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Von Blutorange-Gin-Cocktails und anderen Trinkgewohnheiten

Bloody Sage Blutorange Salbei Drink-2

Zitrusfrüchte mit Salbei in Drinks zu kombinieren, scheint wohl gerade das heiße Ding zu sein. War diese Kombination in unserer heimischen „Bar“ vor zwei Wochen doch eher dem Zufall geschuldet (sowohl Blutorangen als auch ein großer Topf Salbei mussten verbraucht werden), taucht sie z.B. auch bei Drinks Tube und auf anderen Blogs auf. Aber die kräuterige Würze und das Fruchtige harmonieren auch einfach zu gut miteinander! Der perfekte Begleiter ist da natürlich Gin, am besten einer, der die Kräuter- und/oder Zitrusaromen unterstützt. Wenn ihr also mal wieder Lust auf einen süßen, aber auch würzigen Cocktail habt oder eure Gäste einfach mit Kräutern im Glas beeindrucken wollt, dann ist unser Bloody Sage genau die richtige Wahl!

Bloody Sage – ein Blutorange-Gin-Cocktail mit Salbei (1 Tumbler):

6 cl Gin
6 cl Blutorangensaft
2 cl Vanillesirup (Wasser und Zucker zu gleichen Teilen mit einer aufgeschnittenen Vanilleschote aufkochen, bis der Zucker sich auflöst. Anschließend mehrere Stunden ziehen lassen, dann Vanilleschote herausnehmen, den Sirup in ein Fläschchen füllen und im Kühlschrank lagern)
ca. 12 Salbeiblätter
Eiswürfel
+ eine Blutorgangenscheibe und ein Salbeiblatt zum Garnieren

Alle Zutaten in einem Shaker auf Eis shaken und doppelt abgießen (also nicht nur durch ein Barsieb, sondern auch noch durch ein feines Küchensieb). In einem Tumbler auf Eis servieren und mit einem Salbeiblatt und einer Scheibe Blutorange garnieren.

Bloody Sage Blutorange Salbei Drink-1

Da es mittlerweile offensichtlich kein allzu großes Geheimnis mehr ist, dass wir alkoholischen Getränken nicht ganz abgeneigt sind, hat uns Heimo, unser Restaurant-Day-Drinks-Spezialist, ein Blogstöckchen ins Glas geworfen, um sich nach unseren Trinkgewohnheiten zu erkundigen. Die beiden Jungs von Bildungstrinken haben sich den charmanten Fragebogen ausgedacht, den wir nach Beantwortung natürlich pflichtbewusst an andere Hobby-AlkoholikerInnen und -MixerInnen weitergeben. Jetzt erst mal die ungeschönte Wahrheit:

Was ist dein liebster Drink?

Steffen: Das kann ich nicht sagen. Ich habe das Gefühl, dass es noch so viel zu entdecken gibt, dass ich mich nicht auf irgendwas festlegen kann. Aber mit einem guten Gin Tonic, einem rauchigen Single Malt oder einem kühlen IPA kann man bei mir aktuell nicht viel falsch machen.

Sabrina: Puuh, schwierig! Ich bin was Drinks angeht ziemlich experimentierfreudig und probiere gerne neue Kombinationen, daher bin ich nicht auf einen bestimmten Drink festgelegt. Bei einem Moscow Mule oder Gin Tonic sage ich aber dennoch nie Nein!

Wann hast du das erste Mal Alkohol getrunken?

Steffen: Ich hatte mit elf oder zwölf mal eine Phase, in der ich immer alkoholfreies Bier getrunken habe. Ernsthaftere Kontakte (zumeist mit Bier und Apfelwein) kamen aber erst nach der Konfirmation.

Sabrina: Wenn ich als Kind bei meinen Großeltern zu Abend gegessen habe, hat mich mein Opa öfter mal an seinem Bier nippen lassen. Fand ich ganz furchtbar, habe es aber immer wieder probiert. Das erste Mal betrunken war ich mit 13 auf einer Silvesterparty. Es gab zu viel zu süßen, zu billigen Sekt. Uäääh! Später bin ich dann, wie es sich für eine hessische Teenagerin gehört, dem Apfelwein verfallen.

Welchen Drink hast du am meisten bereut?

Steffen: Zuletzt einen schlechten Gin-Pistazien-Cocktail im Hans im Glück, bei dem der Limettensaft aus der Flasche derart penetrant war, dass jeder andere Geschmack überdeckt wurde. Ansonsten denke ich mit Schrecken an zu viele Wodka-O auf einer Abifeier, an ein paar Weizenkorn zu viel bei einem Grünkohlessen oder die Party, bei der wir anstelle von Tequila irgendwann auf Wodka mit Zitrone und Salz umgestiegen sind. Das ist zum Glück alles sehr lange her und so schlimm wurde es seitdem nicht mehr.

Sabrina: Jep, da kann ich Steffen zustimmen, denn ich habe ebenfalls den wirklich schlechten Gin-Pistazien-Cocktail probiert. Ansonsten erinnere ich mich an viele rote Körner während des Studiums, die ich spätestens in der Vorlesung am nächsten Morgen bereut habe.

Bar oder Kneipe?

Steffen: Als jemand, der vier Jahre in einer Kneipe hinter der Theke stand und vor allem Bier vom Fass und günstigen Schnaps verkauft hat, kann ich nichts Schlechtes über Kneipen sagen. Es kommt wohl auf die Situation an, auch wenn sich das Gleichgewicht inzwischen deutlich in Richtung Bar verschoben hat (man wird halt doch älter).

Sabrina: Beides zu seiner Zeit!

Champagner oder Schaumwein?

Steffen & Sabrina: Öhhhm, Gin? Bier? Wir sind beide keine großen Fans von Champagner, Sekt & Co. Ab und an mal ein Gläschen, mehr muss nicht sein. Aber glücklicherweise lassen sich damit auch tolle Drinks mixen.

Mit wem würdest du gerne trinken?

Steffen: Ich hätte wirklich gerne mit Jason Molina getrunken. Allerdings mit dem Ziel, ihn vom Trinken abzubringen, um so zu verhindern, dass er sich zu Tode säuft und dann weiterhin tolle Musik veröffentlicht.

Sabrina: Mit Ernest Hemingway. Ich hätte da noch ein, zwei Fragen zu seinen Romanen, die sich sicherlich gut bei einem Drink klären ließen.

Bei wem würdest du gerne trinken?

Steffen: Bei Simone Caporale in der Artesian Bar in London würde ich gerne mal an der Theke sitzen.

Sabrina: Nachdem Steffen so davon geschwärmt hat, gerne in Atalay Aktas Schwarzer Traube in Berlin. Ansonsten auch gerne noch mal im The Ides, der Rooftop-Bar des New Yorker Wythe Hotels. Tolle Aussicht, tolle Drinks, tolles Ambiente!

Wie sieht deine Home Bar aus?

Steffen & Sabrina: Voll. Unübersichtlich. Die meisten Flaschen drängen sich auf einem Regal im Flur. Whisky und Gin sind eigentlich Stammgäste, sonst variieren die Flaschen nach Gusto. Derzeit wohnen dort elf verschiedene (Single) Malts, vier Sorten Gin, einzelne Flaschen Rum, Grand Marnier, Wermut, Sherry, Kräuter- und Haselnussschnaps sowie einige Bitters. Das sonstige Barzubehör ist über die ganze Wohnung verteilt – wir brauchen dringend eine größere Küche (oder gleich ein ganzes Bar-Zimmer)!

Beschreib deine Eiswürfel.

Steffen & Sabrina: Von Ananas bis T-Rex-Knochen ist da so ziemlich alles dabei. Wenn der Drink mal nicht nach Kindergeburtstag im Glas aussehen soll, wartet im Keller noch ein riesiger Sack Eiswürfel von der Tanke. Und ganz neu dazugekommen sind die 6-cm-Kugelformen, die jedem Drink sofort die nötige Seriosität verleihen.

Ice ice baby-1

Was ist deine Gin-&-Tonic Empfehlung?

Steffen: Ich mag Gins, die einen eigenen Charakter haben, wie z.B. die auf Traubenbasis. Sehr erfrischend finde in dieser Richtung die Kombination aus G’vine Floraison und Fentimans Tonic Water.

Sabrina: Bloß nicht zu süß! Mit den ganzen Elderflower-Tonics kann ich z.B. nichts anfangen. Zu blumig, zu kitschig irgendwie. Ich mag ihn herb und zitruslastig. Als Basis finde ich den Botanic Gin ganz großartig, der mit Botanicals wie Buddhas Hand, Orange, Thymian und Anis aufwarten kann. Dazu etwas Grapefruitzeste und ein herbes Tonic, dann bin ich glücklich!

Wie bekämpfst du deinen Hangover?

Steffen & Sabrina: Mit einem umfangreichen und deftigen Frühstück! Huevos Rancheros eignen sich dafür ganz hervorragend. Dazu viel Wasser, ein Sofa und haufenweise DVDs.

So, und jetzt ihr!:

Karin & Torsten von Wallygusto

Julia von Chestnut & Sage

Ylva von Der Klang von Zuckerwatte

Britta von Glasgeflüster

Petra von Der Mut Anderer

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14 Kommentare

  • Reply Carolin von Caros Küche

    Ich bin gerade über euren Blog gestolpert und sitze zufällig mit einem Gläschen Wein vor dem Rechner 😉 Ansonsten trinke ich eher wenig, aber meinen Mann erkenne ich in der ein oder anderen Antwort wieder 🙂 Auch da stehen Single Malts oder Gin Tonic hoch im Kurs.
    Liebe Grüße und noch ein schönes Wochenende!

    14. März 2015 at 18:41
    • Reply steffen

      Schön, dass du zu uns gefunden hast und es dir gefällt. Viele Grüße auch an den Mann 🙂

      15. März 2015 at 9:49
  • Reply Sarah

    Das ist aber eine sehr schöne Kombination mit Gin und der Vanillenote.
    Wird sofort nach der Fastenzeit ausprobiert.

    LG Sarah

    14. März 2015 at 18:54
    • Reply Kitty Wu

      Danke und ja, das solltest du tun!

      15. März 2015 at 9:43
  • Reply kathi kochfrosch

    Ich kriege in der Provinz ja nicht wirklich mit, was in den städtischen Gläsern so angesagt ist – aber diese Kombi hört sich dermaßen gut an, das wird demnächst in heimischer Umgebung nachgemacht. Danke! Hübsche Gläser übrigens!

    14. März 2015 at 23:26
    • Reply steffen

      Hehe, zum Glück gibt es ja das Internet, da muss man gar nicht mehr extra in die Stadt fahren. Das Glas haben wir übrigens bei Barstuff.de gefunden, das ist ein Double Old Fashioned Glas.

      15. März 2015 at 9:48
      • Reply Kathi

        Danke für die Infos zum Glas. Ich glaub, die würden sich wirklich gut in der Hausbar machen 🙂

        15. März 2015 at 12:57
  • Reply Shermin

    Der Anblick vom Glas sah eben so vertraut aus, dass ich eben mal einen Blick in unseren Schrank werfen musste. 😉 Tolles Rezept (und schöne Bilder, die richtig Lust machen), ist auf jeden Fall notiert und wird ausprobiert.
    Liebe Grüße!

    15. März 2015 at 10:10
    • Reply Kitty Wu

      Hehe, ja, das Glas begegnet uns auch häufiger mal auf anderen Seiten. 😉 Freut uns, dass der Drink so neugierig macht! Dann mal viel Spaß beim Ausprobieren.

      22. März 2015 at 23:02
  • Reply Diana

    Bin gerade mit einem einfachen Blood Orange Gin Tonic auf den Geschmack gekommen und brauche dringend mehr von dieser Art! Eure Zusammenstellung hört sich toll an – nur leider habe ich noch keinen frischen Salbei im Garten. Egal. 🙂

    22. März 2015 at 10:38
    • Reply Kitty Wu

      Hm, klingt auch toll! Blutorange und Gin ist wirklich eine schöne Kombi, die auch von uns viel zu spät entdeckt wurde. Dabei hätte es schon viel früher so leckere Drinks geben können! 😉

      22. März 2015 at 23:03
  • Reply wallygusto

    Hallo Ihr Lieben,
    wirklich ein sehr cooles Blogstöckchen, das wir gerne auffangen. 🙂
    LG, Karin & Torsten

    22. März 2015 at 19:49
    • Reply Kitty Wu

      Wie schön! 🙂 Da sind wir aber sehr gespannt, ihr Lieben!

      22. März 2015 at 23:05
  • Reply Wein-Phantasien

    Hallo zusammen,
    da habe ich ja gleich zwei Inspirationen auf einmal bekommen. Salbei und Blutorange, das ist ziemlich geschmeidig zusammen mit Gin. Ich kenne mittlerweile in Bars nur noch Überbietungsversuche in Bezug auf die Anzahl der Sorten Gin. Man ja auch einfach das, was man hat ein bisschen pimpen. Coole Ideen.
    Welcher Gin passt denn am besten zu Blutorange?

    Bester Gruß

    Boris

    28. Dezember 2016 at 17:38
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