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Spinat-Ziegenkäse-Tartelettes mit Ei – das perfekte Osterrezept

Spinat-Ziegenkäse-Tartelettes mit Wachtelei auf einem Holzbrett Rezept

Die kleinen Spinat-Ziegenkäse-Tartelettes mit Ei sind ideal für den Osterbrunch. Die Kombination aus knusprigem Polenta-Mürbeteig, cremiger Ziegenkäse-Spinat-Füllung und kleinem Wachtelei on top macht diese Tartelettes zum perfekten Frühlingsrezept. Ob zum Osterfrühstück oder als Vorspeise – unser einfaches vegetarisches Rezept für die Mini-Tartes lässt sich super vorbereiten.

Kaum ist der März da, rast die Zeit und Ostern steht schon fast wieder vor der Tür. Auch wenn wir nicht mehr an den Osterhasen glauben (lasst das nicht eure Kinder lesen) und niemand mehr für uns Eier versteckt (Frechheit!), lieben wir es nach wie vor, an Ostern zu brunchen. Ein ausgiebiges Osterfrühstück gehört zum Frühling einfach dazu! Der Osterbrunch bietet zudem die perfekte Gelegenheit, um sich vom Winter und seinen eher schweren, deftigen Gerichten zu verabschieden und es in der Küche wieder etwas frischer und bunter angehen zu lassen. Schließlich beschert uns der März nicht nur sonnigeres Wetter, sondern auch viele grüne Zutaten. Der erste Spinat will verarbeitet werden, die ersten Bärlauchblätter duften im Wald und auch den ersten Spargel haben wir schon auf dem Wochenmarkt gesichtet.

Die Lust aufs Grüne und auf den traditionellen Osterbrunch haben wir in diesem Rezept vereint: Spinat-Ziegenkäse-Tartelettes mit Ei, die sich perfekt fürs Osterfrühstück eignen. Auf knusprigem Mürbeteigboden treffen sich Babyspinat und Pinienkerne in einer samtigen Ziegenkäsecreme mit Ei und Knoblauch. Ein kleines Wachtelei on top sorgt für einen niedlichen Oster-Look. Die kleinen Tartelettes lassen sich super vorbereiten und für den unwahrscheinlichen Fall, dass nicht alle sofort aufgefuttert werden, auch prima einfrieren. Ob als herzhafter Star eures Osterbrunchs, als kleine Vorspeise zum Festtagsmenü oder einfach so, um den Frühling zu feiern – diese Spinat-Ziegenkäse-Tartelettes passen einfach perfekt in die Ostersaison.

Knusprige Tartelettes mit Spinat, Ziegenkäse und Ei - Osterrezept

Was ist Blindbacken – und warum ist dieser Schritt wichtig?

Wer schon mal Tartelettes, eine Tarte oder eine Quiche gebacken hat, ist ziemlich sicher über einen Begriff gestolpert: Blindbacken. Klingt komplizierter als es ist. Blindbacken bedeutet, dass ein Teigboden (oft Mürbeteig) ohne Füllung vorgebacken wird. Dabei wird der Teig mit einem Gewicht beschwert, damit er beim Backen nicht aufgeht oder Blasen wirft, an den Rändern seine Form behält und insgesamt schon etwas knuspriger wird. Dazu wird der ausgerollte Teig zunächst in die eingefettete Form bzw. Formen gelegt und am Boden und an den Rändern gut angedrückt. Dann wird der Teigboden mit einer Gabel mehrmals eingestochen und mit Backpapier ausgelegt. Das Backpapier wird dann mit getrockneten Hülsenfrüchten (Kichererbsen, Erbsen, Linsen oder Bohnen funktionieren prima), Reis oder speziellen Backerbsen beschwert und im vorgeheizten Ofen etwa 15 Minuten vorgebacken. Das Gewicht hält den Boden in Form.

Der entscheidende Grund, warum man diesen Schritt nicht überspringen sollte: Ohne Blindbacken kann der Teigboden weich und matschig werden, sobald die feuchte Füllung hinzugefügt wird. Gerade bei einer cremigen Eier-Käse-Masse wie hier bei unserer Ziegenkäsefüllung ist das ein Problem. Die 15 Minuten im Ofen mit Gewicht sorgen dafür, dass der Teig schon eine stabile Grundstruktur entwickelt, bevor die Füllung einziehen kann. Das Ergebnis ist ein knuspriger goldbrauner Tartelette-Boden.

Die getrockneten Hülsenfrüchte oder anderen Zutaten, die ihr fürs Beschweren benutzt, danach bitte nicht mehr zum Kochen verwenden. Ihr könnt sie aber in ein Glas füllen und immer wieder fürs Blindbacken nutzen.

Mehr Rezepte für den Osterbrunch

Ihr sucht noch mehr Rezeptideen, die zu Ostern passen und euren Brunch- oder Frühstückstisch bereichern? Hier findet ihr unsere liebsten Osterrezepte, von herzhaft bis süß:

Vegetarische Spinat-Tartelettes mit cremiger Ziegenkäse-Füllung und Ei

Ziegenkäse-Spinat-Tartelettes mit Ei (Rezept für 7 Stück mit 12 cm Ø)

Zutaten

  • 250 g Mehl + etwas mehr zum Ausrollen
  • 50 g Polentagrieß
  • 1 EL Zucker
  • Salz
  • 150 g kalte Butter + etwas mehr zum Einfetten der Formen
  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 500 g Babyspinat
  • 1 EL Olivenöl
  • 35 g Pinienkerne
  • Muskatnuss, frisch gerieben
  • Pfeffer
  • Piment d’Espelette (oder andere Chiliflocken)
  • 200 g Ziegenfrischkäse
  • 3 Eier
  • 100 ml Milch
  • 7 Wachteleier (erhältlich in gut sortierten Supermärkten oder auf Wochenmärkten)

Zubereitung

  1. Mehl, Polentagrieß, Zucker und 1 TL Salz in einer Schüssel vermengen. Die kalte Butter in Stückchen schneiden und dazugeben. Nach und nach 100 ml eiskaltes Wasser unterrühren, bis sich alles gerade so verbunden hat, dabei nicht zu lange kneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
  2. Währenddessen die Schalotten und den Knoblauch schälen und fein hacken. Den Spinat waschen und trocken schleudern. Das Öl in einer Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen, dann die Schalotten und den Knoblauch kurz darin andünsten. Die Pinienkerne dazugeben und kurz mitrösten. Den Spinat hinzufügen und zusammenfallen lassen. Alles kräftig mit etwas Muskat, Salz, Pfeffer und Piment d’Espelette würzen und die Pfanne vom Herd nehmen.
  3. Den Ofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. 7 Tartelette-Förmchen (mit ca. 12 cm ∅ – wir verwenden solche mit herausnehmbaren Böden*) mit etwas Butter einfetten. Den Mürbeteig aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche kurz durchkneten und in 7 gleich große Portionen teilen. Jedes Teigstück rund und etwas größer als die Förmchen ausrollen, dann die vorbereiteten Förmchen damit auskleiden und den Teig am Boden und Rand gut andrücken. Überschüssigen Teig abschneiden. Den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen. Den Teig mit Backpapier abdecken, die Formen mit getrockneten Hülsenfrüchten o. Ä. zum Blindbacken auffüllen und die Böden 15 Minuten im Ofen backen.
  4. In der Zwischenzeit den Ziegenfrischkäse mit Eiern und Milch in einer Schüssel zu einer glatten Masse verrühren. Die abgekühlte Spinatmischung unterrühren. Die vorgebackenen Tartelettes aus dem Ofen nehmen, das Backpapier samt Hülsenfrüchten entfernen. Die Spinat-Ziegenkäse-Masse gleichmäßig auf den Böden verteilen und mit einem Löffel kleine Mulden in die Mitte der Tartelettes drücken. Die Wachteleier einzeln in eine kleine Schale schlagen und jeweils 1 Ei in die Mulden der Tartelettes gleiten lassen. Die Spinat-Tartelettes in etwa 30 Minuten auf der mittleren Schiene des Ofens goldbraun backen. Die Spinat-Ziegenkäse-Tartelettes aus dem Ofen nehmen und noch warm oder abgekühlt servieren.

Tipp: Füllung variieren

Wer mag, variiert die Füllung je nach Lust und Saison. Statt Spinat könnt ihr auch Bärlauch verwenden, zerbröckelter Feta funktioniert als würzige Alternative zum Ziegenkäse.

Tipp: Tartelettes einfrieren und aufwärmen

Lassen sich die Tartelettes einfrieren? Ja, und das sogar ziemlich gut. Dafür die fertig gebackenen Tartelettes abkühlen lassen und einzeln oder gestapelt und getrennt durch ein Stück Alufolie in einem Gefrierbeutel einfrieren. Beachtet dabei, dass das Eigelb nach dem Auftauen etwas von seiner Textur verlieren kann (geschmacklich hat das jedoch keine Auswirkung). Wer das vermeiden möchte, friert die Tartelettes ohne Ei ein und schlägt die Wachteleier erst vor dem Aufbacken frisch auf die Tartelettes.

Wie aufwärmen, ohne dass der Boden matschig wird? Die Mikrowelle ist hier euer Feind, denn sie macht den knusprigen Polenta-Mürbeteig schnell weich. Viel besser funktioniert das Aufwärmen im Backofen: Dazu die Tartelettes im vorgeheizten Ofen bei 160 °C Ober-/Unterhitze in etwa 10–15 Minuten aufwärmen, bis sie gleichmäßig warm sind.

Angeschnittene Spinat-Tartelette zeigt cremige Ziegenkäse-Füllung

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