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Bayrische Tradition trifft ayurvedische Gelassenheit: Winter-Wellness im Staudacherhof

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Hotel Staudacherhof Garmisch-Partenkirchen Wellness-Wochenende

Der Winter und wir sind nicht die allerdicksten Freunde. Trübes Wetter, umständliche Kleidung und Wintersport waren noch nie unser Ding. Doch seit etwa zwei Jahren finden wir hin und wieder Gefallen an der Kälte – vorausgesetzt sie bringt richtig dicke Schneemassen, Sonne und die passende Umgebung mit sich. Ein Wellnesshotel zum Beispiel. An einem sonnigen Winterwochenende brechen wir im verschneiten München auf und landen nur eine Stunde später in Garmisch-Partenkirchen, das nach dem winterlichsten Wintereinbruch seit Jahren unter einer dicken Schneedecke begraben liegt. Der Staudacherhof ist unser Ziel, denn ein Wochenende voller Genuss, Wellness und Entspannung liegt vor uns. Und das beginnt sofort nach dem Check-in.

Nach der freundlichen Begrüßung an der Rezeption werden wir in die Lounge des Kaminzimmers geführt, wo knisterndes Feuer, zwei Gläschen Sekt und die Aussicht auf drei genussreiche Tage auf uns warten. Im Hintergrund werden gerade die vitalen Mittagsschmankerl und das Kuchenbuffet aufgebaut. Die frühe Anreise lohnt sich allemal, denn die Gäste des Staudacherhofs dürfen sowohl am Anreise- als auch am Abreisetag das volle kulinarische Programm des Hotels nutzen. Dass dieses Angebot gerne angenommen wird, merken wir sofort, denn im Kaminzimmer herrscht reges Gewusel und Stimmengewirr. Nach dem Schneechaos der letzten Wochen freuen sich viele Skifahrer_innen, dass die Pisten rund um Garmisch wieder befahrbar sind, entsprechend gut besucht ist das Hotel an diesem Wochenende. Doch bevor wir uns das Mittagsbuffet aus der Nähe anschauen, wollen wir uns zunächst noch etwas im Hotel umsehen und unser Zimmer beziehen.

Hotel Staudacherhof Garmisch-Partenkirchen Wellness-Wochenende

Hotel Staudacherhof Garmisch-Partenkirchen Wellness-Wochenende

Gutes für Körper, Geist und Seele: der Staudacherhof

Dass das Haus Tradition hat, sieht man ihm an. Seit über 100 Jahren ist der Staudacherhof ein Familienbetrieb, der sich von der einstigen Pension zum beachtlichen 4-Sterne-Superior-Hotel entwickelt hat. Doch alt und muffig ist hier gar nichts. Vor allem in den letzten zehn Jahren hat sich viel getan, das Hotel wurde modernisiert, die alte Struktur und das rustikale Flair des Hauses aber beibehalten und durch zeitgemäßes Design sowie allerlei Annehmlichkeiten ergänzt. Das Zusammenspiel von Alt und Neu spiegelt sich auch in der Philosophie des Hauses wider. Bayurvida nennt sich das ganzheitliche Lebenskonzept, das hier verfolgt wird und Althergebrachtes mit Neuem vereint. Gutes Essen, Yoga und Ayurveda stehen dabei im Fokus; man möchte Körper, Geist und Seele Gutes tun. Na, wer will das nicht?

Hotel Staudacherhof Garmisch-Partenkirchen Winter

Hotel Staudacherhof Garmisch-Partenkirchen Winter

Hotel Staudacherhof Garmisch-Partenkirchen Winter-Wochenende

Zimmer mit Naturcharakter

Auch die Zimmer schaffen den Spagat zwischen Moderne und Tradition. Wer im Staudacherhof übernachtet, darf zwischen drei Zimmertypen mit unterschiedlichen Stilen wählen: „Alpin“ mit einem Hauch Bergsteigerromantik, dezenten Farben und rustikalem Holz, dem urig-modernen „Bauernhaus“ und den „Naturcharakter“-Zimmern mit viel Holz, edlen Stoffen und modern-rustikalem Ambiente. Wir entscheiden uns für Letzteres und werden nicht enttäuscht. Unser Klassik-Doppelzimmer ist modern und in Erdtönen gehalten, mit vielen Naturmaterialien und Loden-Bezügen sowie einem holzvertäfelten Vorbau, der uns kurz in die Irre führt. Haben wir etwa eine Sauna mitten im Zimmer? Ach nee, doch nur ein Bad, dafür aber ein sehr schönes. Allein schon die große offene Natursteindusche ist ein echtes Highlight.

Obwohl es nicht allzu groß ist, setzt das Zimmer auf Komfort. Das beginnt schon bei der mit alkoholfreien Getränken gefüllten Minibar, die im Übernachtungspreis inkludiert ist, und der großen Karaffe Wasser, die samt Äpfeln auf dem Tisch für uns bereitsteht. Wir freuen uns ebenso über die große Kissenauswahl mit unterschiedlichen Füllmaterialien und den Wanderrucksack, der an der Tür hängt, und auf Ausflüge mitgenommen werden kann. Natürlich fällt unser Blick gleich auf die große Spa-Tasche mit den flauschigen Bademänteln, schließlich haben wir am Nachmittag noch einen Termin!

Hotel Staudacherhof Garmisch-Partenkirchen Naturcharakter Doppelzimmer

Hotel Staudacherhof Garmisch-Partenkirchen Naturcharakter Doppelzimmer

Hotel Staudacherhof Garmisch-Partenkirchen Naturcharakter Doppelzimmer

Hotel Staudacherhof Garmisch-Partenkirchen Naturcharakter Doppelzimmer

Hotel Staudacherhof Garmisch-Partenkirchen Naturcharakter Doppelzimmer

Hotel Staudacherhof Garmisch-Partenkirchen Naturcharakter Doppelzimmer

Entspannung pur! Gesichtsbehandlung und ayurvedische Massage

Wenig später schlurfen wir in Bademäntel gehüllt über die Hotelflure, folgen dem Duft von Aromaöl und werden im Spa-Bereich in unterschiedliche Zimmer geführt – Steffen bekommt die Abhyanga, eine ayurvedische Ganzkörpermassage, bei mir steht eine tiefenreinigende Bio-Pure-Gesichtsbehandlung mit Sauerstoff an.

75 Minuten dauert die Behandlung, bei der nach einer gründlichen Gesichtsreinigung ein Feuchtigkeitserum mit Sauerstoff per Luftstrahl in die Haut eingearbeitet wird. Ich genieße also erst einmal, wie mein Gesicht gereinigt und mit Cremes, Peelings und kleinen Massagen verwöhnt wird. Dann trägt die Kosmetikerin eine Feuchtigkeitsmaske auf, die 20 Minuten einwirken soll. Im Hintergrund läuft Entspannungsmusik, von unten legt sich die Wärme der beheizten Liege um meinen Körper. Ich schätze, das ist der Moment, in dem die meisten wegdösen. Auch ich bin fast so weit, doch da klopft es schon an der Tür. Genug eingewirkt, nun wird alles wieder abgetragen.

Dann folgt der Star der Behandlung: das Luftdruckgerät. Nach und nach ertastet der mal feste, mal sanfte Luftstrahl mein Gesicht, hüllt es in angenehm kühlen Dampf und bläst und pustet dabei wie eine alte Dampflok. So werden die Pflegestoffe des Serums direkt in Hautschichten gepustet, die bei einer normalen Behandlung nicht erreicht werden können. Das Serum spüre man gar nicht, erklärt die Kosmetikerin, das, was sich kühl und feucht anfühlt, sei reine Luft. Nach fünf Minuten ist alles vorbei. Ich bekomme noch eine Creme und ein Wimpernserum aufgetragen und pelle mich langsam aus den Handtuchlagen hervor. Hach, das hat sich gut angefühlt – und tut es noch immer! Tatsächlich fühlt sich mein Gesicht so glatt und weich an wie noch nie, und ich bilde mir ein, auch im Spiegel eine leichte Veränderung zu sehen. Straff und glatt wirkt die Haut – na hoffentlich hält das ein Weilchen! Im Vorraum wartet ein warmer Ingwer-Kräuter-Tee auf mich, der mich wieder ins Hier und Jetzt holt. Bloß nicht gleich in die Sauna gehen, bekomme ich noch gesagt, da schwitzt man alles, was gerade in die Haut eingeschleust wurde, wieder aus. Und das wollen wir ja keinesfalls!

Hotel Staudacherhof Garmisch-Partenkirchen Spa-Bereich

Ein paar Türen weiter lässt sich Steffen noch immer bei seiner ayurvedischen Massage durchkneten. Als er kurz darauf ins Zimmer zurückkehrt, steht ihm die Verwirrung ins (entspannte) Gesicht geschrieben. Offenbar hätte er sich vorab besser über ayurvedische Massagen informieren sollen, denn hinter der Ganzkörper-Ölmassage steckt keine klassische medizinische Massage, sondern ein deutlich intimeres Gesamterlebnis. Zu Beginn bekommt er vom Ayurveda-Therapeuten Cristian Zanfir in einem mit Kerzen erhellten Raum das Konzept erklärt: Der Fokus liegt vor allem auf der geistigen Entspannung, die sich dann auch auf den Körper auswirkt. Es werden schwerpunktmäßig drei Punkte an Kopf, Herz und Bauch behandelt, die in der ayurvedischen Lehre als Energiepunkte gelten. Gearbeitet wird mit sehr viel Öl und langen streichenden Bewegungen – also keinen harten Griffen, wie man sie von einer gewöhnlichen Massage kennt.

Vom bald ölgetränkten Haaransatz an kümmert sich Cristian mit ganzem Körpereinsatz um seine Gäste. Da verschwindet irgendwann auch das Shirt des Masseurs und man kommt sich dank gefühlt fünf Litern warmem Massageöl schließlich sehr nah. Vom Fuß bis zu den Fingerspitzen bleibt fast keine Körperstelle unberührt. Nachdem man sich an die unerwartete Situation gewöhnt hat, setzt die Entspannung ein. Die 90 Minuten verfliegen im Nu, und dank der beruhigenden Musik fällt es fast schon schwer, nicht wegzunicken. Wer also mit etwas mehr Körperkontakt klarkommt, erfährt bei der ayurvedischen Ölmassage ein tiefenentspannendes Erlebnis.

Hotel Staudacherhof Garmisch-Partenkirchen Hallenbad Spa

Schwimmen mit Bergblick: der Wellnessbereich

Natürlich endet der Spa des Staudacherhofs nicht vor den Massageräumen, der Wellnessbereich ist mit 1400 m² sogar der größte in ganz Garmisch-Partenkirchen. Herzstück ist das große Hallenbad mit den gemütlichen Ruhekojen. Hier findet auch die morgendliche Wassergymnastik statt, doch wir haben Pech, denn unsere Anmeldung wird leider nicht von der Rezeption weitergetragen, und so warten wir vergeblich auf den Trainer.

Hotel Staudacherhof Garmisch-Partenkirchen Hallenbad Spa

Hotel Staudacherhof Garmisch-Partenkirchen Hallenbad Spa

Für uns beginnt jeder Morgen jedoch mit einem Sprung in den beheizten Außenpool. Na gut, Sprung ist zu viel gesagt, denn sicher sehen unser Frösteltanz zum Pool bei -11 Grad und das entsprechend schnelle Eintauchen ziemlich dämlich aus. Einmal im Wasser ist alles großartig. Das warme Wasser dampft empor, im Hintergrund schimmern die schneebedeckten Berge. Und so schwimmen wir und schwimmen, um den Moment des Ausstiegs über die vereiste Leiter so lange wie möglich hinauszuzögern.

Hotel Staudacherhof Garmisch-Partenkirchen Außenpool mit Bergen

Hotel Staudacherhof Garmisch-Partenkirchen Spa mit Bergen

Erst am Abreisetag entdecken wir etwas versteckt hinter dem Außenbecken einen Whirlpool. Die Lust, noch einmal kurz im Blubberbad zu versacken, bevor es zurück nach München geht, ist so groß, dass wir nach dem Frühstück erneut die Badekleidung anlegen. Was soll ich sagen? Wir hatten schon bessere Ideen – morgens um 11 mit vollgeschlagenen Bäuchen steigt uns das warme Wasser doch etwas arg zu Kopf und wir verlassen das heiße Bad etwas benommen und schläfrig, aber immerhin entspannt.

Hotel Staudacherhof Garmisch-Partenkirchen Spa Whirlpool

Wer nicht nur schwimmen möchte, findet sowohl im Außenbereich als auch drinnen verschiedene Saunen und Dampfbäder, ein Laconium und Tepidarium, Kneippbecken sowie einige Ruheliegen. Über den schönsten Ruheraum stolpern wir jedoch eher zufällig. Plötzlich stehen wir in der „Stillen Alm“, einer urigen Holzhütte mit rustikaler Einrichtung. Hier stehen Heu- – und noch viel besser – Wasserbetten mit Kopfhörern zum Entspannen bereit. Und entspannend ist es hier durchaus. Wir haben den Raum ganz für uns, lassen uns zwischen den Saunagängen vom Wasserbett sanft hin- und herschaukeln und wärmen die Füße am knisternden Kaminfeuer.

Hotel Staudacherhof Garmisch-Partenkirchen Spa Stille Alm Ruheraum

Bayurvida: bayrisch-ayurvedische Fusion-Küche

Natürlich gehört zu einem gelungenen Wellness-Wochende auch gutes Essen, und davon bekommen wir im Staudacherhof reichlich. Gleich nach unserer Ankunft dürfen wir uns am Mittagsbuffet im Kaminzimmer bedienen. Das Prinzip ist jeden Tag gleich, aber die Bestandteile sind abwechslungsreich. Gleich zwei Suppen gibt es – die Küche scheint ein Faible dafür zu haben, beherrscht das aber auch sehr gut. Die Kokossuppe ist überraschenderweise mit Anis abgeschmeckt und hat eine leichte Schärfe, auch die Mangoldsuppe schmeckt viel komplexer, als wir es erwartet hätten. Dazu kommen ein warmes Hauptgericht, wie Rinderroulade, zahlreiche Aufstriche und Salat. Am ersten Tag wissen wir leider noch nicht, dass gleich im Anschluss der Nachtisch in Form eines kleinen Kuchenbuffets folgt. Besonders große Augen bekommen wir, als warmer Apfelstrudel und Pannacotta aufgetragen werden. Das Schwimmen verschieben wir lieber erst einmal nach hinten …

Hotel Staudacherhof Garmisch-Partenkirchen Apfelstrudel im Kaminzimmer

Hinter allen Mahlzeiten im Staudacherhof steht das bereits erwähnte Gesamtkonzept des Hauses. Auch die Küche setzt auf Entschleunigung – Gesundheit und Genuss stehen im Vordergrund. Das Ergebnis ist eine bayrisch-ayurvedische Fusion-Küche, die Küchenchef Sascha Horst Bayurvida nennt. Dabei wird Gesundheitslehre mit der traditionellen Küche der Region verbunden. Das Ayurvedische steht hier vor allem für die Abstimmung gewisser Geschmacksrichtungen. In der Praxis fällt es uns daher ein wenig schwer, das Konzept in den einzelnen Gerichten zu entdecken.

Am Abend warten beim großen Dinner im Hotelrestaurant fünf Gänge auf uns. Bei Vor-, Hauptspeise und Dessert stehen jeweils verschiedene Gerichte zur Auswahl, darunter auch immer ein vegetarischer Gang. Für den Fleischesser geht es mit einem Rinder-Carpaccio los, das so zart ist, wie es sein sollte, und mit Senffrüchten kombiniert wird. Die Reh-Consomme ist dagegen etwas farblos, also doch lieber schnell ans Salatbuffet, das als dritter Gang fungiert. Die Auswahl ist gut und abwechslungsreich, und bietet auch Ungewöhnliches wie Baconstreusel. Zur Hauptspeise entscheidet sich Steffen für die geschmorte Gänsebrust mit Portweinmaronen (vor allem weil er Lust auf Blaukraut hat) und ist mit seiner Wahl zufrieden. Da die Portionsgrößen gut aufeinander abgestimmt sind, bleibt noch etwas Platz für Nachtisch: Hier haben wir die Wahl zwischen Käsebuffet (sehr gut, doch leider ohne Kennzeichnung der einzelnen Sorten) und einer sehr schön cremigen Kokos-Pannacotta mit Ananas.

Hotel Staudacherhof Garmisch-Partenkirchen Restaurant Bayurvida

Hotel Staudacherhof Garmisch-Partenkirchen Restaurant Bayurvida

Hotel Staudacherhof Garmisch-Partenkirchen Restaurant Bayurvida bayrisch-ayurvedische Fusion-Küche

Leider scheint die Küche nicht ganz so viel Wert auf vegetarische Speisen zu legen, gerade die Hauptspeisen fallen im Vergleich zu den Fleisch- und Fischgerichten deutlich ab. Anders als an den restlichen Tagen wird sonntags ein gesetztes Sechs-Gang-Menü serviert, bei dem die einzelnen Gerichte nicht selbst gewählt werden können. Trotz Voranmeldung ist man im Restaurant sichtlich über den Wunsch nach einem vegetarischen Menü verwirrt, aber die Küche improvisiert auf die Schnelle. Dies hat zur Folge, dass als Hauptspeise noch einmal das (leider eher mittelmäßige) Rote-Bete-Schnitzel serviert wird, das es auch am Abend zuvor schon gab. Doch die restlichen Gänge überzeugen. Der geräucherte Lachs bzw. Ziegenkäse auf Wildkräutersalat sowie die Paprikacremesuppe in der Schote werden effektvoll präsentiert, und über das frische Birnensorbet mit Lakritzespuma als Zwischengang freue ich mich besonders. Die Maronimousse mit Portweinbirne ist sowohl optisch als auch geschmacklich ein kleines Highlight und ein toller Abschluss des Menüs, auch wenn wir auf die dekorativen Beeren im Winter gut verzichten könnten.

Hotel Staudacherhof Garmisch-Partenkirchen Restaurant Bayurvida bayrisch-ayurvedische Fusion-Küche

Hotel Staudacherhof Garmisch-Partenkirchen Restaurant Bayurvida bayrisch-ayurvedische Fusion-Küche

Besonders hervorzuheben ist die umfangreiche Cocktailkarte der Hotelbar, auf die wir schon vor dem Essen ein Auge geworfen haben. Ganze 40 Sorten Gin stehen zur Auswahl, die am Abend alle vor der Bar präsentiert werden, sodass man sich notfalls auch vom Etikett leiten lassen kann. Eigentlich ist das aber gar nicht notwendig, denn der Barkeeper kennt sich bestens aus und berät gerne bei der richtigen Kombination aus Gin und Tonic. Uns locken der etwas ungewöhnlichere Gin Caprese und der Kräuter Mule. Ersterer ist mit Gin Mare (hallo, Lieblingsgin!), Tonic, Tomate, Basilikum und Meersalz eine flüssige Vorspeise ganz nach meinem Geschmack. Auch der White Basil ist eine tolle Kombination aus Wodka, Maracuja, Basilikum und weißer Schokolade, die so ausgewogen gemischt wurde, dass alle Zutaten erschmeckbar sind. Während wir schlürfen flackert in der mit viel Holz gestalteten Stube der Kamin und wir sinken immer tiefer in die weichen Polstersessel. Schön, dass wir bei den Minusgraden nicht mehr in den Ort laufen müssen, um gute Drinks zu bekommen!

Hotel Staudacherhof Garmisch-Partenkirchen Restaurant Bayurvida

Ein echtes Highlight ist auch das Frühstück. Die Auswahl an regionalen und Bio-Produkten ist riesig, und neben den erwartbaren Standards gibt es auch einige Überraschungen zu entdecken. Ein warmes Bayurvida-Gericht zum Beispiel, mit süßem Quinoa und Pfirsich, das so gut schmeckt, dass ich gleich noch einmal Nachschlag hole. Super sind auch das Rührei, das weit über dem üblichen Hotelfrühstücksniveau liegt, und die ungewöhnliche Käseauswahl. Steffen stürzt sich natürlich auf die Waffelstation und ist begeistert: Was aus dem riesigen Eisen kommt, ist außen schön knusprig und innen fluffig. Etwas zu gesund erscheint uns dagegen der grüne Smoothie, der zudem mit Mineralwasser gestreckt ist. Dann doch lieber ein selbst gepresster Saft oder ein Gläschen Sekt, um beschwingt in den Tag zu starten.

Hotel Staudacherhof Garmisch-Partenkirchen Restaurant Frühstück

Hotel Staudacherhof Garmisch-Partenkirchen Restaurant Frühstück

Zwischen Partnachklamm, Wasserfällen und Skipisten

Eigentlich ist Garmisch der perfekte Ausgangspunkt für Skitouren. Doch wir sind lieber zu Fuß unterwegs und erkunden die Umgebung etwas gemächlicher. Vom Hotel aus sind wir in gerade einmal zehn Minuten in der Fußgängerzone, wo die schneebedeckten Dächer der herausgeputzten Häuser in der Sonne glitzern. Von dort aus fährt auch der Bus, der einen schnell ans andere Ende des Ortes bringt, wo nach kurzem Fußmarsch ein sehenswertes Naturdenkmal, die 700 Meter lange Partnachklamm, beginnt. Die tief eingeschnittene Schlucht ist im Sommer wie im Winter eindrucksvoll – allerdings sollte man sich bei Schnee und schlechtem Wetter erkundigen, ob sie für Besucher_innen geöffnet ist.

Per Auto schnell zu erreichen sind die Kuhfluchtwasserfälle am Rande des Nachbarortes Farchant. Wem bei zu viel Schnee der Auf- und Abstieg zu rutschig erscheint, kann stattdessen den Waldlehrpfad unterhalb der Fälle laufen, wo alle paar Meter Fragen zu Flora und Fauna zu beantworten sind. Am Ende des Weges treffen wir auf die örtliche Skipiste und ärgern uns ein wenig, im Hotel nicht den kostenlosen Schlittenverleih genutzt zu haben, denn die Abfahrt sieht doch nach einer Menge Spaß aus.

Kirche Garmisch-Partenkirchen

Partnachklamm Garmisch-Partenkirchen

Farchant im Winter

Farchant im Winter

Farchant im Winter

Hotel Staudacherhof
Höllentalstraße 48
82467 Garmisch-Partenkirchen

Doppelzimmer ab 112 € pro Person/Nacht, inklusive kulinarischer Rundumversorgung.

Wer den Day-Spa nutzen, aber nicht gleich übernachten möchte, kann für 55 € pro Person einen Tagespass buchen – Frühstück, Mittagsschmankerl, Kuchen und Nutzung des Spa-Bereichs sind inklusive. Ein unschlagbares Angebot wie wir finden!

Hinweis: Vielen Dank an den Staudacherhof, der uns zum Aufenthalt eingeladen hat. Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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