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    Deutschland, Gegessen, Gereist, Getrunken, München

    Sushi in Sendling: Sushiya Bento

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    Wir wohnen ja leider ein klein wenig außerhalb der hippen Viertel Münchens (ja, die gibt’s sogar hier), was dazu führt, dass man mindestens 15 Minuten laufen muss, bis man auf einigermaßen annehmbare Einkehrmöglichkeiten abseits von Dönerbuden und Boazn trifft. Sobald man allerdings die Bahnschienen hinter sich gelassen hat und den Berg hinab wandert, findet man auch in Sendling eine ansprechende Auswahl an Leckereien: hervorragende Pizza im Europa, spanische Spezialitäten im Centro Español oder köstliche Kuchen im Café Schuntner. Bisher mit kulinarischer Nichtbeachtung gestraft haben wir das obere Drittel der Lindwurmstraße, wo sich schon seit zwei Jahren ein kleiner Sushi-Laden verbirgt. Ordentliche Bewertungen und eine für den Abendspaziergang wie geschaffene Entfernung haben uns dann aber vor Kurzem doch endlich ins Sushiya Bento geführt.

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    Das Innere ist klein, kaum 20 Gäste dürften hier einen Platz finden. Als wir an einem Sonntagabend unnötigerweise einen Tisch reserviert hatten, waren außer uns nur noch zwei weitere Gäste im Lokal. Allerdings schauten immer wieder Leute aus der Nachbarschaft rein, um sich die Reisrollen mit nach Hause zu nehmen. Die Karte scheint recht klassisch und neben etwa 80 verschiedenen Sushi-Varianten finden sich darauf noch einige Vor- und Hauptspeisen wie Udonsuppe oder diverse Fleischgerichte. Positiv fällt die recht große Auswahl an vegetarischen Rollen ins Auge.

    Viel Personal braucht man für so einen Laden natürlich nicht und so fand sich an diesem Abend neben dem kochenden Besitzer nur eine Bedienung hinter der Theke. Wir entschieden uns schnell für eine Reihe von vegetarischen und fischigen Suhsirollen sowie zwei Vorspeisen. Für Frau Wu musste es natürlich der Spinat-Sesam-Salat Horenso Goma-ae (3,50 €) sein, während ich mir Hiyayakko bestellte (Seidentofu mit Ingwer und Lachskaviar, 4,50 €).

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    Beides kam fix auf den Tisch und dank der direkten Nähe zur Theke konnten wir den Chef gleich nach seinem Horenso-Goma-ae-Rezept fragen, der uns freundlich und ausführlich seine Spezialzubereitung verriet. Wird bestimmt bald ausprobiert, denn Frau Wu war ziemlich angetan von ihrer Portion (Ylva von Der Klang von Zuckerwatte hat kürzlich übrigens eine sehr ansprechend aussehende Variante des Sesamsalats mit Bohnen verbloggt). Mein Tofu war auch gut, wenn auch etwas unspektakulär.

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    Unsere Sushirollen, die parallel frisch zubereitet worden waren, kamen auf einem großen Holzschiff an den Tisch getuckert. Ganz schön viel Ethnokitsch, but we liked it! Darauf fanden sich verschiedene Hosomaki und Uramaki (3 bis 5,50 €), einige vegetarische Rollen und etwas Fisch für mich. Geschmacklich gab es nichts zu meckern, überzeugt haben uns alle Sorten. Die Zutaten waren frisch, der Reis hatte eine gute Konsistenz, nur die Stabilität der Rollen ließ etwas zu wünschen übrig. Sie waren zu locker gerollt und dementsprechend auch etwas schwieriger zu essen, da sie gerne einmal zwischen den Stäbchen aus der Form glitten. Aber wie gesagt, am Geschmack gab es nichts auszusetzen.

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    Nach Vorspeise und ausladender Sushiplatte reichte es gerade noch für einen geteilten Nachtisch. Mochi sollten es sein, mit schwarzer Bohnenpaste gefüllte Klebereisbällchen. Auch die waren sehr gelungen und lauwarm, und als süßer Abschluss genau richtig. Ein Pflaumenwein aufs Haus und eine Runde Glückskekse, die bei uns kurze Irritation auslösten (oder habt ihr schon mal beim Japaner Glückskekse bekommen??), beendeten den Abend.

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    Fazit

    An die Qualität und Atmosphäre unseres Lieblingsjapaners Sansaro kann der kleine Laden nicht heranreichen, aber dennoch lohnt sich ein Besuch, wenn es einem nach leckerem (vegetarischen) Sushi lüstet. Abseits der gängigen Münchner Hotspots findet man hier solides Handwerk in netter Umgebung. 40 € für zwei Personen inklusive Getränken sowie Vor- und Nachspeise sind für frisches Sushi ebenfalls fair, und so werden wir bestimmt bald wieder mal den Berg hinabspazieren. 4 von 5 Sushirollen.

    Sushiya Bento
    Lindwurmstraße 108
    80337 München
    www.sushiya-bento.de
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    Selbst gemachtes Sushi und asiatische Süßigkeiten

    Viel zu lange ist es her, das letzte selbst gerollte Sushi. Deshalb war ein Besuch im riesigen Orient Shop am Rosenheimer Platz mehr als überfällig. Neben den üblichen Sushi-Zutaten (oder dem, was wir eben so in die Seetangrollen stopfen) landeten diesmal auch aufregend unbekannte Asiaspezialitäten im Einkaufskörbchen.

    Gefüllt wurden unsere Makis zum einen vegetarisch mit Avocado, Rucola und Bärlauch auf einer Frischkäse-Wasabi-Creme sowie mit Paprika, Möhren und Schnittlauch, zum anderen fischig mit einem Lachs-Avocado-Schnittlauch-Mix. Dazu gab es eine zweifarbige Ingwerkomposition. Der Rosafarbene war auch eine Neuentdeckung im Asiamarkt, mit Radieschen gefärbt und etwas milder im Geschmack kommt er natürlich auch optisch etwas schöner daher als sein naturblasser Freund. Mit Wasabi haben wir uns nach unserer letzten Begegnung mit einer Paste straight out of hell, deren Schärfe uns beinahe die Speiseröhre weggeätzt hätte, ziemlich zurückgehalten. Dumm nur, dass wir nicht mehr wussten, welche Höllenpaste wir damals gekauft hatten! So glich die Auswahl der neuen Paste eher einer Runde russischem Roulette und die Portionierung des Wasabis beim Röllchen belegen verlief sehr zaghaft. Naja, zumindest haben wir es so überlebt.

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    Sushi auf die Hand: Sushi Wrap

    Der Versuch, sich im urbanen Essensdschungel abzuheben und von anderen Imbissen zu unterscheiden, trägt manchmal schon merkwürdige Blüten. Ganz vorne dabei sind für mich auf jeden Fall die Sushi-Wrap-Buden, die es seit einiger Zeit in München gibt. Ich hatte mich bisher nicht näher mit deren Konzept beschäftigt und mir deswegen vor unserem ersten Besuch in der Filiale im Tal (Anm.: Diese Filiale hat mittlerweile geschlossen, aber am Hauptbahnhof ist eine weitere Filiale) einen Wrap mit sushiüblichen Komponenten vorgestellt. Mexiko meets Japan, oder so ähnlich. Letztendlich handelt es sich bei den Wraps aber doch nur um lange Sushirollen, die man eben – wie einen Wrap – aus der Hand essen kann.

    Sushi Wrap MünchenViel Sushi – wenig Wrap

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    Sushi to go: Sasou

    Nachdem ich in vor ein paar Tagen meine Mittagspause damit verbrachte, im Turbotempo letzte Ostergeschenke einzukaufen und mich ohnehin schon in der Münchner Innenstadt befand, beschloss ich, auf dem Rückweg zur Arbeit einen kurzen Zwischenstopp bei Sasou einzulegen. Sehr zentral am Marienplatz und neben dem Apple Store gelegen, bietet das kleine panasiatische Schnellrestaurant eine ganz gute Auswahl an Ramen- und Udonsuppen, Salaten, Fingerfood und Sushi. Schön ist hier vor allem das Angebot an fischlosem Sushi, es gibt Röllchen mit Avocado, Gurke, getrockneten Tomaten, Rettich, Kürbis und Tofu – da freut sich das Veggie-Herz und eine Packung mit sechs Inside-out Maki (Tofu, Gurke, Avocado und Dill) landete in meiner Tasche. Seit Kurzem bin ich größter Fan von Horenso Goma-ae, einem japanischen Spinatsalat mit Sesamsoße, und für den von Sansaro könnte ich sterben (sabber)! Umso größer war die Freude, dass auch Sasou diesen Salat zum Mitnehmen anbietet. Ganz billig ist das Essen hier allerdings nicht. Die vegetarische 6er Sushi-Box gibt es für 5 €, den Spinatsalat für 3,30 € – für ein etwas abwechslungsreicheres Mittagessen schon okay, denke ich.

    Sushi und Spinatsalat zum Mitnehmen Sasou MünchenLecker Mittagessen stilecht am Schreibtisch

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    Bento in a Box: Bento Box

    Ich bin ja inzwischen einiges gewohnt, was die Preise in München angeht und freue mich schon tierisch, wenn das Stück Kuchen unter 3,50 € kostet. Aber 4,10 € für ein 0,5 l Helles? Bei einem Franchise-Unternehmen? Das ist ja fast auf Oktoberfestniveau! Traurig aber wahr und im Bento Box leider die Regel. Noch ärgerlicher ist es, wenn auf die Getränkepreise, die auf der Bento-Box-Website angegeben sind, im Lokal noch einmal ein Drittel draufgeschlagen wird.

    Wie schon einmal erwähnt, haben wir uns in das Sushi von Sansaro verliebt, aber zum Glück führen wir eine offene Beziehung. Am letzten Samstag machten wir uns deswegen auf den Weg, das Bento Box an der U-Bahn Haltestelle Giselastraße zu testen, wo es nicht nur Sushi, sondern eine breite Palette an japanischen Gerichten gibt. Der zweistöckige Laden ist ziemlich düster, was wohl der (missglückte) Versuch sein soll, etwas Gemütlichkeit in den Laden zu bringen, aber dagegen sprechen allein schon die Spiegeldecken. Ähnlich wie im Hans im Glück ist alles recht eng und man sitzt auf Bänken und Hockern. Glücklicherweise konnten wir die Bedienung davon überzeugen, uns noch einen anderen Tisch zu geben, bei dem wir wenigstens nicht nur 10 cm Abstand zu den Tischnachbarn hatten. Aber leider war auch ein halber Meter nicht ausreichend, zumindest nicht, wenn sich am Nebentisch zwei junge Marketingfuzzis lautstark über utopische Einstiegsgehälter und ähnliche „Münchner Themen“ unterhalten. Read more

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