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    Knödel me up before you go-go oder Knödelburger mit Gorgonzola, Radicchio und Apfelchutney

    Knödelburger Hamburger Burgis Kartoffelknödel-2

    Wenn man gebeten wird, sich ein Rezept mit Knödelteig zu überlegen, denken bestimmt nicht viele Menschen an Burger. Aber anscheinend ist mein Gehirn inzwischen so gepolt, dass ich einfach IMMER an Burger denken muss. Bleibt nur, das Beste daraus machen, und das ist in diesem Fall ein Knödelburger – eine köstliche Kreation aus Kartoffelknödelteig, süßem Apfelchutney, gepaart mit den kräftig-herben Noten von Gorgonzola und Radicchio. Ein kleines, mächtiges Monster also, das aber definitiv süchtig macht!

    Knödelburger Hamburger Burgis Knödel-3

    Aber warum überhaupt Knödelteig? Burgi’s, ein bayrischer Knödelteighersteller, hat kürzlich einige FoodbloggerInnen nach München eingeladen, um dort gemeinsam einen Tag zu verbringen und tief in die Welt der Knödel einzutauchen. Im Vorfeld wurden wir außerdem gebeten, uns ein Knödelrezept zu überlegen, das für die Veranstaltung extra auf eine Rezeptkarte gedruckt wurde. Der Knödelburger war also geboren. Die „KnödelexpertInnen“ bei Burgi’s fanden diese Idee wohl ebenfalls ganz spannend und zu unserer Freude wurde der Burger als eines von vier Rezepten zum Nachkochen während des Knödelevents ausgewählt. Denn das war die erste knödelige Herausforderung an diesem Tag: gemeinsam mit den übrigen BloggerInnen fürs Mittagessen sorgen. Während Sabrina sich an den leckeren Kürbisknödeln von Karin von Wallygusto versuchte, machte ich mich mit zwei Foodbloggerkolleginnen daran, mit den Knödelburgern in Massenproduktion zu gehen. Spontan haben wir dafür ein Chutney kreiert und mit Kürbis verfeinert, was super ankam. Am Ende wurden um die 20 Burger produziert, die allerdings schneller verputzt waren, als man Kartoffelknödelteig hätte sagen können. Doch zum Glück gab es ja noch weitere Knödelleckereien und außerdem hatte die Küche vom Wirtshaus in der Au noch eine ganz besondere Überraschung für uns vorbereitet: eine riesige Nachtischplatte, die das Kind am Nachbartisch vor Neid fast zum Weinen gebracht hätte. Tja, FoodbloggerIn müsste man sein. Falle es euch also demnächst mal dorthin verschlagen sollte: lasst unbedingt genügend Platz für den Nachtisch!

    Knödelburger Hamburger Burgis Knödel-4

    Der Tag endete natürlich nicht beim Nachtisch. Wir erfuhren im Pschorr am Viktualienmarkt einiges über Fleisch und die Vorteile von geeisten Biergläsern, wurden im Gesellschaftsraum mit köstlichen Apfelstrudel-Martinis verwöhnt (das Rezept hätten wir wirklich gerne mitgenommen!) und durften an einer Bierverkostung mit der Biersommelière Sandra Ganzenmüller teilnehmen. Kaum zu glauben, dass noch Platz im Magen war, als wir am Abend noch einmal zum Pschorr zurückkehrten und den Tag ausklingen ließen. Und weil Karin, Petra und wir immer noch nicht genug hatten, ging es noch auf einen Absacker ins Jaded Monkey, eine recht neue kleine Bar hier in München, in der man in (äußerst) schummriger Atmosphäre ausgefallene Cocktails schlürfen kann.

    Falls ihr euch auch ein wenig Knödelglück nach Hause holen möchtet, kommt hier das Rezept für den ultimativen Knödelburger. Die Burger lassen sich übrigens leichter essen, als man denken würde – einfach gut festhalten! 😉

    Knödelburger Hamburger Burgis Kartoffelknödel-1

    Knödelburger mit Gorgonzola, Radicchio und Apfelchutney (für 4 Burger):

    750 g Burgis Bayerischer Knödelteig original
    Speiseöl
    1 Apfel
    ½ Kopf Radicchio
    4 EL Gorgonzola
    360 g Rinderhack
    4 EL Apfelchutney (Alternativ: Apfelmus oder ein anderes Fruchtchutney)

    1. Die Knödelmasse ½ cm dick ausrollen und mit einem 8 cm Dessertring (oder einem Glas) 8 Kreise aus der Kartoffelmasse ausstechen. Jeder Kreis sollte etwa 60–70 g wiegen. Reichlich Öl in einer Pfanne erhitzen und die Teigkreise von jeder Seite ca. 3–4 Min. anbraten. Sie sollten schön knusprig sein, damit sie später die Burgerzutaten halten können. Auf Küchenpapier legen und das Fett abtupfen. Abkühlen lassen.

    2. Aus der Mitte des Apfels 4 runde, ½ cm dicke Scheiben schneiden. Vorsichtig die Kerne aus der Mitte entfernen. Den Radicchio in mittelfeine Streifen schneiden. Den Gorgonzola in 4 Portionen teilen.

    3. Das Hackfleisch in 4 Portionen zu 90 g teilen und mithilfe des Dessertrings in die passende Form bringen. Das Fleisch etwas fester andrücken, damit es später auf dem Burger nicht auseinanderfällt.

    4. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen, das Fleisch salzen und pfeffern (aber erst kurz bevor es in die Pfanne kommt) und anschließend nach persönlichem Geschmack und gewünschten Gargrad braten. Gleichzeitig die Apfelscheiben für etwa 2–3 Min. mit in die Pfanne geben, bis sie leicht weich geworden sind. Wenn der gewünschte Gargrad erreicht ist, das Fleisch aus der Pfanne holen, den Gorgonzola darauf verteilen und 1–2 Min. ruhen lassen.

    5. Die Knödelscheiben jeweils auf einer Seite mit Chutney oder Apfelmus bestreichen. Auf die Unterseite eine Apfelscheibe geben, dann das Fleisch mit dem Käse und den Radicchio daraufsetzen. Mit der zweiten Knödelscheibe abschließen und servieren. Beim Essen gut festhalten, damit nichts rausrutscht.

    Vielen Dank an die netten Mädels von Zweiblick und an Burgi’s für die Einladung und den wirklich schönen Tag! Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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    Advent, Advent, die Kokosnuss brennt: grünes Süßkartoffel-Kokos-Curry mit Koriander + Give-Away

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    Gibt es eigentlich Menschen, die Kokos nicht mögen? Für uns zwei riesige Kokosfans fast undenkbar! Egal, ob im Essen, im Drink oder im Duschgel – Kokosgeschmack oder -duft geht bei uns wirklich immer. Dementsprechend gespannt waren wir, als uns eine Kiste mit Kokos-Produkten von Tropicai ins Haus flatterte. Denn die Produktpalette verspricht nicht nur die volle Kokosdröhnung, sondern auch beste Bio- und Fair-Trade-Qualität: Kokosöl, Kokosmus, Kokosmehl, Kokosblütenzucker – erstaunlich, was man aus der Frucht alles herausholen kann. Unweigerlich muss man dabei an Christian Krachts Romanhelden August Engelhardt denken, der sich ausschließlich von Kokosnüssen ernähren will.

    Süßkartoffel-Kokos-Curry_Tropicai_Rezept-1

    Wir waren also gespannt, ob es uns nach dem Durchprobieren der Tropicai-Produkte vielleicht genauso ergehen würde. Tagelang wurden die verschiedensten Kokoskonsistenzen in unterschiedlichste süße und salzige Gerichte gemogelt. Das Kokosnussmus – das aus fein gemahlenem Kokosnussfleisch besteht – landete nicht nur im Curry, sondern auch in einem Smoothie und machte dort eine hervorragende Figur. Das reine Kokosöl ist zwar etwas unpraktischer zu handhaben als normales Öl (es ist bei Raumtemperatur nicht flüssig), stellt sich aber als tolle und aromatische Alternative zu anderen Sorten heraus, die wir nicht mehr missen möchten. Das sanfte Kokosaroma eignet sich z.B. zum Anbraten von Pfannkuchen oder in exotischen Gerichten ganz wunderbar. Nicht ganz warm geworden sind wir dagegen mit dem Kokosmehl. Eigentlich war an dieser Stelle ein Rezept für Kokospfannkuchen geplant, doch leider konnten wir keine Mischung finden, die uns wirklich zufriedengestellt hat. Auch wenn die ganzen Low-Carb-/Paleo-Blogs auf Kokosmehl schwören, eine ernst zu nehmende Alternative zu herkömmlichen Mehl ist es für uns leider nicht. Zu groß sind uns die Einbußen bei Geschmack und Konsistenz. Oder haben wir einfach nicht DAS Rezept gefunden? Wenn ihr Tipps zum Backen mit Kokosmehl habt, hinterlasst uns doch bitte einen Kommentar!

    Die Kokosnusschips („Hot Chili“ und „Indian Curry“), die in Kokosblütenzucker knusprig geröstet und danach mit Gewürzen veredelt wurden, trafen dagegen wieder unseren Geschmack und eignen sich prima, um damit Currys oder asiatischen Nudelgerichten einen knusprigen Kick zu verleihen.

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    Gleich drei der hier vorgestellten Kokosspezialitäten haben wir in unserem veganen Süßkartoffel-Curry untergebracht, das dadurch einen ordentlichen Kokoswumms erhält. Und damit ihr euch selbst von der tollen Qualität der Tropicai-Produkte überzeugen könnt und schon mal ein paar der Zutaten für unser Curry im Haus habt, haben wir gemeinsam mit Tropicai drei schöne Produktpäckchen geschnürt, die ihr gewinnen könnt. Jedes Paket enthält je eine Packung Kokosnussmus, natives Kokosöl und Kokoschips „Indian Curry“. Wie ihr gewinnen könnt, erfahrt ihr nach dem Rezept.

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    Grünes Süßkartoffel-Kokos-Curry mit Koriander (für 2-3 Personen. Die mit einem Sternchen (*) gekennzeichneten Produkte stammen von Tropicai):

    750 g Süßkartoffeln
    2 Knoblauchzehen
    1 Chilischote
    50 g Ingwer
    1 Topf Koriander
    80 g Kokosnussmus*
    1 EL Currypulver
    2 rote Paprika
    1 Bund Frühlingszwiebeln
    Kokosöl*
    250 ml Kokosmilch
    300 ml Gemüsebrühe
    Salz, Pfeffer
    Kokoschips „Indian Curry“*

    1. Die Süßkartoffeln schälen und in einem Topf mit kochendem Wasser je nach Größe etwa 15-20 Min. garen. Sie sollten gerade so durch und nicht zu weich sein. Die Kartoffeln abgießen und in ca. 1 x 2 cm große Stücke schneiden.

    2. Währenddessen die Knoblauchzehen schälen und grob hacken. Die Chilischote ebenfalls grob hacken, evtl. vorher die Kerne entfernen, wenn ihr es nicht so scharf mögt. Den Ingwer schälen und in grobe Stücke schneiden. Den Koriander samt Stielen waschen und trocken schütteln. Einige Blätter für die Deko zurückbehalten, den Rest zusammen mit Knoblauch, Chili, Ingwer, dem Kokosnussmus und Currypulver in einen Zerkleinerer geben. Gut durchmixen, bis eine homogene Massen entstanden ist.

    3. Die Paprika waschen, vom Kerngehäuse befreien und in schmale Streifen schneiden. Die Frühlingszwiebel in Ringe schneiden, das Grün für die Deko zur Seite stellen.

    4. In einer Pfanne das Kokosöl erhitzen und die Frühlingszwiebeln (ohne Grün) kurz anschwitzen. Dann die Koriander-Kokos-Paste hinzufügen und ebenfalls eine Weile unter Rühren anbraten. Wenn die Masse am Boden der Pfanne anzubacken beginnt, Kokosmilch und Gemüsebrühe hinzugeben und aufkochen lassen. Paprika und Süßkartoffeln in die Pfanne geben und alles bei kleiner Hitze einige Min. köcheln lassen. Die Paprika sollten noch Biss haben, also nicht zu lange auf dem Herd lassen. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Curry auf Teller verteilen und mit Frühlingszwiebelgrün, Koriander und Kokoschips garnieren.

    Und so könnt ihr eines von drei Tropicai-Produktpaketen gewinnen:

    Hinterlasst einfach bis Samstag, 6.12.2014, 23.59 Uhr einen Kommentar unter diesem Beitrag, in dem ihr uns euer liebstes Kokosgericht verratet.

    [Edit 7.12.2014] Vielen Dank für eure vielen Kommentare! Schön, dass wir mit unserer Kokosliebe nicht alleine sind. Die Kokosglücksfee hat uns drei Gewinnerinnen der Tropicai-Pakete ausgespuckt. Gewonnen haben:

    Lena (ohne Blog), die folgenden Kommentar hinterlassen hat:

    ich liebe alle currys auf kokosmilchbasis. mmhhhhhm. mein favorit davon ist das kambodschanische curry genannt amok! das ist unglaublich frisch und lecker!

    Maximiliane Werther (ohne Blog):

    Mein liebstes Gericht sind die leckeren Kokos-Amaretto-Bällchen mit Biskuitteig. Passt immer 🙂

    Und Angelina vom Blog Teigfabrik:

    Hallo ihr beiden,

    das trifft sich perfekt, denn mein geliebtes Kokosöl geht gerade zur Neige 😉 Ich verwende es sehr gern anstatt anderem Öl zum Kochen, auch gerade weil es so gesund ist und weil es super mit Curry-Pfannen harmoniert 🙂

    Liebe Grüße,
    Angelina

    Herzlichen Glückwunsch, ihr Lieben! Schickt uns doch bitte eure Adressen, damit sich die Kokospakete auf den Weg zu euch machen können. Allen anderen TeilnehmerInnen vielen Dank fürs Mitmachen!

    Mitmachen kann jede/r (mit oder ohne Blog) mit einer Adresse in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz. Bitte hinterlasst im entsprechenden Feld eure E-Mail-Adresse (die ist natürlich nur für uns sichtbar) und einen Namen, damit wir euch kontaktieren können, falls ihr gewonnen habt. Den oder die Gewinner/in werden wir über random.org auslosen und hier am 7.12.2014 verkünden. Der Rechtsweg ist selbstverständlich ausgeschlossen. Mit der Teilnahme erklärt ihr euch damit einverstanden, dass eure Adresse im Falle des Gewinns an die Agentur storykitchen weitergegeben wird, damit euer Tropicai-Paket auch verschickt werden kann.

    Wir wünschen euch viel Glück und sind sehr gespannt auf eure Kokosideen!

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    Vielen Dank an Tropicai und storykitchen, die uns die Produkte zum Probieren und Verlosen zur Verfügung gestellt haben. Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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    Whisky blenden für Einsteiger: Ein Abend mit Chris Clark und der Dimple Golden Selection

    DimpleGoldenSelection_Foto von Vivi D'Angelo-1

    Hat man sich erst einmal an den schottischen Akzent gewöhnt, fällt es deutlich leichter, Chris Clark zu verstehen. Vielleicht hat er sich aber auch besonders angestrengt, deutlich zu sprechen an diesem regnerischen Donnerstag in der gemütlichen Waldmeisterei in München. Dorthin wurde ich eingeladen, um eine der neuesten Kreationen des Spirituosenkonzerns Diageo vorgestellt zu bekommen – die Dimple Golden Selection. Auf der charakteristischen dreieckigen Flasche prangt neben dem Whiskynamen ungewöhnlicherweise auch eine Unterschrift – die des Master Blenders Chris Clark. Er ist nun zum ersten Mal überhaupt in Deutschland, um „seinen“ Whisky zu präsentieren und mit uns über die Kunst des Whiskyblendens zu sprechen. Mit der gesammelten Erfahrung aus über 30 Jahren zwischen Fasslager und Labor, erklärt er uns geduldig den Unterschied zwischen Grain und Malt Whisky, spricht über Destillationsprozesse, über die Revolution durch die Continuous Destillation und die Schwierigkeiten, während des aktuellen Whiskybooms genügend hochwertige Fässer für die Reifung des Spirits (also des Rohbrands) zu finden. Aber in erster Linie geht es natürlich um die Kunst, aus vielen verschiedenen Whiskys unterschiedlichster Brennereien über Jahre hinweg einen hochwertigen Blend (also solche Whiskys, bei denen die verwendeten Fässer im Gegensatz zu Single Malts nicht aus einer einzigen Brennerei stammen müssen) zu kreieren.

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    Obwohl Blended Whiskys den überwiegenden Teil des Whiskymarkts ausmachen – Chris Clark sprach von bis zu 95% -, sind es vor allem die Single Malts, die bei der derzeitigen Berichterstattung die meiste Aufmerksamkeit erhalten. Auf diese Tatsache angesprochen, weiß Chris Clark sofort, wovon ich rede. Er habe das Gefühl, dass die Leute sich gerne besonders fühlen möchten, deswegen die besonders limitierte Single-Cask-Abfüllung haben wollen und dann gerne mal abschätzig auf die Masse der WhiskytrinkerInnen herabschauen würden. Er selbst könne damit nichts anfangen, ihm sei es im Gegenteil wichtig, dass sein Whisky kein unerschwingliches Luxusprodukt sei. Er wollte mit der Dimple Golden Selection vielmehr eine hochwertige Abfüllung kreieren, die sich jeder leisten könne. Oder wie er es auf den Punkt bringt: „blended whisky exists for a reason“. Sympathisch und ein angenehmer Gegensatz zum sonst oft vorherrschenden Elitarismus der Whiskyszene.

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    Im Interview erzählt mir Clark, dass es weiterhin sein Ziel sei, über Jahre hinweg einen hochwertigen Blend anzubieten und die eigenen Qualitätsvorgaben jedes Jahr aufs Neue erfüllen zu können. Dementsprechend sähe auch sein Arbeitsalltag aus. Er würde die vorhandenen Vorräte prüfen, über reife Fässer entscheiden, die Standard References (an denen sich jede neue Charge orientieren muss) anlegen und sich um die Ausbildung neuer BlenderInnen und VerkosterInnen kümmern. Viel Zeit zum Genießen sei da nicht, das müsse dann zu Hause an der Hausbar geschehen.

    DimpleGoldenSelection_Foto von Vivi D'Angelo-2

    Die Dimple Golden Selection, um die es an diesem Abend gehen soll, wird übrigens aus hunderten Fässern verschiedenster Brennereien gemischt. Dabei brauchte Chris Clark bei der Entwicklung der Golden Selection keine zehn Prototypen bis zur Kreation des Geschmacks, den er schon vorher im Kopf – oder vielmehr in Mund und Nase – hatte. Er habe dabei den Markenkern bewahren, aber gleichzeitig einen Whisky schaffen wollen, der es EinsteigerInnen ermöglicht, die Welt des schottischen Nationalgetränks zu entdecken. Leicht sollte er also sein, aber dennoch komplex, mit relativ viel Süße und nur wenig Rauch. Ein Whisky eben, der weit von den namenlosen 8€-Flaschen der Discounter entfernt ist, aber dennoch einer breiteren Masse zur Verfügung steht.

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    Schließlich bekommen wir die Möglichkeit, uns an dem zu versuchen, was Chris Clark mit völligem Understatement als etwas bezeichnet, das jede/r lernen könne: das Blenden. Er selbst habe zwar Chemie studiert, aber das Blenden sei ihm eher zufällig in den Schoß gefallen. Jemand hätte mitbekommen, dass er ein Händchen dafür habe und dann hieß es eben, „Chris, do this!“, und seitdem sei er ein Blender. Wir sollen das nun ebenfalls werden und haben dafür die vier Grundgeschmäcker vor uns stehen, aus denen auch die Dimple Golden Selection besteht: Vanillearomen (aus einem jungen Grain-Whisky), frische Früchte (hier ein Lowland Malt), reife Früchte (ein Speyside Malt aus dem Sherryfass) und natürlich Rauch (ein Talisker). Es ist spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Aromen sind und wie gut – und weniger gut – sie miteinander harmonieren. Mein erster Mischversuch scheint etwas unkoordiniert. Der Blend kommt am Ende zwar nicht schlecht, aber auch etwas schwach auf der Brust daher. Beim zweiten Durchgang habe ich dann schon einen definierteren Geschmack im Kopf, und siehe da, es funktioniert deutlich besser. Ich mag sowohl rauchige Whiskys als auch die Süße, die durch eine Lagerung im Sherryfass erzielt wird, deshalb soll mein Whisky beides vereinen. Das, was ich am Ende in eine kleine Flasche – natürlich stilecht mit Unterschrift vom Master Blender – abfüllen kann, schmeckt tatsächlich und erhält den Segen des Master Blenders. Wer also in Zukunft vorbeikommt und nett fragt, darf mal meinen ganz persönlichen „Sweet and Smoky Blended Scotch Whisky“ probieren – die „Steffen Golden Selection“.

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    Der Abend endet mit einem auf den Whisky abgestimmten Menü, und nach zwei leeren Flaschen an unserem Tisch (danke an meine trinkfesten TischnachbarInnen, u.a. von Arts in Munich, Der König kocht und Happy Plate), kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass man Wein oder Bier auch ohne Probleme durch einen leichten Whisky ersetzen kann. Allerdings sollte die kulinarische Grundlage stimmen – die köstlichen Fish & Chips, die uns die Küche serviert, eignen sich z.B. hervorragend. Satt und mit einem angenehmen Whiskygeschmack auf der Zunge gehe ich hinaus in den Regen und bin mir sicher, dass ich in Zukunft nicht mehr so hochnäsig an den Blended Whiskys vorbeilaufen werde!

    DimpleGoldenSelection_Foto von Vivi D'Angelo-3

    Danke an Häberlein & Mauerer für die Einladung und die Möglichkeit, mit Chris Clark ein spannendes Interview zu führen! Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

    PS: Die Fotos ohne Wasserzeichen stammen von der wunderbaren Vivi D’Angelo. Vielen Dank!

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    Frühstück außerhalb der Komfortzone: das Bareso in Ottobrunn

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    Wer in München wohnt, muss sich bei der Restaurantsuche durch eine ordentliche Vielzahl an Möglichkeiten kämpfen. Immer wieder passiert es uns sogar, dass Läden, die auf unserer „Muss-unbedingt-probiert-werden“-Liste gelandet sind, schon wieder dicht gemacht haben, bevor wir sie ausprobieren konnten. Es liegt also nahe, sich bei der Nahrungssuche auf die nähere Umgebung zu beschränken, selbst Pasing erscheint wie eine Weltreise, wenn man in der Innenstadt noch reihenweise Unbekanntes vor sich liegen hat. Dass es sich dennoch lohnen kann, mal aus seinem Schneckenhaus hervorzukriechen und den Weg ins nähere Umland zu wagen, beweist das Bareso. Dieses kleine Bistro liegt in Ottobrunn, das uns bislang nicht gerade als kulinarischer Hotspot bekannt war, aber vom Süden Münchens aus zumindest fix zu erreichen ist.

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    Im Mittelpunkt steht eine frische Küche, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, bioaktiv zu sein, d.h. mit regionalen, saisonalen und originalen bzw. unbearbeiteten und schonend zubereiteten Produkten zu arbeiten. „Echtes Essen“ nennt das sympathische Betreiberpaar sein Konzept und hat mit dieser Philosophie in der ehemaligen Eisdiele in der Putzbrunnerstraße eine ganz individuelle Küche entwickelt. An manchen Stellen driftet uns das Konzept etwas zu sehr ins Esoterische ab, was der Qualität der Speisen aber natürlich keinen Abbruch tut. Wir waren zum Frühstücken dort und konnten uns davon überzeugen, dass sich der Ausflug nach Ottobrunn definitiv lohnt. Schon bei der Ankunft wird klar, dass frische Zutaten hier einfach dazugehören. Rund um das Lokal ist ein kleiner Kräutergarten angelegt worden, und während wir im überdachten Außenbereich sitzen, kommt die Gärtnerin des Vertrauens vorbei und schleppt ein paar neue Kräutertöpfe heran. Dass dabei natürlich nicht nur Basilikum, Rosmarin und Co. auf dem Teller landen, sollte klar sein. Über 40 verschiedene Wildkräutersorten finden in der Küche Verwendung und verleihen vielen Gerichten eine ganz individuelle Note. Da überrascht es auch nicht, dass sogar der Cappuccino mit Milchschaumblüten daherkommt.

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    Die Frühstücksauswahl ist riesig und zum Glück bekommen wir eine Etagere serviert, auf der fast alles zu finden ist, was die Karte zu bieten hat. Beim Anblick des riesigen Frühstücksturms pocht das Foodbloggerherz gleich doppelt so schnell, da die Speisen auf der Karte nicht nur toll klingen, sondern auch mit viel Liebe zum Detail angerichtet sind. Fast alles ist hausgemacht, von den Brötchen über die Schokocreme bis zum Frischkäsedip. Warme Alternativen gibt es natürlich auch, so z.B. ein Wildkräuteromelette, das mit Senf, knackigem Gemüse und riesigen Bergen frischer Kräuter serviert wird. Eine guter Einstieg, um sich anschließend einmal durch das Angebot des Frühstückskarussells zu futtern. Ganz oben finden sich frische Dips, u.a. Ananas-Curry und Schnittlauch, in die man seine Gemüsesticks tauchen kann. Die selbst gebackenen Brötchen bestreicht man am besten schön dick mit der hausgemachten Schokocreme, die so lecker und schokoladig ist, dass wir die Schale bis auf den letzten Tropfen auskratzen.

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    Begleitet werden die Köstlichkeiten von einem Smoothie-Dreiergespann: Der Wildkräutersmoothie wurde mit Rosinen und Zimt verfeinert, im Möhren-Bananen-Drink finden sich Haferflocken und der leicht bittere „Wachmacher“ besteht u.a. aus Grapefruit, Mandeln und Banane. Wem die Haferflocken im Glas noch nicht genug Getreide sind, der greift am besten zum hauseigenen Müsli. Die beiden Sorten, die wir probieren dürfen, sind köstlich und sehr zu empfehlen – einmal in Richtung eines klassischen Bircher Müslis gehend, das andere mit Anklängen an Marzipan und Zimt. Wir fühlen uns von dem reichhaltigen Angebot ein wenig erschlagen, möchten eigentlich noch viel mehr probieren, können aber einfach nicht mehr. Das alles gibt es übrigens für einen sehr fairen Preis (hier wird die Lage außerhalb Münchens zum klaren Vorteil!): ein individuelles Frühstückskarrussell für zwei Personen gibt es z.B. für 22,50€.

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    Zum Abschluss gibt es für uns noch einen kleinen Einblick in das Essen abseits der Frühstückskarte. Wir probieren einen ungewöhnlichen Möhren-Engelwurz-Salat mit Walnüssen, der ganz köstlich ist, und bekommen zum Nachtisch Maiwuchs mit dunkler Schokolade. Halt, Maiwuchs? Hat das nicht was mit Bäumen zu tun? Ja wirklich, es sind Tannenspitzen, die in dunkle Schokolade getaucht wurden und die Geschmacksnerven vor ganz neue Herausforderungen stellen. Es schmeckt nach Wald, der auf eine kräftige Schokonote trifft. Zunächst ziemlich ungewohnt, aber plötzlich ist der Teller leer …

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    Neben einer ansprechenden Karte hält das Bareso auch einige spannende Veranstaltungen bereit. Jeden Samstag findet hier z.B. ein Markt mit frischen Produkten aus der Region statt, regelmäßig werden Kochkurse und Verkostungen veranstaltet. Den 10.8. sollte man sich z.B. schon mal vormerken, denn da steht alles unter dem Motto „Käse und Wein„.

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    Fazit: Ihr seht schon, das Bareso ist für einige Überraschungen gut und wir sind uns sicher, läge der Laden im Westend oder in Haidhausen, er wäre immer gut besucht! So aber muss man sich mal aus seiner Komfortzone herausbewegen und Ottobrunn einen Besuch abstatten. Vielleicht einfach beim nächsten Ausflug in die Berge oder an den See das Frühstück ins Bareso verlegen? Das wäre auf jeden Fall ein gesunder und köstlicher Start in den Tag! Wir sind von Angebot und Qualität der Speisen jedenfalls begeistert, lediglich an der Atmosphäre im Innenraum könnte man noch arbeiten. 5 von 5 Kräuteromelettes!

    Bareso
    Putzbrunnerstraße 13
    85521 Ottobrunn
    www.bareso.eu

    Vielen Dank an das Bareso-Team für die Einladung zu diesem Frühstück. Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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    Kochen mit Whisky: Scottish Carbonara mit Lagavulin

    Scottish Carbonara - Nudeln mit Lagavulin Whisky

    Kochen mit Whisky liegt im Trend. In der Süddeutschen Zeitung wurde vor Kurzem eine Kolumne veröffentlicht, die sich mit dem Whiskyboom im Allgemeinen und dem gesteigerten Interesse von Männern um die 30 für Single Malt im Besonderen beschäftigte. Angelehnt an den dort zitierten tollen Song der Schweizer Band Die Aeronauten könnte man wohl auch sagen: „Mit dem Alter fängt man an, sich für Whisky zu interessieren“. Ich muss zugeben, ich habe mich in den Zeilen der Autorin wiederfinden können (und die Bekannte, die mich auf den Artikel aufmerksam machte, offensichtlich auch), auch wenn ich noch keinen persönlichen Spirituosenhändler habe. Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass ich immerhin schon mit Mitte 20 meine ersten (ernstzunehmenden) Whiskyerfahrungen gemacht habe. Zusammen mit zwei Freunden wurden erstmals torfige Aromen erschnuppert, das Brennen im Hals ignoriert und mit dunkler Schokolade als kulinarischem Support experimentiert (Foodpairing würde man das wohl heute nennen). Vor allem aber kamen wir uns dabei sehr erwachsen vor. Und männlich vermutlich auch. Leider habe ich keine Ahnung mehr, welche Sorten wir damals überhaupt verkostet haben und würde mich auch gerne daran erinnern, welchen Whisky ich einem dieser Freunde vor Jahren mal zum Geburtstag geschenkt habe.

    Scottish Carbonara - Nudeln mit Lagavulin Whisky

    Woran ich mich allerdings noch sehr gut erinnern kann, ist meine erste eigene Flasche Single Malt. Die besagten zwei Freunde haben sie mir vor vier Jahren zur Hochzeit geschenkt (da passte das um die 30 dann doch ganz gut) und mich gleich mit einem richtigen Klassiker beglückt. Ein 16-jähriger Lagavulin war das damals, der leider schon lange leer ist, aber ich erinnere mich noch genau an den vollen torfigen Geschmack des Islay-Whiskys. Seit dem Lagavulin sind viele weitere Flaschen auf unserem Regal gelandet und noch viel mehr Whiskys durch meine durstige Kehle geflossen. Ein Lagavulin war leider nicht mehr dabei. Bis heute. Denn gerade kam eine Kiste im Büro an, in der nobel verpackt eine Flasche Lagavulin lag. Aber nicht irgendein Lagavulin, sondern eine Flasche der aktuellen Distillers Edition. Dieser feine Tropfen darf nach der obligatorischen Lagerung in amerikanischen Eichenfässern noch einige Jahre in spanischen Pedro-Ximénez-Fässern verbringen. Wer meine letzten Posts zum Thema Whisky gelesen hat (z.B. zu Slyrs und zum Glemorangie Lasanta), der dürfte wissen, was das bedeutet: Sherryaromen galore! Mehr Süße! Rosinen! Und ja, all das bietet die Distillers Edition in der Tat. Aber keine Angst, im Herzen bleibt dieser Whisky immer noch ein Lagavulin und das heißt natürlich: Torf! Torf! Torf! (Oder Aschenbecher, wie Sabrina meint).

    Scottish Carbonara - Nudeln mit Lagavulin Whisky

    Sobald man die Nase ins Glas steckt, fällt dementsprechend als erstes der starke Rauchgeruch auf. Ein sehr intensiver Duft steigt da empor, aber neben dem dominanten Rauch lassen sich auch Zitrusnoten und ein gewisser Strandgeruch erkennen. Im Mund entfalten sich die Torfnoten natürlich auch, aber der Whisky ist für einen Lagavulin trotzdem erstaunlich sanft. Vanille, Zitrus und Salz erreichen die Geschmacksnerven und schließlich mischt sich die typische Sherrysüße (Rosinen, getrocknete Aprikosen) mit einer erneuten Torfwelle. Der Abgang ist unglaublich lang und ich hatte den Geschmack noch eine halbe Stunde nach dem ersten Glas im Mund. In meinen Augen eine tolle Ergänzung zum 16-jährigen und mit einer guten Schippe Komplexität on top.

    Ein kräftiger Whisky verlangt natürlich auch nach einem deftigen Essen (da wären wir wieder beim Foodpairing), und mein erster Gedanke war, den Lagvulin mit Grillfleisch und einer Schokoladen-Chili-Soße zu kombinieren. Die Idee dahinter war, dass ich ein Gericht kreieren wollte, das sowohl die Rauchigkeit als auch die herbe Süße beeinhaltet, die diesen Whisky auszeichnet. Da aber unser neuer Lotusgrill noch auf sich warten ließ, musste stattdessen der Herd zum Einsatz kommen. Ausgedacht habe ich mir eine schottische Variante der Spaghetti Carbonara – Scottish Carbonara sozusagen. Ich habe den Pancetta durch rauchigen Bacon ersetzt, die Zwiebeln schön langsam karamellisieren lassen und alles zum Schluss mit einem ordentlichen Schuss Lagavulin Distillers Edition abgelöscht. Als Käse kam natürlich schottischer Cheddar zu Einsatz, aber auch Dunlop Cheese könnte ich mir gut vorstellen. Am Tisch wurde selbstverständlich ein weiteres Glas Lagavulin dazu gereicht, und fertig war eine perfekte Mahlzeit. Wer braucht da noch Wein zum Essen?

    Lagavulin Whisky im Glas für Scottish Carbonara

    Rezept für Scottish Carbonara (für 2 Personen):

    250 g Spaghetti oder Linguine
    1 mittelgroße Zwiebel
    1 Knoblauchzehe
    1 EL gehackte rote Chili
    50 g Cheddar (oder schottischer Dunlop Cheese)
    150 g Bacon
    3 große Eier
    4 cl Lagavulin Distillers Edition (oder ihr experimentiert mit einem anderen rauchigen Islay-Whisky)
    Olivenöl, Salz, Pfeffer

    1. Die Zwiebel in feine Würfel schneiden und den Knoblauch hacken. Den Käse fein reiben, den Bacon in Würfel schneiden. Die Eier in einer Schüssel aufschlagen und mit dem geriebenen Käse verrühren. Die Nudeln in einem Topf mit Salzwasser gar kochen.

    2. In einer großen Pfanne bei mittlerer Stufe 3-4 EL Olivenöl erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch und Chili darin ca. 5 Min. anbraten. Anschließend den Bacon dazugeben und alles weitere 6-8 Min. anbraten. Mit dem Whisky ablöschen und den Bodensatz in der Pfanne ablösen.

    3. Die Pfanne vom Herd nehmen, die tropfnassen Nudeln hinzugeben und anschließend die Eier-Käse-Mischung unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen und noch einen Moment ruhen lassen. Anschließend auf zwei Teller verteilen und mit jeweils einem Glas Lagavullin Distillers Edition servieren.

    Wenn ich mir die wachsende Sammlung auf dem Regal anschaue, könnte es langsam wirklich an der Zeit sein, sich mit einen Spirituosenhändler anzufreunden.

    Scottish Carbonara - Nudeln mit Lagavulin Whisky

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    Deutschland, Gereist, Getestet, Getrunken, München

    There is a new Whisky in town: Glenmorangie Lasanta und Ardbeg Auriverdes im Test

    Glenmorangie Lasanta Singe Malt Whisky-2

    Der Whiskymarkt ist in ständiger Bewegung und ich komme derzeit kaum hinterher, die ganzen Neuerscheinungen im Auge zu behalten, geschweige denn zu probieren. Besonders hektisch wird es immer im Mai, viele Brennereien stellen dann z.B. im Zuge des Islay Festivals ihre neuen Kreationen vor. Ich hatte in den letzten zwei Wochen glücklicherweise die Gelegenheit, zwei Neuerungen aus dem Portfolio des Moët-Hennessy-Konzerns probieren zu dürfen, zu dem u.a. die bekannten Brennereien Glenmorangie und Ardbeg gehören.

    Glenmorangie Lasanta

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    Am ersten Abend war ich deswegen zusammen mit einer Gruppe JournalistInnen, BloggerInnen und Whiskyinteressierten in Charles Schuhmanns Zweitbar Les Fleurs du Mal eingeladen, um dort den Relaunch des Glenmorangie Lasanta zu verkosten. Der Lasanta ist zwar erst vor knapp fünf Jahren auf den Markt gekommen, konnte aber in dieser Zeit die Erwartungen der Brennerei nicht erfüllen und wurde deshalb von Grund auf überarbeitet. Aus diesem Grund ist auch Karen Fullerton nach Deutschland gereist, die als Global Brand Ambassador von Glenmorangie und Ardbeg an der Entwicklung beteiligt war und außerdem die Entscheidung für den Relaunch bis ins kleinste Detail und mit erstaunlicher Offenheit erklären kann.

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    Um einen Vergleich zu haben und ein Gefühl für die grundsätzlichen Merkmale der Brennerei (immerhin ist sie die Destillerie mit den höchsten Brennblasen in Schottland!) zu bekommen, verkosten wir zunächst den zehnjährigen Glenmorangie Original. Dieser milde, leicht florale, fruchtige und malzige Single Malt aus Ex-Bourbon-Fässern bildet die Grundlage, auf der die weiteren Abfüllungen des Konzerns entwickelt werden. Im Falle des Lasanta waren es etwa 50 verschiedene Variationen, die von der Entwicklungsabteilung der Brennerei und dem Master Distiller gemischt wurden, bis sich schließlich ein Mix aus Pedro-Ximénez- und Oloroso-Sherry-Fässern als Favorit herauskristallisierte. Im Vergleich zum ursprünglichen Lasanta ist die neue Variante deutlich weicher und runder geworden. Wo der alte Lasanta sehr würzig, wärmend und mit Aromen wie Zimt daherkam, dominieren beim neuen Lasanta zunächst Ingwer, Marzipan und Trockenobst in der Nase. Auch beim Alkoholgehalt hat sich was geändert, statt 46% sind es jetzt nur noch 43%. Durch die Pedro-Ximénez-Fässer ist beim Geschmack mehr Süße hinzugekommen und die Kanten sind etwas abgeschliffen worden. Mir gefällt die Entwicklung allerdings und ich kann mir gut vorstellen, in Zukunft öfter mal eine Flasche im Regal stehen zu haben.

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    Zum Abschluss dürfen wir uns noch selbst als Master Blender versuchen und jeweils aus einer Pedro-Ximénez- und Oloroso-Abfüllung in Fassstärke unseren eigenen Lasanta herstellen. Das ist schwerer als erwartet, und ich bin ganz froh, dass diese Aufgabe sonst von den Damen und Herren in Schottland übernommen wird. Anschließend nimmt sich Karen Fullerton noch die Zeit, sich mit uns über die Erfolgsaussichten deutschen Whiskys, NAS-Abfüllungen (No Age Statements, d.h. Whiskys ohne Altersangabe) und die Entwicklung von Whiskyleidenschaft im Studium auszutauschen. So endet ein schöner Abend und ich freue mich schon, den neuen Lasanta in Zukunft öfter mal im Glas haben zu können.

    Ardbeg Auriverdes

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    Der zweite Pflichttermin im Mai war das Pre-Tasting der diesjährigen limitierten Ardbeg-Abfüllung. Ich habe ja bereits im vergangenen Jahr begeistert über den Ardbog geschrieben, und auch diesmal hat das Ardbeg-Team um Bill Lumsden hervorragende Arbeit geleistet. Passend zur WM in Brasilien hat sich das Marketingteam außerdem eine Fußballkampagne einfallen lassen und sogar den Whisky entsprechend benannt: Auriverdes – das steht zum einen für das Gold des Whiskys und das Grün der Insel Islay und ist „zufälligerweise“ auch der Name der brasilianischen Nationalelf. Auf jeden Fall schön stimmig und Ardbeg hat definitiv ein Händchen dafür, sich auch über den Geschmack seiner Abfüllungen hinaus interessant zu machen. Aber hier soll es natürlich ganz objektiv um das gehen, was vom Glas in den Mund wandert, und ich hatte zum Glück mehr als genügend Zeit, den Auriverdes ausführlich zu probieren.

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    Natürlich beginnt auch das Pre-Tasting im Schummerlicht der Münchner Bar Gabanyi nicht sofort mit dem Highlight des Abends, sondern zunächst erzählt Thomas Zilm, Brand Ambassador von Ardbeg, etwas mehr über die Destillerie an sich. Während wir ihm lauschen, können wir noch einmal die Single Malts der Core Range probieren. Alle Ardbeg-Whiskys basieren auf dem gleichen New Make Spirit, einem Destillat von 69% (das übrigens nach Bamberger Rauchbier riecht, wenn man es sich auf die Haut reibt), das erst durch die unterschiedliche Fasslagerung seinen individuellen Charakter entwickelt. 60-70% seines Geschmacks erhält ein Whisky aus dem Fass, und so ist klar, dass bei Ardbeg viel Wert auf das richtige Holz gelegt wird. Für den Einsteigerwhisky, den Ardbeg TEN, kommen z.B. hochwertige 1st- und 2nd-Fill-Bourbon-Fässer aus amerikanischer Weißeiche zum Einsatz, die für eine knackige Schärfe sorgen. Beim Uigeadail sind es dagegen Sherry-Fässer, deren Weinaromen (bei einem Weinfass stecken bis zu zehn Liter Flüssigkeit im Holz!) die Torfigkeit dämpfen und den Uigeadail deutlich weicher und süßer werden lassen. Wer auf Winteraromen steht, sollte hier mal eine Nase riskieren! Bei meinem Favoriten, dem Corryvreckan, ist dagegen wenig gedämpft. Neben den bekannten Bourbon-Fässern sind Fässer aus französischer Eiche am Geschmack beteiligt und das Tanin dieses Holzes sorgt für deutlich mehr Würze. Die 57.1% tun ihr Übriges, sodass man es hier eher mit einem stürmischen Herbstnachmittag, als mit einem gemütlichen Winterabend zu tun hat. Kein Whisky für jeden Tag, aber einer mit viel Charakter.

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    Dann endlich kommt der Star des Abends ins Glas. Ardbeg hat es geschafft, die jährlichen Abfüllungen zu einem weltweiten Spektakel werden zu lassen, bei dem der Ausverkauf am ersten Tag schon garantiert ist. Ich bin also gespannt, ob diesmal die vorher schon kursierenden Gerüchte über die hohe Qualität des Auriverdes gerechtfertig sind. Im Glas schimmert er wirklich schön golden und nicht besonders dunkel. Gelagert wurde das Destillat in 1st- und 2nd-Fill Bourbon-Fässern, doch anders als beim TEN kamen zusätzlich noch Fässer mit speziell getoasteten (also angekohlten) Deckeln zum Einsatz. In der Nase gibt er sich zunächst erstaunlich unspektakulär, sehr zurückhaltend, mit Anklängen von Honig und Karamell. Im Mund entfaltet der Single Malt allerdings eine ganz eigene Kraft. Der erste Schluck ist richtig süß, die Vanille der Bourbon-Fässer kommt zum Vorschein, und vor allem ist er ziemlich vollmundig. Irgendwie auch saftig, man hat regelrecht das Gefühl, in ihn reinbeißen zu können, fast ist man versucht, auf der Flüssigkeit herumzukauen. Nach einem Moment im Mund kommen die von Ardbeg gewohnten Torf- und Salz-Aromen zum Vorschein, drängen sich aber nicht zu sehr in den Vordergrund. Nach einer Weile an der Luft wird der Auriverdes schließlich rauchiger, die Kohle der gerösteten Deckel macht sich jetzt stärker bemerkbar und auch im Mund breitet sich nach einiger Zeit eine gewisse kohlige Trockenheit aus. Das ist gar nicht so unangenehm wie man zunächst  denken mag, sondern eher spannend und macht Lust auf ein ordentliches BBQ. Der Abgang ist schön lang und die ordentlichen 49.9% rinnen erstaunlich sanft die Kehle herunter. Zusammenfassend also ein verdammt gut ausbalancierter Singe Malt, der dem Arbdeg-Portfolio eine neue, etwas sanftere Note hinzufügt, ohne zu gefällig zu sein. In jedem Fall ein Whisky, von dem man gerne mehr als nur ein Dram trinken will und den ich mir toll an einem warmen Sommerabend auf dem Balkon (oder einer Dachterrasse in Sevilla) vorstellen kann.

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    Wer bisher noch nie einen Ardbeg probiert hat, am 31.5. – dem Ardbeg Day 2015 – bereit ist, sich in eine lange Schlange einzureihen und 72€ übrig hat, sollte auf jeden Fall zuschlagen! Alle Ardbeg-Fans wissen eh, dass sich der Weg zum Spirituosenhändler ihres Vertrauens (in München wird z.B. der Whisky-Shop Tara einen limitierten Vorrat haben) lohnt. Ich selbst muss am Ardbeg Day arbeiten, in mein Regal wird es also leider keine Flasche schaffen. Schade eigentlich, denn ich hätte den Auriverdes gerne noch etwas näher kennengelernt.

    Vielen Dank an Tobias von Moët Hennessy für die Einladungen zu den beiden Whisky-Tastings. Meine Meinung bleibt davon natürlich unberührt.

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    Deutschland, Gereist, Getestet, Getrunken, München

    Eine Brise Schottland weht über den Viktualienmarkt: die Gin & Tonic-Pop-up-Bar von Edinburgh Gin

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    Die Sonne brutzelt, durch die Luft wehen Grillgerüche – endlich hat ein Hauch von Sommer auch München erreicht. Was gibts da Besseres, als die sommerlichen Temperaturen auszukosten und nach dem Feierabend den Biergarten zu stürmen? … Na, die Gin & Tonic-Bar – ha! Denn seit dem 12. Mai und bis zum 7. Juni lädt die Gin & Tonic-Pop-up-Bar von Edinburgh Gin auf dem Münchner Viktualienmarkt (nicht nur) zum Afterwork-Drink ein.

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    Aber wie kommt ein schottischer Gin eigentlich nach München? Ganz einfach – über die Städtepartnerschaft, die Edinburgh und die bayrische Landeshauptstadt seit 60 Jahren verbindet. Die Idee, das Jubiläum einer Städtepartnerschaft mit der Eröffnung einer Pop-up-Bar zu feiern, finden wir grandios! Um gleichzeitig die schottisch-englische Freundschaft zu pflegen, hat Edinburgh Gin auch noch Fever-Tree ins Boot geholt, die die Pop-up-Bar mit ihren köstlichen Tonics unterstützen. Von der gelungenen Umsetzung und der Vielzahl an schottischen (und englischen) Köstlichkeiten, die die Pop-up-Bar anbietet, durften wir uns kürzlich selbst überzeugen.

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    Keinesfalls entgehen lassen sollte man sich z.B. die Scottish Hugos (je 7€) – ein erfrischender Mix aus Gin, Gin-Likör (wahlweise mit Himbeer- oder Holundernote), Prosecco und Soda. Aber auch die klassischen Gin & Tonics (je 9€) können überzeugen. Hier hat man die Möglichkeit, seinen Gin mit den verschiedenen Fever-Tree-Tonics zu kombinieren: ganz traditionell mit herbem Zitrusaroma mit dem Premium Indian Tonic und Orangenzeste oder würzig-kräuterig mit dem Mediterranean Tonic und einem Rosmarinzweig. Etwas ungewöhnlicher und nicht auf der Standardkarte zu finden sind die Kombinationen mit dem neuen Elderflower Tonic und einer Himbeere (fruchtig-floral und eigentlich etwas zu süß für den Edinburgh Gin) sowie dem Fever-Tree Bitter Lemon (hinter dem sich eigentlich ein Lemon Tonic verbirgt), das sich aber grundsätzlich im Wodka besser aufgehoben fühlt. Grundlage all dieser Drinks ist der Edinburgh Gin, der mit 16 Botanicals aufwarten kann. Neben den üblichen Zutaten sorgen schottischer Wacholder, Heidekraut, Kiefer und Mariendistel für eine besonders wacholdrige Note und unterstreichen die schottische Herkunft.

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    Bevor man sich jedoch ungebremst dem Gin & Tonic-Konsum hingibt, sollte man besser nach einer der nahrhaften Grundlagen greifen, die die schottische Bar außerdem anbietet, z.B. belegte Sandwiches oder eine äußerst leckere Tomatensuppe mit Gin-Sahne. Danach sollte der Verkostung weiterer Drinks nichts mehr im Wege stehen.

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    Wer sich durch das Angebot der schottischen Gin-Tonic-Bar probieren möchte, sollte sich beeilen, denn die Bar auf dem Viktualienmarkt (gegenüber dem Biergarten) hat nur noch bis zum 7. Juni 2014 (täglich von 12 bis 20 Uhr) geöffnet. Schade eigentlich, denn wir wären dort sicherlich häufiger zu Gast!

    Vielen Dank an Edinburgh Gin, Fever-Tree und storykitchen für die Einladung zum Tasting. Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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    Gekocht, Getestet

    Abendessen für Faule: Möhren-Haselnuss-Salat mit Dill

    Möhren-Haselnuss-Salat mit Dill Rezept Feed me up before you go-go

    Was das Kochen unter der Woche angeht, bin ich ja eher faul. Meine Lust, mich abends noch eine halbe Ewigkeit in die Küche zu stellen und ein ausgeklügeltes Gericht vorzubereiten, ist verhältnismäßig überschaubar. Pasta mit Rucola, Pesto oder ein schneller Gemüseauflauf sind da meist die Retter in der Not. Noch fauler bin ich, wenn ich abends nach Hause komme, der Mann unterwegs ist und ich für mich alleine kochen muss. Der Abstecher zum Kühlregal des Supermarkts wäre da sicher naheliegend, allerdings ist ein gewisser kulinarischer Anspruch trotz aller Kochunlust dann ja doch noch vorhanden. Für solche faulen Momente ist der Möhrensalat mit Haselnüssen und Dill, den ich in Lisa Lemkes Buch „Sommerküche„* entdeckt habe, geradezu prädestiniert! Fünf Zutaten und 15 Minuten später steht ein Teller Möhrensalat auf dem Tisch, dem man die Einfachheit, die dahintersteckt, keineswegs anschmeckt. Perfekt für ein schnelles Abendessen und sicherlich auch für die nächste Grillparty!

    Möhren-Haselnuss-Salat mit Dill Rezept Feed me up before you go-go

    Möhren-Haselnuss-Salat mit Dill (für 2 Personen):

    25 g Haselnusskerne
    200 g Möhren
    25 g Butter
    10 g Dill
    Meersalz

    1. Die Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett rösten, kurz abkühlen lassen und groß hacken. Die Möhren schälen und in dünne Späne hobeln. Den Dill waschen, trocken schütteln und fein hacken.

    2. Die Butter in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze zerlassen, bis sie goldbraun ist. Die Möhren in eine Schüssel geben, die warme Butter über die Möhren träufeln, Haselnüsse und Dill unterheben und mit Meersalz abschmecken. Den Salat auf zwei Teller verteilen und sofort servieren.

    Der schicke neue Teller stammt übrigens von Maxwell & Williams, die uns kürzlich mit einem Paket voller schönem Geschirr überrascht haben. Hier ein kleiner Einblick, für welche Teller, Vasen, Schüsseln & Co. wir nun ein wenig Platz in unseren (leider übervollen) Küchenschränken schaffen müssen:

    Geschirr Maxwell & Williams

    Dem einen oder anderen Prachtstück werdet ihr hier nun sicher häufiger begegnen – wir sind jedenfalls ganz angetan von unseren hübschen neuen Mitbewohnern. Falls euch Maxwell & Williams noch kein Begriff sein sollte, lohnt sich ein Blick in den Onlineshop, denn das Sortiment der australischen Marke ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch für einen sehr fairen Preis zu erstehen.

    Hinweis: Vielen Dank an Maxwell & Williams, die uns eine Auswahl ihres Geschirrs zur Verfügung gestellt haben. Unsere Meinung bleibt davon natürlich unberührt.

    Bei den mit Sternchen (*) markierten Links handelt es sich um Werbelinks. Wenn ihr etwas darüber bestellt, erhalten wir eine kleine Provision, für euch ändert sich der Preis aber natürlich nicht.

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