Wer an japanische Suppen denkt, hat sicherlich zuerst eine dampfende Schüssel Ramen vor Augen. Doch trotz aller Begeisterung für diese vielfältige Nudelsuppe – wir tasten uns gerade an die Kunst der richtig guten vegetarischen Brühe heran –, gibt es derzeit Tage, an denen es uns nach weniger heißem Essen gelüstet. Wenn die Sonne das Thermometer auf über 30 Grad klettern lässt, braucht es eine erfrischendere Alternative. Glücklicherweise hält die japanische Küche auch dafür das passende Gericht bereit. Sagt hallo zur perfekten Sommerspeise: geeiste Sōmen mit Edamame und Zitrone.
Steffen
Rhabarber-Himbeer-Crumble mit Kokos – ein schnelles Dessert zum Abschluss der Rhabarbersaison.
Ihr müsst euch beeilen! Die Rhabarbersaison endet offiziell Ende Juni, und somit habt ihr nur noch wenig Zeit, diesen köstlichen Crumble mit Rhabarber, Himbeeren und Kokos zu probieren. Wir lieben das säuerliche Gemüse (ja, richtig gelesen, denn der Rhabarber zählt nicht zum Obst) und freuen uns jedes Frühjahr darauf, ihn im Kuchen zu verstecken oder zusammen mit den ersten Erdbeeren als Rhabarber-Tiramisu zu servieren. Wenn es allerdings schneller gehen muss, schieben wir gerne einen Crumble in den Ofen. Einfach ein wenig Obst schnippeln, fix einen Teig für Streusel oder ein anderes Topping zusammenkneten und wenig später duftet die ganze Wohnung. Weil er so wunderbar unkompliziert und eine prima Resteverwertung für Obst aller Art ist, lieben wir Crumble auch als Nachtisch. Noch warm aus dem Ofen, mit einer Kugel Eis – wen macht das nicht glücklich?
Spinatwaffeln mit grüner Soße – das hessische Nationalgericht schmeckt nicht nur in der klassischen Variante mit Pellkartoffeln wunderbar, sondern auch mit herzhaften Waffeln.
Gerade hat unser vierter Monat in Berlin begonnen und langsam realisieren wir, dass wir nicht mehr nur Tourist*innen in der Hauptstadt sind. Dennoch fühlt es sich immer noch merkwürdig an, bei einem Spaziergang plötzlich vor dem Brandenburger Tor zu stehen oder mit dem Auto über den Potsdamer Platz zu fahren. Essen hilft natürlich, den Neuanfang etwas einfacher zu gestalten. Neben den neuesten Foodtrends, die hier gefühlt wöchentlich aufploppen, sind es besonders altbekannte Rezepte, die das Wohlfühlen fördern und ein Stück Verbundenheit in die neue Heimat holen. Kaum ein anderes Gericht hat für uns so viel wohligen Soulfood-Charakter wie die grüne Soße. Natürlich haben wir das hessische Nationalgericht auch in Berlin schon einige Male zubereitet. Gerade jetzt, wo es wärmer wird und man sich nach lauwarmer bis kühler Küche sehnt, fährt man mit einem Teller Pellkartoffeln mit grüner Soße immer gut!
Ich habe ein Déjà-vu. Wir sind erneut im Lockdown und backen Bananenbrot – oder zumindest etwas Ähnliches: Mamorkuchen mit Banane und schwarzem Sesam. Kaum zu glauben, dass schon ein Jahr vergangen ist, seitdem Viren begonnen haben, unseren Alltag zu bestimmen. Nach dem Back-Hype im Frühjahr 2020 und #HefeGate ist allerdings wieder Normalität auf Instagram (okay, was ist dort schon normal?) und in den Supermärkten eingekehrt. Offensichtlich können die meisten Leute doch nicht unbegrenzt Kuchen essen. Auch bei uns steht immer noch mehr das Kochen im Mittelpunkt, geschlossene Restaurants und Homeoffice treiben uns fast täglich an den Herd. Das Homeoffice ist auch für den Mangel an Kuchen in unserem Haushalt verantwortlich. Denn wer wenn nicht die Kolleg:innen soll sonst die Reste eines ganzen Blechkuchens vertilgen?
// Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung //
Auch wenn das Jahr in vielerlei Hinsicht bescheiden war, lieferte es uns immerhin zahlreiche Gelegenheiten zum Kochen und Backen. Das Arbeiten im Homeoffice machte es möglich, auch mal am Mittag gemeinsam etwas aufwendiger zu kochen und vom üblichen Standard-Mittagspausen-Repertoire abzuweichen. Dazu beigetragen haben auch einige neue Kochbücher, die 2020 veröffentlicht wurden. Ich kann mich wirklich nicht erinnern, wann wir zuletzt so viele Rezepte aus Kochbüchern nachgemacht haben. Einige der Neuerscheinungen, in denen wir in den letzten Monaten eifrig gelesen haben, wollen wir euch hier vorstellen. Mit dabei: Must-haves wie der neue Ottolenghi, alte Bekannte wie Jamie Oliver, Deftiges für alle, die gerne vegan kochen und – wenn das Reisen in diesem Jahr schon viel zu kurz kam – absolute Fernwehküche, die uns nach Japan, Mexiko und Palästina entführt.
Wenn ihr also noch ein Last-minute-Weihnachtsgeschenk sucht und keinen Mist verschenken oder euch selbst mit Lesestoff für die Feiertage eindecken wollt, ist hier vielleicht das eine oder andere spannende Kochbuch für euch dabei. Mit diesem ausufernden Post verabschieden wir uns auch in die Weihnachtspause – wir wünschen euch schöne, entspannte und vor allem schmackhafte Feiertage und freuen uns, wenn ihr hier am 31.12. zur traditionellen Foodblogbilanz wieder reinschaut.
Langsam, aber sicher wird es auch bei uns etwas weihnachtlicher. Das schlägt sich auch kulinarisch nieder. Wir tüddeln wieder länger in der Küche, der Einsatz von Zimt und Kardamom nimmt rapide zu und wir machen uns erste Gedanken über das Weihnachtsmenü. Denn auch wenn dieses Jahr alles anders ist, kleiner, reduzierter, ruhiger, heißt das nicht, dass wir beim Essen Kompromisse eingehen müssen. Auch in kleiner Runde darf an Weihnachten groß aufgefahren werden. Und wir setzen mal wieder ganz auf vegetarischen Braten, konkret auf Nussbraten mit Halloumi, vielen Kräutern und Granatapfelkernen.
// Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung //
Aktuell geht es auf dem Blog etwas ruhiger zu, denn nicht nur die Auswirkungen der aktuellen Beschränkungen beschäftigen uns, sondern auch die Wohnungssuche in Berlin. Dabei wäre Letzteres schon unter normalen Umständen und ohne Pandemie eine Herausforderung. Zwischen dem ständigen Aktualisieren von Immobilienportalen, dem Verfassen von Bewerbungen für mögliche Traumwohnungen und dem üblichen Arbeitsstress bleibt weniger Zeit fürs Kochen und Bloggen als gewünscht, und neue Rezeptideen fallen auch nicht einfach so vom Himmel. Gut, dass hier gerade so viele neue Kochbücher herumliegen (kommt Zeit, kommt eine kleine Vorstellungsrunde) und wir uns einfach dort Inspiration holen können. Eines dieser Bücher ist das kürzlich im Becker Joest Volk Verlag erschienene “Deftig Vegan”, das genau unseren Geschmack trifft.
In den letzten Wochen sind hier einige neue Kochbücher eingezogen (ja, ja, es ist natürlich besonders schlau, sich vor dem Umzug noch mehr Gewicht ans Bein zu binden …) und wir probieren seitdem fleißig neue Rezepte aus. Im Kochbuch “Palästina” von Sami Tamimi und Tara Wigley* sind uns schon beim ersten Durchblättern die Hefeschnecken mit Sumach-Zwiebeln und Kräuteröl ins Auge gestochen. Hefeschnecken lieben wir sowieso, und die Idee einer herzhaft-würzigen Variante klang vielversprechend. Gerade auch, weil wir Sumach, ein fruchtig-säuerliches Gewürz aus der Levanteküche (findet ihr zum Beispiel im türkischen Supermarkt), lieben und davon ohnehin einen Jahrzehntevorrat im Haus haben. Es erfordert zwar etwas Zeit, bis das luftige Hefegebäck endlich auf dem Tisch steht (der Teig sollte am besten über Nacht gehen), aber die Arbeit lohnt sich. Wie bei allen Hefeschnecken isst man auch diese am besten frisch oder friert sie sofort ein. Wir haben außerdem die Menge der Zwiebel-Zimt-Sumach-Füllung etwas erhöht, um sie noch etwas saftiger zu machen.