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Frühlingslunch: Sandwich mit Barba di Frate, Tomate und pochiertem Ei

Sandwich mit Barba di Frate, Tomate und pochiertem Ei Rezept Feed me up before you go-go

Der Frühling setzt mich unter Druck. Die ersten Sonnenstrahlen bringen so viele tolle Gemüse- und Kräutersorten hervor, die stets damit drohen, schon bald wieder zu verschwinden. „Iss mich, iss mich!“, tönt es aus den Gemüseabteilungen, von den Marktständen und Feldern. Während ich noch dabei bin, Spargel und Bärlauch in rauen Mengen zu verarbeiten, vergesse ich fast ihren italienischen Kollegen, der einem in Supermärkten fast gar nicht, dafür auf Märkten immer häufiger begegnet: Barba di Frate.

Mönchsbart, Agretti, Salzkraut – das grüne, auf den ersten Blick nach Schnittlauch aussehende Gewächs, das sich auf salzhaltigen Böden in der Nähe des Meeres besonders wohlfühlt, trägt viele Namen. Für mich schmeckt Barba di Frate nach Sommerurlaub und Meer – frisch, ein bisschen mineralisch und salzig – und ist deshalb in der leichten Spätfrühjahrsküche bestens aufgehoben. Ein Bissen und die Sehnsucht nach Italien, Spanien oder Südfrankreich ist geweckt. Bis Anfang Juni besucht uns das Wildgemüse aus Italien; wenn ihr es auf dem Teller treffen wollt, müsst ihr euch also beeilen.

Sandwich mit Barba di Frate, Tomate und pochiertem Ei Rezept Feed me up before you go-go

An ihn erinnert haben mich vor Kurzem Susanna Bingemer und Hans Gerlach. In seinem Rezept für das SZ Magazin trifft Barba di Frate auf pochierte Eier und geröstetes Brot, und ich ärgere mich, dass ich diese Kombination nicht schon viel früher für mich entdeckt habe – das klingt einfach perfekt und soll mein Mittagessen werden! Damit ich nach dem Essen aber nicht komatös am Schreibtisch einschlafe, mache ich aus der Eggs-Benedict-Variante eine leichtere Lunch-Version. Und wer sich am Knoblauch im Mittagessen aus Rücksicht auf Kolleg_innen stört (ich nicht – die kleinen Freuden der Selbstständigkeit), lässt ihn einfach weg und erhöht den Chiliwumms.

Sandwich mit Barba di Frate, Tomate und pochiertem Ei Rezept Feed me up before you go-go

Sandwich mit Barba di Frate, Tomate und pochiertem Ei (Rezept für 2 Personen):

1 EL Essig
200 g Barba di Frate
1 Knoblauchzehe
1/3 kleine Chilischote
4 Cocktailtomaten
Olivenöl
Abrieb einer 1/2 Zitrone
2 Scheiben Brot
2 frische Eier
Blütensalz (natürlich tut’s auch ein reguläres Salz, die Blüten machen sich aber auf pochierten Eiern besonders gut)
Pfeffer
1 kleine Handvoll Rote-Rettich-Kresse

1. Um die Eier zu pochieren etwa 1 l Wasser in einem Topf mit Essig zum Kochen bringen. Währenddessen den Barba di Frate waschen, die Wurzeln abschneiden und ggf. sehr grobe Stängel entfernen. Den Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Die Chili in feine Ringe schneiden, die Tomaten vierteln. Ordentlich Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und den Knoblauch darin kurz anrösten. Dann den Barba di Frate und die Chiliringe dazugeben und alles etwa 5 Minuten anbraten. Kurz bevor der Barba di Frate fertig ist, die Tomatenviertel dazugeben und unterrühren. Vom Herd nehmen, mit Salz und Pfeffer würzen und etwas frischen Zitronenabrieb darübergeben.

2. In der Zwischenzeit die beiden Brotscheiben in einer zweiten Pfanne ohne Öl (oder in einem Toaster) von beiden Seiten anrösten. Sobald das Wasser für die Eier kocht, die Eier nacheinander wie folgt pochieren: Das ganze Ei für 10 Sekunden ins kochende Wasser geben, dann herausnehmen und die Temperatur der Herdplatte runterschalten, bis das Wasser nicht mehr sprudelnd kocht. Mit einer Gabel im Wasser einen Wirbel erzeugen. Das Ei aufschlagen und vorsichtig ins Wasser gleiten lassen. Nach ca. 2½ Minuten das Ei vorsichtig herausnehmen, abtropfen lassen und mit dem anderen Ei wiederholen.

3. Jetzt wird das Sandwich belegt: Auf den Brotscheiben zunächst großzügig Barba di Frate, Tomaten und Chili aus der Pfanne verteilen. Darauf jeweils eines der pochierten Eier setzen, mit Blütensalz, Pfeffer und Zitronenabrieb würzen und mit Kresse bestreut servieren. Die Eigelbe einstechen und sich daran erfreuen, wie sich alles miteinander verbindet.

Sandwich mit Barba di Frate, Tomate und pochiertem Ei Rezept Feed me up before you go-go

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6 Kommentare

  • Reply Karin

    Ooooh, das sieht wieder mal köstlich aus, Ihr Lieben! Und ich bekomme echt Lust, mal wieder ein neues Grünzeug auszuprobieren. 🙂

    1. Juni 2017 at 15:56
    • Reply Sabrina

      Vielen Dank, Karin! 🙂 Ja, probier ihn mal – ich finde ihn toll, vor allem zu Pasta!

      3. Juni 2017 at 8:41
  • Reply Ela

    Wow, das sieht echt herrlich aus! Den Barba di Frate habe ich leider bisher nirgendwo gefunden, auf Märkten bin ich eher selten 🙁
    Liebe Grüße,
    Ela

    2. Juni 2017 at 9:26
    • Reply Sabrina

      Danke – würd ich jetzt auch am liebsten wieder zum Frühstück essen! 😉 Abseits der Märkte findet man ihn bisher leider kaum. Ich kaufe ihn immer auf dem Viktualienmarkt, dort findet man ihn in der Saison eigentlich immer.

      3. Juni 2017 at 8:47
  • Reply Julia

    Ich eile! Ich eile! Mal sehen, ob ich ihn nächste Woche nochmal irgendwo finde, das sieht einfach zu gut aus 🙂

    4. Juni 2017 at 20:50
    • Reply Sabrina

      Ich drücke die Daumen (und mir selbst gleich mit, denn ich hätte ihn in dieser Saison gerne noch mal auf dem Teller)! 🙂

      6. Juni 2017 at 12:53

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