Waren vegetarische und vegane Burger vor einigen Jahren noch eine Ausnahmeerscheinung, haben sie in den letzten zwei Jahren endgültig den Sprung in den Mainstream geschafft. Sogar die großen Discounter bieten inzwischen eine Auswahl verschiedener Fleischersatzprodukte an, von Gemüsepatties über Soja bis zu den neuesten Kreationen auf Basis von Erbsenprotein. Letztere findet man mittlerweile sogar direkt neben ihren fleischigen Geschwistern im Kühlregal und sind zumindest optisch nur noch schwer von diesen zu unterscheiden. Nachdem wir uns bereits durch verschiedene Patties auf Basis von z. B. Kichererbsenprobiert haben oder Portobellopilzezwischen die Buns gepackt haben, widmen wir uns nun unserem liebsten Fleischersatz: Seitan. Er begleitet uns nicht nur seit Jahren auf sämtliche Grillfeste, zum Beispiel in Form unserer heiß geliebten veganen Seitanspieße mit Erdnuss-Kokos-Soße oder Seitanwürste, sondern begeistert uns auch als Burger-Patty auf dem Seitanburger mit gegrillter Ananas und Coleslaw. Weiterlesen: Hail Seitan: vegetarischer Seitanburger mit gegrillter Ananas und Coleslaw
Juhuu, der Sommer ist da (zumindest behauptet das der Kalender)! Das bedeutet nicht nur, dass eingestaubte Flipflops und Badehosen herausgekramt werden, sondern auch endlich wieder die Kohlen glühen. Wir sind zum Glück mit einem Balkon und einem rauchfreien Grill gesegnet, sodass dem schnellen Brutzeln zu Hause nichts im Wege steht – wobei der nahe Park oder das Isar-Ufer natürlich auch sehr verlockend sind. Da bei uns nicht nur Fleisch auf die Teller kommt, sind wir immer auf der Suche nach passenden vegetarischen oder veganen Grillrezepten. In diesem Jahr haben wir dabei unsere Vorliebe für zwei sehr simple Grillbegleiter entdeckt. Neben grünem Spargel, den wir einfach mit etwas Olivenöl, Honig und Salz marinieren und dann roh auf den Rost legen, sind es selbst gemachte vegane Seitanwürste (inspiriert von diesem Rezept), die uns eigentlich schon seit April den Grill anschmeißen lassen. Die Zubereitung ist dank Seitan-Fix aus dem Bio-Supermarkt wirklich einfach und euren geschmacklichen Experimenten sind mit diesem Grundrezept keine Grenzen gesetzt. Was landet bei euch denn aktuell auf dem Grill?
Vegane Seitanwürste mit Tofu und Kräutern (für 6-8 Würste):
100 g Naturtofu
200 g Wasser
40 g Öl
2 TL Salz
2-3 TL Gewürze und Kräuter nach Belieben
140 g Seitan-Fix/Weizengluten
1. Tofu, Wasser, Öl und Gewürze in eine Küchenmaschine geben oder mit dem Pürierstab gut durchmixen. Abschmecken und ggf. nachwürzen (dabei beachten, dass die Intensität mit dem Backen noch zunimmt, doch zu sparsam sollte man auch nicht sein, sonst schmeckt die Wurst am Ende nach nichts).
2. Das Seitan-Fix hinzufügen und zusammen zu einer geschmeidigen, feuchten Masse verkneten. Den Ofen auf 150°C vorheizen.
3. Jeweils etwa 70-80 g der Masse auf ein Stück Alufolie geben, dabei etwas lang ziehen. Dann fest einrollen, bis man 2-3 Lagen Alufolie um die Wurst gewickelt hat. Die Enden vorsichtig eindrehen, damit eine feste Rolle entsteht. Mit der restlichen Masse genauso verfahren.
4. Die Alufolienrollen in eine Auflaufform oder aufs Backblech geben und auf mittlerer Schiene ca. 45-55 Min. im Ofen garen. Die Würste sind gut, wenn man kein „Kaugummigefühl“ mehr im Mund hat. Abkühlen lassen und im Kühlschrank lagern. Am besten schmecken die Würste, wenn sie etwas durchgezogen sind.
5. Die Alufolie abwickeln und die Würste auf dem Grill oder in der Pfanne knusprig anbraten.
Tipp: Dieses Grundrezept lässt sich über die Gewürze ganz einfach an den eigenen Geschmack anpassen. Wir haben beispielsweise schon mit Bärlauch experimentiert oder für den Restaurant Day eine scharfe Version mit Chiliflocken und Rauchpaprika ausprobiert. Auch eine asiatisch inspirierte Variante, z.B. mit Koriander oder Curry, klappt sicher super. Die Würste lassen sich in der Alufolie auch hervorragend einfrieren und bei Gelegenheit bzw. Hunger schnell wieder auftauen.
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