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Gekocht

Saisonfutter: Polenta-Pommes mit Aioli und Tomaten-Apfel-Ketchup

Polenta-Pommes mit Aioli und Tomaten-Apfel-Soße Rezept Feed me up before you go-go neu-2

Ich weiß nicht, ob es euch auch so geht, aber bei uns ist das Kochen stark von den Jahreszeiten beeinflusst. Zum einen versuchen wir, möglichst saisonal einzukaufen (ohne dabei zu dogmatisch zu sein), was uns im Herbst z.B. wöchentlich Kürbisgerichte beschert, weil wir so viel wie möglich mitnehmen möchten, bis die Zeit der gelb-orangen Knubbelgewächse wieder vorbei ist. Zum anderen passen bestimmte Gerichte einfach nicht zu gewissen Temperaturen. Bei 35°C einen dampfenden, deftigen Eintopf zusammenzurühren, gehört nicht gerade zu den attraktivsten Vorstellungen. Gleichzeitig locken mich leichte, frische Salate auch nicht in die Küche, wenn draußen grauer Himmel und Schneematsch dominieren. Ein Gericht, das deswegen bei uns nur in der kälteren Jahreshälfte das Licht der Welt erblickt, sind diese Polenta-Pommes nach einem Rezept von Pete Evans. Es ist einfach nicht besonders angenehm, bei sommerlichen Temperaturen zu frittieren (einzige Ausnahme: die berühmten Freibad-Pommes – aber da muss man ja zum Glück nicht selbst ran …), daher bietet ein kühler Herbsttag, an dem morgens schon der erste Raureif an den Blättern nagt, die ideale Voraussetzung für die knusprigen Polenta-Sticks. Dabei sind die Pommes erstaunlich luftig, und zusammen mit den selbst gemachten Soßen kommt sogar etwas Mittelmeerfeeling auf. So lässt sich auch die Vorstellung leichter ertragen, dass der nächste Sommer noch mehrere Monate entfernt ist (nein, wir sind wahrlich keine Wintermenschen!).

Welches Gericht steht bei euch denn gerade hoch im Kurs?

Polenta-Pommes mit Aioli und Tomaten-Apfel-Soße Rezept Feed me up before you go-go-3

Polenta-Pommes mit Aioli und Tomaten-Apfel-Ketchup (für 4 Personen):

Für die Polenta:

20 g Butter
225 g Polenta
100 g fein geriebener Parmesan
ca. 1 l Pflanzenöl
75 g Mehl
Eine Handvoll frische Petersilie
Salz, Pfeffer

1. Für die Polenta 1,5 l Wasser mit der Butter in einem Topf erhitzen, bis es ganz leicht köchelt. 250 g Polentagrieß unter ständigem Rühren ins Wasser geben und die Masse dann 6-8 Min. bei niedriger Hitze garen. Der Brei sollte sich am Ende leicht vom Topfrand lösen. Vom Herd nehmen und 50 g geriebenen Parmesan unterrühren sowie mit Salz und Pfeffer würzen.

2. Eine Auflaufform (ca. 20 x 30 cm) mit Alufolie auslegen, die Polenta einfüllen und glatt streichen. Ca. 1 Std. lang vollständig auskühlen lassen. In der Zwischenzeit die Soßen zubereiten.

3. Die feste Polentamasse auf ein Schneidebrett stürzen, die Alufolie entfernen und in ca. 5 x 2 cm große Pommes schneiden.

4. Das Öl in einer Fritteuse oder einem Topf auf 180°C erhitzen (als Test einen Holzkochlöffel in den Topf halten, wenn das Öl Blasen wirft, ist die passende Temperatur erreicht). Das Mehl und die restlichen 75 g Polentagrieß in einer Schüssel vermengen und die Polentapommes vorsichtig darin wenden. Anschließend portionsweise im heißen Öl 2-3 Min. goldgelb ausbacken und danach auf Küchenpapier abtropfen lassen.

5. Die Petersilie waschen und fein hacken und gemeinsam mit dem restlichen Parmesan über die fertigen Pommes streuen. Sofort mit den beiden Soßen servieren.

Für die Aioli:

2 Knoblauchzehen
30 ml gutes Olivenöl
4 frische Eigelbe
1 TL Dijonsenf oder süßen Senf (je nach Vorliebe)
1 EL Zitronensaft
170 ml Pflanzenöl
Salz, Pfeffer

1. Den Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Einen ordentlichen Schuss Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und den Knoblauch darin anrösten, bis er leicht angebräunt ist. Die Knoblauchscheiben aus der Pfanne holen, das Öl aufbewahren und abkühlen lassen.

2. Eigelbe, Knoblauchscheiben, Senf, Zitronensaft und eine Prise Salz in einen hohen Becher geben und mit dem Stabmixer durchpürieren. Das Pflanzenöl mit dem Olivenöl aus der Pfanne mischen. Dann bei laufendem Mixer das Öl in einem dünnen stetigen Strahl hinzugießen, dabei den Mixer ganz langsam nach oben ziehen. Wenn eine cremige Emulsion entstanden ist, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für den Tomaten-Apfel-Ketchup:

1 große Zwiebel
3 Knoblauchzehen
6 Zweige Thymian
3 Zweige Rosmarin
1 grüner Apfel
500 g Tomaten
4 EL Tomatenmark
180 ml passierte Tomaten
1 EL Balsamicoessig
Olivenöl
Salz, Pfeffer, Zucker

1. Die Zwiebel schälen und fein würfeln, den Knoblauch schälen und fein hacken, Thymian und Rosmarin ebenfalls fein hacken. Den Apfel mit Schale grob reiben. Die Tomaten in grobe Stücke schneiden.

2. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln, Knoblauch und Kräuter darin bei mittlerer Hitze anschwitzen, bis sie Farbe angenommen haben. Dann Tomaten und Apfel hinzufügen und einige Minuten einköcheln lassen. Anschließend Tomatenmark, passierte Tomaten und Balsamicoessig hinzufügen, aufkochen lassen und dann bei niedriger Hitze ca. 20 Min. einkochen lassen.

3. Die Soße etwas abkühlen lassen, mit dem Stabmixer fein pürieren und mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Wenn der Ketchup besonders fein sein soll, abschließend noch durch ein Sieb passieren. In saubere Gläser füllen und im Kühlschrank aufbewahren (hält sich ca. 1-2 Wochen).

Polenta-Pommes mit Aioli und Tomaten-Apfel-Soße Rezept Feed me up before you go-go-1

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8 Kommentare

  • Reply Julia

    Leider war es ja nun heute fast zu warm, um die Fritteuse anzuschmeißen 😉 Ich warte also auf kühlere Tage um die Pommes nachzumachen… ich bin sicher, dass ich da nicht mehr so lange warten muss…
    Liebe Grüße!

    8. November 2015 at 19:36
    • Reply steffen

      Ha, in der Tat! Konnte ja keiner ahnen, dass mitten im November der Sommer zurückkehrt. 😉 Na ja, aber die kühlen Tage werden schneller kommen als uns lieb ist.

      8. November 2015 at 20:24
  • Reply mcnaddl

    tolles Rezept ! 🙂

    8. November 2015 at 22:39
  • Reply Ela

    Die sehen echt sowas von lecker aus! Fritteuse hab ich keine, meint ihr das klappt auch in der Pfanne? 😉
    Liebe grüße
    Ela

    9. November 2015 at 15:30
    • Reply steffen

      Na logo! Wir haben auch keine Fritteuse und haben die Pommes im Topf gemacht – klappt wunderbar! 😉

      9. November 2015 at 20:06
  • Reply Tulpentag

    Ich mag Polenta total gerne und wer die Pommes auch mal in der Pfanne nachmachen. Danke für das Rezept. 🙂
    Jenny

    11. November 2015 at 14:00
    • Reply steffen

      Gerne! Freue mich, dass dir das Rezept zusagt! 🙂

      16. November 2015 at 21:24

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