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Gebacken, Gekocht

Detox dich doch alleine! Cranberry-Ingwer-Eton-Mess

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Nein, wir starten das neue Jahr hier nicht mit den besten Detox-Tipps, haben keine No-carb-low-carb-paleo-pegan-Superfood-Entgiftungskuren für euch parat, die die feiertagsgeschädigten Hüftpolster zum Schmelzen bringen sollen, und auch sonst fing das Jahr für uns eher mit gutem Käse und einem ausladenden Frühstück, als mit grünen Smoothies und schlechtem Gewissen an. Das neue Jahr soll schließlich lecker beginnen! Und am besten mit Dessert! Mit süßsauren Früchten, cremigem Joghurt, knackigen Baisers und einem Schuss Portwein. Okay, ein bisschen Sahne ist auch dabei.

So ganz ohne gute Vorsätze kommen wir jedoch auch nicht aus. Endlich wieder Sport, mehr auf wirklich Wichtiges konzentrieren, nicht mehr so viel Arbeit mit nach Hause bringen. Und für den Blog? Endlich ein neues, frischeres Gewand (daran werkeln wir gerade schon eifrig), eine dritte Runde Blogg den Suchbegriff (sammelt schon mal eure skurrilsten Suchanfragen) und vielleicht schaffen wir es ja auch, wieder etwas häufiger zu bloggen. Sich kulinarischen Herausforderungen stellen, könnte ich auch noch auf die Liste setzen und sogar schon abhaken. Denn für mich beginnt das Jahr mit einem Aha-Erlebnis: Eigentlich stehen Baisers und ich gewaltig auf Kriegsfuß. 1000 Mal gerührt, 1000 Mal ist nix passiert, oder so ähnlich. Unzählige Male habe ich die kleinen Eiweißtupfen schon trocken und knackig aus dem Ofen geholt, doch kaum den Rücken zugedreht, verwandeln sich die zickigen Dinger in klebrige Klumpen. Jeeedes Mal. Trotz offensichtlicher Baiser-Legasthenie wollte ich ihnen noch eine allerletzte Chance geben, las mich durch sämtliche „idiotensichere“ Anleitungen und stieß schließlich auf ein Rezept, das gleichzeitig den entscheidenden Hinweis lieferte: Die Baisers nach dem Backen SOFORT in luftdichte und mit Butterbrotpapier ausgeschlagene Dosen packen, da sie sonst zu viel Feuchtigkeit ziehen und klebrig werden. Wie, das ist alles?? Ich komme mir noch blöder vor, weil ich darauf nicht schon eher gekommen bin und die Dinger erst habe abkühlen lassen. Und es funktioniert tatsächlich! Danke, Stefanie! Zur Feier des neu erlangten Backwissens wurden die Baisers gleich zu einem einfachen Dessert verarbeitet, das es ab sofort wahrscheinlich häufiger geben wird: ein winterliches Eton Mess.

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Cranberry-Ingwer-Eton-Mess (für 4 Portionen):

Für das Baiser

1 Eiweiß
1 Prise Salz
50 g Zucker
1 Spritzer Zitronensaft
Spritzbeutel und -tülle
ggf. etwas rote Lebensmittelfarbe

Für die Soße

200 g Cranberrys
Saft und Abrieb von 2 Bio-Orangen
1 TL fein gehackter Ingwer
100 ml Portwein
100 g Zucker

Außerdem

400 g griechischer Joghurt
200 ml Sahne

1. Für das Baiser den Ofen auf 100°C vorheizen. Eiweiß mit Salz mit einem Handmixer oder der Küchenmaschine steif schlagen. Den Zucker nach und nach einrieseln lassen, dann den Zitronensaft unterrühren. Die Masse mindestens 10 Min. richtig steif schlagen, bis das Eiweiß glänzt und sehr stabil ist. Eine Tülle in einen Spritzbeutel stecken. Wer mag, kann den Baisers noch ein kleines farbiges Makeover verpassen, indem man mit einem Pinsel etwas Lebensmittelfarbe von unten nach oben auf die Innenseite des Spritzbeutel malt. Das ist wirklich einfach und funktioniert überraschend gut. Eine Videoanleitung dazu findet ihr hier (ab Minute 2:05). Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech kleine Baisertupfen spritzen und im Ofen, je nach Größe, ca. 2½ bis 3 Stunden trocknen, bis die Baisers richtig fest und trocken sind. Im ausgeschalteten Ofen noch etwas abkühlen lassen. Danach sofort luftdicht in mit Butterbrotpapier ausgekleideten Dosen verpacken, sonst werden die ausgekühlten Baisers schnell wieder klebrig.

2. Für die Soße alle Zutaten zusammen in einem kleinen Topf unter Rühren einkochen lassen, bis eine dickliche Masse entstanden ist. Das kann ca. 15 bis 20 Min. dauern. Dann zur Seite stellen und abkühlen lassen.

3. Die Sahne in einer Schüssel steif schlagen. Wenn die Soße abgekühlt ist, kann nun alles in vier Gläsern geschichtet werden: Zuerst eine Schicht grob zerbröselte Baisers, dann je eine Schicht Joghurt, Sahne und Soße darüber verteilen und wieder von vorne anfangen. Mit einer Schicht Soße enden, mit ein paar ganzen Baisers dekorieren und am besten sofort servieren.

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Habt ihr auch einen kulinarischen Endgegner, dem ihr euch 2016 stellen möchtet? Wir wünschen euch jedenfalls viel Erfolg bei allen kleineren und größeren Herausforderungen, die das neue Jahr so mit sich bringen wird!

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14 Kommentare

  • Reply Ela

    Meine Baisers werden nicht verpackt und halten trotzdem.. Mein Tipp – das Eiweiß RICHTIG LANGE schlagen und im Ofen niedrige Temperatur + lange Backzeit. Das hats bei mir gebracht.
    Mein 1. Rezept 2016 war übrigens ein Detox-Smoothie. Nicht weil ich es nötig hätte, einfach weil es mir schmeckt und ich Lust auf was Gesundes nach den fiesen Feiertagen habe 🙂 Die nächsten 4 Wochen kann ich definitiv keine Knödel mehr sehen… Und der Süsskram hängt mir auch schon ein bisschen zum Hals raus, muss ich gestehen. Euer Eton Mess ist dann eher so für Ostern vorgemerkt 😉
    Viele liebe Grüße,
    Ela

    3. Januar 2016 at 12:41
    • Reply Sabrina

      Also bei mir lag’s defintiv am Verpacken. Hab unzählige Rezepte schon ausprobiert (auch eins von dir 😉 ) und trotz des langen Schlagens, niedriger und langer Backzeit wurden sie immer und immer wieder klebrig. Ich bleibe jetzt einfach beim sofortigen Verpacken – das scheint für mich der einzige Weg zu sein, die Dinger ordentlich hinzubekommen. 😉
      Detoxen kann ja jede/r wie er/sie will, dafür muss sich ja auch keiner rechtfertigen – ich war einfach nur genervt von der Masse an Detox-/Entgiftungsposts, die jedes Jahr Anfang Januar rausgehauen werden – da kann man ja schon die Uhr nach stellen. Daher das Protest-Dessert, das sicherlich auch noch zu Ostern schmeckt. 😉
      LG
      Sabrina

      3. Januar 2016 at 13:00
  • Reply Julia

    Was für hübsche Baisers, wie gemalt! Da würde es sich mal richtig lohnen, Spritzbeutel mit Tülle zu kaufen… weil auch wenn meine Versuche bisher wie von Geisterhand geklappt hatten, hässlich waren sie allemal, eher Baiserhaufen als so schöne Exemplare! Tolle Sache also, danke fürs Rezept <3

    3. Januar 2016 at 16:09
    • Reply Sabrina

      Hehe, ja, ich war selbst ganz erstaunt, wie einfach man die Dinger aufhübschen kann. Also, keine Angst vorm Tüllenkauf! 😉

      3. Januar 2016 at 22:14
  • Reply babyrockmyday

    Yeah – endlich mal jemand der es laut sagt … Her mit den leckeren Dingen – weg mit dem Weizengras 😍 es sieht übrigens köstlich aus

    3. Januar 2016 at 16:36
    • Reply Sabrina

      Höhö, da sind wir jetzt ja schon zu zweit! 😉 Danke, es war auch mindestens so lecker wie ein Weizengrassmoothie! ^^

      3. Januar 2016 at 22:30
  • Reply Feuer & Flamme

    Wow das sieht köstlich aus 👍🏻😀

    3. Januar 2016 at 17:00
  • Reply toertchenfieber

    Oh das lässt mir ja das Wasser im Mund zusammenlaufen 😉
    Tolle Idee mit der Lebensmittelfarbe, die Baisers sehen echt super hübsch aus!
    Liebe grüße Julia

    4. Januar 2016 at 10:16
    • Reply Sabrina

      Danke, liebe Julia – schön, dass sie dir gefallen!

      4. Januar 2016 at 12:11
  • Reply Miri & Papa

    Juhuuu! Diese Einstellung gefällt mir! Die Kilos kommen doch sowieso mehr zwischen Neujahr und Weihnachten als während Weihnachten und Neujahr 😉
    Liebe Grüße, Miriam

    4. Januar 2016 at 12:59
    • Reply Sabrina

      Das stimmt. Und das Jahr ist auch noch lang genug, um sie auch später noch loszuwerden! 😉

      9. Januar 2016 at 18:24
  • Reply Irene von Gustostückerl

    Wow – das sieht extrem lecker aus! Das Rezept werde ich mir merken 🙂

    LG aus Österreich, Irene

    5. Januar 2016 at 19:41
    • Reply Sabrina

      Vielen Dank, Irene! 🙂

      9. Januar 2016 at 18:25

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