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Verzückung im Büro dank Jamie Oliver: Frangipane-Tarte mit Cranberrysauce

Frangipane-Tarte mit Cranberrys nach Jamie Oliver Rezept Feed me up before you go-go

Eine der Fragen, die man als Foodblogger_in häufiger zu hören bekommt, ist, ob man wirklich alles, was da auf dem Blog, Instagram, Twitter & Co. zu sehen ist, selbst essen würde. Gerne würde ich behaupten, dass nur ein Bruchteil davon in meinem Magen landet, aber derart ausgeprägt ist mein Hang zur Selbstoptimierung nun wirklich nicht. Aber wenn ich nicht gerne (und auch mal zu viel) essen würde, würde der Foodblog doch nur halb so viel Spaß machen. Nichtsdestotrotz kommt es natürlich immer wieder vor, dass man sich bei der Menge des Abendessens vertut. Dann freuen sich vor allem meine Kolleginnen, dass ich etwas zum Mittagessen beisteuern kann.

Deutlich häufiger kommt es allerdings vor, dass ein selbst gebackener Kuchen seinen Weg in die Teeküche meines Büros findet. Entweder sind es die Reste vom Fotoshooting, ein Geburtstagskuchen oder ich habe einfach dem hartnäckigen Betteln nachgegeben, doch endlich mal wieder diesen einen tollen Cheesecake mitzubringen. Interessanterweise hinterlassen meine blogbedingten Kuchenlieferungen Spuren – die Kolleginnen fühlen sich aus irgendeinem Grund ordentlich unter Druck gesetzt. Das führt nun dazu, dass ein stetiger Strom aus Kuchen und Torten seinen Weg nach Dachau findet und alle, die längere Zeit nichts beigesteuert haben, sofort von schlechtem Gewissen geplagt werden. Sogar die FSJler_innen merken normalerweise nach einigen Wochen, wie man sich bei uns besonders beliebt macht und beteiligen sich fleißig an unserem internen Backwettbewerb.

Den letzten Kuchen, der es 2016 ins Büro geschafft hat, hatte Sabrina im bereits vorgestellten Weihnachtskochbuch von Jamie Oliver entdeckt: Frangipane-Tarte mit Cranberrysauce. Die Kombination aus Mandelcreme, Schokolade und säuerlich-süßen Früchten klang derart nach Winterkuchen, dass wir ihn unbedingt noch im Dezember probieren wollten. Das leicht angepasste Ergebnis erinnert ein wenig an eine italienische Nusseckenvariante und toppt geschmacklich so ziemlich alles, was man sich darunter vorstellen kann. Zugegeben, der Kuchen hat es in sich, doch nach der ersten Gabel verdrängt man die Buttermengen ganz schnell und möchte einfach nicht mehr aufhören zu essen. Mehr als die Hälfte des Kuchen schaffte es dennoch ins Büro und war dort schneller verschwunden, als ich mir ein zweites Stück nehmen konnte. Das bedeutet wohl, dass ich auch 2017 wieder ins Büro kommen darf. Danke, Jamie!

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Frangipane-Tarte mit Cranberrysauce (für eine 25 x 25 cm-Form):

Für den Teig

130 g kalte Butter + etwas mehr zum Einfetten der Form
220 g Mehl + etwas mehr zum Ausrollen
80 g Zucker
1 Ei (Größe M)
25 g Kakaopulver
1 Prise Salz
getrocknete Erbsen, Linsen o.ä. zum Blindbacken

Für die Soße

200 g frische Cranberrys
Saft von 2 Orangen

Für die Mandelcreme

80 g gemahlene Mandeln
80 g gemahlene Haselnüsse
220 g weiche Butter
220 g Zucker
3 Eier (Größe M)

Für das Topping

100 g Vollmilchschokolade
40 g gehobelte Mandeln
40 g gehobelte Haselnüsse

1. Für den Teig die kalte Butter, Mehl, Zucker, Ei, Kakao und Salz mit der Küchenmaschine gründlich zu einem glatten Teig verrühren. Dann zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten kalt stellen. Währenddessen eine Tarteform mit etwas Butter einfetten. Anschließend den gekühlten Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche in Größe der Tarteform etwa 5 mm dünn ausrollen. Mit dem Nudelholz aufnehmen, vorsichtig über der Form abrollen und einpassen. Den Rand andrücken, überschüssigen Teig abschneiden. Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen und 15 Minuten ins Gefrierfach stellen, damit er gleich beim Backen die Form behält.

2. Währenddessen den Ofen auf 180 °C vorheizen. Die gekühlte Tarteform mit Backpapier auslegen, mit Hülsenfrüchten füllen und im Ofen 15 Minuten blindbacken. Anschließend Hülsenfrüchte und Backpapier entfernen und nochmals 8 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

3. Für die Cranberrysauce die Cranberrys zusammen mit dem Saft von zwei Orangen in einen kleinen Topf geben und mit geschlossenem Deckel bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Früchte geplatzt sind. Den Deckel abnehmen und alles etwa 15 Minuten dicklich einkochen lassen. Zum Schluss mit einem Kartoffelstampfer oder einer Gabel durchgehen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Wer weniger Stücke mag, kann auch mit dem Stabmixer arbeiten. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

4. Für die Mandelcreme die gemahlenen Nüsse zusammen mit Butter, Zucker und Eiern im Mixer zu einer homogenen Masse verarbeiten.

5. Den Ofen erneut auf 180 °C vorheizen. Die Schokolade in mittelkleine Stücke brechen oder hacken. Die Cranberrysauce auf dem Teigboden vertreichen und dann vorsichtig die Mandelcreme einfüllen und verstreichen. Die Schokoladenstücke gleichmäßig darauf verteilen und leicht in die Creme eindrücken. Die gehobelten Nüsse zum Schluss über die Tarte streuen und ebenfalls leicht andrücken. Die Tarte im Ofen 40-45 Minuten backen, bis die Nüsse goldbraun sind und die Mandelcreme gestockt ist. Dazu schmecken zum Beispiel frische Orangenscheiben.

Tipp: Wer keine frischen Cranberrys findet, kann stattdessen auch getrocknete verwenden oder sie durch eine Konfitüre ersetzen.

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4 Kommentare

  • Reply Julia

    „Eine italienische Nussecke, die geschmacklich alles toppt, was man sich darunter vorstellen kann.“ Was für eine Beschreibung! Jetzt ist natürlich klar, dass ich die Tarte auch backen muss…

    12. Januar 2017 at 18:57
    • Reply Steffen

      Hehe, also wir waren wirklich hin und weg. Und das, obwohl wir das Mehl bei der Mandelcreme vergessen hatten (weshalb wir es hier jetzt auch gar nicht mehr aufgeführt haben). 😉

      16. Januar 2017 at 11:07
  • Reply nike

    ich hätte jetzt gerne ein stück. bitte!

    1. März 2017 at 21:30
    • Reply Sabrina

      Ich auch! 😀 Mal schauen, was sich machen lässt …

      2. März 2017 at 10:42

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