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Berchtesgadener Land, Deutschland, Gereist

Zwischen Königssee und Zauberwald: Winter und Wellness im Berchtesgadener Land im Berghotel Rehlegg

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Kapelle St. Bartholomä Königssee Berchtesgadener Land im Winter

Es ist kurz nach 7 Uhr morgens, als ich in Bademantel und -schlappen gekleidet leise durch die Gänge schlurfe. Das halbe Hotel schläft noch – kein Wunder, denn draußen ist es noch dämmrig und die kühle, klare Bergluft hier im „Luftkurort“ Ramsau sorgt für einen guten Schlaf. Ein kleiner Kälteschock begrüßt mich, als ich die Tür nach draußen öffne. 1 °C Außentemperatur – in mein Mäntelchen gehüllt und mit nackten Beinen fühlt es sich eher nach Minusgraden an und kurz zweifle ich an meinem Vorhaben. Doch unsere goldene Regel besagt: Jeder Pool eines Hotels muss beschwommen werden! Auch im Winter, auch bei Schnee! Augen zu und durch, denke ich, hole tief Luft, um sie dann anzuhalten, und werfe den Bademantel ab. Blitzschnell tippel in Richtung des türkisblauen Wassers, das mich bereits von unserem Balkon aus angelacht hat. Hoffentlich schaut mir keiner zu, wie ich Frostbeule hier herumhusche, denke ich, doch dann bin ich schon im beheizten Außenpool und alles ist vergessen. Wärme umhüllt mich, vor mir steigt Dampf in die kalte Winterluft auf und während der Nebel die umliegenden Bergspitzen umspielt und die Sonne zwischendurch hervorblitzen lässt, schwimme ich in den Tag hinein. Besser hätte mein Morgen im Berchtesgadener Land, hier im Berghotel Rehlegg, nicht beginnen können!

Berghotel Rehlegg Ramsau Außenpool im Winter Wellness im Berchtesgadener Land

Alpen im Nebel im Berchtesgadener Land

Berghotel Rehlegg Ramsau Außenpool im Winter Wellness im Berchtesgadener Land

Das erste klimapositive Hotel Oberbayerns

Was ich hier mache? Eine kleine Winterauszeit. Denn ein bisschen Wellness und Entspannung in den Bergen, fernab vom Schreibtischstress haben ja noch nie geschadet! Den Mann habe ich zu Hause gelassen, mit im Gepäck stattdessen meine Mutter. Wir stellen fest, dass dies unser erster gemeinsamer mehrtägiger Ausflug seit 18 Jahren ist. Oha, das kann ja was werden! Doch die Voraussetzungen könnten nicht besser sein: ein idyllisches Bergsteigerdorf, ein tolles 4-Sterne-Superior-Hotel in traumhafter Alpenkulisse und den Nationalpark Berchtesgaden direkt vor der Tür. Was soll da schon schiefgehen? Kaum angekommen im Berghotel Rehlegg, das über dem Ort auf einer Anhöhe thront, wartet schon die erste Überraschung auf uns: „Sie bekommen ein Upgrade und dürfen in die Alpenmohn-Suite im Gästehaus ziehen“. Die freundliche Dame am Empfang strahlt uns an, wir strahlen zurück.

Doch bevor wir unsere Suite beziehen, schauen wir uns ein wenig im ehemaligen Bauernanwesen um, das die Familie Lichtmannegger zu einem imposanten Hotelkomplex mit 87 Zimmern und Suiten umgebaut hat, der Tradition und Moderne vereint. Schon in der Lobby, in deren Zentrum eine große Empfangstheke aus ausgehöhlten Baumstämmen steht, fällt uns die Liebe zum Detail und die Vorliebe für Naturmaterialien ins Auge. Auch sonst legt man hier großen Wert auf Nachhaltigkeit, auf einen niedrigen Energieverbrauch und regenerative Energieformen – nicht umsonst wurde das Berghotel Rehlegg kürzlich als erstes klimapositives Hotel in Oberbayern ausgezeichnet, das mehr CO2 bindet als es ausstößt. Kein Wunder also, dass so eine „grüne Perle“ perfekt ins Portfolio von Green Pearls passt – einer Reiseplattform, die nachhaltige, ungewöhnliche Orte auf der ganzen Welt vereint, über die wir vor einiger Zeit auch im Allgäu ein schönes Hotel gefunden haben.

Mit unserem Gepäck im Schlepptau schließen wir nun erste Bekanntschaft mit den langen, verwinkelten Gängen, über die die vier Häuser des Komplexes miteinander verbunden sind. Mal links, mal rechts entlang, mal hoch, mal runter, und schon bin ich völlig orientierungslos. In den kommenden Tagen werde ich mich hier so oft verlaufen wie in keinem anderen Hotel. Doch immerhin habe ich so die Möglichkeit, das Berghotel Rehlegg kennenzulernen und so nette Details wie die kleinen Rehe, die hier überall versteckt sind und sich wie ein roter Faden durch das Design ziehen, zu entdecken.

Berghotel Rehlegg Ramsau Winter und Wellness im Berchtesgadener Land

Berghotel Rehlegg Ramsau Rehe Winter und Wellness im Berchtesgadener Land

Berghotel Rehlegg Ramsau Winter und Wellness im Berchtesgadener Land

Berghotel Rehlegg Ramsau Winter und Wellness im Berchtesgadener Land

Berghotel Rehlegg Ramsau Lobby Winter und Wellness im Berchtesgadener Land

Suite mit Bergblick

Dann öffnet sich die Tür der Alpenmohn-Suite und ich bin sprachlos. Ein langer Flur, ein großes Wohnzimmer, ein separates Schlafzimmer mit Boxspringbett und riesigem Kleiderschrank, ein geräumiges Badezimmer mit abgetrennter Dusche und separatem WC, eine große Loggia mit Liegestühlen und Bergblick – ganze 50 m² liegen vor mir. Wie im gesamten Hotel duftet es auch hier nach Holz (Eiche und Zirbe wie ich später erfahre). Auf dem Tisch wartet ein kleiner Willkommensgruß und eine Karaffe Wasser, die im Laufe der nächsten Tage wie von Zauberhand immer wieder aufgefüllt wird. Auch die sonstige Ausstattung verrät, dass man den Gästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich gestalten möchte. Unsere Minibar ist gefüllt mit gesunden Snacks, Kaffeemaschine und Wasserkocher stehen für den frühmorgendlichen Koffeinkick bereit, im Bad wartet eine große SPA-Tasche mit Bademänteln und -schlappen darauf, dass Hallenbad & Co. gestürmt werden, ein Tablet gibt Auskunft über alle Angebote des Hotels und an der Garderobe hängt ein Wanderrucksack, den man sich für Ausflüge in die Umgebung ausleihen und mit einer Jause befüllen lassen kann.

Leicht überfordert ob des umfangreichen Angebots plumpsen wir aufs riesige Sofa, das so bequem ist, dass meine Mutter es gedanklich schon in ihrem eigenen Wohnzimmer sieht. Erst ne Runde schwimmen? Gleich ins Aktivprogramm stürzen? Ach nee, der leere Magen meldet sich, und essen ist schließlich immer eine gute Idee! Vor allem dann, wenn in der Buchung eine Verwöhnpension enthalten ist, die einen von morgens bis abends kulinarisch pampert – vom Frühstück und leichten Mittagssnack mit Salat, Sandwiches, Suppen und anderen kleinen Speisen über Kuchen am Nachmittag bis zum Abendessen im Büfettrestaurant.

Berghotel Rehlegg Ramsau Suite Alpenmohn Winter und Wellness im Berchtesgadener Land

Berghotel Rehlegg Ramsau Suite Alpenmohn Wohnzimmer Winter und Wellness im Berchtesgadener Land

Berghotel Rehlegg Ramsau Suite Alpenmohn Wohnzimmer Winter und Wellness im Berchtesgadener Land

Berghotel Rehlegg Ramsau Suite Alpenmohn Schlafzimmer Winter und Wellness im Berchtesgadener Land

Berghotel Rehlegg Ramsau Suite Alpenmohn Schlafzimmer Winter und Wellness im Berchtesgadener Land

Berghotel Rehlegg Ramsau Suite Alpenmohn Loggia mit Bergblick Winter und Wellness im Berchtesgadener Land

Berghotel Rehlegg Ramsau Außenpool im Winter Wellness im Berchtesgadener Land

Wellness im Almwiesn-SPA

Gut gestärkt machen wir uns auf den Weg zum Almwiesn-SPA, denn dort haben wir uns für einen Make-up-Kurs angemeldet, der Teil des wechselnden, kostenlosen Wochenprogramms ist, das das Berghotel anbietet. Wem der Sinn gerade nicht nach einer geführten Wanderung oder einem Ausflug in die Umgebung steht, findet im Wohlfühlprogramm Aktivitäten wie Aqua-Gymnastik, Yoga oder Honigbehandlungen im Dampfbad, die direkt vor Ort stattfinden. Wir haben Glück, eine kleine Gruppe zu erwischen und erhalten so in fast privater Runde Schminktipps und eine Vorstellung der im SPA verwendeten Naturkosmetik.

Berghotel Rehlegg Ramsau Make-up-Kurs Almwiesn-SPA Winter und Wellness im Berchtesgadener Land

Fast nebenan gewährt ein großes Fenster Einblick in das riesige Wellnessrefugium des Hotels. Also schnell den Bademantel übergeworfen und ab in Richtung Entspannung! Neben dem beheizten Außenpool bietet die SPA-Landschaft ein großes Hallenbad mit Panoramafenstern, die eine imposante Bergkulisse offenbaren. So schwimme ich direkt auf den Watzmann zu und freue mich am nächsten Tag, dass ich es im Indoor-Pool lauschig warm habe, während dicke Schneeflocken draußen alles in ein alpines Winter Wonderland verwandeln.

Ein paar Türen weiter wird es dampfig heiß, denn dort wartet der moderne Saunabereich mit Steinofen- und finnischer Sauna, Dampfbädern, Infrarotkabinen und mehr. Auch hier dominieren Holz- und warme Töne, das Licht ist angenehm gedimmt und ein lauer Zirbenduft weht hier und da an mir vorbei. Besonders gut gefällt mir, dass sich gefühlt in jeder Ecke kleine Ruheoasen verstecken, die in ganz unterschiedlichen Formen daherkommen – als große Liegelandschaft in der Nähe des Innenpools, Zirbenbetten oder gemütliche Hängeschaukeln auf dem Dachboden des Hotels. Am liebsten würde ich gleich alle Ruheräume nutzen, doch so viel Entspannung ist selbst mir zu viel. Etwas mehr Action erfordert der erstaunlich gut ausgestattete Fitnessraum, in dem wir am nächsten Abend auf Fahrrädern und Crosstrainern ins Schwitzen kommen, während hinter uns ein muskelbepackter Gast beim Hanteltraining lautstark pustet.

Berghotel Rehlegg Ramsau Hallenbad SPA Winter und Wellness im Berchtesgadener Land

Berghotel Rehlegg Ramsau Außenpool im Winter Wellness im Berchtesgadener Land

Berghotel Rehlegg Ramsau Ruheräume SPA Winter und Wellness im Berchtesgadener Land

Kulinarisches aus dem Berchtesgadener Land

Gut, dass wir mehrere Nächte im Berghotel Rehlegg verbringen und so die Vielfalt des kulinarischen Angebots auskosten können, denn gleich zwei Restaurants stehen uns hier zur Auswahl. Im Zimmerpreis enthalten ist das Abendessen im Galerierestaurant Lichtmaneggers, das ein täglich wechselndes, umfangreiches Büfett anbietet. Dabei dominiert jeweils ein bestimmtes Thema den Abend, zum Beispiel „bayrische Schmankerl“ mit gegrillter Haxe, Leberkäse, Kalbsbraten und Gemüseragout oder „Wasser und Wald“ mit Forellen- und Saiblingsfilet, Wildbraten und anderen dazu passenden Spezialitäten. Der Fokus liegt hier auf eher deftigen und zumeist fleisch- und fischlastigen Gerichten, sodass Vegetarier_innen etwas besser im Almstüberl aufgehoben sind. Denn, wer auf ein Dinner im Büfettrestaurant verzichtet und stattdessen à la carte essen möchte, findet dort etwas gehobenere bayrische Küche mit einem gewissen Dreh. Doch beide Restaurants setzen auf regionale Produkte und beziehen den Großteil der Zutaten, besonders Fleisch und Kräuter, aus dem Umland.

Sehr gemütlich geht es im Almstüberl zu, sitzt man hier doch in kleinen abgetrennten, holzvertäfelten Stuben, die jeweils einem anderen Farbkonzept gewidmet sind. Wir dürfen in der roten Stube Platz nehmen und werden sogleich vom gut gelaunten Service begrüßt. Zur Auswahl gibt es etwa fünf verschiedene Menüs mit jeweils drei bis vier Gängen, darunter auch ein rein vegetarisches. Alle Gänge können zudem frei miteinander kombiniert werden, sodass sich jeder selbst ein Menü nach seinem Geschmack zusammenstellen kann. Sofort ins Auge springt mir die ungewöhnliche Bierkarte, die einige spannende Braumeister-Biere aufweist, u. a. den Doppelbock „Rehbock“, den das Berghotel Rehlegg eigens mit der Brauerei Wieninger mit einem fast vergessenen Urkorn gebraut hat. Ein richtig tolles Bier, das auch meine Mutter innerhalb weniger Tage zum Bockbierfan macht.

Berghotel Rehlegg Ramsau Restaurant Almstüberl Winter und Wellness im Berchtesgadener Land

Berghotel Rehlegg Ramsau gedeckter Tisch Restaurant Almstüberl Winter und Wellness im Berchtesgadener Land

Kaum angestoßen, stehen auch schon lauwarmes Brot mit Aufstrich und ein hübsch angerichteter, frischer Herbstsalat mit Birne, Walnuss und Ziegenkäse auf dem Tisch. Als Hauptspeise folgen für uns Kräuter-Rahmschwammerl mit Semmelknödel, doch beim Nachtisch verlasse ich mein eigentliches Menü und wähle das Mohn-Nuss-Tiramisu mit Zwetschgenmus, das sich einfach zu gut anhört. Das im Glas geschichtete Dessert kommt ebenso wie der geeiste Apfelstrudel meiner Mutter mit einer Obstgarnitur aus frischen Erd-, Brom- und Heidelbeeren, die mich etwas irritiert. In einem Hotel, das sonst sehr auf Nachhaltigkeit und regionale Produkte setzt, hätte ich mir auch bei den Speisen einen konsequenteren Fokus auf Saisonalität gewünscht und könnte im Herbst und Winter gut auf Beeren verzichten. Doch unser Menü ist noch nicht zu Ende – wir werden noch mit Pralinen und einem hervorragenden Pfirsichlikör überrascht. Zum Glück ist das Menü so portioniert, dass wir uns zwar sehr satt, aber nicht überfüllt in Richtung Zimmer bewegen.

Berghotel Rehlegg Ramsau Rehbock-Bier Menü Restaurant Almstüberl Winter und Wellness im Berchtesgadener Land

Berghotel Rehlegg Ramsau Rahmschwammerl Restaurant Almstüberl Winter und Wellness im Berchtesgadener Land

Berghotel Rehlegg Ramsau Dessert Restaurant Almstüberl Winter und Wellness im Berchtesgadener Land

Auch dem Frühstück merkt man an, dass weitestgehend auf regionale Produkte zurückgegriffen wird. Auf dem Büfett im Galerierestaurant finden wir am Morgen eine umfangreiche Wurstauswahl, ein paar Käsesorten, hausgemachte Marmeladen, diverse Brot- und Gebäcksorten, Müsli, Obst und Milchprodukte. Zusammen mit den Eierspeisen, die auf Wunsch am Tisch bestellt werden können, werden wir mit einem runden, wenn auch recht klassischen Frühstücksangebot versorgt. Was auffällt: Egal ob am Empfang, im SPA oder in den beiden Restaurants – überall treffen wir auf äußerst freundliches und herzliches Personal, das sich sehr darum bemüht, dass es uns als Gästen gutgeht.

Berghotel Rehlegg Ramsau Frühstück Restaurant Lichtmaneggers Winter und Wellness im Berchtesgadener Land

Berghotel Rehlegg Ramsau Frühstück Restaurant Lichtmaneggers Winter und Wellness im Berchtesgadener Land

Ausflug zum Königssee und St. Bartholomä

Gut gestärkt machen wir uns nach dem Frühstück auf, die Umgebung zu erkunden. Unser Ziel: ganz klar, der Königssee! Schon lange möchte ich den smaragdgrünen See besuchen, der ringsum von den steilen Bergwänden der Berchtesgadener Alpen begrenzt wird. Ich hatte sehr gehofft, ihn und unsere geplante Bootstour bei Sonnenschein zu erleben, doch als wir im Örtchen Schönau ankommen (dem man, so wie ich das sehe, sonst keine größere Beachtung schenken muss), hängt die Wolkendecke tief. Grau in Grau statt Sonnenstrahlen, die sich im türkisen Wasser spiegeln. Blöd, aber nicht zu ändern. Zum Glück steht am Ufer schon ein Elektroboot bereit, das wir sogleich besteigen. Auf die rechte Seite des Boots – so hatte ich es vorher gelesen – solle man sich setzen, um den besten Blick auf die Kapelle St. Bartholomä zu erhaschen, die am Ende unserer halbstündigen Tour auf uns wartet. Ich befürchte, rein gar nichts zu sehen, denn mittlerweile sind wir völlig von Nebel umhüllt und können die umliegenden Felswände nur erahnen.

Lautlos gleiten wir über den spiegelglatten See und lauschen den unerwartet witzigen, schwarzhumorigen Ansagen unseres Schiffsbegleiters. Mit meiner Stimmung bessert sich auch das Wetter und hin und wieder finden einzelne Sonnenstrahlen den Weg durch die dichte Nebeldecke. Mystisch sieht das aus – und doch richtig schön! Mitten auf dem See hält das Boot plötzlich an, der Schiffsführer öffnet eine Luke, zaubert eine Trompete hervor, streckt sie der Echowand entgegen und beginnt zu spielen. Gleich zweifach schallt sein Lied zurück und es scheint, als hielten alle Passagiere gleichzeitig den Atem an, um bloß nicht das Echo zu stören. Ja, das klingt alles furchtbar touristisch, aber das Nebelpanorama und die Ruhe, die hier herrscht, sind einzigartig.

Bald darauf entdecken wir die Kapelle mit den roten Zwiebeltürmen und das Boot entlässt uns am Ufer St. Bartholomä. Folgt man dem Rundweg, kann man einen Teil der Halbinsel in 30 Minuten erkunden – wir spazieren entlang des Ufers, durch kleine Wälder und vorbei an der Kapelle, der wir noch schnell einen Besuch abstatten, bevor wir an Bord des Elektroboots noch einmal über den Königssee gleiten. Auch wenn ich die imposante Nebelkulisse letztendlich nicht missen möchte, will ich trotzdem noch einmal im Sommer zurückkehren.

Bootsfahrt auf dem Königssee im Nebel Winter im Berchtesgadener Land

Bootsfahrt auf dem Königssee Echowand Trompete Winter im Berchtesgadener Land

Kapelle St. Bartholomä Königssee Berchtesgadener Land im Winter

Kapelle St. Bartholomä Königssee Berchtesgadener Land im Winter

Blick auf Königssee von Insel St. Bartholomä Winter im Berchtesgadener Land

Kapelle St. Bartholomä Königssee Berchtesgadener Land im Winter

Bootsfahrt auf Königssee Insel St. Bartholomä Winter im Berchtesgadener Land

Der Zauberwald am Hintersee

Auf dem Rückweg nach Ramsau zu unserem Hotel legen wir noch einen Zwischenstopp am nordöstlichen Ufer des Hintersees ein. Es ist schon spät am Nachmittag, fast zu spät, denke ich. Doch wir kommen genau zum richtigen Augenblick, denn die Sonne, die sich den Tag über nur spärlich zeigen wollte, fährt jetzt noch einmal richtig auf und tönt den Himmel und den Hintersee mit seinen kleinen Inseln in zarte Orangetöne. Wir betreten den Zauberwald – ja, der heißt wirklich so und das nicht ohne Grund, denn hier ist es in der Tat ganz zauberhaft. Ein Felssturz hat vor vielen Tausend Jahren die Landschaft geprägt und einen wild-romantischen Wald hinterlassen, der das ideale Habitat für Elfen und allerlei Fabelwesen abgeben würde. Zwischen den großen, moosbewucherten Felsen, Farnen und dichten Tannen blitzt immer wieder der spiegelglatte Hintersee hervor, über dem ganz tief eine dicke Nebelschicht schwebt. Eigentlich sind wir Schönwetterwanderer, doch selbst im Sommer, wenn bei blauem Himmel die smaragdgrüne Farbe des Sees erst richtig zur Geltung kommt, könnte der Anblick nicht schöner sein! Ich nehme mir vor, mehr solcher Ausflüge auch im Winter anzugehen und während die letzten Sonnenflecken hinter den Bergen verschwinden, machen wir uns langsam auf den Rückweg zum Auto.

Zauberwald am Hintersee im Sonnenuntergang Ramsau Winter im Berchtesgadener Land

Zauberwald am Hintersee im Sonnenuntergang Ramsau Winter im Berchtesgadener Land

Zauberwald am Hintersee Tannen im Nebel Ramsau Winter im Berchtesgadener Land

Zauberwald am Hintersee Tannen im Nebel Ramsau Winter im Berchtesgadener Land

Am nächsten Morgen bricht der Winter nun vollends über das Berchtesgadener Land herein und beschert uns eine tolle Winterlandschaft. Bevor wir auschecken kaufen wir noch einige schöne Kleinigkeiten im überaus netten hauseigenen Shop des Berghotels Rehlegg, verabschieden uns und laden das Auto voll. Das hat den plötzlichen Wintereinbruch offenbar nicht ganz so gut verkraftet oder ist der Meinung, dass wir uns noch nicht genug erholt hätten, und will partout nicht anspringen. Nach unzähligen Starthilfeversuchen und einem Besuch des ADACs ist klar: das wird nix! Das Auto muss in die Werkstatt, hier in Ramsau, doch an einem Sonntag ist das ein eher schwieriges Unterfangen. Nun gut, wenn es das Schicksal so will, buchen wir eben noch eine weitere Nacht hier im Hotel, es gibt schließlich deutlich schlechtere Orte, an denen man von einer Autopanne überrascht werden kann. Also, alles noch mal von vorn: Wellness, Entspannung, gutes Essen! Yay!

Berghotel Rehlegg Ramsau Außenpool im Schnee Winter im Berchtesgadener Land

Berghotel Rehlegg Ramsau im Schnee Winter im Berchtesgadener Land

Berghotel Rehlegg Ramsau Kürbis mit Schneedecke Winter im Berchtesgadener Land

Ramsau Kapelle und Berge im Schnee Winter im Berchtesgadener Land

Berghotel Rehlegg
Holzengasse 16-18
83486 Ramsau bei Berchtesgaden

Buchen kann man die Doppelzimmer inklusive Verwöhnpension ab 99,50 € p. P., Suiten ab 133,50 € p. P.

Hinweis: Vielen Dank an das Berghotel Rehlegg und Green Pearls, die uns zum Aufenthalt eingeladen haben. Ein besonderer Dank geht an das äußerst hilfsbereite Personal, das unsere Autopanne in ein gar nicht mal so übles Erlebnis verwandelt hat. Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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8 Kommentare

  • Reply Lena

    Toll geschrieben! Macht richtig Lust gleich selbst aufzubrechen. Das Berchtesgadener Land kenne ich noch aus meiner Kindheit, sehr schön da!
    Viele Grüße,
    Lena

    14. Februar 2018 at 14:47
    • Reply Sabrina

      Vielen Dank, das freut mich! 🙂

      19. Februar 2018 at 15:00
  • Reply Margit

    Hervorragend geschrieben, ebenso lebendig wie unser Aufenthalt im Berghotel Rehlegg war.
    Beim Lesen hatte ich die geistige Wiederholung unseres wunderschönen Wochenendausflugs.
    Danke, dass ich mit durfte und so schlimm war es ja nicht mit der Mutter ;-).
    Das Berghotel Rehlegg ist absolut zu empfehlen.

    14. Februar 2018 at 23:29
    • Reply Sabrina

      Höhö, danke, dass du mitgekommen bist! 😉

      19. Februar 2018 at 15:01
  • Reply Anna C.

    jetzt fahrn wir übern See übern See….. haben wir letztes Jahr auch getan, eine Tour mit dem WoMo führte uns dort vorbei. Der Fisch-Imbiss hatte geöffnet, sehr genußreich war das. Allerdings auf einem ganz anderem Niveau als euer Hotel, das liest sich ja richtig klasse….

    15. Februar 2018 at 8:00
    • Reply Sabrina

      Ist schon ein schönes Fleckchen, das uns sicher nicht zum letzten Mal gesehen hat. In Kombination mit so einem Hotel ist der Ausflug natürlich richtig fein. Hat uns sehr gefallen. 🙂

      19. Februar 2018 at 15:03
  • Reply Lidia

    Klingt großartig und sieht auch so aus. Das muss ich mir mal näher ansehen für den nächsten Wochenendausflug. 🙂 Liebe Grüße, Lidia

    17. Februar 2018 at 10:06
    • Reply Sabrina

      Danke, liebe Lidia! Ich kann sowohl die Gegend als auch das Hotel nur wärmstens empfehlen. 🙂

      19. Februar 2018 at 15:04

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