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Sabrina

    Gegessen, Gekauft, Gereist, Getrunken, Mallorca, Spanien

    Mallorca Food & Travel Guide #1: Sóller & Port de Sóller – Orangen, wohin das Auge blickt

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    „Hm ja, da soll’s ja auch ganz schöne Ecken geben …“ So in etwa lauten sämtliche Reaktionen, als wir von unserem bevorstehenden Urlaub auf Mallorca erzählen. Das Image der Partyinsel haftet Mallorca noch immer an. Fast schon rechtfertigend ergänzen wir: „… aber wir wohnen in den Bergen, fernab von Ballermann und Eimersaufen.“ Natürlich treffen wir im Flieger nach Palma auf singende Fußballclubs, Klischeetouris mit Sandalen und weißen Socken und Junggesellenabschiede im Einheitslook, die uns kurz zweifeln lassen, ob das mit „Malle“ und uns wirklich so eine gute Idee war. Doch spätestens als wir die ersten Orangenbäume am Rande der Tramuntana passieren und uns Sóller mit freiem Blick auf das im Tal liegende Städtchen begrüßt, wird klar, dass das ein guter Urlaub werden könnte. Weiterlesen

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    Gemixt

    Heiß, heißer, Watermelon Basil Smash!

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    Die Hitze legt uns lahm, körperlich und geistig. Saugt Energie weg, wo ohnehin gerade wenig ist, bringt Geistesblitze zum Platzen und lässt Anflüge von Motivation in Sekunden schmelzen. Was bleibt, ist das Nichtstun, und so verharren wir in Trägheit, bis der Abend kommt und die Luft kühler wird, ein Hauch von Wind durchs Haar weht, der langsam die Ideen wieder aufkeimen und die Gedanken klarer werden lässt. Körper und Geist verlangen jetzt nach einem kühlen Drink, und den sollen sie bekommen. Mit viel Wassermelone, der Retterin der heißen Tage, frischem Basilikum, Gin und einem Spritzer Zitrone. Unbeaufsichtigt stehen lassen, sollte man den Drink jedoch nicht, denn die Gefahr ist groß, dass eine Person, die ebenfalls nach einer Abkühlung lechzt, ihn blitzschnell wegschnappen könnte! Weiterlesen

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    Gekocht

    Panzanellas kleine Schwester: Fattoush mit Orangen

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    Seit einigen Wochen verfolgt mich ein Gericht. Es begegnet mir in fast jedem Kochbuch, das ich in die Hand nehme (und das sind in letzter Zeit viele), in Reportagen wird es mir als landestypische Spezialität vorgestellt, mir wird von einer superguten Variante vorgeschwärmt, die man kürzlich gegessen hätte, ich besuche Events und es wird mir vorgesetzt: Fattoush – der libanesische Brotsalat mit knackigem Gemüse, frischen Kräutern und würzigem Pitabrot. Die Vehemenz, mit der sich das Gericht aufdrängt, kann nur eines bedeuten: Ich soll es zubereiten. Sofort! Weiterlesen

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    Gegessen, Gekauft, Gereist, Getrunken, Ulm

    Zwischen Hahnhoden & Balkan-Pop: das Internationale Donaufest in Ulm

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    Wir sind absolut keine Stadtfest-Typen! Schuld daran ist wohl das Aufwachsen in der mittelhessischen Provinz, in der sich kulturelle Highlights besonders in den jährlich wiederkehrenden und mit zunehmenden Alter immer unerträglicher werdenden Stadtfesten manifestierten. Drittklassige Coverbands mit den durchgenudelsten Hits von vorgestern, heute und übermorgen, Gymnastikeinlagen des Turnvereins Hintertupfingen und verkokelte Bratwurstmeter versprühen einen Charme, dem wir bis heute ziemlich gut widerstehen können. Auch die Tatsache, dass wir während des Studiums mitten in der Marburger Fußgängerzone wohnten und an Festtagen Panflöten-Trios mit vier-Lieder-Sets in Endlosschleife direkt unter unserem Fenster ertragen mussten, ließ uns und Stadtfeste keine Freunde werden.

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    Man verzeihe uns also, dass wir eine ordentliche Portion Skepsis im Gepäck haben, als wir Anfang Juli für ein Wochenende nach Ulm reisen. Denn man hat uns nicht nur eingeladen, die Stadt kennenzulernen, sondern auch das Internationale Donaufest zu besuchen. Gespannt, was uns erwarten würde, beziehen wir zunächst unser Hotel in Neu-Ulm. Als wir die Fenster öffnen, wird klar, warum wir im Golden Tulip Parkhotel untergebracht sind – näher am Donaufest könnte man wirklich nicht wohnen, wir sind quasi mitten im Geschehen: Die Donau zum Greifen nah, Essensgerüche in der Nase, rund ums Flussufer Stände und direkt vor dem Fenster eine Band, die sich für ihren Auftritt bereitmacht. Es scheint, als wäre es Zeit, unser Stadtfesttrauma zu überwinden und uns ins Donaufest zu stürzen!

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    Seit 1998 findet das Internationale Donaufest im Zwei-Jahres-Turnus statt und bringt die zehn Länder, durch die sich der zweitlängste Fluss Europas schlängelt, ganze zehn Tage lang im Sommer in den Schwesterstädten Ulm und Neu-Ulm zusammen. Dabei steht nicht nur das Feiern im Vordergrund, sondern auch der kulturelle, künstlerische und kulinarische Austausch über Ländergrenzen hinweg und das gegenseitige Kennenlernen. Zunächst müssen wir allerdings eine Ländergrenze anderer Art überwinden und vom bayrischen Neu-Ulm ins baden-württembergische Ulm wechseln. Wir könnten natürlich zu einer der vielen Brücken laufen, doch wir sind faul und finden eine viel bequemere (und aufregendere) Möglichkeit: Gemächlich schiebt sich eine Solarfähre von Flussufer zu Flussufer (1€) und gleich nebenan sind die Zillenfahrer_innen am Werk, die die Gäste des Festes gegen ein Trinkgeld in kleinen Ruderbooten – den traditionellen Ulmer Zillen – auf die andere Seite der Donau befördern.

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    In Ulm angekommen bahnen wir uns den Weg durch die immer zahlreicher werdenden Besucher_innen. Es ist Freitagabend, herrlichstes Sommerwetter – beste Voraussetzungen also für ein Abendessen im Freien. Beim Schlendern über den Markt der Donauländer dringen so viele unterschiedliche Gerüche zu uns, dass wir uns kaum entscheiden können, welches Land unser Abendessen servieren darf. Im Gegensatz zu anderen Stadtfesten ist die Auswahl der angebotenen Speisen auf dem Donaufest äußerst abwechslungsreich – so bieten die teilnehmenden Donauländer typische Landesspezialitäten an, die man sonst außerhalb der Landesgrenzen vermutlich eher selten probieren kann. Es gibt Gulasch in zahlreichen Varianten, deftige Fleischgerichte, Fischsuppe im Brotlaib, Holzofen-Burger, vegetarische Dinnele, Palatschinken und mehr. Bestimmendes kulinarisches Thema des Festes ist jedoch ein ungarisches Hahnhodengulasch, das angeblich „nicht so schlimm wie erwartet“ schmecken soll – keine allzu verlockende Beschreibung des Abendessens, also ziehen wir weiter und landen vor einem Stand mit regionalen Spezialitäten aus Bulgarien. Bulgarische Pommes mit sehr viel Knoblauch und geriebenem Schafskäse sollen es sein, dazu eine Banitza – ein gefüllter Teigfladen mit Ei, Käse und Joghurt. Ein paar Stände weiter greift der Mann noch einen Teller Lamm vom Spieß mit Mangold-Kräuter-Pesto und Kartoffeln auf und zeigt sich überrascht ob der hohen Qualität des Essens. Schön sind die vielen Sitzmöglichkeiten, die das Fest bietet – überall entlang des Marktes findet man Bänke und Tische zum Niederlassen. Besonders nett ist es im „Weindorf“, in dem, wie der Name vermuten lässt, Weine aus unterschiedlichen Anbaugebieten angeboten werden und zwischen Ständen und Bühnen immer wieder kleine Sitznischen zum Verweilen einladen. Und wer keinen Sitzplatz finden sollte, nimmt sein Essen einfach mit ans Flussufer und kühlt beim Essen und Weinschlürfen die müden Füße in der Donau.

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    Auch in den nächsten Tagen zieht es uns noch einige Male auf das Donaufest – vielleicht liegt’s am guten Wetter (oder am Wein??), aber die Atmosphäre am Fluss ist so einladend und entspannt, dass selbst wir Gefallen am Stadtfest finden. Jedes Fest sollte sich wohl einen Fluss „besorgen“! Wir schlendern gemütlich über den Markt – auch dort zeigt sich die Vielfalt der Kulturen der Donau-Anrainerstaaten in einem abwechslungsreichen Angebot an Kunsthandwerk und Kulinarik: Handgefertigtes wie Keramik, Schmuck, Kleidung & Co. wechseln sich ab mit Honig, Baumstriezeln, Marzipanbällchen und anderen Spezialitäten aus dem Donauraum. Untermalt wird unser Bummel von traditioneller Musik, Jazzklängen und Balkan-Beats, die von den unterschiedlichen Bühnen zu uns vordringen.

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    Zu den Ständen gesellt sich während der zehn Tage ein umfangreiches Begleitprogramm mit Konzerten, Theatervorführungen, wissenschaftlichen Vorträgen, literarischen Abenden und Workshops. Leider verpassen wir das erstmals stattfindende Brückenfrühstück, bei dem Ulmer Bürger_innen und Vereine am letzten Tag des Festes jeweils die Patenschaft über einen Tisch übernehmen und auf der Herdbrücke Gäste bewirten. Eine schöne Idee, die hoffentlich zu einer regelmäßigen Veranstaltung wird. Ordentlich gefeiert wird auch der letzte Abend des Festes mit einem bombastischen Feuerwerk über der Donau. Wir suchen uns einen Platz am Neu-Ulmer Ufer, um so die explodierenden Farben vor der Kulisse des Ulmer Münsters und der Altstadt vor uns zu haben. Belohnt werden wir mit einem der gigantischsten Feuerwerke, die wir bisher erlebt haben. Ein letztes Mal laufen wir über den Markt zu unserem Hotel, ein Gläschen Wein in der einen Hand, Zimt-Baumstriezel in der anderen. Stadtfestversöhnt und mit Balkan-Pop im Ohr schlafen wir ein. Und wer weiß, vielleicht sehen wir uns in zwei Jahren zum Donaufest wieder – das Brückenfrühstück müssen wir ja schließlich noch nachholen!

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    Kooperation: Ganz herzlichen Dank an Ulm/Neu-Ulm Touristik, das Internationale Donaufest und die ARGE Deutsche Donau für die Einladung zu diesem schönen Wochenende! Unsere Meinung bleibt dabei, wie immer, unsere eigene.

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    Gekocht

    Simple Food: Fenchel-Salat mit Burrata, Zitrone und Minze

    Fenchel-Salat mit Burrata, Zitrone und Minze Rezept Feed me up before you go-go-2

    Es gibt Rezepte, bei denen hadern wir ein bisschen, ob wir sie wirklich auf den Blog stellen sollen. Nicht, weil sie nicht gut schmecken würden – im Gegenteil! –, sondern weil sie fast schon unverschämt simpel sind. Keine außergewöhnlichen Zubereitungsmethoden, keine kreativen und noch nie da gewesenen Geschmackskombinationen, auf die man im Grunde auch gut hätte selbst kommen können. Sondern einfach ein ganz simpler, schneller und dennoch wirkungsvoller Sommersalat, der auch nach einem langen Arbeitstag genügend Zeit lässt, um den Abend auf dem Balkon ausklingen zu lassen und von einem Wochenendtrip nach Italien zu träumen.

    Verwendet habe ich für den Fenchel-Salat mit Zitrone und Minze eine unglaublich cremige Burrata mit Pinienkernen und Basilikum, die ich hier in München bei Eataly gefunden habe. An dieser Stelle entschuldige ich mich für den kleinen Burrata-Overload in letzter Zeit, aber sobald ab Mai die ersten Sonnenstrahlen hervorkommen (auch wenn sie dann wieder verschwinden …) und der Käsehändler des Vertrauens den sahnigen Mozzarella wieder im Sortiment hat, beginnt sie, unsere Burrata-Sucht. Aber offenbar sind wir damit auch nicht ganz alleine.

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    Fenchel-Salat mit Burrata, Zitrone und Minze (für 2 Personen):

    2 Fenchelknollen
    abgeriebene Schale von einer Bio-Zitrone
    2 EL Zitronensaft
    4 EL Olivenöl
    1 Handvoll Minzblätter
    250 g Burrata
    Salz, Pfeffer, Piment d’Espelette

    1. Die Fenchelknollen waschen, halbieren, vom Strunk befreien und in feine Streifen schneiden. Das Fenchelgrün grob hacken und beiseitestellen. Fenchelstreifen mit 3/4 des Zitronenabriebs, dem Zitronensaft und 3 EL Olivenöl in eine Schüssel geben, mit Salz und Pfeffer würzen und gut durchmischen. Abgedeckt ca. 10 Minuten marinieren lassen.

    2. Die Minzblätter waschen und trocknen. Die marinierten Fenchelstreifen auf zwei Tellern anrichten. Die Burrata abtropfen lassen, vorsichtig teilen und auf den Fenchel setzen. Mit Minzblättern, restlichem Zitronenabrieb und Fenchelgrün bestreuen, das restliche Olivenöl über die Burrata träufeln und mit Salz, Pfeffer und Piment d’Espelette würzen.

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    Gebacken

    Bereit für den Sommer: Aprikosen-Lavendel-Kuchen mit Walnüssen

    Aprikosen-Lavendel-Kuchen mit Walnüssen Rezept Ottolenghi Feed me up before you go-go

    Schon seit Wochen bin ich bereit für den Sommer. Die Schubladen wurden mit kurzärmligen Shirts aufgestockt, im Schrank wohnen neue Sommerkleider, Sandalen und Ballerinas wurden aus Kisten befreit und lockere Schrauben an Sonnenbrillen endlich wieder festgezogen. Doch je vorbereiteter ich bin, desto mehr scheint der Sommer in Richtung Herbst zu rücken und schickt so viel Regen, dass ich den Blumen auf dem Balkon schon kleine Rettungsringe entgegenwerfen muss. Also, was tun gegen so viel Sommerunmut?

    1. Ich backe Kuchen. Kuchen, der so nach Sommer schreit, dass er nicht länger ignoriert werden kann. Mit frischen Aprikosen, Zitrone und Lavendel. Die perfekte Mischung aus fruchtig süß und sauer habe ich bei Yotam Ottolenghi gefunden. Es gibt wahrlich fotogenere Kuchen, aber geschmacklich hat er das Potenzial, zum sommerlichen Dauerbrenner zu avancieren.

    2. Ich buche eine Reise in den Süden, packe den Mann und ein paar Freunde ein und vertraue darauf, dass die Sonne in Mallorcas Bergen so brennt, dass ich die kommende Woche jeden Tag mit einem Sprung in den Pool starten werde. Falls ihr noch ein paar Mallorca-müsst-ihr-unbedingt-machen-essen-anschauen-Tipps für uns habt, freuen wir uns über einen Kommentar.

    3. Ich setze einfach darauf, dass der Sommer spätestens ab dem Moment, in dem wir im Flieger nach Spanien sitzen, auch bei uns ausbrechen wird. Ihr könnt euch also schon mal auf hochsommerliche Temperaturen einstellen!

    Aprikosen-Lavendel-Kuchen mit Walnüssen Rezept Ottolenghi Feed me up before you go-go

    Aprikosen-Lavendel-Kuchen mit Walnüssen nach Ottolenghi (für eine Springform mit Ø 26 cm )

    Für den Teig

    185 g Butter, gewürfelt und raumtemperiert + etwas mehr zum Einfetten der Form
    2 EL Walnussöl
    210 g Zucker
    1 Pck. Vanillezucker
    120 g gemahlene Mandeln
    4 Eier, verquirlt
    120 g Walnusskerne, grob zerhackt
    90 g Mehl
    abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
    1 1/2 TL getrocknete Lavendelblüten
    600 g Aprikosen, entsteint und geviertelt
    Salz

    Für den Zuckerguss

    50 g Puderzucker
    1-2 EL Zitronensaft

    1. Den Backofen auf 190 °C vorheizen. Butter, Walnussöl, Zucker, Vanillezucker und Mandeln in eine Schüssel geben und mit einem Mixer schaumig rühren. Nach und nach die Eier zufügen und unterrühren. 100 g Walnüsse, Mehl, Zitronenschale, 1 TL Lavendel und 1 Prise Salz hinzufügen und alles gut verrühren.

    2. Den Boden einer runden Springform mit Backpapier auslegen, die Ränder mit etwas Butter einfetten. Den Teig einfüllen und glatt streichen. Die Aprikosenviertel darauf kreisförmig verteilen. Den Kuchen etwa 70 Minuten im Ofen backen. Falls der Teig zu braun werden sollte, mit Alufolie abdecken.

    3. In der Zwischenzeit für den Zuckerguss den Puderzucker sieben und mit dem Zitronensaft glatt rühren. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und den Zuckerguss sofort darüber verteilen. Mit den restlichen Walnüssen und Lavendelblüten bestreuen und abkühlen lassen.

    Aprikosen-Lavendel-Kuchen mit Walnüssen Rezept Ottolenghi Feed me up before you go-go

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    Gekocht

    Wohlfühlpasta: Spaghetti mit grünem Spargel, Burrata, Chili & Zitrone

    Spaghetti mit grünem Spargel, Burrata, Chili & Zitrone Rezept Feed me up before you go-go-3

    Wenn gerade alles nicht so läuft, wie man es sich wünscht, der Stresspegel kurz vorm Platzen ist und die Stimmung seit Wochen im Untergeschoss des Kellers wohnt, dann gewinnen vor allem die kleinen Dinge, die einen aufheitern können, an Bedeutung. Die, die einem zumindest für einen kurzen Moment vorgaukeln, dass alles in Ordnung sei. Das kann ein Eichhörnchen (EICHHÖRNCHEEEEN!!) sein, das plötzlich vor einem über den Weg huscht, oder die Freude über den Lieblingskäse, der beim Käsehändler des Vertrauens endlich wieder verfügbar ist und den Kopf vor lauter Rezeptideen fast zerspringen lässt. Burrata – ich liebe ihn! Ein Käse, in dem man wohnen möchte – wie ihn Julia mal so treffend umschrieben hat -, auch wenn er ein kleines Vermögen kostet und es oft etwas Geduld erfordert, bis man einen Käsehändler aufgetan hat, der ihn anbietet. Kaum in der Tasche verstaut, vereint er sich gedanklich mit einem großen Teller Pasta, ein paar Stangen grünem Spargel und einem Hauch Zitrone. Comfort Food nennt man das wohl, denn allein die Vorstellung löst ein wohliges Gefühl in mir aus.

    Spaghetti mit grünem Spargel, Burrata, Chili & Zitrone Rezept Feed me up before you go-go-1

    Spaghetti mit grünem Spargel, Burrata, Chili & Zitrone (für 2 Personen)

    (inspiriert durch dieses Rezept)

    30 g Pinienkerne
    500 g grüner Spargel
    1 Knoblauchzehe
    1/2 Chilischote
    1 Handvoll Petersilie
    60 g Butter
    ca. 260 g Spaghetti
    Abrieb von 1/2 Bio-Zitrone
    1 Kugel Burrata
    1 EL Olivenöl
    (Rotwein-)Salz, Pfeffer

    1. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl anrösten und beiseitestellen. Den Spargel abbrausen, die Enden abschneiden und das untere Drittel schälen. Die Spargelstangen der Länge nach halbieren; besonders große Stangen ggf. vierteln.

    2. Den Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Die Chili aufschneiden, Kerne entfernen und fein würfeln. Die Blättchen der Petersilie abzupfen. Die Butter in einer großen Pfanne zum Schmelzen bringen und darin Knoblauch und Chili anrösten.

    3. Einen großen Topf mit gesalzenem Wasser zum Kochen bringen und darin die Nudeln bissfest kochen. Ca. 3 Minuten vor Ende der Kochzeit die Spargelhäften bzw. -viertel mit ins Wasser geben. Pasta und Spargel abgießen und dabei ca. 100 ml des Nudelwassers auffangen. Pasta, Spargel und Nudelwasser zur Butter in die Pfanne geben und alles gut durchschwenken. Jeweils die Hälfte der Petersilienblättchen und Pinienkerne untermischen und mit Salz, Pfeffer und Zitronenabrieb abschmecken.

    4. Die Spargelpasta auf zwei Teller verteilen. Den Burrata abtropfen lassen, halbieren und jeweils eine Hälfte auf die Nudeln setzen. Mit etwas Olivenöl beträufeln, die restlichen Petersilienblättchen und Pinienkerne sowie Zitronenabrieb und (Rotwein-)Salz darüberstreuen.

    Spaghetti mit grünem Spargel, Burrata, Chili & Zitrone Rezept Feed me up before you go-go-2

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    Gebacken, Geteilt

    Fuck the Backmischung: Schoko-Kokos-Kuchen aka Jamaica-Torte {Zu Gast bei Münchner Küche}

    Schoko-Kokos-Kuchen Jamaica-Torte Rezept Feed me up before you go-go-2

    Wenn wir zu einem Geburtstag eingeladen sind, bringen wir Kuchen mit. Das gehört sich so, zumindest in unserer Welt. Auch wenn das Geburtstagskind gerade mal zwei wird und Partyhut, Luftschlangen & Co. vermutlich deutlich interessanter findet als ein Stückchen Schokokuchen. Hinter dem Geburtstagskind verbirgt sich die Münchner Küche, der Blog unserer lieben Bloggerkollegin Ines, der gerade zwei Jahre alt geworden ist. Wir freuen uns, dass wir zum Mitfeiern eingeladen wurden und die bereits gut gefüllte Kuchentafel um eine ganz besondere „Torte“ ergänzen dürfen.

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    „Kindergeburtstag“ lautet das Motto, das sich Ines für ihr Geburtstagsevent ausgedacht hat. Als Kinder der 80er haben wir den Großteil der Geburtstage topfschlagend, eierlaufend oder sackhüpfend verbracht, doch schon damals fand das eigentliche Highlight jeder Party auf der KaffeeKakaotafel statt. Während Steffens Kindergeburtstagserinnerungen von bunten „Törtchen“ (eigentlich Muffins, aber die hatte damals ja noch keiner auf dem Schirm), Fantakuchen und Philadelphiatorte dominiert werden, stapelten sich auf meiner Geburtstagstafel Miniwindbeutel, Rührkuchen mit Schokostückchen und Mandarinen und ein Schokokuchen mit Kokosfüllung, der seine Existenz einer Backmischung zu verdanken hatte. „Jamaica-Torte“ nannte sich die Fertigmischung, die in den 80ern mein Herz eroberte und regelmäßig zum Kindergeburtstag vorbeischaute (was daran Torte sein soll, habe ich bis heute nicht verstanden). Um genau zu sein, war es die Kokosfüllung, die es mir besonders angetan hatte; auf den Schokoladenkuchen drumherum legte ich dagegen keinen besonders großen Wert (auf die Idee, mir einfach einen Kokoskuchen ohne Schokolade zu wünschen, kam ich merkwürdiges Kind wohl nicht). Aber natürlich kommen wir jetzt nicht mit einem schnöden Fertigkuchen zum Bloggeburtstag, sondern halten es wie das Münchner Café Kubitscheck und sagen „fuck the Backmischung!“. Das Rezept für den Schoko-Kokos-Kuchen findet ihr hier bei Münchner Küche.

    Schoko-Kokos-Kuchen Jamaica-Torte Rezept Feed me up before you go-go-4

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