Folge uns:
Deutschland, Gereist, Getrunken, München

Tea Time in München: Meito Bubble Tea

Die „Szene Kolumne“ in der Süddeutschen berichtete kürzlich, dass nun die Bubble-Tea-Welle auch München erreicht hätte. Schon drei Bubble-Tea-Läden in München und ich habe nichts davon mitbekommen? Unfassbar! Aber was zur Hölle ist Bubble Tea?? Ein Blick in die Google-Bildersuche lässt Schlimmes vermuten, mein Unterbewusstsein sendet mir aber schon nach dem zweiten Bild unüberhörbare Signale: MUSS probiert werden!

Ein Wochenende später kann ich meinen Besuch aus der hessischen Provinz schnell davon überzeugen, das vermeintliche In-Getränk zu testen. Auf gehts zum Meito Bubble Tea am Rindermarkt 6. Der Laden ist klein, die Schlange davor lang. Leicht beschämt, aber auch irgendwie erleichtert stellen wir fest, dass wir nicht ganz der Zielgruppe entsprechen, die den asiatischen Trendtee bereits lange Zeit vor uns für sich entdeckt hat. Um uns herum hauptsächlich 15-19-Jährige, die routiniert und ohne den fragenden Blick, den wir der Bedienung entgegenwerfen, ihre Teas-to-go bestellen. Und so gehts: Man wählt eine Basic-Teesorte (schwarz, grün oder Jasmin) und die gewünschte Temperatur (heiß, kalt oder frappé). Dann wird es kompliziert – eine Fülle an unterschiedlichsten „Flavours“ und „Toppings“ löst spontane Überforderungszustände bei mir aus; sämtliche Geschmacksrichtungen und „Kugeln“ können miteinander kombiniert werden. Im Grundpreis (3,20 € klein / 4,20 € groß) enthalten sind je ein Flavour und ein Topping. Ich entscheide mich nach 10 Minuten spontan für einen warmen Jasmintee mit Coconut-Flavour und Passion-Fruit-Boba (kleine Kugeln mit sirupartiger Füllung). Hinter der Theke wirbeln fünf junge, hippe Menschen mit Bechern, Flaschen und glibbrigen Inhalten herum, fünf Minuten später erhalte ich meine Teekreation samt extradickem Strohhalm (damit die Kugeln auch durchpassen). Schnell die zugeschweißte Plastikhaube des Bechers mit dem Strohhalm deflorieren und bereit machen für ein neues Geschmackserlebnis!

BubbleTea

Der Tee ist sehr süß, der Kokosgeschmack intensiv, die Konsistenz der kleinen Kugeln – ähm – interessant. Die Passionsfrucht-Bobas, die sich am Boden des Bechers abgesetzt haben, zerplatzen tatsächlich erst im Mund und lassen eine sirupartige Flüssigkeit austreten. Übrig bleibt eine klebrige Hülse, die sich zwar nach ein paar Sekunden auflöst, aber dennoch etwas gewöhnungsbedürftig ist. Bis zum letzten Schluck schwanke ich zwischen „ganz lecker“ und „irgendwie abartig“, entschließe dann aber doch, dem Bubble Tea in ferner Zukunft noch mal eine Chance zu geben … falls der Trend es bis dahin überlebt. (Anm.: Nein, der Trend hat es wohl nicht überlebt und Meito ist mittlerweile geschlossen.)

meito
Rindermarkt 6
80331 München

Merken

Merken

Print Friendly, PDF & Email
Teilen:
Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

Keine Kommentare

  • Reply oeris

    Ich mag das Zeug, auch wenn ich defintiv nicht zu deiner beschriebenen Zielgruppe gehöre.

    5. Dezember 2011 at 10:58
  • Hinterlasse einen Kommentar

    %d Bloggern gefällt das: