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Selbst gemachtes Sushi und asiatische Süßigkeiten

Viel zu lange ist es her, das letzte selbst gerollte Sushi. Deshalb war ein Besuch im riesigen Orient Shop am Rosenheimer Platz mehr als überfällig. Neben den üblichen Sushi-Zutaten (oder dem, was wir eben so in die Seetangrollen stopfen) landeten diesmal auch aufregend unbekannte Asiaspezialitäten im Einkaufskörbchen.

Gefüllt wurden unsere Makis zum einen vegetarisch mit Avocado, Rucola und Bärlauch auf einer Frischkäse-Wasabi-Creme sowie mit Paprika, Möhren und Schnittlauch, zum anderen fischig mit einem Lachs-Avocado-Schnittlauch-Mix. Dazu gab es eine zweifarbige Ingwerkomposition. Der Rosafarbene war auch eine Neuentdeckung im Asiamarkt, mit Radieschen gefärbt und etwas milder im Geschmack kommt er natürlich auch optisch etwas schöner daher als sein naturblasser Freund. Mit Wasabi haben wir uns nach unserer letzten Begegnung mit einer Paste straight out of hell, deren Schärfe uns beinahe die Speiseröhre weggeätzt hätte, ziemlich zurückgehalten. Dumm nur, dass wir nicht mehr wussten, welche Höllenpaste wir damals gekauft hatten! So glich die Auswahl der neuen Paste eher einer Runde russischem Roulette und die Portionierung des Wasabis beim Röllchen belegen verlief sehr zaghaft. Naja, zumindest haben wir es so überlebt.

Vegetarisches Sushi selbst gemacht

Vegetarisches Sushi selbst gemacht

Zum Löschen der potenziellen Wasabiflamme wurde vorsorglich „Coco Loto“-Kokossaft gekauft. Die kleine Flasche mit der trüben Flüssigkeit und den schwebenden Fruchtfleischstückchen wirkte gleichzeitig interessant und abschreckend und passte perfekt zu den anderen Absurditäten, die außerdem in unserer Einkaufstasche landeten: „Peanut Mochi“, „Gingerbons“ und „Soft Sesam Candy“. Überraschenderweise schmeckt der Kokossaft nicht so künstlich wie auf den ersten Blick vermutet. Im Gegenteil, der sanfte Kokosgeschmack gepaart mit den leicht süßlichen Stückchen kommt fast schon zu natürlich und unspektakulär daher und erinnert ein bisschen an stark verdünnte Kokosmilch. Schon ganz erfrischend und nicht schlecht, aber irgendwie etwas lahm.

Asiatische Süßigkeiten

Als alles andere als lahm erwiesen sich die „Gingerbons“ – kleine, einzeln verpackte, gummiartige Ingwerbrocken, die beim Lutschen immer mehr an Schärfe gewinnen. Das ist definitiv was für Ingwerfans und dazu noch ohne Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe. Auch toll fand ich die Sesam-Erdnuss-Quadrate, deren klebrige, zähe Konsistenz sicherlich auch für Blomben gefährlich werden könnte. Am meisten gespannt war ich auf die „Peanut Mochi“, denn darunter konnte ich mich so gar nichts vorstellen. Der Orient Shop hatte drei verschiedene Füllungen im Angebot: Erdnuss, Grüner Tee und Anko (eine rote Bohnenpaste). Wir entschieden uns für die „feige-Europäer-Variante“, aber auch mit der hatte ich so meine Probleme. Die kleinen wabbeligen Klebreisbällchen sind mit einer Erdnusscreme gefüllt, die an cremige Erdnussbutter erinnert – an sich geschmacklich ok, wenn nur die Glibberhülle drumherum nicht wäre. Uaah, ich fand’s echt eklig. Dem Mann hat’s geschmeckt – Glückwunsch, er darf gerne die restliche Packung alleine aufessen!

Fazit

Sushi super, zwei der drei „Nachtischvarianten“ konnten immerhin bestehen und haben neugierig gemacht auf die unprobierten Regalmeter, die im Orient Shop der Entdeckung harren.

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Keine Kommentare

  • Reply pueppi

    Sushi sieht megalecker aus, aber das Kokoszeug hätte ich nicht runter bekommen

    11. Juni 2012 at 0:25
    • Reply Kitty Wu

      🙂 Aber der Kokossaft sieht tatsächlich ekliger aus als er schmeckt … viel schlimmer fand ich die Mochis … brrr!

      12. Juni 2012 at 19:33

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