht wohnen, wir sind quasi mitten im Geschehen: Die Donau zum Greifen nah, Essensgerüche in der Nase, rund ums Flussufer Stände und direkt vor dem Fenster eine Band, die sich für ihren Auftritt bereitmacht. Es scheint, als wäre es Zeit, unser Stadtfesttrauma zu überwinden und uns ins Donaufest zu stürzen!

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    Seit 1998 findet das Internationale Donaufest im Zwei-Jahres-Turnus statt und bringt die zehn Länder, durch die sich der zweitlängste Fluss Europas schlängelt, ganze zehn Tage lang im Sommer in den Schwesterstädten Ulm und Neu-Ulm zusammen. Dabei steht nicht nur das Feiern im Vordergrund, sondern auch der kulturelle, künstlerische und kulinarische Austausch über Ländergrenzen hinweg und das gegenseitige Kennenlernen. Zunächst müssen wir allerdings eine Ländergrenze anderer Art überwinden und vom bayrischen Neu-Ulm ins baden-württembergische Ulm wechseln. Wir könnten natürlich zu einer der vielen Brücken laufen, doch wir sind faul und finden eine viel bequemere (und aufregendere) Möglichkeit: Gemächlich schiebt sich eine Solarfähre von Flussufer zu Flussufer (1€) und gleich nebenan sind die Zillenfahrer_innen am Werk, die die Gäste des Festes gegen ein Trinkgeld in kleinen Ruderbooten – den traditionellen Ulmer Zillen – auf die andere Seite der Donau befördern.

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    In Ulm angekommen bahnen wir uns den Weg durch die immer zahlreicher werdenden Besucher_innen. Es ist Freitagabend, herrlichstes Sommerwetter – beste Voraussetzungen also für ein Abendessen im Freien. Beim Schlendern über den Markt der Donauländer dringen so viele unterschiedliche Gerüche zu uns, dass wir uns kaum entscheiden können, welches Land unser Abendessen servieren darf. Im Gegensatz zu anderen Stadtfesten ist die Auswahl der angebotenen Speisen auf dem Donaufest äußerst abwechslungsreich – so bieten die teilnehmenden Donauländer typische Landesspezialitäten an, die man sonst außerhalb der Landesgrenzen vermutlich eher selten probieren kann. Es gibt Gulasch in zahlreichen Varianten, deftige Fleischgerichte, Fischsuppe im Brotlaib, Holzofen-Burger, vegetarische Dinnele, Palatschinken und mehr. Bestimmendes kulinarisches Thema des Festes ist jedoch ein ungarisches Hahnhodengulasch, das angeblich „nicht so schlimm wie erwartet“ schmecken soll – keine allzu verlockende Beschreibung des Abendessens, also ziehen wir weiter und landen vor einem Stand mit regionalen Spezialitäten aus Bulgarien. Bulgarische Pommes mit sehr viel Knoblauch und geriebenem Schafskäse sollen es sein, dazu eine Banitza – ein gefüllter Teigfladen mit Ei, Käse und Joghurt. Ein paar Stände weiter greift der Mann noch einen Teller Lamm vom Spieß mit Mangold-Kräuter-Pesto und Kartoffeln auf und zeigt sich überrascht ob der hohen Qualität des Essens. Schön sind die vielen Sitzmöglichkeiten, die das Fest bietet – überall entlang des Marktes findet man Bänke und Tische zum Niederlassen. Besonders nett ist es im „Weindorf“, in dem, wie der Name vermuten lässt, Weine aus unterschiedlichen Anbaugebieten angeboten werden und zwischen Ständen und Bühnen immer wieder kleine Sitznischen zum Verweilen einladen. Und wer keinen Sitzplatz finden sollte, nimmt sein Essen einfach mit ans Flussufer und kühlt beim Essen und Weinschlürfen die müden Füße in der Donau.

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    Auch in den nächsten Tagen zieht es uns noch einige Male auf das Donaufest – vielleicht liegt’s am guten Wetter (oder am Wein??), aber die Atmosphäre am Fluss ist so einladend und entspannt, dass selbst wir Gefallen am Stadtfest finden. Jedes Fest sollte sich wohl einen Fluss „besorgen“! Wir schlendern gemütlich über den Markt – auch dort zeigt sich die Vielfalt der Kulturen der Donau-Anrainerstaaten in einem abwechslungsreichen Angebot an Kunsthandwerk und Kulinarik: Handgefertigtes wie Keramik, Schmuck, Kleidung & Co. wechseln sich ab mit Honig, Baumstriezeln, Marzipanbällchen und anderen Spezialitäten aus dem Donauraum. Untermalt wird unser Bummel von traditioneller Musik, Jazzklängen und Balkan-Beats, die von den unterschiedlichen Bühnen zu uns vordringen.

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    Zu den Ständen gesellt sich während der zehn Tage ein umfangreiches Begleitprogramm mit Konzerten, Theatervorführungen, wissenschaftlichen Vorträgen, literarischen Abenden und Workshops. Leider verpassen wir das erstmals stattfindende Brückenfrühstück, bei dem Ulmer Bürger_innen und Vereine am letzten Tag des Festes jeweils die Patenschaft über einen Tisch übernehmen und auf der Herdbrücke Gäste bewirten. Eine schöne Idee, die hoffentlich zu einer regelmäßigen Veranstaltung wird. Ordentlich gefeiert wird auch der letzte Abend des Festes mit einem bombastischen Feuerwerk über der Donau. Wir suchen uns einen Platz am Neu-Ulmer Ufer, um so die explodierenden Farben vor der Kulisse des Ulmer Münsters und der Altstadt vor uns zu haben. Belohnt werden wir mit einem der gigantischsten Feuerwerke, die wir bisher erlebt haben. Ein letztes Mal laufen wir über den Markt zu unserem Hotel, ein Gläschen Wein in der einen Hand, Zimt-Baumstriezel in der anderen. Stadtfestversöhnt und mit Balkan-Pop im Ohr schlafen wir ein. Und wer weiß, vielleicht sehen wir uns in zwei Jahren zum Donaufest wieder – das Brückenfrühstück müssen wir ja schließlich noch nachholen!

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    Kooperation: Ganz herzlichen Dank an Ulm/Neu-Ulm Touristik, das Internationale Donaufest und die ARGE Deutsche Donau für die Einladung zu diesem schönen Wochenende! Unsere Meinung bleibt dabei, wie immer, unsere eigene.

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    Gemixt, Getestet

    Von Grapefruit Rosé und Neuzugängen in der Hausbar

    Grapefruit Rose Drink Rezept Spiegelau Perfect Serve Collection Cocktailgläser Feed me up before you go-go -4

    Wenn ich an meine ersten Erfahrungen mit Cocktails zurückdenke, kommt mir neben einer Silvesterparty, für die wir einfach alles gekauft haben, was das Spirituosen- und Sirupregal so hergab, vor allem Caipirinha in den Sinn. Genau, Caipirinha. Neben Piña Colada der wohl abgenudelste Drink überhaupt. Und ihr merkt, ich bin schon etwas älter, denn ich habe den „Caipi-Boom“ der 90er und 00er Jahre voll miterlebt. Damals gab es kaum einen Geburtstag im Familienkreis, an dem nicht mit braunem Zucker, Holzstößel und Limetten hantiert wurde. Gleichzeitig war das für mich aber auch die erste Begegnung mit eigenen Cocktailgläsern. Denn zum üblichen Caipirinha-Starterpack gehörte neben Stößel und Schnaps immer mindestens ein Glas (üblicherweise mit hässlichem Aufdruck). Lange Jahre waren solche dickwandigen, uneleganten Gläser die einzigen Cocktailgläser in unserem Küchenschrank. Sie hatten durchaus auch ihre Vorteile, denn sie gingen wenigstens nicht sofort kaputt, wenn sie im Eifer besagter Silvesterpartys auch mal auf dem Boden landeten.

    Grapefruit Rose Drink Rezept Spiegelau Perfect Serve Collection Cocktailgläser Feed me up before you go-go -1

    Aber die Jahre gingen ins Land, der Cocktailgeschmack wurde ausgefeilter und irgendwann fanden sich im Küchenschrank auch einige Tumbler, Martinigläser, zwei, drei Longdrinkgläser und ein paar einzelne Whiskygläser. Alles recht unschön zusammengewürfelt. Doch seit Kurzem sind wir in Sachen Cocktails bestens ausgestattet, denn die neue Perfect Serve Collection von Spiegelau wohnt nun bei uns und lässt unsere verstaubten Cocktailgläser ziemlich alt aussehen. Die neue Gläserserie wurde von Spiegelau gemeinsam mit dem preisgekrönten Barkeeper Stephan Hinz (Little Link, Köln) entwickelt – man kann sich also sicher sein, dass sie den Anforderungen zeitgemäßer Trinkkultur gerecht wird. Beim Design der zehnteiligen Serie hat man sich an den Traditionen klassischer Barkultur orientiert. Die geschliffenen Formen lassen mich an schummrige Sitzecken, leise Klaviermusik und kompetente Barkeeper_innen denken. Angenehm schwer liegen die Tumbler und Mixing Glasses in der Hand, während die feinen Martinigläser mit den dünn geschliffenen Rändern ganz elegant und mondän daherkommen. Ihr merkt schon, die hochwertige Kollektion hat es uns ziemlich angetan.

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    Natürlich müssen neue Gläser auch entsprechend gut „eingetrunken“ werden. Spiegelau hat den Gläsern der Perfect Serve Collection ein kleines Booklet beigelegt, für das Stephan Hinz passende Cocktailklassiker zu den entsprechenden Gläsern beigesteuert hat. So kamen wir in den Genuss zahlreicher klassischer Must-drinks wie Martini, Americano oder Negroni und konnten gleichzeitig unsere Mix- und Rührfertigkeiten etwas schärfen. Unser persönliches Lieblingsstück der Kollektion kam dabei besonders oft zum Einsatz: Das wunderbar elegante Coupette-Glas. Für dieses an klassische Champagnerschalen angelehnte Glas eigenen sich vor allem Drinks ohne Eis. Das Glas sollte vorher also im Eisschrank gekühlt (was alle Gläser der Kollektion gut aushalten) und der Shaker voller Eis gepackt werden, um die Zutaten richtig runterzukühlen. Ein feines Barsieb ist ebenfalls vonnöten, um kleinere Eisstücke rauszufiltern, die sich beim Shaken gelöst haben.

    Ein Drink, der nach dieser Form der Zubereitung verlangt, ist z.B. die herrliche Mischung aus Lillet Rosé, Gin und Pink-Grapefruit-Sirup. Die drei Zutaten verschmelzen zu einem frischen Mix aus herben und süßen Aromen mit ordentlicher Zitrusnote. Die schöne Farbe rundet den ausgewogenen Geschmack dann auch noch optisch ab. Wer jetzt allerdings aufgrund der Farbe und Blumendeko „Mädchendrink“ schreit, bekommt ordentlich eins mit der Shaker übergezogen. Das hier ist viel zu lecker, um sich in Sachen Geschlechterrollen in die 50er Jahre zurückzubeamen. Cheers!

    Grapefruit Rose Drink Rezept Spiegelau Perfect Serve Collection Cocktailgläser Feed me up before you go-go -3

    Grapefruit Rosé (für ein Coupette-Glas):

    6 cl Lillet Rosé
    3 cl Gin (am besten eine Ginsorte mit ausgeprägten Zitrusaromen, z.B. Gin Sul, Windspiel oder Feel!)
    6 cl Pink-Grapefruit-Sirup*
    Eis
    Eine essbare Blüte

    Lillet Rosé, Gin und Sirup mit viel Eis in einen Shaker geben und 15-20 Sekunden gründlich shaken. Doppelt abseihen in ein vorgekühltes Coupette-Glas. Mit einer essbaren Blüte dekorieren und sofort servieren.

    *Für den Pink-Grapefruit-Sirup 100 ml Pink-Grapefruit-Saft mit 60 g Zucker in einem Topf erhitzen und köcheln lassen, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat. Vom Herd nehmen, abkühlen lassen und beim Abfüllen durch ein feines Sieb gießen, um das Fruchtfleisch zu entfernen.

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    Kooperation: Vielen Dank an Spiegelau, die uns die Perfect Serve Collection zur Verfügung gestellt haben. Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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    Gebacken, Geteilt

    Osterbäckerei: Eierlikör-Madeleines mit brauner Butter und Vanille

    Eierlikör-Madeleines mit Vanille und Zitrone Rezept Feed me up before you go-go-2

    Eigentlich hatten wir nicht vor, in diesem Jahr ein Osterrezept zu veröffentlichen. Eigentlich hatten wir das auch in den letzten Jahren nie vor. Doch dann kam uns Eierlikör dazwischen. Mehrmals. Vielleicht erinnert ihr euch noch, dass wir den Likörklassiker vor nicht allzu langer Zeit für uns entdeckt und ihn mit ein bisschen weißer Schokolade aus Omas Schrankwandbar gerettet haben? Seitdem trinken wir ganz gerne mal ein Schlückchen (oder ertränken Vanilleeis und Waffeln darin). Damit gebacken haben wir allerdings noch nie. Ein Fehler, wie sich letztes Wochenende herausstellte!

    Gemeinsam mit ein paar anderen Foodblogger_innen reisten wir nach Hamburg, um uns mit Patissier Christian Hümbs und Bols Advocaat durch 15 verschiedene Eierlikördesserts zu probieren, denn jede/r hatte die Aufgabe, vor Ort eine Eigenkreation mit Eierlikör zuzubereiten.

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    No-bake-Banoffee-Eierlikör-Cheesecake mit Sesam-Crunch im Glas – was zu Hause noch nach einer ziemlich guten Idee klang und auch beim Probelauf den Geschmackstest bestand, entpuppte sich beim Bols-Event in Hamburg als kleines Dessertmassaker, denn Frischkäse und Sahne mochten sich plötzlich so gar nicht mehr und beschlossen, sich lieber gegenseitig anzuzicken, als sich zu einer festen Crème zu verbinden. Während wir also mit Sahne, Frischkäse, Karamell und Agar-Agar kämpften, holten andere mal eben locker flockig Macarons aus dem Ofen, flambierten Cupcakes oder bereiteten einfach gleich zwei unterschiedliche Nachtische zu.

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    Aber man ist ja schließlich auch bei einem Dessert-Workshop um Neues zu lernen und sich ein paar Tipps und Tricks von den Profis abzuschauen, hust. Glücklicherweise stand uns Christian Hümbs rettend zur Seite (an dieser Stelle nochmals vielen Dank!), sodass wir unser Eierlikördessert durch kleinere Wiederbelebungsmaßnahmen doch noch ganz passabel anrichten konnten und es, wie die anderen Nachtische, noch professionell fotografiert wurde. Geschmeckt hat es dann sogar ganz vorzüglich, auch wenn wir Schwierigkeiten hatten, nach der Vielzahl an anderen tollen Dessertkreationen mehr als zwei Löffelchen zu probieren.

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    Copyright: Bols Advocaat / Olaf Deharde

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    Ganz besonders gut haben uns jedoch die gebackenen Desserts geschmeckt, allen voran die fabelhaften Himbeer-Financiers mit Eierlikörpudding von Christian Hümbs und der leckere Eierlikör-Gugelhupf von Tobi. Da wir in diesem Jahr zu Ostern unsere Familien nicht sehen, haben wir für ein paar kleine Überraschungspäckchen kurzerhand einige Eierlikör-Madeleines mit brauner Butter, Vanille und Zitrone gebacken (und davon fast ein Drittel selbst gemampft). Eierlikör im Kuchen und Gebäck – wir sind ab sofort die allergrößten Fans! Da sich in unserem Kühlschrank gerade diverse Flaschen Bols Advocaat befinden, war das natürlich der Eierlikör unserer Wahl. In der Tat eignet er sich wirklich prima zum Backen, denn er ist etwas flüssiger als andere Marken, vanilliger im Geschmack und vor allem deutlich milder und nicht so alkoholisch. Schade ist allerdings, dass er nicht ohne einige Zusatzstoffe auskommt und auch seine kräftige Farbe nicht nur dem Eigelb zu verdanken hat. Bleibt zu hoffen, dass Bols beim nächsten Relaunch daran noch etwas feilt.

    Eierlikör-Madeleines mit Vanille und Zitrone Rezept Feed me up before you go-go-1

    Eierlikör-Madeleines mit brauner Butter und Vanille (für ca. 28 Stück, je nach Größe eurer Madeleine-Form):

    150 g Butter
    2 Eier
    140 g Zucker
    1 Prise Salz
    80 ml Eierlikör
    150 g Mehl
    Abrieb einer halben Bio-Zitrone
    Das Mark einer Vanilleschote
    Etwas Puderzucker zum Bestäuben
    Neutrales Öl zum Einfetten der Form

    1. Den Ofen auf 180°C vorheizen. Die Madeleine-Form mit etwas Öl einfetten. Die Butter in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze zum Schmelzen bringen und leicht köcheln lassen, bis sie sich braun verfärbt. Die Butter dann durch ein Sieb abgießen und kurz etwas abkühlen lassen.

    2. Eier, Zucker und Salz in einer Schüssel schaumig schlagen. Dann nach und nach Eierlikör, Butter, Mehl, Zitronenabrieb und Vanillemark einrühren. Zum Befüllen der Madeleine-Form den Teig am besten in einen Spritzbeutel füllen oder vorsichtig mit einem kleinen Löffel die Förmchen zu drei Vierteln füllen. Im Ofen ca. 10-12 Minuten goldbraun backen. Die Madeleines noch ein paar Minuten in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig herausnehmen und auf einem Rost abkühlen lassen. Mit Puderzucker bestäubt servieren.

    Eierlikör-Madeleines mit Vanille und Zitrone Rezept Feed me up before you go-go-3

    Ach, und wenn ihr noch auf der Suche nach einem schnellen Drink für die Osterfeiertage seid, empfehlen wir euch die Kombination Eierlikör und Maracujasaft auf Eis. Klingt ungewöhnlich, schlürft sich aber weg wie nix!

    Mit dabei in Hamburg waren übrigens noch folgende Foodblogger_innen:

    Miss Blueberrymuffins Kitchen
    Karens Backwahn
    Sarahs Krisenherd
    Die Jungs kochen und backen
    Backbube
    Der Kuchenbäcker
    Dinchen’s World
    Friede, Freude & Eierkuchen
    Leonor’s Sweet Creations
    Kunterbuntweissblau
    Antonellas Backblog
    Herzstück

    Kooperation: Vielen Dank an Bols Advocaat und fischerAppelt für die Einladung nach Hamburg und den tollen Workshop. Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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    Gebacken

    Wachmacher aus dem Ofen: Matcha-Mohn-Hefezopf

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    Wenn man uns fragen würde, was wir in den letzten Monaten am häufigsten gebacken haben, wäre das wohl dieser Matcha-Mohn-Zopf. Nach einem (noch etwas skeptischen) Probebacken, eroberte das hübsche Geflecht in Zartgrün unsere Herzen und Mägen im Sturm. Die unserer Kolleginnen und Kollegen dann ein paar Wochen später. Die Kombination aus luftigem Hefeteig und einer beschwipsten Mohn-Vanille-Füllung macht es einem aber auch leicht. Dazu der feinherbe Geschmack von grünem Tee und – ich bilde mir ein, dass er beim Backen nicht gänzlich verfliegt – der kleine Wachmachkick des Matchas.

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    Für diejenigen (wie mich!), die zwar gerne mal mit Matcha kochen oder backen wollen, aber dafür nicht unbedingt ihren wertvollsten Grüntee opfern möchten (kostet ja schließlich ein kleines Vermögen), gibt es von Aiya einen Matcha, der extra für den kulinarischen Einsatz gedacht ist: den Bio-Premium Matcha for Cooking Fuku. Ist der Teig beim Kneten noch intensiv grün, verliert er während des Backens ein wenig an Farbigkeit und der Hefezopf erhält ein zartes Pistaziengrün. Doch eine leichte Matcha-Note schmeckt man auch nach dem Backen noch gut heraus. Wer den japanischen grünen Tee doch lieber in flüssiger Form zu sich nehmen möchte, aber bei der Fülle an unterschiedlichen Matcha-Sorten nicht mehr durchblickt, ist als Einsteiger_in sicherlich mit dem Aiya Bio-Ceremonial Matcha Hikari glücklich zu stimmen. Der intensiv grüne Hikari hat eine recht milde, fruchtige Note mit leichter Süße, die dennoch den typischen herb-grasigen Matcha-Geschmack durchblicken lässt. Am liebsten mag ich ihn als Matcha Latte.

    Habt ihr auch schon mal mit Matcha gebacken? Dann her mit euren Lieblingsrezepten!

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    Matcha-Mohn-Hefezopf (für eine Kastenform):

    Für den Teig

    1/2 Hefewürfel
    120 ml lauwarme Milch
    400 g Mehl + etwas Mehl zum Ausrollen
    75 g Zucker
    1-2 TL Matcha
    1 Prise Salz
    1 Ei
    70 g weiche Butter

    Für die Füllung

    80 g Mohn
    140 g Milch
    30 g Zucker
    20 g Honig
    20 g Butter
    20 g Hartweizengrieß
    1 kleines Ei
    Mark einer Vanilleschote
    1 guter Schuss Amaretto

    1. Die Hefe in lauwarmer Milch auflösen. In einer großen Schüssel Mehl, Zucker, Matcha und Salz vermischen. Ei und Butter dazugeben und die Milch mit der Hefe eingießen. Alles gründlich verkneten, bis ein glatter Teig entstanden ist. Dann 1 Stunde abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.

    2. Mohn mit Milch, Zucker, Honig, Butter und Hartweizengrieß in einem Topf vermischen und bei mittlerer Hitze und unter ständigem Rühren erwärmen, aber nicht richtig kochen lassen.

    3. Wenn die Masse andickt, vom Herd nehmen und kurz etwas abkühlen lassen. Dann das Ei einrühren und noch einmal kurz erhitzen. Vom Herd nehmen und das Vanillemark und den Amaretto unterrühren. Die Masse vor der Weiterverwendung etwas abkühlen lassen.

    4. Den Backofen auf 180°C vorheizen. Jetzt geht’s ans Rollen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den aufgegangenen Hefeteig mit einem Nudelholz möglichst rechteckig ausrollen (ca. 30 x 40 cm). Den Teig mit der Mohnmasse bestreichen, dabei rundherum einen schmalen Rand frei lassen. Den Teig von der kurzen Seite her vorsichtig aufrollen. Von beiden Enden ca. 1 cm abschneiden, damit die Rolle gleichmäßig endet. Dann die Teigrolle in der Mitte der Länge nach halbieren, sodass zwei lange Teigstränge entstehen, die jeweils zur Mitte eine offene Seite haben. Die offenen Seiten nach oben drehen und beide Stränge kompakt miteinander verflechten. Den Hefezopf vorsichtig in eine mit Backpapier ausgekleidete Kastenform heben und auf mittlerer Schiene im Ofen ca. 50 Minuten backen. Nach der Hälfte der Zeit den Matcha-Mohn-Zopf mit Backpapier abdecken, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird. Den Zopf aus dem Ofen holen und mitsamt des Backpapiers aus der Form heben. Erst wenn er vollständig abgekühlt ist, lässt sich der Zopf problemlos in Scheiben schneiden.

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    Kooperation: Vielen Dank an Aiya, die uns verschiedene Matcha-Sorten freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben. Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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    Getestet, Getrunken

    Ein Craft-Beer-Glas für alle Fälle: IPA, Wheat & Stout

    Spiegelau Bier Craft Beer-1

    Es gibt Dinge, von denen man gar nicht ahnt, dass man sie braucht. Craft-Beer-Gläser stehen auf dieser Liste bei den meisten Leuten vermutlich ganz weit oben. So auch bei uns. Wenn man nicht direkt die Flasche ansetzen möchte, gibt es in München z.B. eigentlich nur drei Varianten, sein Bier zu trinken: aus dem typischen 0,5-l-Lagerglas fürs Helle, dem hohen Weizen- oder Weißbierglas und natürlich dem Bierkrug (nur echt in der 1-l-Ausfertigung). Höchstens in einer spezialisierten Bar wie dem Tap-House trifft man auch mal auf ein besonderes Tasting-Glas. Doch der Craft-Beer-Boom schafft neue Wünsche, und die Frage, ob ein tiefschwarzes Imperial Stout eigentlich aus dem gleichen Glas getrunken werden sollte wie ein klares, fruchtiges IPA, wird plötzlich virulent. So ist es nicht verwunderlich, dass ein globaler Konzern wie der Glashersteller Spiegelau die Zeichen der Zeit erkannt und sein Sortiment um drei Gläser erweitert hat. Wie es dazu kam, worin die Unterschiede zwischen einem Witbier aus der Flasche und aus einem Spiegelau-Glas bestehen und was ein Rollrand ist, durften wir vor einiger Zeit zusammen mit einigen anderen Food- und BierbloggerInnen ausführlich erfahren (und ertrinken). Read more

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    Deutschland, Gegessen, Gekocht, Gereist, Geteilt, Getestet, München

    Kulinarischen Trends auf der Spur: die AEG Taste Academy

    AEG Taste Academy Culinary Trends Feed me up before you gp-go-1

    Die Art und Weise, wie wir essen und kochen, wie wir mit verschiedenen Zutaten umgehen oder Aromen kombinieren, ändert sich ständig. Die Küche des 19. Jahrhunderts hat nicht mehr viel mit dem zu tun, was heute auf unseren Tellern landet (… worüber wir wohl auch ganz froh sein dürfen). Auch wenn es immer wieder Trends gibt, bei denen den Vorvätern und -müttern verklärt in die Töpfe geschaut wird, so gibt es doch kein Zurück mehr (auch wenn das z.B. in der eigentlich lobenswerten Slow-Food-Bewegung gerne mal vergessen wird). Die schnell fortschreitenden Trends im Blick zu behalten, ist auch für die Profis im Geschäft keine einfache Aufgabe. AEG hat deswegen mit der AEG Taste Academy eine neue Reihe von Kochevents aufgelegt, die diesen Entwicklungen Rechnung tragen und einen Einblick in das geben, was kulinarisch gesehen gerade der heiße Scheiß ist. Lucki Maurer zeigt unter dem Motto „Nose to tail“, wie verantwortungsbewusster Fleischkonsum aussehen kann, damit Tiere nicht nur fürs Filet gemästet und geschlachtet werden. Bei Heiko Antoniewicz erhält man einen Einblick ins „Flavour Pairing“ und kann miterleben, wie mit modernen Küchentechniken z.B. Grapefruit, Ente und Schokolade zu neuen Geschmacksexplosionen verschmelzen. Der dritte im Bunde, Christian Mittermeier, geht die Sache dagegen etwas allgemeiner an und präsentiert in seinem Kurs verschiedene kulinarische Trends, die eindrucksvoll zeigen, wie moderne Küche aussehen (und schmecken!) kann. Read more

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