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Was bisher geschah: August 2017 – von Münchner Eisdielen, neuen Wirtshäusern & Rauchbieren im Sommer

Sonnenbrille am Pool

Der August ist vorbei und somit auch der Sommer. Zumindest behauptet das der ein oder andere in den sozialen Netzwerken, und meteorologisch gesehen stimmt das sogar. Doch ich bin noch nicht bereit für einen Abschied, habe noch keine Lust auf Kürbis & Co. und erst recht nicht auf Wollsocken! Viel zu selten waren wir bisher am (und vor allem im) See, an der Isar und im Biergarten. Der Sommer und ich – wir brauchen noch etwas Zeit. Also hoffe ich, dass sich der September von seiner besten Seite zeigen wird. Genauso wenig wie ich mich vom Sommer verabschieden möchte, will ich mir eingestehen, dass der Urlaub dieses Jahr schon weggeurlaubt wurde. Alle um uns herum starten in den (Spät-)Sommerurlaub und ich wurde noch nie so oft wie in den letzten Wochen gefragt, wann und wohin es für uns denn in die Ferne ginge. Dann stammele ich irgendwas von wir waren schon so lange weg, wir sind durch“ und werde ein bisschen wehmütig. Immerhin bleiben uns noch die Wochenenden, die sich bestimmt ab und an verlängern lassen und uns so zumindest einen Hauch von Urlaubsgefühl bescheren können. Und auch ein paar Dienstreisen bringen etwas Abwechslung mit sich und haben den Mann im letzten Monat in die hessische Provinz (aka Bad Arolsen) und mal wieder nach Danzig geführt. Aber zu Hause ist es zur Zeit dank der beiden neuen Mitbewohner ja auch ganz schön.

Unterwegs

Drei Tage im Allgäu

Eines dieser Wochenenden haben wir Anfang August im Allgäu verbracht. Drei Tage entspannen, gut essen, wandern, sich dabei übelsten Sonnenbrand einfangen, Kühe streicheln und noch mal von vorn – wunderbar! Untergebracht waren wir in der Hubertus Alpin Lodge & Spa* in Balderschwang, doch dazu mehr ein andermal. (Sabrina)

Allgäu Balderschwang Kühe Bayern Feed me up before you go-go

Allgäu Balderschwang Berge Bayern Feed me up before you go-go

Allgäu Balderschwang Kuhglocken Bayern Feed me up before you go-go

Allgäu Balderschwang Kirche Berge Bayern Feed me up before you go-go

Schweißtreibende Bierverkostung*

Wenn mich jemand fragen würde, welche Biere sich für heiße Augusttage eignen, hätte ich sofort ein paar Ideen parat: die erfrischende Würzigkeit eines Witbiers, die leichte Säure und der niedrige Alkoholgehalt einer Berliner Weiße oder auch die spritzige Fruchtigkeit eines modern gehopften Hefeweizens eignen sich perfekt zum Genuss an warmen Sommerabenden. Schwere, dunkle Biere sollten eher den Tagen vorbehalten bleiben, an denen Regenwolken den Himmel bedecken oder die Kälte durch alle Ritzen kriecht. Doch wenn das Tasting für eine im Winter erscheinende Bierzeitschrift einige Monate vorher stattfindet, setze ich mich eben am gefühlt heißesten Tag des Jahres mit vier anderen Bierliebhaber_innen um einen Tisch, um 16 Dunkel- und Rauchbiere zu verkosten. Als Blogger_in hat man schon ein schweres Leben (hust)!

Auf Einladung von kommunikation.pur nehmen wir uns zwei Stunden Zeit, um für die nächste Ausgabe der „bier.pur“ eben jene 16 Biere zu bewerten. Für mich eine spannende Erfahrung, weil ich bisher noch nie so ernsthaft trinken musste. Denn auch bei den Tastings, die ich bisher veranstaltet habe, stand natürlich der Genuss im Vordergrund. Jetzt aber sollen die Biere danach bewertet werden, ob sie dem Bierstil entsprechen und wie gut sie bestimmte Vorgaben erfüllen. Verkostet wird deshalb blind und mit einem Bewertungsbogen für jedes Bier, auf dem Punkte in verschiedenen Kategorien vergeben werden müssen: vom Schaum über den Geruch bis zum Abgang. Insgesamt sind wir uns alle erstaunlich oft einig, auch wenn es immer wieder mal Ausreißer nach oben oder unten gibt – am Ende spielt der persönliche Geschmack dann doch eine erhebliche Rolle und komplette Neutralität ist in meinen Augen nur schwer zu erreichen. Mir haben am Ende die Biere von Schwarzbräu (Dunkel) und Wagner Bräu (Wagner Kuckuck) besonders gut gefallen und beide sind auch in der Gesamtwertung weit oben gelandet. Das komplette Ergebnis gibt es dann im Oktober in der „bier.pur“ zu lesen. (Steffen)

Drink Craft Beer Buttons Spiegelau Bier-Tasting Feed me up before you go-go

Entdeckt

München isst Eis: das Eismeer

Über einen Mangel an guten Eisdielen können wir uns in München wahrlich nicht beklagen. Wir befinden uns schließlich in der nördlichsten Stadt Italiens, wo kämen wir denn hin, wenn wir nicht aus dem Stegreif fünf Top-Eisdealer nennen könnten? Doch woran es mangelt, sind die sonnigen Tage, an denen man nachmittags die Zeit findet, sich für ein, zwei Stunden in einem Eiscafé niederzulassen oder mit einer großen Eiswaffel in der Hand durch die Stadt zu bummeln. An einem sonnigen Sonntag nehmen wir uns die Zeit und statten dem Eiscafé Eismeer im Glockenbachviertel einen Besuch ab. Endlich! Denn Steffen hatte mir schon vor langer Zeit von den außergewöhnlich guten Eisbechern vorgeschwärmt. Etwa ein Dutzend täglich wechselnde Sorten, darunter einige vegane, bietet das kleine Eiscafé an – alle kommen ohne künstliche Zusätze und Aromastoffe aus. Obwohl die Auswahl der Eisbecher recht überschaubar ist, kann ich mich fast nicht entscheiden und beschließe noch bevor ich das Eis überhaupt probiert habe, bald noch einmal herzukommen. Für mich wird es der Steirische-Vanille-Becher mit Vanilleeis, Kürbiskernöl, sehr leckerem Kürbiskernkaramell, aber etwas zu viel Sahne. Steffen gibt sich den fruchtigen Sundowner mit Vanilleeis, in Likör 43 eingelegten Orangen, Erdbeersauce und Sahne (jeweils 7,80 €). Ich hoffe jetzt mal schwer, dass uns der September noch ein paar sonnige Stunden beschert und wir uns bald den Rest der Karte noch etwas näher anschauen können! Eismeer // Pestalozzistr. 21, München. (Sabrina)

Eiscafe Eismeer München Glockenbach Eisdiele Steirische Vanille mit Kürbiskernöl Eisbecher Feed me up before you go-go

Eiscafe Eismeer München Glockenbach Eisdiele Sundowner Eisbecher Feed me up before you go-go

Neuzugang im Westend: Wirtshaus Eder

Das Westend hat ein neues Wirtshaus. Grund genug, mal mit dem Foodbloggerstammtisch im Wirtshaus Eder vorbeizuschauen. Die langen Holztafeln bieten genügend Platz für hungrige Blogger_innen und die in Grün gehaltene Ausstattung mit Holzverkleidung macht sich schließlich auch recht passabel. Die übersichtliche Karte bietet klassische bayrische Wirtshausküche mit saisonalem Einschlag und erfreulich vielen vegetarischen Gerichten. Soweit ich es überblicken kann, sind alle am Tisch äußerst zufrieden mit ihren Bestellungen. Vor mir landet ein großer Salat mit gebratenem Gemüse, gerösteten Kastanien und Honig-Senf-Dressing (12,90 €) – an sich zwar nicht wahnsinnig außergewöhnlich, aber wirklich lecker und gut abgeschmeckt. Und auch die Gabel der Spinat-Käsespätzle mit abgeschmolzenen Zwiebeln (11,50 €), die ich mir von Ines‘ Teller klaue, kann überzeugen. Ein netter Bonus ist die Möglichkeit, sich alle Gerichte auch als kleine Portion bestellen zu können – so ein großer Teller Käsespätzle kann einen ja gerne mal vor eine mittelschwere Herausforderung stellen, vor allem wenn auch noch Nachtischhunger im Spiel ist. Auch die Getränkeauswahl lässt keine Wünsche offen und ich freue mich über die vielen regionalen Craft-Biere von Tilmans (das Helle sogar vom Fass), Crew Republic, Forschungsbrauerei München, Schönram und anderen auf der Karte. Einziges Manko: Das Wirtshaus ist wahnsinnig hellhörig. Obwohl nur ein anderer (großer) Tisch besetzt ist, kämpfen wir mit Mühe gegen den hohen Lautstärkepegel an und fragen uns, wie hier Gespräche zustande kommen sollen, wenn es mal richtig voll ist. Dennoch, der „Ederwirt“ wandert auf unsere Go-to-Liste der bayrischen Wirtshäuser. Wirtshaus Eder // Gollierstr. 83, München. (Sabrina)

Wirtshaus Eder München Westend Salat und Käsespätzle Feed me up before you go-go

Bier des Monats: Barney Flats Oatmeal Stout

Mit Urlaubsmitbringseln ist das ja oft so eine Sache. Da kann es passieren, dass der Kräuterschnaps, der an den Abenden auf der Terrasse im Mallorca-Urlaub so gut geschmeckt hat, zu Hause dann doch irgendwie zu süß und pappig ist und schließlich auf dem Regal verstaubt. Glücklicherweise haben wir mit unseren Biermitbringseln bisher mehr Glück gehabt und fast immer solche mitgenommen, die auch zu Hause in München noch überzeugen. Eines unserer Gepäckstücke, das wir im Mai aus Orlando importiert haben, hat uns sogar so überzeugt, dass wir es kurzerhand zum Bier des Monats küren. Das Barney Flats Oatmeal Stout der Anderson Valley Brewing Company wanderte eigentlich aufgrund der handlichen Dose und des hübschen Labels (ein Bär, der sich als Hirsch verkleidet – wie soll man da widerstehen??) in unseren Koffer. Geöffnet haben wir das Bier bei unserem ersten Craft-Beer-Stammtisch zusammen mit Björn, Karin und Torsten, wo es einer der Favoriten des Abends war: tiefdunkel, mit ordentlich Schaum und tollen Röstaromen in der Nase. Dank der eingebrauten Haferflocken ist das Stout schön cremig und vermittelt irgendwie ein wärmendes Gefühl. Im Geschmack werden die stiltypischen Röstnoten mit Kaffee, dunkler Frucht und Toffee in Zaum gehalten. Ein toll ausbalanciertes Bier, das dank schlanker 5,8 % gut trinkbar bleibt. In Deutschland ist es über verschiedene Onlineshops auch ganz gut zu bekommen, also deckt euch für den Winter ein! (Steffen)

Bier des Monats: Barney Flats Oatmeal Stout Craft-Beer-Tasting Feed me up before you go-go

Lesenswert

Zu viel des Guten

Zuletzt hat es in verschiedenen europäischen Städten Proteste gegeben, die sich gegen die stetig wachsenden Touristenströme richten. Gerade Küstenstädte wie Barcelona, Dubrovnik oder Venedig leiden immer mehr unter den Besucher_innen, die dank Kreuzfahrtschiffen oder Billig-Airlines die Innenstädte für Kurzaufenthalte stürmen. Auch (von uns ebenfalls gerne genutzte) Dienste wie Airbnb stehen dabei unter Beschuss. Ein schwieriges Thema, das sich die nächsten Jahre vermutlich eher noch verschärfen wird. (Steffen)

Alko(blogger)ehe

Das feuchtfröhliche Geheimnis einer guten Partnerschaft entlarvt Alena Schröder im „SZ Magazin“: Alkohol – und dessen gemeinschaftlicher Konsum. Nicht nur das gegenseitige Schönsaufen gelingt so wunderbar, sondern auch die neu gefundene „Obsession für Craft Beer, Whisky, lokale Gin-Manufakturen“ des Partners wird mit einem Gläschen desgleichen in der Hand erträglicher. Ich schätze, wir sind auf einem guten Weg (und dabei in bester Gesellschaft). (Sabrina)

Fotocredit: Pool mit Sonnenbrille: David Lezcano via Unsplash.

Hinweis: Zu den mit Sternchen (*) markierten Veranstaltungen/Aufenthalten wurden wir freundlicherweise eingeladen – wie immer bleibt unsere Meinung davon unberührt.

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2 Kommentare

  • Reply Karin

    Hihihi…hast Du doch ein schöneres Foto der schicken Bierdose gefunden? Herr Wallygusto hat es gestern leider vergessen und wollte heute noch mal schauen. So ein Tasting müssen wir – wenn es richtig, richtig Herbst ist – aber mal wiederholen. War sehr lustig!

    7. September 2017 at 13:12
    • Reply Sabrina

      Hehe, das macht nichts! Nee, habe das unschöne Foto genommen, aber es geht ja um den Inhalt. 😉 Ich bin schwer dafür, dass wir im Herbst mal ein Pumpkin-Ale-Tasting machen. 😀

      7. September 2017 at 13:16

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