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Pimp your Ramen

Nein, der Titel ist kein Hinweis auf meine leichte Rechtschreibschwäche, sondern bezieht sich auf Ramen – koreanische Nudelsuppen. In diesem Fall Instant-Nudelsuppen. Während man im Supermarkt normalerweise nur die Auswahl zwischen verschiedenen winzigen YumYum-Tüten hat, gibt es in den Asiaspezialitätenläden (in München z.B. rund um den Rosenheimer Platz und den Gasteig) immer ganze Regale von unterschiedlichen Sorten. Da es sich üblicherweise um Importe handelt, kann ich beim Einkaufen nur nach den Bildern auf der Packung gehen und habe so im Laufe der letzten Jahre einige Favoriten gefunden. Auf keinen Fall empfehlen kann ich jedenfalls alle Sorten mit Meeresfrüchten, alleine der Geruch verdirbt mir den Appetit. Meine Lieblingssuppe Jin Ramyon von Ottogi (ein wenig scharf, mit Rindfleischgeschmack und Pilzaroma, glaube ich, zumindest sieht man das auf dem Bild) habe ich bisher in München nur selten gesehen und war umso glücklicher, als ich sie vor ein paar Wochen im Regal eines bisher noch nicht besuchten Ladens entdeckte. Da landeten natürlich gleich mehrere Packungen im Korb.

Instant Ramensuppe pimpenSo kann auch die Glutamatbombe Instant-Ramensuppe schmackhaft aussehen

Inzwischen habe ich zudem begonnen, meine Suppen mit allem aufzubessern, was sich so an Resten im Haus befindet. Immer dazu kommt am Ende ein ordentlicher Schuss Sweet-Chili-Soße und oft auch 1-2 Möhren. Zusammen mit den 120 g Nudeln, die in den Packungen enthalten sind, ergibt das eine ganz ordentliche und schnelle Mahlzeit. Diesmal war noch ein halber Block Tofu übrig, den ich in der Pfanne knusprig angebraten und mit Sojasoße und Limettensaft abgelöscht habe. Die Möhren wurden währenddessen in Stifte geschnitten und dann zusammen mit den Nudeln und den Gewürz- und Trockengemüsemischungen (ich will gar nicht wissen, wie viel Glutamat da drin ist …) gekocht. Als Nudeln und Möhren gar waren, kamen Chilisoße und Tofu dazu.

Ramen-Suppe gepimpt mit Möhren und TofuDer Porsche unter den Instantnudelsuppen!

Auf der Suche nach anderen Einträgen zu Ramensuppen, tat sich erstaunlicherweise eine ganze Welt auf. In der deutschsprachigen Blogwelt ist das Thema noch etwas unterrepräsentiert und die Nudeln tauchen außer auf spezialisierten Testblogs wie Asian-Instant-Noodelsoups oder Happy Souper (die aber beide auch meine Lieblingssuppe ganz lecker fanden) nur mal auf Blogs rund um asiatisches Essen auf. Dagegen gibt es im englischsprachigen Web eine ganze Heerschar von Seiten, die sich nichts anderem widmen. Da habe ich zum Beispiel einen Nudelautomaten entdeckt, über den Ramenrater gestaunt, der akribisch über 600 Sorten getestet hat und bin neidisch gewesen, dass ich nicht in den USA wohne und so wohl nie eine Kiste Nudeln beim Ramenblog gewinnen werde. Am meisten geflasht hat mich aber eine japanische Seite, die anscheinend die Nudelsuppenernährung eines Mannes seit 1997 dokumentiert und der anscheinend bei fast 5000 Packungen angelangt ist. Ich weiß nicht, ob ich das beeindruckend oder ganz furchtbar finden soll …

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Keine Kommentare

  • Reply Hauke

    Schön geschrieben. Ich pimpe meine Instantnudeln immer mit einem Ei und Frühlingszwiebeln. An Chillisauce hab ich noch nie gedacht, eigentlich sind sie scharf genug. Es gib noch eine rote Version von den Jin-Ramyeon, die schmeckt sogar noch besser.

    31. März 2012 at 17:28
    • Reply steffen

      Ja, die rote Sorte kenne ich auch, fand ich aber immer zu scharf. Das mit dem Ei werde ich aber mal ausprobieren, danke für den Tipp.

      31. März 2012 at 18:26
  • Reply Jeanne

    Ich mische meine sweet-chilli soße immer mit der vorhandenen suppen brühe/mischung und einem schuss osaft! Das schmeckt wunderbar fruchtig!! Dazu immer das Gemüse was gerade so da ist. Kann ich nur empfehlen!!

    19. September 2013 at 18:26
  • Reply Strandpirat

    Ich esse gerne die Nong Shim Instantnudelsuppen! Besonders die „Shin Ramyun“ haben es mir angetan. Um das ganze noch etwas leckerer zu gestalten besorge mir zusätzlich Sojasauce, eine Zitrone, ein paar Frühlingszwiebeln, Pilze (zB. ein paar Champignons), Sojasprossen oder Mungbohnenkeimlinge (halbe Hand voll, gibts günstig im Chinaladen) und etwas Hackfleisch (50g reicht). Die Frühlingszwiebeln schneide ich in grobe Ringe (bis zu dem grünen), die Pilze werden geviertelt und aus der Zitrone schneide ich nur ein Viertel raus. Und los gehts: 500 ml Wasser im Wasserkocher kochen. Etwas Öl in einem kleinen Topf erhitzen, das Hackfleisch hinein, salzen u. pfeffern, die Frühlingszwiebeln (das weiße) dazu und alles scharf anbraten bis es angebräunt ist. Nun das heiße Wasser aufgießen, die Nudeln, die Gewürzmischungen und 1 El. Sojasauce hinzugeben. 1 min kochen dann die Pilze mit rein schmeißen. Noch 2 min kochen, die Sprossen dazu geben und 1/4 Zitrone in die Suppe drücken (also den Saft;). noch 1 min kochen und dann vom Herd nehmen. Das grüne der Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und damit den fertigen „Ramen“ garnieren. Schmeckt fast wie selbst gekocht! 😉

    12. August 2015 at 20:29
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