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    Bozen, Gegessen, Gereist, Getrunken, Italien, Südtirol

    Ein kulinarisches Wochenende in Südtirol: Törggelen in Kaltern, Bergäpfel auf dem Ritten & Südtiroler Spezialitäten in Bozen

    Kulinarisches Wochenende in Südtirol Kaltern Ritten Bozen

    Törggelewaaas? Auch wenn ich mittlerweile weiß, was sich hinter dem Begriff „Törggelen“ verbirgt, habe ich immer noch Probleme, das Wort korrekt auszusprechen. Richtig klingt es nur, wenn die Südtiroler_innen es mit einem krächzendem Rachenlaut verbinden, den meine Stimmbänder partout nicht hervorbringen möchten. Glücklicherweise sind die Menschen zwischen Alpen und Dolomiten sehr freundlich und verzeihen uns die holprige Aussprache. Doch nicht nur, um an der korrekten Aussprache zu feilen und zu erfahren, was es mit dem Törggelen so auf sich hat, lohnt sich im Herbst ein Besuch in Südtirol. Wir haben letzten Oktober ein kulinarisches Wochenende in Südtirol verbracht und nach dem Besuch des Kalterer Weinkulinariums (das in diesem Jahr übrigens am 7. Oktober stattfindet) noch etwas die Umgebung Kaltern, Bozen und den Ritten erkundet. Read more

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    Gegessen, Gereist, Getrunken, Orlando, USA

    Wenn King Kong anruft und mit dir Monstermilkshakes trinken will: Hard Rock Hotel Orlando und Universal CityWalk

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    Hard Rock Hotel Orlando Pool mit Palmen

    Es ist halb 7, das Telefon klingelt. Schlaftrunken hebe ich ab und bekomme bedrohlich ins Ohr geschnauft. Fast hatte ich vergessen, dass der Weckdienst heute von einem Riesenaffen übernommen wird. Besonders gesprächig ist King Kong ja nicht, aber seinen Auftrag hat er zumindest erfüllt – wir sind wach, lachen uns kaputt und überlegen schon, wen wir für den nächsten Morgen mit dem Weckruf beauftragen. Spiderman? Die Transformers? Oder AC/DC? Die Auswahl ist groß – schließlich befinden wir uns im Hard Rock Hotel Orlando, wo man sichtlich bemüht ist, die Gäste schon am Morgen in die richtige Stimmung zu versetzen. Read more

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    Frankreich, Gereist, Metz

    Kulinarisch durch Elsass & Lothringen #4: Metz – Quiche Lorraine, Moselwein & Quartier impérial

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    Wie bereits zuvor auf unserer Reise durch den Nordosten Frankreichs, haben wir auch bei Metz zunächst wenig Vorstellung von der Stadt. In den Tiefen meines Gedächtnisses tauchen während der Fahrt von Nancy nach Metz Bilder aus der Nibelungensage auf, nur äußerst dunkel erinnere ich mich an die Pflichtvorlesungen zum Mittelalter und versuche im Kopf Ordnung in die Geschichte des deutschen Kaiserreichs zu bringen – denn irgendwie bin ich sicher, dass das auch mit Metz zusammenhing. Mein Gedächtnis täuscht mich nicht und schon bald wird klar, dass die Stadt noch mehr als Mulhouse, Nancy und Straßburg für die engen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich steht. Somit findet unsere Reise durch eine Grenzregion, deren wechselhafte Geschichte wir in den Tagen zuvor schon ausführlich erkundet haben, in der Stadt an der Mosel ein passendes Ende.

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    Frankreich, Gegessen, Gereist, Getrunken, Nancy

    Kulinarisch durch Elsass & Lothringen #3: Nancy – Bergamotte, Mirabellen & Art nouveau

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    Wir verlassen Straßburg und das Elsass und machen uns auf in Richtung Westen. Je näher wir Nancy kommen, desto besser wird das Wetter – es scheint, als hätten wir die Regentage endlich hinter uns gelassen. Sonne und Nancy – das passt ohnehin viel besser zusammen. Denn wenn ich Nancy in nur zwei Farben beschreiben müsste, wären es Gold und Weiß. Strahlend blauer Himmel bietet da die beste Leinwand, lässt die pompösen weißen Bauten strahlen und die Sonne in den vielen Goldverzierungen rund um die Place Stanislas glitzern. Read more

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    Gegessen, Gereist, Österreich, Zillertal

    Ein Wochenende im Zillertal: Wohlfühlen im Posthotel, Wandern in Klein Tibet

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    Lang geplante Wander- und Wellnesswochenenden starten bei uns für gewöhnlich mit Regen. Das kennen wir schon und trotzdem nervt es, dass Regen und Wolken die Sicht auf die Tiroler Berge vernebeln, als wir in Richtung Süden aufbrechen. Glücklicherweise haben wir es nicht weit – gerade einmal gute 1,5 Stunden brauchen wir von München mit dem Auto zu unserem Ziel in Österreich: DasPosthotel in Zell am Ziller, im schönen Zillertal. (Das waren ganz schön viele Z in einem Satz.) Doch der Regen kann unserer Stimmung nichts anhaben, denn es lockt die Gewissheit, dass wir spätestens am Nachmittag in Bademänteln und -schlappen durch den Spa-Bereich des Hotels schlurfen werden. Read more

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    Gegessen, Gekauft, Gereist, Getrunken, Mallorca, Spanien

    Mallorca Food & Travel Guide #1: Sóller & Port de Sóller – Orangen, wohin das Auge blickt

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    „Hm ja, da soll’s ja auch ganz schöne Ecken geben …“ So in etwa lauten sämtliche Reaktionen, als wir von unserem bevorstehenden Urlaub auf Mallorca erzählen. Das Image der Partyinsel haftet Mallorca noch immer an. Fast schon rechtfertigend ergänzen wir: „… aber wir wohnen in den Bergen, fernab von Ballermann und Eimersaufen.“ Natürlich treffen wir im Flieger nach Palma auf singende Fußballclubs, Klischeetouris mit Sandalen und weißen Socken und Junggesellenabschiede im Einheitslook, die uns kurz zweifeln lassen, ob das mit „Malle“ und uns wirklich so eine gute Idee war. Doch spätestens als wir die ersten Orangenbäume am Rande der Tramuntana passieren und uns Sóller mit freiem Blick auf das im Tal liegende Städtchen begrüßt, wird klar, dass das ein guter Urlaub werden könnte. Read more

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    Frankreich, Gegessen, Gekauft, Gereist, Getrunken, Straßburg

    Flammkuchen, Eclairs & Gewürztraminer: Straßburg kulinarisch

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    Der erste Kurzurlaub des Jahres führt uns ins Elsass. „Flammkuchen in Straßburg essen“ stand schon lange auf unserer kulinarischen To-do-Liste. Und wenn man sich schon mal in Reutlingen (auf dem wie immer wunderbaren Foodbloggercamp) befindet und somit die französische Grenze nur noch ein Katzensprung entfernt ist, man Fromage, Vin und Eclairs fast schon riechen kann, nutzt man natürlich die Gunst der Stunde. Keine anderthalb Stunden dauert es, bis wir Strasbourg erreichen und vom Klang der französischen Sprache umgeben sind (uns verbindet eine Hassliebe, von der ich hier schon mal berichtet habe). „In Straßburg kommst du überall mit Deutsch oder Englisch durch!“ – Wie oft habe ich diesen Satz vor unserer Reise gehört. Denkste! Mein verstaubtestes und tief in den hintersten Gehirnregionen vergrabenes Französisch muss ich auspacken. Doch nach drei Tagen bin ich fast ein bisschen stolz, dass ich mich durch komplette Bestellungen und Minikonversationen im allerfeinsten Hand-und-Fuß-Französisch plappern kann. Voilà, geht doch!

    Drei Nächte verbringen wir in der beschaulichen Stadt am Rhein, was sich als ideal erweist, um Straßburg und seine kleinen Gässchen etwas kennenzulernen, gemütlich durch die historische Altstadt der Grande Île und das charmante Viertel Petite France zu schlendern, im jungen Szeneviertel um die Place du Marché Gayot zu shoppen, sich in der Rue des Orfèvres durch sämtliche Feinkostläden zu probieren, im Boot auf der Ill zum Europaviertel zu schippern und sich ein paar der wirklich interessanten Museen anzuschauen, die die Stadt im Elsass zu bieten hat.

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    Wer nur für ein paar Tage nach Straßburg reist, sollte seinen Trip nicht ausgerechnet auf Sonntag und Montag legen, da viele Geschäfte und Restaurants an diesen beiden Tagen geschlossen haben. Verhungern muss man natürlich trotzdem nicht, auch wenn es für Vegetarier_innen auf den ersten Blick unmöglich erscheint, etwas anderes als Brot, Gebäck oder Käse zu finden. Hier ist im Vorfeld etwas Recherche und ein Blick auf die meist online einsehbaren Menükarten der Restaurants hilfreich, wenn man sich am Abend langes Suchen ersparen möchte. Gerade die traditionelleren Lokale (von denen es in Straßburg sehr viele gibt) haben – wenn überhaupt – nur ein vegetarisches Gericht im Angebot. Das Preisniveau ist insgesamt (selbst im Vergleich zu München) recht hoch – ein großes Bier bekommt man für ca. 6,50 €, Hauptspeisen mit etwas Glück ab 15 €. Kulinarisch hat das Elsass natürlich einiges zu bieten und wir haben uns vorgenommen, ein paar der typisch elsässischen Gerichte zu probieren. Unsere kulinarischen Highlights haben für euch zusammengestellt:

    Straßburg Food- und City-Guide

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    {Square Delicatessen}

    Wir geben es zu, seit unseren letzten Urlauben sind wir ganz schön frühstücksverwöhnt! Normalerweise beginnt ein Urlaubstag für uns mit einem ausgedehnten Frühstück in einem netten Café, das uns gestärkt in den Tag starten lässt. Offensichtlich waren wir zu lange nicht mehr in Frankreich, um uns daran zu erinnern, dass die französischen Frühstücksgewohnheiten doch ein bisschen anders sind. Ein nettes, modernes Café ist mit dem Square schnell gefunden, doch das Frühstück, das uns serviert wird, irritiert uns zunächst: zwei Minischeibchen Baguette, etwas beschwipstes Obst, ein Minicroissant, dazu Marmelade und Butter aus der Packung. Hm. Etwas später am Tag bemerken wir, dass alle Cafés – wenn überhaupt – ein Frühstück dieser Art anbieten und wir wohl für die nächsten Tage umdenken müssen. Kein Problem bei der Anzahl an tollen Boulangerien in der Stadt. Das Square können wir dennoch empfehlen – zwar nicht zum Frühstücken, aber zum Nachmittagsstopp in schöner Atmosphäre, denn Kaffee, Tee und der frische Orangensaft sind richtig gut und das italienisch angehauchte Mittagsangebot liest sich ebenfalls toll. Square Delicatessen // 12 Rue du Vieux Marché aux Grains, Straßburg.

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    {Au pain de mon Grand-Père}

    Wir sind lernfähig und beschließen am nächsten Morgen direkt zu einer Boulangerie zu gehen, an deren Scheibe wir uns bereits am Vortag die Nasen platt gedrückt haben: Die traditionellen Bio-Brote und das Gebäck von Au pain de mon Grand-Père sind nicht nur wahnsinnig hübsch anzusehen, sondern machen einen auch auf der Stelle süchtig. Opa weiß wirklich, wie man Brot backt! Wir decken uns hier nicht nur fürs Frühstück ein, sondern kommen vor unserer Abreise noch einmal vorbei, um ein paar der herrlich duftenden Brote mit nach München zu nehmen. Der Einkauf eskaliert ein wenig: Feigenbrot, Nussbrot, Dattel-Mandel-Brot, Fougasse aux olives, Brioches aux pralines roses, Nuss-Marzipan-Streusel. Alles ganz hervorragend, ausnahmslos! Au pain de mon Grand-Père // 58 Rue de la Krutenau, Straßburg.

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    {Pains Westermann}

    Eine weitere Institution in Sachen Backkunst ist die Bäckerei des Sternekochs Eric Westermann in der Rue des Orfèvres, einer kleinen Gasse nahe der Kathedrale, in der sich Feinkostläden, Patisserien und Boulangerien aneinanderreihen. Schon die Brot- und Gebäckauslage im Schaufenster lässt erahnen, dass es uns schwerfallen wird, eine Entscheidung zu treffen. Gegen den Nachmittagshunger packen wir ein kleines Käse-Tomaten-Brot und eine der beinahe kleinkindgroßen Meringue ein, an der wir gleich mehrere Tage zu knabbern haben. Pains Westermann // 1, Rue des Orfèvres, Straßburg.

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    {Maison Naegel}

    Ein paar Schritte weiter stehen wir vor dem nächsten Gourmettempel: Maison Naegel – der wahr gewordene Traum französischer Patisseriekunst. Eclairs, Mille feuilles, Tartelettes, Macarons: Kann man diese kleine Wunderwerke wirklich essen? Mais oui! Sogar zu erstaunlich fairen Preisen. Es dauert also nicht lange, bis wir uns in die Schlange der Unterzuckerten einreihen und uns ein Pistazien-Eclair, ein Vanille-Karamell-Mille-feuille und für zu Hause noch zwei der großen Salzkaramell- und Pistazien-Macarons einpacken lassen. Alles schmeckt fast noch besser, als es ohnehin schon aussieht. Besonders die Macarons, die den Rückweg nach München zum Glück unbeschadet überstehen, sind wahrlich die besten, die wir je probiert haben! Maison Naegel // 9, Rue des Orfèvres, Straßburg.

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    {Suspenders Coffeeshop}

    Wenn man nachmittags durch die engen Gassen von La Petite France schlendert und von einem plötzlichen Koffeinverlangen überkommen wird, ist der Suspenders Coffeeshop die ideale Anlaufstelle. Hier gibt es nicht nur richtig guten und für Straßburger Verhältnisse äußerst günstigen Kaffee (z.B. aus der Chemex oder AeroPress), sondern auch das ein oder andere verführerische Kuchenstück. Das alles in einem jungen, urbanen Ambiente in einem alten, knarzenden Fachwerkhaus. Suspenders Coffeeshop // , Straßburg.

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    Copyright: Oh My Goodness

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    Copyright: Oh My Goodness

    {Oh My Goodness}

    Zwischen unserem Hotel und der Innenstadt entdecken wir ein hübsches buntes Café, das uns nicht nur vor dem Regen rettet, sondern auch mit hervorragendem Kaffee versorgt. Junge, entspannte Atmosphäre, schöne Deko, bequeme Sofas und Bänke – wir verstehen, warum das zweistöckige Café Oh My Goodness abends auch ein beliebter Ort für Lesungen und Konzerte ist! Oh My Goodness // 13 Rue de la première armée, Straßburg.

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    la corde a linge - zone mercerie + office + atelier 4 - cred

    Copyright: La corde à linge

    {La corde à linge}

    Pittoresker könnte das hübsche Restaurant La corde à linge wohl kaum liegen: Direkt am Fluss an einem der schönsten Plätze der Altstadt kann man hier bei sommerlichen Temperaturen wunderbar im Freien dinieren. Die Märzeskälte treibt uns jedoch ins Warme, wo wir zwischen Wäscheleinen (wie könnte es bei dem Namen auch anders sein?) und aufgehängten Kleidungsstücken Platz nehmen. Wir sind gekommen, um hausgemachte Spätzle zu essen. Hier soll es nämlich besonders gute in besonders vielen Variationen geben. Mit Waldpilzen zum Beispiel oder mit Münsterkäse, geschmorten Zwiebeln und Speck. An die deftige elsässische Küche könnten wir uns gewöhnen! La corde à linge // 2 Place Benjamin Zix, Straßburg.

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    {Au pont Saint Martin}

    Wenn man in Straßburg traditionell elsässisch essen gehen möchte, sollte man keine Berührungsängste vor touristisch anmutenden Lokalen mitbringen. Die gibt es – gerade in La Petite France – nämlich zuhauf. Ganz malerisch und mit Blick aufs Wasser findet man in einem traditionsreichen Fachwerkhaus an der Pont Saint Martin ein umfangreiches Angebot an elsässischen Spezialitäten. Drinnen werden wir begrüßt von urigem Elsass-Charme, doch gemütlich ist es allemal auf den langen Holzbänken am Fenster des alten Wirtshauses. Wir bestellen Flammkuchen. Endlich! Und ich bin froh, eine vegetarische Variante mit Gemüse gefunden zu haben, denn ganz so einfach ist das wirklich nicht. Der Mann wählt traditionell einen Flammkuchen mit Münsterkäse und Speck. Dazu ein Gläschen Gewürztraminer, ein lokales Bier und das Rauschen der Ill im Ohr – so haben wir uns Straßburg vorgestellt. Au pont Saint Martin // 15 Rue des Moulins, Straßburg.

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    {Gurtlerhoft}

    Direkt gegenüber des Münsters und somit mitten im Zentrum der Altstadt geht es hinab in den Keller des Gurtlerhoft. Eine derart zentrale Lage mag nicht immer Gutes verheißen, doch das Restaurant scheint der richtige Ort zu sein für alle, deren Bauch sich nach großen Portionen elsässischer Küche sehnt. Große Fleischberge in urigen Kellergewölben – Touristenherz, was willst du mehr? Schweinshaxe mit Münster für den Mann und – um die Liste der probierten regionalen Spezialitäten zu erweitern – Bibeleskäs mit Bratkartoffeln und Münster für mich. Deftig! Aber richtig gut. Eigentlich hatten wir vor, der Empfehlung von Penne im Topf zu folgen und dort die Schwarzwälder Kirschtorte zu probieren, aber die üppige Hauptspeise lässt uns keinen Platz im Magen. Schade, denn die Blicke am Nachbartisch lassen ahnen, dass sich die Bestellung wohl lohnen würde. Gurtlerhoft // 13 Place de la Cathédrale, Straßburg.

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    {Und sonst so?}

    Wir haben uns für die drei Tage bei der Touristeninformation den Strasbourg-Pass besorgt. Für 18,90 € bekommt man den Eintritt in ein Museum seiner Wahl (sowie 50% Rabatt in einem weiteren), den Aufstieg auf die Kathedrale Notre-Dame, eine Bootsfahrt und einige weitere Vergünstigungen. Die Auswahl der Museen fällt uns nicht ganz leicht, denn allein das Palais Rohan beherbergt drei verschiedene. Wir besuchen das Musée des Arts décoratifs im ehemaligen Stadtpalais der Fürstbischöfe und das allein schon architektonisch sehenswerte Museum für moderne und zeitgenössische Kunst. Von dort kann man über den Vauban-Staudamm zurück ins malerische Petite France laufen und dabei die Aussicht auf die Stadt genießen.

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    Wer etwas abseits der einschlägigen Touri-Shops einkaufen möchte, findet u.a. hinter dem Straßburger Münster um den Place du Marché Gayot neben einigen Bars und moderneren Restaurants viele kleine Boutiquen und individuelle Designerläden mit hübschen Accessoires, Möbeln & Co. Unser Einkauf im Comptoir de Famille in der Mémé d’Autriche (11 Rue des Bouchers), in dem uns erneut das Interiorherz aufgeht. Im dazugehörigen Geschäft nebenan findet man zudem schöne Papeterie und allerlei Retro-Schnickschnack zum Verschenken.

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    {Übernachtung}

    Wir übernachten in dem kleinen, recht günstigen Boutique-Hotel Diana Dauphine am Rande der Altstadt. Die Zimmer sind klein, aber modern, der Service ausgesprochen freundlich und die meisten Sehenswürdigkeiten lassen sich von dort aus gut zu Fuß erreichen. Wer etwas zentraler (bzw. so zentral wie nur möglich) und dennoch bezahlbar übernachten möchte, sollte sich das Hotel Cathedrale genauer anschauen, das – wie der Name schon vermuten lässt – direkt gegenüber des Münsters liegt und mit einem besonders hübschen Innenhof ausgestattet ist. Im Vorbeigehen verlieben wir uns jedoch in das Hotel Cour du Corbeau im vermutlich schönsten historischen Gebäude der Stadt, das ebenfalls einen wunderschönen Innenhof aus dem 16. Jahrhundert sein Eigen nennt. Wer hier nächtigen möchte, sollte allerdings etwas mehr Budget einplanen. Vielleicht heben wir uns das für den nächsten Straßburgbesuch auf – man munkelt, dass wir das Elsass schon recht bald wiedersehen werden. Wir freuen uns darauf, denn es gibt noch so viel zu entdecken!

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    Brandnertal, Gegessen, Gereist, Österreich

    Aufwachen mit Alpenpanorama: ein Wochenende im Brandnertal

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    Österreich meint es nicht gut mit uns. Kaum haben wir die Grenze überquert, zieht sich der Himmel zu und es beginnt zu regnen. Je näher wir den Alpen kommen und die immer schmaler werdenden Straßen mit dem Auto hinaufkurven, desto heftiger wird das Gewitter. Hm, den Start ins verlängerte Wanderwochenende hatten wir uns irgendwie anders vorgestellt. Unser Ziel ist das Brandnertal in Vorarlberg – das kleine 1000 Meter hoch gelegene Bergdorf Brand, um genau zu sein. Aber wandern im Regen? Dazu bin ich eindeutig nicht motiviert genug! Der Mann offenbar auch nicht, denn er blättert hektisch im Hotelprospekt: „Es gibt einen Gletscher-Spa mit Sauna, Dampfbad und Pool. Und manche Zimmer haben sogar eine eigene Sauna …“ Ok, das klingt nach einem würdigen Alternativprogramm!

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    Kurz darauf stehen wir vor dem Walliserhof – unserer Bleibe für die nächsten Tage (und dem eindeutig modernsten Hotel im Ort). Es folgt eine herzliche Begrüßung und ein kleiner Rundgang durch das kürzlich komplett renovierte Designhotel. Sofort fällt die Liebe zum Detail ins Auge, mit der unsere Gastgeber – Michaela Berthold und Raimund Meyer – ihr familiengeführtes Hotel eingerichtet haben. Rustikaler Alpenflair meets modernes Design. Gefällt! Sehr sogar. Der Weg zu unserem Zimmer führt uns ins Nebengebäude – vorbei am großen Hotelgarten und einem gut ausgestatteten Fitnessraum. Die Bezeichnung „Zimmer“ ist jedoch etwas untertrieben, denn hinter der Tür mit dem Namen „Widum“ verbirgt sich eine extrem geräumige und toll eingerichtete Suite, die deutlich größer ist als unsere Münchner Wohnung. Der erste Blick fällt ins offene Bad: Jackpot! Eine eigene Biosauna. Inklusive direktem Ausblick auf die Alpen. Der Abend ist gerettet!

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    Ein wenig überfordert von den Wellnessmöglichkeiten vor Ort setzen wir uns zunächst mitsamt Begrüßungs-Obstteller und Schampus raus auf unsere überdachte Loggia, blicken auf Berge und Kühe, hören dem Regen zu und planen die Unternehmungen der nächsten Tage. Auch ohne den nötigen Schnee für Wintersportmöglichkeiten, der wohl die meisten Menschen in das Brandnertal lockt, bietet die Region eine Vielzahl an Angeboten: Wandern, Klettern, Mountainbiken, Schwimmen, Golfen – und wer keine Lust auf Aktivurlaub hat, lässt es sich einfach in einem der Spas gut gehen. Genau das machen wir nun auch und schlurfen eingehüllt in Bademäntel und Frotteeschlappen in den Wellnessbereich. Umgeben von dunkelblauem Mosaik und bequemen Polsterlandschaften, schwimmt es sich unter einem Himmel von leuchtenden Kugeln ganz wunderbar. Wir haben Glück, denn der Poolbereich gehört uns fast alleine. Die meisten Gäste machen sich wohl schon dinnerfein.

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    Zum Glück ist das Zeitfenster, in dem das in der „Verwöhnpension“ beinhaltete 6-Gänge-Menü im Restaurant Hochsitz eingenommen werden kann, recht großzügig angelegt. Auch hier begegnen einem wieder Ausblick mit Alpenpanorama sowie stilsicheres und gemütliches Design – besonders schön die Wand mit Suppentöpfen, für die die Familie Berthold/Meyer über Wochen passende Schüsseln zusammengesucht hat. Und das Essen? Saisonale, regionale und nachhaltige österreichische Küche. Hervorragend, wirklich ausnahmslos! Dass man im Walliserhof ganz flexibel auch auf Vegetarier_innen und Veganer_innen eingeht und dann nicht nur Ersatzgerichte mit Beilagencharakter serviert, sondern ebenso durchdachte wie fein zusammengestellte Gänge, empfinde ich als großen Pluspunkt. Weinliebhaber_innen kommen darüber hinaus besonders auf ihre Kosten, denn das Restaurant beherbergt einen gläsernen Weinraum mit über 1000 Flaschen. Im Vergleich dazu fällt die übrige Getränkekarte leider stark ab – die Cocktails und Drinks kommen über 90er-Jahre-Standards wie Sex on the Beach leider nicht hinaus und auch beim Bier würde es sich durch den Craft-Beer-Trend anbieten, neue Akzente zu setzen. Hier wäre es wünschenswert, der zeitgemäße und innovative Stil der Küche würde durch ausgefallenere alkoholische Drinks mit individueller Note ergänzt werden. Der finale Gang zum Käsebüfett lässt uns komatös, aber glücklich in Richtung Zimmer wanken. Der Abend endet in der suiteeigenen Sauna – allerdings nicht ohne zunächst einmal den Feueralarm durch unsachgemäße Bedienung auszulösen. Hust.

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    Sonnenstrahlen und blauer Himmel lassen uns am nächsten Morgen schon früh aus dem Bett krabbeln. Österreich mag uns offensichtlich wieder und beschert uns aus unserem Schlafzimmerfenster einen herrlichen Ausblick auf das Tal. Nach einer frühmorgendlichen Schwimmrunde erwartet uns auf der Terrasse ein fulminantes Frühstück: Obst, Müsli, Brot, Gebäck, dazu individuell zubereitete Eierspeisen, ein Gläschen Sekt und als besonderes Schmankerl die musikalische Begleitung von drei Alphornbläsern, die sich in Tracht und mit Horn im Garten platziert haben. Alpenidyll nennt man das wohl. Was fast ein bisschen kitschig klingt, passt in diesem Moment jedoch perfekt.

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    Die Alphornmusik wird uns den ganzen Tag noch begleiten, denn wir beschließen, mit der Seilbahn zum 2000 Meter hoch gelegenen Lünersee zu fahren, wo an diesem Wochenende zufälligerweise ein Alphornbläsertreffen mit musikalischer Wanderung um den See stattfindet. Versetzt in kleinen Gruppen machen die Bläser immer wieder Station, um ihr Können zum Besten zu geben und unsere Wanderung um den türkisblauen Alpsee musikalisch zu untermalen. Auf der Rückkehr ins Tal folgen wir der Empfehlung unserer Gastgeberin und kehren auf einen Kaffee und ein köstliches Stück Marillen-Topfen-Kuchen in der Schattenlagant Hütte ein. Den restlichen Nachmittag verbringen wir in Brand, erkunden das idyllische Dörfchen, entdecken den Tiererlebnispfad samt Streichelzoo in der Nähe des Hotels und kühlen unsere Beine in einer der vielen Kneippanlagen.

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    Es gefällt uns so gut hier, dass wir am nächsten Morgen beschließen, vom Late-Check-out Gebrauch zu machen, um den halben Tag noch im Spa und mit einer Barfußwanderung zu verbringen. Die Dorfbahn bringt uns innerhalb weniger Minuten zur Bergstation, von wo aus wir uns auf den Weg in Richtung innere Parpfienzalpe machen. Hier startet der Barfußweg, der zum Erspüren der Natur einlädt. Endlich können wir die Wanderschuhe ausziehen – wir gehen über Sand, Moos, Tannenzweige, Laub, Steine, balancieren über Holzstämme, laufen durch kühle Gebirgsbäche und hochgewachsene Wiesen. Ganz schön pieksig für unsere Stadtfüße, aber auf jeden Fall eine Wanderung wert! Überhaupt bietet das Brandnertal mit den umliegenden Bergen eine Vielzahl an Wanderrouten, die sowohl Freizeitwanderer wie auch erfahrene Kletterer zufriedenstellen können.

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    Zurück im Tal winken wir noch einmal dem Walliserhof und sind ein wenig traurig, dass wir das Brandnertal schon wieder verlassen müssen. Wir hätten es dort locker auch eine Woche ausgehalten!

    Walliserhof
    Gufer 43
    6708 Brand
    Österreich
    www.walliserhof.at
    Zimmer ab 113 € pro Person/Nacht

    Werbung: Vielen Dank an den Walliserhof für die Einladung nach Vorarlberg und das schöne Wochenende! Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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