Grapefruit-Curd ist ein cremiger, bittersüßer Brotaufstrich, der mit seiner intensiven Zitrusnote überzeugt. Für unser einfaches Rezept braucht ihr nur 7 Zutaten und etwa 25 Minuten. Perfekt fürs Frühstück oder für ein besonderes Geschenk aus der Küche. Das Curd schmeckt pur auf Brot, auf Scones, zwischen Macarons oder als Füllung für Kuchen und Tartes.
Aber wie kam es überhaupt zu diesem Rezept? Hallo, ich heiße Sabrina und ich bin grapefruitsüchtig. Zwar erst seit zwei Wochen, aber seitdem bin ich heavy user. Gleich zweimal innerhalb kürzester Zeit habe ich den gesamten Grapefruitvorrat unseres Supermarktes aufgekauft. Was das plötzliche Verlangen nach Grapefruit ausgelöst hat? – Keine Ahnung! Grapefruits landeten überall: im Salat, im Joghurt, im Frühstücksmüsli und auch in Drinks. Eigentlich sollten sie auch in den Kuchen. Und noch eigentlicher hättet ihr an dieser Stelle ein Rezept für Grapefruitkuchen vorfinden sollen. Doch statt Kuchentraum nur Kuchentrauma. Viel zu trocken, viel zu fest und geschmacklich mit ordentlich Luft nach oben. Was dagegen wunderbar geschmeckt hat, war das Grapefruit-Curd, das (leider) auch im Kuchen landete. Supercremig, bittersüß und einfach nur zum Reinlegen. Gerade in der Winterzeit, wenn Grapefruits Saison haben, lohnt sich das Rezept besonders.
Cremiges Grapefruit Curd selber machen
Also alles noch mal auf Anfang, das Kuchendesaster vergessen – eine neue Portion Grapefruit-Curd muss her! Curd selber machen klingt kompliziert, ist aber mit etwas Geduld und Ausdauer beim Rühren kinderleicht. Ich presse erneut aus, koche ein und rühre, rühre, rühre so lange, dass es mir fast den Besuch im Fitnessstudio erspart (gibt es eigentlich so was wie einen „Curd-Arm“?). Zum Glück schmeckt das Curd so gut wie beim ersten Mal und wird nun ganz sicher nicht mehr in den Teig gekippt. Pur ist es sowieso am besten – auf einer Scheibe Brot, noch besser auf Scones, auf Pfannkuchen, im Joghurt oder zwischen Macarons. Und wenn ich euch nun doch Lust auf Kuchen gemacht habe, probiert das Grapefruit-Curd unbedingt auf einer Tarte, denn diese hier lässt sich auch wunderbar mit Grapefruits anstatt Blutorangen zubereiten. Das Grapefruit-Curd ist übrigens auch ein tolles Geschenk aus der Küche – dazu einfach in hübsche Gläser (zum Beispiel diese*) abfüllen.
Bittersüß: Weitere Rezepte mit Grapefruit
Ihr liebt den bittersüßen Geschmack von Grapefruit? Dann haben wir noch ein paar weitere Rezeptideen mit der Zitrusfrucht für euch:
- Shaved Asparagus Salad: Roher Spargelsalat mit Grapefruit, Pistazien und Dill-Tahin-Dressing
- Grapefruit-Rosmarin-Schnitten
- Grapefruit Rosé – ein Drink mit Gin und Pink-Grapefruit-Sirup

Grapefruit-Curd (Rezept für etwa 280 g)
Zutaten
- 230 ml frisch gepresster Grapefruitsaft (entspricht dem Saft von etwa 2 Grapefruits)
- 5 EL Butter (Zimmertemperatur)
- 80 g Zucker
- 2 Bio-Eigelb
- 2 Bio-Eier
- 1/4 TL gemahlener Ingwer
- 1 EL frischer Zitronensaft
Zubereitung
- Für das Grapefruit-Curd den Grapefruitsaft in einen kleinen Topf geben und bei kleiner Hitze auf die Hälfte einkochen lassen. Vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.
- In einer hitzebeständigen Schüssel (die später als Wasserbad verwendet wird) die Butter und den Zucker schaumig schlagen. Die Eigelbe hinzufügen und mit einem Schneebesen verrühren, dann die Eier nacheinander kräftig unterrühren. Den gemahlenen Ingwer und den Zitronensaft dazugeben. Den etwas abgekühlten Grapefruitsaft langsam dazugießen und rühren, bis sich alles gut verbunden hat.
- In einem kleinen Topf etwas Wasser leicht zum Kochen bringen und die Schüssel mit der Eiermasse daraufsetzen. Der Boden der Schüssel sollte nicht im Wasser liegen. Jetzt heißt es rühren ohne Ende! Unter ständigem Rühren (wichtig, da sonst die Eier stocken) die Masse in 8 bis 10 Minuten fester werden lassen. Wenn sie eine puddingartige Konsistenz erreicht hat, vom Herd nehmen. Das Grapefruit-Curd in ein Glas (zum Beispiel diese*) füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Im Kühlschrank hält sich das selbst gemachte Grapefruit-Curd mindestens 2 Wochen in einem sauberen, verschlossenen Glas.
Tipp
Das Curd könnt ihr auch mit anderen Zitrusfrüchten zubereiten. Das Rezept funktioniert genauso gut mit Zitronen (Lemon Curd), Orangen, Blutorangen oder Limetten. Die Zubereitungsweise bleibt identisch, nur der Geschmack variiert.

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