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    Deutschland, Gereist, Getestet, Getrunken, Münchner Umland

    Ich liebe den Geruch von Whisky am Nachmittag! Ein Besuch in der Slyrs-Destillerie

    Der ganz große Aha-Moment kam für mich gegen Ende des Rundgangs durch die Slyrs-Destillerie am Schliersee. Der Moment, in dem ich durch die Tür ins Fasslager eintrat und mir dieser unglaubliche Geruch in die Nase stieg. Hunderte von Fässern voller Single Malt lagern dort und aus jedem verdunsten pro Jahr etwa 2% Whisky. Diesen Verlust durch Verdunstung nennt man Angels’ share und glaubt mir, es riecht wirklich himmlisch. Die ganze Luft ist erfüllt von diesem süßlichen, warmen, holzigen und leicht alkoholischen Aroma, und ich hätte einfach stundenlang dort stehen und ihn einatmen können.

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    Aber mal von vorne. München liegt ja bekanntlich ganz nah an den Bergen, und bei warmem Wetter überkommt uns öfter mal so was wie Wanderlust. Insbesondere die Seen haben es uns angetan und bald sollten wir auch alle größeren der Umgebung umlaufen (und teilweise auch durchschwommen) haben. Der Schliersee fehlte allerdings noch auf der Liste und nachdem ich die Frau mit der wunderschönen Natur zu einem Ausflug überredet hatte, erwähnte ich ganz nebenbei, dass es am Schliersee zufälligerweise auch eine Whiskybrennerei gäbe, die man unter Umständen besichtigten könne. Zurückrudern konnte sie jetzt ja nicht mehr und so machten wir uns an einem etwas diesigen Karfreitag gemeinsam mit meiner Mutter auf zum Schliersee. Nach gut zwei Stunden Herumkraxelei an den Josefstaler Wasserfällen, trieb uns der Regen direkt in die Arme der Whiskydestillerie Slyrs.

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    Slyrs ist einer der bekanntesten deutschen Single Malts. Die ersten Whiskyexperimente fanden in den 1990er Jahren statt. Das Standardprodukt ist ein sehr junger, dreijähriger Whisky, der immer wieder durch Sonderabfüllungen ergänzt wird. Seit einigen Jahren ist die Whiskyproduktion in einen eigenen Gebäudekomplex umgezogen, und wie in vielen schottischen Brennereien üblich, gibt es auch hier ein kleines Besucherzentrum. Im hübsch eingerichteten Laden kann man sowohl die aktuell verfügbaren Slyrs-Abfüllungen als auch die Produkte der Destillerie Lattenhammer erwerben, aus deren Familie der Slyrs ursprünglich stammt. Für 6 € darf man außerdem die Brennerei besichtigen und am Ende an einer Verkostung teilnehmen. Haben wir natürlich gemacht und bekamen erst einmal einen kleinen Film präsentiert. Dieser verklärt erzählt die Geschichte der Brennerei (mit viel bayrischem Lokalkolorit) und gibt einen ersten Einblick in die Kunst der Whiskyproduktion. Im Anschluss wird man dazu eingeladen, sich in der kleinen Produktionshalle umzusehen, in der anhand von Tafeln der Brennprozess noch einmal genauer erklärt wird. Hier war für mich einiges sehr erhellend, auch wenn ich mir an einigen Stellen noch ein paar mehr Details erhofft hätte. Außerdem wünschte ich mir, ich hätte damals im Chemieunterricht besser aufgepasst und mich noch einigermaßen an die Grundlagen des Ganzen erinnern können. Im Anschluss ging es dann ins bereits erwähnte Fasslager. Hier lernt man nicht nur einiges über Fassherstellung und -lagerung, sondern erhält nebenbei auch die Möglichkeit, an den verschiedenen Stadien der Whiskyproduktion zu schnuppern. Dabei wird ganz deutlich, dass schon eine kurze Lagerzeit von nur drei Jahren das Aroma des Rohbrands verändert und das typische Whiskyaroma entstehen lässt. Überrascht hat mich auch die Menge der dort lagernden Fässer, und ich habe erfahren, dass es zukünftig (ca. 2015) auch einen zwölfjährigen Slyrs geben wird. Ich bin schon sehr gespannt, was uns dann erwarten wird!

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    Für die Gegenwart muss man sich allerdings noch mit dem jüngeren Angebot zufriedengeben. Normalerweise beinhaltet der Tasting-Gutschein je ein Gläschen der Standardabfüllung und des Whiskylikörs, auf Nachfrage bekam ich jedoch stattdessen die beiden brandneuen Sherryfassabfüllungen eingeschenkt. Die erst im März 2014 erschienenen Sonderabfüllungen basieren auf dem dreijährigen Slyrs, haben im Anschluss aber noch einige Monate in Sherryfässern spendiert bekommen – zum einen in Oloroso-, zum anderen in Pedro-Ximénez-Fässern. Hinter Pedro Ximénez verbirgt sich übrigens ein köstlicher spanischer Süßwein, den man hierzulande leider nur schwer bekommt. Dabei ist er der perfekte Abschluss eines Menüs. Gleichzeitig sind die verwendeten Fässer ein beliebtes Hilfsmittel für die Whiskyveredelung und verleihen den so verfeinerten Tropfen ein deutlich süßeres Aroma. Also, auch wenn ihr das übliche Slyrs-Sortiment schon kennt, lohnt sich ein Besuch am Schliersee allemal und wer nett fragt, darf vielleicht auch etwas Besonderes probieren! Sláinte!

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    Hier aber nun meine Verkostungsnotizen:

    Slyrs Single Malt mit Oloroso-Finish (2014, 46%)

    Aroma: Der erste Eindruck in der Nase ist voller Getreide- und Fruchtaromen, aber gleich dahinter kommt der scharfe Alkohol zum Vorschein und auch die 60 Jahre alten Sherryfässer sind nicht zu verleugnen.

    Geschmack: Auch im Mund ist eine deutliche Schärfe der erste Eindruck, da ist noch nichts abgeschliffen und die 46% machen sich ordentlich bemerkbar. Darauf kommt dann aber der typische Slyrs-Geschmack zum Vorschein sowie ein angenehmer Hauch von Schokolade und die schon im Aroma vorhandenen Fruchtnoten (vor allem Zitrus und Orange). Vom Sherryfass schmeckt man leider nicht so viel, da waren meine Erwartungen höher.

    Abgang: Im kurzen Abgang dominieren wieder die Fruchtnoten, aber auch die sind recht schnell verschwunden.

    Mit etwas Wasser wird der Single Malt weicher, die Schärfe tritt nach hinten und sowohl in der Nase wie auch im Mund machen sich deutliche Toffee- oder Karamellnoten bemerkbar.

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    Slyrs Single Malt mit Pedro Ximénez-Finish (2014, 46%)

    Aroma: Gleich zu Beginn ist hier ganz viel Süße in der Nase, es riecht sehr angenehm weich nach getrocknetem Obst, Rosinen und frischem Holz, und ich bekomme sofort noch mehr Lust auf den ersten Schluck.

    Geschmack: Von Beginn an macht dieser Whisky deutlich, dass mehr zu erwarten ist, als vom Bruder aus dem Oloroso-Fass. Es entfalten sich komplexere Geschmacksnoten wie nussige Elemente, Rosinen, etwas Zitrus, auf der Zunge wechseln sich süße und herbe Nuancen ab und lassen die Verkostung zu einem echten Erlebnis werden. Der Whiskycharakter ist immer noch deutlich, die Schärfe spürbar, aber längst nicht so dominant wie bei der vorherigen Probe.

    Abgang: Auch wenn der tolle Geschmack das junge Alter schnell vergessen lässt, beim Abgang wird man dann doch wieder von der Wirklichkeit eingeholt. Es bleibt nur kurz etwas hängen, vor allem die typischen trockenen Noten des Sherryfasses und etwas dunkle Schokolade, dann ist auch schnell wieder alles vorbei. Aber letztendlich ist das ja eine super Ausrede, sich sofort das nächste Glas einzuschenken …

    Fazit: Der Slyrs mit dem Oloroso-Finish ist ein interessanter Single Malt mit viel Frucht, der aber leider den Erwartungen an ein Finish im Sherryfass nur bedingt gerecht wird. Der Kollege aus dem Pedro Ximénez-Fass hat da ganz klar die Nase vorn. Etwas dunkler in der Färbung und deutlich komplexer in Aroma und Geschmack, lässt er auch den schwachen Abgang schnell vergessen. Der einzige Wermutstropfen ist wie immer der Preis, der mit gut 67 € für einen nicht einmal vier Jahre alten Single Malt natürlich recht hoch liegt. Andererseits ist die kleine Familienbrennerei vom Schliersee natürlich äußerst unterstützenswert und sollte noch eine Weile bestehen bleiben, damit wir in Zukunft vielleicht auch einen 16-jährigen Slyrs aus dem Pedro-Ximénez-Fass kosten können. Da verspreche ich mir einiges von!

    Slyrs Destillerie GmbH & Co. KG
    Bayrischzeller Straße 13
    83727 Schliersee
    Täglich von 10.00 – 17.00 Uhr geöffnet (auch an Sonn- und Feiertagen)
    www.slyrs.de
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    Gegessen, Gekauft, Gekocht, Geteilt, Getestet, Getrunken

    Ein Dinner mit Rewe: unser vegetarisches Menü

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    Habt ihr schon mal so einen richtigen „Dinnerabend“ bei euch zu Hause ausgerichtet? Ich meine, so richtig mit tagelangem Austüfteln des mehrgängigen Menüs, komplettem Tischdekopipapo und vorherigem Panikkauf beim Schweden, weil man feststellt, dass man gar nicht genügend passende Teller und Gläser im Schrank hat. Für uns was das vor zwei Wochen jedenfalls das erste Mal. Klar, hatten wir vorher schon mal Freunde und Familie zum Essen eingeladen, doch da gings vorab etwas relaxter zu: unterschiedliche Teller – ach, kein Problem, Tischdeko – naja, ein paar Kerzen tuns auch, und wenn der Nachtisch mal etwas zu flüssig geraten ist – egal, wird er eben direkt aus der Schüssel gelöffelt!

    Als uns REWE Feine Welt vor ein paar Wochen dazu einlud, bei der Aktion „So inspiriert kocht Deutschland“ mitzumachen, in deren Rahmen verschiedene BloggerInnen dazu aufgerufen wurden, aus REWE-Feine-Welt-Produkten ein mehrgängiges Menü zu zaubern und ein paar FreundInnen damit zu beglücken, schauten wir also einer mittelgroßen Herausforderung ins Auge.

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    Um das Feine-Welt-Sortiment etwas besser kennenzulernen, folgten mehrere ausgedehnte Shoppingtouren durch die Filialen in der Umgebung. Obwohl wir dachten, eigentlich schon recht vertraut mit dem Sortiment zu sein, auch öfter schon diverse Produkte der Marke ausprobiert hatten und im Rahmen des Pasta-Workshops vor ein paar Monaten einige Feine-Welt-Neuheiten kennenlernen durften, waren wir überrascht, wie groß das Angebot doch ist. Dass auch Käse zum Sortiment zählt, war uns bislang z.B. nicht bewusst. Also landeten nach und nach die verschiedensten Produkte im Körbchen und unser vegetarisches Menü nahm Gestalt an.

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    Da der Abend fotografisch begleitet werden wollte und man „normale“ Freunde und Familie ja gerne mal verstört, wenn man vor dem Essen stundenlang seinen Teller fotografiert, dachten wir uns, warum nicht ein paar Foodbloggerkolleginnen einladen – die können das Geknipse ja sicher bestens nachvollziehen! Unsere vier freien Stühle (mehr haben wir in der Tat nicht!) wurden also an Karin von Wallygusto und Alice von Alice im kulinarischen Wunderland vergeben, die sich samt Anhängen auf den Weg in den Münchner Süden machten, um unser vegetarisches Menü zu verköstigen. An dieser Stelle noch mal vielen Dank, dass ihr dabei wart!

    Und so sah unser Menü des Abends aus:

    (Die mit Sternchen* markierten Zutaten kennzeichnen Produkte aus dem Feine-Welt-Sortiment.)

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    Als Vorspeise servierten wir mit Spinat und Sojachunks gefüllte Wraps, Oliven (Edler Peleponnes* und Siziliens Schatz*), gefüllte Paprika (Feuriges Südafrika* und Frisches Südafrika*) und Bruschetta. Auch dafür haben wir auf die REWE-Produkte zurückgegriffen und Italiens Ringbrot* aufgeschnitten, im Ofen knusprig geröstet und mit zwei verschiedenen Bruschettasorten (Feuer Italiens* und Würze Italiens*) bestrichen. Dazu noch etwas frischer Basilikum, Pinienkerne und Parmesan und fertig war die Vorspeise. Das konnten wir alles super vorbereiten und mussten so nicht mehr viel machen, als die Gäste kamen.

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    Soja-Spinat-Wraps mit zweierlei Soße (für 6 Wraps):

    1 l sehr kräftige Gemüsebrühe
    2 Handvoll Sojachunks
    3-4 Handvoll frischer Babyspinat
    50 g Feta
    2 TL Pinienkerne
    1 EL Olivenöl (Glanz der Toskana*)
    Je eine Flasche Feigensoße (Göttliche Feige*) und Erdnusssoße (Aromatische Liaison*)
    6 kleine Tortillafladen

    1. Die Gemüsebrühe (sie sollte wirklich sehr kräftig und salzig sein) zum Kochen bringen und die Sojachunks darin für etwa 10-15 Min. kochen, bis sie weich sind. Abgießen und gut ausdrücken.

    2. Den Spinat gründlich waschen und trocken schleudern. Den Feta klein würfeln. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl anrösten, bis sie goldbraun sind. Pinienkerne beiseitestellen, etwas Öl in die Pfanne geben und dann die Sojaschunks bei hoher Hitze von allen Seiten knusprig braten. Vom Herd nehmen und in zwei Portionen aufteilen.

    3. Die aufgeteilten Sojachunks jeweils mit der Hälfte der Soßen vermischen. Drei Tortillafladen mit Feigensoße bestreichen, mit den entsprechenden Sojachunks, Spinat, Feta und Pinienkernen belegen und einrollen. Die restlichen drei Wraps mit Erdnussoße bestreichen, mit Spinat, Sojachunks und Pinienkernen füllen und ebenfalls einrollen. Die eingerollten Fladen in Scheiben schneiden und anrichten.

    Auch beim Hauptgang haben wir darauf geachtet, dass wir einige Komponenten schon vorbereiten konnten. Als die hungrigen Gäste auftauchten, wartete z.B. der Teig für die Knödel bereits im Kühlschrank auf seine Verwendung und auch das Gemüse war schon fertig geschnitten und musste nur noch in den Ofen bzw. in die Pfanne wandern.

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    Ciabatta-Möhren-Knödel (für 6 Personen):

    250 g Möhren
    300 g 2-3 Tage altes Ciabatta (Italiens Backkunst*)
    10 EL Milch
    80 g Pinienkerne
    170 g Bergkäse
    1 Zwiebel
    Olivenöl (Glanz der Toskana*)
    Salz, Pfeffer
    Muskat
    75 g Ricotta
    5 EL gehackte Kräuter (z.B. Petersilie und Basilikum)
    2 Eier
    1 Eigelb
    5 EL Semmelbrösel
    Speisestärke

    1. Die Möhren schälen und fein raspeln. Das Ciabatta in kleine Würfel schneiden, in einer Schüssel mit Milch mischen und 20 Min. ziehen lassen. Die Pinienkerne in einer Pfanne leicht anrösten und fein hacken. Den Käse grob raspeln.

    2. Die Zwiebel schälen, fein würfeln und in einer Pfanne in etwas Ölivenöl bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Die Möhren dazugeben, alles gut vermischen, einige Min. dünsten, vom Herd nehmen und mit Salz, Pfeffer und etwas frischer Muskatnuss abschmecken.

    3. 1 EL Kräuter für die Deko zur Seite stellen. Die Möhren-Zwiebel-Masse mit dem Ricotta, den Eiern, Eigelb und den Semmelbröseln mischen und mit den Händen zu einer homogenen Masse verkneten. Noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken und zugedeckt 30 Min. quellen lassen.

    4. In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Aus der Masse 14-16 Knödel formen und diese dabei richtig fest zusammenpressen. Speisestärke auf einen Teller streuen und die Knödel einzeln darin wenden, danach etwas abklopfen. Die Knödel ins kochende Wasser geben und sobald sie an der Wasseroberfläche schwimmen, die Herdplatte ausschalten und noch 10 Min. ziehen lassen. Dann abtropfen lassen und auf einem Teller zusammen mit den Kräutern anrichten.

    Fenchel-Orangen-Gemüse aus dem Ofen (für 6 Personen als Beilage):

    3 mittelgroße Fenchelknollen
    300 g Kirschtomaten
    6 Orangen
    150 ml Olivenöl (Glanz der Toskana*)
    4 EL Weißer Balsamico-Condiment (Helles Italien*)
    Hawaiis Lavasalz*
    Pfeffer
    Petersilie

    1. Fenchel und Tomaten waschen. Die Stiele und den Strunkansatz vom Fenchel abschneiden, einen Teil des Fenchelgrüns abzupfen und für die Deko zu Seite legen. Den Fenchel längs halbieren und dann in dünne Scheiben schneiden. 3 der Orangen schälen und filetieren. Die restlichen Orangen auspressen und den Saft zur Seite stellen. Den Ofen auf 200°C vorheizen.

    2. Olivenöl, Balsamico-Condiment und Orangensaft vermischen. Fenchel und Tomaten vermengen, in eine große Auflaufform geben und mit der Flüssigkeit übergießen. Mit Salz und Pfeffer würzen und auf der mittleren Schiene des Ofens ca. 30-40 Min. garen. Kurz vor Ende der Garzeit (der Fenchel sollte noch etwas Biss haben) die Orangenfilets auf dem Gemüse verteilen. Sie sollen nur warm werden, nicht zerkochen.

    3. Die Auflaufform aus dem Ofen holen und die Flüssigkeit vorsichtig in einen kleinen Topf abgießen. Das Gemüse im Ofen warm halten und währenddessen die Flüssigkeit kochend 10-15 Min. reduzieren lassen, bis sie leicht dickflüssig geworden ist. Währenddessen die Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Zusammen mit der eingekochten Soße unter das Gemüse mischen, auf einem Teller anrichten und mit Fenchelgrün garnieren.

    Tipp: Wer es gerne etwas süßer mag, bestreut das Gemüse vor dem Garen noch mit ein wenig frischer Vanille.

    Butter-Thymian-Möhren à la Heston Blumenthal (für 6 Personen als Beilage):

    500 g Möhren
    160 g Butter
    1 EL Zucker
    Salz, Pfeffer
    3 EL Tymianblätter (1 EL für Deko)

    1. Die Möhren schälen und schräg in etwa 3 cm lange Stücke schneiden. In einer großen Pfanne die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen und die Möhren dazugeben. Alle Möhrenstücke sollten auf dem Pfannenboden liegen. Mit dem Zucker bestreuen und mit Salz und Pfeffer würzen. Mit einem Deckel zudecken und bei kleiner bis mittlerer Hitze in etwa 25 Min. weich garen. Dabei immer mal wieder an der Pfanne rütteln, sodass die Möhrenstücke von allen Seiten gleichzeitig garen.

    2. Die Thymianblätter abzupfen. Wenn die Möhren gar sind, die Pfanne vom Herd nehmen, die Kräuter bis auf 1 EL in die Pfanne geben und bis zum Anrichten ziehen lassen. Auf einem Teller anrichten und mit den restlichen Thymianblättern bestreuen.

    Für die Nachspeise mussten wir ein wenig umdisponieren, weil ausgerechnet unsere Wunschzutat nirgendwo zu bekommen war. Also wurde schnell zu Plan B gewechselt und diese köstliche Lavendel-Honig-Crème-brûlée aus dem Ärmel Ofen gezaubert. Auch hier kann man in aller Ruhe am Vormittag in der Küche werkeln und die Schälchen mit der fertig gebackenen Crème bis zum Abend im Kühlschrank lagern. Wenn es soweit ist, muss nur noch der Zucker karamellisiert werden und schwups, hat man glückliche Gäste. Das Rezept aus dem Buch „Nachhaltig genießen“ haben wir dafür leicht abgewandelt.

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    Lavendel-Honig-Crème-brûlée (für 6 Personen):

    150 g Sahne
    350 ml Milch
    60 g Lavendelhonig (Duft der Provence*)
    3 TL getrocknete Lavendelblüten + ein paar Extrablüten für die Deko
    1 TL Vanille (Mexikos Vanille*)
    ½ TL Zitronenabrieb
    3 Eier
    1 EL Mandelöl
    Rohrzucker

    1. Sahne, Milch, Honig, Lavendelblüten, Vanille und Zitronenabrieb in einem Topf verrühren. Aufkochen lassen, von der Herdplatte nehmen und zugedeckt 20 Min. ziehen lassen.

    2. Die Sahne-Milch-Mischung durch ein feines Sieb abseihen und abkühlen lassen. Den Ofen auf 130°C vorheizen.

    3. Die Eier mit dem Mandelöl in einer Schüssel verrühren. Die Sahne-Milch-Mischung langsam und unter Rühren zu den Eiern gießen. Die Masse in 6 ofenfeste Förmchen füllen und im Ofen im Wasserbad etwa 35-40 Min. stocken lassen. Aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen und anschließend mindesten 2-3 Std. in den Kühlschrank stellen.

    4. Die Crème mit Rohrucker bestreuen und mit einem Gasbrenner karamellisieren. Wer keinen Gasbrenner hat, kann die Crème auch im Ofen direkt unter den Grill stellen und warten, bis der Zucker karamellisiert. Mit Lavendelblüten bestreuen und sofort servieren.

    Zum Abschluss des Abends kam noch eine Käseplatte auf den Tisch. Wie schon erwähnt, hatten wir gar nicht auf dem Schirm gehabt, dass es von REWE Feine Welt auch Käse gibt, sind aber positiv überrascht worden. Sowohl der französische (Sanfte Normandie*), als auch der Schweizer (Chardonnay*) Weichkäse waren klasse, aber der 24-Monate-gereifte Gouda (Hollands Goldstück*) hat eindeutig gewonnen. Dazu gab es noch ein paar Käsecracker (Alpen-Original*), Alice hatte noch ein leckeres Apfel-Salbei-Chutney spendiert und auch unser bereits verbloggtes Trockenfrüchte-Chutney passte perfekt zum Käse.

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    Ob wir unsere Gäste wohl nach diesem Menü satt nach Hause schicken konnten? Wir glauben schon! Wir konnten uns an diesem Abend jedenfalls nur noch kugelnd fortbewegen.

    Kooperation: Vielen Dank an REWE Feine Welt und Theresa von Faktor 3 für die Unterstützung bei dieser schönen Aktion! Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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    Bad Füssing, Deutschland, Gegessen, Gereist, Getestet, Getrunken

    Torte, Tee und Therme – ein Gourmetwochenende in Bad Füssing

    Die Sonne blendet mir durch die Windschutzscheibe ordentlich ins Gesicht, ich bereue jetzt schon, meine Sonnenbrille nicht mitgenommen zu haben. Hätte ja auch keiner erwartet, dass sich der Februar an diesem Samstagvormittag schon so frühlingshaft inszeniert. Wir sind auf dem Weg ins niederbayerische Bäderdreieck. Was wir da wollen? Schlemmen, schwimmen und entspannen! Das haben wir nämlich dringend nötig.

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    Ein Gutschein von mydays wollte eingelöst werden. Es folgten also mehrere Abende mit lustigem Rumgeklicke auf der Website. Das „Schlemmen & träumen für zwei“-Angebot sprach uns sofort an, doch sich unter der Vielzahl an Möglichkeiten für eine zu entscheiden, fiel deutlich schwerer. Bad Füssing? Ist das nicht so ein Kur- und Rentnerstädtchen in der Nähe von Passau? Jep, ist es. Das wissen wir jetzt. Dass das aber gar nicht schlimm ist und der Entspannung vor Ort keinen Abbruch tut (im Gegenteil!), wissen wir jetzt auch.

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    Schon die Fahrt von München nach Bad Füssing gestaltet sich … ähm … gemütlich. Landstraße, idyllische bayrische Dörfer, schwindende Internetverbindung … eigentlich die perfekte Einstimmung auf ein entspanntes Wochenende. In Bad Füssing angekommen, halten wir Ausschau nach unserer Bleibe. Entschieden hatten wir uns für das Hotel Mürz, das nicht nur mit einer hauseigenen Therme aufwarten kann, sondern sich auch auf regionale Wellness- und Vitalküche spezialisiert hat. Das klang gut und wurde gebucht. Im Hotel werden wir von einer äußerst freundlichen Mitarbeiterin begrüßt und darauf hingewiesen, dass für alle Neuankömmlinge in wenigen Minuten eine kleine Führung durchs Hotel stattfinden wird. Ha, super Timing! Davor gehts noch kurz aufs Zimmer, wo der freundliche Empfang per Begrüßungsschild und einem Willkommensgruß in Form von Äpfeln und einer Flasche Wasser fortgesetzt wird. Das Zimmer ist sauber und geräumig, kann aber nicht ganz den angekratzten Glanz vergangener Epochen überspielen. Hier und da bröckelt im wahrsten Sinne der (Gold)Lack ab und gerade das Bad schreit nach einer Generalüberholung. Ich kann mir jedoch gut vorstellen, dass die in Weiß, Blau und Gold gehaltenen Zimmer Anfang der 80er voll im Trend lagen. Trotz der kleinen Schönheitsfehler fühlen wir uns aber wohl, beißen noch schnell in unsere Äpfel und spurten nach unten in die Lobby, wo bereits überraschend viele Neuankömmlinge auf den Hotelrundgang warten.

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    Wir werden von einer Mitarbeiterin in das Herzstück des Hotels geführt – den Thermenbereich. Sobald wir die Treppe in der Lobby nach unten steigen, scheint sich mein körpereigener Entspannungsmodus einzuschalten – es riecht nach einem Mix aus ätherischen Ölen und Chlor, die Luftfeuchtigkeit steigt, es wird warm. Wir werden durch die verwinkelte Spa-Anlage geführt, linsen kurz in den Saunabereich, gehen mit leisen „aaahs“ und „ooohs“ am Themalbecken vorbei und blicken ein bisschen neiderfüllt auf die Menschen, die sich bereits im großen Whirlpool rekeln dürfen. Vorfreude geweckt, check! Die kurze Führung durchs Hotel Mürz endet im Restaurant und an der Kuchentheke. Ein Nachmittagssnack ist angesagt, wie schön, das Gourmetwochenende kann also beginnen! Kleine Stücke lecker aussehender Kuchen, Torten und anderer Teilchen warten auf uns. Irgendwas Weißes mit Kokos ist ganz besonders lecker. Dazu schlürfen wir ein Gläschen Begrüßungssekt und lassen uns auf der Terrasse die Sonne auf die winterbleichen Nasen scheinen. Fühlt sich jetzt schon an wie Urlaub, toll!

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    Da man ja bekanntlich mit vollgeschlagenem Magen nicht schwimmen gehen sollte, beschließen wir kurzerhand, einen kleinen Verdauungsspaziergang zu unternehmen und uns Bad Füssing etwas näher anzuschauen. Wir laufen vorbei an weiteren Kurhotels und -appartements, Friseursalons straight from the 70s und weitläufigen Parkanlagen. Hier scheint wirklich die Zeit stehengeblieben zu sein, aber wenn man – wie wir – hierher kommt, um zu entspannen und zu genießen, ist es ja eigentlich viel sinnvoller, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, alles andere lenkt eh nur ab! Und wer sich doch nach etwas mehr Action sehnt, geht einfach ins Casino! Praktischerweise beinhaltet die Kurkarte, die man vor Ort erhält, auch gleich einen freien Eintritt in die Spielbank. Also schön noch mal an den eigenen Poker Skills feilen! Als wir am Casino vorbei in Richtung Kurpark gehen, senken wir den Altersdurchschnitt mit einem Mal erheblich. Aber von wegen gemütliche Rentner! Alle paar Meter hören wir hinter uns das sich nähernde Klacken von Nordic-Walking-Stöcken, gefolgt von einem Pulk rüstige/r Ü-70-Jährige/r, denen wir nur mit einem Sprung an den Wegesrand entkommen können. Nordic Walking ist hier wirklich DAS Ding! Wären wir nicht so faul gewesen, hätten wir uns im Hotel sogar kostenfrei mit Stöcken & Co. ausrüsten lassen können. Beim nächsten Besuch vielleicht. So, genug den Ort erkundet, wir haben Lust auf Therme und zwar sofort!

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    Zurück im Hotelzimmer schnappen wir uns den Spa-Korb, der jedem Gast zur Verfügung gestellt wird und neben zwei flauschigen Bademänteln auch Badeslipper enthält. In unsere Bademäntel gehüllt und mit Relaxkörbchen am Arm, schlurfen wir durch das Hotel und bekommen eine leise Ahnung davon, wie es sich anfühlt, Hugh Hefner zu sein. Wir halten kurz beim Trinkbrunnen im Spa-Bereich an, hier kann man sich jederzeit ein Gläschen Wasser zapfen. Wer es lieber wärmer mag, findet im Wellness-Bistro um die Ecke eine kleine Tee- und Apfelbar, an der man sich kostenfrei bedienen darf. Alles ist so schön ruhig hier, tipptopp gepflegt und in sanften Tönen gehalten. Keine drei Minuten später schwimmen wir endlich im 31°C warmen Thermalbecken. Das Schwimmbad ist zwar nicht riesig, aber groß genug, um einige Bahnen zu schwimmen und sich treiben zu lassen. Hier könnte ich jetzt ewig bleiben! Aber wir wollen uns ja schließlich nichts entgehen lassen, also schnell noch mal in den blubbernden Whirlpool gehüpft, bevor es dann in die Saunalandschaft weitergeht. Dort möchten eine finnische, eine Dampf- und eine Infrarotsauna getestet werden. Nach diversen Saunagängen verschaffen wir uns (äh, ok, nur der Mann, ich war zu feige) Abkühlung im Naturpool vor dem Haus. Schlappe 10°C, lange hält er es zwar nicht aus, fühlt sich danach aber wie neugeboren.

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    Genug Action für heute, zum Aufwärmen und Runterkommen suchen wir den Ruhebereich auf, einen ganz in Dunkelrot gehaltenen, abgedunkelten Raum mit fünf elektrisch verstellbaren Wärmeliegen. Ich bringe meine Liege in die richtige Position, schalte die Leselampe ein, die Sitzheizung auf Vollgas und lese und träume von Barcelona. Die Dame neben mir schnarcht leise vor sich hin. Sogar das ist irgendwie entspannend. In Bademantel und Handtücher gekuschelt, lässt es sich hier wirklich Stunden aushalten! So viel Zeit haben wir jedoch gar nicht, denn das Abendessen ruft.

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    Wie unglaublich bequem so ein Kurzurlaub in einem Hotel mit eigener Therme und Restaurant ist, merken wir erst jetzt so richtig. Zack, ist man zurück auf dem Zimmer, unter der Dusche und ein Magenknurren später schon im Restaurant. In unserem „Schlemmen & träumen für zwei“-Paket enthalten ist ein 4-Gänge-Menü, dessen vegetarische Variante wir vorab schon für mich bestellt hatten. Das Restaurant atmet bayrisches Landhausflair – passt irgendwie ganz gut zum Ort. Das Menü wechselt täglich und man hat bei der Hauptspeise die Wahl zwischen Fisch, Fleisch oder einem vegetarischen Gericht. Aber ganz ehrlich: so richtig vom Hocker haut uns schon die Menükarte nicht, da hatten wir uns von einem Gourmetwochenende und einer Küche, die auf Wellness- und Vitalküche spezialisiert ist, schon etwas mehr Raffinesse versprochen. Während Steffens Vorspeise, ein Duett vom Räucherlachs mit Honig-Senf-Soße, noch ganz vielversprechend klingt und auch hübsch angerichtet an den Tisch gebracht wird, erhalte ich als vegetarische Alternative einen gemischten Salat, der an Langeweile leider kaum zu unterbieten ist. Der zweite Gang, eine Rinderkraft- bzw. Gemüsebrühe mit Pfannkuchenstreifen, ist lecker, aber ebenfalls nicht besonders aufregend.

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    Zur Hauptspeise bekomme ich gefüllte Zucchini mit buntem Gemüse, nicht schlecht, aber auch hier fehlt irgendwie die besondere Note. Steffens geschmortes Rinderfilet und rosa geratenes Roastbeef in Portweinjus kann ihn leider auch nicht völlig begeistern, dafür ist sein Fleisch schlicht zu zäh. Schlecht ist das Essen zwar keineswegs, doch allen Gängen fehlt bisher das gewisse Etwas und den vegetarischen Speisen leider auch die Kreativität. Der Nachtisch stimmt uns jedoch milde – das Mousse von weißen Pfirsichen an Himbeercouli ist köstlich und löffelt sich zu den Klavierklängen, die von der Bar zu uns herübertönen, quasi wie von selbst.

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    So tief und fest wie in dieser Nacht, haben wir lange nicht geschlafen – bei unserem Schwimmen-Schwitzen-Schlemmen-Knock-Out-Programm auch kein Wunder! Am nächsten Morgen erwartet uns ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Frühstücksbuffet. Besonders die vielen verschiedenen Müslikomponenten stimmen mich glücklich. Unsere vom Frühstück kugelrund gefüllten Bäuche nehmen wir zum Anlass, den Tag mit einem Workout im hauseigenen Fitnessraum zu beginnen. Der wirkt auf den ersten Blick zwar etwas übersichtlich und in die Jahre gekommen, bietet aber dennoch genügend Cardio- und Kraftgeräte, um uns gut eine Stunde zu beschäftigen. Die anschließende Abkühlung im Pool ist unbezahlbar. Obwohl heute unser Abreisetag ist, dürfen wir den Spa-Bereich im Hotel Mürz noch den gesamten Tag nutzen. Das machen wir natürlich gerne und müssen uns nach mehreren Stunden im Thermalbad, in der Sauna und im Ruheraum regelrecht dazu zwingen, uns wieder ins Auto zu setzen, so schön war es. Und so entspannend! Dass wir gerade mal zwei Tage weg vom Alltag waren, können wir gar nicht richtig glauben. Die Entspannung hält jedenfalls noch eine Weile an.

    Fazit

    So eine Kurzauszeit vom Alltag werden wir ab sofort definitiv öfter einplanen! Gerade die Kombination aus Hotel, Spa und Restaurant ist überaus angenehm und wahnsinnig bequem. Wären wir allein des Essens wegen hergekommen, wären wir vermutlich enttäuscht gewesen, doch in Verbindung mit dem Thermenbereich und dem netten Service im Hotel Mürz bleibt uns das Wochenende in guter Erinnerung! Die Buchung über mydays ging einfach und schnell. Möchte man eines der Angebote verschenken, hat das System wirklich seine Vorteile, gerade weil man sich als Verschenkende/r nicht auf ein konkretes Angebot festlegen muss, sondern die Beschenkten selbst entscheiden können, wo sie beispielsweise ein Gourmetwochende verbringen möchten – das Angebot auf der Webseite ist jedenfalls recht groß.

    Kooperation: Vielen Dank an mydays, dass wir das „Schlemmen & träumen für zwei“-Angebot kostenfrei testen durften. Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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    Deutschland, Gereist, Getestet, Getrunken, München

    Von Whisky, Gin und Bergamotte-Geist: Finest Spirits 2014

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    Wenn ich schon um 16 Uhr nachmittags einen sitzen habe, kann das nur eines bedeuten (nein, keine schwere Depression): die Finest Spirits beehrt München! Die Messe für Whisk(e)y und weitere harte alkoholische Getränke fand in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal statt und endlich habe ich auch mal den Weg dorthin geschafft. Seit einigen Jahren ist das MVG Museum im Osten Münchens der Veranstaltungsort, sodass man sich gepflegt zwischen alten Straßenbahnwaggons durch die Welt der Schnäpse kosten kann. Denn neben Whisk(e)ys aus aller Welt gibt es inzwischen immer mehr Stände mit Gin, Obstbränden, Rum oder Likören, was mich persönlich sehr freut. Man kommt ja viel zu selten dazu, z.B. Bergamotte-Geist zu probieren, aber dazu später mehr.

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    Die Ausstellungsfläche war in diesem Jahr restlos ausgebucht und dementsprechend platzte die Halle aus allen Nähten. Das wäre dann auch einer der wenigen Kritikpunkte, die es zu der Veranstaltung gäbe, auch wenn es gegen Abend schon deutlich ruhiger wurde. Ich habe zunächst einen Presserundgang mitgemacht und mich danach mit Petra von Der Mut anderer einmal quer durch die Halle getrunken, eine Master Class besucht (auch diese war ausgebucht) und so insgesamt sechs Stunden auf der Finest Spirits verbracht. Die Zeit verging wie im Flug, aber ich vermute, dass auch der Alkohol etwas damit zu tun gehabt haben könnte.

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    Ich habe wirklich sehr, sehr viele Getränke probiert und gebe zu, dass ich am Ende leichter zu begeistern war als zu Beginn. Irgendwann hilft auch das Mundausspülen mit reichlich Wasser nicht mehr, denn die Geschmacksnerven sind dann einfach überlastet. Im nächsten Jahr sollte ich also am besten gleich zwei Tage vor Ort sein, genügend Stände gibt es ja …

    Alles zu berücksichtigen, was ich probieren durfte, wird leider nicht möglich sein, deswegen gibt es nun ein paar meiner Favoriten der Finest Spirits 2014:

    Glen Grant Five Decades

    Der erste Whisky, den ich beim Rundgang probieren durfte, und leider blieb nicht allzu viel Zeit, diese seltene Abfüllung noch länger zu genießen. Es handelt sich um einen speziell vom Master Destiller Dennis Malcolm (der auch persönlich am Stand war) zusammengestellten Single Malt, mit dem der Schotte seine 50-jährige Zusammenarbeit mit Glen Grant feiert. Für uns wurde eine der limitierten Flaschen geöffnet, sonst ist der Five Decades nur noch selten (und teuer!) zu bekommen, was wirklich schade ist. Beim ersten Schluck machen sich zunächst die 46% bemerkbar, gleichzeitig verteilt er sich aber sehr sanft im Mund und glänzt mit vielen verschiedenen süßen Aromen wie Honig, Vanille oder Toffee. Der Abgang ist entsprechend lang und ich mir gefällt, dass zum Abschluss auch die fruchtigen Noten noch toll herauskommen. Wenn ihr die blaue Flasche also mal in einer Bar im Regal erblicken solltet, lasst euch sofort ein Glas davon einschenken!

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    Bulleit 95 Rye

    Meine Erfahrungen mit Bourbon waren bisher minimal, aber dieser Frontier Whiskey mit dem ungewöhnlich hohen Roggenanteil von 95% hat mich sofort überzeugt. Unglaublich würzig, aber nicht ganz ohne die bourbontypische Süße und vor allem ganz anders als die schottischen Whiskys, die bisher in meinem Glas gelandet sind. Wie ich erfahren konnte, ist die Flasche mit dem grünen Etikett auch bei Barkeepern sehr beliebt (vielleicht sollte ich meinen Hemingway Cocktail mal damit mischen) und wir bekamen ihn auch gleich im Mix als Kentucky Colada. Dazu wurde der 95 Rye zunächst mit Erdnussbutter gefiltert und dann mit Ananassaft und Kokosschaum serviert. Würde ich auf der Stelle wieder bestellen. Oder einfach selber mixen, denn ich konnte nicht widerstehen und habe mir gleich eine Flasche für die heimische Bar gekauft.

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    Laphroaig Select & Laphroaig 18 Jahre

    Bei Beam Deutschland habe ich gleich mehrmals Halt gemacht und mich über die breite Auswahl anLaphroaig- und Highland Park-Flaschen gefreut. Beim Presserundgang wurden unsere Noasinggläser mit dem Laphroaig Select gefüllt, der so brandneu ist, dass ich noch nicht einmal die Flasche fotografieren durfte. Aroma und Geschmack verraten natürlich sofort die Herkunft, viel Torf kommt da auf einen zugeflogen. Im Mund entfaltet sich dann eine angenehme Süße, irgendwie blieb er allerdings relativ flach und für meinen Geschmack unspektakulär. Später konnten Petra und ich den 18-jährigen Laphroaig probieren und waren deutlich begeisterter. Der Single Malt hat den 15-jährigen bei Laphroaig ersetzt und die drei Jahre machen sich bemerkbar – sanft und komplex ist das, was hier im Glas landet. Hier regiert nicht mehr nur der Torfkönig, sondern es kommen deutlich vielfältigere Aromen dazu, wie einige blumige Noten, und man schmeckt auch die Eiche deutlich raus. Mit etwas Wasser nimmt man den 48% ein wenig Schärfe und kitzelt auch das letzte bisschen an Geschmack heraus. Eine ganz klare Steigerung zum zehn Jahre alten und meinem bisherigen Laphroaig-Liebling, dem Quarter Cask.

    Highland Park Freya 15 Jahre

    Um die dritte nach nordischen GöttInnen benannte, streng limitierte Abfüllung von Highland Park zu probieren, mussten wir die sehr freundliche Mitarbeiterin am Stand von Beam ganz nett fragen, denn die grüne Flasche versteckte sich unten im Regal und sollte offensichtlich noch nicht zu offensiv beworben werden. Schön verpackt in einer Holzummantelung, die an ein Wikingerschiff erinnern soll, kommt die Dame daher und macht sich auch im Glas ganz hervorragend. Ein toller Dram, viel Vanille, aber irgendwie hatte ich mehr erwartet. Dass ich Freya als etwas flach empfunden habe, kann natürlich auch am direkten Vergleich mit dem 18-jährigen Laphroaig gelegen haben, der natürlich ein viel massiveres Kaliber darstellt. Letztendlich bin ich aber ganz froh, dass ich nicht so furchtbar begeistert war, denn mit 170€ pro Flasche ist meine persönliche Schmerzgrenze (und die der whisk(e)yverabscheuenden Frau wohl erst recht) haushoch überschritten.

    Dram Regional Highland 17 Jahre

    Am Stand von Andrea Caminneci gab es einen Tropfen aus der Dram-Regional-Serie, bei der nicht die Brennerei im Mittelpunkt steht, sondern vielmehr versucht wird, mit einem Blended Whisky das typische einer Region einzufangen. Wir konnten die Highland Edition probieren, die 17 Jahre auf dem Buckel hat und aus zwei bis drei Glenmorangie-Fässern stammt. Zu Beginn fällt die massive Süße auf, die in die Nase steigt, ich meinte, auch Aprikose riechen zu können. Beim Geschmack dominieren dann viele Kräuter und sogar etwas Salz, der Abgang ist unverschämt lang. Hat mir hervorragend geschmeckt und die Halbliterflasche ist auch prompt auf meiner Wunschliste gelandet.

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    Lost Distillery Company & Bremer Spirituosen Contor

    Beim Bremer Spirituosen Contor haben Petra und ich ebenfalls eine ganze Weile verbracht und uns vom Marketingchef tief ins Sortiment einführen lassen. Wir besuchten eine der Master Classes (Seminare, bei denen in etwa 45 Minuten ein bestimmtes Thema vertieft und verkostet wird), bei der in diesem Fall die Lost Distillery Company vorgestellt wurde. Die Idee dahinter ist, dass es immer wieder Brennereien gegeben hat, die hervorragende Whiskys produziert haben, aber irgendwann schließen mussten. Die Lost Distillery Company hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Brände dieser untergegangenen Brennereien zu reproduzieren und vor allem auch weiterzuentwickeln. Man stellt sich also die Frage: Wie würde der Whisky heute wohl schmecken? Die Ergebnisse konnten wir im Workshop erschmecken und ich würde sagen: Mission geglückt! Stratheden ist ein sanfter Dram mit deutlichen Anklängen ans Sherryfass, Gerston kommt dagegen leicht torfig und mit massig Gewürzen im Aroma daher (ich musste irgendwie schon an Gin denken). Mein Favorit war allerdings die Flasche mit dem schönen Namen Auchnagie. Ganz viel Süße, ordentlich Vanille- und Karamellaromen und im Abgang noch etwas Rauch. Genau mein Ding und ebenfalls auf der Wunschliste gelandet. Zum Abschluss gab es noch die unveröffentlichte vierte Kreation in der Reihe, ein 15-jähriger Schotte mit tollen Toffee- und Haselnussaromen – deutlich weicher als die anderen drei, mit weniger Spitzen, aber komplexerem Geschmack (ich meine sogar etwas Schokolade auf der Zunge gehabt zu haben). Er ist definitiv eine Überlegung wert, wenn er euch im Laden über den Weg läuft.

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    Ebenfalls Erwähnung finden sollte die 25-jährige Bruichladdich-Single-Cask-Abfüllung aus der Old-Particular-Reihe, die mir mit den Worten „der beste Whisky, den ich auf der Messe probiert habe“ ins Glas geschüttet wurde. Das war für mich der bisher älteste Single Malt, den ich probieren durfte und hat mich auch nach über vier Stunden Messe noch umgehauen. Ich mag die salzige Note bei Bruichladdich, aber das hier ist ein ganz anderes Kaliber. Trotz massiver 50,01% sehr sanft, mit der perfekten Mischung aus Torf, Salz und Süße. Wenn in meinem Budget mal eben 250€ für eine Flasche drin wären, ich würde alle meine Prinzipien über Bord werfen!

    Eine weitere Premiere war für mich ein japanischer Single Malt, der mich ebenfalls sehr begeistern konnte. Mein erster japanischer Whisky und dann gleich so ein Monster. Der 18 Jahre alte Togouchi war richtig scharf und hart, aber gleichzeitig auch süß, wie es für japanische Whiskys wohl üblich ist. Hier aber in einer etwas schwächeren Variante, und gerade diesen Gegensatz von hart und zart finde ich spannend.

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    Säntis Dreifaltigkeit

    Ein Trend der letzten Jahre, der sich 2014 eher noch verstärken wird, sind europäische Festlandwhiskys. Über 100 deutsche Whiskys gibt es inzwischen, habe ich mir erklären lassen, und auch in der Schweiz wird seit einigen Jahren hochwertiger Schnaps produziert. Die Besonderheit bei den Abfüllungen von Säntis Malt ist die Lagerung in alten Bierfässern. Ich finde es spannend, dass hier eine Brennerei einen eigenen Charakter entwickelt hat und sich mit dieser Methode auch etwas vom Rest abhebt. Petra und ich haben uns ein Glas der Edition Dreifaltigkeit gegönnt und waren beide zunächst einmal von der Rauchigkeit überrascht. Eine Jahrgangsangabe gibt es auf der Flasche nicht, fünf bis sechs Jahre sollen es wohl sein. Für dieses Alter präsentiert sich der dunkle Dram hochkomplex und würzig. Säntis ist derzeit meine erste Wahl, wenn es um Festlandwhisky geht!

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    Gin, Obstbrand und mehr

    Aber neben all dem Whisky gab es ja auch noch massig andere Getränke (die ich erschreckenderweise auch probiert habe …), wie z.B. Gin. An der Finest Spirits Home Bar hat uns Richi (vom Haidhausener Wasserwerk) gleich drei verschiedene Gin & Tonics gemixt, die die ganze Bandbreite dieses vermeintlich so simplen Getränks aufzeigten. Neben einem klassischen Drink mit Beefeater Gin wurde der französische Citadelle Gin mit Fever Tree Tonic gemischt und das Kräuteraroma mit einem Rosmarinzweig unterstützt. Lecker – als ob das Mittelmeer nach München gekommen wäre! Feel! Gin, der Münchner Neuzugang mit dem etwas kitschigen Namen, wurde dagegen mit Elderflower Tonic und Himbeeren kombiniert, was einen entsprechend fruchtigen Drink zur Folge hatte. Etwas entfernt vom klassischen Getränk, aber sooo lecker! Es lohnt sich also, mal etwas mit dem verfügbaren Sortiment zu experimentieren und so die eigene Spezialmischung zu finden.

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    Lillet Blanc ist dagegen ein Aperitif aus Wein und Fruchtlikör. Mit den richtigen Zutaten gemischt wird daraus dann z.B. der Lillet Vive, bei dem Lillet Blanc mit Tonic, Gurke, Minze und Erdbeere kombiniert wird und dann derart frisch schmeckt, dass der Hugo sowas von einpacken kann. Im Übrigen genau das Richtige nach über zwei Stunden Whisk(e)yverkostungen.

    Gar nicht auf dem Plan hatte ich vor der Messe die Obstbrände. Die hatte ich bisher unter dem Label „Großelterngetränk“ abgespeichert und keines Schluckes gewürdigt. Glücklicherweise bin ich von sehr überzeugenden Menschen zum Stand der Destillerie Kohler und der Marke 1772 geschleppt worden und konnte eines Besseren belehrt werden. Bei Kohler packt die ganze Familie mit an und sorgt dafür, dass hochwertige Schnäpse in Bio-Qualität in der Flasche landen. Das Beharren auf die besten Zutaten kann dann auch mal dazu führen, dass vom Bergamotte-Geist nur 18 Liter hergestellt werden und der Nachschub ungewiss ist. Was allerdings mehr als schade wäre, denn die feinen Zitrusaromen machen sich hervorragend in flüssiger Form, genauso wie die Spirituose aus Ingwer (der vor Verwendung natürlich geschält werden muss, was eine Arbeit …), die mein persönlicher Liebling war. Nicht günstig, aber dafür etwas ganz Besonderes! Bei 1772 stehen dagegen tropische Früchte im Vordergrund, denn die Brennerei hat ihren Standort in Thailand. Alles wird direkt vor Ort verarbeitet und herauskommen dann Sorten wie Mango, Litchi oder Passionsfrucht. Zunächst etwas ungewöhnlich, aber ab dem zweiten Schluck süchtig machend.

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    Fazit

    Die Finest Spirits wird auch im kommenden Jahr wieder dick im Kalender markiert, dann vielleicht sogar zwei Tage lang. Ich habe in zahlreichen Gesprächen mein Wissen vervielfachen können und mehr Schnaps probiert, als sonst (gefühlt) im ganzen Jahr. Ein Highlight war für mich die Möglichkeit, auch Whiskys probieren zu können, die noch gar nicht auf dem Markt sind und auch mal Raritäten zu kosten, die sonst fernab der eigenen Preisklasse liegen. 8€ für ein Gläschen scheint zwar auf den ersten Blick ein ordentlicher Preis, ist aber eben eher zu verkraften als 200€ für eine ganze Flasche. Wer mit offenen Augen (und Mund) über die Messe geht, kann für sich zudem ganz Neues entdecken. Nicht, dass ich die Welt der schottischen Whiskys auch nur ansatzweise erfasst hätte – jetzt kommen auch noch Japan, USA und die Schweiz dazu …

    Vielen Dank an storykitchen für die Presseakkreditierung und die nette Betreuung während der Messe.

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    Brandnooz Box Dezember 2013 & Januar 2014

    Die Dezember-Box von Brandnooz erreichte uns kurz vor Weihnachten, sodass wir fast den vollständigen Inhalt über die Weihnachtstage mit zur Familie nahmen. Mentos und Kekse wurden während der langen Autofahrt geknabbert, die Mikrowelle der Schwiegermutter musste für das Popcorn herhalten und BBQ-Soße und Gurken sollten zum Raclette auf dem Esstisch landen. Die Januar-Box fiel dagegen recht übersichtlich aus und auch der Inhalt konnte nicht so recht überzeugen.

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    Und das war drin in der Dezember-Box:

    Goldmännchen Cocktail Tea „Kir Royal“ (UVP 2,49€ / o.A.): Bis heute haben wir es nicht geschafft, den Tee zu probieren. Unser Teeregal quillt ohnehin schon über, sodass wir mit dem Trinken gar nicht hinterherkommen.

    Seeberger Mikrowellen-Popcorn „Salz-Pfeffer“ (UVP 0,99€ / Launch November 2013): Da wir selbst keine Mikrowelle besitzen, kamen die Weihnachtstage und die Küche der Schwiegermutter wie gerufen. Allerdings starrten mich fast ausnahmslos angewiderte Gesichter an, als ich die Schüssel mit dem Salz-Pfeffer-Popcorn in die Runde hielt. Ich bin ja bei sowas eher schmerzbefreit und habe natürlich probiert. Grundsätzlich ist mir süßes Popcorn zwar lieber, aber als Abwechslung zwischen den Süßattacken während der Weihnachtstage kam das würzige Popcorn gar nicht so ungelegen.

    John West „Thunfischfilets in Sonnenblumenöl“ (UVP 1,99€ / Launch März 2013): Die Firma John West setzt auf nachhaltige Fischerei und handgeangelten Thunfisch. Auf jeder Dose findet sich zudem ein Tracker, über den sich Herkunft, Fanggebiet und Boot online zurückverfolgen lassen. Für den Preis eine faire Sache; ob die Filets auch schmecken, muss der Mann demnächst herausfinden.

    Löwensenf „BBQ Sauce“ (UVP 2,69€ / Launch März 2013): Die Soße wurde an Weihnachten den anderen Raclettesoßen zur Seite gestellt und fand bei einigen Mitessern großen Anklang. Mir persönlich ist sie allerdings zu rauchig, aber ich bin ohnehin kein großer Fan von BBQ-Soßen.

    Hengstenberg „Chili-Paprika-Gurken“ (UVP 1,59€ / Launch September 2013): Unser Plan, die Chili-Paprika-Gurken an Weihnachten unter die anderen Raclettezutaten zu mogeln, wurde von allen Seiten sabotiert und so fuhren wir mit einem vollen Glas Gurken wieder zurück nach München, wo die Gürkchen in der Speisekammer noch immer auf ihren großen Auftritt warten.

    DeBeukelaer Glückskex „Weiße Schokolade“ (UVP 1,49€ / Launch Dezember 2013): Die dunklen Kekse mit Weißer-Schoko-Milchcreme-Füllung haben uns gut durch den staugeplagten Vorweihnachtsverkehr begleitet. Ach ja, und lecker waren sie auch!

    Mentos „Erdbeer-Mix“ (UVP 0,70€ / Launch Oktober 2013): Die Rolle mit den drei Erdbeergeschmacksrichtungen süß, „original“ (was auch immer das bedeuten mag …) und „sauer“ fungierte ebenfalls als Fahrtproviant. Von den sauren Mentos bitte mehr!

    Lacroix „Gänsefond“ (UVP 2,99€ / o.A.):  Darüber freute sich der Mann, zum Einsatz kam der Fond bisher allerdings nicht.

    Die Januar-Box – das war drin:

    Milford „Cherry-Kick“ (UVP 1,79€ / Launch Februar): Und noch eine Packung Tee … Der „Kick“, den der Tee verspricht, bezieht sich auf die Kombination aus Früchte- und Schwarztee. Na, mal sehen, ob’s auch wirklich kickt!

    Bonduelle „Dunkle Champignons in Scheiben“ (UVP 1,99€ / Launch Dezember 2012): Och nöö, Dosenpilze, grmpf. Mehr ist dem eigentlich nicht hinzuzufügen.

    Old El Paso „Fajita Kit“ (UVP 3,99€ / o.A): Tatsächlich fand das Kit schon gleich bei uns Verwendung, da ca. ⅔ der benötigten Zutaten für das ursprünglich geplante Abendessen beim Einkaufen einfach vergessen worden waren. Oops. Das Kit beinhaltet neben acht Weizentortillas auch eine Würzmischung und eine milde Salsa. Für ein schnelles Notfallabendessen schon ok, aber die Soßen kann man sich auch wirklich schnell und viel leckerer selbst machen!

    Uncle Ben’s Express Risotto „3 Käse“ (UVP 2,29€ / Launch Januar 2013): Das landet mal wieder auf dem „Notfallstapel“, den der Mann fürs Mittagessen im Büro hortet.

    Farmer’s Snack Schokolata „Bitter-Sweet“ (UVP 2,29€ / Launch Mai 2013): Offensichtlich sind diese Nuss-Schoko-Mischungen die neuen Halsbonbons der Brandnooz Box, denn schon zum dritten Mal innerhalb weniger Monate begrüßte uns eine solche Packung beim Öffnen der Box. Etwas mehr Abwechslung wäre schon schön, zumindest bietet diese Sorte neben Zartbitterschokolade und Mandeln auch Cranberries, Ananas- und Kokoswürfel sowie schwarze Johannisbeeren und Brombeeren umhüllt mit weißer Schokolade. Gar nicht mal so schlecht, die Mischung, nur auf die Zartbitterschoki hätte ich verzichten können.

    Go Splash „Lightning Red“ (UVP 2,99€ / Launch November 2013): Was sich dahinter genau verbirgt, habe ich bis heute noch nicht verstanden. Irgendwas mit Energy, sugar free und Wasser aromatisieren. Ich habe ein bisschen Angst!

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    Deutschland, Gegessen, Gereist, Getestet, Getrunken, München

    München im Burgerfieber: Taste my Burger

    Wenn 2014 in China das Jahr des Pferdes ist, dann ist es in München wohl endgültig das Jahr des Burgers. Wo 2012 noch Bubble-Tea-Läden an jeder Ecke emporschossen, kann man heute keinen Schritt mehr gehen, ohne über ein neues Burgerrestaurant zu stolpern. Alleine von der Burgerkette „Hans im Glück“ gibt es mittlerweile gefühlte 15 Filialen in der Stadt. Inzwischen haben wir einen guten Teil der Restaurants besucht und werden 2014 unser Bestes geben, die bestehenden Lücken zu schließen. Immerhin einen Besuch haben wir auch im Dezember noch reinquetschen können und uns kurz vor Jahresende in die Maxvorstadt begeben, um „Taste my Burger“ einen Besuch abzustatten. Der Laden existiert schon eine Weile, liegt aber etwas außerhalb unserer üblichen Ausgehrouten und wurde deshalb übersehen. Höchste Zeit also, das Versäumnis nachzuholen. Der Silvesterbesuch wurde mitgeschleift und auf gings zu „Taste my Burger“.

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    Von Außen wirkt das Restaurant eher unscheinbar, aber im Dunkeln kündet immerhin ein Neonschriftzug von den hier angebotenen Spezialitäten. Drinnen setzte sich das Unscheinbare fort, die Einrichtung wirkt konzeptlos zusammengewürfelt und überhaupt etwas unterkühlt. Gemütlich geht anders, gerade auch weil für einen Samstagabend nicht unbedingt viel Betrieb herrschte. Umso wärmer dann aber der Empfang durch den Besitzer, der unserer Vierergruppe gleich zwei Tische zusammenstellte und sich den ganzen Abend über mehr als freundlich zeigte. Beim Blick auf die nett gestaltete Speisekarte dann gleich die nächste Überraschung: es gibt nur alkoholfreie Getränke, vermutlich fehlt dem Wirt die entsprechende Ausschankgenehmigung. Macht aber nichts, wir sind ja wegen der Burger gekommen. 19 verschiedene Kreationen stehen zur Auswahl, wobei die Zusammenstellung durchaus Kreativität beweist und man einiges findet, was so nicht in den anderen Burgerbratereien der Stadt zu bekommen wäre. Allerdings hätte sich diese Kreativität auch ruhig etwas mehr an den vegetarischen Burgern austoben können, denn davon findet sich leider nur einer auf der Karte. Die Entscheidung dürfte VegetarierInnen dementsprechend leichtfallen.

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    Ich habe mich für einen Hula Hula Burger mit gegrillter Ananas und Sweet Chili Relish (7€) mit extra Fleisch (+1€) entschieden und bestellte mein Patty ganz selbstverständlich medium-rare, was allerdings für leichte Probleme sorgte und vom Wirt nur etwas widerwillig akzeptiert wurde. Sabrina wählte den vegetarischen Vleisch-Burger mit gegrilltem Gemüse und Räuchertofu (8,50€), dazu kam jeweils eine Portion Pommes (2,50€). Warum es Probleme mit den Pattys gab, erklärte sich, als die Burger geliefert wurden. Es handelte sich nicht um pures (Rind)Fleisch, sondern um eine Annäherung an die gute alte Frikadelle. Im Fleisch fanden sich Gewürze, Zwiebeln und wahrscheinlich auch Ei und Semmelbrösel. Damit wird es natürlich deutlich schwieriger, den Burger rosa zu braten, da die zusätzlichen Zutaten eine längere Garzeit benötigen. Die Aufgabe war aber trotzdem gut gelöst und die Mischung sehr lecker und auch schön locker. Die Buns kommen aus einer Bäckerei und sind ebenfalls gut gelungen. Etwas fest vielleicht, aber immerhin können sie die saftigen Zutaten gut bändigen. Insgesamt passte die Zusammenstellung der Zutaten auf dem Burger und auch die Soße war schön würzig. Auch unserer Mitesser, die sich für Gorgonzola und Bacon Cheese Special entschieden hatten, waren mit der Wahl zufrieden.

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    Der vegetarische Burger konnte dagegen nicht ganz so gut mithalten. Das gegrillte Gemüse kam zu ölig daher, die Soße etwas zu fad, hier wäre es wünschenswert, wenn an der Gesamtkonzeption noch etwas gefeilt würde. Die Größe der Beilagen-Pommes fiel recht übersichtlich aus – hier hätte man für den Preis schon eine größere Portion erwartet. Geschmeckt haben die TK-Kartoffelschnitze trotzdem, allerdings habe ich an diesem Abend gemerkt, dass man von Läden wie „Hans im Glück“ oder „Rotkäppchen“ schon ziemlich verwöhnt ist, was die Soßenauswahl betrifft. Ketchup und Majo sind zwar ok, aber man gewöhnt sich schnell an Besonderheiten wie Sweet Chili-, BBQ- oder Honig-Senf-Soße for free.

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    Alles in allem ein netter Abend, auch wenn der Laden etwas roher und unfertiger wirkt, als man das von den hippen Burgertempeln Münchens sonst gewohnt ist. Dazu passt dann auch, dass die Toiletten nur über die Küche erreichbar sind und die Getränke auf der Kühltruhe eingeschenkt werden (ja genau, so etwas sehen die Gäste dann nämlich …). Das kann durchaus auch seinen Charme haben, kommt irgendwie sympathisch rüber und man merkt dem Besitzer (einem ehemaligen Taxifahrer) auch an, dass er mit Herzblut bei der Sache ist. Ich würde den Fleischburgern deswegen auch noch eine zweite Chance geben, wenn ich in der Gegend bin, aber in Anbetracht der großen Anzahl an durchgestylten und gut konzipierten Burgerläden in München ist zu befürchten, dass sich diese Möglichkeit nicht ewig halten wird.

    Fazit

    Wer also mal keine Lust auf das Studenten-/Yuppie-Publikum aus dem „Hans im Glück“ hat und nach einem Pinakotheken-Besuch Burgerhunger verspürt, kann durchaus mal den Weg zur Augustenstraße auf sich nehmen, um sich selbst ein Bild von den kreativen Burgerangeboten zu machen. 3 von 5 Hamburgerpatties.

    Taste my Burger
    Augustenstr. 16
    80333 München

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    Gekauft, Geteilt, Getestet, Getrunken

    Brandnooz Box Oktober/November 2013

    Da es im letzten Monat keinen Einblick in die Brandnooz Box gab, kommt der Dezember gleich mit einer Doppelvorstellung daher. Mit der Oktober-Box wurde die Einführung des „Nooz-Magazins“ lanciert, das ab sofort jeder Box beiliegt. Dabei handelt es sich um ein kleines Werbeblättchen, das – wie die Box – verstärkt Supermarktneuheiten aufgreift und vorstellt. Dazu gesellen sich einige Rezepte, Rätsel und Berichte über Foodtrends. Wenn jedoch Cake Pops im „Neuheiten-Magazin“ einer „Neuheiten-Box“ als großer neuer Foodtrend angepriesen werden, obwohl mittlerweile schon jeder zweite Supermarkt Fertigbackmischungen im Sortiment hat, erscheint das fast schon etwas lächerlich. Darüber hinaus sorgt ein aufgedruckter Preis von 1€ auf dem Magazin für leichte Verwirrung. Soll das reine Werbemagazin ernsthaft irgendwo zum Verkauf angeboten werden? Oder dem „Noozie“ nur vor Augen führen, welch hochwertiges Magazin er/sie da vorliegen hat?

    Brandnooz Box Oktober November 2013-1

    Anyway … das war drin in der Oktober-Box:

    Afri Cola „sugarfree“ (UVP 1,29€ / Launchtermin April): Die Light-Variante schmeckt etwas lascher und weniger süß als ihre Vollversion, ist geschmacklich aber trotzdem in Ordnung.

    Schokolata „Soft & Sweet“ (UVP 2,29€ / Launchtermin Mai): Eine leckere Mischung aus Cashewkernen, Mandeln, Cranberries und Vollmilchschokolade, die innerhalb einer DVD-Session weggeknabbert wurde. Nachkaufen würden wir so eine Mischung jedoch trotzdem nicht.

    Chiefs Milk Shake „Raspberry Falls“ (UVP 2,19€ / Launchtermin tba): Ein Milkshake aus der Schweiz nach amerikanischem Vorbild, allerdings ohne Zuckerzusatz – das verspricht zumindest die Packung. Der Shake ist ziemlich cremig und leicht fruchtig nach Himbeer schmeckend. Richtig toll schmeckt’s leider nicht und wird daher auch nicht nachgekauft. Dann lieber schnell selbst einen Milchshake mixen – diesen hier zum Beispiel.

    Pulmoll „Mixed Berry mit Acai“ (UVP 1,29€ / Launchtermin Juni): Nachdem mehrere Monate hintereinander Hals- oder Hustenbonbons in der Box waren, konnten wir eigentlich keine Bonbons mehr sehen. Die Acai-Mischung mit Stevia kam uns Erkältungsgeplagten diesmal jedoch mehr als gelegen. Fruchtig, lecker, passt.

    Erasco Kleine Mahlzeit „Bauerntopf mit Rindfleisch“ (UVP 1,99€ / Launchtermin Dezember 2012): Uaaah, das ist so gar nicht unser Ding. Ich bin dank des Rindfleisches ohnehin raus, Steffen wird’s als Notfallration mit zur Arbeit nehmen.

    Müller’s Mühle „Beluga Linsen“ (UVP 2,49€ / Launchtermin August): Unser Highlight der Oktober-Box! Wirklich lecker, vor allem in diesem Gericht!

    Livio „Natives Olivenöl Extra aus griechischen Oliven“ (UVP 4,49€ / Launchtermin Januar 2009): Livio gehört normalerweise zwar nicht in unser Standard-Olivenöl-Repertoire, aber Olivenöl kann man ja eh nie genug haben.

    Thomy „Gratin Sauce für Lasagne“ (UVP 1,39€ / Launchtermin Oktober): Vor solchen Soßen gruselt es uns eigentlich immer und wir kämen nie auf die Idee so etwas zu kaufen. Verwendung fand sie aber dennoch letzte Woche in unserer Reste-Gemüselasagne – vermischt mit den anderen Zutaten war die Soße sogar ganz ok.

    November-Box – das war drin:

    Kluth „Schoko Studentenfutter“ (UVP 2,29€ / Launchtermin Oktober): Huch, gab’s das nicht schon in der letzten Box? Ach nee, die hießen anders – der Inhalt war aber fast identisch. Zweimal hintereinander eine Nuss-Schoko-Mischung in der Box zu finden, ist dann doch etwas langweilig.

    Krüger „Coffeecano Typ Cappuccino“ (UVP 2,99€ / Launchtermin November): Der Cappuccino wurde den Instant-Cappuccino-Junkies in unserer Familie geschenkt. Bislang gab’s keine Beschwerden, das Cappuccinopulver war daher wohl ok.

    Maggi „So saftig garen Rahmlendchen mit Champignons und Schalotten“ (UVP 0,99€ / Launchtermin Oktober): Och nöö, nicht schon wieder dieses Maggi-Zeugs – braucht kein Mensch, als Vegetarierin sowieso nicht! Die Packung wurde verschenkt, doch auch bei den Beschenkten hielt sich die Begeisterung in Grenzen.

    Maya Mate (UVP 0,79€ / Launchtermin Juli): Lustige Verpackung, leckerer Inhalt. Der Mate-Tee aus der Dose ist ein ganz leckerer Kaffeeersatz, der gut gegen die Nachmittagsmüdigkeit hilft.

    Schapfenmühle „Hafer Cookies“ (UVP 1,69€ / Launchtermin Juni): Eine Fertigbackmischung für Kekse kam uns bislang, glaube ich, noch nie ins Haus. Wieso auch, wenn man im Handumdrehen selbst eine leckere Keksmischung zusammenrühren kann, wie z.B. White Chocolate Almond Cookies oder Zitronenkekse mit weißer Schokolade?

    DeBeukelaer „Kex Schoko-Butterkeks Vollmilch“ (UVP 1,29€ / Launchtermin Oktober): Diese Butterkekse mit Schokolade sind ein tolles Beispiel, wie die Lebensmittelindustrie Bedürfnisse schafft, die es vorher (bei uns zumindest) nicht gab: Kekse, denen an einem Ende der Schokoüberzug fehlt, damit man sich die Finger nicht verschmiert. Schon nicht unpraktisch und geschmeckt haben sie auch, aber ich glaube, die Welt wäre auch ohne diese „Innovation“ gut klargekommen.

    Funny-frisch „Kessel Chips Sweet Chili & Red Pepper“ (UVP 1,99€ / Launchtermin Mai 2012): Für Chips sind wir ja meistens zu haben, aber diese hier waren irgendwie nichts Ganzes und nichts Halbes – ganz schön lasch für „scharfe“ Chips, keine ordentliche Würze und irgendwie etwas pappig.

    Lindt „Hello Dark Chocolate Cookie“ (UVP 2,20€ / Launchtermin September): Yay, über diese Tafel haben wir uns wirklich gefreut, da sie einige der wenigen Hello-Sorten ist, die wir bislang nicht probiert haben. Aufgrund der Masse an Weihnachtsgebäck und der derzeitigen Schokoüberdosis muss sie allerdings noch etwas auf ihren Einsatz warten.

    Crodino (UVP 5,99/8er-Pack): Hatten wir das nicht schon einmal? Nein, dann war das wohl ein anderer Bitter. Dieser hier besteht aus über 30 Kräutern und Fruchtextrakten und schmeckt leicht orangig. Besonders mit Weißwein gemischt sehr lecker!

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    Deutschland, Gegessen, Gereist, Geteilt, Getestet, Getrunken, München

    In feiner Gesellschaft: Pasta-Workshop in der Genusswerkstatt

    Wenn man uns fragen würde, was wir nach drei Jahren in München aus der alten Heimat noch vermissen, stünde wohl ganz oben auf der Liste der riesige Marburger Rewe mit seinen unglaublichen Öffnungszeiten. Bis 24.00 Uhr konnte man dort die Zutaten für den spontanen Heißhunger auf Kuchen bekommen oder auch mal den ganz normalen Einkauf weit nach hinten verschieben. Die überaus geregelten Öffnungszeiten hier in Bayern, wo Supermärkte schon um 20.00 Uhr ihre Pfoten schließen, treiben uns dagegen manchmal immer noch zur Verzweiflung. Die KassiererInnen wird es freuen, aber wir vermissen unsere spätabendlichen Einkaufseskapaden schon ein wenig. Rewe sind wir trotzdem treu geblieben, immerhin liegt die nächste Filiale inzwischen keine zwei Minuten von der Haustür entfernt. Als wir dann vor Kurzem eingeladen wurden, bei einem gemütlichen Pasta-Kochabend die Produkte der Genussmarke REWE Feine Welt näher kennenzulernen, haben wir uns entsprechend gefreut und uns an einem Dienstagabend nach Haidhausen in die Genusswerkstatt aufgemacht.

    Rewe Feine Welt Pasta Workshop München-2

    In einer Runde mit netten FoodbloggerkollegInnen und Journalistinnen sollten wir in dem kleinen Kochstudio ein Menü serviert bekommen, das auf den Rewe-Produkten basierte und vor allem die Pastapalette vorstellte. Zunächst wurde sich bei einem Gläschen Sekt beschnuppert, erste Kochtipps von den gastgebenden KöchInnen eingeholt und einen Blick auf die bereits aufgebauten Feine-Welt-Produkte geworfen. Der erste Hunger wurde schnell mit kleinen Baguettescheiben gestillt, die mit einer Artischocken-Parmesan-Paste bestrichen waren, und derart gut schmeckten, dass ich meine KollegInnen morgen zum Mittagessen mit einer eigenen Variation dieser typischen italienischen Vorspeise beglücken werde.

    Rewe Feine Welt Pasta Workshop München-3

    Zwischen den folgenden vier Gängen versorgte uns Pauline, Sachgebietsleiterin bei Rewe, immer wieder mit Informationen zum Konzept der Produktreihe und probieren durften wir natürlich auch (der Ingwerhonig ist köstlich!). Insgesamt legt Rewe bei der Feine-Welt-Eigenmarke viel Wert auf natürliche Zutaten. So sollen keine Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe verwendet werden und dementsprechend kann es auch mal zwei Jahre dauern, bis aus dem Auftrag an einen Zulieferer ein marktreifes Produkt wird. Zwar ist das Auberginenpesto von REWE Feine Welt das einzige Supermarktpesto, das es regelmäßig als Notfallreserve in unsere Speisekammer schafft, doch wie viel Zeit und Arbeit es in Anspruch nimmt, so ein „einfaches“ Produkt zu entwickeln, war uns bislang nicht bewusst gewesen.

    Rewe Feine Welt Pasta Workshop München-4

    Entsprechend gespannt waren wir dann auch, was für ein Menü aus den vorgegebenen Grundzutaten entstehen würde. Für den ersten Gang wurde ein Salat angerichtet, der mit in Speck eingerollten Ziegenkäsetalern und einem sehr fruchtigen Traubensaftdressing daherkam. Dank der sorgsamen Blog-Recherche von Theresa von der Hamburger PR-Agentur Faktor 3 gab es für Sabrina eine vegetarische Alternative (vielen Dank noch mal an dieser Stelle!). Eigentlich hätten wir auch beim Abschmecken des Dressings helfen sollen, doch wie so oft an diesem Abend hatten wir uns (u.a. mit Alice und Christoph) festgequatscht. Geschmeckt hat die Kombination aus fruchtigem Traubensaft, deftigem Speck und Käse natürlich auch ohne unsere Hilfe hervorragend und die Teller waren blitzschnell leer gefuttert. Bei den folgenden Gängen mussten sich dann die Rewe-Pastasorten unter Beweis stellen, u.a. gab es Cappelletti (mit Trüffel gefüllt, sehr zu empfehlen!), die in einer würzigen Rinderbrühe (auf Grundlage des Fonds, den Rewe auch anbietet) schwammen und mit Trüffelspänen serviert wurden. Mein persönliches Highlight war aber eindeutig die Hauptspeise, eine Entenbrust, zu der mit Pilzen und Mascarpone gefüllte Nudeln und eine Soße zum Dahinschmelzen serviert wurden. Die Geflügelbrüste wurden kurz angebraten und dann bei 90°C im Ofen gegart, bis die Kerntemperatur 57°C im Fleisch betrug. Das Ergebnis war wunderbar zart und schmolz quasi auf der Zunge. Trotz eines Nachschlags (wäre ja auch schade um das schöne Fleisch gewesen) war für einen Nachtisch natürlich noch genügend Platz. Auch beim Dessert landeten Nudeln auf dem Teller – süße Pasta mit Aprikosen gefüllt, wunderbar angerichtet mit Mohnbutter, karamellisierten Aprikosen und Rosmarinschaum. Richtig lecker! Wenn euch die Aprikosen-Pasta also im Kühlregal mal über den Weg laufen, solltet ihr nicht lange zögern und zuschlagen.

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    Zum Ausklang eines schönen, leckeren und viel zu kurzen Abends erwartete alle TeilnehmerInnen noch eine prall gefüllte Tasche mit einer tollen Auswahl an REWE-Feine-Welt-Produkten. Auf dem Heimweg mussten wir also auch nicht verhungern.

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    Vielen Dank an Theresa von Faktor 3 und Pauline von Rewe für die Einladung zu diesem schönen Abend und an das Team der Genusswerkstatt (dort kann man im Übrigen auch Kochkurse buchen!) für die nette Bewirtung! Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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