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    Kannste heiraten: Edamame-Fenchel-Salat mit Sellerie und kandierten Zitronen

    Edamame-Fenchel-Salat mit Sellerie und kandierten Zitronen Rezept Feed me up before you go-go-1

    Wenn ich ein Gericht heiraten dürfte, wäre es dieses! Eventuell habe ich das schon zu anderen gesagt (zu ihm ganz bestimmt und auch bei ihm war es Liebe auf den ersten Bissen). Doch diesmal meine ich es ernst! Merkwürdigerweise sind es fast immer Salate, in die ich mich phasenweise festbeiße – am liebsten gleich mehrmals die Woche. Kennengelernt haben wir uns vor etwa neun Monaten in Boston. Im völlig zu Recht gehypten asiatischen Indie-Diner Myers + Chang stand er vor mir, ein kleiner unschuldiger Traum in Hellgrün, der eine wahre Geschmacksexplosion auslöste: Edamame, Fenchel, Sellerie, Petersilie, kandierte Zitrone, schwarzer Sesam. Wumms! Auch wenn die einzelnen Zutaten auf den ersten Blick vielleicht nicht wahnsinnig außergewöhnlich erscheinen, schmeckt deren Kombination so anders und überraschend, dass uns das kleine Wunderwerk der amerikanischen Köchin und Pâtissière Joanne Chang seitdem nicht mehr aus dem Kopf ging. Wie es der Zufall wollte, reisten wir drei Wochen durch die USA, ohne zu wissen, dass wir das Rezept des Edamame-Salats längst in der Tasche hatten. Bereits am Morgen vor dem Besuch im Myers + Chang hatte uns eine Mandel-Brioche im ebenfalls von Joanne Chang geführten Café Flour derart begeistert, dass wir gleich das passende Buch mitnahmen, um schließlich erst zu Hause festzustellen, dass das Rezept des besagten Salats sich auch darin befindet. Ein Glückstreffer! Umso mehr hoffen wir, dass die Euphorie für diesen asiatisch angehauchten Salat auch auf euch überspringen wird. Verheiratet ist er jetzt allerdings schon.

    Edamame-Fenchel-Salat mit Sellerie und kandierten Zitronen Rezept Feed me up before you go-go-2

    Edamame-Fenchel-Salat mit Sellerie und kandierten Zitronen (für 4 Personen als Vorspeise oder 2 Personen als Hauptspeise):

    Für das Dressing*

    (*Natürlich könnt ihr auch gleich die doppelte Menge vom Dressing zubereiten, es hält sich verschlossen im Kühlschrank mindestens zwei Wochen)

    1 Bio-Zitrone
    100 g Zucker
    200 ml Wasser
    30 ml Reisessig
    25 ml Sojasoße
    1 EL Zucker
    1/2 EL Sesamöl
    Einige Spritzer Tabasco (oder eine andere Hot Sauce)
    Salz, Pfeffer

    1. Die Zitrone waschen, dann mit Schale in möglichst dünne Scheiben schneiden. Die Zitronenscheiben, Zucker und Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und bei niedriger Hitze ca. 1 Stunde ohne Deckel simmern lassen. Dabei ab und an umrühren. Die Zitronenscheiben sollten am Ende leicht glasig sein. Anschließend im Sirup erkalten lassen und alles bis zur Zubereitung des Dressings im Kühlschrank aufbewahren.

    2. Die restlichen Zutaten miteinander verrühren, dann die kandierten Zitronen klein schneiden, inkl. des Großteils des gelierten Sirups hinzugeben und gut verrühren. Nach Geschmack mit Tabasco, Salz und Pfeffer würzen. Wer es süßer mag, gibt noch den Rest des Sirups hinzu.

    Für den Salat

    300 g TK-Edamame
    1 große Fenchelknolle
    6 Stangen Sellerie
    2 Schalotten
    1 Handvoll Petersilie
    2 TL Sesamsamen

    1. Die Edamame in Salzwasser ca. 5 Minuten kochen, dann mit kaltem Wasser abschrecken und aus der Schote lösen. Den Fenchel waschen, vierteln, vom Strunk befreien und in dünne Streifen schneiden. Den Sellerie ebenfalls waschen, dünn schneiden, dann die Schalotten schälen, halbieren und ebenso verfahren. Die Petersilie waschen, trocken schütteln und grob hacken. Den Sesam in einer Pfanne ohne Öl kurz anrösten.

    2. Bis auf den Sesam alles in einer Schüssel vermengen, das Dressing darübergießen, gut durchmischen und sofort mit Sesamsamen betreut servieren.

    Edamame-Fenchel-Salat mit Sellerie und kandierten Zitronen Rezept Feed me up before you go-go-3

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    Auf Vorrat: Rote-Bete-Relish

    Rote-Bete-Relish Rezept Feed me up before you go-go-3

    Als meine Kollegin letztens in den Urlaub fuhr, hat sie uns netterweise ihre Kiste vom Kartoffelkombinat überlassen. Dahinter verbirgt sich nicht einfach eine normale Abo-Gemüse-Kiste, sondern vielmehr die Teilhaberschaft an einer Obst- und Gemüse-Genossenschaft. Das bedeutet, dass man keine feste Menge an Obst und Gemüse bekommt, sondern sich der Anteil vielmehr an den Ernteerträgen orientiert. Dementsprechend ist der Inhalt der Kiste noch stärker saisonal ausgerichtet als bei anderen Anbietern und wir hatten plötzlich eine große Menge Rote Bete zu verarbeiten (anscheinend war die Ernte besonders gut verlaufen).

    Wir mögen Rote Bete zwar sehr, verwenden die erdigen Knollen aber eher in Maßen. Nachdem wir also unser Standard-Pastarezept gekocht und Flammkuchen damit belegt hatten (auch sehr zu empfehlen!), war unser Hunger auf Rote Bete vorerst gestillt. In weiser Voraussicht, dass dieser jedoch bald wiederkommen würde, haben wir kurzerhand eingekocht. Dieses Relish ist der perfekte Begleiter durch den Winter; es lässt sich z.B. wunderbar mit Käse auf einer Scheibe Brot kombinieren, für einen winterlichen Burger verwenden oder mit angebratenem Nusstofu in eine kleine Vorspeise verwandeln. Wer kein Fan von Roter Bete ist, sollte das Relish dennoch probieren, denn der erdige Geschmack wird durch die Apfel- und Tomatenaromen gut im Zaum gehalten.

    Rote-Bete-Relish Rezept Feed me up before you go-go-2

    Rote-Bete-Relish (für ca. 1 l Relish):

    500 g gekochte und geschälte Rote Bete
    3 kleine Äpfel (ca. 350-400 g)
    130 g Zucker
    150 ml Apfelessig
    100 ml Apfelsaft
    3 EL Tomatenmark
    2 EL Balsamicoessig

    1. Die Rote Bete grob raspeln (dabei am besten Handschuhe anziehen!). Die Äpfel waschen und ebenfalls bis auf das Kerngehäuse raspeln. Äpfel und Rote Bete zusammen mit den restlichen Zutaten in einen Topf geben, verrühren, aufkochen und ca. 20-30 Min. bei mittlerer Hitze einkochen lassen. Die Masse sollte schön angedickt sein.

    2. Die Rote-Bete-Apfel-Mischung noch heiß in sterilisierte Gläser füllen, Deckel zudrehen, umdrehen und 5 Min. auf dem Kopf stehen lassen. Anschließend abkühlen lassen und an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahren.

    Rote-Bete-Relish Rezept Feed me up before you go-go-4

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    Frühstücksliebling: veganes Pfirsich-Mandel-Porridge mit Chia und Vanille

    Veganes Pfirsich-Mandel-Porridge mit Chia und Vanille Rezept Feed me up before you go-go-1

    Wenn mitten im Kürbismonat der Sommer noch einmal ausbricht, Menschen Jacken von sich werfen und Nasenspitzen von der Sonne rot gefärbt werden, darf es auch auf dem Teller ein kleines sommerliches Comeback geben. In der Frühstücksschüssel, um genau zu sein – denn auch wenn das wärmende Porridge so manch frostigen Oktobermorgen erträglicher werden lässt, steht es noch mit einem Bein (und einer Handvoll Weinbergpfirsichen) im Spätsommer. Eine kulinarische Übergangsjacke sozusagen, die unserem bisherigen Lieblingsporridge gefährlich werden könnte. Also, kratzt die Reste der warmen Jahreszeit noch mal zusammen, bevor wir bald vollends in Zimt- und Kardamomwolken verschwinden, nur noch durch Schalschlitze gucken und auf den vielen Schnee und die glatten Straßen schimpfen

    Veganes Pfirsich-Mandel-Porridge mit Chia und Vanille (für zwei Portionen):

    3 Weinbergpfirsiche
    125 g grobe Haferflocken
    350 ml Sojamandelmilch
    1 TL Agavendicksaft
    Mark einer ½ Vanilleschote
    1 TL Chiasamen
    Ein guter Schuss Amaretto
    20 g Mandelblättchen

    1. Die Pfirsiche waschen – zwei davon in kleine Stücke schneiden und zusammen mit Haferflocken, Mandelmilch, Agavendicksaft, Vanille, einem ½ TL Chiasamen und Amaretto in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze unter Rühren etwa 5 Minuten köcheln lassen, bis die Haferflocken weich sind. Falls die Masse zu dickflüssig ist, kann noch etwas Mandelmilch hinzugefügt werden. Den dritten Pfirsich in Spalten schneiden und zur Seite stellen.

    2. Die Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze anrösten. Das Porridge vom Herd nehmen und sofort in kleine Schüsseln füllen. Mit Pfirsichspalten, Mandeln und restlichen Chiasamen belegen und gleich weglöffeln. Guten Appetit!

    Veganes Pfirsich-Mandel-Porridge mit Chia und Vanille Rezept Feed me up before you go-go-2

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    Gekocht, Gemixt

    Sommerdrink am Stiel: Erdbeer-Mojito-Popsicles

    Erdbeer-Mojito-Popsicles Eis Rezept Feed me up before you go-go-3

    Das heißeste Wochenende des Jahres verlangt nach besonderen Maßnahmen. Wenn die Hitze das Hirn zerfrisst, Körper zerfließen und einem drückende Wärme die Luft zum Durchatmen nimmt, will jede Bewegung in der Küche wohlüberlegt sein. Selbst gekocht wird hier schon seit Tagen nicht mehr. Erdbeeren waschen, Minze zupfen – das geht gerade noch so. Richtig schweißtreibend dagegen schon das Auspressen von Limetten. Doch viel mehr braucht es zum Glück auch nicht. Zur Erholung noch schnell ein Mittagsschläfchen im Schatten (oder auf den kalten Badezimmerfliesen), anschließend wird der beschwerliche Gang zum Kühlschrank mit den kühlsten und erfrischendsten Mojitos, die man sich nur vorstellen kann, belohnt. Mit eisgekühlten Drinks am Stiel lässt sich der Rest des Sommers vielleicht etwas stilvoller ertragen. Cheers!

    Erdbeer-Mojito-Popsicles Eis Rezept Feed me up before you go-go-1

    Erdbeer-Mojito-Popsicles (für ca. 1,5 l):

    400 g Erdbeeren
    1 Handvoll Minzblätter
    Saft von einer Limette
    4 EL Agavendicksaft
    210 ml Wasser
    40 ml brauner Rum
    250 g Eiswürfel
    Holzstiele

    1. Erdbeeren waschen und das Grün entfernen. Minzblätter waschen und zusammen mit Erdbeeren, Limettensaft, Agavendicksaft, Wasser, braunem Rum und Eiswürfel in einen Mixer geben und gut pürieren.

    2. Den Erdbeer-Mix in Eisformen füllen und jeweils einen Holzstiel in die Mitte der Formen stecken. Ins Gefrierfach stellen, bis das Eis komplett gefroren ist. Die Eisformen kurz in warmes Wasser tauchen, damit sich die Popsicles gut herauslösen lassen.

    Tipp: Da es so viele unterschiedliche Eisformen gibt, messt eure Formen am besten vorher aus und passt das Rezept an die Größe eurer Formen an.

    Erdbeer-Mojito-Popsicles Eis Rezept Feed me up before you go-go-2

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    Gegessen, Gereist, Getrunken, New York, USA

    Caféreise um die Welt: The Butcher’s Daughter in New York

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    Heute sind wir zu Gast bei Cooking World Tour, denn die liebe Becky hatte passend zur Reisezeit die großartige Idee, eine Gastbeitragsreihe ins Leben zu rufen, in der FoodbloggerInnen ihre Lieblingscafés auf der ganzen Welt vorstellen. Mittlerweile ist dort schon eine eindrucksvolle Sammlung von schönen Cafés und persönlichen Tipps entstanden – falls ihr also noch Inspiration für den nächsten Urlaub sucht, ist die „Caféreise um die Welt“ sicher eine gute Quelle!

    Da wir unsere beiden liebsten Hobbys Kulinarik und Reisen auch so gerne miteinander verbinden, freuen wir uns natürlich, dass auch wir einen Cafétipp zu Beckys Sammlung beisteuern dürfen. Wer unsere Food Guides (z.B. zu Brooklyn und Manhattan) aufmerksam verfolgt, dem ist dort bestimmt schon ein New Yorker Café ins Auge gestochen, das es uns ganz besonders angetan hat: The Butcher’s Daughter. Ein paar Impressionen haben wir hier für euch zusammengestellt; um zu unserem ausführlichen Bericht über das hübsche kleine Café in NoLIta zu kommen, klickt doch mal zu Beckys Caféreise rüber!

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    Ab auf den Grill: Schnelle Seitanwürste für das vegane BBQ

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    Juhuu, der Sommer ist da (zumindest behauptet das der Kalender)! Das bedeutet nicht nur, dass eingestaubte Flipflops und Badehosen herausgekramt werden, sondern auch endlich wieder die Kohlen glühen. Wir sind zum Glück mit einem Balkon und einem rauchfreien Grill gesegnet, sodass dem schnellen Brutzeln zu Hause nichts im Wege steht – wobei der nahe Park oder das Isar-Ufer natürlich auch sehr verlockend sind. Da bei uns nicht nur Fleisch auf die Teller kommt, sind wir immer auf der Suche nach passenden vegetarischen oder veganen Grillrezepten. In diesem Jahr haben wir dabei unsere Vorliebe für zwei sehr simple Grillbegleiter entdeckt. Neben grünem Spargel, den wir einfach mit etwas Olivenöl, Honig und Salz marinieren und dann roh auf den Rost legen, sind es selbst gemachte vegane Seitanwürste (inspiriert von diesem Rezept), die uns eigentlich schon seit April den Grill anschmeißen lassen. Die Zubereitung ist dank Seitan-Fix aus dem Bio-Supermarkt wirklich einfach und euren geschmacklichen Experimenten sind mit diesem Grundrezept keine Grenzen gesetzt. Was landet bei euch denn aktuell auf dem Grill?

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    Vegane Seitanwürste mit Tofu und Kräutern (für 6-8 Würste):

    100 g Naturtofu
    200 g Wasser
    40 g Öl
    2 TL Salz
    2-3 TL Gewürze und Kräuter nach Belieben
    140 g Seitan-Fix/Weizengluten

    1. Tofu, Wasser, Öl und Gewürze in eine Küchenmaschine geben oder mit dem Pürierstab gut durchmixen. Abschmecken und ggf. nachwürzen (dabei beachten, dass die Intensität mit dem Backen noch zunimmt, doch zu sparsam sollte man auch nicht sein, sonst schmeckt die Wurst am Ende nach nichts).

    2. Das Seitan-Fix hinzufügen und zusammen zu einer geschmeidigen, feuchten Masse verkneten. Den Ofen auf 150°C vorheizen.

    3. Jeweils etwa 70-80 g der Masse auf ein Stück Alufolie geben, dabei etwas lang ziehen. Dann fest einrollen, bis man 2-3 Lagen Alufolie um die Wurst gewickelt hat. Die Enden vorsichtig eindrehen, damit eine feste Rolle entsteht. Mit der restlichen Masse genauso verfahren.

    4. Die Alufolienrollen in eine Auflaufform oder aufs Backblech geben und auf mittlerer Schiene ca. 45-55 Min. im Ofen garen. Die Würste sind gut, wenn man kein „Kaugummigefühl“ mehr im Mund hat. Abkühlen lassen und im Kühlschrank lagern. Am besten schmecken die Würste, wenn sie etwas durchgezogen sind.

    5. Die Alufolie abwickeln und die Würste auf dem Grill oder in der Pfanne knusprig anbraten.

    Tipp: Dieses Grundrezept lässt sich über die Gewürze ganz einfach an den eigenen Geschmack anpassen. Wir haben beispielsweise schon mit Bärlauch experimentiert oder für den Restaurant Day eine scharfe Version mit Chiliflocken und Rauchpaprika ausprobiert. Auch eine asiatisch inspirierte Variante, z.B. mit Koriander oder Curry, klappt sicher super. Die Würste lassen sich in der Alufolie auch hervorragend einfrieren und bei Gelegenheit bzw. Hunger schnell wieder auftauen.

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    Aller guten Dinge sind fünf: Fenchel-Blutorangen-Salat mit Avocado, Granatapfel und Dill

    Fenchel-Blutorangen-Salat mit Avocado, Granatapfel, Dill Rezept-4-2

    Der folgende Salat brauchte ganze fünf Anläufe. Nicht etwa, weil er so schwierig zuzubereiten oder das Rezept nicht stimmig wäre, sondern weil die Kombination aus Fenchel, Blutorangen, Avocado, Granatapfel und Dill so lecker ist, dass wir ihn unbedingt mit euch teilen wollten. Mit Fotos versteht sich. Doch genau da lag das Problem. Nach dem ersten Probeessen und den Salat für gut befinden (an mehr als ein farblich fragwürdiges Instagram-Bildchen war spät abends nicht zu denken), folgten vier weitere Einkäufe, mit der Absicht, den Fenchel-Blutorangen-Salat blogtauglich zu fotografieren. Doch sämtliche Versuche scheiterten – von fehlender „Ach, jetzt isses doch schon wieder 20.30 Uhr, dunkel draußen, stürmt und schneit“-Lichtquelle bis mangelnder Selbstbeherrschung („Boah, ich bin so hungrig und sterbe, wenn ich nicht sofort die ganze Schüssel aufesse!“) und sich erst sonntags bemerkbar machender Einkaufsdemenz („Ich könnte schwören, dass ich einen Granatapfel gekauft habe!!!“) war so ziemlich alles dabei.

    Gut, dass es uns nicht mit allen Gerichten so geht, das würde die (ohnehin gerade etwas leidende) Blogpostfrequenz doch deutlich verringern. Aber aller guten Dinge sind ja bekanntlich fünf! Und obwohl uns der nordafrikanisch anmutende Salat nun mehrere Wochen begleitet hat, haben wir ihn auch nach dem fünften Mal noch nicht über und werden ihn sicher schon bald wieder kredenzen. Ich denke, das spricht eindeutig für den Salat!

    Fenchel-Blutorangen-Salat mit Avocado, Granatapfel, Dill Rezept-1

    Fenchel-Blutorangen-Salat mit Avocado, Granatapfel und Dill (als Hauptspeise für 2 Personen):

    1 Fenchelknolle
    5 Radieschen
    3 Blutorangen
    1 Avocado
    ½ Granatapfel
    2-3 Zweige Dill

    Für das Dressing

    2 EL frisch gespresster Blutorangensaft
    2 EL Olivenöl
    1 TL Dijonsenf
    Meersalz, Pfeffer

    1. Den Fenchel waschen, längs halbieren, den Strunk entfernen und in schmale Streifen schneiden. Die Radieschen waschen und in dünne Scheiben schneiden. Die Blutorangen schälen, ringsum das Weiß entfernen und die Orangen in Scheiben schneiden. Die Avocado schälen und in Spalten schneiden. Die Kerne des Granatapfels auslösen. Den Dill waschen, trocken schütteln und die Spitzen abzupfen.

    2. Für das Dressing alle Zutaten in einer kleinen Schüssel miteinander verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

    3. Die geschnittenen Zutaten für den Salat in eine große Schüssel geben, das Dressing darübergießen und vorsichtig durchheben.

    Fenchel-Blutorangen-Salat mit Avocado, Granatapfel, Dill Rezept-2-2

    Das Rezept für den Fenchel-Blutorangen-Salat stammt übrigens aus dem ganz wunderbaren Buch „Zu Gast in Marokko. Verführerische Rezepte einer kulinarischen Reise„, das vor Kurzem im Callwey Verlag erschienen ist. Eine ausführliche Buchvorstellung folgt hier in der kommenden Woche. Heute verraten wir euch jedoch schon, dass ihr das Buch ab nächsten Donnerstag sogar gewinnen könnt. Am 23.04. ist Welttag des Buches und auch in diesem Jahr nehmen wir wieder an der schönen Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ teil, in deren Rahmen wir diesmal ein Exemplar von „Zu Gast in Marokko“ verlosen. Alle Infos dazu findet ihr hier ab dem 23.04. – wir freuen uns natürlich, wenn ihr uns dann wieder besucht!

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    Gekocht, Gelesen

    All you can tapa: vegane Kartoffel-Apfel-Spinat-Türmchen mit getrockneten Tomaten und Sherry-Rosinen {Buchvorstellung: Tapas vegetarisch}

    Kartoffel-Apfel-Spinat-Türmchen mit getrockneten Tomaten und Sherry-Rosinen Rezept-3-2

    VegetarierInnen und die spanische Küche haben es manchmal nicht leicht miteinander. Klingen ausgedehnte Tapas-Abende in Madrid, Sevilla oder San Sebastián aus der Ferne noch so verführerisch, holt einen vor Ort schnell die spanische Realität in Form von Ibérico-Schinken, Chorizo, Hähnchen in Mandelsoße, Fisch und Meeresfrüchten ein. Für Fisch- und Fleischesser ein kulinarisches Paradies, doch für den vegetarischen Gaumen bleiben auf den ersten Blick oft nicht mehr als Patatas bravas, Tortilla oder Piminetos de padrón (auch wenn ich mich allein davon wochenlang ernähren könnte …). Grundkenntnisse der spanischen Sprache helfen da jedoch weiter, lassen sich so zumindest ein paar vegetarische Alternativen abseits der Karte erfragen. Doch auch im Gespräch wird schnell klar, dass „vegetarisch“ im Land der Pata Negra oftmals Auslegungssache ist: manche gießen das „vegetarische Risotto“ mit Geflügelfond auf, für andere bedeutet „streng vegetarisch“ lediglich den Verzicht auf rotes Fleisch. Dennoch sollte man sich als VegetarierIn mit kulinarischen Ansprüchen nicht von der zunächst undurchdringbar scheinenden spanischen Fleischfront einschüchtern lassen. Taucht man etwas tiefer in die spanische Tapas-Kultur ein, lassen sich durchaus einige fisch- und fleischlose Perlen wie Berenjenas con miel (frittierte Auberginen mit Honig), Queso de cabra con cerezas (überbackener Ziegenkäse mit geschmorten Kirschen) oder eine der unzähligen Kreationen mit Artischocken, Oliven, Sherry und jeder Menge Knoblauch entdecken.

    Kartoffel-Apfel-Spinat-Türmchen mit getrockneten Tomaten und Sherry-Rosinen Rezept-4-2

    Genau solche Perlen hat Margit Kunzke in ihrem Buch „Tapas vegetarisch“ zusammengestellt, das 2014 im Hädecke Verlag erschienen ist. Anhand von rund 50 Rezepten beweist die seit 30 Jahren in Spanien lebende Autorin, dass der Tapas-Genuss auch VegetarierInnen vergönnt sein kann. Nach einer Einführung in typisch spanische Spezialitäten folgen Kapitel über Süppchen und zu einzelnen Zutaten wie Auberginen, Käse, Kartoffeln oder Pilzen. Die Rezepte sind übersichtlich gegliedert und werden in den meisten Fällen durch hilfreiche Tipps zur Vor- und Zubereitung oder zu alternativen Zutaten ergänzt. Auch die Anzahl der veganen Rezepte, die zusätzlich mit einem kleinen „v“ gekennzeichnet sind, ist erfreulich hoch. Die ansprechenden Food-Fotos machen Lust, sich sofort in die Küche zu stellen und loszubrutzeln.

    Tapas vegetarisch Kochbuch Innenseiten-1

    Tapas vegetarisch Kochbuch Innenseiten-2

    Gleich beim ersten Durchblättern entdecke ich in jedem Kapitel mehrere Gerichte, die ich unbedingt ausprobieren möchte. So kommt es, dass das Silvestermenü diesmal ganz im Zeichen der vegetarischen Tapas steht: gebratene Auberginen mit Ziegenkäseschaum und Lavendel, Hummus aus Süßkartoffeln und Basilikum sowie Tomatentarte mit Lavendel, Ziegenkäse und schwarzen Oliven können überzeugen und sind relativ schnell und einfach zubereitet. Allein die Datteln mit Frischkäse gefüllt erweisen sich als etwas öde und fad. Eine Einladung zum Tapas-Abend bei den Wallygustos (noch einmal vielen Dank an dieser Stelle! ) bietet darüber hinaus Gelegenheit, weitere Gerichte aus „Tapas vegetarisch“ zu probieren, denn auch dort wird bereits eifrig aus dem kleinen Büchlein gekocht: die Tomaten auf Blätterteigquadraten, die Champignons in Sherry und die gefüllten Datteln mit Blauschimmelkäse erweisen sich ebenfalls als köstlich. Für den Sommer vorgemerkt sind jedenfalls bereits marinierte Artischocken mit Balsamico-Erdbeeren und die Pinienkernsuppe mit Zuckerschoten.

    Tapas vegetarisch Kochbuch Innenseiten 2-1

    Tapas vegetarisch Kochbuch Innenseiten 2-2

    Am besten geschmeckt hat uns jedoch eine Tapas-Kreation, die in die Höhe schießt: Kartoffel-Spinat-Türmchen, die mit getrockneten Tomaten und in Sherry eingelegten Rosinen garniert werden. Spontan haben wir in unsere Variante noch einen Apfel eingeschmuggelt, der im Turm wunderbar mit den gebackenen Kartoffelscheiben sowie den anderen Zutaten harmoniert. Statt in der Pfanne haben wir die Kartoffelscheiben zudem im Ofen gebacken, was ebenso gut funktioniert.

    Kartoffel-Apfel-Spinat-Türmchen mit getrockneten Tomaten und Sherry-Rosinen Rezept-2-2

    Kartoffel-Apfel-Spinat-Türmchen mit getrockneten Tomaten und Sherry-Rosinen (für 4 Tapas-Portionen):

    1-2 EL Rosinen
    4 getrocknete Tomaten
    1 kleine Knoblauchzehe
    3 Kartoffeln (möglichst rund, je 200-220 g)
    1-2 EL Pinienkerne
    300 g frischer Spinat
    1 EL Balsamico
    1 Apfel
    Olivenöl
    Salz, Pfeffer
    Optional: Sherry, Zimt

    1. Die Rosinen für 20-30 Min. in etwas Sherry (oder lauwarmem Wasser) einweichen. Die getrockneten Tomaten fein würfeln. Den Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden.

    2. Die Kartoffeln schälen und ebenfalls in dünne Scheiben schneiden (ca. 2-3 mm). Den Ofen auf 230°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, die Kartoffelscheiben nebeneinander legen und mit Olivenöl bepinseln. Mit Salz und Pfeffer würzen. Im Ofen für ca. 15-20 Min. backen, bis sie leicht knusprig sind.

    3. Währenddessen die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett kurz anrösten, bis sie leicht gebräunt sind. Den Spinat waschen, ggf. die Stiele entfernen. 2 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und zunächst den Knoblauch etwa 1 Min. anbraten. Den Spinat und die abgetropften Rosinen hinzufügen und alles bei mittlerer Hitze etwa 5 Min. andünsten lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann mit 1 TL Balsamico ablöschen und getrocknete Tomaten und Pinienkerne unterheben. Wer mag, schmeckt die Mischung noch mit etwas Zimt ab.

    4. Den Apfel schälen und ebenfalls in dünne Scheiben schneiden (2-3 mm). Das Kerngehäuse aus der Mitte herausschneiden. Die Apfelscheiben anschließend in einer Pfanne in etwas Öl 2-3 Min. bei mittlerer Hitze leicht weich braten.

    5. Zum Servieren zunächst die Kartoffel- und Apfelscheiben abwechselnd auf 4 Tellern zu 4 Türmchen aufschichten. Anschließend vorsichtig die Spinatmischung darauf verteilen und sofort servieren.

    Kartoffel-Apfel-Spinat-Türmchen mit getrockneten Tomaten und Sherry-Rosinen Rezept-1-2

    Fazit

    Ein kleines kompaktes 90-Seiten-Büchlein, das sicher jeden (vegetarischen und fleischliebenden) Spanien-Fan glücklich stimmt. Das eine oder andere Rezept hätten wir uns noch etwas raffinierter, abwechslungsreicher oder klassischer spanisch gewünscht, dennoch kann die Auswahl der versammelten Gerichte überzeugen. Wer sich nach weiteren Kreationen mit spanischem Einschlag sehnt, dem sei zudem der Blog der Autorin ans Herz gelegt: Kochbuch für Max und Moritz. 4,5 von 5 Pimientos.

     

    Cover_Tapas_vegetarischMargit Kunzke

    „Tapas vegetarisch“

    Hädecke Verlag, Weil der Stadt 2014

    12,95 € / ISBN: 978-3-7750-0666-8

    Vielen Dank an den Hädecke Verlag, der uns ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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