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Knödel

    Deutschland, Gekocht, Gereist, Geteilt, Getestet, München

    Knödel me up before you go-go oder Knödelburger mit Gorgonzola, Radicchio und Apfelchutney

    Knödelburger Hamburger Burgis Kartoffelknödel-2

    Wenn man gebeten wird, sich ein Rezept mit Knödelteig zu überlegen, denken bestimmt nicht viele Menschen an Burger. Aber anscheinend ist mein Gehirn inzwischen so gepolt, dass ich einfach IMMER an Burger denken muss. Bleibt nur, das Beste daraus machen, und das ist in diesem Fall ein Knödelburger – eine köstliche Kreation aus Kartoffelknödelteig, süßem Apfelchutney, gepaart mit den kräftig-herben Noten von Gorgonzola und Radicchio. Ein kleines, mächtiges Monster also, das aber definitiv süchtig macht!

    Knödelburger Hamburger Burgis Knödel-3

    Aber warum überhaupt Knödelteig? Burgi’s, ein bayrischer Knödelteighersteller, hat kürzlich einige FoodbloggerInnen nach München eingeladen, um dort gemeinsam einen Tag zu verbringen und tief in die Welt der Knödel einzutauchen. Im Vorfeld wurden wir außerdem gebeten, uns ein Knödelrezept zu überlegen, das für die Veranstaltung extra auf eine Rezeptkarte gedruckt wurde. Der Knödelburger war also geboren. Die “KnödelexpertInnen” bei Burgi’s fanden diese Idee wohl ebenfalls ganz spannend und zu unserer Freude wurde der Burger als eines von vier Rezepten zum Nachkochen während des Knödelevents ausgewählt. Denn das war die erste knödelige Herausforderung an diesem Tag: gemeinsam mit den übrigen BloggerInnen fürs Mittagessen sorgen. Während Sabrina sich an den leckeren Kürbisknödeln von Karin von Wallygusto versuchte, machte ich mich mit zwei Foodbloggerkolleginnen daran, mit den Knödelburgern in Massenproduktion zu gehen. Spontan haben wir dafür ein Chutney kreiert und mit Kürbis verfeinert, was super ankam. Am Ende wurden um die 20 Burger produziert, die allerdings schneller verputzt waren, als man Kartoffelknödelteig hätte sagen können. Doch zum Glück gab es ja noch weitere Knödelleckereien und außerdem hatte die Küche vom Wirtshaus in der Au noch eine ganz besondere Überraschung für uns vorbereitet: eine riesige Nachtischplatte, die das Kind am Nachbartisch vor Neid fast zum Weinen gebracht hätte. Tja, FoodbloggerIn müsste man sein. Falle es euch also demnächst mal dorthin verschlagen sollte: lasst unbedingt genügend Platz für den Nachtisch!

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    Der Tag endete natürlich nicht beim Nachtisch. Wir erfuhren im Pschorr am Viktualienmarkt einiges über Fleisch und die Vorteile von geeisten Biergläsern, wurden im Gesellschaftsraum mit köstlichen Apfelstrudel-Martinis verwöhnt (das Rezept hätten wir wirklich gerne mitgenommen!) und durften an einer Bierverkostung mit der Biersommelière Sandra Ganzenmüller teilnehmen. Kaum zu glauben, dass noch Platz im Magen war, als wir am Abend noch einmal zum Pschorr zurückkehrten und den Tag ausklingen ließen. Und weil Karin, Petra und wir immer noch nicht genug hatten, ging es noch auf einen Absacker ins Jaded Monkey, eine recht neue kleine Bar hier in München, in der man in (äußerst) schummriger Atmosphäre ausgefallene Cocktails schlürfen kann.

    Falls ihr euch auch ein wenig Knödelglück nach Hause holen möchtet, kommt hier das Rezept für den ultimativen Knödelburger. Die Burger lassen sich übrigens leichter essen, als man denken würde – einfach gut festhalten! 😉

    Knödelburger Hamburger Burgis Kartoffelknödel-1

    Knödelburger mit Gorgonzola, Radicchio und Apfelchutney (für 4 Burger):

    750 g Burgis Bayerischer Knödelteig original
    Speiseöl
    1 Apfel
    ½ Kopf Radicchio
    4 EL Gorgonzola
    360 g Rinderhack
    4 EL Apfelchutney (Alternativ: Apfelmus oder ein anderes Fruchtchutney)

    1. Die Knödelmasse ½ cm dick ausrollen und mit einem 8 cm Dessertring (oder einem Glas) 8 Kreise aus der Kartoffelmasse ausstechen. Jeder Kreis sollte etwa 60–70 g wiegen. Reichlich Öl in einer Pfanne erhitzen und die Teigkreise von jeder Seite ca. 3–4 Min. anbraten. Sie sollten schön knusprig sein, damit sie später die Burgerzutaten halten können. Auf Küchenpapier legen und das Fett abtupfen. Abkühlen lassen.

    2. Aus der Mitte des Apfels 4 runde, ½ cm dicke Scheiben schneiden. Vorsichtig die Kerne aus der Mitte entfernen. Den Radicchio in mittelfeine Streifen schneiden. Den Gorgonzola in 4 Portionen teilen.

    3. Das Hackfleisch in 4 Portionen zu 90 g teilen und mithilfe des Dessertrings in die passende Form bringen. Das Fleisch etwas fester andrücken, damit es später auf dem Burger nicht auseinanderfällt.

    4. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen, das Fleisch salzen und pfeffern (aber erst kurz bevor es in die Pfanne kommt) und anschließend nach persönlichem Geschmack und gewünschten Gargrad braten. Gleichzeitig die Apfelscheiben für etwa 2–3 Min. mit in die Pfanne geben, bis sie leicht weich geworden sind. Wenn der gewünschte Gargrad erreicht ist, das Fleisch aus der Pfanne holen, den Gorgonzola darauf verteilen und 1–2 Min. ruhen lassen.

    5. Die Knödelscheiben jeweils auf einer Seite mit Chutney oder Apfelmus bestreichen. Auf die Unterseite eine Apfelscheibe geben, dann das Fleisch mit dem Käse und den Radicchio daraufsetzen. Mit der zweiten Knödelscheibe abschließen und servieren. Beim Essen gut festhalten, damit nichts rausrutscht.

    Vielen Dank an die netten Mädels von Zweiblick und an Burgi’s für die Einladung und den wirklich schönen Tag! Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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    Gekocht

    Vienna calling #1: Spinatknödel mit Steinpilz-Pfifferling-Champignon-Ragout

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    Themenwoche im Hause feed me up! Morgen früh steigen wir ins Auto und dann geht es ab nach Wien. Der Plan dazu besteht seit über einem Jahr und jetzt haben wir es endlich geschafft. Das Hotel ist gebucht, die Notizbücher sind voll mit Sightseeing-, Shopping- und Kulinariktipps und Google Maps blinkt ganz gelb vor lauter Markierungen. Wir sind wirklich schon ganz hibbelig, denn wir kennen die Stadt (fast) noch gar nicht. Bis auf einen kurzen Zugwechsel am Wiener Bahnhof und einer Geschäftsreise, bei der nicht viel Zeit für Sightseeing blieb, ist uns Wien noch völlig unbekannt. Deswegen muss es diesmal das volle Programm geben: Schlösser, Museen, Prater, Kaffeehäuser und natürlich die volle kulinarische Dröhnung.

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    Um uns thematisch einzustimmen (und euch gleich mit), rufen wir auf dem Blog kurzerhand eine Österreich-Themenwoche aus. Wir präsentieren euch eine Woche feinste Alpenkulinarik. Dabei erhalten wir hochkarätige Unterstützung, denn während wir in Wiener Kaffeehäusern Einspänner schlürfen und an Falcos Grab Tränchen verdrücken, werden zwei von uns sehr geschätzte Bloggerkolleginnen mit Gastbeiträgen für euer leibliches Wohl sorgen (an dieser Stelle schon mal 1000 Dank, ihr Lieben!). Wer genau dahinter steckt, bleibt eine Überraschung – nur so viel sei verraten: Die beiden sind echte Kennerinnen der österreichischen und wienerischen Küche und haben sich ganz zauberhafte Rezepte für euch überlegt. Ihr dürft also gespannt sein!

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    Wir selbst starten in unsere österreichische Themenwoche mit Spinatknödeln und Pilzragout. Das mag zwar nicht ganz so traditionell sein wie Wiener Schnitzel oder Kaiserschmarren, aber Knödel haben auf den Tischen des Landes trotzdem ihren festen Platz. Unser Rezept trägt außerdem den vielfältigen Einflüssen Rechnung, welche sich auf den Speisekarten und in den Töpfen der ÖsterreicherInnen finden lassen. Von Norden kommt das Deftig-Bayrische über die Grenze, im Süden hat Italien seine Spuren hinterlassen (noch stärker spürt man das in der Tiroler Küche), und die verschiedenen Landesteile haben ebenfalls ganz eigene Geschmacksvariationen entwickelt. All das findet ihr in diesem Rezept – eine Art Alpenmix könnte man sagen. Ach ja, was ich fast vergessen hätte: es schmeckt auch unglaublich gut! Also derart gut, dass man das Knödelstück, das eigentlich auf keinen Fall mehr in den Bauch passt, trotzdem noch auf die Gabel packt. Die Pilze Schwammerl haben wir mit typisch österreichischen Gewürzen verfeinert und der Soße mit Ziegenkäse den nötigen Frischekick verpasst. Wer hier nicht zuschlägt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen und muss deswegen zur Strafe alle Sissi-Filme dreimal schauen!

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    Spinatknödel mit Pilzragout (für 3-4 Personen):

    Für das Pilzragout

    2 rosa Pfefferbeeren
    ½ TL Koriander
    ¼ TL Fenchel
    ¼ TL Piment
    ¼ TL Anissamen
    ½ TL Zimt
    ½ TL Thymian
    2 Pfefferkörner

    1 mittelgroße Zwiebel (etwa 100 g)
    1 Knoblauchzehe
    600 g gemischte Pilze
    1 EL Butter
    1 EL Olivenöl
    150 g Sahne
    100 g Ziegenfrischkäse
    ½ Bio-Zitrone
    Salz, Pfeffer

    1. Für die Gewürzmischung alle Gewürze im Mörser fein mahlen und zur Seite stellen.

    2. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Die Pilze putzen, größere Pilze vierteln oder halbieren. Die ½ Zitrone abwaschen und trocknen. Die Schale fein abreiben, den Saft auspressen und beides zur Seite stellen.

    3. In einer Pfanne Butter und Olivenöl erhitzen und Zwiebel und Knoblauch bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Die Pilze hinzufügen, die Hitze erhöhen und einige Min. braten, bis die ausgetretene Flüssigkeit vollständig verdampft ist und die Pilze Farbe angenommen haben. Mit der Hälfte des Pilzgewürzes und etwas Salz mischen und mit der Sahne ablöschen. Bei niedriger Hitze cremig einköcheln lassen, dann den Frischkäse und etwas Zitronensaft unterrühren. Zum Schluss mit Pilzgewürz, Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Warm halten, bis die Knödel fertig sind.

    Für die Spinatknödel

    200 g TK-Spinat (oder 150 g frischer Spinat)
    200 g altes Ciabatta (2-3 Tage alt)
    7 EL Milch
    50 g Walnüsse
    1 kleine Zwiebel
    1 EL Butter
    Muskat
    50 g Ricotta
    3 EL gehackte glatte Petersilie
    100 g Bergkäse
    1 Ei
    1 Eigelb
    3 EL Semmelbrösel
    Etwas Speisestärke
    Salz, Pfeffer

    1. Den TK-Spinat auftauen lassen, sehr gut auspressen (bzw. den frischen Spinat waschen und trocknen) und fein hacken. Das Ciabatta in kleine Würfel schneiden und in einer Schüssel mit der Milch mischen. Die Walnüsse in einer Pfanne leicht anrösten und fein hacken. Die Petersilie waschen, trocken schütteln und ebenfalls fein hacken, 1 EL für die Deko zur Seite stellen. Den Käse grob raspeln.

    2. Die Zwiebel fein würfeln und in einer Pfanne in der Butter bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Den gehackten Spinat dazugeben, alles gut vermischen, kurz andünsten, vom Herd nehmen und mit Salz, Pfeffer und etwas frischer Muskatnuss abschmecken.

    3. Alle Zutaten mit Ei, Eigelb und den Semmelbröseln mischen und mit den Händen zu einer homogenen Masse verkneten. Noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken und zugedeckt 30 Min. quellen lassen.

    4. In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Aus der Masse 8 Knödel formen und diese dabei richtig fest zusammenpressen. Speisestärke auf einen Teller streuen und die Knödel einzeln darin wenden, danach etwas abklopfen. Die Knödel ins Wasser geben und sobald sie an der Wasseroberfläche schwimmen, die Herdplatte ausschalten und noch 10 Min. ziehen lassen.

    5. Die Knödel gemeinsam mit dem Pilzragout auf Tellern anrichten, mit der restlichen Petersilie und der abgeriebenen Zitronenschale bestreuen und servieren.

    Spinatknödel mit Pilzragout by feed me up before you go-go-8

    Klingt alles etwas aufwendiger, geht aber letztendlich doch relativ flott. Und der Geschmack entschädigt auf alle Fälle fürs mal etwas länger in der Küche stehen! Falls ihr noch Last-Minute-Tipps für Wien auf Lager habt und euch spontan ein Ort/Shop/Restaurant/Café einfällt, den/das wir keinesfalls verpassen dürfen, immer her damit! Also, macht’s gut, baba, wir müssen los – Wien ruft!

    Spinatknödel_Pilzragout_Rezept Feed me up before you go-go-3
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