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Gebacken, Getestet

Der Kuchen hat einen im Tee: Mamorkuchen mit weißer Schokolade, grünem Darjeeling und Pistazien

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Mamorkuchen mit weißer Schokolade, grünem Darjeeling und Pistazien Rezept

Jedes Jahr machen sich nach dem Ende des Winters die Pflücker_innen im indischen Darjeeling auf den Weg und erklimmen mit Körben auf dem Rücken die steilen Hänge am Rande des Himalayas. Dann haben sich an den Teepflanzen die ersten Blätter und Knospen gebildet und der First Flush ist reif für die Ernte. 12.000 Blätter müssen durch beschwerliche Handarbeit im Korb landen, damit es für eine Kilopackung des „Champagners unter den Tees“ reicht. Eigentlich selbstverständlich, dass die Arbeiter_innen auf den Teeplantagen dafür entsprechend bezahlt werden sollten. Wem also nicht nur Bioqualität, sondern auch die Lebensqualität der Menschen dahinter wichtig ist, sollte mal einen Blick auf die Tees der Teekampagne werfen. Dort hat man sich zum Ziel gesetzt, hochwertigsten Biotee zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten, ohne dass dabei Natur und Menschen zu kurz kommen. Aber natürlich muss der Tee auch schmecken – und das tut der Tee der Teekampagne in der Tat! In den letzten Wochen haben wir literweise Grünen Darjeeling getrunken und sogar damit gebacken: einen Mamorkuchen mit weißer Schokolade, grünem Darjeeling und Pistazien.

Die Teekampagne importiert seit 1985 nur eine Sorte Tee nach Europa – den echten Darjeeling. Dieser wird aus verschiedenen Ernten und sowohl als klassischer Schwarztee als auch als unfermentierter grüner Tee angeboten. Geliefert wird in Großpackungen, das heißt die meisten Tees werden in 500- oder 1000-Gramm-Päckchen verschickt. Das Angebot richtet sich somit eher an Vieltrinker_innen, die mit einer Bestellung ihren Jahresvorrat anlegen, was aufgrund der Lagerfähigkeit von Tee sehr gut funktioniert. In Kombination mit dem Verzicht auf einen Zwischenhändler schlägt sich dies natürlich im Preis nieder, womit auch groß geworben wird. Wo genau das Geld landet, kann man sich auf der Website anschauen – nämlich zu großen Teilen direkt im Einkauf des Tees. Überhaupt setzt die Teekampagne stark auf das Thema Transparenz und so ist jede Packung mit einem Code versehen, mit dem der Weg der Teeblätter nachvollzogen werden kann. Unser Tee wurde beispielsweise am 1. und 2. September 2016 auf der Nagri Farm gepflückt, mehrfach kontrolliert und schon am 6. Oktober zusammen mit 5500 kg anderem Tee (sogar der Frachtbrief des Containers ist hinterlegt) auf der UNISEA in Richtung Rotterdam verschifft. Auch die Laboranalysen sind einsehbar, sodass man sich selbst einen Eindruck von der Qualität des Tees verschaffen kann.

Mamorkuchen mit weißer Schokolade, grünem Darjeeling und Pistazien Rezept Feed me up before you go-go

Grüner Darjeeling hat unter Tee-Nerds nicht gerade den besten Ruf, hier trinkt man lieber den echten, schwarzen Stoff. Wir aber mögen grünen Tee sehr und inzwischen ist auch die Qualität der Mischungen, die aus der Region in Westbengalen stammen, auf einem hohen Niveau angekommen. Der Unterschied zum schwarzen Darjeeling liegt in der unterbrochenen Fermentation, wodurch die Blätter ihre grüne Farbe behalten. Das geschieht durch heißen Wasserdampf, anschließend werden die Blätter getrocknet, nach Größe sortiert und verpackt. Das Endprodukt ist etwas bitterer, aber auch deutlich feiner als Schwarztee. Davon werden 4 Gramm auf einen halben Liter Wasser (70-80° C, nicht kochend!) gegeben und 2 Minuten ziehen gelassen. Das Ergebnis ist ein gelb-grünlicher Tee, der fein-blumig und ein bisschen grasig riecht und auch im Geschmack sehr angenehm und fein, mit nur einer leichten Bitternote im Abgang daherkommt. Wem Schwarztee zu kräftig ist oder einfach etwas Leichteres trinken möchte (wir genießen den Tee jetzt gerade im Sommer sehr gerne gekühlt), liegt mit dem Grünen Darjeeling genau richtig.

Auch im Kuchen konnte uns der Tee überzeugen. Dafür haben wir uns einen etwas intensiveren Teegeschmack gewünscht und daher die Blätter fein gemahlen und direkt in den Teig gegeben. Dadurch erhält der Marmorkuchen eine leicht herbe und deutlich grasigere Note, die sehr gut mit der Süße der weißen Schokolade in der anderen Teighälfte harmoniert. Getrunken haben wir zum Kuchen – wie sollte es anders sein? – ein Tässchen Grünen Darjeeling.

Und was ist mit euch? Seid ihr Team Schwarztee oder mögt ihr ihn auch lieber grün?

Mamorkuchen mit weißer Schokolade, grünem Darjeeling und Pistazien Rezept Feed me up before you go-go

Mamorkuchen mit weißer Schokolade, grünem Darjeeling und Pistazien (Rezept für eine Gugelhupfform):

Für den Teig

320 g Mehl
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
220 g Butter (Zimmertemperatur)
200 g Zucker
4 Eier
175 ml Milch
1,5 EL Grüner Darjeeling
80 g ungesalzene Pistazienkerne
80 g weiße Schokolade
Neutrales Pflanzenöl (oder Butter) zum Einfetten der Form

Für Glasur und Deko

70 g weiße Schokolade
1/2 TL Kokosöl
10 g gehackte Pistazien

1. In einer kleinen Schüssel Mehl, Backpulver und Salz mischen. In einer zweiten, größeren Schüssel die weiche Butter und den Zucker mit einem Rührgerät schaumig schlagen, dann die Eier einzeln unterrühren. Anschließend die Mehlmischung abwechselnd mit der Milch hinzufügen und alles zu einem homogenen Teig verrühren.

2. Die Teeblätter und die Pistazien nacheinander in einer Küchenmaschine fein mahlen und zur Seite stellen. Die weiße Schokolade im Wasserbad schmelzen.

3. Den Backofen auf 180° C vorheizen und eine Gugelhupfform mit Öl (oder Butter) einfetten. Den Teig gleichmäßig auf zwei Schüsseln verteilen, dann unter die eine Hälfte die geschmolzene Schokolade rühren und die zweite mit dem gemahlenen Tee und den Pistazien mischen.

4. Zuerst 1/3 des Schokoladenteigs in die Kuchenform füllen, sodass der Boden bedeckt ist. Nun den gesamten Teig mit grünem Tee darauf verteilen und abschließend mit dem restlichen Schokoteig bedecken. Eine Gabel vorsichtig durch den Teig ziehen, sodass eine leichte Marmorierung entsteht.

5. Den Marmorkuchen auf der mittleren Schiene des Ofens 50-60 Minuten backen. Nach der Hälfte der Backzeit den Kuchen ggf. mit Backpapier abdecken, damit er nicht zu dunkel wird. Wenn bei der Stäbchenprobe kein Teig mehr hängen bleibt, den Kuchen herausholen und etwa 5 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann auf ein Gitter stürzen und komplett auskühlen lassen.

6. Für die Glasur die weiße Schokolade zusammen mit dem Kokosöl im Wasserbad zum Schmelzen bringen. Die Schokoglasur gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen und nach etwa 5 Minuten mit den gehackten Pistazien bestreuen.

Grüner Darjeeling von Teekampagne

Werbung: Vielen Dank an Teekampagne, die diesen Beitrag unterstützt haben. Auf den Inhalt wurde kein Einfluss genommen und unsere Meinung bleibt, wie immer, unsere eigene.

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8 Kommentare

  • Reply Jesse Gabriel

    Wow sieht der klasse aus und klingt richtig lecker, wird auf jeden Fall nachgemacht und gleich mal gepinnt, dass ich es ja nicht vergesse!
    Viele Grüße sendet,
    Jesse Gabriel

    21. Juni 2017 at 19:26
    • Reply Steffen

      Vielen Dank, Jesse – das freut uns!

      22. Juni 2017 at 11:48
  • Reply Anna C.

    sehr feiner Kuchen der direkt meine Fantasie anregt. Ich trinke viel Tee, Darjeeling bevorzugt zum Frühstück, meist schwarz aber gelegentlich auch in grün. WElcher mir besser schmeckt als die chinesischen grünen…. bislang kaufe ich direkt beim Importeur, mal schauen was die Teekampagne dagegen zu bieten hat.

    22. Juni 2017 at 7:27
    • Reply Steffen

      Wie schön, dass unser Kuchen deine Fantasie ankurbeln konnte! Bin gespannt, was du als regelmäßige Darjeeling-Trinkerin zu den Tees der Teekampagne sagst. Der grüne konnte uns wirklich überzeugen und hat hier einen Stammplatz.

      22. Juni 2017 at 11:51
  • Reply Mirijam

    Knallerkuchen ihr Lieben! Meine Mutter liebt grünen Tee und hat bald Geburtstag. Den werd ich glatt mal ausprobieren!
    Danke und Gruß, Mirijam

    22. Juni 2017 at 9:21
    • Reply Steffen

      Vielen Dank! Na, dann hoffen wir, dass du deiner Mutter damit eine Freude machen kannst! 🙂

      22. Juni 2017 at 11:53
  • Reply Karin

    Der sieht ja herrlich aus! Wie gut, dass ich mir erst eine neue (klitzekleine) Guglhupf-Form gekauft habe. 🙂 Wir trinken übrigens beides gerne – leider kommt uns trotzdem aufgrund akuter Kaffeeabhängigkeit sowohl grüner als auch schwarzer Tee zu selten in die Tasse. LG Karin

    22. Juni 2017 at 11:26
    • Reply Steffen

      Na, das passt ja wie die Faust aufs Auge! 😉 Dem Kaffee haben wir auch ganz und gar nicht abgeschworen – morgens geht hier ohne Kaffee nichts. Aber seit etwa einem Jahr trinken wir tagsüber recht viel (derzeit gekühlten) grünen Tee. Die Mischung macht’s. 🙂

      22. Juni 2017 at 11:57

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