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Japan für zu Hause: Ichigo Daifuku – Gefüllte Mochi mit Erdbeere

Ichigo Daifuku - Rezept für japanische gefüllte Mochi mit Erdbeere

Seit Beginn der Erdbeersaison habe ich nur eines im Kopf: Ichigo Daifuku. Die großen gefüllten Mochi, auf denen eine dicke Erdbeere thront, haben wir letzten Herbst in Japan kennen- und lieben gelernt. Okay, regelrecht süchtig waren wir nach den süßen japanischen Reiskuchen! Die mit Abstand besten Ichigo Daifuku haben wir in Tokio auf dem Tsukiji Fish Market probiert – gigantisch groß, mit Füllungen wie Vanille- und Melonencreme und einer riesigen, saftigen Erdbeere on top. Knatschig, samtig, fruchtig, einfach perfekt. Vielleicht haben wir ausgerechnet diese Mochi so gut in Erinnerung, weil es die ersten waren, die wir in Japan probiert haben. Im Laufe des Urlaubs folgten viele weitere – zum Beispiel in der regionalen Variante mit Sika-Hirsch-Deko in Nara oder ganz klassisch mit roter Bohnenpaste gefüllt. Sofort war uns klar: Die müssen wir im Sommer zu Hause nachmachen!

Ichigo Daifuku in Japan - gefüllte Mochi mit Erdbeere in Nara und Tokio

Japanische Süßigkeit aus Klebreismehl

Zum Glück kann man die japanische Süßigkeit aus Klebreismehl recht unkompliziert selbst zubereiten. Traditionell werden die Daifuku mit Anko, einer süßen Paste aus roten Azuki-Bohnen, gefüllt. Noch etwas besser haben uns die Ichigo Daifuku allerdings mit einer Vanillepudding-Füllung geschmeckt, die wir euch hier vorstellen. Auch bei der Präsentation der Mochi gibt es Unterschiede. In Tokio ist uns oft die aufgeschnittene Variante mit Erdbeere on top begegnet, andernorts ist die Erdbeere meist Teil der Füllung und wird erst nach dem Aufschneiden sichtbar.

Ichigo Daifuku - Rezept für japanische gefüllte Mochi mit Erdbeere

Gefüllte Mochi selbst zubereiten

In unserem Rezept zeigen wir euch beide Zubereitungsarten. Einfacher zu handeln ist ganz klar die Tokio-style-Variante, bei der die Erdbeere am Ende auf das Daifuku gesetzt wird.

In den meisten Rezepten, die wir gefunden haben, wird der Mochi-Teig in der Mikrowelle zubereitet. Da wir und sicher auch einige von euch keine besitzen, haben wir für das Erhitzen des Teigs eine beschichtete Pfanne verwendet. Auch das klappt wunderbar, und ja, man bekommt die Pfanne danach auch problemlos wieder sauber.

Falls ihr danach noch Klebreismehl übrig habt, probiert doch mal Bánh trôi, die vietnamesische Mochi-Variante, mit Kokos und Banane. Viele weitere japanische Rezepte findet ihr übrigens auch bei The Hangry Stories, zum Beispiel für Mitarashi Dango – kleine Klebreisbällchen mit einer süßen Sojasoße, in die wir uns in Japan ebenfalls verliebt haben.

Ichigo Daifuku - Rezept für japanische gefüllte Mochi mit Erdbeere

Ichigo Daifuku – gefüllte Mochi mit Erdbeere (Rezept für 10 Stück)

Zutaten für die Vanillecreme

  • 150 ml Milch
  • 1 Bio-Ei
  • 2 EL Zucker
  • das Mark einer 1/2 Vanilleschote
  • 1,5 EL Mehl

Zutaten für die Mochi

  • 10 mittelgroße Erdbeeren
  • 200 g glutenhaltiges Klebreismehl (oder noch besser, wenn ihr es im Asia-Shop findet: Shiratamako)
  • 200 ml Wasser
  • 60 g Zucker
  • Speisestärke oder Kartoffelstärke

Zubereitung

  1. Für die Vanillefüllung Milch, Ei, Zucker und Vanillemark in einen kleinen Topf geben und unter Rühren erwärmen. Das Mehl hinzufügen und alles gut verrühren, bis die Creme zu einem dicken Pudding eingekocht ist. Die Vanillecreme bis zur Weiterverarbeitung abkühlen lassen.
  2. Die Erdbeeren waschen und die Blätter abschneiden. Für den Mochi-Teig das Klebreismehl mit Zucker und Wasser in einer Schüssel verrühren. Alles in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen und die Masse dabei von Anfang an mit einem Pfannenwender aus Holz verrühren. Nun geht alles ziemlich schnell, die Masse wird fest, zäh und klebrig. Den Teig mit dem Pfannenwender für etwa weitere 5 Minuten durchkneten, wenden und durch die Pfanne ziehen, bis eine elastische, gummiartige Masse entstanden ist.
  3. Den Teig auf eine mit Speisestärke bemehlte Arbeitsfläche geben und in 10 gleich große Stücke teilen. Die Hände mit Speisestärke bemehlen und aus dem noch warmen Teig 10 flache Kreise (à ca. 10 bis 12 cm) formen oder ausrollen. Beeilt euch dabei ein bisschen, denn der Teig lässt sich leichter verarbeiten, solange er warm ist.
  4. Nun geht es ans Füllen – wir zeigen euch zwei Varianten:
    Variante 1 (mit Vanillecreme gefüllt, Erdbeere on top): Diese Variante lässt sich deutlich einfacher zubereiten. Dazu in die Mitte eines Teigkreises einen ordentlichen Klecks Vanillecreme geben (etwa 1 bis 2 TL). Den Teig von allen Seiten zur Mitte hin einklappen, die Enden festdrücken und etwas mit den Fingern verzwirbeln. Das Daifuku umdrehen, auf einen mit Speisestärke bemehlten Teller setzen und ggf. vorsichtig zwischen den Handflächen nochmals ins Form bringen. Mit einer Schere von oben einschneiden, die Öffnung etwas auseinanderdrücken und eine Erdbeere hineinsetzen.
    Variante 2 (mit Erdbeere und Vanillecreme gefüllt): In die Mitte eines Teigkreises etwa 1 TL Vanillecreme geben, eine Erdbeere mit der Spitze nach oben daraufsetzen. Nun den Teig vorsichtig von allen Seiten über der Erdbeere zur Mitte hin einklappen, die Enden festdrücken und mit den Fingern leicht verzwirbeln. Wer die unschöne Naht oben vermeiden will, versucht es umgekehrt: In die Mitte eines Teigkreises eine Erdbeere mit der Spitze nach unten setzen. Auf die Erdbeere etwa 1 TL Vanillecreme geben, dann vorsichtig den Teig von allen Seiten über der Erdbeere und Creme verschließen, festdrücken und leicht verzwirbeln. Das Daifuku umdrehen und in der Mitte durchschneiden.

Ichigo Daifuku - Rezept für japanische gefüllte Mochi mit Erdbeere

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2 Kommentare

  • Reply Micha M.

    Richtig gut! Vielen lieben Dank für das Rezept! Haben die Mochis am Wochenende gemacht und konnten nicht aufhören zu essen. Die 1. Variante ist super geworden, aber für die 2. war ich zu doof. 😅
    Viele Grüße, Micha

    9. Juni 2020 at 12:31
    • Reply Sabrina

      Danke für deine Rückmeldung – wie schön! Ja, die zweite ist etwas tricky, aber wir sind eh Fans der ersten Variante. Viel einfacher und MEHR Puddingfüllung! 😀

      11. Juni 2020 at 11:11

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