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Gekocht

Besuch aus Italien: Winterpasta mit Puntarelle, Lauch und Kapern

Winterpasta mit Puntarelle, Lauch und Kapern Rezept

Da hängt man seit Beginn des neuen Jahres gedanklich fast schon im Frühjahr, irgendwo zwischen Bärlauch, Tatendrang und Frühjahrsputz, und dann überrascht einen der winterlichste Winter seit Langem und überrollt lawinenartig alles, was ihm in die Quere kommt. Die parkenden Autos vor unserem Haus verstecken sich schon seit Tagen unter großen weißen Bergen, ab und an schlurft sogar jemand auf Skiern an unserer Haustür vorbei. Nein, wir sind nicht etwa in die Berge gefahren, sondern mitten in München, mitten in der Stadt. Wenn der Schnee alles lahmlegt, bleibt uns nichts anderes übrig, als uns an den wärmenden Herd zu verkriechen und die Küche nicht ohne echtes Winter-Soulfood zu verlassen. Und was könnte man der lähmenden Kälte wohl besser entgegensetzen, als einen großen Teller Winterpasta?! Mit Puntarelle, die in unserer Küche Premiere feiert, Lauch und saftigen Karpernäpfeln.

Fast könnte man glauben, die Puntarelle sei zum Winterurlaub aus dem Süden angereist, fühlt sie sich doch vor allem in Rom und Süditalien am wohlsten. Doch München nennt sich ja nicht umsonst die nördlichste Stadt Italiens, und so ist es kein Wunder, dass sich die Puntarelle auch hin und wieder in hiesige Gemüsekisten verirrt. Die Verwandtschaft zum Chicorée sieht man dem Vulkanspargel bzw. Cimata, wie die Puntarelle auch genannt wird, auf den ersten Blick kaum an, denn optisch erinnert sie eher an Löwenzahn. Geschmacklich lässt sich die Familienzugehörigkeit allerdings kaum leugnen – knackig, frisch und mit leichter Bitternote macht sich das italienische Wintergemüse besonders gut in Salaten und Nudelgerichten. Wie passend, dass es uns bei den aktuellen Schneemassen nach Pasta gelüstet! In Kombination mit Lauch, Kapern und Pinienkernen schlägt sich die Puntarelle so gut, dass sie uns im Sommer gerne wieder besuchen darf!

Und falls der Schnee euch ebenso pastahungrig macht wie uns, findet ihr hier sicher Abhilfe: Pasta in Orangensauce mit Fenchel und Möhren, Spaghetti mit Ofenpaprika und Spiegelei oder Rote-Bete-Ravioli mit Ziegenkäse in Thymianbutter.

Winterpasta mit Puntarelle, Lauch und Kapern Rezept

Vegane Winterpasta mit Puntarelle, Lauch und Kapern (Rezept für 2 Personen)

Zutaten

  • 30 g Pinienkerne
  • 1 große Stange Lauch
  • 1 großer Kopf Puntarelle
  • 1 Knoblauchzehe
  • 10 Kapernäpfel
  • 260 g Nudeln nach Belieben
  • etwas Olivenöl
  • Chilipulver
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl anrösten. Den Lauch in feine Ringe schneiden und waschen. Von der Puntarelle den Strunk, die äußeren Blätter und die harten Stiele entfernen, die übrigen Blätter gründlich waschen und längs halbieren. Den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Kapernäpfel vom Stiel befreien und halbieren.
  2. Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen und die Nudeln darin garen. Währenddessen etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Den Knoblauch und die Lauchringe darin bei mittlerer Hitze anbraten, dann die Puntarelle dazugeben und zusammenfallen lassen. Etwas Nudelwasser abschöpfen und einen ordentlichen Schuss sowie noch etwas Olivenöl zum Gemüse in die Pfanne geben.
  3. Zum Schluss die Kapernäpfel in die Pfanne geben und alles mit etwas Chilipulver, Salz und Pfeffer würzen.
  4. Die gegarten Nudeln tropfnass in die Pfanne geben, alles gut vermischen, nochmals abschmecken und gleich servieren.
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4 Kommentare

  • Reply Ye Olde Kitchen

    Ihr Lieben, das ist wirklich ein perfektes Wintergericht. So einfach und so gut. Und die Kombination aus bitter, Kapernäpfeln und Chili stelle ich mir wahnsinnig köstlich vor. Ich hoffe, wir kommen baldmöglichst an Puntarelle. Vielleicht haben wir Glück und bekommen sie in der Biokiste.
    Genießt den Schnee so lang es geht.
    Regnerisch-graue Grüße aus dem Schwabenland
    Eva

    13. Januar 2019 at 10:07
    • Reply Sabrina

      Danke, Eva! 🙂 Schön, dass wir damit auch deinen Geschmack getroffen haben. Ich drücke die Daumen für die Puntarelle, hier war sie tatsächlich in der Biokiste drin.

      13. Januar 2019 at 21:24
  • Reply Julia

    Na das nenn ich mal ein Pastagericht – genau nach meinem Geschmack! Puntarelle hab ich dieses Jahr zwar noch nicht gekauft, aber am Markt wurde mir versichert, dass die Puntarelle dieses Jahr viel besser seien als der CIme di Rapa. Was soll ich also sagen, ich muss die Pasta also unbedingt nachkochen!
    Liebe Grüße aus der allernördlichsten Stadt Italiens, oder auch dem Venedig Deutschlands, falls das nicht noch absurder ist 😉
    Julia

    13. Januar 2019 at 13:22
    • Reply Sabrina

      Ach, schau her, dann haben wir die Puntarelle ja genau zum richtigen Zeitpunkt für uns entdeckt. 🙂 Und Venedig finde ich in Anbetracht der Massen an dahinschmelzendem Schnee ganz und gar nicht absurd. 😉

      13. Januar 2019 at 21:27

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